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...Grundeinkommen Alles zum Grundeinkommen


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Alt 09.01.2007, 12:56   #26
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Marcel
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:D Perestroika zumindest kann man schon eine Partei wählen,
die das bGE vertritt ;)

Zitat:

Grundeinkommen

Ich kann sowohl Befürworter als auch Gegner einer Hartz-IV-Kürzung verstehen.

Dabei ist die Lösung einfach: ein bedarfsunabhängiges Grundeinkommen für jeden

(also für Henrico Frank ebenso wie für Dieter Bohlen). Dann könnte man sich den ganzen Verwaltungsaufwand für Hartz IV und Wohngeld sparen. Auch die leidige Diskussion über Zwangsmaßnahmen gegen die Bezieher hätte ein Ende. Dass dies nicht nur ein Hirngespinst von Sozialromantikern ist, sieht man an den Äußerungen von Prof. Dr. Thomas Straubhaar (Direktor des Hamburger Weltwirtschaftsinstituts). Rolf Steil als Verwalter der Hartz-IV-Empfänger hat natürlich kein Interesse daran. Ebenso wenig wie die Gewerkschaftsfunktionäre, die ganz gut an der Arbeitslosigkeit verdienen.

http://www.abendblatt.de/daten/2007/01/09/665820.html
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Freundliche Grüße Marcel
.

Ein Bedingungsloses Grundeinkommen (Existenzgeld) für alle ?
In Deutschland lag nach der abweichenden Definition der Europäischen Union (60 % des mittleren Einkommens) die Armutsgrenze im Jahr 2003 bei einem monatlichen Einkommen von 938 Euro. http://de.wikipedia.org/wiki/Armut
Marcel ist offline  
Alt 10.01.2007, 07:28   #27
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Marcel
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Zitat:
Hätten wir nicht bald ein paar Millionen Arbeitslose mehr,
wenn jeder Geld bekommt, ohne dafür arbeiten zu müssen?


Mit einem Grundeinkommen haben Sie per Definition gar keine Arbeitslosen mehr. Wir hängen heute zwanghaft an dem Begriff der Erwerbsarbeit. Gerade Frauen wissen, dass es auch Familienarbeit, Kulturarbeit, Fürsorgearbeit gibt. Das erkennen wir immer noch nicht an. Die Einengung unseres Arbeitsbegriffes ist ein Fehler.

Also egal, was die Menschen tun - jeder bekommt ein Grundeinkommen. In welcher Höhe?

Wir könnten anfangen bei 750, 800 oder 850 Euro, je nachdem, wie die Kosten für die soziale Sicherung gestaltet werden.
Später könnte es mehr werden.
http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/355160/
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Freundliche Grüße Marcel
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Ein Bedingungsloses Grundeinkommen (Existenzgeld) für alle ?
In Deutschland lag nach der abweichenden Definition der Europäischen Union (60 % des mittleren Einkommens) die Armutsgrenze im Jahr 2003 bei einem monatlichen Einkommen von 938 Euro. http://de.wikipedia.org/wiki/Armut
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Alt 10.01.2007, 11:17   #28
Perestroika
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Moin marcel!

Das Teil von dir hab ich gar nicht gesehen und habs nochmal in "BGE: Leserbriefe" gepackt. Man kann da auch Kommentare schreiben. Genaueres steht dann nebenan:
http://www.elo-forum.org/forum/viewt...=141474#141474

alles Liebe
Perestroika
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Alt 10.01.2007, 11:38   #29
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Marcel
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Zitat von Perestroika
Moin marcel! Das Teil von dir hab ich gar nicht gesehen und habs nochmal in "BGE: Leserbriefe" gepackt. Man kann da auch Kommentare schreiben. Genaueres steht dann nebenan:
http://www.elo-forum.org/forum/viewt...p=141474#14147
Stimmt schon: 1 x Zeitungsmeldung und zusätzliche Briefe ;)
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Freundliche Grüße Marcel
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Ein Bedingungsloses Grundeinkommen (Existenzgeld) für alle ?
In Deutschland lag nach der abweichenden Definition der Europäischen Union (60 % des mittleren Einkommens) die Armutsgrenze im Jahr 2003 bei einem monatlichen Einkommen von 938 Euro. http://de.wikipedia.org/wiki/Armut
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Alt 12.01.2007, 21:57   #30
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Marcel
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Zitat:
Gelebte Utopie 12.01.2007 (vom 08.01.2007)

(Peter Nowak)Am Sonntag ging in König-Wusterhausen bei Berlin der 14. Jugendumweltkongress (Jukss http://www.jukss.de/2006/ ) zu Ende. Der Name steht für die Anfänge am Beginn der 90er Jahre. Damals ist eine Jugendumweltbewegung entstanden, die Spuren auch außerhalb der unmittelbaren ökologischen Bewegung hinterlassen hat.
...

Über das bedingungslose Grundeinkommen wurde debattiert. Auch Alternativen zur herrschenden Erziehungs- und Bildungspolitik nahmen beim diesjährigen Jukss breiten Raum ein. Dem Thema Herrschaftskritik näherte man sich auf dem Kongress nicht nur theoretisch, sondern auch ganz praktisch. Schließlich sind Selbstorganisation und Basisdemokratie die zentralen Grundlagen des Jukss. »Das macht die Treffen nicht immer einfach«, räumt eine Aktivistin ein. Doch einige besonders Eifrige haben sich auf mehreren Treffen im Laufe des Jahres 2006 auf den Jukss und seine basisdemokratsichen Strukturen vorbereitet. Für manche Teilnehmer ist der Jukss ein Experiment, ob es möglich ist, wenigstens einige Tage herrschaftsfrei zu leben. Deshalb wird es sehr wahrscheinlich auch im nächsten Jahr einen 15. Kongress geben. Das Bedürfnis nach gelebten Utopien ist groß in diesen Tagen, auch wenn sie nur für einige Tage halten.

http://www.inforiot.de/news.php?topi...ticle_id=10266
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Freundliche Grüße Marcel
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Ein Bedingungsloses Grundeinkommen (Existenzgeld) für alle ?
In Deutschland lag nach der abweichenden Definition der Europäischen Union (60 % des mittleren Einkommens) die Armutsgrenze im Jahr 2003 bei einem monatlichen Einkommen von 938 Euro. http://de.wikipedia.org/wiki/Armut
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Alt 13.01.2007, 15:12   #31
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Marcel
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Zitat:
Zu Beginn des Jahres 2007 fordert die stellvertretende Parteivorsitzende Katja Kipping (MdB) die Abgeordneten der anderen im Bundestag vertretenden Parteien auf, sich endlich den realen Auswirkungen ihrer Politik zu stellen. Sie erklärt:

Für 2007 besteht eine zentrale Herausforderung darin, die Ursachen und Auswirkungen von Armut nicht nur zu erkennen, sondern Armut erfolgreich einzudämmen und zu bekämpfen. Die Einführung einer sozialen repressionsfreien Grundsicherung, die jedem ein Leben in Würde ermöglicht, wäre dafür ein wichtiger Schritt.

Dieser Schritt böte zudem eine gute Grundlage für die weitere gesellschaftliche Debatte über ein bedingungsloses Grundeinkommen, die 2007 forciert werden muss.


und so weiter ... http://www.katja-kipping.de/armu.htm

http://www.katja-kipping.de/kpresse.htm
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Ein Bedingungsloses Grundeinkommen (Existenzgeld) für alle ?
In Deutschland lag nach der abweichenden Definition der Europäischen Union (60 % des mittleren Einkommens) die Armutsgrenze im Jahr 2003 bei einem monatlichen Einkommen von 938 Euro. http://de.wikipedia.org/wiki/Armut
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Alt 13.01.2007, 15:21   #32
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redwitch
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die Gefahr besteht vor allem auch darin, dass das Thema in der Öffentlichkeit von Konservativen und/oder Neoliberalen besetzt wird, auch wenn viele Linke gegenüber dem BGE skeptisch sind, sollten sie die Diskussion darüber nicht jenen überlassen, ansonsten kommt etwas wie Althaus' Modell heraus

und darin hat Kipping sicher recht, dass Hier und Jetzt die Frage der repressionsfreien existentiellen Sicherung von Millionen Menschen beantwortet werden muss
redwitch ist offline  
Alt 13.01.2007, 15:24   #33
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Marcel
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:daumen:

Zitat:

... und so weiter ...

http://www.katja-kipping.de/grusich1.htm

Wenn alle langfristig 1000 Euro bekommen, wer geht denn dann noch arbeiten? Ich meine, der Drang, sich selbst zu verwirklichen bzw. sich weiter zu entwickeln, ist eine wesentliche menschliche Charaktereigenschaft. Aus diesem Grunde ist auch bei einem Grundeinkommen mit Arbeitsbereitschaft zu rechnen. Der selbstlose, unbezahlte Einsatz vieler Menschen während der Flut im August 2002 bewies, es gibt bei vielen Menschen die Bereitschaft, Tätigkeiten, von deren Notwendigkeit sie überzeugt sind, zu erledigen. Selbst dann, wenn diese Tätigkeiten unter widrigen Umständen stattfinden. Im übrigem besteht ein positiver Nebeneffekt des Grundeinkommens gerade darin, dass Berufe, z. B. im pflegerischem Bereich, die heute nur gering vergütet werden, zukünftig besser bezahlt werden. Weiterhin ist als positive Nebenwirkung ein zunehmender Druck zur Automatisierung bei unangenehmen Jobs, wie z.B. Müllsortieren zu erwarten. Wer einmal eine manuelle Abfallsortierungshalle von innen erlebt hat, wird begrüßen, wenn diese Arbeit in Zukunft automatisch erledigt wird und die Sortierer dafür über die Grundsicherung finanziell abgesichert werden. Entscheidend ist für mich letztlich, dass das bedingungslose Grundeinkommen den Charme einer neuer Gesellschaft ausstrahlt. Gerade angesichts der aktuellen Grausamkeiten von Rosa-Grün-Schwarz kommt es darauf an, sich nicht nur auf Abwehrkämpfe zu beschränken. Vielmehr ist deutlich zu machen – eine bessere Welt ist möglich. Die soziale Grundsicherung ist ein wichtiger Teil davon.

http://www.katja-kipping.de/grusich1.htm

http://www.katja-kipping.de/kpresse.htm
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Freundliche Grüße Marcel
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In Deutschland lag nach der abweichenden Definition der Europäischen Union (60 % des mittleren Einkommens) die Armutsgrenze im Jahr 2003 bei einem monatlichen Einkommen von 938 Euro. http://de.wikipedia.org/wiki/Armut
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Alt 16.01.2007, 13:13   #34
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Marcel
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Hier geht es nicht um die verschiedenen Finanzierungsmodelle (sondern Zeitungsartikel)

die kann jeder für sich nachlesen z. B. bGE Linke ect. : http://www.elo-forum.org/forum/ftopic11386.html

Zitat:
Werner: "Viele sehen die Welt durch einen Geldschleier"

Erstens: Das Bestehende, das Gewordene hinterfragen. Werner erzählte, wie er einst auf seinem Fahrrad durch den Schlosspark in Stuttgart fuhr und einen Mann sah, der einen Pappbecher aus einem Mülleimer holte und austrank. "Müssen wir uns das noch leisten?", (hinter-) fragte Werner. Schließlich habe noch keine Generation vor uns über so viele Güter und Dienstleistungen verfügt wie wir heute.
Zweitens gelte es, das Gewordene umzudenken. Wir leben, so Werner, nicht von unserem Einkommen oder vom Geld, sondern von den Gütern und Dienstleistungen, die andere herstellen. Trotzdem würden viele nur durch einen "Geldschleier" auf die Welt sehen und stets fragen, was etwas kostet und dabei den heutigen Überfluss nicht sehen. "Auch wenn wir von Schulen reden, sprechen wir von Kosten", bemerkte Werner und zitierte Henry Ford, der gesagt hat: "Die Zukunft beginnt in den Klassenzimmern."

Werner: "Was wir nicht denken können, können wir nicht wollen"

Drittens käme dann, das Neue zu kreieren. Das ist für ihn ein bedingungsloses Grundeinkommen, denn für ein menschenwürdiges Leben bräuchte jeder ein Einkommen, um an der Gesellschaft teilnehmen zu können. Die Anwesenden forderte er auf, sich vorzustellen, wie ihr Leben mit einem Grundeinkommen verlaufen wäre. "Was hätten Sie für Aufgaben ergriffen?"

Um Neues zu kreieren, müsse man nämlich träumen können. Denn: "Was wir nicht denken können, können wir nicht wollen und was wir nicht wollen, können wir nicht tun." Letzteres sei der vierte und letzte Schritt - das Neue in das Bestehende zu integrieren.

Handeln müsse man hierbei mit Liebe zum Detail oder evolutionär - wer revolutionär handelt, zerstöre. Bei den ersten drei Schritten hingegen müsse man denken, und zwar revolutionär.

http://www.ka-news.de/wirtschaft/new...ir2007113-244J
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Alt 21.01.2007, 16:38   #35
Perestroika
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19.1.2007 * Blaschke: Der neue Streit um das Grundeinkommen

->www.die-linke-grundeinkommen.de

»Roth ist isoliert« Der neue Streit um das Grundeinkommen

Zitat:
ND: Warum ist in der Erwerbslosenbewegung gerade jetzt Streit um das bedingungslose Grundeinkommen ausgebrochen?
Blaschke: Die Debatte gibt es seit 25 Jahren. Ein Teil der Erwerbslosenbewegung forderte in erster Linie eine schnelle Rückkehr in ein Lohnarbeitsverhältnis. Daneben gab es eine starke unabhängige Erwerbslosenbewegung, die gemeinsam mit der Bewegung prekär Beschäftigter den Schwerpunkt auf ein bedingungsloses Grundeinkommen legte, von ihr Existenzgeld genannt. Diese Ansätze wurden also in der Erwerbslosenbewegung seit Jahrzehnten mehr oder weniger freundschaftlich miteinander diskutiert.

Wie schätzen Sie das Kräfteverhältnis zwischen diesen beiden Flügeln ein?
Vor allem Hartz IV trug dazu bei, dass die Unterstützung für ein bedingungsloses Grundeinkommen in der Erwerbslosenbewegung sehr gewachsen ist. Gegen verschärften Arbeitszwang, Bespitzelung durch Detektive und Verarmung wird von vielen Erwerbslosen im Grundeinkommen eine Alternative gesehen – aber auch von Erwerbstätigen. Hartz IV soll ja auch auf sie Druck ausüben. Die Hinwendung zum Grundeinkommen drückt sich in der mit großer Mehrheit auf der Aktions- und Strategiekonferenz der sozialen Bewegungen in Frankfurt (Main) beschlossenen Formulierung im Frankfurter Appell aus. Es wurde ein Mindesteinkommen für Erwerbslose ohne Bedürftigkeitsprüfung, partnerunabhängig und repressionsfrei, gefordert.

Aber eine Gruppe um den Soziologen Rainer Roth protestiert heftig dagegen.
Es ist eine kleine Gruppe, die aus ideologischen Gründen sogar diese Forderung nach einem repressionsfreien Mindesteinkommen für Erwerbslose ablehnt. Sie hat allerdings gemerkt, dass sie mit ihrer Position in der Erwerbslosenbewegung isoliert ist und versucht jetzt in der Öffentlichkeit den Eindruck zu erwecken, die Bewegung sei gespalten. ....

Aber behindert der Streit nicht die Arbeit tatsächlich?
Das sehe ich nicht so. Wenn Erwerbslose auf die Straße gehen, machen sie das aus eigener Betroffenheit und nicht weil Prominente dazu aufrufen. In der ostdeutschen Erwerbslosenbewegung hat der Frankfurter Appell zudem nie eine große Rolle gespielt. Dort wurde eher mit eigenen Aufrufen mobilisiert.

Wird durch die Forderung nach dem bedingungslosen Grundeinkommen die Kooperation mit dem DGB belastet?
Das sehe ich nicht. Denn selbstverständlich unterstützen die Teile in der Erwerbslosenbewegung, die sich für ein Grundeinkommen einsetzen, auch die Forderung nach einem Mindestlohn, nach radikaler Arbeitszeitverkürzung. Dabei gehen sie sogar über die Forderungen des DGB hinaus, z. B. mit der Forderung nach 10 Euro Mindestlohn.

Der DGB ist gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen.
Auch in gewerkschaftlichen Kreisen ist die Diskussion längst in Gang gekommen. An der Gewerkschaftsbasis ist sie schon weit fortgeschritten. Fast jedes fünfte Mitglied des Netzwerkes Grundeinkommen ist in einer Gewerkschaft organisiert. Bei Gewerkschaftsseminaren ist der Zuspruch jedenfalls groß.

Dennoch wehren sich zumindest sämtliche Gewerkschaftsvorstände energisch gegen solche Ansätze.
Auch dort haben die Debatten begonnen. So ist mit Volker Köhnen ein ver.di-Funktionär aus Hessen Befürworter des Grundeinkommens. DGB-Chef Michael Sommer hat bereits 2002 Vorstellungen geäußert, die dem nahe kommen – nämlich die Idee eines Grundeinkommens für Erwerbstätige, die sich eine Auszeit nehmen wollen. Sommer forderte eine arbeitsunabhängige Anerkennungsprämie dafür, dass man solidarisch Arbeitsplätze teilt. Allerdings hat sich der Gewerkschaftsflügel, der eine keynesianische Politik fordert, mit solchen Fragen bisher kaum ernsthaft befasst.

Interview: Peter Nowak

laukalte Grüße aus grauem Kreuzberg
Perestroika
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Alt 21.01.2007, 22:43   #36
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redwitch
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Zitat:
Vor diesem Hintergrund wird erkennbar, dass eine zukünftige Grundsicherung aus drei Elementen zusammenwachsen muss. Dazu gehört zunächst ein Grundeinkommen, das gleiche Teilhabe aller Menschen am Konsum einer produktiver werdenden Welt ermöglicht. Das ist der Aspekt der Gleichheit. Er wird hauptsächlich durch Geld vermittelt, aber nicht nur. Teile des Grundeinkommens können auch in allgemeinen, jedem Menschen gleichermaßen zustehenden Versorgungsleistungen der jeweiligen Gemeinschaften bestehen. Das Grundeinkommen kann selbstverständlich durch eigene Arbeit aufgestockt werden.

Wichtig ist aber auch eine gemeinschaftliche Grundversorgung, die aus einer Wiederaneignung der Fähigkeit zur eigenverantwortlichen Selbstversorgung erwächst. Dies beginnt bei der kollektiven Selbsthilfe der "Überflüssigen" und kann bis zur gemeinschaftlichen Versorgung mit selbst hergestellten agrarischen, handwerklichen und einfachen industriellen Gütern im lokalen und regionalen Rahmen voranschreiten. Unmittelbare Not der "Überflüssigen" ist die eine, Fähigkeit zur Wiederherstellung einer direkten Beziehung zum Produkt der eigenen Arbeit die andere Triebfeder solcher Zusammenschlüsse. Sie können Menschen von außerhalb, sogar global in ihr Netz einbeziehen. Ihre Basis ist jedoch die Kooperation vor Ort. Das ist der Aspekt der gegenseitigen Hilfe und der sozialen Grundabsicherung in Solidargemeinschaften. Drittens sollte auch selbstbestimmte Eigentätigkeit hinzu kommen, mit der jeder Einzelne seine eigenen Vorstellungen vom Leben verwirklicht. Das ist der Aspekt der persönlichen Freiheit, der über lokale, nationale, staatliche, aber auch über ethnische und kulturelle Grenzen hinausführt.
http://www.freitag.de/2007/03/07030501.php
redwitch ist offline  
Alt 22.01.2007, 21:31   #37
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Panti
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Hallo Marcel, hi @ll,

Katja ist zurückgepfiffen worden, ihr Modell ist von der Parteispitze wegen zu hoher Kosten nicht abgesegnet und damit nicht ins Programm aufgenommen worden.
R. Blaschke ist nicht mehr Sprecher im Netzwerk Grundeinkommen (hat er mir selber geschrieben).
Dennoch muß es weiter voran gehen mit dem BGE, da müssen wir eben mehr tun, ich bspw. werde an der Vorbereitung zum Grundeinkommenstag 2007 mitarbeiten, hoffe mal, dass alle BGE Befürworter das diesmal unterstützen.
:hug:

MfG Panti
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BGE statt Hartz4!
Panti ist offline  
Alt 23.01.2007, 13:21   #38
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Marcel
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Panti hast du eine Quelle ? Konnte deswegen momentan nichts finden. Einige der Linken sind laut Medien für das Arbeitskonzept (negative Einkommenssteuer) der SPD http://www.zeit.de/online/2006/38/bo...ssteuer?page=2. Also wundern tät es mich nicht. Ein anderes Konzept Existenzgeld (bGE) 690 + KK + Miete = xx + Sonderbedarf http://www.elo-forum.org/forum/viewt...=128838#128838 ist vielleicht weniger als bGE 950 - 1000 +++ für jeden Erwachsenen. http://www.existenzgeld.de/ Falls noch jemand eine Partei kennt, die ein bGE oder ein Existenzgeld bzw. Grundsicherung (aber ohne Arbeitszwang, ohne Bedürftigkeitsprüfung, individuell, existenzsichernd und garantiert !) schon im Partei-Programm hat, dann bitte hier ergänzen: http://www.elo-forum.org/forum/ftopic7829987.html


Zitat:
Wer hat Anspruch auf Grundeinkommen?

http://www.NoGo.de/2007/0...sgesellschaft/

Mit dem Grundeinkommen sollen die Grundbedürfnisse aller Menschen in dieser Gesellschaft befriedigt werden. Dazu gehören Ernährung, Kleidung, Wohnung, Wärme, Kommunikation, Betreuung, Krankenversicherung und Bildung. Die Bezugshöhe ist einheitlich.

Bezugsberechtigt sind alle Mitglieder unserer Gesellschaft, von der Geburt bis zum Ableben, die deren Staatsbürgerschaft besitzen und einen festen Wohnsitz nachweisen können. Das Grundeinkommen ist pfändungsfrei bis auf Mietzahlungen und Krankenkasse.
Familien bis zu drei Kindern haben Anspruch für jedes Mitglied der Familie. Ab dem vierten Kind entsteht ein Anspruch erst ab dem 18. Lebensjahr. Die Ansprüche der Kinder werden durch das Familienoberhaupt bis zur Volljährigkeit verwaltet. Vom Grundeinkommen werden alle Verbindlichkeiten der Familie gedeckt, wie Krankenversicherung, Betreuung, Bildung usw.

Gesamtgesellschaftliches Ziel

Das Ergebnis eines derartigen Wechsels in der Sozialpolitik wird ein stark vergrößerter Gestaltungsspielraum der Menschen sein. Frei von dem unerträglichen Zwang, ihre finanziellen Verhältnisse wegen letztendlich berechtigter Ansprüche auf Unterstützung des Staates völlig offen zu legen und von einem Formularwust der Behörden entlastet, werden sich die meisten Menschen wieder auf ihre eigenen Fähigkeiten besinnen und Initiative zeigen. Das Grundeinkommen nimmt ihnen die unerträgliche Existenzangst und versetzt sie in eine vielfach stärkere Verhandlungsposition gegenüber Arbeitgebern. Das Grundeinkommen ersetzt letztendlich Angst durch ein Mindestmaß an Sicherheit. Mit einer neuen Handlungsfreiheit entsteht Motivation und Menschen beginnen wieder nach ihren Talenten zu suchen und sie auch zu nutzen. Denn Talente benötigt das Land dringend, um wieder dort anknüpfen zu können, was es einmal war: ein Land der Tüftler, Denker und Dichter. Damit hat es vormals weltweite Anerkennung erlangt und dorthin sollte die Reise wieder gehen. Das bedingungslose Grundeinkommen ist die Plattform und Voraussetzung für ein solches, gesamtgesellschaftliches Ziel.

http://www.NoGo.de/2007/0...sgesellschaft/
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Freundliche Grüße Marcel
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Alt 23.01.2007, 15:36   #39
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Von Werner Rätz

Zitat:
Bedingungsloses Grundeinkommen: Finanzierungsmodelle sind unvermeidlich, aber schädlich!
http://www.attac.de/genug-fuer-alle/...ngsmodelle.php
redwitch ist offline  
Alt 23.01.2007, 23:57   #40
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Hallo Marcel,

habs mal abends im Videotext gelesen .
Aber wir könnten ja mal bei den entsprechenden Stellen nachhaken, ich werde mal den Ronald anschreiben, hab ja einen guten Draht zu ihm.

Bei der SPD bin ich noch sehr skeptisch, muß man noch abwarten.

Wir von der Psgd werden jedenfalls alles dafür tun, um das BGE weiter voran zu bringen, denn von allein kommts nicht ;)

MfG Panti
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