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Ü 50 Spezielles Forum für über 50jährige


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Alt 14.10.2017, 05:38   #1
Internetti
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Internetti
Standard Mit 63 immer noch bewerben?

Ich habe eine Frage an das Forum: Bin seit sieben Jahren arbeitslos, 63 Jahre alt, schreibe seitdem pausenlos Bewerbungen, die ich alle halbe Jahre meinem SB vorlege, hatte die letzte "Maßnahme" letztes Jahr, in der ich noch mehr Bewerbungen schreiben musste...hört das denn niemals auf?
Dieses Jahr musste ich für das Jobcenter meine Rentenauskunft anfordern: Selbst wenn ich mit 65 Jahren in Rente gehe, werde ich unter 8oo Euro Rente bekommen.
Würde lieber heute als morgen in Rente mit Abschlägen gehen, bekomme dann aber nur ca. 700Euro, davon kann ich nicht leben. Muss ich mich also noch zwei Jahre lang ständig weiterbewerben und "Maßnahmen" machen (er hat mir letztes Mal vorgeschlagen, ich solle im Straßendienst (Gärtnerei) arbeiten - ich bin Ergotherapeutin, ist der bescheuert?
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Alt 14.10.2017, 10:37   #2
Wholesaler
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Standard AW: Mit 63 immer noch bewerben?

So lange du Hartz 4 vom Jobcenter beziehst, musst du dich auf allen Rotz bewerben (auch wenn dich keiner mehr einstellt). Dein Alter interessiert das Jobcenter nicht. Denen geht es ausschließlich darum, dass du nicht mehr in der Statistik auftauchst. Bei 700,00 EUR Rente bleibt leider meist nur Grundsicherung. Würdest du mit der (mickrigen) Rente und einem Minijob über die Runden kommen?
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Alt 14.10.2017, 10:43   #3
Gollum1964
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Standard AW: Mit 63 immer noch bewerben?

Hallo Intermetti,

das ist wohl reine Auslegungssache des jeweiligen SB. Einer meiner Nachbarn, der schon seit ewig und 3 Tagen von Hartz4 lebt und noch 4 Jahre jünger (59) ist, hat schon seit über 1 Jahr nichts mehr vom Jobcenter gehört, außer den positiven Bescheid auf den WBA. Diesen hat man offenbar abgeschrieben.
Wahrscheinlich hält deine SB dich trotz deines Alters noch nicht "marktfern" genug und quält dich weiter bis zum bitteren Ende.
Was die Art der VV angeht, ist dem Jobcenter egal, in was für eine Arbeit man dich abzuschieben versucht. "Berufsschutz" interessiert die nicht mehr.
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Alt 14.10.2017, 10:48   #4
Gollum1964
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Standard AW: Mit 63 immer noch bewerben?

Zitat von Wholesaler Beitrag anzeigen

Denen geht es ausschließlich darum, dass du nicht mehr in der Statistik auftauchst.
wobei es in dem Alter von Intermetti schon ausgereicht hätte, sie für mindestens 1 Jahr nicht mehr mit VV zu bearbeiten, um das Ziel der Statistikbereinigung zu erreichen. Wie gesagt, Intermetti´s SB hat noch Hoffnungen, sie in "irgendwas" zu vermitteln.
Vielleicht will ihre SB sie auch in die Rente mit 63 hineinekeln.
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Alt 14.10.2017, 10:59   #5
Wholesaler
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Standard AW: Mit 63 immer noch bewerben?

Zitat von Gollum1964 Beitrag anzeigen
Einer meiner Nachbarn, der schon seit ewig und 3 Tagen von Hartz4 lebt und noch 4 Jahre jünger (59) ist, hat schon seit über 1 Jahr nichts mehr vom Jobcenter gehört, außer den positiven Bescheid auf den WBA. Diesen hat man offenbar abgeschrieben.
Hat dein Nachbar gesundheitliche Einschränkungen? Ich kenne jemanden, der eine Behinderung am Fuß hat (hat vermutlich auch einen SB-Ausweis). Auch ihn lässt das Jobcenter in Ruhe. Er reicht einmal im Monat seine Eigenbemühungen ein, hat alle sechs Monate ein kurzes Gespräch mit einer Dauer von fünf bis zehn Minuten und das wars. Vermittlungsvorschläge erhält er so gut wie keine. Der ist erst Anfang 40. Glauben kann ich das ehrlich gesagt nicht.
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Alt 14.10.2017, 11:06   #6
Internetti
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Internetti
Reden AW: Mit 63 immer noch bewerben?

Vielen Dank für Eure Antworten - wenn auch der Tenor nicht erfreulich ist. Ja, ich habe das Gefühl, man will mich bewußt in die Rente mit Abschlag reinekeln. Minijobs habe ich, ehrlich gesagt "bis obenhin": Ich habe schon als Reinigungskraft gearbeitet, in einer Wäscherei - immer unter Mindestlohn. Ich habe zwei chronische Erkrankungen, deshalb fallen mir körperlich anstrengende Tätigkeiten sehr schwer.
Ich werde wohl trotzdem freiwillig in Rente gehen und mir einen Minijob suchen müssen - hauptsache, ich muss nicht mehr ins Jobcenter, Bewerbungen schreiben und immer Angst vor der nächsten "Maßnahme" haben, ich könnte vor das Jobcenter kotzen...Entschuldigung, aber nach sieben Jahren Demütigung iist meine gute Laune im Keller, psychisch und monetär gehe ich aufm Zahnfleisch
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Alt 14.10.2017, 11:25   #7
Wholesaler
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Standard AW: Mit 63 immer noch bewerben?

Mit deiner seelischen Verfassung befindest du dich hier in bester Gesellschaft. Gestern hatte ich wieder ein Vorstellungsgespräch bei einem Sklavenhändler. Wenn ich sehe, was da für Personaldisponentinnen sitzen, wird mir schlecht. Die haben von den einfachsten sozialversicherungsrechtlichen Fragen keinen Funken Ahnung, bereichern sich aber an der Arbeitskraft von Fachkräften. Zeitarbeit ist genauso, wenn nicht sogar noch erniedrigender als Hartz 4. Wenn Minijob, dann bitte möglichst keine Zeitarbeit. Warst du schon einmal in der Zeitarbeit?
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Alt 14.10.2017, 11:35   #8
Gollum1964
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Standard AW: Mit 63 immer noch bewerben?

Zitat von Internetti Beitrag anzeigen

Ich werde wohl trotzdem freiwillig in Rente gehen und mir einen Minijob suchen müssen - hauptsache, ich muss nicht mehr ins Jobcenter
Hallo Intermetti,

so würde ich das an deiner Stelle auch machen. Was sie dir an Jobs beim Jobcenter bis zum Renteneintritt anbieten werden, wird bzgl. der Rentenhöhe auch nicht mehr die Suppe fett machen.
Es ist wie gesagt zurzeit nicht das Problem, einen Job zu finden, wohl aber einen Job, der über den Hungerlohn hinausgeht.
Nimm die Zwangsrente als Basis und suche dir einen leidensgerechten Minijob dazu. Das ist allemal besser, als dich weitere Jahre vom Jobcenter quälen zu lassen.
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Alt 14.10.2017, 11:42   #9
Seepferdchen
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Seepferdchen Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Mit 63 immer noch bewerben?

Grüß dich @Internetti

Zitat:
Selbst wenn ich mit 65 Jahren in Rente gehe, werde ich unter 8oo Euro Rente bekommen.
Würde lieber heute als morgen in Rente mit Abschlägen gehen, bekomme dann aber nur ca. 700Euro, davon kann ich nicht leben.
Und hier mal ein Gedanke dazu, wenn deine Rente auch bei normalen
Renteneintritt bei 65 Jahren und ca. 8 Monaten liegt und deine Rente
dennoch, wie du schreibst unter 800€ ist, dann solltest du dir überlegen
doch mit Abschlag in Rente zu gehen, denn bleibt dir einen Antrag auf
Grundsicherung/Sozialhilfe zu stellen.

Allerdings bekommst du mal angenommen bis zur Altersrente die Unterstützung nach SGB XII 3. Kapitel und gehst bei Eintritt der Rente
mit 65 Jahren und 8 Monaten in die Grundsicherung über, also SGB XII 4. Kapitel

Dazu mußt du folgendes wissen:

Bei Grundsicherung SGB XII, 4. Kapitel erfolgt eine Überprüfung unterhaltspflichtiger Angehöriger nur wenn deren Einkommen höher ist als 100.000 € p.a.

Bei SGB XII 3. Kapitel wird eine Überprüfung der unterhaltspflichtigen Angehörigen, wie hier bei Kind/er und ggf. Festsetzung eines monatlichen Unterhaltsbeitrages errechnet.

Du mußt auch mal schauen wie hoch ist deine Miete?

Und zum Abschluß noch eine Frage, hast du zur Zeit eine Eingliederungsvereinbarung unterschrieben?

Und schau mal bitte in diesen § 53a SGB II

Ich suche dir noch was raus, das eine Vermittlung vorrang hat gegenüber einer sinnlos Maßnahme gerade bei ü58.

Lies mal in diesem Thread Beitrag 9 von @BurnsTorn und die
weiteren Beiträge von ihm.

Mit 60 ALGII ohne Vermittlungswunsch möglich?
__

  1. mein Beitrag ist keine Rechtsberatung

Geändert von Seepferdchen (14.10.2017 um 12:26 Uhr)
Seepferdchen ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 14.10.2017, 12:04   #10
Fabiola
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Standard AW: Mit 63 immer noch bewerben?

Hallo Internetti,
könnte Dich das JC denn in die Rente zwingen?
Das geht meiner Info nach aber nur, wenn Du mit Deiner zu erwartenden Rente (unter Berücksichtigung der Abschläge) nicht auf Aufstockung von Grundsicherungsleistungen angewiesen wärest.
Versuche anhand Deiner jährlichen Renteninfo die mögliche Rente mal zu errechnen oder erbitte Infos bei der DRV.
Sollte das Ergebnis sein, dass Du mit Grundsicherung aufstocken müsstest, dann darf Dich das JC nicht zur Rentenantragsstellung auffordern!

Für den Fall würde ich folgendes tun:
Zitat von Internetti Beitrag anzeigen
Ich habe zwei chronische Erkrankungen, deshalb fallen mir körperlich anstrengende Tätigkeiten sehr schwer.(...) psychisch (...) gehe ich aufm Zahnfleisch
Du sagst SB beim nächsten Termin, dass Du (erhebliche) gesundheitliche Einschränkungen hast – Du bist nicht verpflichtet, SB gegenüber zu benennen, welcher Art diese sind.
SB hat dann die Pflicht, Dich zum ärztlichen Dienst (äD) zu schicken, der feststellen soll, welche gesundheitlichen Einschränkungen Du bzgl. Arbeit hast.
Dies könnte u.a. sein: keine Lasten über z.B. 5kg heben, kein Publikumsverkehr, kein überwiegendes arbeiten im Stehen oder Sitzen (je nach Deiner Belastbarkeit in Bezug auf Deine chronischen Erkrankungen)

Bis das Ergebnis des äD vorliegt, gibt es auch keinen Bewerbungszwang, da ja noch nicht klar ist, welche Jobs gesundheitlich für Dich in Frage kämen.
An das ‚Leistungsergebnis’ hat sich SB zwingend zu halten und Du kannst ‚unzumutbare’ Jobs dann entsprechend ablehnen.
Dies gilt entsprechend für eine Reihe von Maßnahmen.

Sonstige Maßnahmen lassen sich meist auch anderweitig ‚vermeiden’. Dazu gibt es hier im Forum ausreichend Beispiele.
https://www.elo-forum.org/tags/massnahme/

Und bitte keine EGVs unterschreiben, die Du nicht vorher zur Prüfung mit nach Hause genommen hast (ist Dein gutes Recht). Zur Prüfung kannst Du diese dann hier im Forum einstellen.
__

Gruß Fabiola
___________

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen und Meinungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!
Fabiola ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 14.10.2017, 14:00   #11
Internetti
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Standard AW: Mit 63 immer noch bewerben?

Erst einmal bei Euch ALLEN: Herzlichen Dank für Eure Antworten - leider funktioniert der "Danke-Button" nicht, ich klicke wie wild, aber nix passiert ...
Ich antworte hiermit allen, vor allem Seepferdchen, ausführlicher: Mir hat der SB gesagt: Wenn Sie freiwillig jetzt in Rente gehen (sich also meiner Vermittlung entziehen - so klang das durch) haben Sie kein Anrecht auf SGB XII, denn sie könnten ja auch warten, bis zur Regelaltersrente (damit ich Sie noch zwei Jahre schikanieren kann) ...!
Angehörige habe ich nicht mehr (außer einer Schwester - mit der ich keinen Kontakt habe) Ich lebe allein.
Ich befürchte, wenn ich dem ganzen Druck und noch weiteren "Maßnahmen" noch weitere zwei Jahre ausgesetzt bin, werde ich Depressiv. Ich bin schon froh, das sieben Jahre "ausgehalten und durchgestanden" zu haben.
Was meine zwei chronischen Krankheiten betrifft: ich war Anfang des Jahres wegen meiner CopD-Asthma-Erkrankung in der Reha: Ich sei arbeitsfähig, es gebe nur Einschränkungen, was die Staubbelastung betrifft. Auch die andere chronische Erkrankung, Hashimoto (Schilddrüsen-Unterfunktion) wird nicht als Einschränkung der Arbeitsfähigkeit gesehen.
Mein Bauchgefühl: Was habe ich noch zu verlieren? Lieber Altersarmut, aber vom Jobcenter in Ruhe gelassen werden, lieber nichts zu essen, als dieser Psycho-Terror ...
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Alt 14.10.2017, 14:24   #12
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Standard AW: Mit 63 immer noch bewerben?

Noch zwei Fragen:

1. Hast du bereits für eine ZAF gearbeitet?

2. Besitzt du (größere) Ersparnisse (z. B. Riesterrente) und/oder ein Auto?
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Alt 14.10.2017, 14:35   #13
Seepferdchen
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Seepferdchen Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Mit 63 immer noch bewerben?

@Internetti nun mach dir bitte jetzt keine Gedanke wegen dem Danke - Button, das ist jetzt nicht wichtig.

Zitat:
Mir hat der SB gesagt: Wenn Sie freiwillig jetzt in Rente gehen (sich also meiner Vermittlung entziehen - so klang das durch) haben Sie kein Anrecht auf SGB XII, denn sie könnten ja auch warten, bis zur Regelaltersrente (damit ich Sie noch zwei Jahre schikanieren kann) ...!
Das ist gelinde gesagt Blödsinn vom SB, natürlich kannst du mit Abschläge in die Rente mit 63 Jahren!

Zitat:
Die Altersrente für langjährig Versicherte gibt es für Personen, die mindestens 35 Jahre in der Rentenversicherung zurückgelegt haben.
Die Altersgrenze hängt von Ihrem Geburtsjahr ab.
und

Zitat:
Sie konnten diese Altersrente aber auch mit
einem Abschlag von 0,3 Prozent pro Monat vor 65 in
Anspruch nehmen.
Text hervorgehoben, Quelle dazu siehe unten im Link Seite 13 .

Schau dir das mal bitte an:

http://www.deutsche-rentenversicheru...e_fuer_sie.pdf

Und natürlich hast du dann ein Anrecht auf SGB XII 3. Kapitel

Zitat:
Angehörige habe ich nicht mehr (außer einer Schwester - mit der ich keinen Kontakt habe) Ich lebe allein.
Schwester da besteht keine Unterhaltspflicht kannst du gedanklich also streichen.

Zitat:
Mein Bauchgefühl: Was habe ich noch zu verlieren? Lieber Altersarmut, aber vom Jobcenter in Ruhe gelassen werden, lieber nichts zu essen, als dieser Psycho-Terror ..
Richtig dein Bauchgefühl lässt dich hier nicht im Stich und den Antrag zu stellen bei der Grundsicherung das kannst du ganz gewiss, habe erst vor Monaten meiner Nachbarin dabei geholfen, das ging alles zügig und reibungslos.

Deine Gesundheit ist wichtiger, als sich noch 2 Jahre und 8 Monate mit dem JC rum zu ärgern um dann letzendlich auch auf SGB XII angewiesen zusätzlich zu sein.
__

  1. mein Beitrag ist keine Rechtsberatung
Seepferdchen ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 14.10.2017, 16:07   #14
Internetti
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Internetti
Standard AW: Mit 63 immer noch bewerben?

Herzlichen Dank fürs Mutmachen, Ihr Lieben!
Zu den Fragen:
Ich habe noch nie für eine Zeitarbeits-Firma gearbeitet, habe keinerlei Vermögen (nach sieben Jahren arbeitslosigkeit?) und kein Auto.
Zur Zeit bekomme ich vom Jobecenter:
Regelbedarf: 409,00
Miete: 335,00


Laut aktueller Rentenauskunft bekäme ich zum frühesten Rentenbeginn, am 01.02.2017 732,00 (Abschlag:9%)
zum normalen Rentenbeginn am 01.11.20120 bekäme ich 809,00 Euro.


In der letzten Eingliederungsvereinbarung vom 28.06.2017 steht zur Integration in Arbeit: ...Sie verpflichten sich, alles zumutbare zu tun, um die Hilfebedürftigkeit zu beenden. Sie bemühen sich vorrangig und eigeniniativ um die Beendigung der Erwerbslosigkeit und wirken aktiv und unverzüglich an allen Maßnahmen mit , die geeignet sind, dieses Ziel zu unterstützen ...

Also: Noch drei Jahre weiter unendliche Bewerbungen schreiben, zu jeder "Maßnahme" gehen, die denen einfällt ("50plus-Maßnahme" war grau-en-haft, "Bewerbungstraining", drei Maßnahmen, waren grau-en-haft ...!)

Also: Im Dezember muss ich einen Folgeantrag für die Grundsicherung beim Jobcenter stellen (aktuelle Bezüge bekomme ich bis 31.01.2018). Wenn ich jetzt meine Rente zum 01.02.2017 beantragen würde - bei wem stelle ich dann den Antrag zur Aufstockenden Sozialhilfe, nach SGB XII ? Und: Hätte ich tatsächlich Anspruch? Ich stelle ja den Antrag auf Rente mit Abschlag freiwillig - würde ich noch zwei Jahre warten, dann hätte ich sicher Anspruch - aber wenn ich "freiwillig" auf die 9% Abschlag verzichte?

Ich kapiere das noch nicht ganz.

Ich entschuldige mich schon jetzt für meine dämlichen Fragen ...
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Alt 14.10.2017, 16:33   #15
Seepferdchen
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Standard AW: Mit 63 immer noch bewerben?

Zitat:
Laut aktueller Rentenauskunft bekäme ich zum frühesten Rentenbeginn, am 01.02.2017 732,00 (Abschlag:9%)
zum normalen Rentenbeginn am 01.11.20120 bekäme ich 809,00 Euro.
Das sind jetzt die Bruttobeträge oder bereits der Nettobetrag also nach Abzug von den SV Beträgen KV und PV und du meinst bestimmt am 01.02.2018?

Zitat:
bei wem stelle ich dann den Antrag zur Aufstockenden Sozialhilfe, nach SGB XII ? Und: Hätte ich tatsächlich Anspruch?
Kommt darauf an ob Kommune oder Stadt, als Beispiel in Berlin
ist es bei dem Bezirksamt bei dir könnte es auch das Landesamt
sein.

Ja du hast Anspruch, weil die DRV auch die Möglichkeit gibt mit Abzüge in Rente zu gehen.

Zitat:
Ich entschuldige mich schon jetzt für meine dämlichen Fragen .
Du mußt dich nicht entschuldigen, lieber einmal mehr fragen wenn du unsicher bist.
__

  1. mein Beitrag ist keine Rechtsberatung

Geändert von Seepferdchen (14.10.2017 um 17:18 Uhr)
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Alt 14.10.2017, 17:50   #16
Internetti
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Internetti
Standard AW: Mit 63 immer noch bewerben?

Zitat:
Das sind jetzt die Bruttobeträge oder bereits der Nettobetrag also nach Abzug von den SV Beträgen KV und PV und du meinst bestimmt am 01.02.2018

Ja, ich meinte 2018 -Die genannten Rentenbeträge sind die, aus der Rentenauskunft, da steht nichts von "Brutto" oder "Netto"?

Ich wohne in einer Kleinstadt - also Antragstellung SGBXII bei der Stadtverwaltung , wenn klar ist, dass ich Rente bekomme? Und den Renten-Antrag formell bei der RV einreichen?
Ich würde jetzt an die RV schreiben, ist die formelle Antragstellung so korrekt?
Reicht da ein Satz: "Hiermit beantrage ich ... "? Oder muss ich für die RV noch endlos Formulare ausfüllen? Die Rentenauskunft der RV habe ich ja bereits vorliegen, habe also keinen Bedarf mehr, zur Rentenberatung zu gehen.

Dann mache ich das noch dieses Wochenende, kaufe mir eine Flasche ALDI-Sekt und trinke auf meine Freiheit: ScheißaufdieneunProzent, arm bleibt arm - aber bis zum Ableben kein Jobcenter mehr: Wie herrlich!
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Alt 15.10.2017, 00:58   #17
Doppeloma
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Info AW: Mit 63 immer noch bewerben?

Hallo Internetti,

Zitat:
Zur Zeit bekomme ich vom Jobecenter:
Regelbedarf: 409,00
Miete: 335,00
= 744 € was du aktuell vom JC bekommst, hast du schon mal daran gedacht, dass du zur Rente auch Wohngeld bekommen kannst ???

Zitat:
Laut aktueller Rentenauskunft bekäme ich zum frühesten Rentenbeginn, am 01.02.2017 732,00 (Abschlag:9%)
zum normalen Rentenbeginn am 01.11.20120 bekäme ich 809,00 Euro.
Die genannten Beträge in der Renten-Auskunft sind IMMER Brutto, bei gesetzlicher KK (denke mal das trifft für dich dann zu) hast du ca. 10 % davon Abzüge, weil die Pflegeversicherung (voll) vom Rentner selber zu zahlen ist.

Dafür zahlt die DRV aber 50 % zu deiner KV dazu, also zusätzlich zur (Netto) Rente als Direktüberweisung zusammen mit deinen eigenen Beiträgen berechnet auf deine Rente.

Mehr Abzüge hast du ja nicht, um eventuelle Steuern musst du dich selber kümmern, aber in der Höhe wirst du noch keine Steuern zahlen müssen.

Zum Thema Steuern noch der Hinweis, dass du für nächstes Jahr (Beginn deiner Rente) noch einen höheren Steuerfrei-Betrag erhalten wirst als bei Beginn 2020.

Zitat:
Ja, ich meinte 2018 -Die genannten Rentenbeträge sind die, aus der Rentenauskunft, da steht nichts von "Brutto" oder "Netto"?
Also 732 € Rente (passt meist ziemlich genau mit dem was dann berechnet wird, ist IMMER Brutto in den Informationen) - 73,20 (Versicherungen) = ca. 658,80 € Netto-Rente.

744 € - ca. 658,80 € = 85,20 was dir am Mindestbedarf (nach SGB II) dann fehlen würde ... ich meine mal gelesen zu haben, dass man mindestens 80% davon selber "abdecken" muss (also vom Mindestbedarf nach SGB) um noch Wohngeld zu bekommen und NICHT zum Sozial-AMT zu müssen.

Es ist NUR ein Beispiel aber ich denke mal es wird etwa hinkommen, geh mal zu deiner Wohngeldstelle und lass das überprüfen mit dem eventuellen Anspruch auf Wohngeld.

Das wäre bestimmt deutlich angenehmer als zum Sozial-AMT zu müssen ...
Zudem verlangen die wohl auch immer vorher eine Prüfung ob Wohngeld-Anspruch besteht, weil das sowieso vorrangig wäre.

Mir ist hier im Thema jedenfalls aufgefallen, dass an diese Möglichkeit wohl noch Keiner gedacht hat bisher ...

Zitat:
Ich wohne in einer Kleinstadt - also Antragstellung SGBXII bei der Stadtverwaltung , wenn klar ist, dass ich Rente bekomme?
Das ist richtig, offizielle Anträge kannst du erst stellen wenn du deinen Bescheid zur vorgezogenen Altersrente bekommen hast, die brauchen ja den genauen Renten-Betrag dafür.

Zitat:
Und den Renten-Antrag formell bei der RV einreichen?
Ich würde jetzt an die RV schreiben, ist die formelle Antragstellung so korrekt?
Das kannst du auch ganz anders machen, den Antrag kannst du dir selber bei der DRV herunterladen und / oder auch direkt am PC ausfüllen und dann ausdrucken.

Formlos geht natürlich auch aber warum nicht direkt "Nägel mit Köpfen machen" ???

Deutsche Rentenversicherung - Rente - Versichertenrente einschliesslich Krankenversicherung der Rentner (KVdR)

Zitat:
Oder muss ich für die RV noch endlos Formulare ausfüllen?
Na-Ja, das Ausfüllen der Formular-Anträge bleibt dir NICHT erspart, ein formloser Antrag sorgt auch nur dafür, dass man dir dann die regulären Formulare zusenden wird.

Du brauchst aber nicht halb so viel ausfüllen, wie es bei einer EM-Rente erforderlich wäre UND du darfst sicher davon ausgehen, dass du diese Rente dann auch bekommen MUSST wenn du alle Bedingungen erfüllst.

Eine Anleitung ist online auch dabei und wenn du Fragen hast, dann gibt es doch hier schon genug Leute die du fragen kannst, das ist besser als jede "Rentenberatung".

Ich muss zum Jahresende auch noch meine reguläre Altersrente beantragen ab nächsten Sommer, da endet meine EM-Rente ... ohne neuen Papier-Kram geht auch das nicht über die Bühne aber es gibt einen "Kurz-Antrag" dafür ...

Bei mir entfällt schon der Antrag auf die KvdR (Krankenversicherung der Rentner) da bin ich ja schon drin, das musst du noch mit einreichen und was du sonst noch brauchst steht ALLES auf dem Antrag ODER in der Anleitung

Der Grundantrag ist für ALLE Renten-Arten, du musst ankreuzen welche genau du beantragen willst (auf der ersten Seite) und dann brauchst du nur die Fragen beantworten, die damit was zu tun haben ... wirst also nur einen Teil dieser 16 Seiten wirklich bearbeiten müssen.

Zitat:
Dann mache ich das noch dieses Wochenende, kaufe mir eine Flasche ALDI-Sekt und trinke auf meine Freiheit: ScheißaufdieneunProzent, arm bleibt arm - aber bis zum Ableben kein Jobcenter mehr: Wie herrlich!
GENAU so ist es, wenn die etwas mehr Ahnung hätten bei den JC, dann würden sie dir dazu raten, auch wenn sie das von dir wahrscheinlich nach SGB II gar nicht fordern dürften ...

So ist es deine freie Entscheidung und da wirst du auch die paar Seiten Papier ausgefüllt bekommen.
Dann tütest du alles ordentlich ein und schickst es per Übergabe - Einschreiben zur DRV oder gibst es gegen Eingangsbestätigung direkt in der Beratungsstelle ab wenn eine in deiner Nähe ist.

Zusätzlich einen Minijob machen kannst du später immer noch wenn du mal etwas mehr Geld zur Verfügung haben willst UND das gehört dann ALLES auch dir allein, KEIN JC und KEIN Sozial-Amt bekommt davon was ab ...

Bei Wohngeld-Bezug musst du das natürlich auch der Wohngeldstelle mitteilen, aber JETZT mach den ersten Schritt und dem SB würde ich NICHTS davon sagen, bis du ihm den Bescheid dazu unter die Nase halten kannst ...

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
Doppeloma ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.10.2017, 06:02   #18
Internetti
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Internetti
Standard AW: Mit 63 immer noch bewerben?

Hallo Doppeloma:COOL
Den Antrag lade ich mir heute hoch und fülle ihn aus - Danke für all die guten Tipps, die ich hier von allen im Laufe der sieben Jahre, die ich arbeitslos war, bekommen habe. Ohne dieses Forum wäre ich oft aufgeschmissen gewesen und der Willkür dieser "Vernehmungsbeamten" beim Jobcenter vollkommen ausgesetzt gewesen.
Gestern habe ich also, so ganz in Ruhe, meinem Beruf adieu gesagt: Fiel mir nicht schwer (nach Burnout vor sieben Jahren) - ich mach` jetzt nur noch, was nicht sooo anstrengend ist und nur für Kohle ... und selbstverständlich werde ich meinem Blödi beim Jobcenter NICHTS sagen bevor ich nicht alles in trockenen Tüchern habe.
Und dann gründe ich `ne obercoole Rentner-WG ...
Aber heute erstmal Rente beantragen: DANKE!
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Alt 15.10.2017, 06:35   #19
Seepferdchen
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Seepferdchen Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Mit 63 immer noch bewerben?

@Internetti

Deine genannten Beträge sind demzufolge Bruttobeträge, das bedeutet das SGB XII rechnet mit dem Nettobetrag deiner Rente und dazu kommt Miete und Heizkosten und bitte nicht vergessen dem Antrag beifügen im Anschreiben, das du den Nachweis für die Beitragszahlung Rundfunkbeitrag von ARD, ZDF und Deutschlandradio brauchst, damit du weiterhin befreit bist. Hier bekommst du vom Amt den extra Bescheid, denn du dann weiter reichst an die o.g. Stelle, bitte belegbar versenden, wichtig!

Bei Wohngeld ist keine Heizung dabei und du kannst mal im Net den Suchbegriff "Wohngeldrechner" eingeben, so kannst du nachsehen ob du Anspruch hast an Wohngeld.Hier gibst du dann bitte den Bruttobetrag ein von deiner zukünftigen Rente.

Hier der Wohngeldrechner vom Wohngeldamt, als Beispiel.

Wohngeldrechner - kostenlose Wohngeld Berechnung 2017

Aber ich kann dir jetzt schon schreiben, das Wohngeld wird leider nicht zutreffen.

Wie @Doppeloma bereits geschrieben hat, dafür gibt es eine Faustregel Regelsatz zzgl. ggf. Mehrbedarf (§ 21 SGB II) + Warmmiete (inkl. Heizkosten)

Na dann viel Glück und wenn noch Fragen sind einfach schreiben.
__

  1. mein Beitrag ist keine Rechtsberatung

Geändert von Seepferdchen (15.10.2017 um 07:24 Uhr) Grund: Nachtrag
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Alt 15.10.2017, 14:07   #20
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@Internetti: Die Frage nach der Zeitarbeit hatte ich gestellt, weil ich wissen wollte, ob du schon irgendwelche Erfahrungen mit Zeitarbeit gemacht hast. Wenn die bei einer (dir bereits bekannten) ZAF gut gewesen wären, hättest du es dort eventuell versuchen können. Es soll ja tatsächlich Leute geben, die (auch noch im hohen Alter) eine Festanstellung über eine Leihbude gefunden haben. Ansonsten ist Zeitarbeit ein No-Go, da sie meiner Meinung nach das eh schon geringe Selbstwertgefühl noch weiter reduziert. Die Frage nach den Ersparnissen bezog sich in erster Linie auf die Riester Rente. Die wird bei der Grundsicherung angerechnet. Das zeigt einmal mehr, dass die Riester Rente Murks ist.
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Alt 15.10.2017, 14:48   #21
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Hallo Internetti,

schon unser Enkel hat mit ungefähr 4 Jahren (jetzt ist er 8) mal festgestellt, dass er ne coole Oma hat und ich habe den Eindruck dein Wochenende ist jetzt gerettet und du weißt was nun zu tun ist ...

Die Anmerkungen von @Seepferdchen sind sicher nicht verkehrt aber es wurde ja auch beim Wohngeld Einiges geändert zum 01.01.2017 und vorrangig zu prüfen ist der Anspruch auf jeden Fall.

Die Entscheidung ob man lieber ohne soziales AMT auch die Rundfunk-Gebühr dann lieber selber zahlt muss letztlich jeder selber treffen und das darf man im "finanziellen Grenzbereich" auch wenn man sich eventuell lieber ein paar € dazu verdienen möchte, um die "Extras" abzudecken.

Zitat:
Ohne dieses Forum wäre ich oft aufgeschmissen gewesen und der Willkür dieser "Vernehmungsbeamten" beim Jobcenter vollkommen ausgesetzt gewesen.
Kann ich dir nachfühlen, auch wenn wir "nur" knapp 2 Jahre vom JC abhängig waren, brauchten wir ziemlich lange bis da wieder der "Normal-Zustand" im Kopf angekommen war, dass wir NICHT mehr jeden zusätzlichen € (z.B. Geldgeschenke der Kinder zu Festtagen) melden müss(t)en.

Wir haben auf solches "Gefahrenpotenzial" auch besser verzichtet in der Zeit, ich habe auch KEINE Online-Verkäufe mehr gemacht, obwohl wir immer nur angeboten haben, was uns sowieso schon gehörte ...

Wir haben nicht mehr Lotto gespielt im ABO übers Konto wie vorher mal, nicht weil wir "Gewinne" verbergen wollten, die waren sowieso selten und nur Kleinbeträge ... aber schon das hätte ja zu "Nachforschungen" führen können, ob wir nicht irgendwas "zu verbergen" haben ...

Es ist SOOOO befreiend, wenn man es irgendwann wieder begriffen hat, dass man in der Hinsicht wieder machen kann was man WILL und meint sich erlauben zu können.

Das würden WIR ohne echte Not nicht mehr eintauschen (wollen) gegen eine ähnliche Kontrolle vom Sozial-AMT aber die geben uns aktuell sowieso NIX, wir sind schon 10 € "zu reich" für einen Wohngeld-Anspruch.

Bisher gab es aber auch noch keine Probleme mit unserem Vermieter wenn wir die Betriebskosten-Abrechnung mal "abstottern" mussten, weil es in einem Betrag nicht möglich war
Wir sind es gewohnt sehr sparsam zu leben und so genießen wir es wirklich wenigstens Niemandem mehr dafür "dankbar" sein zu müssen.

Einen Minijob konnten wir bisher aus gesundheitlichen Gründen nicht aufnehmen, aber wenn du dir das zutraust, hast du selbst dabei als Rentner mehr Möglichkeiten.

Denn in vielen Anzeigen werden Rentner sehr gerne genommen, weil es kaum zusätzlichen Papierkram für die AG gibt, wenn Jemand KEINE Sozial-Leistungen bezieht, da hat man auch selbst eine ganz andere Verhandlungs-Basis und muss sich NICHT (mehr) ausnutzen lassen.

Man hat ja auch die Freiheit dem AG jederzeit alles wieder "vor die Füße zu werfen" ohne dafür irgendwelche "Sanktionen" befürchten zu müssen ...

Im SGB XII gibt es zwar keine Sanktionen mehr für eine Arbeits-Aufgabe aber dafür kassiert das Amt kräftig ab (70 von 100 € werden angerechnet), da lohnt sich das eigentlich NICHT und bei deinem voraussichtlichen (relativ geringem) Fehlbetrag wirst du (mit Nebeneinkommen) auch bald den Aufhebungsbescheid bekommen.

Bei Bedarf kannst du den Antrag auf Geld vom Sozial-AMT ja jederzeit auch später noch stellen.

Zitat:
Gestern habe ich also, so ganz in Ruhe, meinem Beruf adieu gesagt: Fiel mir nicht schwer (nach Burnout vor sieben Jahren) - ich mach` jetzt nur noch, was nicht sooo anstrengend ist und nur für Kohle ...
Ich glaube da ist man schon länger von weg wenn man so lange von Hartz 4 abhängig gewesen ist ...

Zitat:
und selbstverständlich werde ich meinem Blödi beim Jobcenter NICHTS sagen bevor ich nicht alles in trockenen Tüchern habe.
Richtig und wenn du den Bescheid mit den konkreten Beträgen hast (Brutto / Netto), dann kannst du immer noch überlegen welche Zuschüsse du wirklich dazu brauchen wirst und schon mal dafür die Anträge stellen ...

Jedes Jahr im Juli gibt es ja auch eine (meist kleine) "Renten-Anpassung", trotzdem läppert sich das zusammen über die Zeit, es bleibt also nicht auf Dauer, bei dem aktuellen Renten-Betrag lt. Bescheid.

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
Doppeloma ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.10.2017, 11:17   #22
Internetti
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Internetti
Standard AW: Mit 63 immer noch bewerben?

Hallo, Ihr Lieben Ratgeberleins: Mein Renten-Antrag ist ausgefüllt!
Ja, ich habe eine Scheißangst, wie ich die Altersarmut stemmen werde - aber erstmal gilt: Selbstwertgefühl und Selbstbewußtsein aufbauen.
Um mich in den Jahren meiner Arbeitslosigkeit geistig und seelisch über Wasser zu halten, habe ich viel geschrieben. Erst im Internet, in Literaturforen, dann das erste Buch ... inzwischen ist das Manuskript fürs zweite Buch fertig ... das war meine "Überlebensstrategie".
Zum Dank - und zur Aufmunterung an alle, die sich in diesem Forum tummeln, habe ich Euch und den Betreibern dieses großartigen Forums eine Satire gewidmet:








Der tut nix …



Seit Herbert K. dieses Buch über das Glück von Mathieu Ricard in die Hände gefallen ist, wächst in ihm die Erkenntnis, dass durch den Verlust seines Arbeitsplatzes beste Voraussetzungen zu seiner Erleuchtung geschaffen wurden. Wenn er frühmorgens auf der Wiese vor seiner Einsiedler-Klause sitzt, blickt er zwar nicht auf die in den Himmel ragenden Gipfel des Himalajas, sondern auf den sozialen Brennpunkt seiner Stadt – doch nach einer Weile der Kontemplation gelingt es ihm schon ganz gut, die grau betonierte Unansehnlichkeit des bei Sonnenaufgang still brachliegenden sozialen Wohnungsbaus auszublenden und eins zu sein mit dem Frieden in sich.
Seit er im Schießer-Feinripp überm kugelrunden Buddha-Bauch über das Glück meditiert, weint er der hektischen Betriebsamkeit seines Berufsalltags keine Träne mehr nach.
Das mag nach einer radikalen Kehrtwendung eines sich bisher durch Leistung und niveauvolle Möblierung definierten Mannes klingen:

„… Doch Entsagung heißt ja nicht, etwas Gutes und Schönes aufgeben zu müssen. Vielmehr geht es darum, sich frei zu machen von unbefriedigenden Lebenserfahrungen, um sich stattdessen entschlossen in Richtung derjenigen Dinge zu bewegen, die wirklich wichtig sind…“

Herbert K. hat nun nicht mehr das Gefühl, seine Biographie an die Wand gefahren zu haben – wie damals, als er beim Amt für Arbeit und Soziales sein Armutsgelübde durch den Hartz-Vier-Antrag ablegen musste. Seit er dieses Buch gelesen hat, weiß er: in Wirklichkeit geht es um …

„… eine neue Freiheit und Sinngebung – Freiheit von geistiger Verwirrung und den Problemen, die aus einer selbstbezogenen Haltung resultieren, und um Sinngebung durch Einsicht und Herzensgüte …“


Nachdem er offizielles Mitglied jener Sekte geworden ist, die „Arbeit und Soziales“ auf ihre Flagge schreibt, scheint er dem, was in Wahrheit hinter den Erscheinungen steckt, einen Schritt näher gekommen zu sein. Zum Beispiel dem Insider-Wissen, dass in Job-Centern alles Mögliche drin sein kann – nur nicht Arbeit und Soziales …
Jahre zuvor und eine Suchtproblematik weniger, hatte Herbert K. noch geglaubt, dass Fallmanager in Job-Centern angestellt wären, um ihm beim Wiedereinstieg in einen neuen, seinem Fähigkeitsprofil entsprechenden Job zu verhelfen. Tatsächlich folgen Sachbearbeiter in Job-Centern dienstlichen Anweisungen, die erworbenen Qualifikationen ihrer Kunden zu entwerten, in dem sie ihnen, unabhängig von deren Ausbildung, ausschließlich Vermittlungsvorschläge für miese, unterbezahlte Jobs zuweisen, sie durch Sanktionen disziplinieren, bestrafen und gefügig machen.

„ …das zu verstehen, wirklich zu verstehen, ist gleichbedeutend mit einem großen Sprung in Richtung inneren Friedens …“


Es hat einige Zeit gedauert, bis Herbert K. Verständnis und Mitgefühl für Vollzugsbeamte staatlicher Willkür aufbringen konnte. Anfangs, als Arbeitslosen-Adept, entwickelte er noch unbändigen Zorn, sich ihren Demütigungsversuchen zu beugen. Und wollte darauf bestehen, dass seine sozialen, kreativen, handwerklichen, intellektuellen Fähigkeiten dort eingesetzt werden, wo sie gebraucht, gefragt und erwünscht waren: In sozialen Projekten für ältere Menschen, alleinerziehende Mütter, Flüchtlinge, Kinder ….
Herbert K. wollte eine sinnvolle Tätigkeit, die seinem seelischen Gleichgewicht förderlich war und seinem brachliegenden Selbstwertgefühl auf die Füße helfen konnte. Auch seine betagten Eltern würden sich sehr darüber freuen, wenn er sie wieder regelmäßig besuchte ...

Der Abteilungsleiter-Guru des örtlichen Job-Centers war da anderer Meinung. Mit der Aura eines spirituellen Meisters belehrte er Herbert K., dass qua Leistungsbezug der freie Wille und die freie Aufenthalts- und Arbeitsplatzwahl entzogen sei: Ob im hiesigen Kleintierzoo oder als Müllsammler im heimischen Stadtpark - keine Tätigkeit sei so gering, dass Herbert K. sie nicht unter dem Mindestlohn ausführen könne. Der Ein-Euro-Job als Spülhilfe bei Mac Ungesund würde seine Selbstlosigkeit, Weltoffenheit, Hingabe und Lebensfreude gewiss fördern. Dies sei:

„…eine tiefgründige, gesunde Denkweise und zugleich das lebendig Beispiel derer, die in Wort und Tat Weisheit verkörpern …“


…nämlich die der Politiker und Beamten. Belehrung und Unterweisung hätten durch das Beamtentum eine große Tradition in Deutschland und kämen in Job-Centern auf stimmige Weise zum Ausdruck. Altkanzler Schröder fände sein Hartz-Vier auch immer noch richtig gut. Und Ursula von der Leyen - einst davon überzeugt, man könne von der Grundsicherung vier Wochen eine Familie mit zwei Kindern hervorragend ernähren und mit dem Rest noch prima Rücklagen für schlechte Zeiten machen - habe damals nur vergessen hinzuzufügen: …in Kalkutta.
Politiker, Beamte und die Mehrzahl der Bundesbürger seien sich einig, dass die soziale Wirklichkeit in Deutschland keine Menschenrechtsverletzung sei. Sondern nur der Umbau des Sozialstaates nach dem Vorbild indischen Kastenwesens: Erlernte Hilflosigkeit und soziale Stigmatisierung werde durch Hartz-Vier-Bezug von den Eltern an ihre Kinder weitervererbt. So bliebe zusammen, was zusammen gehöre: Die Stigmatisierten. Und es entstehe eine neue Kaste, die eine Lebensweise pflege, durch die sie - fernab vom heiteren Strudel gesellschaftlicher Zerstreuung - dauerhaftes Glück durch Entsagung und ein einfaches Leben in Armut erreichen könne ....

Was bin ich doch für ein Glückspilz, hatte Herbert K. an jenem Tag gedacht, als er dieses Buch über das Glück von Matthieu Ricard auf dem Flohmarkt durch halbstündige, zähe Verhandlungen auf Einen Euro fünfzig Cent runtergehandelt hatte.
Als Resultat seines inneren Reifungsprozesses hatte Herbert K. sich den Schädel kahl rasiert – und wurde in der Fußgängerzone von Oer – Erckenschwick als Nazi denunziert.
Erst als er diese orange-rote Robe mit der Mala aus dem Altkleider-Container gefischt hatte, schien ihm seine soziale Integration wieder denkbar.

Heutzutage werfen ihm die Marktfrauen ab und zu einen verschrumpelten Apfel in seine Bettelschale. Besondere Freude bereitet es ihnen dabei, seinen kahl rasierten Schädel zu treffen.
Durch sein neues Gewand und neue Sinngebung beflügelt, gelingt es Herbert K. immer besser, destruktive Emotionen und exzessive Kaufräusche (im Sommer ein Eis im Biergarten, im Winter ein Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt) zu überwinden und stattdessen menschliche Qualitäten wie Geistesruhe, Achtsamkeit und selbstlose Liebe zu fördern.
Seine innere Wut gegen die Verursacher und Ursachen seines Leids weiß Herbert K. nun durch achtsames Atmen zu zügeln:

„… Angenommen, Sie werden von einer alles überrollenden Welle der Wut erfasst und überwältigt …“

Nach einigen Monaten Leistungs-Bezug hat Herbert K. jeglichen Groll durch Meditation transformiert. So ist es ihm möglich, ohne jeden Hauch innerer emotionaler Beteiligung, zahlreiche Bewerbungstrainings und Maßnahmen wie „50-fit“ oder „Back to Job“ zu absolvieren, an denen sich die meist zwielichtigen Anbieter-Agenturen dumm und dämlich verdienen.
Mit stoischer Gelassenheit beobachtet er dort Menschen mit dem Titel „Leiter der Maßnahme“, wie sie mit dem Charme eines Registrators von Scientology das Einpflanzen neuer Glaubensinhalte bei ihrer Klientel vornehmen, um sie aus ihrer Komfortzone als Almosenempfänger hinauszukatapultieren und zu Übermenschen MIT Job zu verwandeln. Wie bei allen Sekten geschieht dies durch Bewußtseinskontrolle, Verhaltenskontrolle, Gefühls-Gedanken- und Informationskontrolle.
Wer beim Auditing unangenehm auffällt, wird umgehend an eine Zeitarbeits-Firma weitervermittelt. Wer sich kooperativ zeigt und alles über sich ergehen lässt, darf stundenlang komatös in einem stickigen PC-Raum abhängen und dort seine hmpfzigste Bewerbung schreiben. Oder auf die Tastatur sabbern und bewusst Raumluft veratmen:

„…Und doch bietet ein Verzicht auf sämtliche Etiketten und Schubladen die beste Gewähr für Freiheit und ist die flexibelste, unbeschwerteste und freudvollste Art, sich in der Welt zu bewegen …“


Zum Glück gibt es ja noch das Ehrenamt.
Humanitäre Projekte waren für Hubert K. stets ein zentrales Thema in seinem Leben – nun eben als Almosen-Empfänger: Zusammen mit ein paar engagierten ehrenamtlichen Freunden und den Jungs, die statt Knast Sozialstunden schieben müssen, arbeitet Herbert K. nun für einen Euro pro Stunde bei der TAFEL.
Während er dort stinkenden Abfall sortiert und schwere Kisten wuchtet,kann er ausgiebig über das Glück nachdenken – und darüber, ob es eine konkrete Wirklichkeit hinter dem Schleier der äußeren Erscheinung gibt.
Und: Ob er auch vor Glück schreien wird, wenn der Postmann mit den tibetischen Sandalen von ZALANDO dreimal bei ihm klingelt...?
Internetti ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.10.2017, 17:07   #23
Fabiola
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Standard AW: Mit 63 immer noch bewerben?

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Zum Dank - und zur Aufmunterung an alle, die sich in diesem Forum tummeln, habe ich Euch und den Betreibern dieses großartigen Forums eine Satire gewidmet:
Großartig! Ausgezeichnet gut getroffen
Wäre doch schön, wenn das als Kolumne oder Ähnlichem veröffentlicht würde.
__

Gruß Fabiola
___________

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen und Meinungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!
Fabiola ist gerade online   Mit Zitat antworten
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