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Alt 15.07.2014, 08:03   #1
frieda59->Emailproblem
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frieda59
Unglücklich Sittenwidriger Vertrag

Hallo zusammen
Ich arbeite in einer Reha Klinik in Ostfriesland, Nachtbereitschaft Vollzeit 160 std.,da gibt es schon den ersten Streitpunkt ,ich habe eine Dienstzeit von 14 und am we 16 Stunden also von 18uhr bis 8uhr oder am we bis 10uhr,da ich ewtl.von 23uhr bis 5 schlafen kann wenn ich keine Notfälle habe,wird diese Zeit nur mit 25% gerechnet also pro nacht 8,75 statt 14std.so das ich im Monat auf ca 280 o.mehr Stunden komme die weder bezahlt noch in einer Zeitrechnung auftauchen.geklaert habe ich das schon das dieses sittenwidrig ist,und da es in meinem Vertrag nicht auftaucht voll berechnet und bezahlt werden muss.Nur noch nicht eingefordert weil ich gerne noch etwas hierbleiben wuerde wegen des Klimas.Ich bekomme vom jobcenter einen Zuschuss ausdem vermittlungstopf,fuer das halbe Jahr, nun habe ich mir bei der Arbeit einen kahnbein bruch der re.hand zugezogen,da das eine laengerfristige Sache wird,frage ich mich wie mein Krankengeld berechnet wird? Mit 160std oder 280?denn die Stunden sind ja fest im Dienstplan aufgeschrieben!!oder erst nach der Anzeige beim Arbeitsgericht?D a der Vertrag sittenwidrig ist werde ich wohl auch bei einer selbstkuendigung keine Probleme mit dem Jobcenter bekommen zumal ich schwerbehindert bin und soviel naechte garnicht arbeiten darf.
Ich hoffe das ich das verstaendlich ruebergebracht habe.
Danke Frieda
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Alt 15.07.2014, 08:49   #2
Anna B.
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Standard AW: Sittenwidriger Vertrag

Hallo,

zuerst wird die KK nach den tatsächlichen Verhältnissen gehen...also KG nach Brutto/Netto berechnen, wie auf den Lohnabrechnungen angegeben..

wenn du klagen solltest, dann teile das auch der KK mit, damit da nix verjährt...und sobald du dann die tatsächlich richtige Lohnabrechnung hast, muß die KK eine Nachzahlung vornehmen...

viel Erfolg und gute Besserung...

Nachtbereitschaft muß m.E. auch voll vergütet werden, da war mal was mit Bereitschaftsärzten..hast mal gegugelt? oder Gewerkschaft eingeschaltet?

such mal unter Arbeitszeitrichtlinie...!!
__

Gruß
Anna

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Alt 15.07.2014, 09:23   #3
P123
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Standard AW: Sittenwidriger Vertrag

Die Gewerkschaft ist - solange Du arbeitest und es wie hier vordergründig um eine ARBEITSrechtliche Geschichte geht - die erste Adresse. Da sind sie meistens fit wie ein Turnschuh. Bei Fragen zu den SGB (egal welchem) leider weniger.
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Alt 15.07.2014, 10:06   #4
Hartzeola
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Standard AW: Sittenwidriger Vertrag

Zitat:
Ob hierfür eine Vergütung von 25Prozent für die gesamte Zeit angemessen ist, hängt von den konkreten Anforderungen ab. Insofern kann zwar im vorliegenden Fall die Anrechnung des Bereitschaftsdienstes auf die Arbeitszeit gefordert werden, leider bedeutet das aber nicht automatisch, das diese Zeit auch wie die übrige Arbeitszeit vergütet wird.
DGB - Bundesvorstand | Zählt Nachtdienst zur Arbeitszeit?
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Alt 15.07.2014, 10:30   #5
Roter Bock
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Standard AW: Sittenwidriger Vertrag

Eine Reha - Klinik, die neue Reha Fälle produziert. Die Krankenkasse wird sich nach den Lohnabrechnungen orientieren - aber...

...hier stimmt einiges nicht. Du solltest mitsamt Vertrag beim Anwalt für Arbeitsrecht aufschlagen. Du bist behumpst worden und hast meiner laienhaften Meinung nach Geld zu kriegen. Gibt es einen Tarifvertrag? Die Präsenzzeiten und die Rufbereitschaft für Dich als gehandicapte Person gehen nicht zusammen. Eine zusammenhängende Erholzeit nach dem Arbeitszeitgesetz sehe ich hier auch nicht.

Roter Bock
__

Wir führen Sie jetzt auf ein Amt, und zwar ein Amt für Arbeitsvermittlung. Früher wurde dort Arbeit gesucht, jetzt sucht man Arbeiter, aber sonst hat sich nichts geändert. Kriegen tut man beide nicht. Helmut Qualtinger
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Alt 15.07.2014, 15:42   #6
P123
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Standard AW: Sittenwidriger Vertrag

Was nach meiner Information von einigen Krankenhäusern mißbraucht wird, indem diese die daheim sitzenden Bereitschaftsdienstler insgeheim normal in die Schichten einplanen, aber bei der Rufbereitschaft etwa eine halbe Stunde Schamfrist abwarten und die Leute dann zum Arbeiten einbestellen. Rufbereitschaft ist dort eine um ein paar Minuten kürzere Regelschicht, nur eben für einen Bruchteil des regulären Arbeitslohnes.
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Alt 15.07.2014, 16:01   #7
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Standard AW: Sittenwidriger Vertrag

Zitat von frieda59 Beitrag anzeigen
Hallo zusammen
Ich arbeite in einer Reha Klinik in Ostfriesland, Nachtbereitschaft Vollzeit 160 std.,da gibt es schon den ersten Streitpunkt, ich habe eine Dienstzeit von 14 und am we 16 Stunden also von 18uhr bis 8uhr oder am we bis 10uhr, da ich ewtl.von 23uhr bis 5 schlafen kann wenn ich keine Notfälle habe, wird diese Zeit nur mit 25% gerechnet also pro nacht 8,75 statt 14 std. so das ich im Monat auf ca 280 o. mehr Stunden komme die weder bezahlt noch in einer Zeitrechnung auftauchen. geklaert habe ich das schon das dieses sittenwidrig ist, ...
Nicht nur sitten-, sondern auch ganz klar rechtswidrig. Unabhängig von dem Stundensatz in Euro (das ist eine andere Baustelle) ist geklärt, daß Bereitschaftsdienst am Arbeitsplatz Arbeitszeit ist und durch diesen die zulässige Höchstarbeitszeit nicht überschritten werden darf. Abhängig von der Beweislage müßtest Du einen auf die Bezahlung aller Stunden gerichteten Prozeß gewinnen.

Eine andere Baustelle ist die Bezahlung und in dessen Folge auch die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Hier wäre zu klären, inwiefern sich der Lohnbetrug auch auf diese erstreckt. Bei einem Fernfahrer wurde einmal gerichtlich entschieden, daß der ob der vertraglich geregelten Überstunden und der Tatsache, daß nur durch die Überstundenvergütung ein diskutabler Monatslohn erzielt wurde, diese auch bei der Lohnfortzahlung im Krankheitsfalle mit zugrunde gelegt werden müssen. Man kann halt nicht hergehen und für die Lohnfortzahlung nur ein Bruchteil der üblicherweise geleisteten Arbeit zur Grundlage nehmen wollen.

Freilich, wenn Du Dein Recht durchsetzen willst, wirst Du ohne einen Anwalt nicht weit kommen. Das ist nun kein so einfacher Fall, wie eine Lohnzahlungsklage, die man alleine durchziehen kann. Den Anwalt mußt Du in der ersten Instanz eines Arbeitsgerichtsprozesses leider selbst bezahlen. Und wenn die Anwälte sprechen, ist das Tischtuch meist zerschnitten. Wobei man sich fragen muß, ob man einem Arbeitgeber, der seine Leute so dreist über den Tisch zieht, eine Träne nachweinen sollte.

Nimm es bitte nicht persönlich: Aber ich gewinne hier den Eindruck, daß selbst die Ostfriesenwitze irgendwo ein Körnchen Wahrheit zur Grundlage hatten ...
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Alt 15.07.2014, 21:38   #8
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frieda59
Standard AW: Sittenwidriger Vertrag

Ich nimms nicht persönlich...ich bin ja ausdem Rheinland.Leider wird's wohl darauf hinauslaufen schade der Job selber ist gut und macht Spass,aber 140 stunden fuer umme arbeiten ist nicht.Leider ist diese Rahmenbedingungen oft verbreitete,meine Kollegen machen das schon lange so mit,aus Angst.Wer kennt einen guten Anwalt in Bonn o. Siegkreis?
frieda59 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.07.2014, 07:09   #9
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Standard AW: Sittenwidriger Vertrag

Du wirst die Truppe an ihrem Hauptsitz oder Deinem Arbeitsort verklagen müssen. Hatte das Problem auch einmal und hätte es mit einem fetten Grinsen registriert, daß Cheffe wegen einem strittigen Tag Arbeitslohn 500 km zum Arbeitsgericht an meinem Wohnort anreisen müßte. Leider funktioniert das so nicht.
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Alt 16.07.2014, 10:28   #10
saurbier
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Hallo,

Ja P123 so ist das leider, auch ich habe vor vielen vielen Jahren meinen damaligen Arbeitgeber wegen Lohnfortzahlung mit anschließender Kündigung verklagen müssen.

Leider ist das Tischtuch meist schon vor einer Klage zu stark angerissen.

frieda59 kann man eigentlich nur raten, im Gebiet auf Arbeitsrecht wenn möglich sich mit der Gewerkschaft zu unterhalten (hatte ich auch). Die haben für solche Fälle echt gute Anwälte parat, nun ja ist ja auch deren täglich Brot.

Ansonsten müsste man mal ier Forum nach Arbeitsrecht umschauen, vielleicht sind dort einige Teilnehmer die im Rhein-Sieg-Keis/Bonn echt gute Fachanwälte kennen.


Gruss saurbier
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Alt 16.07.2014, 12:22   #11
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Standard AW: Sittenwidriger Vertrag

Der Hinweis zielte darauf, daß Frieda, falls sie den Anwalt nicht nur als Tippgeber, sondern auch im Termin als Begleitung haben möchte - was ich Ihr dringend nahelegen möchte - sie sich einen vor Ort suchen muß.

Schon die Hamburger fahren keine 50 km nordwärts zu einem Termin, ein Bonner erst recht nicht an die Nordsee. Wenn das einer wirklich nötig hat, dann will Frieda den nicht beauftragen.
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Alt 16.07.2014, 15:02   #12
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frieda59
Standard AW: Sittenwidriger Vertrag

Vor Ort gibt es keinen, unsere Zentrale ist eh in Freiburg.Mal sehen was sich tuen laesst,die Firma muesste auch mit Buβgeldern rechnen,wegen der nicht ein gehaltenden Ruhezeiten,und staendige ueberschreitung der woechtentlichen hoestarbeitszeiten.Ich hatte mich schon beim Gewerbeaufsichtsamt erkundigt.Ich in guter Dinge das ich diese zeit bezahlt bekomme,dafuer gibt es bereits genung UrteileWas schwierig wird wird wohl das krankengeld !Also mal wieder auf in den Kampf
Lg
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Alt 17.07.2014, 07:14   #13
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Standard AW: Sittenwidriger Vertrag

Aha. Und Du meinst, daß das Gewerbeaufsichtsamt da tätig wird und wenn, daß diese Bußgelder die Leute in der Klinik kratzen? Die haben sie Euch doch schon zigmal am Lohn gekürzt, bevor das Amt überhaupt anfing über den Fall nachzudenken. Eine Strafe, die den wirtschaftlichen Vorteil aus dem Rechtsbruch nicht mehr als abschöpft, ist eine Aufforderung, so weiterzumachen.
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Alt 17.07.2014, 11:10   #14
Hainbuche
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Hainbuche Hainbuche Hainbuche Hainbuche Hainbuche Hainbuche Hainbuche Hainbuche
Standard AW: Sittenwidriger Vertrag

Zitat von frieda59 Beitrag anzeigen
Vor Ort gibt es keinen, unsere Zentrale ist eh in Freiburg.
In Ostfriesland gibt es sicherlich eine ganze Reihe von Fachanwälten für Arbeitsrecht. Guugel z. B. wirft alleine in Aurich auf Anhieb drei Kanzleien aus.
Hainbuche ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.07.2014, 11:17   #15
saurbier
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saurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiert
Standard AW: Sittenwidriger Vertrag

Also da möchte ich mich P123 unbedingt anschließen.

Bis die vom Gewerbeaufsichtsamt dort aufschlagen, haben die das bereits 3-mal vorher schriftlich angekündigt, damit vor Ort alles in Ruhe sichergestellt werden kann damit es ja nur keine Beanstandungen mehr gibt.

So machen es übrigens alle Behörden.

Was glaubst denn du, wie das z.B. im Heim meiner Mutter und denen der von mir Betreuten abgeht.

Die werden Wochen vorher darüber informiert das der MdK mal wieder eine Kontrolle machen muss. Schwubs wird zum Termin ausreichend Personal geordert, die Papiere passend frisiert und in der Küche ein wunderschönes Essen zubereitet, nur das ja kein Bewohner sich irgendwie beschwert.

Da hilft nur rechtzeitig alle Beweise und Zeugen zu sichern.

ich hab z.B. früher immer meine Stundenzettel für meine Unterlagen kopiert.



Gruss saurbier
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Alt 19.07.2014, 23:03   #16
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frieda59
Standard AW: Sittenwidriger Vertrag

Hallo
Ich habe geschrieben,das ich mich erkundigt habe nicht das ich erwarte das das Amt sofort reagiert,ich bin viel zulange im medi.Bereich taetig um das zu erwarten.und wenn ich schreibe vor Ort ist keiner dann kann man mir das glauben.Ich arbeite auf einer ostfriesischen Insel und ein Ausflug nach Aurich zb ,wuerde mich 1 Tage kosten,50 euro Fahrgeld wenn ich Pech habe und keine Faehre mehr faehrt 2,und eine uebernachtung.Es macht schon sinn wenn ich einen in der Bonner Umgebung suche,da ich ein paar Tage heimfahre.Aber ich habe nun einen,bei dem ich einen termin habe.Mit dem werde ich versuchen,sowenig wie noetig zum meinem Recht zukommen.Ich mag den Job,nur ie Rahmen Bedingungen nicht.Wenns klappt waere schoen,wenn nicht suchen wir einen neuen Job:-)
Schoenes we
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Alt 20.07.2014, 20:56   #17
Fritz Fleißig
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Standard AW: Sittenwidriger Vertrag

Ich möchte dazu noch was anmerken.

Bereitschaftsdienst und Rufbereitschaft sind zweierlei. Ich bin mir nicht sicher, um was es hier genau geht.

Bereitschaftsdienst liegt vor, wenn jemand sich in unmittelbarer Nähe des Arbeitsplatzes aufhalten muß, aber nur bei Bedarf arbeiten muß. Beispielsweise der Arzt in der Notaufnahme eines Krankenhauses, der nachts dort seinen Aufenthalts- und Schlafraum hat. Bereitschaftsdienst ist Arbeitszeit im Sinne des Arbeitszeitgesetzes, muß aber nicht voll bezahlt werden.

HENSCHE Arbeitsrecht: Bereitschaftsdienst

Rufbereitschaft liegt vor, wenn jemand auch zu Hause sein kann und lediglich kurzfristig telefonisch erreichbar sein muß, so daß er zum Einsatzort kommen kann. Das ist keine Arbeitszeit.

HENSCHE Arbeitsrecht: Rufbereitschaft

In beiden Fällen liegt jedoch voll zu bezahlende Arbeitszeit vor, sobald jemand am Arbeitsort eintrifft und seine Arbeit aufnimmt, gegebenenfalls zuzüglich fälliger Nacht-, Sonntags- oder Feiertagszuschläge.
__

Meine Beiträge stellen nur persönliche Erfahrungen oder Meinungen dar und sind keine Rechtsberatung.
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Alt 20.07.2014, 21:59   #18
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Standard AW: Sittenwidriger Vertrag

Zitat von Caso Beitrag anzeigen
@P123 meinte: Abhängig von der Beweislage müßtest Du einen auf die Bezahlung aller Stunden gerichteten Prozeß gewinnen.
Genau. Du müßtest also beweisen, daß dir nicht alle als Arbeitszeit bezeichneten Std. vergütet werden.
Die Stunden, die der Arbeitgeber gnädigerweise als Arbeitszeit bezeichnet, vergütet er ja (vermutlich). Hier geht es darum, daß ihr die Vergütung für Stunden, die nach der Rechtslage Arbeitszeit sind (Bereitschaftsdienst am Arbeitsplatz) generell mit der Behauptung unterschlagen wird, sie müsse in der Zeit niemals arbeiten und könne stets schlafen.

Zitat von Caso Beitrag anzeigen
oder auch so: Du müßtest darauf klagen, daß auch die gesamte Dienstzeit (also die 160 Std.Vollzeit PLUS die Nachtbereitschaft) mit gleichem Stundenlohn vergütet wird.
Inwieweit ihr Arbeitsstunden unterschlagen werden, die nicht in die Zeit von 23:00 Uhr bis 05:00 Uhr fallen, ist mir nicht ganz klar. Der Stundensatz für den Bereitschaftsdienst, den der Atbeitgeber derzeit als Freizeit behandelt, ist auch eine völlig andere Baustelle. Zunächst geht es erstmal um den Lohnbetrug dem Grunde nach.
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Alt 21.07.2014, 03:11   #19
frieda59->Emailproblem
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frieda59
Standard AW: Sittenwidriger Vertrag

Es handelt sich um Bereitschaft,da ich das Haus nicht verlassen darf.Es werden jede Nacht 5,30 std nicht berechnet.Ich habe einen Dienstplan,eine Stunden Abrechnung,eine Lohnabrechnung und einen Arbeitsvertrag.Das sind beweise genung.Es gibt keine Sonderregelung,keine Betriebsvereinbarung und auch keine Absprachen im Vertrag.Da muss die Zeit voll erstattet werden in Stunden und Lohn.
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Alt 21.07.2014, 09:10   #20
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Okay, dann klage es ein. Rückwirgend bis zur Kante der Verjährung. Aber bitte ohne Anwalt, denn den mußt Du (schrieb ich wohl schon) in der ersten Instanz eines Arbeitsgerichtsprozesses voll zahlen.

Nehmen wir mal spaßeshalber an, Dir stünden als Entgelt für die Zeit, in der Du nachts nicht arbeitest, ein Gehalt in der Höhe dessen zu, was die Gewerkschaft 2013 für Friseusen im Freistaat Thüringen ausgehandelt hatte: 613,55 brutto, dividiert durch Vollzeit 172,5 Stunden - 3,55 Euro je Stunde (nur mal völlig wertfrei zu der Frage, wessen Interessen manche Gewerkschaftsleute hier in D vertreten)
Das Ende der Billig-Friseure - Mindestlohn kommt - Wirtschaft - Bild.de
Dann wären das - durchschnittliche 220 Arbeitstage im Jahr als Dauernachtschichter (Du hast möglicherweise mehr) multipliziert mit den von Dir angegebenen arbeitstäglich unterschlagenen 5,3 Stunden im Jahr bspw. 4.140 Euro Dir (und damit Fiskus und Sozialkassen daraus) vorenthaltene Gehälter (sowie Steuern und Sozialabgaben). Die Verjährungsfristen schaust Du Dir bitte hier an HENSCHE Arbeitsrecht: Verjährung
Demnach verjähren zum Ende dieses Jahres Deine Ansprüche aus dem Jahr 2011, sofern Du die Verjährung nicht hemmst.

Im Beispielfall mit dem Gehalt einer Thüringer Friseuse und den üblichen Durchschnittswerten reden wir - für die Zeit von 01.01.2011 bis 30.06.2014 - über 14.400 Euro vorenthaltenem Lohn. Das wäre der Streit- bzw. Gegenstandswert, aus dem sich die Honoraransprüche eines Anwalts ableiten, die Dir in der ersten Instanz des Arbeitsgerichtsprozesses alleine zur Last fallen:
Bundesrechtsanwaltskammer ~ Gebühren und Honorare
http://www.brak.de/w/files/05_zur_re...bgbl_s_118.pdf
RVG - Einzelnorm
Eine volle Gebühr (Streitwertspanne über 13.000 bis 16.000 Euro) ist demnach nicht weniger als 650 Euro, wenn man den Stundensatz der Thüringer Friseuse vergleichend als Unterkante des Bereitschaftsentgeltes ansieht.
Fallen irgendwo bspw. 0,3 oder 1,5 Gebühren an, dann sind das in Euro und Cent 0,3 x 650 Euro = 195 Euro oder 1,5 x 650 Euro = 975 Euro. Einzelpositionen wären zu addieren und die MwSt. aufzuschlagen.

Es geht also um ein ganz schönes Stück Holz, was natürlich dann gerechtfertigt wäre, wenn Du davon ausgehst, daß Du den selbst geführten Prozeß vergeigen würdest. Zudem ist man flexibler, wenn man die Zeit hat, sich um die Sachen selbst zu kümmern. In der Zeit, bis der Anwalt, der (hoffentlich) noch andere Mandanten hat, sich der Sache erbarmt, hat man die Anträge auf der Rechtsantragstelle schon dreimal selbst gestellt.

Nochmal: Jahresarbeitstage sowie Stundensatz sind nur Annahmen zu einer Illustration des möglichen Umfanges der Forderung. Soweit der Stundensatz höher ist, erhöhen sich Deine Forderung und ggf. das Anwaltshonorar entsprechend. Dazu kommen noch die Differenz zwischen Bereitschafts- und Arbeitslohn bei geleisteter Arbeit in der Bereitschaftszeit sowie darauf entfallende Nachtzuschläge. Die müßte m. E. sachgerecht geschätzt werden. Und Verzugszinsen in Höhe von 5% über dem Zinssatz der EZB.
Schließt Du einen Vergleich, dann hast Du auf alles rechtswirksam und endgültig verzichtet, was da nicht drinsteht!


Die Termine beim Arbeitsgericht sind öffentlich, nutze bitte die Zeit, um Dir vorweg einen Eindruck zu verschaffen, wie es da zugeht und was auf Dich zukommt, damit Du dann im eigenen nicht gar zu sehr überrumpelt wirst.

Die Illustration erklärt zumindest ein Stück weit die kriminelle Energie, die die Arbeitgeber hier an den Tag legen. Wieviele Leute betrifft das in dieser einen Einrichtung?
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Alt 21.07.2014, 11:45   #21
Fritz Fleißig
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Fritz Fleißig Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Sittenwidriger Vertrag

Sehe ich so ähnlich auch. Weiter oben habe ich ja mal eine Verknüpfung zu den Internetseiten eines RA eingestellt, wo man das im Detail nachlesen kann.

Reine Bereitschaftszeit (ohne tatsächliche Arbeitsleistung) muß nicht oder nur eingeschränkt bezahlt werden, Zeiten mit tatsächlicher Arbeitsleistung aber voll, eventuell mit Zuschlägen für Überstunden-, Nacht-, Sonntags- oder Feiertagsarbeit. Im Endeffekt kann es darauf hinauslaufen, daß alle Bereitschaftsdienstzeiten mit dem Prozentsatz des durchschnittlichen "Heranziehungsgrades" vergütet werden.

Ganz unabhängig von der Bezahlung sind aber alle Bereitschaftszeiten Arbeitszeit im Sinne des Arbeitszeitgesetzes. Das heißt, sie zählen voll bei der Ermittlung der zulässigen Tages- und Wochenarbeitszeit sowie der notwendigen Ruhezeiten. Genau darum (angemessene Ruhepausen zwischen Diensten) ging es auch bei den entsprechenden Prozessen von Krankenhausärzten, wenn ich mich recht entsinne.
__

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Fritz Fleißig ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.07.2014, 20:45   #22
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Registriert seit: 14.07.2014
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frieda59
Standard AW: Sittenwidriger Vertrag

Hallo
Ich finde es wirklich nett,das ihr euch Gedanken macht.Abgesehen davon das ich Krankenschwester bin und keine Frisörin ,geht es vorrangig um die Zeiten,ich habe einen Vertrag von 160 std und muss 300std im Haus sein.Da laut Arbeitsschutz gesetzt Bereitschaftzeiten voll angerechnet werden muessen arbeite ich 140 zuviel.Die weder bezahlt noch berechnet werden.So arbeite ich wegen der nicht Berechnung ca 22 tage statt 12 im Monat.Es wuerde den Rahmen sprengen,wenn ich erklaeren wuerde wie die Naechte aussehen,das wenn ueberhaupt eine ruhezeit von ca 4 std zusammen kommt,und wie man ruht auf stand by. Und das 22 Naechte.wenn jch diese machen muss dann moechte ich sie auch bezahlt haben.und in Zukunft auch nur 160 arbeiten.
Lg
frieda59 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.07.2014, 21:16   #23
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Standard AW: Sittenwidriger Vertrag

Zitat von Caso Beitrag anzeigen
Ich lese Dienstzeit, Nachtbereitschaft.
Jetzt auch, daß die TE dann während der Nachtbereitschaftszeiten in der Klinik bleiben muß.
Ich lese, daß die reine Arbeitszeit mit X vergütet wird und die Nachtbereitschaft mit 25% von X. Aber eben 5,30 Std gar nicht.
Die TE will mM nach für die gesamte Zeit der Nachtbereitschaft auch X, und nicht nur 1/4 von X. Oder eben für die 5,30 Std auch 25%.
Fredstarterin bekommt von 14 bzw. 16 Stunden ihrer Schicht nur jeweils 8 3/4 Stunden vergütet. Der Rest taucht offenbar nur in den Dienstplänen, aber in keiner Abrechnung auf. So zumindest liest sich das im Eingangsbeitrag. Denn abseits des Lohnbetruges haben wir hier auch eine pplanmäßige, eklantante Überschreitung der täglichen Höchstarbeitszeiten.

Zitat von Caso Beitrag anzeigen
Zu Recht wird ja unterschieden in Arbeitszeit/Schicht und Bereitschaftszeit.
Ja. Aber nur in der Höhe der Vergütung. Bereitschaftszeit gar nicht zu vergüten, gibt die Rechtslage nicht her.

Zitat von Caso Beitrag anzeigen
Daß sie während der Nachtbereitschaft niemals schläft, sondern arbeitet, glaube ich nicht. Sie schreibt ja, daß sie bei Notfällen in der Nacht eben nicht schläft. Das ist das Üble an Bereitschaft.
Das ist der Sinn der Bereitschaft. Das und die Tatsache, daß sie ihren Aufenthalt, ihre Beschäftigung und ihren Umgang nicht frei bestimmen kann, unterscheidet sie von Freizeit, als die der Arbeitgeber sie behandelt. Wäre sie daheim, könnte sie abends mit den Nachbarn bei einer Rostbratwurst im Garten sitzen. So hockt sie allein in dem Aufenthaltszimmer und wartet darauf, daß jemand von den Patienten klingelt. Genau diese Einschränkungen sind die Nachteile, die ihr der Arbeitgeber zu vergüten hätte. Macht er aber nicht. Er zahlt für die Bereitschaftszeit exakt Null Euro, weil eventuell nicht gearbeitet werden muß.

Zitat von Caso Beitrag anzeigen
Kann ich nicht erkennen.
Ob die Nachtbereitschaft so wie *normale* Arbeitszeit tagsüber oder in Schichten mit 25% Vergütung Lohnbetrug ist, weiß ich nicht.
Was ist Lohnbetrug dann, wenn zustehendes Gehalt nicht abgerechnet und ausbezahlt wird?

Zitat von Caso Beitrag anzeigen
Wenn die TE jetzt erklärt, sie habe täglich 5,30 Std, die ihr nicht vergütet werden---ist das zwar schon ein Beweis. Das dürfte aber auch nicht streitig sein. Die 5,30 Std. wären dann *Freizeit/Schlafzeit*, allerdings im Hause (wegen Bereitschaft eben).

Von 24 Std. bleiben dann 18,7 Std. täglich, die vom AG vergütet werden.
Du solltest dringend ins Bett gehen. Die Fredstarterin ist nicht inhaftiert, sie ist keine 24 Stunden täglich auf Arbeit, sondern eben nur 14 oder 16 ...

Zitat von Caso Beitrag anzeigen
X Stunden reine Arbeitszeit mit X Lohn.
Y Std. Bereitschaft mit 1/4 X Lohn.
Was will sie erreichen? Daß die 5,30 Std. mit 25% oder gar mit 100% vergütet werden?
Ist das so schwierig zu begreifen? Von 14 oder 16 Stunden sollen nicht nur 8 3/4 vergütet werden. Die Höhe der Vergütung für die jeweiligen Zeitanteile ist eine ganz andere Baustelle. Die dürfte tarifvertraglich geregelt sein.

Zitat von Caso Beitrag anzeigen
Warum du Frisörinnen mit der TE oder Bereitschaftsärzten und der ML-Thematik vergleichst, weiß ich auch nicht.
Haben Frisörinnen etwa Nachtbereitschaft?
Und hat die TE etwa eine 24-Std. Nachtbereitschaft?
Wie gesagt, Du hast fast alles gründlich durcheinander geworfen. In Ermangelung der Kenntnis der einschlägigen tariflichen Vergütungssätze für Nachtbereitschaftszeiten habe ich eben irgendeine, möglichst niedrige Zahl hergenommen. Einfach nur um zu illustrieren, um welchen Betrag die Fredstarterin mindestens streitet, falls sie das macht.
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Alt 21.07.2014, 21:22   #24
P123
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Zitat von frieda59 Beitrag anzeigen
Hallo
Es wuerde den Rahmen sprengen, wenn ich erklaeren wuerde wie die Naechte aussehen, das wenn ueberhaupt eine Ruhezeit von ca 4 std zusammen kommt und wie man ruht auf stand by.
Das wäre aber, um der Vorstellungskraft der Mitdiskutanten soweit auf die Sprünge zu helfen, daß sie Dein Anliegen nachvollziehen können, gar keine schlechte Idee.
Schließlich kann jeder unverhofft in die Gelegenheit kommen, auf die Fürsorge Deiner Kolleginnen längere Zeit angewiesen zu sein.
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Alt 21.07.2014, 21:50   #25
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Standard AW: Sittenwidriger Vertrag

Zitat von Fritz Fleißig Beitrag anzeigen
Reine Bereitschaftszeit (ohne tatsächliche Arbeitsleistung) muß nicht oder nur eingeschränkt bezahlt werden, ...
Hattest Du aber oben anders beschrieben. Soll der Arbeitnehmerin kein Lohn zustehen, kann man von ihr nicht verlangen, sich direkt am Arbeitsplatz für eine sofortige Arbeitsaufnahme bereitzuhalten, sondern muß ihr gestatten, daß sie an einem Ort ihrer Wahl (von dem sie die Arbeitsstelle innerhalb angemessener Frist erreichen kann) ihren eigenen Beschäftigungen nachgeht.

Zitat von Fritz Fleißig Beitrag anzeigen
Zeiten mit tatsächlicher Arbeitsleistung aber voll, eventuell mit Zuschlägen für Überstunden-, Nacht-, Sonntags- oder Feiertagsarbeit.
Im Grunde korrekt, aber praktisch undurchführbar. Keine Schwester schreibt nachts die minutengenau auf, von wann bis wann sie einen Patienten getröstet, Medikamente gegeben, den Arzt gerufen oder Bettwäsche gewechselt und das Zimmer gereinigt hat. Und wenn, dann wäre das Bestandteil der Krankenakten und nicht ihrer Lohnunterlagen. Klar, in einer Reha-Klinik kommt das alles nicht so häufig vor wie in einem Akutkrankenhaus, aber die Schwestern sitzen nicht da, um daheim kein Licht brennen zu müssen.

Außerdem würde die Arbeit, so etwas am Monatsende von Handaufzeichnungen ins Lohnprogramm zu übertragen, den Aufwand für die Lohnabrechnung explodieren lassen. Also läuft das auf eine mehr oder weniger sachgerechte Schätzung hinaus, die mithin nicht eine glatte Null zum Ergebnis haben kann.

Zitat von Fritz Fleißig Beitrag anzeigen
Ganz unabhängig von der Bezahlung sind aber alle Bereitschaftszeiten Arbeitszeit im Sinne des Arbeitszeitgesetzes. Das heißt, sie zählen voll bei der Ermittlung der zulässigen Tages- und Wochenarbeitszeit sowie der notwendigen Ruhezeiten. Genau darum (angemessene Ruhepausen zwischen Diensten) ging es auch bei den entsprechenden Prozessen von Krankenhausärzten, wenn ich mich recht entsinne.
Ja. Aber das ist noch einmal eine ganz andere Nummer. Es gibt Untersuchungen, wonach bspw. das Überschreiten bestimmter Arbeitszeitgrenzen im OP mit der Arbeit unter einem Blutalkoholgehalt von etwa einem Promille vergleichbar ist. Und in der Vergangenheit gab es durchaus Schichtpläne, wonach zwischen zwei Normalschichten nur acht Stunden Bereitschaft lagen, der Arzt also eine reelle Chance hatte, 24 Stunden und mehr am Stück durchzuarbeiten.

Was das für die Sicherheit der Patienten bedeutet, darüber weigerten sich alle Verantwortlichen bis hin zum jeweiligen Bundesgesundheitsminister auch nur eine Sekunde lang nachzudenken. Und da nützt einem auch eine Privatversicherung nichts. Ein eingeliefertes Unfallopfer wird unabhängig davon, wo es versichert ist, von dem übernächtigten Chirurgen operiert, der eben grade im Haus ist.

Interessierten empfiehlt sich die Lektüre von Peter Bamms alias Curt Emmrichs "Unsichtbarer Flagge" Wir wußten das | ZEIT ONLINE
Es drängt sich massiv der Eindruck auf, daß im Arbeitszeitregime vieler Krankenhausärzte das Kriegsende noch aussteht.

Daß das aber mit der Situation der Fredstarterin nur ansatzweise etwas gemein hat, ist keinerlei Rechtfertigung, von ihr unbezahlte Arbeit zu verlangen.
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