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U 25 Alles für junge Erwachsene unter 25


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Alt 20.03.2013, 09:09   #1
VioletFerns->Emailproblem
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Registriert seit: 20.03.2013
Beiträge: 1
VioletFerns
Beitrag Fragen zur Antragstellung

Hallo liebes Forum,

ich bin 21 und habe letztes Jahr meine Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin abgeschlossen. Bis 22. Februar habe ich weiterhin eine Fremdsprachenschule besucht, mit dem Ziel Übersetzer zu werden. Leider musste ich die Ausbildung abbrechen, da ich zu Hause zu viel Stress hatte und mich nicht mehr auf die Schule konzentrieren konnte.

Ich wohne seit einem Jahr mit meiner Mutter und ihrem Mann zusammen. Meine Mutter ist psychisch krank (bipolare Störung) und das vergangene Jahr war einfach nur grauenvoll. Meine Mutter hat ihre Medikamente nur sporadisch genommen, d.h. ihr Verhalten war unberechenbar, zwei Selbstmordversuche, sie und ihr Mann streiten sich ständig (Polizei war auch schon da), und zudem hat sie auch noch versäumt ihre Rechnungen zu bezahlen und hat nun einen Haufen Schulden und musste Privatinsolvenz anmelden. Wir sind privat versichert, und da sie auch ihre bzw. unsere Arztrechnungen nicht rechtzeitig beglichen hat, weigert meine Neurologin mich zu behandeln und ich bin mittlerweile bei einem anderen Neurologen wegen ADHS und Depressionen in Behandlung.

Ich habe mich am 19.02.2013 online arbeitssuchend gemeldet, am 21.02 folgte dann ein Anruf, Daten wurden abgeglichen und mir wurde mitgeteilt, dass meine Vermittlerin erst ab 08.03. wieder Termine frei hat. Am 15.03 musste ich dann zu einer Informationsveranstaltung für arbeitssuchende die keine Leistungen beziehen und habe dort nochmals nach einem Termin bei meiner Vermittlerin gefragt und habe jetzt zum 16.04. einen Termin bei ihr.

Nun möchte bzw. muss ich aber noch ALG II beantragen, aber der ganze Ablauf ist für mich etwas verwirrend, besonders wg. der speziellen Regeln für Menschen unter 25, und habe daher einpaar Fragen:

Reicht die Arbeitssuchendmeldung, oder muss ich mich noch arbeitslos melden und dann erst den Antrag abgeben?

Zählen meine Mutter und ihr Mann zur Bedarfsgemeinschaft oder soll ich den Antrag nur für mich alleine ausfüllen?

Ist die psychische Krankheit meiner Mutter ein "Härtefall", d.h. würde mir eine eigene Wohnung gezahlt werden?

Vielen Dank für eure Hilfe!
VioletFerns ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.03.2013, 14:45   #2
Seepferdchen
Foren-Moderator/in
 
Benutzerbild von Seepferdchen
 
Registriert seit: 19.11.2010
Beiträge: 20.650
Seepferdchen Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Fragen zur Antragstellung

Hallo VioletFerns und willkommen,

Zitat:
Ist die psychische Krankheit meiner Mutter ein "Härtefall", d.h. würde mir eine eigene Wohnung gezahlt werden?
hier erstmal für dich ein paar Infos in dem Link bei dem Thema eigne Wohnung, schau dir
das mal an.

http://www.elo-forum.org/25/61881-pr...sberatung.html

Zu deinen anderen Fragen melden sich noch einige user.

__

  1. mein Beitrag ist keine Rechtsberatung
Seepferdchen ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 23.03.2013, 20:55   #3
Erolena
Forumnutzer/in
 
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Standard AW: Fragen zur Antragstellung

Vermutlich hast du bisher Bafög bekommen . Für welchen Monat gab es zuletzt Bafög?

Bei der Arbeitsagentur musst du dich spätestens am 1. Tag der Arbeitslosigkeit arbeitslos melden. Das ist Voraussetzung für den Arbeitslosengeldanspruch. Vermutlich steht dir zwar in der Praxis kein Arbeitslosengeld zu, wenn du bisher immer zur Schule gegangen bist, wie du schreibst. Aber mach das trotzdem umgehend, denn dann bekommst du einen Bescheid, dass dir kein Arbeitslosengeld zusteht. Den Arbeitslosengeld-Bescheid musst du nach Erhalt beim Jobcenter nachreichen.

Und beim Jobcenter musst jetzt schellstmöglich ALG 2 für dich beantragt werden.
Normalerweise regelt der Beauftragte der Bedarfsgemeinschaft alle Formalien, vermutlich ist das deine Mutter?
Die Bedarfsgemeinschaft muss dazu eine Veränderungsmeldung abgeben, denke ich jedenfalls.

Aber ich befürchte, deine Mutter hat nichts unternommen, damit auch für dich ALG 2 gezahlt wird - aufgrund ihrer Erkrankung. Oder vielleicht doch?

Du könntest überlegen, ob du dich in den ALG2-Angelegenheiten in Zukunft besser selber vertrittst (nicht von der Mutter oder Stiefvater vertreten lässt). Dann könntest du deinen Teil des Geldes in eigener Obhut verwalten (und nicht die kranke Mutter). Und dafür sorgen, dass wenigstens dein Teil der Miete pünktlich bezahlt wird.

Dazu musst du beim Jobcenter erklären, dass du dich selber vertrittst (und nicht durch die Mutter vertreten lässt.) Dann wird dein ALG 2-Anteil an dich selber ausgezahlt.

Alle Anträge musst du nachweislich abgeben. Mach von allem, was du abgibst, immer eine Kopie. Und auf deine Kopien lässt du dir jeweils einen Eingangstempel geben, als Beweis für die Abgabe.

Gleichzeitig könntest du einen Antrag auf Umzug stellen. Aber den kannst du auch nachreichen. Wichtig ist, dass du ncoh im märz einen ALG 2-Antrag abgibst (oder wenigstens eine Veränderungsmeldung für die Bedarfsgemeinschaft abgibst).

Alle ALg2-Formulare gibt es hier.
Auch das Formular für eine Veränderungsmeldung (letztes Formular).
Formulare Arbeitslosengeld II - www.arbeitsagentur.de

Ohne Garantie. Es wäre gut, wenn sich noch andere dazu äußern würden.
Erolena ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.03.2013, 19:49   #4
stummelbeinchen
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 01.09.2009
Beiträge: 1.051
stummelbeinchen Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Fragen zur Antragstellung

Hallo,

Deine Arbeitsuchendmeldung wurde bei der Agentur für Arbeit aufgenommen. Die gehen davon aus, dass Du keine Leistung beantragt hast und daher eben Nichtleistungsempfänger bist.

Wenn Du ALG2 haben möchtest, dann bist Du falsch gemeldet. Geh morgen persönlich zu Deinem zuständigen Jobcenter, melde Dich arbeitslos und stelle unverzüglich einen Antrag auf ALG2.
Ob Deine jetzige Meldung anerkannt wird, weiß ich nicht. Du kannst es versuchen. Im schlimmsten Fall bekommst Du erst ab März ALG2 und nicht schon ab Februar.

mfg
stummelbeinchen ist offline   Mit Zitat antworten
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