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Alt 19.02.2017, 11:30  
HartzVerdient
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HartzVerdient Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Bundesagentur für Arbeit: Millionenschweres IT-Projekt gefloppt.

Zitat von Solanus Beitrag anzeigen
Mag alles sein in Deinen Träumen, ich war aber selbst der Freiberufler vor 12 Jahren bei dem Projekt und habe es mir nicht ausgedacht, Projektumfang ca. 1 Mio

Also spare Dir am Besten Deine Belehrungen und Deine Tagträume....
Sorri, aber mich kotzen solche Belehrungen an, weil sie nur Lehrbuchwissen und keine Realität sind.
Ich bin Operativer Professional (Certified IT Business Manager (IT-Projektleiter)) und habe meine Erfahrungen (wie oben beschrieben) genau so erlebt. Aus welchem Grund sollte ich hier irgend einen "Müll" hinschreiben ? Das Projekt was ich beschrieben habe, war ein Projekt an dem ich selbst Mitarbeiter war. Montag Früh um 04:30 aufstehen, um mit dem Zug zum Kunden zu fahren und Freitag Abend um 17:00, mit dem Zug wieder zurück in den Norden.

Allerdings war ich nicht "Freiberufler", sondern in einem namhaften IT-Dienstleister (ca. 120.000 Mitarbeiter damals) angestellt. Ich habe meine Abschlussarbeit zum operativen Professional in diesem Unternehmen geschrieben und kannte die meisten internen Prozesse des Prozessmanagements.

Meine Ausführungen dienten nicht der "Belehrung", sondern sind persönliche Erfahrungen, wie ich sie in dem Unternehmen (meines damaligen Vertragspartners) erlebt und wahrgenommen habe. Nochmal! Ich habe nichts davon, hier irgendeinen Mist zu posten bzw. Leuten ungewollt auf die Füße zu treten.

Außerdem steht mein "Geschriebenes" nicht im Widerspruch zu dem was du da geschrieben hast. Ich erkenne durchaus die "andere Seite" der Medallie an. Allerdings vollkommen unüblich in 10 mio (respektive 60 mio) Projekten. Selbst in Festpreisprojekten von 250.000€ wird Wert in QS gelegt.

Umgekehrt:

Ein IT-Dienstleister würde in teufels Küche kommen, würde es die Verträge nicht prüfen bzw. eine halbwechs gescheites Prozessmanagement betreiben. Alleine die Regressansprüche könnten im Falle eines Falles nicht bedient werden. Der Mitarbeiter muss seine Zeit auf irgendwelche Projektnummern buchen, die Freitags von der Führungskraft auch abgenmmen werden müssen (zum Monatsende wird das dann nochmals durch die Kostenstelle abgenommen und gegengerechnet). Was meinst du, was das für ein Theater ist, wenn du dort "Arbeiten" auf deinem Zeiterfassungssystem eingetragen hast, die "durch Zuruf zwischen Tür und Angel" kommuniziert wurden.

Also:

Hier ist wirklich nichts mit Belehrungen oder so... Das war mein gelebtes Tagesgeschäft für viele Jahre...
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"Eines Tages, möglicherweise jedoch nie, werde ich dich um eine kleine Gefälligkeit bitten."

Geändert von HartzVerdient (19.02.2017 um 11:57 Uhr) Grund: Ortsangabe relativiert!
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