Thema: Darlehen
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Alt 29.10.2009, 09:33  
Schmunzelmonster->Emailproblem
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Registriert seit: 29.10.2009
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Schmunzelmonster
Standard Darlehen

Hallo zusammen,

ich bin gerade am verzweifeln... habe eine elendige Wut in mir und begreife die Welt nicht mehr....

Folgendes:

Ich hatte von Anfang 2006 - Mitte 2008 einen Burnout im Endstadium - mit tiefsten Depressionen, Angst- Panikattacken, Suizidgedanken..... durch Psychopharmaka war ich in einer eigenen Welt und bekam so gut wie gar nichts mehr mit.
Erst nach dem Absetzen der Medikamente - das der Arzt nicht empfohlen hatte - konnte ich wieder klar denken und sah mein Leben als ein Trümmerfeld vor mir liegen. Wegen Mietschulden bekam ich die fristlose Kündigung und mußte innerhalb 10 Tagen meine Wohnung räumen. Mangels finanzieller Mittel konnte ich nichts mitnehmen außer 2 Koffer, 1 Tisch und 1 Bettgestell.
Ich zog erstmal zu einer Freundin und hatte aber innerhalb 1 Woche auch einen eigenen Mietvertrag. Seitdem bin ich am kämpfen und ordne mein Leben neu. Meine Verbraucherinsolvenz wurde im August eröffnet. Ich habe mir trotz Hartz IV Bezug ein kleines Reich aufbauen können - OHNE Extrahilfen.
Ich habe zwei Kinder - 18 und 12. Mein großer hat ADH-S und lebt seit er 12 ist in einem Heim - ich will hier nicht über Sinn-Unsinn diskutieren, es war die einzige Möglichkeit, außerdem ist mein Sohn heute selbst der Überzeugung, dass es richtig war. Nun ist er jedoch 18. Er hält es im Heim nicht mehr aus.
Er befindet sich mittlerweile in einem BBW und macht dort seine Traumausbildung zum Koch. Er hat vorher die Hauptschule abgebrochen mit Rückendeckung vom Jugendamt. Jetzt ist er in der Schule, da sie ja speziell für behinderte Menschen ist - gut, er steht auf einer 3. In der Hauptschule hatte er nur 5 und 6. Aber er schafft es psychisch nicht mehr. Es gab einen Zusammenbruch von ihm - nicht wegen der Arbeit, die macht ihm Spaß, sondern wegen dem Heim. Er kam damit an, zu kündigen. In Krisensitzungen mit dem Heim und dem Jugendamt zusammen, kamen wir auf den Nenner, dass ich zurück ziehe - bin jetzt 600km entfernt - und es eine Rückführung in die Familie gibt. D.h. ganz langsam wird mein Sohn aus dem Heim ausgegliedert und bei mir neu eingegliedert. Damit kommt mein Sohn sehr gut zurecht und seine ganze psychische Situation hat sich gebessert.
Ich bin hier noch nicht im Arbeitsmarkt integriert, da ich ja bislang auf einen Entscheid der Rentenkasse warten mußte.

Und nun geht es ans Eingemachte:


Durch den Burnout landete ich von Krankengeld in ALG I und bin nun seit Oktober 2008 in ALG II.

Ein Antrag bei der Rentenkasse zur Teilhabe am Arbeitsleben wurde abgelehnt - ist jetzt hier aber erstmal nicht von Bedeutung.

Meine Insolvenz ist seit August 2009 eröffnet.

Ich habe jetzt eine Arbeitsstelle in der Nähe meines Sohnes gefunden. Mit der Aufnahme dieser Arbeitsstelle würde ich komplett aus dem Leistungsbezug fallen.
Von der Arbeitsvermittlung habe ich bereits die Bewerbungskosten erstattet bekommen und Antrag auf Umzugskosten ect. läuft.
Die Arbeitsvermittlung unterstützt mich wo sie kann - vielleicht liegt es auch an der Beraterin. Ich habe hier zumindest Glück und keinerlei Probleme.

Meine Probleme sind in der Leistungsabteilung.
Ich kann die Stelle zum 1.12.2009 antreten. Jedoch
habe ich bisher noch keine Wohnung, da ich ja 600km entfernt in der Pampa wohne. Ich bin momentan auf das Internet beschränkt. Eine Fahrt dorthin mit Unterkunft für eine Wohnungssuche wird mir nicht bezahlt außerdem ist ja noch meine Tochter da, die ich während der Schulzeit nicht einfach tagelang alleine lassen kann.
Eine Wohnung aus dem Internet kostet höchstwahrscheinlich auch noch Provisionskosten.
Durch meine Insolvenz wird es sehr, sehr schwierig sein überhaupt eine Wohnung zu finden.
Ich habe keinerlei finanzielle Ersparnisse um Provision und Kaution zu bezahlen. Wenn mir jemand eine Wohnung vermietet, ist es zwar nicht erlaubt sofort die 3 Nettomieten als Kaution zu fordern - mir bleibt aber schlichtweg nichts anderes übrig wenn ich schnell eine Wohnung will - Insolvenz!
In meiner jetzigen Wohnung habe ich 3 Monate Kündigungsfrist. D.h. wenn ich es bis Samstag schaffen sollte, muß ich hier noch einschließlich Januar bezahlen.
Da ich mir direkt vor Ort keine Wohnung leisten kann - soviel verdiene ich dann auch wieder nicht - muß ich außerhalb des Ortes wohnen was wiederrum bedeutet, ich brauche ein Auto um zur Arbeit zu kommen - ich werde im 3-Schicht-System arbeiten und meine Tochter wird nicht vor Ort zur Schule gehen können. D.h. wenn mit ihr etwas ist muß es mir möglich sein innerhalb kürzester Zeit zu ihr zu gelangen. Ich habe mir deswegen schon Gedanken gemacht und 3 Orte kommen in Betracht - jeweils mind. 30km Entfernung vom Arbeitsort.
Man darf ja auch nicht vergessen, dass von meinem Gehalt ein bestimmter Betrag auch noch in die Insolvenz fliesen wird.

Mein Arbeitsverhältnis wäre: 78% im Gesundheitswesen mit einem brutto Verdienst von ca. 1800 € + Zulagen. Es wäre ein unbefristeter Vertrag mit den tariflichen Rahmenbedingungen des BAT (ich weiß es gibt ihn nicht mehr!).

Nun war ich in der Leistungsabteilung und wollte - nein habe - einen Antrag auf ein Darlehen in Notsituationen gestellt. Die mündliche Absage bekam ich noch bevor ich richtig fertig war die Situation zu erklären. Ich wollte mit der Vorgesetzten sprechen - ebenfals ohne genauere Fragen und Anhörung: NEIN

Jetzt warte ich auf die schriftliche Ablehnung.

WAS SOLL ICH MACHEN????

Es scheitert nun nur daran, dass ich kein Darlehen bekomme um allles umzusetzten. Die schenken mir das Geld doch nicht - ich muß es ja zurück zahlen...

Kann mir jemand Tipps geben - es eilt.... es eilt verdammt....

GlG
Schmunzelmonster
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