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Start > > -> U 25 Wahnsinn oder Methode ??

U 25 Alles für junge Erwachsene unter 25


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Alt 14.02.2007, 15:02   #1
Vater Flodder
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Vater Flodder
Standard U 25 Wahnsinn oder Methode ??

Wenn ein 23-jähriger ohne Ausbildung bei seinen Eltern wohnt, wie erreicht man, dass er wenigstens die 80 % vom Regelsatz erhält?
Bisher ist das so abgelaufen:

1) Antragsstellung Alg2 im Oktober (mit Stempel Tag der Antragsstellung)

2) Schreiben der Krankenkasse, dass er ab Januar nicht mehr dort versichert sein wird (da er über 23 Jahre alt sei). Kindergeld bekommt er auch keines mehr.

3) Zwischenzeitlich fordert der SB diverse Unterlagen an, um den Alg2 Anspruch zu prüfen.

4) Heute dann der Oberclou: Derselbe SB meint nach über 4 Monaten, man sei gar nicht zuständig als Team U25 er solle sich an die Arge wenden (die im selben Haus ansässig ist !!), weshalb man ihm auch gleich seine kompletten Antragsunterlagen zurückschickt .

Noch besser ist aber der Satz "Sollten Sie nach Prüfung ihrer Unterlagen einen Antrag stellen wollen, so ist eine Vorsprache zu Terminvereinbarung in dem für sie zuständigen Regionalbereich erforderlich".

Die Existenz des § 16 II SGB I ist dem Sachbearbeiter offensichtlich unbekannt .

4) Die Eltern sollen ihre Einkünfte/Vermögen offen legen und sich bei der Arge als arbeitssuchend melden , wobei erwähnt werden sollte, dass der Vater Rentner ist und die Mutter ja gar keine Szialleistungen beziehen will, da die Rente des Mannes für beide reicht .


Hierzu habe ich zwei Fragen: Erstens drängt sich mir der Gedanke auf, dass der SB nicht ganz korrekt "gearbeitet" hat. Wie kann man ihm Beine machen und eine rasche Bearbeitung erreichen?

Und zweitens kann es doch nicht richtig sein, dass die Eltern nun Alg2 beantragen sollen. Dass der Junge nicht auszieht ist ja o.k., aber der Rest ist Mumpitz.

Können die Eltern die Angaben verweigern und sagen, dass der Unterhalt, den sie ihrem Sohn leisten in der kostenlosen Unterkunft liegt ?
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Alt 14.02.2007, 15:10   #2
Martin Behrsing
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Martin Behrsing Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
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Zitat von Vater Flodder Beitrag anzeigen
Wenn ein 23-jähriger ohne Ausbildung bei seinen Eltern wohnt, wie erreicht man, dass er wenigstens die 80 % vom Regelsatz erhält?
Bisher ist das so abgelaufen:

1) Antragsstellung Alg2 im Oktober (mit Stempel Tag der Antragsstellung)

2) Schreiben der Krankenkasse, dass er ab Januar nicht mehr dort versichert sein wird (da er über 23 Jahre alt sei). Kindergeld bekommt er auch keines mehr.

3) Zwischenzeitlich fordert der SB diverse Unterlagen an, um den Alg2 Anspruch zu prüfen.

4) Heute dann der Oberclou: Derselbe SB meint nach über 4 Monaten, man sei gar nicht zuständig als Team U25 er solle sich an die Arge wenden (die im selben Haus ansässig ist !!), weshalb man ihm auch gleich seine kompletten Antragsunterlagen zurückschickt .

Noch besser ist aber der Satz "Sollten Sie nach Prüfung ihrer Unterlagen einen Antrag stellen wollen, so ist eine Vorsprache zu Terminvereinbarung in dem für sie zuständigen Regionalbereich erforderlich".

Die Existenz des § 16 II SGB I ist dem Sachbearbeiter offensichtlich unbekannt .

4) Die Eltern sollen ihre Einkünfte/Vermögen offen legen und sich bei der Arge als arbeitssuchend melden , wobei erwähnt werden sollte, dass der Vater Rentner ist und die Mutter ja gar keine Szialleistungen beziehen will, da die Rente des Mannes für beide reicht .


Hierzu habe ich zwei Fragen: Erstens drängt sich mir der Gedanke auf, dass der SB nicht ganz korrekt "gearbeitet" hat. Wie kann man ihm Beine machen und eine rasche Bearbeitung erreichen?

Und zweitens kann es doch nicht richtig sein, dass die Eltern nun Alg2 beantragen sollen. Dass der Junge nicht auszieht ist ja o.k., aber der Rest ist Mumpitz.

Können die Eltern die Angaben verweigern und sagen, dass der Unterhalt, den sie ihrem Sohn leisten in der kostenlosen Unterkunft liegt ?
Dies nennt man Sippenhaftung. Dies ist auch pure Absicht
Deine Ehefrau wird sich wohl arbeit suchend melden müssen, da jeder in der Bedarfsgemeinschaft verpflichtet ist, die Hilfebedürftigkeit zu verringern - egal, ob man will oder nicht.

Wegen der langen Bearbeitungszeit wäre es schon zu überlegen, ob man hier nicht im Wege des einstweiligen Rechtsschutz dies sofort durchsetzt. Die Papiere zurück schicken ist nicht und hätte von Amts wegen weitergeleitet werden müssen.
__

Gruß aus dem Rheinland

Martin

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Alt 14.02.2007, 15:19   #3
Vater Flodder
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Vater Flodder
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Man könnte ja auch den Sohn vor die Tür setzen, schließlich ist man doch gar nicht unterhaltsverpflichtet, wenn der Sohn gar keiner Ausbildung/Tätigkeit nachgeht.´

Schließlich ist der Knabe ja schon 23 Jahre alt und gar nicht krankenversichert !! Da passt doch irgendwas nicht - selbst wenn das Einkommen der Eltern reichen sollte.
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Alt 14.02.2007, 15:37   #4
Martin Behrsing
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Zitat von Vater Flodder Beitrag anzeigen
Man könnte ja auch den Sohn vor die Tür setzen, schließlich ist man doch gar nicht unterhaltsverpflichtet, wenn der Sohn gar keiner Ausbildung/Tätigkeit nachgeht.´

Schließlich ist der Knabe ja schon 23 Jahre alt und gar nicht krankenversichert !! Da passt doch irgendwas nicht - selbst wenn das Einkommen der Eltern reichen sollte.
Bis zum Alter von mind. 25 Jahren seit Ihr nach dem BGB Unterhaltsverpflichtend. Auch wenn Ihr den vor die Tür setzt. Was anderes ist, wenn er vorher eine Ausbildung absolviert hat.
__

Gruß aus dem Rheinland

Martin

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Alt 18.04.2007, 15:56   #5
Vater Flodder
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Vater Flodder
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Nochmal zum eigenen Verständnis (es ist nicht meine Sohn um den es geht):

Eltern, die mit Hartz4 mix am Hut haben (Ihr Einkommen reicht aus) sollen Alg 2 Antrag stellen, um den 23-jährigen Filius zu unterstützen ?


Sie können zivilrechlich den Unterhalt verweigern, aber Puffpeter sagt, Alg2 ist für alle gut ?

Hätte er vorher als guter Sohn eine Ausbildung gemacht, bekäme er nun Alg2, aber als faule Socke dürfen die Eltern bis zum 25. Geburtstag leiden, um die Staatskasse zu schonen?

Wenn die Eltern den Knaben an die frische Luft setzen, muss das Amt zahlen, aber wenn die Eltern Menschlichkeit zeigen und ihm Unterkunft gewähren, sind sie die Dummen ?
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Alt 19.04.2007, 14:46   #6
kleinefee->Emailproblem
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kleinefee
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hallo vater flodder, bin ja in ähnlicher situation. ich würde dir raten umgehend bei der familienkasse des arbeitsamtes kindergeld für den sohn zu beantragen. bis zum 25. lebensjahr gibt es das ja und der junge hat noch keine ausbildung. entweder muß er sich ausbildungssuchend melden, oder als nachweis reicht sogar 1 bewerbung um einen ausbildungsplatz monatlich.
diese 154 euro kann euch so schnell keiner nehmen und sind einkommensunabhängig. und eine bewerbung /monat sollte möglich sein.
außerdem würd ich mal durchrechnen, wie hoch die miete/lasten für doe wohnung ist, das einkommen gegenrechnen und ev. wohngeld beantragen.

wenn das job-center kein alg2 zahlen will, muß eben das geld auf andere weise reingeholt werden und das steht euch zu, ohne riesengroße anträge. gruß kleine fee.
kleinefee ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.04.2007, 14:57   #7
Ludwigsburg
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Zitat von Martin Behrsing Beitrag anzeigen
Bis zum Alter von mind. 25 Jahren seit Ihr nach dem BGB Unterhaltsverpflichtend. Auch wenn Ihr den vor die Tür setzt. Was anderes ist, wenn er vorher eine Ausbildung absolviert hat.
Martin, das stimmt so nicht ganz: bemüht sich der Sprößling nicht, kann die Unterhaltspflicht entfallen...
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Alt 19.04.2007, 15:10   #8
Vater Flodder
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Vater Flodder
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Kindergeld wird mindestens bis zum 18. Lebensjahr gezahlt, darüber hinaus bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres, wenn das Kind sich in der Schul-, Berufsausbildung oder im Studium befindet und das eigene Einkommen des Kindes 7680 Euro im Jahr nicht übersteigt.

Daher gibt es für den 23-jährigen Faulmeier rein gar nichts.

Im Gegenteil - hätte er ein ausreichendes Einkommen - würde er ja als eigene Bedarfsgemeinschaft gelten.

Im Klartext bedeutet das doch : Eltern haften bis 25 für ihre Kinder, danach dürfen sie bei der ARGE anklopfen (wobei wertvolle Jahre verstrichen sind).
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Alt 19.04.2007, 15:26   #9
Ludwigsburg
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Zitat von Vater Flodder Beitrag anzeigen
Kindergeld wird mindestens bis zum 18. Lebensjahr gezahlt, darüber hinaus bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres, wenn das Kind sich in der Schul-, Berufsausbildung oder im Studium befindet und das eigene Einkommen des Kindes 7680 Euro im Jahr nicht übersteigt.

Daher gibt es für den 23-jährigen Faulmeier rein gar nichts.

Im Gegenteil - hätte er ein ausreichendes Einkommen - würde er ja als eigene Bedarfsgemeinschaft gelten.

Im Klartext bedeutet das doch : Eltern haften bis 25 für ihre Kinder, danach dürfen sie bei der ARGE anklopfen (wobei wertvolle Jahre verstrichen sind).
Woher hast du diese Infos? Sie sind falsch...wenn das Kind sich ausbildungssuchend gemeldet hat gibt es Kindergeld auch über das 18.Lebensjahr hinaus..

also sollter ihr es auffordern, das schnellstens zu tun: falls er da nicht mitspielt, vor dieTür setzen - dann leibt euch nichts anderes übrig!
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Alt 20.04.2007, 19:51   #10
Eka->Emailproblem
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Registriert seit: 09.12.2005
Beiträge: 1.635
Eka
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Bei unserer Familienkasse reicht es auch, wenn man nachweislich erbringen kann das man sich beworben hat. (Durch Absagen ect.) Die werden alle kopiert... alle paar Monate :( Also unbedingt ausbildungssuchend ist nicht erforderlich, aber wäre jedenfalls besser.

Ansonsten wenn das 'Kind' dieses alles nicht tun möchte, würd ich das wie Ludwigsburg sehen...vor die Tür setzen.

Gruß Eka
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