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Start > > -> Ausziehen von Zuhause mit 18 wenn dieSituation unerträglich

U 25 Alles für junge Erwachsene unter 25


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Alt 11.07.2006, 21:06   #1
Rachel1983->Emailproblem
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Registriert seit: 28.09.2005
Beiträge: 4
Rachel1983
Standard Ausziehen von Zuhause mit 18 wenn dieSituation unerträglich

Hallo,

ich schreibe im Auftrag eines Bekannten. Er geht noch zur Schule hat aber jetzt wahrscheinlich den Abschluß (war auf der Wirtschaftschule)
und kommt ab oktober evtl. in den Bund (er hat die Musterung)
Seine Mutter ist alleinerziehend sie macht eine Umschulung und bekommen deshalb ALG II.
Er hat noch einen Bruder aber die Situation ist für ihn nicht mehr tragbar. Seine Mutter wirft ihm ständig vor das sie eine Last seien
und fressen ihr die Haare vom Kopf. (Ist schon vorgekommen das sie eine Woche lang nichts eingekauft hat weder Essen noch Trinken)
Es war auch nichts im Haus! Sie selber ist abends zum Mäc oder eben auswärts was gegessen.
Sie geht auf ihn los mit Küchenutensilien ect. schreit viel usw.
Wenn er seine Sachen packen will, möchte sie nicht das er geht er sei noch nicht bereit für das Leben draussen usw.
Er kann diesen Psychoterror aber nicht mehr ertragen.
Da er schon 18 ist meine Frage kann er sich eine 1 Zimmer Wohnung nehmen und ausziehen?
Muß er erst zum Amt? Kann das Amt was dagegen haben?
Ich hab ihm geraten zu seinem Sachbearbeiter zu gehen und ihm die Lage zu schildern.
Nun er war heute dort und der Sachbearbeiter meinte solange er seine Mutter nicht anzeigt gibt es kein Geld vom Amt!
Kann das sein? Er muss seine eigene Mutter erstmal anzeigen?
Das wird er nicht tun, sie ist nunmal trotzdem seine Mutter.
Gibt es keinen anderen Weg? Gibt es einen Paragraphen auf den er sich berufen kann?

Danke euch schonmal vielmals!
Rachel1983 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.07.2006, 21:11   #2
Arania->Emailproblem
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Registriert seit: 05.09.2005
Beiträge: 17.196
Arania Arania Arania Arania Arania Arania
Standard

Als Wehrpflichtiger gibt es erstmal Sold, das ist nicht viel, aber man hat seinen Wohnort - wenn man will- auch in der Kaserne, das heisst er bräuchte keine eigene Wohnung und auch nicht zur Mutter, immer vorausgesetzt er wird wehrtauglich gemustert und eingezogen.

Wie es ist wenn er jetzt ausziehen will, dann denke ich muß er nach den neuen Regeln schon ein zerüttetes Verhältnis nachweisen, also eine unhaltbare Situation zuhause, ob das über eine Anzeige erfolgen muß, weiß ich leider nicht.
Arania ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.07.2006, 21:14   #3
Arco
Elo-User/in
 
Registriert seit: 11.02.2006
Ort: Kassel / Hessen
Beiträge: 4.272
Arco
Standard

... ja das wird so sein - lese mal untern im Forum in der Sparte U 25 quer da wirst du einige Antworten auf deine Fragen finden.

Nur in Härtefällen könnte er ausziehen und das muß er irgendwie nachweisen - deshalb der Hinweis des SB`s.

Den Antrag für Alg2 hat er doch wohl gestellt ? ? damit wenigstens die 276 Euro fließen und das KG für die Überbrückung bis zum Wehrdienst.

Wenn er da hin will, sollte er sich "freiwillig" melden damit es schneller geht und dann ist er erst mal weg ..... gut für Manche kein guter Rat :pfeiff: :pfeiff:
Arco ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.07.2006, 22:33   #4
Cha
Elo-User/in
 
Registriert seit: 27.06.2006
Beiträge: 761
Cha Cha Cha Cha Cha
Standard

Selbstverständlich kann der junge Mann ausziehen.

Nur kann er nicht damit rechnen, dass der Staat ihm auch die Miete zahlt.

Nach den neuen Regelungen wird die Miete nur übernommen, wenn der kommunale Träger dies vor dem Umzug verbindlich zugesichert hat.

Der kommunale Träger ist zur Zusicherung verpflichtet,
- wenn der Betroffene aus schwerwiegenden sozialen Gründen nicht auf die Wohnung der Eltern oder eines Elternteils verwiesen werden kann,
- der Bezug der Unterkunft zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt erforderlich ist oder
- ein sonstiger, ähnlich schwerwiegender Grund vorliegt.

Diese Gründe sollten glaubhaft und nachprüfbar sein.

Beispiele wären tätliche Übergriffe und Straftaten, die zur Anzeige gelangt sind oder eine Verwahrlosung, die beim Jugendamt bereits aktenkundig wurde.

Nicht dazu gehören die üblichen Streitereien mit pubertierenden Teenies, wenn den armen Eltern die Haare vom Kopf gefressen werden, der Musikgeschmack bei lautstarkem Techno auseinandergeht oder die Erwartungen beim Lernverhalten zu hoch angesetzt werden.

Im konkreten Einzelfall kann nur der zuständige SB weiterhelfen, bei Zweifeln ist auch ein weiteres klärendes Gespräch mit dem Vorgesetzten möglich.

Ein kleiner Hinweis am Rande:
Der junge Mann kann sich die ihm zustehenden Regelleistungen auch direkt auszahlen lassen.
Damit kann er vermeiden, dass die Mutter seine Regelleistungen für eigene Zwecke ausgibt.

Viele Grüsse

Cha
Cha ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.07.2006, 22:55   #5
Arco
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Registriert seit: 11.02.2006
Ort: Kassel / Hessen
Beiträge: 4.272
Arco
Standard

@ Cha

das hat ja auch keiner behauptet das er nicht ausziehen kann.

Allerdings wenn er Pech hat von 276 Euro leben zu müssen ist nicht gerade sinnvoll und hat dann nichts mit der Freizügigkeit zu tun.

Also nicht wieder falschverstehen, nur für den Fall wenn die Arge stur ist und den Umzug nicht anerkennt und er sich evtl. gerichtlich "sein Recht" erstreiten muß.....
Arco ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.07.2006, 23:12   #6
Barney
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Beiträge: n/a
Standard

Mir kommt da so ein Gedanke...

Du schreibst, er geht jetzt zum Bund, seinen Wehrdienst leisten. In dieser Zeit ist er nicht bedürftig und bekommt auch keine Leistung vom Amt? In der Zeit, in der man keine Leistungen bekommt, kann doch auch ein U25 Jugendlicher machen und hinziehen, was und wohin er möchte.

Es kann doch wohl niemand von einem Jugendlichen erwarten, dass er sicherheitshalber bei den Eltern, hier der Mutter, wohnen bleibt, falls er wieder bedürftig wird.

Wie alt ist denn der Bruder? Auch U25 oder vielleicht noch minderjährig?Wenn der auch tagelang nichts zu essen bekommt, sollten sie sich an die Familienfürsorge wenden.

Am besten mal bei Google suchen:
http://www.google.de/search?hl=de&q=...cr%3DcountryDE

Auch im Falle des Jugendlichen, für den du hier schreibst, wäre eine Beratung in der Familienfürsorge angebracht. Die können aus ihren Erfahrungen ganz sicher beurteilen, ob die Situation im Haus der Brüder die Bedingungen, die dieses Gesetz stellt, erfüllt. Schlimm genug, dass Jugendliche in ihrer Entfaltung so eingeschränkt werden.

:| :| :|
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Alt 11.07.2006, 23:45   #7
Ludwigsburg
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Zitat von Barney
Mir kommt da so ein Gedanke...
Mir auch, Barney!

Was, wenn er sich jetzt eine Wohnung mietet? Dann muß der Bund doch dafür aufkommen, da er sie vorher schon hatte? Wenn er also jetzt keinen ALG II Antrag stellt... sich irgendwo Geld für leiht, um über die Runden zu kommen, dann muß das Amt doch nach dem Bund zahlen, und kanns nicht verweigern, oder?

Gruß aus Ludwigsburg
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Alt 11.07.2006, 23:59   #8
Barney
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Zitat:
Was, wenn er sich jetzt eine Wohnung mietet? Dann muß der Bund doch dafür aufkommen, da er sie vorher schon hatte? Wenn er also jetzt keinen ALG II Antrag stellt... sich irgendwo Geld für leiht, um über die Runden zu kommen, dann muß das Amt doch nach dem Bund zahlen, und kanns nicht verweigern, oder?
Oder so! :mrgreen:

Während man seinen Wehrdienst leistet, kann man wohl keine Wohnung mieten? Verstehe ich das jetzt richtig? Wie ich das in Deutschland so kenne, gibt es dafür ganz gewiss irgendwo Dienstvorschriften.

Auch dazu müßte man in der Familienberatung was wissen.
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Alt 12.07.2006, 02:20   #9
Ludwigsburg
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Zitat von Barney

Während man seinen Wehrdienst leistet, kann man wohl keine Wohnung mieten?
Mieten schon, aber dann müssen die kosten nicht übernommen werden!
Die übernehmen nur, was vorher da ist. Sonst würden viele das ausnutzen.

Die genauen Regelungen kenn ich aber auch nicht.

Gruß aus Ludwigsburg
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Alt 12.07.2006, 07:32   #10
Grobi->Emailproblem
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Registriert seit: 09.06.2006
Ort: Düsseldorf
Beiträge: 346
Grobi
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Zu meiner BW-Zeit (98 bis 02) war das mit den Wohnungen für Grundwehrdienstleistende so:
- Wenn die Wohnung mindestens 6 Monate (Nachweis: Mietvertrag) dem zukünftigen Soldaten gehörte wurde diese auf Antrag für die Dauer des Wehrdienstes bezahlt. Ein Anruf beim zust. Kreiswehrersatzamt genügte, um die notwendigen Vorgänge in Gang zu bringen, klappt auch übergangsfrei.
- Bei weniger als 6 monaten KONNTE eine Ausnahme gemacht werden, wenn der Grundwehrdienstleistende diese begründen kann. Beispiel hierfür: Top-wohnung, geringe Miete, Keine absicht zur weiterverpflichtung aufgrund von Selbstständigkeit oder gesicherter ziviler beruflicher Zukunft, ... (wohlgemerkt: ALLE diese Gründe!)

Ich hätte ausserdem folgenden Vorschlag:
Bis zum beginn des Wehrdienstes die Situation aushalten. Wenn der Einzugstermin erst bekannt ist ist alles leichter zu ertragen - "Ende in Sicht" und so.
Am zweiten Tag zum Spiess/Truppführer, Einzelgespräch erbitten wgn. persönlicher Probleme. Diesem dann die Situation ehrlich und vollständig schildern. Entweder hilft er direkt oder er leitet weiter zum "Sozialen Dienst", DIE kümmern sich auf jeden Fall. Bei einem besch*****n Spiess: Selber den Sozialen Dienst anrufen, Nummer kriegt man im GeZi.
Für die Dauer des Wehrdienstes die Unterkunft in der Kaserne als Wohnsitz nutzen. Ist zwar bescheiden, aber für Grundwehrdienstleistende umsonst. Wichtig: Ummeldung beim Einwohnermeldeamt nicht vergessen!
2 monate vor der Entlassung kann man dann ja sehen, wie es weitergeht - Länger beim Bund oder zurück ins zivile. In beiden Fällen hilft der Spiess bestimmt wieder. Bei der Rückkehr ins zivile bedenken, das man eine (zugegebenermassen recht kleine) Abfindung erhält - prima geeignet, um die Kaution einer kleinen, vom Amt genehmigten Wohnung zu stellen! wichtig ist dann nur das frühzeitige Organisieren und beantragen.

Nachtrag: Wie reagiert denn dein SB auf eine Ärztliche Bescheinigung eines Psychotherapeuten, der gesundheitliche Konsequenzen bescheinigt, wenn die Stress-Situation nicht gelöst werden kann? Das sollte doch den "Härtefall" ebenfalls nachweisen können, oder?

Ich hoffe, das hilft dem Bekannten.
__

«Die Halunken in Berlin müssen weg, die können es nicht»
E. Stoiber, Aschermittwoch 2004 in Passau.
Man sieht also: Auch Politiker begreifen es manchmal doch!
Neulich auf dem Spielplatz: "Söder hier nicht so rum" - Tim, 10 Jahre, zu einem gleichaltrigen, der völligen Unfug erzählte.
Grobi ist offline   Mit Zitat antworten
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ausziehen, diesituation, unertraeglich, unerträglich, zuhause

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