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Alt 10.09.2007, 19:00  
Fortunatus->Emailproblem
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Registriert seit: 28.05.2006
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Fortunatus
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Mir geht es zur Zeit ähnlich, habe einen befristeten Aushilfsjob angenommen mit 1300 Euro netto. Von Aushilfsjob kann eigentlich keine Rede sein und noch während der Einarbeitungsphase wurde der Aufgabenbereich von der Konzernleitung kontinuierlich gesteigert. Nun soll ich nach 7 Wochen fast alles können wie ein langjähriger Sachbearbeiter. Glücklich bin ich da auch nicht, da ständig die Kündigung im Raum steht, aber es ist besser als wieder Hartz IV zu bekommen und mehr als arbeiten kann ich auch nicht. Sollten sie mich entlassen, weil sie nicht mit dem Umfang meiner Arbeit zufrieden sind, dann kann ich auch nichts machen. Aber jetzt wegen dem Streß selber kündigen, kommt gar nicht in Frage, auch wenn ich selber schon seit Jahren unter Depressionen leide.
Entsprechend mein Tipp: durchbeissen, weiterbewerben und wenn es wirklich gar nicht mehr anders geht, dann zum Psychiater und krank schreiben lassen, dann erledigt sich der Job auch bald von selbst. Aber wir müssen uns leider klar sein, dass wir in einer Gesellschaft leben, wo immer mehr Leistung verlangt wird, auf psychische Probleme keine Rücksicht mehr genommen wird und man froh sein kann, überhaupt einen hochqualifizierte Aufgabe zu haben. Wobei ich mir wirklich wünschen würde, dass es mal wieder anders wäre, aber so lange der deutsche Michel pennt... Alternativ hätte ich auch als Hilfsarbeiter für 7,50 Euro Stundenlohn für eine Zeitarbeitsfirma in einer Fabrik schwere körperliche Arbeit leisten können, dann doch lieber unterqualifiziert im Büro so lange es geht.
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"Was ist das für ein Volk! Denken sie auch oder schlurfen sie nur sinnlos über die Erde?" - Franz Kafka - Der Steuermann
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