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Alt 29.08.2013, 15:06   #1
Toschi->Emailproblem
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Registriert seit: 29.08.2013
Beiträge: 2
Toschi
Standard Zweiter Rentenantrag

Hallo -
und schon mal danke an alle, die sich mit meinem Problem befassen und helfen wollen.

Habe schon diverse Beiträge hier gelesen und auch Tipps aufgeschnappt, aber meine Problemstellung nicht finden können; daher ein eigener Thread.

Ich habe seit ca. 12 Jahren starke gesundheitliche Probleme, u.a. kann ich nur sehr eingeschränkt laufen, habe eine absolute (Herz-) Arrythmie, leide unter dem erblich bedingten LDL-Cholesterin und Lipoprotein (a) und müsste deshalb 1 x wöchentlich zur Lipid-Apherese. Das habe ich einige Monate durchgehalten, war aber eine einzige Quälerei und dann (bis jetzt) aufgegeben.

Was mich aber real im Alltag am meisten beeinträchtigt sind mittlere bis schwere Depressionen (so auch attestiert), aufgrund derer ich innerhalb der letzten 10 Jahre mit gelegentlichen Unterbrechungen arbeitsunfähig geschrieben war und bin. Trotz regelmäßiger Einnahme von Antidepressiva lassen sich die 'schwarzen, schweren Zustände von Angst und Hoffnungslosigkeit bis hin zur Hilflosigkeit' nicht gänzlich vermeiden und es kommen immer wieder solche Phasen.

Da ich mich außerstande sah, meinen Lebensunterhalt weiter selbst zu erwirtschaften, war der Gang zur ARGE/Jobcenter 'alternativlos' und ich bin dort seit etwa 10 Jahren 'Kunde'.

Das ist nun mein Ping-Pong-Spiel: Zum Arzt (Psychiater), arbeitsunfähig schreiben lassen, AU beim Jobcenter abgeben. Jahr für Jahr. Immer die Sorge: was ist, wenn mein Arzt mich nicht mehr krank schreibt? Was ist, wenn das Jobcenter über den Medizinischen Dienst ein zweites Gutachten anfordert? (Was vor Kurzem von meinem Fallmanager angeregt wurde, ich ihm aber ausreden konnte - habe Glück, das ist ein wirklich netter Jobcenter-Mitarbeiter).

Um diese völlig unbefriedigende und mich eben stark ängstigende Situation endlich aufzulösen, habe ich Anfang 2012 einen 'Antrag auf Rente wegen verminderter Erwerbstätigkeit' gestellt. Zuvor hatte ich mich telefonisch bei der Deutschen Rentenversicherung informiert und erkundigt. Nach Schilderung meiner Situation machte mir die sehr freundliche und hilfsbereite Mitarbeiterin viel Mut und ich ging mehr oder weniger davon aus, dass Antrag und Gewährung aufgrund meiner Krankheiten mehr oder weniger ein Selbstläufer sein würden.

Nach dem üblichen Procedere (Papierkram) bekam ich dann Bescheid, es sei noch eine 'ambulante sozialmedizinische Begutachtung' notwendig. Dazu habe ich mich mit meinen sämtlichen ärztlichen Unterlagen (inzwischen ein voller Leitz-Ordner) zu dem betreffenden Arzt für Neurologie und Psychiatrie begeben.

Im Nachhinein muss ich sagen, dass diese Begutachtung nur ein schlechter Witz war! Mir wurde Blut abgenommen, meine Hirnaktivitäten wurden elektronisch gemessen und es gab einige Tests (Karten sortieren, sich Bilder einprägen und derlei mehr). Irgendwelche Fragen zu meinen Depressionen waren Fehlanzeige. Einen Blick in meine Unterlagen wollte der untersuchende Arzt auch nicht werfen. Zum Abschluss fragte ich dann natürlich nach dem Ergebnis seiner Untersuchung und bekam nur eine dahingehende Antwort, er könne dazu noch nichts sagen, wolle erst noch die Akten (nicht meine, keine Ahnung, welche ihm von wem zur Verfügung standen) ansehen.

Naja - man ahnt es schon: eines Tages kam dann Post vom Rentenversicherer. Ich sei noch bedingt und leicht eingeschränkt arbeitsfähig (die genaue Stundenzahl weiß ich jetzt aus dem Kopf nicht).

Das hat mich stark frustriert und eine depressive Phase setzte unmittelbar darauf hin ein. Ergebnis: die vierwöchige Widerspruchsphase war vergangen und ich stand und stehe wieder am Anfang.

Jetzt will ich einen zweiten Versuch starten, mich aber nicht mehr so naiv verhalten und unbedingt Fehler vermeiden. Dazu habe ich einige Fragen und hoffe, hier Antworten und Rat zu finden (danke schon mal für das lange Lesen bis hier hin!).

1. Kann ich jetzt (schon) wieder einen Antrag stellen? Oder gibt es einzuhaltende Fristen zwischen zwei Rentenanträgen?

2. Gibt es die Möglichkeit, den vom Versicherer avisierten Arzt des med. Dienstes abzulehnen? Mein Vertrauen in den letzten ist nicht mehr da.

3. Muss ich davon ausgehen, dass die Deutsche Rentenversicherung möglichst alles unternimmt, um Anträge abzulehnen (je mehr Rentner, desto schneller ist die Kasse leer) oder ist das zu paranoid gedacht?

4. Welches Vorgehen ist zu empfehlen, um einen positiven Bescheid zu erreichen? Ich bin wirklich für jeden Tipp dankbar!

Grüße an alle, die sich hier für andere verwenden!
Toschi
Toschi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.08.2013, 15:17   #2
EMRK
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Standard AW: Zweiter Rentenantrag

Ich empfehle dir eine Mitgliedschaft beim VDK oder SoVD. Die helfen dir beim Rentenantrag und vertreten dich auch vor Gericht.

Landesverbände | Sozialverband VdK Deutschland e.V.

SoVD -Landesverbände
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Alt 29.08.2013, 16:06   #3
Seepferdchen
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Standard AW: Zweiter Rentenantrag

Willkommen Toschi,

es kommen ganz bestimmt noch einige Hinweise, also habe noch etwas Geduld.

Zitat:
3. Muss ich davon ausgehen, dass die Deutsche Rentenversicherung möglichst alles unternimmt, um Anträge abzulehnen (je mehr Rentner, desto schneller ist die Kasse leer) oder ist das zu paranoid gedacht?
Diese Frage ist völlig berechtigt, du mußt damit rechnen in den Widerspruch zu gehen,
da bist du kein Einzelfall.
__

  1. mein Beitrag ist keine Rechtsberatung
Seepferdchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.08.2013, 07:22   #4
Toschi->Emailproblem
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Beiträge: 2
Toschi
Standard AW: Zweiter Rentenantrag

Hallo nochmal,

ich hatte mir etwas mehr Hilfe erhofft. Bin ich mit meinen Fragen hier bei Ü 50 vielleicht im falschen Bereich?

Sonst irgendetwas falsch gemacht?

Schönes WE Euch allen,
Toschi
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Alt 31.08.2013, 07:29   #5
EMRK
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Standard AW: Zweiter Rentenantrag

Zitat von Toschi Beitrag anzeigen
Hallo nochmal,

ich hatte mir etwas mehr Hilfe erhofft. Bin ich mit meinen Fragen hier bei Ü 50 vielleicht im falschen Bereich?

Sonst irgendetwas falsch gemacht?

Schönes WE Euch allen,
Toschi
Du hast nichts falsch gemacht und bist auch nicht im falschen "Bereich". Manchmal dauert es eben, bis Ratschläge eintreffen. Das hängt in den meisten Fällen auch davon ab, wie interessant und komplex ein Thema ist. Habe noch ein wenig Geduld und bis dahin kannst du ja schon einmal über die bisherigen Antworten/Tipps nachdenken.
EMRK ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.08.2013, 10:53   #6
gelibeh
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Standard AW: Zweiter Rentenantrag

Zitat:
1. Kann ich jetzt (schon) wieder einen Antrag stellen? Oder gibt es einzuhaltende Fristen zwischen zwei Rentenanträgen?

2. Gibt es die Möglichkeit, den vom Versicherer avisierten Arzt des med. Dienstes abzulehnen? Mein Vertrauen in den letzten ist nicht mehr da.

3. Muss ich davon ausgehen, dass die Deutsche Rentenversicherung möglichst alles unternimmt, um Anträge abzulehnen (je mehr Rentner, desto schneller ist die Kasse leer) oder ist das zu paranoid gedacht?

4. Welches Vorgehen ist zu empfehlen, um einen positiven Bescheid zu erreichen? Ich bin wirklich für jeden Tipp dankbar!
Zu 1. Ist ja schon etwas her. Da würde ich einen neuen Antrag stellen. Eventuell machst Du das zusammen mit dem VDK oder SoVD. Die helfen auch bei eventuellen Widersprüchen/Klagen. Qualität der Einrichtungen aber von Kommune zu Kommune unterschiedlich.

Zu 2. Ich glaube, das geht. Dazu müsste jemand Anderes noch was sagen.

Zu. 3. Natürlich sträubt sich die DRV mit Händen und Füßen. Ich habe erst nach Widerspruch und Klage meine Rente bekommen. Dabei hat mir der VDK geholfen.

Zu. 4. Möglichst nicht alleine durchziehen und der Arzt muss hinter Dir stehen.
__

§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
gelibeh ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.08.2013, 13:36   #7
roland55
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Registriert seit: 18.01.2008
Beiträge: 82
roland55
Standard AW: Zweiter Rentenantrag

Hallo Toschi,

warum hast du gegen den Ablehnungsbescheid keinen Widerspruch eingelegt ?,- ist dies noch möglich oder ist die Widerspruchsfrist abgelaufen ?

Einen neuen Antrag kannst du stellen aber dieser muss gut vorbereitet sein dazu benötigst du die Unterstützung deines Hausarztes und deiner Fachärzte diese müssen ja eine Verschlimmerung bescheinigen da dein erster Antrag ja abgelehnt wurde.

natürlich kannst du den Antrag über den SOVD usw. stellen die vertreten dich dann evtl. vor Gericht aber ohne Punkt 1 oben nützt dir das auch nichts.

Einen Gutachter kannst du ablehnen ebenso kannst du Einspruch gegen die Begutachtung schriftlich stellen

Ob die DRV Gutachter angehalten sind Begutachtungen negativ zu Bescheinigen wird dir niemand beantworten können ,- kommt immer auf den Fall und den Gutachter an bei manchen geht die Rente beim ersten Mal durch andere müssen Klagen usw.

Gruss

Roland55



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roland55 ist offline   Mit Zitat antworten
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