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Start > > -> Bevorzugung von U25-Azubi-Bewerbung beim Kreis?

U 25 Alles für junge Erwachsene unter 25


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Alt 26.09.2011, 22:35   #1
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Freydis
Frage Bevorzugung von U25-Azubi-Bewerbung beim Kreis?

Ist ein U25 Elo, der als Teil einer Bedarfsgemeinschaft ALG2 erhält, bevorzugt zu behandeln, wenn er sich beim Kreis um eine Ausbildungsstelle in einem Amt bewirbt?

Einer meiner Söhne will sich nämlich beim Kreis darum bewerben. Muß er irgendwelche zusätzlichen Anträge stellen oder Personen ansprechen, bzw. anschreiben, um bevorzugt behandelt zu werden?

Beste Grüße und Danke,

Freydis
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Alt 26.09.2011, 23:59   #2
Reiner Zufall
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Standard AW: Bevorzugung von U25-Azubi-Bewerbung beim Kreis?

Er wird nicht bevorzugt behandelt werden. Nicht aus dem von Dir angegebenen Grund.

Vielleicht, aber wirklich nur vielleicht, wenn er schwerbehindert wäre oder so..................
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Alt 27.09.2011, 00:17   #3
Freydis->Emailproblem
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Freydis
Beitrag AW: Bevorzugung von U25-Azubi-Bewerbung beim Kreis?

Klar meinte ich die Frage ernst. Er hatte einen Notendurchschnitt von 1,9 auf seinem Zeugnis und mit 24 hat er ja eigentlich schlechtere Chancen als ein 19-jähriger, der frisch von der Schule kommt.

Außerdem soll ja angeblich für die U25er nun mehr gemacht werden, damit sie möglichst umgehend in den ersten Arbeitsmarkt kommen. Das geht selbstverständlich über eine Ausbildung noch am ehesten. So dachte ich halt im Sinne der sozialen Gerechtigkeit, dass ein junger Erwachsener, der aufgrund unterschiedlicher nicht selbst zu verantwortender Probleme, wie es das betreffende JC ja auch sieht, dass sich eine Kommune entsprechend eher für einen solchen Elo entscheiden würde – noch dazu, weil er ja stets sehr gute Zeugnisse hatte.

Feuerwehr, Polizei etc. sind ja auch inzwischen dazu angehalten, bevorzugt Leute mit Migrationshintergrund einzustellen. So meinte ich halt, dass eventuell auch U25er erwerbslose Hilfeempfänger mit und ohne Migrationshintergrund bevorzugt im öffentlichen Dienst in den Kommunen eingestellt werden könnten.
Auch steht hier in der Region häufiger in den Medien zu lesen, dass man sich für junge Erwachsene, die schon ein paar Jahre aus der Schule raus und immer noch ohne Ausbildung sind, vermehrt einsetzen würde.
Ich weiß: Papier ist geduldig und Lippenbekenntnisse von Politikern sind ebenso wie ihre Versprechungen bloß noch Schall und Rauch. Dennoch geschieht mitunter ein kleines Wunder und der eine oder andere Kommunalpolitiker bemüht sich tatsächlich, seine mündlichen Zusagen einzuhalten.

Ich stelle hier ganz sicher keine Fragen ohne Grund. Warum auch? Ich habe im Moment weder ein Zuviel an Zeit oder an Energie, um mich hier im Forum mit meiner Ansicht nach sinnlosen Fragen zu verewigen. Rhetorische oder polemische Fragen stelle ich anderorts ganz anderen Leuten ud auch zu einem sicherlich ganz anderen Zweck. Nur derzeit eben nicht aus persönlichen Gründen.

Übrigens gibt es keine blöden oder sinnlosen Fragen – höchstens blöde oder sinnlose Antworten.
Schade, dass Du nicht näher erläutert hast, weshalb Du meine Frage für überflüssig hältst.

Freydis
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Alt 27.09.2011, 03:43   #4
Erolena
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Standard AW: Bevorzugung von U25-Azubi-Bewerbung beim Kreis?

Es kommt darauf an, was dein Sohn in den letzten Jahren gemacht hat. Wenn das Zeugnis acht Jahre alt ist, muss er mehr in die Waagschale werfen als nur dieses Blatt Papier. Er sollte sich ernsthaft vorbereiten.

Ob ältere eine Chance haben, ist in den Berufen sicher unterschiedlich
z.B. ob Kfm. f. Bürokommunikation, Verwaltungsfachangestellter oder IT-Fachmann.

Im öff. Dienst gibt es sicher am Anfang schriftliche Tests.
z.B hier Einstellungstests zum Üben anklicken:

Einstellungstest öffentlicher Dienst • Eignungstest kostenlos üben • Ausbildungspark Verlag

Für die geeignetsten aus den Tests gibt es eine Einladung zum ausführlichen Gespräch. Dann wird entschieden, wer die Ausbildungsstelle bekommt. Ich vermute, so oder ähnlich läuft es überall.

Es kommt vor, dass Ämter ziemlich unterschiedliche Vorstellungen von 'ihrem' Azubi haben. Die einen suchen einen verständigen jungen Kollegen; andere wollen einen kleinen Azubi, den sie sich 'zurechterziehen' können. Damit muss sich der Bewerber dann abfinden.

Er sollte mal gezielt erforschen, wo ein älterer Azubi gut hin passen könnte. Als Stichworte: Azubis gibt es auch an Instituten, Landesämtern, Talsperrenverwaltungen, Kontrollbehörden, Einrichtungen zur Wirtschaftsförderung, bei Kammern und dazugehörigen Versorgungswerken (IHK, Handwerks-, Zahnärzte-, Tier-, Steuerberaterkammer, ...) , bei Energieversorgern, Stadtwerken, Medienanstalten, Krankenkassen, ...
Erolena ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.09.2011, 03:54   #5
gast_
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gast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/in
Standard AW: Bevorzugung von U25-Azubi-Bewerbung beim Kreis?

Zitat von Freydis Beitrag anzeigen
Er hatte einen Notendurchschnitt von 1,9 auf seinem Zeugnis und mit 24 hat er ja eigentlich schlechtere Chancen als ein 19-jähriger, der frisch von der Schule kommt.

Nicht unbedingt - hängt davon ab warum er erst jetzt eine Ausbildung beginnt. Viele nehmen lieber Ältere, aus verschiedenen Gründen.

Außerdem soll ja angeblich für die U25er nun mehr gemacht werden, damit sie möglichst umgehend in den ersten Arbeitsmarkt kommen.

Sagt wer?

So dachte ich halt im Sinne der sozialen Gerechtigkeit, dass ein junger Erwachsener, der aufgrund unterschiedlicher nicht selbst zu verantwortender Probleme, wie es das betreffende JC ja auch sieht, dass sich eine Kommune entsprechend eher für einen solchen Elo entscheiden würde –

Kann ich mir nicht vorstellen... es sei denn es ginge um Schwerbehinderung, aber davon schreibst du ja nichts

noch dazu, weil er ja stets sehr gute Zeugnisse hatte.

Warum dann erst jetzt Ausbildungsplatzsuche?

Schade, dass Du nicht näher erläutert hast, weshalb Du meine Frage für überflüssig hältst.
Ich hab mich über die Frage auch gewundert - eben weil es sowas meines Wissens nicht gibt... und davon wüßte ich, weil ich meine Tochter ja auch wieder auf Ausbildungsplatzsuche war...
gast_ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.09.2011, 18:42   #6
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Freydis
Beitrag AW: Bevorzugung von U25-Azubi-Bewerbung beim Kreis?

Zitat von Erolena Beitrag anzeigen
Es kommt darauf an, was dein Sohn in den letzten Jahren gemacht hat. Wenn das Zeugnis acht Jahre alt ist, muss er mehr in die Waagschale werfen als nur dieses Blatt Papier. Er sollte sich ernsthaft vorbereiten.

Ob ältere eine Chance haben, ist in den Berufen sicher unterschiedlich
z.B. ob Kfm. f. Bürokommunikation, Verwaltungsfachangestellter oder IT-Fachmann.

Im öff. Dienst gibt es sicher am Anfang schriftliche Tests.
z.B hier Einstellungstests zum Üben anklicken:

Einstellungstest öffentlicher Dienst • Eignungstest kostenlos üben • Ausbildungspark Verlag

Für die geeignetsten aus den Tests gibt es eine Einladung zum ausführlichen Gespräch. Dann wird entschieden, wer die Ausbildungsstelle bekommt. Ich vermute, so oder ähnlich läuft es überall.

Es kommt vor, dass Ämter ziemlich unterschiedliche Vorstellungen von 'ihrem' Azubi haben. Die einen suchen einen verständigen jungen Kollegen; andere wollen einen kleinen Azubi, den sie sich 'zurechterziehen' können. Damit muss sich der Bewerber dann abfinden.

Er sollte mal gezielt erforschen, wo ein älterer Azubi gut hin passen könnte. Als Stichworte: Azubis gibt es auch an Instituten, Landesämtern, Talsperrenverwaltungen, Kontrollbehörden, Einrichtungen zur Wirtschaftsförderung, bei Kammern und dazugehörigen Versorgungswerken (IHK, Handwerks-, Zahnärzte-, Tier-, Steuerberaterkammer, ...) , bei Energieversorgern, Stadtwerken, Medienanstalten, Krankenkassen, ...


Herzlichen Dank für Deine ausführliche Antwort, die uns wirklich sehr weiterhilft.

Es geht um eine Ausbildungsstelle zum "Amtlichen Fachassistenten für das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt", zunächst befristet auf die Ausbildungsdauer, aber interne Weiterbildung und - beschäftigung wird bei Eignung in Aussicht gestellt. Ich könnte mir also durchaus vorstellen, dass da ein Azubi im Alter von 24 bei Ausbildungsbeginn Anfang 2012 gut hinpassen könnte.

Herzliche Grüße,

Freydis
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Alt 27.09.2011, 20:11   #7
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Freydis
Beitrag AW: Bevorzugung von U25-Azubi-Bewerbung beim Kreis?

Zitat von Kiwi Beitrag anzeigen
Ich hab mich über die Frage auch gewundert - eben weil es sowas meines Wissens nicht gibt... und davon wüßte ich, weil ich meine Tochter ja auch wieder auf Ausbildungsplatzsuche war...
Ich habe mehrere Söhne, die allesamt natürlich Ausbildungen suchen oder suchten. Ich weiß dennoch nicht alles über Schulen, Unis, Ausbildungen, Ausbildungshilfen, Zuschüssen, etc. Ich habe (noch) ein sehr gutes Allgemeinwissen, sowie themenbezogenes Spezialwissen. Inzwischen kenne ich auch die theoretische Sozialgesetzgebung in Deutschland und nur in Deutschland. Aber ich weiß nicht sicher wie jene Theorie in der Praxis gehandhabt wird und ich weiß nicht sicher wie Ämter und (Sozial-) Gerichte bei spezifischer Anrufung entscheiden. Etliche Entscheidungen der unterschiedlichen Gerichte kann ich beispielsweise überhaupt nicht nachvollziehen. Dasselbe gilt für jene von Ämtern. Aber ich weiß, dass es mitunter Möglichkeiten gibt, von denen ich bisher nicht einmal etwas ahnte. Mein Wissen ist eben umfangreich, aber leider nicht vollkommen. Genau darum habe ich hier die Frage gestellt und den Thread eröffnet. Vielleicht ist da draußen irgendjemand, der etwas weiß, was meinem Sohn helfen könnte. Und genau dafür gibt es doch ebendieses Forum. Würde ich wissen, dass es eine explizite Hilfe für meinen Sohn gibt, dann hätte ich sie schon gefunden. Ich möchte einfach nichts unversucht lassen, solange ich noch kann.
Übrigens sucht mein Sohn nicht erst jetzt einen Ausbildungsplatz, sondern schon seit Jahren. Zwischendurch hat er immer wieder befristete Jobs in Callcentern gehabt, was ihn völlig fertig machte, weil man dabei Leute über den Tisch ziehen soll. Aber das ist wiederum ein anderes Thema...
ABER: selbst wenn mein Sohn bisher ein von Drogen abhängiger krimineller Arbeitsverweigerer gewesen wäre, der nun mit derzeit noch 23 Jahren entscheidet, nun doch ein normales Arbeitsleben anzustreben, würde ich ihn zunterstützen in seinem Tun und würde es auch für sozial gerechtfertigt halten, wenn er vom Staat unterstützt würde in seinem Bestreben. Allerdings glaube ich doch, dass er mit mehr Hilfe rechnen könnte, wenn er ein von Drogen abhängiger krimineller Arbeitsverweigerer gewesen wäre, der noch dazu in Berlin oä leben würde.

Die vermehrte Zuweisung zu 1-E-Jobs von U25ern, womöglich unmittelbar nach ALG2-Antragsabgabe wird seit ein paar Monaten vor allem damit begründet, dass man mit dieser Maßnahme besonders schnell aktiv werden möchte, um U25er so schnell es geht, in den ersten Arbeitsmarkt zu bringen. Dass dies Unsinn ist, weiß ich eh. Ich dachte mir nur, dass man unter Umständen genau mit dieser Begründung z.B. ein JC dazu bekommen kann, sich vermehrt für eine Beschäftigung von U25ern beim öffentlichen Dienst einzusetzen - zumindest, wenn es auch bereits beschäftigte Mitbewerber gibt.
Ich ging also nicht davon aus, dass man etwa einen Rechtsanspruch haben könnte als H4er und/oder U25er. Klar, als erwerbslose, schwer behinderte Frau mit Migrationshintergrund und ohne Sprachkenntnisse kann man sich am leichtesten einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz sichern. Die Frage ist aber, ob eventuell jene Entscheidungsträger im öffentlichen Dienst eher geneigt sind, jemand mit dem Hintergrund meines Sohnes einzustellen, wenn er explizit darauf hinweist, oder nicht. Oder ob es eventuell eine gewissermaßen interne Weisung gibt, wonach entsprechend den Lebensverhältnissen zu entscheiden wäre, wenn es um die Anstellung im öffentlichen Dienst geht.
Klar ist doch, dass man angeblich sozial benachteiligten Menschen mehr Chancen einzurechnen hat. Gilt das auch für einen jungen Erwachsenen, der aufgrund nicht selbst zu verantwortender Lebensumstände in seiner beschissenen Lebenssituation ist? Mein Sohn war niemals kriminell, hat nie Drogen konsumiert oder sich in irgendeiner Weise antisozial verhalten. Sein stark ausgeprägtes Verantwortungsgefühl brachte ihn dazu, ein paar einschneidende Entscheidungen zu treffen, die sich voraussehbar gegen sein eigenes Wohl und Fortkommen richteten. Dies waren Entscheidungen, die FÜR ANDERE und ausschließlich gegen sich selbst ausfielen. Details dazu möchte ich öffentlich nicht preisgeben. Hinzu kamen katastrophale Ereignisse, die jeden treffen können und vor denen sich manche mittels kostenintensiver Versicherungen schützen zu können hoffen. Aber das geht eben nicht.
Als ich wegen meines letzten Schlaganfalls kürzlich stationär in der Klinik war, fielen mir etliche Broschüren in die Hände, vorwiegend aus der Region, von Ämtern, Institutionen, Vereinen, etc. Auch die regionale Tagespresse las ich nun in Druckform, mit Beilagen auch aus anderen Regionen NRW's; jene Druckausgaben sind erheblich umfangreicher als deren Online-Ausgaben. In unzähligen Interviews und Berichten stand zu lesen, was nicht alles seit ein paar Monaten für Jugendliche und junge Erwachsene getan würde. Indes habe ich bisher im realen Leben nichts davon mitbekommen.
So ging ich dann auch zum sozialen Dienst des Krankenhauses und wurde erneut enttäuscht: denn die angeblich so rührigen Sozialarbeiterinnen dieser klösterlichen Klinik mit Kapelle, Kirchengeläut und angschlossenem Kloster wußten zwar allerlei Dinge darüber, wie man alte oder chronisch kranke Menschen schnellstmöglich in einem Pflegeheim loswerden kann, aber darüber hinaus hatten sie schlicht null Ahnung von irgendwas! Selbst mir mit meinen eindeutigen Diagnosen und im akuten Zustand der Hilfebedürftigkeit konnten sie nicht weiterhelfen. So versprachen sie mir, sich spätestens am nächsten Tag bei mir am Bett zu melden. Dies geschah nicht. Am letzten Tag meines Klinikaufenthats fand ich bei Rückkehr vom EKG einen handgeschriebenen Zettel auf meinem Bett mit nur der Adresse eines Pflegeheims...


Wäre mein Haus damals nicht abgebrannt und hätte ich damals nicht alles verloren und wäre zu dem Zeitpunkt nicht mein Vater schon tot gewesen und hätte es nicht meine Schwester gegeben und hätte ich seinerzeit nicht den falschen Mann geehelicht und hätte ich Hilfe dabei gehabt, mich von diesem Mistkerl zu trennen und hätte ich das dann auch früher getan und wäre nicht unser aller Leben mit Nachweisen, Dokumenten, Erinnerungen, Notizbüchern mit Namen und Adressen in Flammen aufgegangen und hätte mein damals engster Freundeskreis sich nicht mitten in der Katastophe rar gemacht, und hätte ich mich nicht alleine gegen einen Kinderschänder mitsamt einer Riege von Anwälten stellen müssen ohne die Hilfe von Polizei und Justiz, und hätte ich während meiner Tätigkeit als freie Journalistin mit dem Spezialthemen Gesundheit und Soziales wegen meines starken Empfindens für soziale Gerechtigkeit nicht ständig gegen das ungeschriebene Gesetz der politischen Korrektheit verstoßen, ...... dann wäre ich niemals ALG2-Empfänger geworden und meine Kinder hätten problemlos ihre Ausbildungen machen können. Aber diese Erkenntnis ist allein dazu da, um in die Tonne gekloppt zu werden.

Hier in Mönchengladbach gibt es ein selbstverständlich nicht staatliches Ausbildungsprojekt für lernschwache Jugendliche. Es geht um 10 Ausbildungsplätze für den Schreiner- und Trockenbauerberuf. Diese Jugendlichen werden planmäßig in örtlichen Betrieben ausgebildet und für das Projekt werden private Förderer gesucht, die für die Dauer von drei Jahren monatlich ganze 10,00 € spenden )steuerlich absetzbar!!!), um damit die Ausbildungskosten abzudecken.
Von diesem Projekt habe ich rein zufällig erfahren, dem JC ist es auch gänzlich unbekannt. Keiner meiner Söhne kommt dafür leider in Frage, weil ihre Zeugnisse zu gut sind. Dieses Projekt macht mir Hoffnung, da es zeigt, dass es ja doch einzelne Leute da draußen gibt, die – obwohl sie nicht selbst betroffen sind – erkennen, dass wir eben nicht diesen stets propagierten Rechts- und Sozialstaat haben und vieles im sozialen Bereich im Argen liegt.
Ebenso, wie viele dieses oder ähnliche Projekte nicht kennen, hätte es also sein können, dass es ein Projekt gibt, für welches mein Sohn in Frage käme. Oder es hätte eine mir unbekannte Richtlinie oder Weisung geben können, die meinem Sohn geholfen hätte, diesen oder einen ähnlichen Ausbildungsplatz zu bekommen. Also bitte wundert Euch nicht, wenn man eine solche Frage stellt wie ich sie beim Erstellen dieses Threads gestellt habe.

Es grüßt Euch,

die Freydis
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Alt 27.09.2011, 20:25   #8
gast_
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Standard AW: Bevorzugung von U25-Azubi-Bewerbung beim Kreis?

Den ganzen Text hättest dir - für mich- sparen können

Natürlich sollte jeder eine Chance bekommen, aber entscheiden tut der Arbeitgeber, wem er eine Chance gibt.

Ich kann dir sagen: Oft steht vor Ausschreibung schon fest, wer genommen wird - aber das Auswahlverfahren muß ja durchgezogen werden...
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Alt 27.09.2011, 20:30   #9
Freydis->Emailproblem
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Freydis
Beitrag AW: Bevorzugung von U25-Azubi-Bewerbung beim Kreis?

Zitat von Kiwi Beitrag anzeigen
Den ganzen Text hättest dir - für mich- sparen können

Natürlich sollte jeder eine Chance bekommen, aber entscheiden tut der Arbeitgeber, wem er eine Chance gibt.

Ich kann dir sagen: Oft steht vor Ausschreibung schon fest, wer genommen wird - aber das Auswahlverfahren muß ja durchgezogen werden...

Dann hatte ich offensichtlich Deine Fragen im Beitrag hier http://www.elo-forum.org/25/80032-be...tml#post940990 fehlinterpretiert. Keinesfalls wollte ich Dir Zeit rauben...
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Alt 27.09.2011, 20:31   #10
Justician
 
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Justician Justician Justician
Standard AW: Bevorzugung von U25-Azubi-Bewerbung beim Kreis?

Zitat von Kiwi Beitrag anzeigen
Den ganzen Text hättest dir - für mich- sparen können

Natürlich sollte jeder eine Chance bekommen, aber entscheiden tut der Arbeitgeber, wem er eine Chance gibt.

Ich kann dir sagen: Oft steht vor Ausschreibung schon fest, wer genommen wird - aber das Auswahlverfahren muß ja durchgezogen werden...
Das sind dann sogenannte MiKis (Mitarbeiterkinder) oder Kukis (Kundenkinder)
Justician ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.09.2011, 21:51   #11
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Anzi Anzi
Standard AW: Bevorzugung von U25-Azubi-Bewerbung beim Kreis?

Das passt jetzt nicht zur Ausbildung beim Kreis, aber:

Es gibt Unternehmen, die ausbildungssuchende ALGII-Empfänger sehr gerne nehmen, die Ausbildung dann als EQJ tarnen (den AZUBIplatz also nicht zum regulären Ausbildungsstart besetzen sondern warten, bis sie das EQJ anbieten können), dann eine sehr billige Arbeitskraft bekommen und den "AZUBI" dann nach fast einem Jahr im Unternehmen ins erste Lehrjahr übernehmen, obwohl der AZUBI schon fast ein Jahr im Unternehmen tätig ist und auch die entsprechende Berufsschule besucht hat.
Wenn man das Unterstützung von U25 nennt - ja, dann gibt es sie. *hüstel
Anzi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.09.2011, 04:18   #12
hilfesucher
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hilfesucher Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Bevorzugung von U25-Azubi-Bewerbung beim Kreis?

Sorry für meine Einmischung...

hüstel, hüstel, hüstel...
hilfesucher ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.09.2011, 13:00   #13
gast_
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Standard AW: Bevorzugung von U25-Azubi-Bewerbung beim Kreis?

Zitat von hilfesucher Beitrag anzeigen
Sorry für meine Einmischung...

hüstel, hüstel, hüstel...
Wo hast du dich denn eingemischt?

Mit diesem Beitrag ja wohl nicht...
gast_ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.09.2011, 19:33   #14
Anzi->Emailproblem
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Anzi Anzi
Standard AW: Bevorzugung von U25-Azubi-Bewerbung beim Kreis?

Weil ich immer mal wieder nach Ausbildungsplätzen schaue - grade gefunden

Zitat:
Zum gegenseitigen Kennenlernen und für einen Einblick in die angebotene Ausbildung bieten wir den Einstieg über eine Einstiegsqualifizierung (EQ) sowie die Möglichkeit eines Praktikums.
Ende September 2011 für den Ausbildungsbeginn September 2012
Anzi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.09.2011, 21:34   #15
Freydis->Emailproblem
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Freydis
Beitrag AW: Bevorzugung von U25-Azubi-Bewerbung beim Kreis?

Zitat von Anzi Beitrag anzeigen
Weil ich immer mal wieder nach Ausbildungsplätzen schaue - grade gefunden



Ende September 2011 für den Ausbildungsbeginn September 2012

LOL Das erinnert mich irgendwie an Bürgerarbeit oO
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Freydis ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.09.2011, 22:08   #16
Anzi->Emailproblem
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Anzi Anzi
Standard AW: Bevorzugung von U25-Azubi-Bewerbung beim Kreis?

Zitat von Freydis Beitrag anzeigen
LOL Das erinnert mich irgendwie an Bürgerarbeit oO
Sorry, aber das ist in meinen Augen reinste Ausbeutung. Hab selbst ein EQJ gemacht und hatte auch andere in der Klasse. Mit gings ja noch gut, aber die eine hatte bei einem großen Elektronikeinzelhandel von November bis Dezember 2009 Praktikum gemacht, von Januar bis August 2010 das EQJ und wurde dann im September 2010 in Lehrjahr 1 übernommen. Jetzt ist sie immerhin im zweiten Lehrjahr. Großes Kino.

Und das tollste daran ist, dass man 212€ bekommt, die natürlich wie bei allen anderen auch angerechnet werden. Nach Abzug der Fahrtkosten gabs dann eine 32-40 Stunden Woche für 95€ zusätzlich zu ALGII im Monat, dazu natürlich immer der Vermittler mit Terminen und Gesprächen und der restliche ALGII-Wahnsinn, weil nicht mal die Anrechnung richtig gemacht wurde.

Für Geld macht man so was nicht. Sondern dafür überhaupt eine Perspektive zu bekommen.
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