Einzelnen Beitrag anzeigen

Alt 17.10.2009, 19:39  
wachsam->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 17.10.2009
Beiträge: 2
wachsam
Böse wg. Arbeitssuchend-Meldung vom Arbeitsamt Begutachtung angefordert

Hallo,

ich bin noch neu hier und schreibe, weil ich bezüglich des Arbeitsamtes sehr verwundert und auch verärgert bin.

Folgender Sachverhalt:

Ich bin letzte Woche beim Arbeitsamt erschienen um mich nach 6jähriger Pause aufgrund von Krankheit arbeitssuchend zu melden. (dem Arbeitsamt ist meine Krankheit nicht bekannt, da ich selbst den letzten Job deswegen gekündigt hatte und freiwillig auf Leistungen des Arbeitsamtes damit verzichtet hatte. Ich hoffte schnell wieder auf die Beine zu kommen. Das erwies sich als schwieriger als gedacht und dauerte 6 Jahre bis ich mit meiner Erkrankung, die nicht heilbar ist, leben konnte und wieder fit wurde. Anstrengungen dazu wurden ausschliesslich von mir selbst unternommen. - Mit Erfolg.).

Auf dem Arbeitsamt wurde ich, kaum dass die Sachbearbeiterin in den Computer gesehen hatte, mit immer wieder den gleichen Fragen konfrontiert: Wann haben Sie aufgehört zu arbeiten? Was war ihr letzter Arbeitsplatz? Warum haben Sie aufgehört? -- Die Fragen wurden mir mehrmals im Gespräch gestellt, so als sei ich bescheuert.

Ich erzählte, dass ich aufgrund von Kranheit den letzten Arbeitsplatz selbst gekündigt hatte. Dann die Frage der Sachbearbeiterin: Sind Sie jetzt wieder ganz gesund? Ich: Ich bin arbeitsfähig. Sie: Sind Sie jetzt wieder ganz gesund? Ich: Ich bin arbeitsfähig. ... Es half nichts, ich nannte ihr die Krankheit aufgrund dessen ich aufgehört hatte zu arbeiten und schilderte, dass ich mich in den 6 Jahren wieder selbst fit gemacht hätte.

Sie drehte meine Bewerbung in den Händen und fragte auch da Sachen ab, die dort schon drin standen. ... Ich hatte ein komisches Gefühl.

Sie gab mir einen Termin für Mitte November und einen Qualifikationsbogen zum Ausfüllen... der auch wieder das beinhaltete, was sie gerade in ihrem Computer von mir abgefragt und von der Bewerbung abgelesen eintrug.

Zu Hause angekommen füllte ich den Bogen sofort aus und brachte ihn wieder zum Arbeitsamt zurück (eigentlich hätte ich bis Anfang November dazu Zeit gehabt).

Ich gab diesen Bogen und meine Bewerbung am Empfang des Arbeitsamtes ab. Die Dame guckte in den Computer und meinte dass ich ja in einer Woche einen Termin hätte. Erstaunt gab ich ihr die Einladung für Mitte November. Sie ging damit zur Sachbearbeiterin und kam nach 20 min. zurück. Die Einladung hatte die Sachbearbeiterin einbehalten und ich bekam diesen neuen Termin auf einem Notizzettel bestätigt. Es stand komischerweise eine andere Zimmernummer, wo ich mich zu melden hatte, drauf.

Heute finde ich Post vom Arbeitsamt in meinem Briefkasten.

Eine Bestätigung der neuen Einladung und ein umfangreicher Gesundheitsfragebogen zur Vorbereitung einer Begutachtung durch den Ärztlichen Dienst der Agentur für Arbeit, in dem es heisst, dass die Angaben freiwillig sind, wurden mir zugesandt.

Anbei auch Entbindungen der Schweigepflicht für behandelnde Ärzte, des Rentenversicherungsträgers, Entlassungsberichte der Kliniken, des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen, der Berufsgenossenschaft, des Arztes des Gesundheitsamtes, des Sozialgerichtes.

Ich war erstaunt und sauer. Ich denke gar nicht daran so etwas auszufüllen, geschweige denn zu unterschreiben.

Ist das nicht rechtswidrig?

Was kann passieren, wenn ich mich weigere dieses Machwerk auszufüllen und zu unterschreiben?

Ausserdem möchte ich jetzt auch mal meine Akte beim Arbeitsamt sehen. Habe ich ein Recht darauf?

Das Verhalten der Sachbearbeiterin war doch mehr als merkwürdig.

Zusätzliche Info:
Ich bin seit meiner Kindheit schwerbehindert (Ausweis).
Ich habe eine Ausbildung für Führungspositionen und auch in solchen gearbeitet.
wachsam ist offline