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Alt 12.08.2006, 08:30   #1
magge->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 11.08.2006
Beiträge: 6
magge
Standard GfA Ludwigshafen und die Folgen

Am 17.5.2006 kam mein Stiefsohn zu Besuch zu uns um hier in Ludwigshafen eine Wohnung zu suchen.
Er suchte dann schätzungsweise am 18.5. ( genauer Termin ist nicht mehr bekannt) die GfA Ludwigshafen auf um einen Antrag auf ALG II zu stellen.
Dieser wurde ihm samt einem neuen Termin für den 29.5.2006 auch ausgehändigt.
Zuhause eingetroffen füllten wir gleich diesen Antrag aus und ich schickte den Sohn wieder zur GfA Ludwigshafen zur Abgabe.
Der zuständige Fallmanager Herr T++++ S+++++ verweigerte jedoch die Annahme mit der Begründung man habe erst am 29.5. wieder Termin und gab meinem Stiefsohn lediglich einen Vordruck mit welche Wohnungsgrösse/preis ihm als alleinstehender zusteht.
Somit bemühten wir uns gleich um entsprechenden Wohnraum und fanden auch einige angemessene Wohnungen.
Da grundsätzlich Kaution zu zahlen war, fragte mein Stiefsohn am 22.5.2006 nach ob diese Kosten von der GfA übernommen würden, was jedoch verneint wurde.
Ebenso verneint wurde auch eine Erstausstattung ( Bett - Schrank und ähnliches).
Man verlangte dann vom Vermieter eine entsprechende Aufschlüsselung die ich auch gleich telefonisch anforderte. Diese kam einen Tag später mit der Post, worauf mein Stiefsohn sofort nach Erhalt nach Ludwigshafen fuhr und diese abgab. Die Wohnung wurde sodann genehmigt.
Am 29.5 stand mein Stiefsohn ein weiteres mal bei der GfA zur Abgabe des ALG II Antrages der dann auch angenommen wurde.
Danach fuhr mein Stiefsohn dann zunächst zurück nach Hof/Bayern um dort seinen Umzug vorzubereiten.
Am 2.6 war er wieder zurück und verbrachte die Tage bis zum Einzug am 16.6 dann in unserem Haus.
Meldete sich gleich am 3.6 bei der GfA das er zurück sei und fragte wie es nun weiterginge und wann das Projekt IsA starten würde.
Man teilte ihm mit das er sich am 16.6. dann im CJD Ludwigshafen, Ludwigsstrasse 44 einfinden müsse.
An jenem Tag wurde zunächst ein Profiling erstellt und er bekam diverse Papiere mit. Darunter eine Liste mit Zeitarbeitsfirmen die er in einer vorgegebenen Zeit
abzuarbeiten habe. Dieser zeitraum war jedoch so knapp bemessen das er zweifelte dies zu schaffen.
Angesprochen von einer Frau R++++ auf seine zerschnittenen Unterarme äusserte mein Stiefsohn das die Vermutung nahe läge an Borderline zu leiden.
Somit erwartete man ebenfalls, das mein Stiefsohn einen Therapeuten aufsucht. Auch dies wieder in einer vorgegebenen Zeit.
Da mein Stiefsohn aber auch täglich an diversen Veranstaltungen ( Profiling - Bewerbungstraining - Praktikum) teilnehmen musste verzweifelte er an den zeitvorgaben der IsA und fürchtete diese nicht zu schaffen und somit jeden Anspruch zu verlieren.
Bis zu diesem Zeitpunkt bekam er keinerlei finanzielle Zuwendungen sodas er auch eine Praxisgebühr - Telefonate und ähnliches nicht hätte zahlen können. Gelder für Miete und Lebenshaltungskosten bekäme er erst wenn am Ende des Monats und nachdem auch die benötigte Lohnsteuerkarte eingetroffen sei.
Diese Lohnsteuerkarte sei am letzten Wohnort ( somit in Bayern) anzufordern. Bei einem Besuch bei uns telefonierte er dann mit dem Einwohnermeldeamt in Hof ( er selbst hatte ja kein geld für einen nötigen Anruf sondern bekam vielmehr gesagt er solle dann eben hinfahren diese holen) und forderte die Karte an.
Das Einwohnermeldeamt verschickte diese Karte jedoch an eine nicht existierende Adresse ( Heringsstrasse statt Heinigstrasse) und somit gab es aufgrund der fehlenden Karte am 30.6 keinen Lohn.
Da mein Stiefsohn dann aber wenigstens das Abarbeiten der Zeitarbeitsfirmen schaffen wollte, blieb er dem Projekt IsA vom 26.6 - 30.6 fern und besuchte eben in dieser Zeit diverse Firmen. An den nachweiszettel den er mitzuführen hat dachte er in dieser Zeit nicht und ging auch davon aus, das die Firmen ( wie auch die Fa. Ranstadt) dies telefonisch an IsA weitergeben und er somit abgesichert sei.
Wie wichtig gerade diese nachweise waren, war meinem Stiefsohn in keinsterweise klar.
Am 5.7.2006 sollte dann ein Praktikum bei der Firma ZAB - Frankenthal stattfinden.
Bedingt durch die verspätung des Zuges, verpasste mein Stiefsohn gleich am ersten Tag den Fahrdienst der Firma und meldete dies auch der CJD / IsA.
Am 6.7.2006 jedoch klappte alles und er ging seiner Tätigkeit nach.
Am 7.7.2006 bekam mein Stiefsohn gleich am morgen einen schweren Migräneanfall den er auch umgehend persönlich meldete. Die Sachbearbeiterin Frau R+++++
nahm diesen auch zur Kenntnis und bestätigte noch das man meinem Stiefsohn ansehen würde das es ihm schlecht ginge. Trug ihm jedoch auf sich eine Krankmeldung zu besorgen. Dieser Aufforderung konnte mein Stiefsohn der inzwischen unter erheblichen Schmerzen und Sehstörungen litt an diesem Tag aber nicht nachkommen.
Am 10.7 ereilte ihn dann die fristlose Kündigung aus dem Projekt IsA.
In diesem ganzen Zeitraum hat mein Stiefsohn mehrfach nach Geld gefragt weil zu einen die halbe Miete für Juni sowie die volle Miete Juli offenstand.
Von Antragsannahme am 29.5. - 10.7 bekam er lediglich einmalig 50 Euro vom Fallmanager T++++ S+++++, sowie 21,00 Euro Fahrgeld seitens der IsA um zum Praktikum nach Frankenthal gelangen zu können.
Nach seiner Kündigung traute mein Stiefsohn sich leider nicht uns davon in Kenntnis zu setzen. Erst durch einen Zufall erfuhr ich von allem und zog Erkundigungen ein.
Am 1.8. hat mein Stiefsohn sich dann selbsttätig um Arbeit bemüht indem er in Mannheim einige Zeitarbeitsfirmen besucht hat und bei einer (CIP) dann auch am 2.8. einen Arbeitsvertrag bekam. Am gleichen Tag ( dem 2.8) trat er auch eine Stelle an, die jedoch nur wenige Stunden andauerte, da er am Nachmittag dann zusammenbrach und mit einem Notarztwagen ins Hetzelstift Neustadt/Weinstrasse verbracht wurde. Diagnose: völlige Dehydrierung sowie Hyperventilierung. Er hatte im Vorfeld schon seit einigen Tagen nichts gegessen ( mangels Geld) und auch nichts getrunken.Am 3.8.2006 wurde der Arbeitsvertrag dann auch gekündigt.Grund: die schlechte körperliche Verfassung meines Stiefsohnes.

Am 8.8.2006 hatten wir dann den ersten Termin bei der GfA-Ludwigshafen. Erschienen sind dort dann meine Frau , mein Stiefsohn selbst sowie auch meine Person.
Zu Anfang des Gespächs musste mein Stiefsohn jedoch eine Schweigepflichstentbindung unterschreiben.
Als nächstes erfuhren wir dann, das die Miete nicht gezahlt wurde weil man Strafanzeige wegen Betruges geben meinen Stiefsohn erstatten wollte.
Begründung lautete: ich selbst hatte im Mietvertrag eine Bürgschaft übernommen für den Fall das mein Stiefsohn in Schwierigkeiten kommen würde.
Somit sei von einer Bedürftigkeit keine Rede mehr und die Miete würde so auch nicht gezahlt.
Uns jedoch ging es inzwischen auch um die Feststellung das mein Stiefsohn psychisch krank ist, da sich immer wieder herausstellt das er für sich alleine in dem Masse nicht sorgen kann, seine Rechte und Pflichten nicht kennt und bei grossem Druck sich die Arme aufschneidet oder aber auch vermehrt Selbstmordgedanken hat.
Davon so sagte der Fallmanager habe er ja nichts wissen können.Er frage die Leute nur ob sie arbeiten können und würde die dann an IsA weiterschicken.
Sodann erklärte er uns das wir nun erstmal ein Attest benötigen das der Stiefsohn arbeitsunfähig sei. Dieses sollten wir besorgen und dann am 9.8.2006 wieder vorstellig werden damit ein neuer Antrag aufgenommen werden könne.Wir müssten jedoch nicht immer alle kommen. Es würde auch reichen wenn mein Stiefsohn alleine kommt falls wir verhindert seien.
Am 9.8. besuchten wir einen Psychiater der aber kein Attest ausstellen konnte,sondern erst die Akten aus den verschiedenen Psychiatrien in denen mein Stiefsohn sich zu früheren Zeitpunkten befand, anfordern müsse.
Ohne etwas in der Hand wurden wir wieder beim Fallmanager vorstellig und erklärten die Sachlage.
Vor uns auf dem Tisch lag bereits ein neuer Antrag. Datiert auf den 3.8.2006. Als meine Frau anmerkte das ich gerne dann noch einen Ablehnungsbescheid mit der gegeben begründung wegen der Mietbürgschaft hätte, fuhr der Fallmanager diese an das es soetwas nicht geben würde. Das er mit sowas garnichts zu tun hätte sondern er nur die Leute weitervermitteln würde.
Es gäbe grundsätzliche keine Bescheide. Er brach daraufhin die Diskussion darum ab und erklärte weiter den neuen Antrag.
Später sprach er dieses Thema von sich aus nochmal an und machte nochmals klar, das die GfA lediglich vermittelt.
Auf den erneuten Einwand meiner Frau, das mein Stiefsohn ja schon einmal einen Antrag am 29.5 abgegeben habe wurde uns von ihm selbst mitgeteilt das er diesen Antrag zerrissen habe.
Wir sprachen dann das Überbrückungsgeld an und bekamen mitgeteilt das es sowas längst nicht mehr geben würde.
Nach dieser Aussage waren wir entlassen und sollten zu einer anderen Fallmanagerin die mit uns den neuen Antrag durchsprechen soll. Diesen Antrag sollen wir am 17.8. dann ausgefüllt zurück geben.

Dies war eine Zusammenfassung all dessen was seit dem 29.5 hier geschieht.
Mein Stiefsohn ist absolut garnicht in der Lage da selbst irgendwas zu machen geschweige denn sich selbst helfen zu können.
Seit dem 16.6. hat er bis zum heutigen Tage ausser den 50 Euro vom Fallmanager kein Geld bekommen.
Die Lohnsteuerkarte ist jedoch nach 3maliger Aufforderung meinerseits endlich eingetroffen.
Auch dies hätte mein Stiefsohn wohl alleine garnicht anstrengen können weil er eben kein Geld hatte um selbst hinzufahren oder aber dort ständig anzurufen.
In der Zwischenzeit sind Mietschulden aufgelaufen und auch die fristlose Kündigung seiner Wohnung zum 7.8 stand unmittelbar bevor.
Dies konnten wir jedoch abwenden indem wir zunächst auf Darlehnsbasis einen Teil gezahlt haben.


LG
Magge
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