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U 25 Alles für junge Erwachsene unter 25


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Alt 20.08.2012, 06:19   #1
Holger01
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Holger01 Holger01 Holger01 Holger01 Holger01 Holger01
Standard Alg2 möglich, ohne die Mutter verklagen zu müssen?

Hallo,

ich würde gern dem Sohn einer guten Freundin behilflich sein, Unterstützung über Alg2 zu erhalten.

Der Junge ist 20 Jahre alt, mit abgeschlossener Hauptschule, ohne Berufsausbildung, ohne Arbeit.
Gelegentlich hat er 400-€-Jobs, jeweils von wenigen Monaten Dauer.

Es gibt für ihn kein Kindergeld; dieses wurde vorletztes Jahr anlässlich der Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit (über ungefähr 5 Monate) eingestellt. Die Anwartschaft auf Alg1 ist nicht erfüllt.

Im März d.J. hat er sich eine eigene kleine Wohnung (ca. 40 qm) gemietet. Grund hierfür ist, dass das Zusammenleben zwischen Mutter und Sohn, schon seit seiner Kindheit besonders problematisch ist und zuletzt nicht mehr möglich war. Hauptmieter ist die Mutter; sie hat mit ihrem Sohn einen Untermietvertrag geschlossen.


Sie schießt ihm Miete und Geld für Lebensunterhalt vor;
d.h., sie gibt dem Jungen darlehensweise jeden Monat etwas Bargeld und zusätzlich überweist sie, ebenfalls darlehensweise, die Miete an den Vermieter.

Der Sohn kann das Ganze nicht über sein Bankkonto laufen lassen, weil es durch seinen Fehler bei der Handynutzung bis über das Dispolimit (€ 1000,00) überzogen ist. Wir überlegen bereits, es in ein P-Konto umzuwandeln.


Natürlich haben JC und AfA die bekannten Spielchen mit ihm schon gespielt: Als er letzten Monat zum JC ging, hat er die Frage nach sv-pflichtiger Arbeit (vor 2 Jahren über 5 Monaten) bejaht und wurde daraufhin zur AfA geschickt. Die wiederum hat ihn zum JC zurückgeschickt. Dort hat er sich dann nicht mehr hingetraut.



Jetzt weiß er nicht, was er tun soll. Ich bin bereit, ihn als Beistand zum JC zu begleiten und ihn zu betreuen.


Die Mutter neigt dazu, die Unterstützung für den Jungen zu beenden; es geht ihr wirtschaftlich selbst nicht gut.

Wenn der Junge jetzt Alg2 beantragen würde, könnte dann das JC verlangen, dass er seine Mutter voll in Unterhaltspflicht nimmt? Besteht für die Mutter überhaupt noch eine Unterhaltspflicht?


Der Sohn möchte auf keinen Fall gegen seine Mutter klagen müssen.

Macht da eine Alg2-Antragstellung Sinn?


Gibt es alternativ Anspruch auf Wohngeld?
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Alt 20.08.2012, 06:46   #2
Regelsatzkämpfer
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Standard AW: Alg2 möglich, ohne die Mutter verklagen zu müssen?

ALG II Leistungen sind nachrangig, das heißt jede andere Möglichkeit Geld zu verdienen bzw. einzunehmen geht vor. Ist die Mutter entsprechend leistungsfähig, dann ist sie auch unterhaltspflichtig sofern er in diesem Alter noch keine abgeschlossene Berufsausbildung hat. In dem Fall wäre er auch verpflichtet Unterhalt einzufordern. Um dieser Pflicht zu entgehen muß die Mutter nachweisen, dass sie nicht leistungsfähig ist und auch nicht in der Lage ist ihre Leistungsfähigkeit bezüglich Unterhalt zu verbessern, denn dazu ist sie verpflichtet.

Es sollte umgehend ein ALG II Antrag gestellt werden. Die darlehensweise Gewährung von Geld für Miete und Lebensunterhalt wird für das JC der Nachweis sein, dass ein Unterhalt möglich ist. Es war letztendlich wohl ein Fehler. Keiner der nicht korrigiert werden kann, aber es wird die Lösung zumindest ein wenig erschweren.

Sehr wichtig wäre es für ihn eine Ausbildung zu machen, denn sonst wird die Lage für ihn dauerhaft übel sein. Das ist wichtiger, als irgendwelche 400 Euro Jobs. Hierin sollte Zeit und Kraft investiert werden. Es wird wohl eine EGV kommen. Diese sollte vor verhandelt werden, dass das JC ihn bei der Aufnahme einer Ausbildung unterstützt.

Die Umwandlung in ein P-Konto sollte sofort erledigt werden.

Natürlich macht die Antragstellung Sinn. Wovon will er den Leben und Miete plus Nebenkosten ohne Geld bezahlen? Die Folge wäre Obdachlosigkeit.

Gibt es Nachweise, dass er nicht mit seiner Mutter zusammenleben kann? Denn im Zweifelsfall wird das JC verlangen, dass er einen Rückumzug vornimmt. Dafür spricht, dass er offensichtlich noch nicht die nötige Reife besitzt um selbst klarzukommen.

Womit will er bei Wohngeldleistungen die Zahlungen im Bereich Krankenversicherung, Ernährung etc. abdecken?

Übrigens ist der Kindergeldanspruch wohl noch vorhanden und sollte wieder beantragt werden.

Zitat:
Ist Ihr Kind bis 21 Jahre alt und arbeitsuchend gemeldet, haben Sie ebenfalls noch Anspruch auf Kindergeld. Für volljährige Kinder gilt der Anspruch jedoch nur, solange es kein Einkommen über dem Grenzbetrag von 8.004 Euro? bezieht (bis Ende 2009: 7.680 Euro).
Und bei Aufnahme einer Ausbildung gilt:

Zitat:
Darüber hinaus besteht der Anspruch nur unter bestimmten Voraussetzungen etwa, wenn das Kind eine Ausbildung absolviert. Seit 2007 ist die maximale Altersgrenze zum Kindergeldbezug für Kinder in Ausbildung stufenweise gesenkt worden:

Für Kinder, die bis 1981 geboren sind, gibt es Kindergeld noch bis zum 27. Lebensjahr. Für Kinder, die bis 1982 geboren sind, bis zum 26. Lebensjahr und für Kinder, die ab 1983 geboren sind, gibt es Kindergeld bis zum 25. Lebensjahr.
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Alt 20.08.2012, 09:25   #3
Holger01
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Holger01 Holger01 Holger01 Holger01 Holger01 Holger01
Standard AW: Alg2 möglich, ohne die Mutter verklagen zu müssen?

Zitat von Regelsatzkämpfer Beitrag anzeigen
Womit will er bei Wohngeldleistungen die Zahlungen im Bereich Krankenversicherung, Ernährung etc. abdecken?
Naja, wenn Wohngeld möglich ist, wäre die Mutter in ihren Geldleistungen zumindest ein wenig entlastet.
Wie gesagt, eine Klage gegen die Mutter will der Junge unbedingt vermeiden.

Soll er einfach mal Wohngeld beantragen?
Wird ja nichts kosten, und probieren ist es wert, oder?
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Alt 20.08.2012, 09:30   #4
Regelsatzkämpfer
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Standard AW: Alg2 möglich, ohne die Mutter verklagen zu müssen?

Zitat von Holger01 Beitrag anzeigen
Naja, wenn Wohngeld möglich ist, wäre die Mutter in ihren Geldleistungen zumindest ein wenig entlastet.
Wie gesagt, eine Klage gegen die Mutter will der Junge unbedingt vermeiden.

Soll er einfach mal Wohngeld beantragen?
Wird ja nichts kosten, und probieren ist es wert, oder?
Würde ich auch so sehen. Allerdings sehe ich immer noch das Problem der Krankenversicherung...
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Alt 20.08.2012, 09:52   #5
gast_
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Standard AW: Alg2 möglich, ohne die Mutter verklagen zu müssen?

Zitat von Regelsatzkämpfer Beitrag anzeigen
ALG II Leistungen sind nachrangig, das heißt jede andere Möglichkeit Geld zu verdienen bzw. einzunehmen geht vor. Ist die Mutter entsprechend leistungsfähig, dann ist sie auch unterhaltspflichtig sofern er in diesem Alter noch keine abgeschlossene Berufsausbildung hat.
Das ist falsch, denn er ist ja nicht ausbildungssuchend gemeldet und kann nicht nachweisen, daß er sich um Ausbildungsstellen bewirbt. Sonst würde die Mutter ja Kindergeld für ihn bekommen.

Ab 18 sind Eltern nur noch unterhaltspflichtig, wenn Kinder sich ausreichend um eine Ausbildung bemühen.

Er sollte schnellstens einen ALG II Antrag stellen.

Es stimmt: Bis 21 reicht es arbeitslos gemeldet zu sein, er sollte bei der Kindergeldkasse einen Abzeigungsantrag stellen.(Und Mutter dann Kindergeld beantragen)

Zitat:
Im März d.J. hat er sich eine eigene kleine Wohnung (ca. 40 qm) gemietet. Grund hierfür ist, dass das Zusammenleben zwischen Mutter und Sohn, schon seit seiner Kindheit besonders problematisch ist und zuletzt nicht mehr möglich war.
Aufgepaßt: Zieht ein U 25 ohne ausreichend eigenes Einkommen aus, ohne rausgeworfen worden zu sein, zahlt das JC nur 80%vom U 25 Regelsatz und keine Miete. Deshalb sollte Mutter ihm bestätigen, daß sie ihn rausgeworfen hat und nicht bereit ist,ihn wieder aufzunehmen.

Dann müssen sie zahlen...hab ich gerade für Uwaga durchgesetzt.
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Alt 20.08.2012, 10:00   #6
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Standard AW: Alg2 möglich, ohne die Mutter verklagen zu müssen?

Zitat von Holger01 Beitrag anzeigen
Naja, wenn Wohngeld möglich ist, wäre die Mutter in ihren Geldleistungen zumindest ein wenig entlastet.
Wie gesagt, eine Klage gegen die Mutter will der Junge unbedingt vermeiden.

Soll er einfach mal Wohngeld beantragen?
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Übersehen?
Zitat:
Sie schießt ihm Miete und Geld für Lebensunterhalt vor;
d.h., sie gibt dem Jungen darlehensweise jeden Monat etwas Bargeld und zusätzlich überweist sie, ebenfalls darlehensweise, die Miete an den Vermieter.
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Alt 20.08.2012, 10:00   #7
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Standard AW: Alg2 möglich, ohne die Mutter verklagen zu müssen?

Zitat von Regelsatzkämpfer Beitrag anzeigen
Würde ich auch so sehen. Allerdings sehe ich immer noch das Problem der Krankenversicherung...
Bis 23 ist er familienversichert - das ist nicht das Problem.
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Alt 20.08.2012, 10:04   #8
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Standard AW: Alg2 möglich, ohne die Mutter verklagen zu müssen?

Zitat von Holger01 Beitrag anzeigen
Naja, wenn Wohngeld möglich ist, wäre die Mutter in ihren Geldleistungen zumindest ein wenig entlastet.


Wohngeld bekäme der Sohn - er ist der Wohnungsmieter

- wenn er denn Anspruch hätte - aber ohne ausreichend eigenes Einkommen würde der Antrag abgelehnt

Wie gesagt, eine Klage gegen die Mutter will der Junge unbedingt vermeiden.

MUß er ja nicht

Soll er einfach mal Wohngeld beantragen?

Sinnlos

Wird ja nichts kosten, und probieren ist es wert, oder?
Nein. Er muß ALG II beantragen - von Darlehen leben - das macht keinen Sinn. Und da nutzen ein paar Euro Wohngeld nix.

Zumal Mutter ja die darlehensweisen Zahlungen einstellen will.
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Alt 20.08.2012, 18:44   #9
Holger01
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Holger01 Holger01 Holger01 Holger01 Holger01 Holger01
Standard AW: Alg2 möglich, ohne die Mutter verklagen zu müssen?

Möchte als TE gern nochmal aufs Wohngeld kommen:

Mein Gedanke hierzu war ja nur,
dass der Sohn vielleicht doch direkt Wohngeld beantragen könnte.

Und wenn er es bekäme, könnte die Mutter in ihrem darlehensweisen Bar-Unterhalt entlastet, und der Sohn hätte
mit dem Wohngeld eine eigene Einnahme, was seiner Entwicklung zur selbständigen Lebensführung dienen würde.

Dann sollte er noch das Kindergeld direkt erhalten; die Arbeitssuchend-Meldung haben wir bereits veranlasst, so dass
es mit dem Kindergeld klappen sollte.

Idealerweise findet er dann noch schnell eine sv-pflichtige Arbeit, besser noch einen Ausbildungsplatz.

Würde es mit dem Wohngeld auch klappen, wenn er es selbst beantragt?
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Alt 20.08.2012, 23:47   #10
Caye
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Caye Caye Caye Caye Caye
Standard AW: Alg2 möglich, ohne die Mutter verklagen zu müssen?

Da Mutter und Sohn einen Untermietvertrag haben, muss er Wohngeld selbst beantragen.

Um überhaupt einen Anspruch zu haben, muss er aber seinen Lebensunterhalt selbst decken können, da das Wohngeld nur einen Zuschuss darstellt.

Für einen Alleinstehenden ist Wohngeld von über 100€ schon ziemlich viel, es ist also nicht davon auszugehen, dass auf diesem Weg besonders viel Geld zu bekommen ist.
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Alt 21.08.2012, 00:02   #11
espps
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Standard AW: Alg2 möglich, ohne die Mutter verklagen zu müssen?

Was ist mit dem Vater?
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Alt 21.08.2012, 01:52   #12
gast_
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Standard AW: Alg2 möglich, ohne die Mutter verklagen zu müssen?

Zitat von Holger01 Beitrag anzeigen

Und wenn er es bekäme, könnte die Mutter in ihrem darlehensweisen Bar-Unterhalt entlastet,
Entweder zahlt sie Unterhalt oder nicht.
Entweder hat er ein Darlehen angenommen oder nicht.
Darlehensweisen Barunterhalt gibt es nicht...

Wegen der pn's: ich kann mich nur wiederholen: ALG II Antrag stellen - aber bitte richtig.

Sobald du deine Fragen hier postest und mir den Link zum Thema per pn schickst, antworte ich, sobald ich kann

Und bitte: Die Fragen unbedingt beantworten: nach dem Vater wurde schon mehrfach gefragt
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Alt 21.08.2012, 02:24   #13
Holger01
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Holger01 Holger01 Holger01 Holger01 Holger01 Holger01
Standard AW: Alg2 möglich, ohne die Mutter verklagen zu müssen?

Danke für die vielen Tipps und Hinweise.

Ich gebe das an Mutter und Sohn weiter, und dann besprechen wir das weitere Vorgehen.


P.S.: Der Vater hatte sich vor vielen, vielen Jahren abgesetzt und ist nicht mehr greifbar.
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Holger01 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.08.2012, 02:31   #14
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Standard AW: Alg2 möglich, ohne die Mutter verklagen zu müssen?

Zitat von Holger01 Beitrag anzeigen

P.S.: Der Vater hatte sich vor vielen, vielen Jahren abgesetzt und ist nicht mehr greifbar.
Das gehört dann auch in das Anschreiben zum ALG II Antrag: Denke das JC wird ihn sich dann greifen :-)

Ich warte immer noch darauf daß du die PN an mich hier reinsetzt...die mit den Fragen zur Antragstellung.
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