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Alt 10.07.2017, 17:15   #1
Leopold Bloom
 
Registriert seit: 14.06.2017
Beiträge: 67
Leopold Bloom
Standard Seit wann muss ich mir eine Einarbeitung genehmigen lassen?

Hallo,

ich bin beim JC gemeldet als Selbständiger.
Die Haupt-Tätigkeit findet in den frühen Abendstunden statt. Dadurch werde ich jedoch niemals von aufstockenden Leistungen des JC unabhängig werden.

Also habe ich mich in Absprache mit der Arbeitsvermittlerin um eine Tätigkeit in den Morgenstunden beworben.

Bis jetzt hat ein Vorstellungsgespräch stattgefunden, das ich gemeldet habe (obwohl ich bezweifle, dass ich das hätte melden müssen) und drei Tage Einarbeitung, wovon ich das Jobcenter aufgrund meiner Erfahrungen mit denen nicht in Kenntnis gesetzt habe, damit die mir nicht in die Arbeitsanbahnung reinpfuschen können.

Heute habe ich beim JC angerufen, weil ein WBA ansteht ab 1.8.2017, ich jedoch noch keinen Arbeitsvertrag habe.

Darauf hat der mich ausgefragt und da habe ich dann gesagt, dass ich bereits in der Einarbeitungsphase bin.

Daraufhin der Callcenter-Mitarbeiter:

Das hätten Sie aber melden und genehmigen lassen müssen!

Zuerst habe ich gedacht, ich höre nicht recht, dann war ich aber sofort auf 180 und habe das Gespräch beendet, um den Mitarbeiter nicht durch das Telefon anzubrüllen.

Aber das wird ein Nachspiel haben.

Ich muss überhaupt nichts melden! Ich kann Vertragsunterhandlungen führen, mit wem ich will!

Das JC hat allenfalls die Aufgabe, meine Versuche, eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu finden, zu unterstützen. Und zwar erst auf meinen Antrag hin!

Ich habe sogar Zweifel, ob ich dazu verpflichtet bin, einen Arbeitsvertrag zu melden. Unzweifelhaft zur Meldung verpflichtet bin ich dann, wenn ich Geld aus dem Vertrag erhalte, aber zwar alleine den Betrag. Die konkreten Inhalte des Arbeitsvertrags gehen das JC m.E. nichts an.

Und schon gleich zweimal nicht hab ich da irgendetwas genehmigen zu lassen. Ich kann hierzulande eine Arbeit aufnehmen, wo und wann immer ich will.

Ich denke daran, mich kräftig zu beschweren.
Vor allem denke ich daran, dem JC zu untersagen, über meinen Kopf hinweg Kontakte mit meinem potentiellen Arbeitgeber aufzunehmen.

Hat einer Erfahrung, wie man das am besten formuliert?
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Alt 10.07.2017, 17:22   #2
ZynHH
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von ZynHH
 
Registriert seit: 06.07.2011
Beiträge: 13.273
ZynHH ZynHH ZynHH ZynHH ZynHH ZynHH ZynHH ZynHH ZynHH ZynHH ZynHH
Standard AW: Seit wann muss ich mir eine Einarbeitung genehmigen lassen?

Was glaubst du, passiert, wenn du während deiner Einarbeitung dort vom Zoll gestellt wirst? Oder einen arbeitsunfall erleidest? Und dich zu der Zeit im leistungsbezug befindest?
__

Mahalo


"Wenn das die Lösung ist, möchte ich mein Problem zurück."
ZynHH ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 10.07.2017, 17:58   #3
en Jordi
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Seit wann muss ich mir eine Einarbeitung genehmigen lassen?

Einarbeitung findet eigentlich im Rahmen eines Arbeitsverhältnis statt. Dafür gibt es eine Probezeit.
Alternativ könnte der AG sich für einen befristeten Vertrag entscheiden. Ich vermute mal, das soll so etwas wie Probearbeit sein.

Ganz ohne rechtlichen Rahmen geht es leider nicht, vor allem dann, wenn man es dem JC dann doch ausplaudert.
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Alt 10.07.2017, 19:35   #4
Leopold Bloom
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 14.06.2017
Beiträge: 67
Leopold Bloom
Standard

Zitat von ZynHH Beitrag anzeigen
Was glaubst du, passiert, wenn du während deiner Einarbeitung dort vom Zoll gestellt wirst? Oder einen arbeitsunfall erleidest?
Ich denke mal, das ist nicht mein Bier, sondern, dass sich der Zoll umgehend an meinen Arbeitgeber wenden wird (mit dem ich keinen Arbeitsvertrag habe).
Aber das macht nix. Der AG ist verpflichtet, mich innerhalb 24 Std. zu melden.
Ich habe meine Unterlagen, Sozialversicherungsausweis, Steuer-Id, Krankenversicherung usw. vorgelegt und damit meine Obliegenheiten erfüllt. Die gesetzlich erforderlichen Meldungen sind Sache des Arbeitgebers, nicht meine.

Zitat von ZynHH Beitrag anzeigen
Und dich zu der Zeit im leistungsbezug befindest?
Wenn die alle schon so geil darauf sind, dass ich ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis eingehe, dann mache ich das eben auch in dem Bewusstsein, fürderhin ist der Arbeitgeber für alles und ich für nichts mehr verantwortlich.
Und alle werden glücklich.

Zitat von en Jordi Beitrag anzeigen
Ganz ohne rechtlichen Rahmen geht es leider nicht, vor allem dann, wenn man es dem JC dann doch ausplaudert.
Ich lege allergrößten Wert auf den rechtlichen Rahmen, darum habe ich auch meine Versicherungsunterlagen alle überreicht.

Und damit geht die Verantwortung m.E. auf den AG über. Ich hoffe doch, dass der meine Tätigkeit in seinem eigenen Interesse bei der Berufsgenossenschaft gemeldet hat.

Außerdem kann ich es mir trotz aller Unkenrufe hier beim besten Willen nicht vorstellen, dass der irgendetwas tut, was außer Recht und Gesetz wäre.

Geändert von Curt The Cat (29.07.2017 um 13:09 Uhr)
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Alt 10.07.2017, 19:44   #5
dagobert1
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Beiträge: 4.357
dagobert1 dagobert1 dagobert1 dagobert1 dagobert1 dagobert1 dagobert1 dagobert1 dagobert1 dagobert1 dagobert1
Standard AW: Seit wann muss ich mir eine Einarbeitung genehmigen lassen?

Zitat von Leopold Bloom Beitrag anzeigen
Ich denke mal, das ist nicht mein Bier, sondern, dass sich der Zoll umgehend an meinen Arbeitgeber wenden wird (mit dem ich keinen Arbeitsvertrag habe).
Doppelter Denkfehler.
1.
---> § 1 SchwarzArbG:
Zitat:
(2) Schwarzarbeit leistet, wer Dienst- oder Werkleistungen erbringt oder ausführen lässt und dabei
[...]
3. als Empfänger von Sozialleistungen seine sich auf Grund der Dienst- oder Werkleistungen ergebenden Mitteilungspflichten gegenüber dem Sozialleistungsträger nicht erfüllt
2.
Wenn du dort arbeitest, hast du einen Arbeitsvertrag. Auch ein mündlicher Arbeitsvertrag ist gültig.
Die Nichtexistenz eines schriftlichen Vertrages wäre bei einer Zollkontrolle ein weiterer Nachteil, sowohl für dich als auch für deinen Chef.
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Alt 11.07.2017, 11:03   #6
swavolt
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swavolt swavolt swavolt swavolt swavolt swavolt swavolt swavolt swavolt swavolt swavolt
Standard AW: Seit wann muss ich mir eine Einarbeitung genehmigen lassen?

Zitat von Leopold Bloom Beitrag anzeigen

Und damit geht die Verantwortung m.E. auf den AG über. Ich hoffe doch, dass der meine Tätigkeit in seinem eigenen Interesse bei der Berufsgenossenschaft gemeldet hat.
Der hat dich nicht gemeldet. 100%tig.
Kannst ja die Berufsgenossenschaft fragen.
swavolt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.07.2017, 13:03   #7
Leopold Bloom
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Leopold Bloom
Standard AW: Seit wann muss ich mir eine Einarbeitung genehmigen lassen?

Zitat von swavolt Beitrag anzeigen
Der hat dich nicht gemeldet. 100%tig.
Kannst ja die Berufsgenossenschaft fragen.
Da gab es doch vor mehreren Jahren eine Gesetzesänderung, nac der der Arbeitgeber die Beschäftigten spätestens nach einem Tag bei der Knappschaft anmelden muss?

Die Firma hat von mir schriftlich(!) sämtliche Unterlagen angefordert, die sie benötigt, um mich ordnungsgemäß anmelden zu können:

Personalausweis
Kontonummer
Sozialausweis
Krankenversicherung
Steuernummer

Wieso sollte sie das tun, wenn sie beabsichtigt, mich nicht anzumelden?

(Für mich ist natürlich im Umkehrschluss eben diese Anforderung ein Seriositätsnachweis)
Leopold Bloom ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.07.2017, 13:25   #8
swavolt
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Ort: Oldenburg
Beiträge: 8.732
swavolt swavolt swavolt swavolt swavolt swavolt swavolt swavolt swavolt swavolt swavolt
Standard AW: Seit wann muss ich mir eine Einarbeitung genehmigen lassen?

Die Beschäftigten - das warst und bist du nicht.
Praktikanten werden z.B. auch nur mit Praktikumsvertrag angemeldet.

Du hast aber überhaupt nix, nicht mal einen Nachweis das du da warst.
swavolt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.07.2017, 13:27   #9
Leopold Bloom
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 14.06.2017
Beiträge: 67
Leopold Bloom
Standard AW: Seit wann muss ich mir eine Einarbeitung genehmigen lassen?

Zitat von dagobert1 Beitrag anzeigen

2.
Wenn du dort arbeitest, hast du einen Arbeitsvertrag. Auch ein mündlicher Arbeitsvertrag ist gültig.
Die Nichtexistenz eines schriftlichen Vertrages
Mir schon klar, deswegen sehe ich das auch ganz ruhig und gelassen.
In dem Moment, in dem ein AG mir einen Arbeitsauftrag erteilt und mein Arbeitsergebnis dann abnimmt, hat er einen Arbeitsvertrag mit mir.

Allerdings kenne ich das Problem auch von der anderen Seite. Ich habe selber mal Leute beschäftigt. Diejenigen Mitarbeiter, die bereits am dritten Tag nach ihrem Ge.ld fragten, das waren mir die liebsten.
Sie bekamen ihr Geld auch - und dann zeigte ich ihnen den Platz, wo der Zimmermann das Loch gelassen hat.

Mir ist mündlich zugesagt worden, Lohnzahlung ist am 15. des Folgemonats.
Also werde ich bis dahin keine Sterbenswörtchen darüber verlieren und mich allerfrühestrens am 18. höflich erkundigen.

Die Tante von der Jobvermittlung hat heute morgen um 7:15 angerufen und mich quasi in flagranti crimine erwischt.

Es ging ihr hauptsächlich darum, ob ich zum 1. ein Geld erhalte.
Der konnte ich aber auch nur sagen, zum 1. auf keinen Fall, vereinbart war zum 15. Ich kann aber über die Höhe nichts sagen, da ich noch keinen Arbeitsvertrag habe.

Damit war sie zufrieden.
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