Thema: Stromrechnung
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Alt 11.10.2012, 09:18  
Rounddancer
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Standard AW: Stromrechnung

Zitat von listche Beitrag anzeigen
Hallo Forum,

EOn macht einen Posten von 09,28€ Barzahlerzuschlag pro Jahr geltend, obwohl alles per Dauerauftrag läuft.
Kann ich den Posten in Abzug bringen?


Als Energiesparberater möchte ich dazu sagen:

Guck mal in die AGB Deines Stromanbieters, die Du akzeptiert hast, als Du den Stromlieferungsauftrag gabst.

Ich hab gerade mal bei den zwei Energieagenturen geguckt, die ich vertrete,- leider ist da Dein Eon Hessen nicht drin.
Aber, wenn ich die Listen so überfliege, dann sehe ich bei den meisten Energieanbietern, daß sie nur Lastschriftzahlung akzeptieren.

Von denen, die auch Selbstzahler zulassen, verlangen wiederum die meisten einen Zuschlag,- der geht von 2,50 Euro jährlich (Vattenfall) bis drei Euro monatlich.

Ob eine solche Gebühr erhoben wird,- und wenn ja, in welcher Höhe, daß kann Dir auch jeder meiner Kollegen sagen, die Deinen Anbieter im Sortiment haben. Und natürlich auch der Kundendienst des Anbieters. Zudem steht es dann immer in den AGB drin.

Wenn die Gebühr in den AGB steht, ist sie auch legal.
Das Problem: Heute ist jeder Energieanbieter im Wettbewerb.
Und Zahlungskosten sind da, in der Masse gerechnet, schon ein Kostenfaktor. Da ist es am einfachsten, per Lastschrift einzuziehen (und dann die, deren Lastschrift unberechtigt zurückkommt, mit den Kosten zu belasten, steht dann auch in den AGB, beispielsweise 12,50 Euro).

Einzug per Lastschrift macht also der Firma am wenigsten Aufwand,- und so wird dann halt auch der Tarif kalkuliert. Und warum sollen die Kunden, die -und das ist die Mehrheit- die Lastschrifteinzug akzeptieren, den Mehraufwand mitbezahlen, den die Kunden verursachen, die per Überweisung (und auch Dauerauftrag kommt eben im Unternehmen als Überweisung an) zahlen möchten?

Wie erwähnt, Lastschriften werden gestapelt zur Bank gegeben, die meisten auch ordnungsgemäß eingelöst,- die paar, die zurück kommen, fallen dann auf,- und werden eben dann bearbeitet.

Was an Überweisung hereinkommt, muß hingegen in der Regel manuell bearbeitet und eben auch kontrolliert werden, ggf. gemahnt werden, das braucht Personal und kostet Geld.

Ok, es gibt sogar mindestens ein Unternehmen, das macht grundsätzlich keine Lastschrifteinzüge. Von Kollegen erfuhr ich, warum: Die fänden keine Bank, die noch ihre Lastschriftsaufträge annähme, weil da so viele (berechtigt) zurückkämen. Schließlich wird ein Unternehmen, das Lastschriften losschicken will, von der Bank anfangs, und immer wieder geprüft ...

Als Kunde habe ich vor Lastschrift keine Angst, denn unberechtigte Lastschriften kann ich ja problemlos zurückgeben, und dann muß der Lastschrift-Auslöser beweisen, daß seine Lastschrift berechtigt war.

Und die Angst, daß das Konto leer ist, wenn die Lastschrift kommt?
Nun, jeder, der wie ich, Private und Gewerbetreibende zu günstigeren Strom- und Gasanbietern berät, hat eine aktuelle Anbieterliste.
Dort steht zu jedem der meist vielen Anbieter neben den Infos, ob Selbstzahler akzeptiert werden (und wenn, ob, bzw. mit welchem Aufschlag), auch, ob der Anbieter eine Bonitätsabfrage macht, ob 11 oder 12 Abschläge kassiert werden und eben auch, ob der Anbieter die Abschläge zum 1., 15. oder 30. des Monats einzieht.

Also: Wenn die Gebühr für Zahlung per Überweisung in den AGB Deines Anbieters ist, dann ist sie berechtigt.
Abhilfe, für die folgenden Jahre: Zu einem Anbieter wechseln, der Überweisungen akzeptiert, gratis oder zu einer niedrigeren Gebühr als der, die Du nun zahlen mußt. Oder eben Lastschrift akzeptieren,- bei Deinem Anbieter oder bei einem günstigeren,- und dann darauf achten, daß der die Abschläge zu einem Zeitpunkt einzieht, wenn Dein Konto noch genug Geld drauf hat.
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