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Alt 22.07.2009, 21:35  
morolog
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morolog
Standard AW: EGV - Verwaltungsakt - Widerspruch - Gewonnen- Neue EGV...

Danke euch allen für die zahlreichen Infos und Ratschläge!

Ich hab mir jetzt alles noch mal durchgelesen, und komme zu folgendem Entschluss:

Ich werde es so machen wie Hamburgeryn es aufgezeigt hat. Ich schicke der ARGE ihre einseitig verfasste EGV ununterschrieben zurück, zusammen mit dem Begleitschreiben von Hamburgeryn (mit meinen geänderten Daten).

In diesem Falle brauche ich ja keine selbst erstellte bzw. von mir geänderte EGV beifügen, da dieses Begleitschreiben von Hamburgeryn ja davon handelt, warum ich generell die EGV nicht mehr unterschreiben werde.
Danach warte ich dann auf den VA, falls einer kommen sollte. Ist das so richtig? Und wenn doch ein VA kommen sollte, dann gehts vor Gericht, hab ich das so richtig verstanden?

Denn ich habe den Sinn dieser EGV noch nie verstanden.
Da wird so verlogen getan und herum geschleimt von wegen Vertrag etc..., aber letztendlich hat die EGV für mich, als Mensch und Individuum, keinerlei Bedeutung, da die ARGE eh nicht auf meine "Wünsche", Interessen und Belange usw. eingeht. Hat sie noch nie gemacht... Wenn ich bocke, dann kommt dieser Wisch (EGV) eben als VA, und den Rest interessiert die ARGE einen Dreck (außer die Sanktionen, die sie hinterher dann noch befriedigend aussprechen dürfen).
Was also soll dieser miese Vertrag? Dieser dient doch nur dazu, den Arbeitslosen zu schikanieren, einzuschüchtern, um ihn noch schneller seiner Bestimmtheit zuzuführen: Dem entrechteten Sklaven ohne Wille (Stichwort "Die Armutsindustrie")

Siehe FOCUS, 16.07.09:
„Die Armutsindustrie“: Arbeitslos? Und hopsasa! - FOCUS-Fernsehclub - FOCUS Online

Ich bin schlicht gesagt nicht mehr vermittelbar, ob mit oder ohne EGV. 40 Lenze, Langzeitarbeitsloser, Hauptschulabschluss, keine Lehre, Knast, Alkoholtherapie, kein Führerschein, ein paar gesundheitliche Einschränkungen, Schufa, etc... Selbst die modernen Sklavenhändler (wie die Zeitarbeitsfirmen) stellen mich nicht mehr ein.
Warum also soll ich noch Bewerbungstraining machen und Bewerbungen schreiben, wenn ich arbeitstechnisch gesehen nichts habe was mich bewerben könnte (außer riesige Lücken im Lebenslauf). Ob mein Bewerberprofil nun bei arbeitsagentur.de aufgenommen wird oder nicht, interessiert keine Sau, spielt für mich und den Firmenchefs absolut keine Rolle, da beide Seiten wissen, dass der (ich) in seinem Leben garantiert nicht mehr in den Arbeitsmarkt integriert werden kann.
Durch schriftliche Bewerbungen habe ich noch nie, und werde ich wohl auch nie, einen Arbeitsplatz bekommen. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.
Bewerbungscoaching, Infoveranstaltungen, Kurse, 3 x derselbe Metall-Grundkurs, usw..., kostet alles zusätzliches Steuerzahlergeld zum Hartz-IV Regelsatz. Und der, um das sich das alles dreht, hat nichts davon: Ich!
Im Gegenteil, durch die steten, sinnlosen Attacken der ARGE verkommt man nicht nur zum psychischen Wrack, sondern man vergiftet auch seine Umwelt damit, durch schlechte Laune, Niedergeschlagenheit, Depressionen, absolut null Erfolgserlebnisse, man wird launisch und aggressiv, etc...

Will ich aber, dass die ARGE mich bei meiner Selbständigkeit unterstützt, mir neue Wohnung (möglichst mit Garage oder größeren Keller), und den Umzug in die nächst größere Stadt finanziert, dann stellen die sich quer, das interessiert sie gar nicht. Die ARGE ist ja nicht mal dazu imstande, mich mit anderen Arbeitslosen zusammen zu bringen, die auch so wie ich, Hartz-IV sei Dank, sich selbständig machen wollen. Obwohl ich eigentlich seit 2005 ein Gewerbeschein habe (Handel), und geschäftlich bedingt, eigentlich weder Zeit, Kraft, noch Lust habe, mir zusätzliche Hindernisse ins Boot zu holen, die mir die so schon knappe Zeit rauben. Aber das interessiert die ARGE ebenso wenig.

Also ich bin jetzt etwas abgeschweift vom eigentlichen Thema, aber solche Begebenheiten wie oben beschrieben sind es, warum ich mich mit dem normalen Ablauf eines VA nicht abfinden will, sondern der ARGE den Kampf ansagen will. Oder sie sollen mich in Ruhe lassen, wäre für beide Seiten das Beste...

Man muss sich das eh mal vorstellen: Die Hartz-Gesetze basieren, bzw. sind ausgebrütet worden von einem (etwas später) rechtskräftig verurteilten Straftäter, Peter Hartz nämlich, der zu 2 Jahren auf Bewährung und 360 Tagessätzen (576.000 EUR) verurteilt worden ist! Er ist nur ganz knapp dem Gefängnis entronnen.
Einem Kapital-Verbrecher haben wir das zu verdanken, worunter die Arbeitslosen, insbesondere die ALG-II-Empfänger, seit dem zu leiden haben. Ein Hirn, welches Verbrechen planen und ausführen kann, hat auch unser SGBII ins Leben gerufen! Peter Hartz war der Chefdenker der heutigen Armutsindustrie.
Dass die Leute mittlerweile gegen Hartz-IV, bzw. der daraus entstandenen ARGEN etc.. kämpfen, ist wohl nicht verwunderlich.

Die ARGEn selbst schon sind verfassungswidrig, und werden wahrscheinlich 2010 eh abgeschafft:

Urteil vom 20. Dezember 2007 – 2 BvR 2433/04; 2 BvR 2434/04 –

Pressemitteilung Nr. 118/2007 vom 20. Dezember 2007


Die Hartz-IV-Gesetze sind nach einem rechtskräftig verurteilten Kapital-Gauner benannt.

Wenn man das alles berücksichtigt, würde es mich nicht verwundern, wenn auch die EGV verfassungswidrig wären. Schließlich tragen auch diese die Handschrift von Peter Hartz...

Von daher wäre es an der Zeit mit dem Erbe Hartz aufzuräumen.
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