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Ü 50 Spezielles Forum für über 50jährige


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Alt 17.02.2011, 23:16   #1
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Betsy
Standard Bundesprojekt 50 plus

Hallo ihr Lieben,

Ich hatte heute eine Einladung ins JC mit den üblichen Floskeln bezüglich meiner beruflichen Zukunft, obwohl meine EGV noch bis 15.4.2011 gültig ist.

Freudestrahlend wurde mir von dem "neuen Prestigeprojekt unserer lieben Bundeskanzlerin: Bundesprojekt 50 plus" erzählt. Ich sollte auch sofort eine neue EGV und alle Verträge unterschreiben, sonst müsste er mich unmittelbar mit 30 % sanktionieren.

Ich habe natürlich nicht unterschrieben, sondern höflich erklärt, dass die Sanktion kein wirkliches Problem wäre, da ich unterdessen den Weg zum Sozialgericht sehr genau kenne und meine mir Freundin mit Sicherheit wieder 20,-- € für das Benzin leihen würde.

Danke an alle, die die Infos hier veröffentlichen. Vor einem halben Jahr wäre ich mit Sicherheit drauf eingefallen.

Sorry, ich habe mich mit der Thematik Ü50 noch nicht beschäftigt. Würdet ihr mir bitte weiterhelfen. Um was gehts da überhaupt? Ist es eine von den hier eingestellten schwachsinnigen Beschäftigungstherapien?

Ich streite mit den Herrschaften seit 2 Jahren wegen einer von der SB vorgeschlagenen Selbstständigkeit, die auch durchgehend in den EGVs vermerkt war bzw. ist. In diesem Zusammenhang wurde mir auch gleich mündlich erklärt, dass die Förderung der Selbstständigkeit ab sofort gestrichen wäre, da kein Geld mehr für so etwas vorhanden sei. Die einzige Chance in Richtung Selbständigkeit wäre die, an diesem Projekt teilzunehmen, da nur noch diese Träger, sofern ich ein "braves Kind wäre, das alles tut was angeordnet wird" (SB hat sich anders ausgedrückt, aber exakt so habe ich es verstanden) die Mittel hätten um evtl. zu bezuschussen.

Ich habe erst mal eine Frist bis nächste Woche ausgehandelt um intensiv über dieses Thema nachzudenken und mich entsprechend zu informieren.

Ich habe jetzt in einigen Threads gelesen das Projekt wäre freiwillig. Ist das noch aktuell?

Es wäre klasse wenn Ihr mich aufklären würdet. Ich habe einige Tage Zeit eine Strategie auszuarbeiten wie ich die Sache abwenden kann.

Danke im Voraus.

Liebe Grüße

Betsy
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Alt 17.02.2011, 23:42   #2
aufruhig
 
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Standard AW: Bundesprojekt 50 plus

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Hallo ihr Lieben,

Ich hatte heute eine Einladung ins JC mit den üblichen Floskeln bezüglich meiner beruflichen Zukunft, obwohl meine EGV noch bis 15.4.2011 gültig ist.

Freudestrahlend wurde mir von dem "neuen Prestigeprojekt unserer lieben Bundeskanzlerin: Bundesprojekt 50 plus" erzählt. Ich sollte auch sofort eine neue EGV und alle Verträge unterschreiben, sonst müsste er mich unmittelbar mit 30 % sanktionieren.

Ich habe natürlich nicht unterschrieben, sondern höflich erklärt, dass die Sanktion kein wirkliches Problem wäre, da ich unterdessen den Weg zum Sozialgericht sehr genau kenne und meine mir Freundin mit Sicherheit wieder 20,-- € für das Benzin leihen würde.

Danke an alle, die die Infos hier veröffentlichen. Vor einem halben Jahr wäre ich mit Sicherheit drauf eingefallen.

Sorry, ich habe mich mit der Thematik Ü50 noch nicht beschäftigt. Würdet ihr mir bitte weiterhelfen. Um was gehts da überhaupt? Ist es eine von den hier eingestellten schwachsinnigen Beschäftigungstherapien?

Ich streite mit den Herrschaften seit 2 Jahren wegen einer von der SB vorgeschlagenen Selbstständigkeit, die auch durchgehend in den EGVs vermerkt war bzw. ist. In diesem Zusammenhang wurde mir auch gleich mündlich erklärt, dass die Förderung der Selbstständigkeit ab sofort gestrichen wäre, da kein Geld mehr für so etwas vorhanden sei. Die einzige Chance in Richtung Selbständigkeit wäre die, an diesem Projekt teilzunehmen, da nur noch diese Träger, sofern ich ein "braves Kind wäre, das alles tut was angeordnet wird" (SB hat sich anders ausgedrückt, aber exakt so habe ich es verstanden) die Mittel hätten um evtl. zu bezuschussen.

Ich habe erst mal eine Frist bis nächste Woche ausgehandelt um intensiv über dieses Thema nachzudenken und mich entsprechend zu informieren.

Ich habe jetzt in einigen Threads gelesen das Projekt wäre freiwillig. Ist das noch aktuell?

Es wäre klasse wenn Ihr mich aufklären würdet. Ich habe einige Tage Zeit eine Strategie auszuarbeiten wie ich die Sache abwenden kann.

Danke im Voraus.

Liebe Grüße

Betsy
Ist Freiwillig

Der größte Blödsinn diese Ü50 Geschichte lass Dir nichts erzählen, der Maßnahme träger kassiert hier Gelder für diese unqualifizierte Maßnahme. Dort wird Dir das Blaue vom Himmel versprochen diese Maßnahme träger haben keine Arbeit an zu bieten wovon Du Leben könntest. Teilzeitjobs überwiegend und sehr schlechte Arbeitsangebote im Helfer Bereich.


Erfahrungsbericht

Aktivcenter für Langzeitarbeitslose über 50 Jahre

Da kommt Dir das Ko...zen.

Gruß aufruhig
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Alt 18.02.2011, 23:54   #3
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Betsy
Standard AW: Bundesprojekt 50 plus

Danke aufruhig,

dann ist also die Drohung mit sofortiger 30 % Sanktion, wenn ich nicht unterschreibe, mal wieder gelogen und eigentlich nichts anderes als Nötigung.

Ich habe nächste Woche Termin um meine Entscheidung mitzuteilen. Wie formuliere und begründe ich meine Ablehnung konkret um im Zweifelsfall vor dem Sozialgericht auf der sicheren Seite zu sein. Es ist durchaus möglich, dass bei mir wieder einmal ohne Anhörung und Sanktionsbescheid direkt die Zahlung eingestellt wird, wenn ich ablehne. SB wartet schon sehnsüchtig darauf wieder zu stricken.

Danke im voraus.

Liebe Grüße

Betsy
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Alt 19.02.2011, 00:32   #4
aufruhig
 
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Standard AW: Bundesprojekt 50 plus

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Danke aufruhig,

dann ist also die Drohung mit sofortiger 30 % Sanktion, wenn ich nicht unterschreibe, mal wieder gelogen und eigentlich nichts anderes als Nötigung.

Ich habe nächste Woche Termin um meine Entscheidung mitzuteilen. Wie formuliere und begründe ich meine Ablehnung konkret um im Zweifelsfall vor dem Sozialgericht auf der sicheren Seite zu sein. Es ist durchaus möglich, dass bei mir wieder einmal ohne Anhörung und Sanktionsbescheid direkt die Zahlung eingestellt wird, wenn ich ablehne. SB wartet schon sehnsüchtig darauf wieder zu stricken.

Danke im voraus.

Liebe Grüße

Betsy
Die dürfen nicht Sanktionieren dazu Urteil hier:

http://juris.bundessozialgericht.de/...32&pos=0&anz=1

Keine Sanktion ohne EGV bei Eingliederungsmaßnahme
Erstellt von RA-Felsmann am Freitag 18. Dezember 2009
Der 4. Senat des Bundessozialgerichts hat entschieden, dass es keine Sanktion bei Ablehnung einer Eingliederungsmaßnahme ohne Eingliederungsvereinbarung geben darf. Im Verfahren B 4 AS 20/09 R hat es dazu festgestellt, dass die Nichtteilnahme an einer Maßnahme der Eignungsfeststellung/Trainingsmaßnahme nur dann zu einer Absenkung des Arbeitslosengelds II führt, wenn zuvor eine Eingliederungsvereinbarung zwischen dem Grundsicherungsträger und dem Hilfebedürftigen geschlossen worden ist.

Du wartest auf die EGV per VA mehr nicht.
Es gibt auch eine Dienstanweisung das bei nicht unterschreiben einer EGV nicht Sanktioniert wird, das ist alles nur Erpressung versuche die kläglich scheitern wenn du deine rechte kennst.

Du kannst den SB auch belangen und ihm Klar machen das er dich Wahrheitsgemäß informieren muss, § 13 14 15 SGB I Auskunft und Beratungspflicht stelle ihn mal die Frage ob er das nicht unterschreiben mit Androhungen von Erpressungen durch eine Sanktion von 30 % umsetzen darf.

Bitte lesen:
Tacheles Forum: Verletzung der Beratungspflicht gem. § 14 SGB I Amtspflichtverletzung

Somit liegt in diesem Falle eine offensichtliche falsche und unvollständige Aufklärung vor, die als Amtspflichtverletzung
gem.§ 839 BGB zu bewerten ist. Ich verweise hierzu auf (Beziehung zwischen Bürger und Verwaltung BGH NVwZ 1990 S. 499 und Anwendbarkeit des § 839 BGB BSG SGb 1995 S.83 Anm. v. Einem.)

Des Weiteren ergibt sich aus der Nichterfüllung der Amtspflicht ein Herstellungsanspruch, ich verweise auf ( BSG SGb 1992 S.550 Anm. Bogs. zu § 14 SGB I auch BSG SozR 3-2600 § 300 Nr. 5 Adressat und Auswirkung v. Koch NZS 1998 S. 171 Versäumung von Fristen BSG SGb 1990 S. 26 Anm. Bogs/ Mestwerdt Zuständigkeit in der Sozialgerichtsbarkeit OVG Lüneburg FamRZ 1994 S. 1072; Adolf, der sozialrechtliche Herstellungsanspruch 1991 S. 42; a.A. Wallerath, DöV
1994 S. 757 Nebenpflichten im Sozialrecht BSG 50 S.12; 56 S. 61; 266)
§ 839 BGB
„Verletzt ein Beamter vorsätzlich oder fahrlässig die ihm einem Dritten gegenüber obliegende Amtspflicht, so hat er dem
Dritten den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen“.

Sollte mein Antrag im Widerspruchsverfahren nicht entsprochen werden, werde ich die Forderung von Ihnen zivilrechtlich einklagen.
Alle weiteren Kosten die bis zur endgültigen Abgeltung meines Anspruchs anfallen, werde ich Ihnen persönlich in Rechnung stellen.

Artikel 34 GG Haftung bei Amtspflichtverletzung
„ Verletzt jemand in Ausübung eines ihm anvertrauten öffentlichen Amtes die ihm einem Dritten gegenüber obliegende Amtspflicht, so trifft die Verantwortlichkeit grundsätzlich den Staat oder die Körperschaft, in deren Dienst er steht. Bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit bleibt der Rückgriff vorbehalten. Für den Anspruch auf Schadenersatz und für den Rückgriff darf der ordentliche Rechtsweg nicht ausgeschlossen werden.“
Ich verweise Hierzu auf ( Richtigkeit von Auskünften Treu und Glauben BGH NVwZ 02,374; Bonk SA 67 Verschulden
Papier MD 217 ff; BGH jZ 98,43 Zuständige Gerichtsbarkeit Landgericht § 71 Abs. 2 GVG Rückgriff Papier MD 303 oben Rn.8, Papier MD 325 und Ausführungen Rn. 24)

Da freut sich aber der SB Lach

NUR MIT BEISTAND ZUM JOBCENTER NIE EINE EGV UNTERSCHREIBEN.

Nach dem Urteil vom 09.02.2010 darf es keine Sanktionen mehr geben da sonst das Existenzminimum gefährdet wäre was aber rechtswidrig ist.

Der Anspruch auf eine menschenwürdige Existenz (Art. 1 Abs. 1, Art. 20 Abs.1 GG) und der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit verbietet es, den Hilfebedürftigen leistungslos zu stellen.

Der Leistungsträger muss daher von Amts wegen über die Gewährung von Sachleistungen (§ 31 Abs. 5 S. 5 SGB II), ohne gesonderten Antrag des Hilfebedürftigen, entscheiden (LSG NS – Bremen 21.04.2010 - L 13 AS 100/10 B ER).

Hinweis: Der Leistungsträger wird nur dann von der Gewährung von Sachleistungen absehen können, wenn der Hilfebedürftige über ein Schonvermögen verfügt, auf das er zugreifen kann.

Die vollständige Einstellung der Leistungen dürfte wohl auch mit dem Existenzsicherungsrecht nicht zu vereinbaren sein, so dass das nach dem Gesetzeswortlaut bestehende Ermessen stark eingeschränkt ist.

Lebt der sanktionierte Hilfebedürftige mit anderen Hilfebedürftigen in einer Bedarfsgemeinschaft, so muss verhindert werden, dass die nichtsanktionierten Mitglieder hiervon betroffen sind (vgl. hierzu näher: Geiger, Wie sind personenübergreifende Sanktionsfolgen auf der Grundlage der geltenden Fassung von § 31 SGB II zu verhindern? info also 2010, S. 3 ff.)

Gruß aufruhig
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Alt 19.02.2011, 21:16   #5
hemmi
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Standard AW: Bundesprojekt 50 plus

Wo träumt ihr, wenn ein SB will daß du zu einer solchen Maßnahmen gehst, dann gehst du, oder du hast den finanziellen Background dir ein Sanktion leisten zukönnen. Einem/er SB kannste nicht mit Paragraphen kommen, die haben ihre Dienstanweisung, da sie meistens beamtet sind stört sie auch ein Hinweis auf Gerichte nicht.Die halten dich für blöde und das musst du auch von denen halten.
Ich musste mehrere solcher Maßnahmen über mich ergehen lassen, bevor ich auf die grandiose Idee kam Querulant zuwerden und das hat mich am Ende santionslos aus der Maßnahme gebracht.
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Alt 20.02.2011, 00:20   #6
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Betsy
Standard AW: Bundesprojekt 50 plus

Hallo Hemi,

den finanziellen Background mir eine Sanktion leisten zu können habe ich auch nicht. Aber Freunde, die mich im Zweifelsfall nicht verhungern lassen. Ich habe alles durch, Panikattaken, massive Schlafstörungen, streßbedingte Gastritis und Depressionen so tief, dass ich keine Chance mehr gesehen habe aus dem schwarzen Loch wieder rauszukommen. Wir (mein Sohn U25 und ich) wurden 5 Jahre nach Strich und Faden schikaniert. Eine endlose Geschichte. Von Anfang an wurden Anträge verschleppt uns veraschlampt, Sanktionen gerstrickt und und und. Ganz normaler H IV Alltag wie ihn hier alle kennen.

Dank zwei, zu meinen Gunsten entschiedener EAs UND diesem Forum habe ich begriffen, dass ich trotz H IV immer noch ein Mensch bin, der nicht bereit ist, sich auf diese Weise zwangsentmündigen zu lassen.

Ich habe mich noch nicht entschieden wie ich vorgehe. Auf alle Fälle lasse ich nicht mehr mit Lügen dazu erpressen eine neue EGV, die meine gültige, für mich tragbare EGV ausser Kraft setzt, zu akzeptieren bzw. zu unterschreiben.

Danke aufruhig. Die Infos oben sind genau die, die ich gesucht habe um in einer anderen Sache ansetzen zu können.

Liebe Grüße

Betsy
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Alt 26.02.2011, 16:18   #7
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Betsy
Standard AW: Bundesprojekt 50 plus

Hallo,

irgendwie blicke ich nicht mehr durch. Ich habe letzten Donnerstag die neue EGV erhalten, die ich nicht unterschrieben habe und auch nicht unterschreiben will, da meine Aktuelle bis 15.04.2011 gültig ist. Sie wurde bisher nicht schriftlich gekündigt. Einen Hinweis auf § 59 SGB X habe ich mir beim letzten Termin verkniffen.

Wenn der SB mich, wie mehrmals angedroht, sofort mit 30 % sanktioniert, habe ich dann immer noch Chancen dagegen vorzugehen? Geplant war die alte Vorgehensweise Nicht unterschreiben - VA - Widerspruch.

Sorry, die neue Rechtslage verunsichert mich nun doch.

Ich bin mir auch nicht mehr sicher wie ich vorgehen soll. Auf den angekündigten VA warten (was ich eigentlich will) oder doch der EGV schriftlich wiedersprechen und z. B. darauf hinweisen, dass die aktuelle EGV vom 15.11.2010 nach wie vor gültig ist.

Es fand in beiden Terminen keine Beratung/Gespräch o. ä. statt. Ich wurde an Anfang an vor vollendete Tatsachen gestellt und beim 2. Termin angebrüllt, dass das JC entscheidet was ich zu tun habe und nicht ich. (Ich hatte mir erlaubt den Maßnahmeträger anzurufen und mich über die Massnahme erkundigt. Das war defínitiv "zuviel Eigeninitiative" . SB war kurz sprachlos, dann brüllte er los).

Wie hoch denkt Ihr, sind in diesem Fall die Chancen einer EA. Ich gehe davon aus, dass der SB, wie immer bei mir, sofort die Leistungen reduziert. Ich habe noch nie eine Anhörung oder einen Sanktionsbescheid erhalten.

Termin zur Abgabe der unterschriebenen EGV ist der 01.03., ich habe also gute Chancen, dass für März noch der volle Betrag angewiesen ist.

Danke im voraus.

Liebe Grüße

Betsy
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Alt 05.03.2011, 16:02   #8
gila
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Standard AW: Bundesprojekt 50 plus

Hallo zusammen!

Möchte nur mal so meine letzten Jahre und Erlebnisse hier ablagern

Kurz die berufliche und existenzielle Seite: ich - ü50 - seit 2008 ohne Job - Firma wurde "saniert".
Erst ALGI - dann mittels Businessplan in eine Selbstständigkeit "gerettet" mit Verlängerung durch Gründungszuschuss - durch Unfall und Krankheit ging das Ganze nicht wie geplant - also dann nach Ablauf ALG II plus paar Jobs auf "selbstständiger Basis". Nun wieder 1 Jahr ALGI, da ich die Versicherung bisher bezahlt habe.

Zwischendurch mit freiberuflichen "Jobs" neben ALGII brav abgerechnet. KEINE Maßnahmen, KEINE Angebote, KEINE Bewerbungen etc. - hier auf dem Lande ist eh tote Hose mit ü50.
Kurz vor Ende 2010 waren der SB die stetig sinkenden freiberuflichen Einnahmen "zu wenig". Man strich mir (ganz ohne mein Zutun) meine "volle ü 15 Stunden-Selbstständigkeit" in eine "neben-Selbstständigkeit". Jut.

Pries mir mit Hochglanzprospekt das Projekt "50 plus" an.

Auch jut. Immer schön lächeln, hecheln, mit dem nicht vorhandenen Schwänzchen wedeln "Ach wie schön! So ein Projekt ist ja was Tolles! Vielleicht gibt mir das ja eine Chance".

Frau SB bekommt leuchtende Augen - problemloser Kunde, willig, hoch erfreut. "Na dann demnächst Einladung zum Vorgespräch, ob Sie auch "geeignet" sind und wir die Kosten tragen - ist ja nicht vor Ort" - dann geht es auf! Dann gibt es ein "Kick-off-Meeting" und los geht es ....

So? Aha! Wo also? In der Großstadt ... 110 km einfach ... hm... da werden wohl auch die Unternehmen, die sich die Ü-50er da rauspicken wohl eher die Herrschaften aus dem Stadtkreise nehmen?

Aber warten wir mal ab. Erstmal "Kick-off" - halbe Tagesreise, Kosten zahlt ja die Arge. Bereitschaft zeigen ist alles nicht schon in Panik ausbrechen. NOCH simmer nicht da ...

Dann kommt das Vorgespräch. Nach fast 2 Monaten.
Endlich mal eine wirklich kompetente Dame - Augenhöhe, Altersklasse, selbst lange arbeitslos gewesen - eigentlich da fehl besetzt, da aufgrund der ausgestrahlten Kompetenz und Fachwissen eigentlich ein gutbezahlter Job in einem Personalbüro richtig wäre. Viele Fremdwörter, viele Fragen. Profil wird erstellt.

"Was SIE alles so machen, können, tun..." Jou - nur nix mit Zertifikaten oder Quali. Mit ü50 hat man bisweilen einen sehr bunten Lebenslauf - aber kaum die Nachweise, die frau für die tollen Stellenangebote benötigen würde. Das immer noch jugendliche Passbildchen funktioniert da alleine nicht mehr. Der Jahrgang schon gar nicht.

Ende vom Lied: Nun dümpelt mein Profil in der Jobbörse rum. Die vielen tollen (Halb-) -Kenntnisse aufgelistet. Ergebnis: unterm Strich reichts für ne kaufmännische Bürohilfskraft. und das, wo ich nix kaufmännisches gelernt habe! Macht nix, drin ist drin. Man ist bemüht. Tiiiiief atmen - Ommmm - lächeln. Auch der Termin geht vorbei.

Ende 2: Projekt 50 plus in Zusammenarbeit mit Großstadt wurde zum Jahresende eingestampft. Landkreis will was eigenes machen - gibt aber noch keine Konzepte

Frage: "Was mache ich denn nun mit Ihnen?" Man merkt schon die Peinlichkeit und Ratlosigkeit auf der anderen Seite des Schreibtisches.

Meine Antwort: "Ooooch, ich war schon immer gut im Konzepte erstellen ich könnte da eins aus dem Boden stampfen. Nur wird das keiner wollen."

Die SB sichtlich betroffen - hat sie sich doch solche Mühe gegeben. Eine weitere EGV erscheint vor diesem Hintergrund wenig sinnvoll. Wir machen dennoch eine. Eine kleine, abgespeckte. "Man bemüht sich und wird sich wieder sehen".
Das ist ok, denke ich. Man sieht sich vor diesem Hintergrund eh nicht mehr.

Die ehrliche Sorge und Betroffenheit nehme ich ihr zum Abschied mit dem folgenden Statement:

"Ach wissen Sie, machen Sie sich keine Sorgen um mich. Ich werde jetzt 56. Sollte noch über 10 Jahre arbeiten. Es bleibt abzuwarten, dass hier ständig wieder neue Entscheidungen von schlauen Menschen "da oben" getroffen werden ... Ich habe einen Scheidungskrieg hinter mir, das Sozialamt überlebt, Existenzängste ohne Ende, einen Jobverlust, Burnout, mehrere Monate Klinik mit totalem Psycho-Crash, einen Unfall, eine Krebs-OP, eine erwachsene Tochter mit Depressionen, eine mit Borderline und Ex-Alki. Habe immer nur gekämpft. Für mich und andere ...

Irgendwann habe ich mir gedacht: begreife mal deine Machtlosigkeit und LEBE. Sie sehen mich nach all dem nun gut erholt, fröhlich, gut gelaunt, optimistisch, locker, gelassen. Das habe ich mir hart erarbeitet. Und dabei bleibt es nun auch den Rest meiner bescheidenen Jahre. Ich schäme mich nicht als Hilfeempfänger - ich habe fast 40 Jahre gearbeitet.Und dabei brav eingezahlt.
Ich schlage nur noch im Notfall um mich, ziehe mir jetzt brav auf den Schlachtfeldern meiner Existenz eine Rüstung an - gehe am Rande gern mal Blümchen pflücken - und alles andere kann mich mal a.. A..

Ich lebe, beschäftige mich mit sinnvollen Dingen, die mich menschlich und mental weiter bringen - helfe damit hin und wieder anderen Menschen und das fühlt sich gut an. Ich schaue mich um, wo ich etwas tun kann, helfen, unterstützen - das ist auch etwas "wert".
Ich definiere mich nicht über Arbeit, Leistung, Wertigkeit. Wenn ich in die Kiste steige, dann sicher vergnügt und zufrieden.
Rufen Sie mich an, wenn Sie was Greifbares haben - lassen Sie mich in Ruhe, wenn Sie nix haben - dann sind wir beide doch gut bedient, oder?"

Breites Grinsen, kein Kommentar und ein "Alles Gute - Sie machen das schon richtig".

Warum schreibe ich das hier? Weil es einfach nur ein kleiner Denkanstoß sein soll, nicht permanent auf Kriegspfaden zu wandeln und am Leid zu kleben.
Widerstand erzeugt kriegsähnliche Zustände. Etwas mehr Zuversicht und Gelassenheit wünsche ich allen Betroffenen.
Es ist harte Arbeit - aber wenn man es versucht, schleicht sich nach und nach auch Besserung ein!

Sicher gibt es präkäre Situationen und viel Missstand. Keine Frage!
Und viel Leid. Ich habe das in einem Trennungsforum als Mod. ständig um die Ohren. Aber es ist oft auch eine Frage der inneren Einstellung zu den Dingen.
Daran kann man arbeiten und dann kommt auch im Stress wieder mal ein kleines Lächeln zustande ... damit möchte ich ein wenig MUT hier hinterlassen.

...
gila ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.03.2011, 16:51   #9
HZ725
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HZ725
Standard AW: Bundesprojekt 50 plus

Liebe gila,

eine wirklich schöne Zusammenfassung, man kann dich nur beglückwünschen, zu deiner Überlebenskunst und deiner verständnisvollen SB.

Die kalte Wut kommt mir aber, wenn ich hier als allgemeinen Ratschlag lese, nicht auf Kriegspfaden zu wandeln und mehr Gelassenheit zu bewahren, dann würde sich schon alles regeln. Es mag ja sein, dass das in deinem Jobcenter so funktioniert, in meinem klappt es auf diese Weise definitiv nicht.

In bin in einer ganz ähnlichen Situation wie du, ebenfalls Ü50, ebenfalls mit buntem Lebenslauf, habe mir ebenfalls trotz aller Steine, die mir die ARGE in den Weg geschmissen hat, eine kleine Selbstständigkeit aufgebaut, die aber bisher nicht zum Leben reicht.

Leider wird der Krieg hier aber immer schlimmer, und das liegt garantiert nicht an mir. Man wird hier eben nicht in Ruhe gelassen, egal, wie sehr man sich bemüht, selbstständig aus dem Sumpf wieder herauszukommen. Im Gegenteil, sie tun alles, um einen darin festzuhalten. Maßnahmen ohne Ende, monatliche Intensivzwangsquälbetreuung für Selbstständige, die einen von der Arbeit abhält und krank macht. Wir haben hier eine Arbeitslosenquote, die signifikant unter dem Bundesdurchschnitt liegt, jetzt weiß ich auch, wie das zustandekommt. Ich habe noch keinen einzigen Termin bei der ARGE/Jobcenter gehabt, in dem mir nicht die eine oder andere Maßnahme angedroht und aufgezwungen wurde. Gebracht hat das alles selbstverständlich nichts. Ich sollte schon als Ein-Euro-Jobberin in eine Behinderteneinrichtung abgeschoben werden, dabei habe ich ein abgeschlossenes Hochschulstudium. Trotz meiner Vollzeit-Selbstständigkeit werde auch ich als nebenberuflich geführt, wahrscheinlich, um mich weiterhin in Maßnahmen prügeln zu können.

Also bitte schließe nicht so einfach von deiner Situation auf die anderer, die Jobcenter-Schergen sind nicht alle so nett und ratlos wie deine.
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Alt 06.03.2011, 17:23   #10
Charlot
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Standard AW: Bundesprojekt 50 plus

Dein SB blufft nur.
Ihm ist es durchaus bewußt, das er Dich bei Nichtunterschrift nicht sanktionieren kann.

Kannst ja den Spieß umdrehen und schriftlich beantragen, wo denn im Gesetz geregelt ist, das man bei Nichtunterschrift sanktioniert werden kann.
Charlot ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.03.2011, 20:29   #11
gila
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gila Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Bundesprojekt 50 plus

Zitat von HZ725 Beitrag anzeigen
...wenn ich hier als allgemeinen Ratschlag lese, nicht auf Kriegspfaden zu wandeln und mehr Gelassenheit zu bewahren, dann würde sich schon alles regeln.
Hallo!

Ganz so reduziert, wie du es zusammengefasst hast, habe ich es nicht geschrieben oder gemeint. Dass sich dann alles "von selbst" regelt ... ich wollte lediglich etwas MUT weitergeben, dass manches auch anders laufen kann... und ich hatte nicht nur solche verständnisvollen SBs - diese leider nur für ganze 2 Gespräche.
Ich habe mich zuweilen sehr aufgerieben und bin schon mit dickem Hals angetanzt - was natürlich auf der anderen Schreibtischseite für eine eben solche Haltung sorgte. Heute schalte ich vorher ein paar Schutz- und Warnmechanismen ein und gehe nicht auf jeden Krieg ein. Anfangs hatte ich ein "Mädel", dass mal gerade so alt war wie meine Tochter - und dann gerätst du an so jemand nach 40 Jahren Tätigkeit ganz frisch den Job verloren und die sagt dir, was du zu tun und lassen hast .. übel. Irgendwann habe ich darum gebeten,man möge mir doch - um Konfrontationen und Spannung zu vermeiden - eine SB "auf Augenhöhe" als passendes Gegenüber zuteilen. Danach gab es dann das Gewünschte ;-) - mit Haaren auf den Zähnen. Auch Krampf. Dann hatte ich nur noch Termine, wenn die zu Zweit waren ;-) - schließlich gab es ein verträumtes Gespräch mit dem Chef der Agentur.
Vielleicht habe ich schon ein "rotes Lämpchen" auf deren PC - denn momentan läuft es. Aber sicher hat auch eine etwas veränderte Einstellung geholfen, dass nicht von mir auch noch unterschwellig Aggression rüber kam.Wenn bei dir so viel im Argen liegt, hast du es schon ein paar Etagen höher versucht? Was ist das für eine Selbstständigkeit, dass sie nicht voll anerkannt wird, wenn sie über die 15 Stunden/Woche doch anscheinend hinaus geht?

Da scheint doch was bei denen nicht zu stimmen, dass man dir hier Steine in den Weg legt??
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Alt 06.03.2011, 20:52   #12
Speedport
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Zitat von Betsy Beitrag anzeigen
Hallo,

irgendwie blicke ich nicht mehr durch. Ich habe letzten Donnerstag die neue EGV erhalten, die ich nicht unterschrieben habe und auch nicht unterschreiben will, da meine Aktuelle bis 15.04.2011 gültig ist. Sie wurde bisher nicht schriftlich gekündigt. Einen Hinweis auf § 59 SGB X habe ich mir beim letzten Termin verkniffen.

Wenn der SB mich, wie mehrmals angedroht, sofort mit 30 % sanktioniert, habe ich dann immer noch Chancen dagegen vorzugehen? Geplant war die alte Vorgehensweise Nicht unterschreiben - VA - Widerspruch.

Sorry, die neue Rechtslage verunsichert mich nun doch.
Wenn tatsächlich eine rechtswidrige SAnktion erlassen wird, sofortiger Widerspruch und parallel EA beim SG beantragen, da besondere Eilbedürftigkeit (kein anderes Einkommen als H4), außerdem ist die Absenkung unter das Existenzminimum (RL) verfassungswidrig.

Zitat:
Ich bin mir auch nicht mehr sicher wie ich vorgehen soll. Auf den angekündigten VA warten (was ich eigentlich will) oder doch der EGV schriftlich wiedersprechen und z. B. darauf hinweisen, dass die aktuelle EGV vom 15.11.2010 nach wie vor gültig ist.
Da würde ich warten, bis ich durch den VA konkret beschwert würde. Dann aber auch wieder EA.

Zitat:
Es fand in beiden Terminen keine Beratung/Gespräch o. ä. statt. Ich wurde an Anfang an vor vollendete Tatsachen gestellt und beim 2. Termin angebrüllt, dass das JC entscheidet was ich zu tun habe und nicht ich. (Ich hatte mir erlaubt den Maßnahmeträger anzurufen und mich über die Massnahme erkundigt. Das war defínitiv "zuviel Eigeninitiative" . SB war kurz sprachlos, dann brüllte er los).
Dann hat der SB definitiv seine Amtspflicht der wahrheitsgemäßen Aufklärung verletzt. Spielt aber sowieso keine Rolle, da Du ja, so wie ich das verstanden habe, ohne Beistand bei den Terminen warst, Du als die mangelhafte oder fehlende Beratung nicht beweisen kannst.
Was Du machen kannst, wenn der SB brüllt: aufstehen und gehen. Deine Mitwirkungspflicht hast Du mit der Wahrnehmung des Termins erfüllt. Von asozialen Elementen mußt Du Dich nicht anbrüllen lassen.

Zitat:
Wie hoch denkt Ihr, sind in diesem Fall die Chancen einer EA. Ich gehe davon aus, dass der SB, wie immer bei mir, sofort die Leistungen reduziert. Ich habe noch nie eine Anhörung oder einen Sanktionsbescheid erhalten.
Kommt auf den SB an. Je doofer, desto höher das Risiko in einem so klaren Fall

Zitat:
.............................................................
__

Gruß
speedport

Diskutiere nie mit einem Idioten - er zieht Dich auf sein Niveau herab und schlägt Dich da mit seiner Erfahrung.

Reiche und Schweine werden nach ihrem Tod besonders geschätzt.


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Alt 06.03.2011, 21:01   #13
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Knoedels Knoedels Knoedels
Standard AW: Bundesprojekt 50 plus

Danke gila, genau so praktiziere ich es seit Jahren ebenso.
Und ich habe seit laaaanger Zeit eine göttliche Ruhe von seiten des JC.
Ab und an kam mal was wegen Maßnahme, wurd ich dummerweise vorher krank. 1 Euro Job - paßte nicht mit der Abrufbereitschaft meines 400 Euro Jobs. Die nächste Maßnahme konnte ich nicht antreten wegen plötzlicher Umstellung der Arbeitsschichten auf Nachtschicht.
Mein Rücken erlaubt mir keine körperlich schweren Arbeiten, Reha war nett, aber gänzlich wirkungslos.
Hab in all den Jahren echt Glück mit allen SB gehabt, Frauen wie Männer, alle sehr nett und es gab niemals Konflikte die nicht in Ruhe und vernünftig zu lösen gewesen wären.
Was ich nicht will dazu kann mich keiner zwingen, auch das JC nicht, so wird es auch in Zukunft bleiben :-)
lg
__

Stelle dich gut mit deinen Kindern -
sie suchen später mal dein Altersheim aus
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Alt 06.03.2011, 21:58   #14
Hexe45
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Zitat von Knoedels Beitrag anzeigen
Danke gila, genau so praktiziere ich es seit Jahren ebenso.
Und ich habe seit laaaanger Zeit eine göttliche Ruhe von seiten des JC.
Ab und an kam mal was wegen Maßnahme, wurd ich dummerweise vorher krank. 1 Euro Job - paßte nicht mit der Abrufbereitschaft meines 400 Euro Jobs. Die nächste Maßnahme konnte ich nicht antreten wegen plötzlicher Umstellung der Arbeitsschichten auf Nachtschicht.
Mein Rücken erlaubt mir keine körperlich schweren Arbeiten, Reha war nett, aber gänzlich wirkungslos.
Hab in all den Jahren echt Glück mit allen SB gehabt, Frauen wie Männer, alle sehr nett und es gab niemals Konflikte die nicht in Ruhe und vernünftig zu lösen gewesen wären.
Was ich nicht will dazu kann mich keiner zwingen, auch das JC nicht, so wird es auch in Zukunft bleiben :-) lg
Na ja aber deine Taktik hat auch so seine Nachteile. Ich müßte all meine Spiegel zuhängen, denn sehr schnell könnte ich nicht mehr ertragen, was mich da im Spiegel anschaut.

Du hast dich doch auch angepaßt. Schlimmer noch, für mich in das einrichten.

Sorry, bei allem Ärger und Streß bin ich froh daß ich zu meiner H4 Zeit gekämpft habe.

Ich wollt mich nicht krank schreiben, nur weil ich nicht in diese Maßnahme will.

Ich laß mir nichts andrehen, was Geld verbrennt und niemandem, außer den Maßnahmefuzzis nutzt.

Und dazu stehe ich, ich kämpfe dann, aber sehe nicht ein, dafür einen gelben zu nehmen.

Ich muß keine Nachtbereitschaft für 400€ erfinden. Habe ich nen 400 € Job, gehe ich eh nicht zu ner Maßnahme.

Weil ich arbeiten muß, und mich darum kümmern Arbeit zu finden.

Und das setzz ich auch durch, egal wann ich meinen 400€ Job mache.

Ne nix für mich, auch Interesse heuchel wie von anderen beschrieben ist nix für mich.

Ich will keine Taktik erfinden müssen, für etwas was mir nichts bringt.
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Alt 06.03.2011, 23:17   #15
HZ725
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HZ725
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Zitat von gila Beitrag anzeigen
Was ist das für eine Selbstständigkeit, dass sie nicht voll anerkannt wird, wenn sie über die 15 Stunden/Woche doch anscheinend hinaus geht?
Ca. 16 bis 33 Stunden wöchentlich Korrekturlesen, zusätzlich je nach Auftragslage Texte verfassen und Fahrgäste bei der Bahn zählen.

Zitat von gila Beitrag anzeigen
Da scheint doch was bei denen nicht zu stimmen, dass man dir hier Steine in den Weg legt??
Du sagst es. Und ich sagte es ja auch.

Zitat von gila Beitrag anzeigen
Anfangs hatte ich ein "Mädel", dass mal gerade so alt war wie meine Tochter - und dann gerätst du an so jemand nach 40 Jahren Tätigkeit ganz frisch den Job verloren und die sagt dir, was du zu tun und lassen hast .. übel.
In der Tat.

Zitat von gila Beitrag anzeigen
Wenn bei dir so viel im Argen liegt, hast du es schon ein paar Etagen höher versucht?
Das brauchte ich nicht, die Teamleiterin kam schon mal meinem damaligen SB zu Hilfe und hat sich als noch schlimmer als dieser erwiesen. Seitdem habe ich keinen Bock mehr auf noch höhere Etagen, zumal ich ja weiß, dass alles dort auf Anweisung von oben geschieht.

Zitat von gila Beitrag anzeigen
Ich habe mich zuweilen sehr aufgerieben und bin schon mit dickem Hals angetanzt - was natürlich auf der anderen Schreibtischseite für eine eben solche Haltung sorgte. Heute schalte ich vorher ein paar Schutz- und Warnmechanismen ein und gehe nicht auf jeden Krieg ein. [...] Aber sicher hat auch eine etwas veränderte Einstellung geholfen, dass nicht von mir auch noch unterschwellig Aggression rüber kam.
Die kommt bei mir gar nicht unterschwellig, sondern ganz überschwellig rüber, und das ist auch gut so. Warum soll ich heucheln und denen verbergen, was ich von dem ganzen Mist halte? Das tun schon genügend andere, und ich darf mir dann von meiner SB anhören, wie dankbar die Leute doch alle für diese tollen Maßnahmen sind und dass sie geradezu darum betteln würden, einen Ein-Euro-Job zugewiesen zu kriegen. Nur ich wäre die uneinsichtige Querulantin, ganz im Gegensatz zu allen anderen ... Nein danke, ich lass mir zu aller unvermeidbaren Knechtschaft nicht noch meine Gedanken und die freie Meinungsäußerung verbiegen.
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Alt 07.03.2011, 02:02   #16
ethos07
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Zitat von Betsy Beitrag anzeigen
Hallo,
...
Geplant war die alte Vorgehensweise Nicht unterschreiben - VA - Widerspruch.

Sorry, die neue Rechtslage verunsichert mich nun doch.
...
Ich bin mir auch nicht mehr sicher wie ich vorgehen soll. Auf den angekündigten VA warten (was ich eigentlich will) oder doch der EGV schriftlich widersprechen und z. B. darauf hinweisen, dass die aktuelle EGV vom 15.11.2010 nach wie vor gültig ist.
Ich würde an Deiner Stelle vermutlich
- die neue EGV mit deinen Argumenten abzuwimmeln versuchen. Oder eine neue EGV so lange zu ändern versuchen, bis es nicht mehr weitergeht oder einfach gleich
- dann VA abwarten
- dann Widerspruch

Dann
- Antritt einer darin ggf. verordneten Maßnahme (oder nicht nötig ?- das ist mir noch nicht 100% klar,).

Doch meistens wollen die Träger dich auch gar nicht beschäftigen, wenn du ihnen
-> dein aufrichtiges urdemokratisches Engagement bei deiner Gewerkschaft in allen realistischen Farben schilderst
oder
-> intensiv dich für das Zertifizierungslabel ihres Betriebs interessierst
-> deine guten Presse- und TV-kontakte ins Spiel bringst
-> Interesse für die betriebswirtschaftlichen Seiten eines solchen Förderbetriebs zeigst und fragst, welche Gesellschaft denn die Betriebswirtschaftsprüfung mache

Also: Fantasie an die Macht !

Und solltest du die Maßnahme dann doch wider Erwarten antreten müssen, geht's weiter mit all den schönen Aufmerksamkeiten, die wir so können, z.B. anpicksen ggf. der nicht eingehaltenen Arbeitsschutzvorschriften - ins Hausholen der Gewerbeaufsicht usw. usf. -)

- ABER offenbar WICHTIG nach wie vor: Antrag auf aufschiebenden Wirkung beim SG beantragen!

Das entnehme ich einem Beitrags von Martin gestern.

( Martin und seine RAs sind wohl auch noch am überlegen, was nun alles so an Gegenstrategien in Frage kömmt, sobald die neuen Regelungen, vermutlich ab April, in Kraft treten)

Zitat:
aufschiebende Wirkung

§ 39 Nr. 1 Var. 2 SGB II, wonach Widerpsruch und Anfechtungsklage gegen einen Verwaltungsakt, der Leistungen zur Eingliederung in Arbeit oder Pflichten des erwerbsfähigen Hilfsbedürftigen bei der Eingliederung in Arbeit regelt, keine aufschiebende Wirkung haben, ist mit dem Grundgesetz vereinbar.
BVerfG: Beschluss vom 30.10.2009 - 1 BvR 2395/09 Das Bundesverfassungsgericht


Zitat:
Rz 6
Art. 19 Abs. 4 GG gewährleistet nicht die aufschiebende Wirkung von Rechtsbehelfen schlechthin (vgl. BVerfGE 35, 382 <402>; 67, 43 <58>; 69, 220 <227 f.>; BVerfG, Beschluss der 3. Kammer des Ersten Senats vom 24. Februar 2009 - 1 BvR 165/09 -, NVwZ 2009, S. 581 <583>). Der Gesetzgeber ist vielmehr berechtigt, Ausnahmen von der grundsätzlich aufschiebenden Wirkung von Widerspruch und Anfechtungsklage zu normieren (vgl. BVerfGE 35, 382 <402>; 69, 220 <228>; 80, 244 <252>). Mit Blick auf Art. 19 Abs. 4 GG ist es erforderlich, aber auch ausreichend, dass der Betroffene trotz einer von Gesetzes wegen fehlenden aufschiebenden Wirkung seines Widerspruchs oder seiner Klage die Möglichkeit hat, effektiven - das heißt hier auch vorläufigen - Rechtsschutz durch eine gerichtliche Anordnung der aufschiebenden Wirkung zu erhalten (vgl. BVerfGE 80, 244 <252>; Papier, in: Isensee/Kirchhof, HStR VI, 2. Aufl. 2001, § 154 Rn. 79; Schulze-Fielitz, in: Dreier, GG, Bd. 1, 2. Aufl. 2004, Art. 19 IV Rn. 113).
Also: Im Fall einer Sanktion kann einstweiliger Rechtsschutz beantragt werden
__________________
Gruß aus dem Rheinland

Martin
Zitat:
Es fand in beiden Terminen keine Beratung/Gespräch o. ä. statt. Ich wurde an Anfang an vor vollendete Tatsachen gestellt und beim 2. Termin angebrüllt, dass das JC entscheidet was ich zu tun habe und nicht ich. (Ich hatte mir erlaubt den Maßnahmeträger anzurufen und mich über die Maßnahme erkundigt. Das war defínitiv "zu viel Eigeninitiative" . SB war kurz sprachlos, dann brüllte er los).
Nimm doch bitte einen BEISTAND mit - dann ändert sich so etwas sofort. Oder warum geht das bei dir nicht? - nur mit Beistand u. Protokoll kannst du dich gegen Unverschämtheiten beim Termin zur Wehr setzen, weil es bezeugt ist.
KEINE/R MUSS ALLEIN ZUM AMT!

Bei deinem Amt wäre auch mal dringend ein "Zahltag!" nötig: eine ganze Meute zeichnet mal dieses Jobcenter und insbesondere Deinen SB ganz besonders aus...
Gibt's bei Euch keine Erwerbslosen-Inis, die mal mit dir zusammen eine "Zahltag!"-Aktion machen könnten?
__

Viele Grüße aus Berlin
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Alt 07.03.2011, 08:44   #17
gila
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@ HZ725 - guten Morgen!

Es geht ja nicht ums "Verbiegen", sondern auch um Sebstschutz und Abwägen ... aber da dieser Thread hier um "50 plus-Projekt" geht ... habe ich dir eine Nachricht geschickt mit einigen Links, die vielleicht für deine Problematik hilfreich sein könnten.

LG.
gila ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.03.2011, 17:49   #18
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Betsy
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Hallo in die Runde,

erstmal ein "Riesiges Dankeschön" für Eure aufmunternden Worte.

Kurzer Zwischenbericht:

Ich habe die EGV nicht unterschrieben. Der VA ist unterdessen da, Widerspruch werde ich einlegen.

Da ich immer noch nicht scannen kann werde ich ihn abtippen (sind allerdings 4 Seiten). Ich wäre sehr dankbar, wenn Ihr ihn durchschauen würdet.

Bis jetzt ist alles ruhig was Sanktionen angeht. Ich bin aber seit letzter Woche AU, da ich seit Monaten Einschlafprobleme habe und erst morgens zwischen 4 und 5 Uhr einschlafe (ich denke der Zeitpunkt ist günstig das mal abklären zu lassen ).

Liebe Grüße

Betsy
Betsy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.03.2011, 21:23   #19
ethos07
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Du kannst auch in vielen Copy-shops Seiten selbst auf einen Stick oder Diskette scannen bzw. dann gleich vom Shop aus auch hochladen - hier in Bln zumindest kostet der Scanservice auch nicht mehr allzu viel.
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Alt 15.03.2011, 17:23   #20
wolpertinger->Emailproblem
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wolpertinger
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Hallo ihr Lieben.
Ich hatte gestern in der VHS einen Einführungskurs zum Projekt
BINS 50plus.
Ich bin 61 Jahre alt und habe dem Redner dort gesagt , das ich mit 63 Jahren in Rente gehe und mir diese Maßname desshalb nicht sinnvoll erscheint. Was soll ich einen einjährigen Kurs besuchen , der ein halbes Jahr vor meiner Berentung endet.
Ich habe nur zur Antwort bekommen das ich dann eben die "Eingliederungsvereinbarung" noch nicht unterschreiben soll.
Aber wie geht es nun weiter?
Auf der Eingliederungsvereinbarung steht das mir Sanktionen drohen wenn ich bei dieser Maßname nicht mitmache.
Ich gehe übermorgen zum Jobcenter . aber was soll ich sagen wenn ich dort zu hören bekomme das es egal ist wie alt ich bin und das ich da auf alle Fälle dort mitmachen muß ????
Kann mir bitte jemand einen Rat geben ?
Vielen Dank,
wolpertinger
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