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Start > > -> Kinder mit ausreichend eigenem Einkommen_Eigenanteil bei KFO-Behandlung

U 25 Alles für junge Erwachsene unter 25


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Alt 22.04.2007, 09:37   #1
Nimrodel->Emailproblem
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Nimrodel
Standard Kinder mit ausreichend eigenem Einkommen_Eigenanteil bei KFO-Behandlung

Hallo und erstmal einen sonnigen Sonntag an alle!

Ich habe ein Anliegen bezüglich der Kieferorthopädischen Behandlung für mein Kind.
Die Behandlung, die dringendst notwendig ist, damit mein Kind endlich mal wieder richtig sprechen und essen kann, soll mich im Quartal ca. 33 € Eigenanteil kosten.
Das heißt, die Krankenkasse übernimmt während der Dauer der Behandlung erstmal 80 %, die restlichen 20 % muss ich als Eigenanteil erstmal aus eigener Tasche zahlen, nach Behandlungsende (irgendwann in fünf Jahren) reiche ich alle Rechnungen bei der Krankenkasse ein und bekomme meinen Eigenanteil zurückerstattet.
Nun, das Geld fehlt mir aber jetzt und die Arge will mir diesen Eigenanteil nicht als Freibetrag anerkennen.
Ich habe noch einen Minijob, von dem ich 160 € "behalten" darf.
Das spielt aber eigentlich keine Rolle, denn letztes Jahr, als ich noch nicht gearbeitet habe, habe ich bei der Arge schon mal nachgefragt, ob der Eigenanteil anerkannt wird. Die Antwort war, dass ich dies aus meinen Regelleistungen zu bezahlen habe.
In der Regelleistung ist aber keine KFO-Behandlung für Kinder vorgesehen.
Aus der Regelleistung + Mickrigverdienst bezahle ich schon ein Drittel meiner Miete, die Fahrtkosten zur Arbeitstelle (Benzin und KFZ-Versicherung wird NICHT anerkannt), sämtliche Schulbedarfe + die damit verbunden Kosten für irgendwelche Veranstaltungen in der Schule und im Hort für mein Kind und und und...ich habe eigentlich nichts vom Verdienst, weil er am Monatsanfang schon quasi ausgegeben ist.
Wenn ich jetzt aber meinen Minijob nicht hätte, würde das bedeuten, dass ich mein Kind weiterhin mit schiefen Zähnen, Sprachproblemen und Essproblemen herumlaufen lassen müsste.
Die Krankenkasse verweist mich zwecks Kostenübernahme auf die Arge, die Arge verweist mich auf die Krankenkasse, so schiebt es jeder auf den anderen. Leidtragender ist mein Kind, weil ich den Eigenanteil nicht zahlen kann.
Ich habe jetzt die erste Rechnung i. H. v. 42 € vorliegen, die ich bis zum 1. 5. zu zahlen habe. Keine Zahlung keine Behandlung...so siehts aus.

Meine Frage nun:
Gibt es eine Möglichkeit, bzw. gibt es schon irgendwo ein Urteil oder denselben Fall, dass die Kosten des Eigenanteils als Freibetrag anerkannt werden müssen?

Gruß
Nimrodel
Nimrodel ist offline  
Alt 22.04.2007, 09:46   #2
Emily
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Ich kenne auch kein Urteil, stecke aber in der gleichen Situation.

Nach Auskunft meiner Kasse kannst du den Eigenanteil von der ARGE bei gleichzeitiger Abtretung der später zu erfolgenden Rückerstattung durch die Kasse beantragen.

Ob die sich darauf einlassen, da dieser Eigenanteil nur bei Abschluss der Behandlung erstattet wird, kann ich nicht sagen, da du und ich theoretisch ja auch die Behandlung abbrechen könnten. Möglicherweise müsste im Notfall die Übernahme des Eigenanteils als Darlehen beantragt werden? (Ich trage es auch derzeit ganz selbst.) Und immer mit den Gläubigern reden, erklären dass du an der Sache dran bist und evtl. eine Zahlung später erfolgt blabla, damit keine Zusatzkosten wegen Mahnung eintreten etc.!

Weiters möchte ich mir die Option des Abbruches der Behandlung offen lassen, da nicht jede Maßnahme des kieferorthopädischen Behandlers richtig sein muss und dann andere Alternativen von mir gefunden werden müssen. Ich vertraue da nur auf meine Wachsamkeit, falls etwas schiefläuft einzugreifen.

Die Kosten schlagen jedenfalls ordentlich zu Buche.

Gruss
Emily
 
Alt 22.04.2007, 10:01   #3
Ludwigsburg
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Zitat von Nimrodel Beitrag anzeigen
Hallo und erstmal einen sonnigen Sonntag an alle!

Ich habe ein Anliegen bezüglich der Kieferorthopädischen Behandlung für mein Kind.
Die Behandlung, die dringendst notwendig ist, damit mein Kind endlich mal wieder richtig sprechen und essen kann, soll mich im Quartal ca. 33 € Eigenanteil kosten.
Das heißt, die Krankenkasse übernimmt während der Dauer der Behandlung erstmal 80 %, die restlichen 20 % muss ich als Eigenanteil erstmal aus eigener Tasche zahlen, nach Behandlungsende (irgendwann in fünf Jahren) reiche ich alle Rechnungen bei der Krankenkasse ein und bekomme meinen Eigenanteil zurückerstattet.
Nun, das Geld fehlt mir aber jetzt und die Arge will mir diesen Eigenanteil nicht als Freibetrag anerkennen.
Ich habe noch einen Minijob, von dem ich 160 € "behalten" darf.
Das spielt aber eigentlich keine Rolle, denn letztes Jahr, als ich noch nicht gearbeitet habe, habe ich bei der Arge schon mal nachgefragt, ob der Eigenanteil anerkannt wird. Die Antwort war, dass ich dies aus meinen Regelleistungen zu bezahlen habe.
In der Regelleistung ist aber keine KFO-Behandlung für Kinder vorgesehen.
Aus der Regelleistung + Mickrigverdienst bezahle ich schon ein Drittel meiner Miete, die Fahrtkosten zur Arbeitstelle (Benzin und KFZ-Versicherung wird NICHT anerkannt), sämtliche Schulbedarfe + die damit verbunden Kosten für irgendwelche Veranstaltungen in der Schule und im Hort für mein Kind und und und...ich habe eigentlich nichts vom Verdienst, weil er am Monatsanfang schon quasi ausgegeben ist.
Wenn ich jetzt aber meinen Minijob nicht hätte, würde das bedeuten, dass ich mein Kind weiterhin mit schiefen Zähnen, Sprachproblemen und Essproblemen herumlaufen lassen müsste.
Die Krankenkasse verweist mich zwecks Kostenübernahme auf die Arge, die Arge verweist mich auf die Krankenkasse, so schiebt es jeder auf den anderen. Leidtragender ist mein Kind, weil ich den Eigenanteil nicht zahlen kann.
Ich habe jetzt die erste Rechnung i. H. v. 42 € vorliegen, die ich bis zum 1. 5. zu zahlen habe. Keine Zahlung keine Behandlung...so siehts aus.

Meine Frage nun:
Gibt es eine Möglichkeit, bzw. gibt es schon irgendwo ein Urteil oder denselben Fall, dass die Kosten des Eigenanteils als Freibetrag anerkannt werden müssen?

Gruß
Nimrodel
Hallo!

Ich habe in 2005 auch versucht, da was zuu erreichen. Da hieß es auch, aus demRegelsatz bezahlen...

inzwischen hab ich meine Kinder aus der Bg geholt und wieder damit argumentiert, wie du, daß es Kosten gibt, die nicht im Regelsatz enthalten sind... auch die KFO Behndlung, unddaß ich deshalb nicht einsehe,daß mir ein Teil des Kindergeldes übertragen wird.

Diesmal wurde auf meinen Antrag eingegangen!

Meine Tochter hat nun das volle Kindergeld für sich, obwohl ihr Bedarf nach SGB II niedriger wäre.

Also, nicht locker lassen!

Vielleicht al ne Rechnung aufstellen, was dein Kind dich kostet... ud daß da nichts für den KFO Eigenanteil abgezwakt werden kann... notfalls klagen!
 
Alt 22.04.2007, 10:05   #4
Ludwigsburg
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Zitat von Emily Beitrag anzeigen


Weiters möchte ich mir die Option des Abbruches der Behandlung offen lassen, da nicht jede Maßnahme des kieferorthopädischen Behandlers richtig sein muss und dann andere Alternativen von mir gefunden werden müssen.
Gruss
Emily
Emily, da informier dich bitte erstmal ausgiebig... das kann ziemlich nach hinten los gehen, wenn du die Behandlung - egal aus welchem Grund - abbrichst!

Es kann dann ein Riesenproblem geben, weil du vielleicht keinen anderen findest, der die Behandlung fortsetzt!
In jedem Fall wäre dein Eigenanteil dann verloren...

Gruß aus Ludwigsburg
 
Alt 22.04.2007, 10:14   #5
Nimrodel->Emailproblem
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Nimrodel
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Zitat:
...kannst du den Eigenanteil von der ARGE bei gleichzeitiger Abtretung der später zu erfolgenden Rückerstattung durch die Kasse beantragen.
Darauf lässt sich meine Arge nicht ein:
"Ist nicht vorgesehen, also wird nichts übernommen". Ist mein Privatvergnügen und aus der Regelleistung zu zahlen. Ich könnte ja Rücklagen bilden, monatlich 10 € sparen und ich könnte die Rechnungen dann bezahlen. ( Und wenn ich die Rückzahlung bekomme, hält die Arge die Hand auf...wegen Einkommen und so...)
Mal abgesehen davon bilde ich schon Rücklagen i. H. v. 75 € im Monat. Das ist die Summe meiner einmal jährlich wiederkehrenden Zahlungsverpflichtungen für Versicherungen , KFZ-Steuer und Sportverein (das gönne ich meinem Kind!). Mehr geht also wirklich nicht mehr. Die Schmerzgrenze ist erreicht. Rauchen hab ich mir schon abgewöhnt, ich könnte mir jetzt nur noch das Essen abgewöhnen.
Ich meine, was soll ich noch alles ansparen?

Und wer garantiert mir bzw. uns, dass die Kasse den Eigenanteil auch wirklich zurückerstattet?
Bis dahin gibt es wieder zig Gesundheitsreformen und das Geld ist weg.

Warum muss ich aus der Regelleistung Dinge bezahlen, die dafür nicht vorgesehen sind?

Wie ist das eigentlich mit dem unterhaltspflichtigen Kindsvater?
Gibt es eine Möglichkeit ihn zur Kasse zu bitten? Ich meine, ich hätte da mal ein Urteil gelesen, dass unterhaltspflichtige Elternteile Zahnbehandlungskosten bei Kinder übernehmen müssen.
Die Rückerstattung würde er ja dann bekommen?
Oder ist das dann wieder Einkommen, wenn er mir die Kosten für den Eigenanteil überweist?
Nimrodel ist offline  
Alt 22.04.2007, 10:20   #6
Nimrodel->Emailproblem
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Nimrodel
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Zitat:
inzwischen hab ich meine Kinder aus der Bg geholt
Wie holt man denn sein Kind aus der BG?
Und welchen Vorteil hätte ich dadurch?

Ich bekomme für mein Kind Kindergeld und Unterhalt, damit liegt er weit über dem Satz, der ihm zusteht und der Rest wird auf mich übertragen, als sonstiges Einkommen.

Änderung: Ich hab noch mal nachgesehen im Bescheid. Der Einkommensüberhang meines Kindes wird ihm von den zustehenden Mietkosten abgezogen. Er bekommt jetzt noch 18 € Mietanteil.
Auf mich wird nichts übertrage, wenn ich das jetzt richtig gesehen habe.
Nimrodel ist offline  
Alt 22.04.2007, 10:22   #7
Emily
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Zitat von Ludwigsburg Beitrag anzeigen
Emily, da informier dich bitte erstmal ausgiebig... das kann ziemlich nach hinten los gehen, wenn du die Behandlung - egal aus welchem Grund - abbrichst!

Es kann dann ein Riesenproblem geben, weil du vielleicht keinen anderen findest, der die Behandlung fortsetzt!
In jedem Fall wäre dein Eigenanteil dann verloren...

Gruß aus Ludwigsburg
Das gehe ich bewusst im Zweifelsfall ein, sollte die Behandlung in Richtungen gehen die ich im Sinne der Gesundheit meines Kindes nicht unterstützen kann. Muss ich wohl, oder.

Nimrodel,
Kindesväter, tja. Mal versuchen? Ich sehe nur, dass die recht gut geschützt werden. Sinn des Ganzen: Frauen wieder an den Mann ketten, biste selber schuld wenn du dich trennst und nicht lieb bist, dass er gerne zahlt (sh. Zwangsgelder für "umgangsrechtsverweigernde Mütter" und die ganze damit verbundene Problematik und Verlogenheit). Für mich ist das mafiös, also zahle ich den Preis für meine Freiheit mit Armut, behalte aber meine Würde, wenn man das so nennen kann. Theoretisch müsste über die Beistandschaft versucht werden die Zahlung durch den Kindesvater zu beantragen. Ich weiss nur dass "meine" Beistandschaft alles tut, die armen Männer zu beschützen, und auch da schreibe ich Briefe und Briefe, die ignorieren ebenso sämtliche Gesetzestexte und Sachverhalte.

Emily
 
Alt 22.04.2007, 10:29   #8
Arwen
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Arwen
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Zitat:
Wie ist das eigentlich mit dem unterhaltspflichtigen Kindsvater?
Gibt es eine Möglichkeit ihn zur Kasse zu bitten? Ich meine, ich hätte da mal ein Urteil gelesen, dass unterhaltspflichtige Elternteile Zahnbehandlungskosten bei Kinder übernehmen müssen.
Die Rückerstattung würde er ja dann bekommen?
Oder ist das dann wieder Einkommen, wenn er mir die Kosten für den Eigenanteil überweist?
Hallo,

die kieferorthopädische Behandlung ist in der Regel sog. Sonderbedarf, der zusätzlich zum Unterhalt gezahlt wird.
Zitat:
1. Was ist Sonderbedarf? In Einzelfällen kann ein besonderer Bedarf der Kinder bestehen, der durch den laufenden Tabellenunterhalt nicht gedeckt ist. Bei diesem Sonderbedarf handelt es sich um einen unregelmäßigen, außerordentlich hohen Bedarf, der überraschend und der Höhe nach nicht einschätzbar war. Typisch für den Sonderbedarf ist, dass er aus dem normalen, laufenden Unterhalt nicht gezahlt werden kann und auch nicht angespart werden kann.
Nun entscheiden allerdings die Gerichte unterschiedlich. Such' Dir im I'net doch mal das für Dich zuständige OLG heraus und schau' nach Urteilen. Ich glaube, es gibt auch sowas wie eine Suchfunktion... Dann siehst Du, wie bei Euch in der Regel entschieden wird.

Oder der Vater des Kindes zahlt freiwillig bzw. beteiligt sich an den Kosten?

Tja, das mit der Anrechnung als Einkommen ist wieder so eine Sache ... wenn die ArGen sogar Stromrückzahlungen aus Guthaben als Einkommen anrechnen, obwohl man den Strom aus seinem Regelsatz bezahlt hat... da wird man dann eben gegen angehen müssen, falls dies passiert.

Gruß, Arwen
__



Falls Freiheit überhaupt irgend etwas bedeutet,
dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell
Arwen ist offline  
Alt 22.04.2007, 10:34   #9
Ludwigsburg
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Zitat von Nimrodel Beitrag anzeigen
Wie holt man denn sein Kind aus der BG?
Und welchen Vorteil hätte ich dadurch?

Ich bekomme für mein Kind Kindergeld und Unterhalt, damit liegt er weit über dem Satz, der ihm zusteht und der Rest wird auf mich übertragen, als sonstiges Einkommen.

Änderung: Ich hab noch mal nachgesehen im Bescheid. Der Einkommensüberhang meines Kindes wird ihm von den zustehenden Mietkosten abgezogen. Er bekommt jetzt noch 18 € Mietanteil.
Auf mich wird nichts übertrage, wenn ich das jetzt richtig gesehen habe.
such mal meine Beiträge aus dem U 25 Bereich, da hab ich alles mehrfach geschrieben...

Auch wenn das Kind noch 18 € Anspruch hat: darauf kann man verzichten... stell mal einen Antrag auf Wohngeld für das Kind, laß dir seinen Anspruch berechnen.

Ich würde lieber auf die 18 € ALG II verzichten (dafür hätte ich ja das Wohngeld) und mein Kind hätte nichts mehr mit der ARGE zu tun: keine "Stallpflicht", keine "Einladungen" usw...
 
Alt 22.04.2007, 10:36   #10
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Nimrodel
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Zahnarzt-und KFO-Behandlungskosten sind Sonderbedarf.

Das hab ich eben gefunden:

3. Wie haften beide Elternteile für Sonderbedarf? Für den Sonderbedarf haften beide Elternteile anteilmäßig (also nicht nur wie beim Tabellenunterhalt der getrennt lebende Elternteil). Das bedeutet, dass sich auch derjenige Elternteil an den Kosten des Sonderbedarfs beteiligen muss, bei dem das Kind lebt - es sei denn, dieser Elternteil hat keinerlei Einkünfte bzw. keine Nettoeinkünfte über 840 Euro.



Da mein Einkommen die 840€ ja nicht übersteigt, müsste ich da über die Beistandschaft des Jugendamtes was machen können.
Die Frage bleibt dann nur noch, wenn der Vater zahlen würde, ginge das Geld auf meinem Konto ein und die Arge hält die Hand auf, rechnet mir das als Einkommen an!



Nimrodel ist offline  
Alt 22.04.2007, 10:40   #11
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Nimrodel
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@Ludwigsburg:

Ok, ich geh mal auf die Suche nach den Beiträgen und les mich da mal durch.
...

Wusste garnicht, dass das Kind garnicht in der BG sein muss.
Nimrodel ist offline  
Alt 22.04.2007, 11:21   #12
angel6364
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Zitat von Nimrodel Beitrag anzeigen
Zahnarzt-und KFO-Behandlungskosten sind Sonderbedarf.

Das hab ich eben gefunden:

3. Wie haften beide Elternteile für Sonderbedarf? Für den Sonderbedarf haften beide Elternteile anteilmäßig (also nicht nur wie beim Tabellenunterhalt der getrennt lebende Elternteil). Das bedeutet, dass sich auch derjenige Elternteil an den Kosten des Sonderbedarfs beteiligen muss, bei dem das Kind lebt - es sei denn, dieser Elternteil hat keinerlei Einkünfte bzw. keine Nettoeinkünfte über 840 Euro.

War bei uns auch so, das Kind war auch wegen der Unterhaltszahlungen beim Vater familienversichert. Die Rechnungen für die Selbstbeteiligungen gingen vierteljährlich vom Kieferorthopäden direkt an ihn. Er hat allerdings nicht gezahlt und der Arzt schickte ihm den Gerichtsvollzieher. Das hat zwar nichts gebracht, aber mein Problem war das nicht. Nach Auskunft des Kieferorthopäden hätte er nur einen formlosen Antrag an die Krankenkasse stellen müssen mit dem Nachweis seines geringen Einkommens, um von der Selbstbeteiligung befreit zu werden.

Da mein Einkommen die 840€ ja nicht übersteigt, müsste ich da über die Beistandschaft des Jugendamtes was machen können.
Die Frage bleibt dann nur noch, wenn der Vater zahlen würde, ginge das Geld auf meinem Konto ein und die Arge hält die Hand auf, rechnet mir das als Einkommen an!

Der Vater müsste direkt an den Orthopäden zahlen, und Dein Konto wäre davon in keinster Weise berührt.


Viele Grüße,
angel
 
Alt 22.04.2007, 11:23   #13
Ludwigsburg
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Zitat von Nimrodel Beitrag anzeigen
Die Frage bleibt dann nur noch, wenn der Vater zahlen würde, ginge das Geld auf meinem Konto ein und die Arge hält die Hand auf, rechnet mir das als Einkommen an!


Zahlt der Vater zweckgebunden, darf s nicht als Einkommen angerechnetb werden. Oder du schickst ihm die Rechnungen, und er überweist direkt...

Letzteres kann aber Probleme geben, wenn er es dann nicht (mehr) tut...

so bei uns passiert.

Wenn man dann die Behandlung abbrechen muß, ist zwar sein bislang gezahlter Eigenanteil verloren...

aber man hat dann oft Probleme, wenn man wieder eine Behandlung fortsetzen/ neu angehen möchte.
 
Alt 22.04.2007, 11:28   #14
Ludwigsburg
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Zitat von angel6364 Beitrag anzeigen
Nach Auskunft des Kieferorthopäden hätte er nur einen formlosen Antrag an die Krankenkasse stellen müssen mit dem Nachweis seines geringen Einkommens, um von der Selbstbeteiligung befreit zu werden.

Viele Grüße,
angel
Hallo, Angel!

Ich denke nach meinen Erfahrungen, daß diese Auskunft falsch war.

Was mich interessieren würde: wurde die Behandlung zu Ende geführt, und wer ist für die Kosten des Eigenanteils letztlich aufgekommen?
 
Alt 22.04.2007, 11:39   #15
angel6364
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Zitat von Ludwigsburg Beitrag anzeigen
Hallo, Angel!

Ich denke nach meinen Erfahrungen, daß diese Auskunft falsch war.

Die Krankenkasse (ich bin in der gleichen Kasse wie er) bestätigte mir das aber.

Was mich interessieren würde: wurde die Behandlung zu Ende geführt, und wer ist für die Kosten des Eigenanteils letztlich aufgekommen?
Die Behandlung wurde zu Ende geführt. Der Kieferorthopäde sitzt meines Wissens noch heute auf seinen Rechnungen, was mir zwar für ihn leid tut, aber ich kanns nicht ändern.

Viele Grüße,
angel
 
Alt 22.04.2007, 11:41   #16
Arania->Emailproblem
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Zitat:
Die Krankenkasse (ich bin in der gleichen Kasse wie er) bestätigte mir das aber.
dem ist auch so, zumindest bei der AOK
__

Man trifft sich im Leben immer zweimal
Arania ist offline  
Alt 22.04.2007, 11:50   #17
Ludwigsburg
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Zitat von Arania Beitrag anzeigen
dem ist auch so, zumindest bei der AOK
Meine Kinder waren damals bei ner BKK beim Vater mitversichert...
 
Alt 22.04.2007, 11:55   #18
angel6364
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Was hat Dir denn Deine KK dazu gesagt?
Ich bin übrigens bei der TKK.

Viele Grüße,
angel
 
Alt 22.04.2007, 13:27   #19
Nimrodel->Emailproblem
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Nimrodel
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Also ich bin bei der AOK, hab da auch nachgefragt, wegen Erlass des Eigenanteils, aber da ist nichts zu machen. Die wollen ihre 20% von mir haben, mein Einkommen interessiert sie nicht.
Ich solle mit meinem Zahlungsproblem zur Arge oder zum Sozialamt gehen, meinte sie.
Ohne Geld keine Behandlung. Armes Kind, aber ich werd´s mir irgendwie aus den Rippen schneiden müssen...das Geld.

Auf den Kindsvater kann und will ich mich so richtig auch nicht verlassen, da er sich eh schon sehr weit von seinem Kind distanziert hat. Im Klartext: Er schert sich einen Dreck um sein Kind, wird deswegen auch nicht auf Aufforderung des Jugendamtes zahlen. Das müsste ich einklagen.

@Ludwigsburg:

Hab mich jetzt durch deine Beiträge gelesen und hab da noch eine Frage:
Mal angenommen, mein Kind würde aus der BG fallen und ich könnte Wohngeld für ihn beantragen...wird das seitens der Arge dann nicht wieder als Einkommen bei mir angerechnet, also der Überschuss gleich wieder bei mir abgezogen?
MUSS die Arge mein Kind aus der BG "entlassen"?
Was mache ich, wenn sie sich weigert?

Und kann ich denn so einfach Wohngeld für mein Kind beantragen?
Kann die WG-Stelle mich auf die Arge verweisen?

Ok...war doch mehr als eine Frage
Nimrodel ist offline  
Alt 22.04.2007, 13:31   #20
angel6364
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Nimrodel,

es könnte sein, daß die Krankenkassen das mittlerweile geändert haben.
Bei meinem Sohn ist das schon fast zwei Jahre her.

Viele Grüße,
angel
 
Alt 22.04.2007, 13:45   #21
Arania->Emailproblem
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http://www.intakt.info/anlaufstellen...uzahlungen.htm

da steht einiges zu dem Thema
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Man trifft sich im Leben immer zweimal
Arania ist offline  
Alt 22.04.2007, 13:52   #22
Nimrodel->Emailproblem
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Nimrodel
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@ angel,

ich habe erst letzte Woche, nach Erhalt der ersten Rechnung mit der KFO-Abteilung der AOK gesprochen.
Denen ist das wirklich egal, ob man zahlen kann oder nicht. Sie verwies mich auf die Arge oder Sozialamt.
Selbst wenn ich von Zuzahlungen befreit wäre ( was ich nicht bin, weil ich mir eh schon keinen Arztbesuch mehr gönne und auch nciht in Vorkasse gehen kann) würde mir der Eigenanteil nicht erlassen werden.
Sie erklärte mir das so:
Der Eigenanteil soll dazu dienen, den Behandlungsverlauf nicht abzubrechen (bei Abruch keine Rückerstattung). Viele Eltern haben wohl in der Vergangenheit die Behandlung ihres Kindes abgebrochen und die Kasse hat das Geld dafür umsonst ausgegeben und ihre Konsequenzen gezogen.
Deshalb wurde der Eigenanteil eingeführt und knallhart durchgezogen.
Als "Anreiz", die Behandlung bis zum Ende durchzuführen.
Wer´s nicht zahlen kann, hat leider Pech gehabt, geht woanders betteln, oder lässt sein Kind mit Kieferanomalie herumlaufen.

Also mit meiner KK ist da nichts zu machen.
Nimrodel ist offline  
Alt 22.04.2007, 13:56   #23
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nochmal

Zitat:
Seit dem 1. Januar 2005 zahlen die Krankenkassen Festzuschüsse zu den Kosten von Zahnersatz, d.h. die
Zuzahlung orientiert sich am Befund, nicht an der Behandlungsmethode. Die Härtefall- und Bonusregelungen gelten auch weiterhin.
http://www.intakt.info/anlaufstellen...uzahlungen.htm

Härtefall anzeigen und beantragen
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Arania ist offline  
Alt 22.04.2007, 14:06   #24
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@arania,

erstmal Danke für deine Bemühung, aber ich glaube du meinst die Zuzahlungsbefreiung. Die Härtefallregelung beim Zahnersatz kenne ich.
Es geht aber um die Kosten für die KFO-Behandlung des Kindes. Dieses wird von der KK zu 100% getragen.
Weil es aber immer wieder Fälle gab, wo die Behandlung abgebrochen wurde, die KK also ihr Geld in den Sand gesetzt hat, wurde der Eigenanteil von 20% eingeführt.
Dieser wird nach Behandlungsende, was durchauf 5 Jahre dauern kann, von der KK wieder zurückerstattet.
D. h. in fünf Jahren bekomme ich von der KK einen Haufen Geld zurück.
Bis dahin muss ich aber erstmal zahlen, Ausnahmen gibbet nicht.
Nimrodel ist offline  
Alt 22.04.2007, 15:49   #25
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Das würde ich versuchen anzufechten, welche KK ist das denn?
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