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Alt 10.01.2016, 15:25  
enigma
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enigma enigma
Standard AW: Das Frauenbild im Islam

@danton64

kann deinem Beitrag #29 grundsätzlich zustimmen. Gerade beim Thema Islam sollte man scharf differenzieren können.
Auch wenn ich in den meisten Fällen nicht deine Meinung teile, versuchst du meistens ohne Polemik und pauschalisierungen zu arbeiten, was ich sehr an dir schätze.
Deshalb verstehe ich nicht ganz, warum du möglicherweise die Meinung von Ralph Giordano teilst. So sehr ich ihn respektiert habe, für seinen beeindruckenden Lebenslauf und den Kampf gegen den Antisemitismus, waren die Kommentare in seinen letzten Lebensjahren, für mich nicht mehr nachvollziehbar.
Bsp: Moscheebau
Es herrscht Religionsfreiheit in der BRD, dazu gehört meine Meinung nach auch das Recht ein Gotteshaus zu errichten. Die Argumentation von Giordano, das wegen dem Islam die Menschen nicht integriert sind und ein Moscheebau deshalb einer erfolgreichen Integration nicht förderlich ist, halte ich für abenteuerlich.
Außerdem wollte er Unrecht mit Unrecht beantworten, da er oft die fehlenden Kirchen in Saudi Arabien/Türkei beklagte und er deswegen auch den Moscheebau nicht zulassen möchte.
Wieso sollte sich der Rechtsstaat mit einer Diktatur wie Saudi Arabien vergleichen?
Du willst eine Debatte auf hohen Niveau führen, zitierst aber Herrn Giordano der Burkaträgerinnen als menschliche Pinguine ansieht.
Ich möchte auch keine Burkas auf deutschen Straßen sehen, mir würde aber nie einfallen diese Frauen so herabzuwürdigen.
Noch dazu hatte er manchen deutschen Islam-Vertretern der "Taqīya" beschuldigt.
Eine Diskussion ist damit unmöglich, da er friedliche Aussagen von muslimen als Lügen bezichtigt, die ihre wahren dunklen Absichten verschweigen.

Wenn ich dich richtig verstanden habe, willst du eine Diskussion über den Islam ohne falsch verstandene Toleranz bzw. Tabus führen.

Spätestens seit 2001 wird das doch getan. Jedes Jahr mindestens 10 Talk-Shows, wo kritisch über den Islam diskutiert wird. Nach jedem islamistischen Anschlag ist der Islam Top-Thema in Deutschland.
Der kommerzielle Erfolg von Thilo Sarrazin oder die vielen anderen Islamkritischen Bücher die Bestseller wurden, zeigen doch das die Debatte über diese Religion schon lange enttabuisiert wurde.

Die Frage bleibt, was am Ende eigentlich rauskommen soll.
Angenommen die ganzen sogenannten Islamkritiker würde mich überzeugen und der Islam wäre das Übel der Welt.
Was wären die nächsten Schritte? Welche politischen Forderungen will man den nun umsetzen ohne das GG zu verletzen?

Nach Köln wurden doch richtige Vorschläge gemacht (abgesehen von #armlänge) und es ist gesellschaftlicher Konsens solche Taten nicht zu dulden.
Was möchte man den noch?
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