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Alt 18.10.2009, 13:45  
desmona
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Standard AW: Erst WaMa kaputt,gestern Herd um die Ohren geflogen.BITTE um Hilfe

Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, solche Bemerkungen von dir zu ignorieren (es ist mir bis jetzt auch gelungen)...aber das ist hier ein nahezu exemplarisches Beispiel für die flächendeckenden Denk- und Handlungsweisen von SB/ JC/ ARGEN

1. prinzipiell auf Kann-Leistung verwiesen wird
* obwohl immer hier wieder "vergessen" wird, das KANN= ERMESSEN= pflichtgemäßes Ermessen heißt und nicht von der subjektiven Meinung eines SB's abhängig ist

*in massenhaften Urteilen der § 23, Abs. 1 SGB II angewiesen wurde - sprich unabweisbarer Bedarf (ich verzichte hier auf entsprechende links)

*dieses Theater wird auch bei allen Darlehen veranstaltet (siehe Urteile Strom-Darlehen) wird

2. dem HE erstmal per se Eigenverschulden, unwirtschaftliches Verhalten, Vorsätzlichkeit (mit Absicht den Herd zerlegt) bzw. Betrug oder sonstwas vorgeworfen wird...und sich eine lange Zeit der "Ermittlungsarbeit" anschließt
*eine sofortige Hilfe ist aber möglich, angebracht und gesetzlich vorgesehen/ vorgeschrieben

3. nach einem möglichen Drittzahler gesucht wird (im vorliegenden Fall wäre zu "beweisen", das Herd nicht mitvermietet war)

...das gedankliche Heranziehen des Mietvertrages ist m.M. nach hier das Einzige
...oder ob die EX (sind ja schließlich seine Kinder) oder die Oma (die hat ja viel Geld) nicht zahlen kann.

4. Alles von Seiten des SB/JC/ARGE getan wird um einen unabweisbaren Bedarf abzulehnen/ zu dementieren/ dem HE selbst anzulasten

Zitat von VerBisUser Beitrag anzeigen
Hallo Jenny,
also: Die ARGE kann Dir ein Darlehn gewähren.
Allerdings wird sie prüfen, wie lange Du bereits ALG2 beziehst und

...absoluter Unsinn (wird aber stetig praktiziert)...der unabwendbare Bedarf ist nicht abhängig von der Länge des Bezuges

ob es Dir generell möglich gewesen wäre (ich benutze absichtlich den Konjunktiv, weil Ansparen vom ALG2-Satz kaum realistisch ist), neben der kaputten Waschmaschine auch für den Fall eines kaputten Herdes anzusparen.

...wie sollte SB das prüfen...und solch eine Rechnung ist nicht haltbar
Die ARGE wird Dir dann in den nächsten Monaten den Ansparbetrag vom Regelsatz abziehen (ca. 10%).
Gibt es in Solingen ein Gebrauchtwarenhaus? Dann kann Dir die ARGE einen Kostenübernahmeschein für dieses "Kaufhaus" ausstellen, allerdings wird Dir dieser Betrag dann auch wieder vom Regelsatz abgezogen.

Ist die Küche Bestandteil Deines Mietvertrages? Dann ist ggf. der Vermieter für Ersatz zuständig.

Hat die ARGE bereits einmal einen Herd bezahlt?

...ja und wenn (nach Deiner Strategie hätte ARGE nicht "bezahlt", sondern per Darlehen der HE...ist also Eigentum des HE)

...welche Schlußfolgerung sollte aber daraus gezogen werden?
...der Herd ist defekt!!...von wem auch immer vorher erworben

...ich sehe noch die Möglichkeit zu prüfen, ob eine Reparatur in Frage kommt...auch die müßte dann als unabweisbarer Bedarf ünernommen werden

Und, wenn die ARGE Solingen den Hammer rausholt, wirft sie Dir unwirtschaftliches Verhalten vor und wird selbst das Darlehen ablehnen.

...das ist der größte Blödsinn...bei einem defektem Herd!!!...an welcher Stelle bitte sollte da Unwirtschaflichkeit zum Tragen kommen
@ Jenny

Richte dich auf einen kleinen "Kampf" ein.

Stell einen Antrag (wie schon mehrfach geraten) auf Kostenübernahme für Herd (ca. Summe angeben)

hier der zuständige §
http://bundesrecht.juris.de/sgb_2/BJ...3BJNG001100000
Zitat:
SGB II § 23 Abweichende Erbringung von Leistungen

(1) Kann im Einzelfall ein von den Regelleistungen umfasster und nach den Umständen unabweisbarer Bedarf zur Sicherung des Lebensunterhalts weder durch das Vermögen nach § 12 Abs. 2 Nr. 4 noch auf andere Weise gedeckt werden, erbringt die Agentur für Arbeit bei entsprechendem Nachweis den Bedarf als Sachleistung oder als Geldleistung und gewährt dem Hilfebedürftigen ein entsprechendes Darlehen. Bei Sachleistungen wird das Darlehen in Höhe des für die Agentur für Arbeit entstandenen Anschaffungswertes gewährt. Das Darlehen wird durch monatliche Aufrechnung in Höhe von bis zu 10 vom Hundert der an den erwerbsfähigen Hilfebedürftigen und die mit ihm in Bedarfsgemeinschaft lebenden Angehörigen jeweils zu zahlenden Regelleistung getilgt. Weitergehende Leistungen sind ausgeschlossen.
__

*Wenn der Deutsche hinfällt, dann steht er nicht auf, sondern schaut, wer schadensersatzpflichtig ist. Kurt Tucholsky

*
rechtmäßig: mit dem Willen des zuständigen Richters vereinbar Ambrose Bierce (Des Teufels Wörterbuch)

*Ich bin heut Morgen aufgewacht.
Ich hab die Arme hochgestreckt, die Knie bewegt, den Hals gedreht...Es hat bei Allem "Knack" gemacht...
Ich bin zu dem Schluß gekommen:
Ich bin nicht alt ich bin knackig...

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