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U 25 Alles für junge Erwachsene unter 25


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Alt 15.09.2012, 13:30   #1
Windsbraut->Emailproblem
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Registriert seit: 11.07.2006
Ort: Bremen
Beiträge: 5
Windsbraut
Standard Minderjährig mit eigenem Haushalt und ohne Arbeit

Guten Tag, liebe Forumteilnehmer!
Ich brauche Klarheit bei einigen Fragen bezüglich der Situation meiner Tochter und hoffe ihr könnt mir bei einigen Fragen etwas helfen.

Zur Situation:
Meine Tochter ist 17 Jahre alt (wird Ende Dezember 18 Jahre). Bis zum 31. Juli 2012 lebte sie im betreuten Wohnen. Mein Exmann und ich zahlten normales Unterhaltsgeld an das Jugendamt, das Kindergeld wurde direkt an das Jugendamt bzw. an die wirtschaftliche Jugendhilfe abgezweigt.

Am 01. August 2012 begann meine Tochter eine Ausbildung zur Köchin. Ebenfalls zum 01. August 2012 bezog sie eine eigene Wohnung. Die Maßnahme des Jugendamtes beendeten wir zum 31. Juli aufgrund ihrer guten Entwicklung. Die Kosten für ihren Lebensunterhalt hatten wir folgendermaßen geregelt:
400,- EUR Netto Ausbildungsvergütung + je 300,- EUR von Mama und Papa = 1.000,- EUR
Die Kaltmiete beträgt für rund 47 m² 330,- EUR, die Nebenkosten 130,- EUR (darin enthalten 35,- EUR für Heizkosten). Hinzu kommen noch 38,- EUR für Strom. Mit dem Rest von 500,- EUR hätte sie also ohne irgendwie zu darben gut über den Monat kommen können.

Alles hätte so schön sein können, doch leider wurde meiner Tochter nach 5 Wochen die Ausbildung gekündigt. Die Gründe sind für uns alle nicht wirklich nachvollziehbar, aber das ist auch jetzt gar nicht das Thema. Meine Tochter habe ich für den nächsten Tag sofort zum Arbeitsamt geschickt, damit sie sich dort meldet. Sie bekam für die kommende Woche am 21.09.2012 einen Termin, bei dem was auch immer besprochen werden soll. Leider bedient sie seit der Kündigung wieder alte Muster (wir Eltern sind die Blöden). Ein vernünftiges Gespräch über mehr als 3 Minuten ist kaum möglich. Was ich bisher weiß ist, dass sie wohl wieder zur Schule gehen will. Was ich nicht weiß ist, wie meine Tochter es sich vorstellt ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Sie wird derzeit von ihren Freunden beraten. Einer hat ihr wohl den Floh ins Ohr gesetzt, dass sie nächste Woche bei dem Arbeitsamttermin sagen soll, dass sie wieder zur Schule gehen will, die werden sich dann um alles andere kümmern und sie dann auch unterstützen. (SUPER! Was für eine Lebenserfahrung dieser Knabe doch hat.)

Ich gehe derzeit davon aus, dass meine Tochter keinen Anspruch auf irgendeine Leistung des Arbeitsamtes oder des Sozialamtes hat. Ist dies so korrekt?

Bis meine Tochter 18 Jahre alt ist, sind wir Eltern ja grundsätzlich unterhaltpflichtig. Die Zeit bis dahin wird für mich zwar recht teuer, denn ich bin Mitmieter ihrer Wohnung (sonst hätte sie sie nicht bekommen), doch egal. Mein Ex wird ihr weiterhin die 300,- EUR zahlen, die müssen dann eben für das Leben reichen. Problematisch wird es im Prinzip ja erst, wenn meine Tochter 18 Jahre alt ist und NICHT zur Schule geht oder NICHT arbeitet (sei es nun Ausbildung oder irgend ein Job bei MacDoof).

Frage 2 ist also: Hat meine Tochter (ab 18 Jahre) irgendeinen Anspruch auf Sozialhilfe oder ähnliches, wenn sie dann kein Einkommen (Kindergeld, Unterhaltsgeld) mehr hat ?

Ich hoffe, irgend jemand von euch kann meine Fragen beantworten.

Danke fürs zulesen,
Windsbraut
__

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Abraham Lincoln (1809 - 1865)
Windsbraut ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.09.2012, 12:55   #2
stuu->Emailproblem
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Registriert seit: 30.04.2010
Beiträge: 265
stuu
Standard AW: Minderjährig mit eigenem Haushalt und ohne Arbeit

Hallo Windsbraut,
wenn deine Tochter Schuelerin oder ausbildungssuchend ist bekommt ihr fuer sie bis zum 25. Lebensjahr Kindergeld.
Da deine Tochter nicht mehr zuhause wohnt ( es gibt wohl Gruende dafuer ),wuerde ihr dann ALG 2 zustehen.Allerdings weiss ich nicht ob sie zum jetzigen Zeitpunkt nicht wieder zuhause wohnen koennte.Es kann sein das das Jobcenter dann einen Umzug nach hause verlangen wuerde,da man sonst bis 25. bei den Eltern ( Elternteil) wohnen sollte.Wenn ihr nachweisen koennt das das aufgrund von sozialen/raeumlichen Problemen nicht moeglich ist,sollte aber das Jobcenter keinen Aerger machen.
Ihr wuerde dann Grundsicherung (364,00 Euro)+Miete zustehen.Davon wird noch das Kindergeld abgezogen.
Wenn ihr weiterhin Unterhalt zahlt wuerde deine Tochter wohl keine oder nur aufstockende Leistungen erhalten.Eigentlich seit ihr naemlich auch noch bis ueber das 18. Lebensjahr fuer eure Tochter zustaendig,zumindest solange sie keine Ausbildung/ Studium abgeschlossen hat.Es kann also sein das das Jobcenter eure Tochter dazu draengen wuerde euch auf Unterhalt zu verklagen ( leider weiss ich zu diesem Thema aber nicht so viel).
Wenn eure Tochter ,mit ueber 18 ,wieder zur Schule geht wuerde ihr Schuelerbafoeg zustehen ( dabei werden eure wirtschaftichen Verhaeltnisse ueberprueft).Da ihr ihr jeder monatlich 300 Euro Unterhalt zahlt,denke ich das diese nicht allzu schlecht sind und befuerchte das in dem Fall gar kein Schuelerbafoeg Anspruch bestehen wuerde.Ich will euch keine Angst machen,befuerchte aber das ihr auch mit dem 18. Geburtstag eurer Tochter keine grossen Veraenderungen zu erwarten habt,finanziell jetzt gemeint.
stuu ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.09.2012, 15:15   #3
Windsbraut->Emailproblem
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Registriert seit: 11.07.2006
Ort: Bremen
Beiträge: 5
Windsbraut
Standard AW: Minderjährig mit eigenem Haushalt und ohne Arbeit

Hallo stuu,

herzlichen Dank für deinen Beitrag. Ich hatte schon fast die Befürchtung, dass ich keine Antwort erhalte, da sich bei meiner Anfrage scheinbar um ein Luxusproblem handelt.

Kindergeldanspruch ==> War mir bekannt. Laut tel. Auskunft unserer Kindergeldstelle muss meine Tochter ab 18 Jahre dann nur selbst den Antrag stellen.

Rückzug zu Eltern ==> Ein Rückzug zu uns Eltern ist ausgeschlossen, dass würde bei keinem Elternteil länger als 1 Woche gut gehen.

Kindesunterhalt ==> Der Unterhaltsanspruch unserer Tochter gegenüber uns Eltern ist ja grundsätzlich erst einmal bis zum 18. Geburtstag gesichert. Darüber hinaus hat sie nur einen Anspruch auf Kindesunterhalt wenn sie zur Schule geht oder in Ausbildung ist. Dies habe ich meiner Tochter auch schon mitteilen können. Ob sie es wirklich(!) aufgenommen und die Konsequenzen für sich hinreichend berücksichtigt hat bei ihren Überlegungen, vermag ich heute nicht zu sagen.

Nach deinen Ausführungen kann ich also davon ausgehen, dass das Arbeitsamt ihr in ein paar Tagen schon die Rosienen aus dem Kopf treiben wird. Töchterchen wird erkennen, dass das Leben als Erwachsener eben kein Wunschkonzert ist und auch ein paar Pflichten beinhaltet. Letzten Endes geht es immer nur um die Lebenshaltungskosten und rechnen kann sie.

Leben als Azubi, (ab 18 Jahre)= Nettogehalt + Kindergeld + Unterhaltsgeld von den Eltern ==> ~ 1000,- EUR

Leben als Schüler (ab 18 Jahre) = Kindergeld + Unterhaltsgeld von den Eltern (dann besteht ein Anspruch lt. OLG Leitlinien von 670,- EUR) + evtl. Mietzuschuss ==> mindestens 850,- EUR
Schülerbafög wird sie nicht bekommen, dass mussten wir im letzten Jahr aufgrund Aufforderung der wirtschaftlichen Jugendhilfe schon beantragen und es wurde abgelehnt.

Leben als ALG2-Empfänger (ab 18 Jahre) = 364,- Grundsicherung + Miete ==> Hier glaube ich, dass ihre Miete insgesamt zu hoch ist, als dass alles anerkannt werden würde und dann ist es mehr als knapp. Aber da muss ich mich noch schlau lesen.

Ich muss zurzeit einfach darauf hoffen, dass Töchterchen sich in den nächsten 14 Tagen berappelt und wieder zugänglich für uns wird.

Nochmals herzlichen Dank,
Windsbraut
__

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