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Alt 11.09.2006, 11:47  
silkem
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Mir ist noch eingefallen, dass die Abhängigmachung von Zahlungen von einer EGV auch nicht rechtens ist! (Gelder dürfen erst gekürzt werden, wenn die EGV nicht eingehalten wird)

Ich verweise hier nochmal auf den §10, Abs.1 Satz 2 SGB II:
Zitat:
§ 10 1 Zumutbarkeit
(1) 1 Dem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen ist jede Arbeit
zumutbar, es sei denn, dass
1. er zu der bestimmten Arbeit körperlich, geistig oder
seelisch nicht in der Lage ist,
2. die Ausübung der Arbeit ihm die künftige Ausübung
seiner bisherigen überwiegenden Arbeit wesentlich
erschweren würde, weil die bisherige Tätigkeit besondere
körperliche Anforderungen stellt,
3. die Ausübung der Arbeit die Erziehung seines Kindes
oder des Kindes seines Partners gefährden
würde; die Erziehung eines Kindes, das das dritte
Lebensjahr vollendet hat, ist in der Regel nicht gefährdet,
soweit seine Betreuung in einer Tageseinrichtung
oder in Tagespflege im Sinne der Vorschriften
des Achten Buches oder auf sonstige
Weise sichergestellt ist; die zuständigen kommunalen
Träger sollen darauf hinwirken, dass erwerbsfähigen
Erziehenden vorrangig ein Platz zur Tagesbetreuung
des Kindes angeboten wird.

4. die Ausübung der Arbeit mit der Pflege eines Angehörigen
nicht vereinbar wäre und die Pflege nicht
auf andere Weise sichergestellt werden kann,
5. der Ausübung der Arbeit ein sonstiger wichtiger
Grund entgegensteht.
Falls euch für diesen Monat Geld fehlt, hingehen und auf einem Vorschuß bestehen (falls ihr den Fortzahlungsantrag schon gestellt habt)!
Wie von Heuschrecke angemerkt, würde ich wirklich Beschwerde einlegen und auch das Gespräch mit dem Vorgesetzten suchen.

LG

Silke
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