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Alt 11.09.2007, 23:50  
burki
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burki
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Hi Hawk321,
bin etwas anderer Meinung, als die meisten hier:
Ja, ein Job darf Freude und etwas Geld bringen, auch wenn dies in unserer Gesellschaft verpönt zu sein scheint (in Schwaben gibts ja das Kompliment: "Du siehst aber abgeschafft aus").
Ich sitze jetzt nach über 2 Jahren ALGII in meinem 60 h Job und hatte (wird wohl bald wieder kommen) dazu noch einen Nebenjob von etwa 10 h pro Woche.

Spass ist da nur begrenzt ein Thema und auch der Lohn (es wird halt eine 40 h Woche und keine Weihnachts- oder Urlaubsgeld bezahlt; Fahrtkosten oder "soziale Leistungen" sind ebenso Fehlanzeige) hält sich so ziemlich in Grenzen, wenn man auf die Stunde umrechnen würde.

Auf der anderen Seite (1300 netto halte ich keineswegs für einen überragenden Lohn für eine Fachkraft) könnte ich es auch nicht lange in einem menschlich und fachlich unbefriedigenden Job aushalten, selbst (oder gerade dann?) wenn "Arbeit nach Vorschrift" gemacht wird.

Wie Du mit Deiner jetzigen Situation umgehen magst, kannst nur Du entscheiden, da jeder Mensch anders gestrickt ist.
Mit fester Überzeugung (nicht zu verwechseln mit Selbstüberschätzung), kann man sicher das Risiko wählen und den Schritt der Kündigung (wobei eine Woche Arbeit ja nicht gerade aussagekräfzig ist) gehen, auch wenn "unsere" Regierung soetwas mit allen Mitteln unterbinden mag.
Allerdings meine ich bei Dir (sonst tätest Du ja hier nicht anfragen) Unsicherheiten zu sehen, so dass solch ein Schritt (z.B. Zwangsarbeit durch HartzIV) genau das Gegenteil Deiner Intuition bewirken könnte.
Der "goldene Mittelweg" wäre natürlich, sich parallel zu Deiner jetzigen Arbeit etwas anderes zu suchen oder Dich auch (mei, etwas SPS kann man ja auch mit Selbststudium hinbekommen) momentan etwas an die Anforderungen anzupassen.
Gruss
burki
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