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...Grundeinkommen Alles zum Grundeinkommen


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Alt 18.05.2010, 20:41   #76
Yorkfield
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Yorkfield
Standard AW: 5 Gründe für ein Grundeinkommen

Plädoyer für ein Grundeinkommen (1) Auszug aus Jeremy Rifkins «Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft»

Zitat:
Im November 2003 veröffentlichte Alliance Capital Management eine aufrüttelnde Untersuchung über Jobs im produktiven Sektor der weltweit 20 grössten Volkswirtschaften, die einen Zusammenhang zwischen dem Produktivitätszuwachs und dem dramatischen Verschwinden von Fabrikarbeitsplätzen aufzeigt. Der Untersuchung zufolge wurden zwischen 1995 und 2002 31 Millionen Stellen in der Produktion gestrichen. Die Beschäftigung ging diesem Sektor Jahr für Jahr und überall auf der Erde zurück. Dieser Verlust von Arbeit ereignete sich im selben Zeitraum, in dem die Produktivität um 4,3 Prozent stieg und die weltweite Industrieproduktion um mehr als 30 Prozent zunahm. Der unglaubliche Produktivitätszuwachs hat es den Herstellern ermöglicht, mit viel weniger Arbeitskräften viel mehr Waren zu produzieren. Weltweit nahmen die Produktionsjobs um fast 16 Prozent ab. Allein die USA verloren 11 Prozent ihrer Stellen in diesem Sektor.

Die meisten Amerikaner und viele Europäer klagen, dass einheimische Stellen in die Produktionen an die aufblühende Wirtschaft Chinas verloren gingen. Zwar produzierte und exportierte China wirklich einen viel grösseren Prozentsatz an Gütern, der Untersuchung zufolge wurden aber auch in China massenhaft Produktionsjobs gestrichen. Zwischen 1995 uns 2002 verlor China über 15 Millionen Fabrikarbeitsplätze, das sind 15 Prozent des gesamten produktiven Arbeitsmarkts. Wie in jedem Land steigern auch die chinesischen Hersteller ihre Produktivität und benötigen daher viel weniger Arbeiter, um ihre Waren zu produzieren. Setzt sich der Rückgang im gegenwärtigen Tempo fort — wahrscheinlicher ist, dass er sich noch beschleunigt —, wird die Beschäftigung im produzierenden Sektor weltweit von heute 163 Millionen Stellen auf wenige Millionen Jahr 2040 abstürzen, was in einer globalen industriellen Massenarbeitslosigkeit enden wird.

(Seite 20)
ISBN 3-593-37411-0
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Alt 18.05.2010, 20:46   #77
Yorkfield
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Yorkfield
Standard AW: 5 Gründe für ein Grundeinkommen

Plädoyer für ein Grundeinkommen (2) Auszug aus Jeremy Rifkins «Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft»

Zitat:
Im Weisse-Kragen- und Dienstleistungssektor gehen in vergleichbarer Weise Stellen verloren, weil intelligente Technologien die Produktivität erhöhen und immer mehr menschliche Arbeitskraft ersetzen. Banken, Versicherungen, Gross- und Einzelhandel führen noch in den kleinsten Teilbereichen ihrer Geschäftstätigkeit clevere Techniken ein und kürzen im Verlauf dieses Prozesses das entsprechende Personal.

Die Internet-Bank NetBank ist ein gutes Beispiel: Sie verfügt über 2,4 Milliarden Dollar Einlagen; eine konventionelle Bank dieser Grössenordnung hätte annähernd 2000 Angestellte: NetBank benötigt für die gesamte Geschäftstätigkeit nur 180 Mitarbeiter. Industriebeobachter erwarten, dass im Verlauf der nächsten vier Jahrzehnte mit den Weisse-Kragen-Stellen dasselbe passiert wie mit den Produktionsjobs, da Untenehmen, ganze Industriezweige und die Weltwirtschaft zu einem globalen neutralen Netwerk verknüpfen werden. Billige Sensoren – kleine Prozessoren – werden von Lebensmitteln bis zu menschlichen Organen an allem angebracht und verbinden die ganze Welt zu einem nahtlosen Netz kontinuierlicher Konversation und Information in ständigem Austausch.

Paul Staffo, Direktor des Institute for the Future in Menlo Park, California, stellt fest, dass sich «in den achtziger Jahren das Geschäft um Menschen drehte, die mit Menschen reden. Jetzt geht es um Maschinen, die mit Maschinen reden».
Yorkfield ist offline  
Alt 18.05.2010, 20:48   #78
Yorkfield
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Yorkfield
Standard AW: 5 Gründe für ein Grundeinkommen

Plädoyer für ein Grundeinkommen (3) Auszug aus Jeremy Rifkins «Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft»

Zitat:
Lange verliessen sich Gewerkschaften auf die eine ihnen zur Verfügung stehende Waffe, um Lohnerhöhungen durchzusetzen: ihre Macht mittels Streik die Arbeitskraft zu verweigern. Streiks werden jedoch weniger wirkungsvoll, wenn das Management einfach die Produktion in ausländische Fabriken verlagern oder an anonyme Subunternehmer hinausgeben kann. Darüber hinaus kann das Management mit der zunehmenden Automatisierung von Fabriken und Büros oft die Produktion und die Dienstleistungen – zumindest für kurze Zeit – mit Rumpfbesatzungen aufrechterhalten.

Die Folge ist, dass der Produktivitätszuwachs nicht mehr mit den Beschäftigten in Form höherer Löhne und Leistungen geteilt wird, sondern stattdessen grösstenteils den Anteilseignern in Form höherer Dividenden zugute kommt und auch den Spitzenmanagern in Form aufgeblähter Gehälter. Natürlich leidet letzten Endes das ganze System darunter, wenn die Lohntüten der Beschäftigten immer leerer werden oder es überhaupt eine gibt.

Einige Wirtschaftsexperten argumentieren, dass selbst angesichts sinkender Löhne und Leistungen Produktivitätssteigerungen die Waren und Dienstleistungen billiger machen und es daher den Lohnabhängigen ermöglichen würden, mit weniger Geld mehr einzukaufen. Wäre das der Fall, würden sich die Lohnabhängigen nicht immer mehr verschulden, um überleben zu können.

Es liegt auf der Hand, dass Produktionssteigerungen an und für sich nicht automatisch das Los der Lohnabhängigen verbessern. Die Ankurbelung der Konsumnachfrage erfordert, etwas vom Produktivitätszuwachs mit den Beschäftigten zu teilen. Da das Management dies nicht freiwillig von sich aus tun wird, lautet die einzige mögliche Antwort auf das Problem, die Nachfrage zu steuern, die Gewerkschaftsbewegung zu verjüngen und ihre geografische Reichweite so weit auszudehnen, dass sie der des Finanzkapitals entspricht.

Verbraucherorganisationen und lokale Gemeinschaften sowie politische Parteien müssen Mensch-zu-Mensch Netzwerke (so genannte P2Ps, von people to people) auf dem globalen Spielfeld einrichten, um der Politik des «geht beim Nachbarn betteln» die Solidarität der Lohnabhängigen und der Öffentlichkeit gegenüber zu stellen.
Yorkfield ist offline  
Alt 18.05.2010, 20:49   #79
Yorkfield
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Plädoyer für ein Grundeinkommen (4) Auszug aus Jeremy Rifkins «Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft»

Zitat:
Beschäftigung und Sozialkapital im Dritten Sektor schaffen

Selbst wenn mit dem Übergang zu einer neuen Energiewirtschaft, mit der Reduzierung der Wochenstunden und mit flexibleren Arbeitszeitorganisation sich neue Beschäftigungsmöglichkeiten eröffnen, wird es wahrscheinlich doch nicht genügend Jobs geben, um alle zufrieden zu stellen, die neu auf den Arbeitsmarkt drängen. Was ist mit Stellen im öffentlichen Dienst? Ziemlich sicher kann man davon ausgehen, dass die Regierungen die öffentlichen Gehaltslisten nicht signifikant erweitern, sondern vielmehr ihre historische Rolle als Arbeitgeber der letzten Zuflucht weiter zurücknehmen werden. Natürlich ist der Vierte Sektor – zu dem informelle Geschäfte, Schwarzarbeit und –märkte sowie organisiertes Verbrechen zählen – ein aussichtsreiches Betätigungsfeld.

In vielen Ländern ist er der am schnellsten wachsende Beschäftigungssektor. Die informelle Wirtschaft erlaubt im Allgemeinen nur ein Auskommen am Existenzminimum. Die kriminelle Wirtschaft hingegen bietet sehr oft lukrative Jobs, aber wenn man ihr zu wachsen und zu prosperieren erlaubte, würde das die Sozialbeziehungen im betreffenden Land weiter erodieren und zu einer gefährlichen und destabilisierenden Welt führen.

Es gibt jedoch einen Bereich, wo die Fähigkeiten, Begabungen und das Fachwissen von Menschen tatkräftig zur Anwendung kommen können – der Dritte Sektor, die nichtkommerzielle Gesellschaft. Dieser Sektor umfasst alle formellen und informellen, nicht auf Profit abzielenden Aktivitäten, die zusammen das kulturelle Leben der Gesellschaft ausmachen. Er ist der Sektor, in dem Menschen sowohl die Gemeinschaftsbande als auch Sozialordnung kreieren.

Zu den gemeinschaftlichen Aufgaben zählen vielerlei Aktivitäten von der Sozialarbeit bis zum Gesundheitswesen, Bildung und Wissenschaft, Kunst Sport, Erholung, Religion und Rechtshilfe. In der ersten Ausgabe von (Das Ende der Arbeit) kam ich zum Schluss, dass im Dritten Sektor die Schaffung Millionen neuer Arbeitsplätze möglich sein müsste.
Yorkfield ist offline  
Alt 18.05.2010, 20:51   #80
Yorkfield
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Standard AW: 5 Gründe für ein Grundeinkommen

Plädoyer für ein Grundeinkommen (5) Auszug aus Jeremy Rifkins «Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft»

Zitat:
Folgende Abschrift beschäftigt sich mit dem «Zeitdollar». Vielleicht eine andere Möglichkeit anstelle des Grundeinkommens? (Anmerkung J. S.)

Die Idee ist einfach und basiert auf dem Konzept, dass man einem Nachbarn in der Erwartungshaltung hilft, dass wiederum ein Nachbar – der nicht notwendigerweise derselbe ist – irgendwann einmal auch einem selber helfen wird. Der Gedankengang ist also in etwa von dem Prinzip geleitet, das hinter dem Blutspenden steht.

Mittlerweile sind in den Vereinigten Staaten über 250 «Zeitdollar»- Projekte ins Leben gerufen worden, an denen Tausende von Menschen teilnehmen, und vergleichbare Projekte gibt es in Grossbritanien, Japan und eine Menge anderer Länder, wo sie manchmal unter verschiedenen Namen wie «faire Anteile» oder «Service Kreditposten» laufen. So funktioniert die Sache:

Eine Person gibt eine Stunde ihrer Freizeit her und wird dafür mit einem Zeitdollar (Zeiteuro u. dgl.) belohnt. Im Gegensatz zur Marktwirtschaft, wo die geleiteten Arbeitsstunden nach der fachlichen Qualifikation gestaffelt vergütet werden, sind Sozialwährungen gleich gewichtet. Jeder bekommt, ob Arzt oder Taxifahrer, für jede geleistete Stunde unabhängig von seinem fachlichen Können eine Stunde Zeitguthaben, was die Vorstellung widerspiegelt, dass der von jedem einzelnen zum Aufbau des gemeinschaftlichen Sozialkapitals geleistete Beitrag gleich wertvoll ist.

Die angesammelten Zeitdollar können dafür verwendet werden, sich Dinge oder Dienstleistungen von anderen Zeitbank Teilnehmenden zu beschaffen, beispielsweise Essen, Kleidung, Computer, Rechtsberatung, Gesundheitsvorsorge, Unterkunft, Transport und sogar Teilnahme an Bildungsprogrammen. Einige Kritiker halten es für falsch, dass man für die Zeit, die man für Nonprofit-Aktivitäten im Dritten Sektor aufgewendet hat, belohnt werden soll. Die Befürworter betonen jedoch, dass das Konzept, reziproke Verpflichtungen zwischen Gleichgestellten zu schaffen, eine Art von Engagement darstellt, die dem bloss freiwilligen Einsatz für Bedürftige weit überlegen ist.

Letzteres führt oft zu einer Beziehung zwischen Ungleichen, zu Abhängigkeit und dem Gefühl, dass man Almosen bekommt, weil die Person, die Hilfe braucht, keine Möglichkeit hat, sich zu revanchieren. Zeitdollar unterstützen die Vorstellung von gegenseitiger Hilfe: das heisst, viel mehr Menschen in kooperativen Beziehungen zueinander zu bringen.
Yorkfield ist offline  
Alt 19.05.2010, 00:27   #81
ArmesWuerstchen->Emailproblem
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ArmesWuerstchen
Standard AW: Oder auch nicht..........

Hallo,


sorry.....aber ich halte das ganze für TRÄUMEREI........

1.
Bräuchte man ein gesichertes Monats-Netto-Einkommen.......

2.
Um Punkt 1 zu erreichen,wären für Singles und Verheiratete schon mal Probleme bei der Arbeitszeit vorprogrammiert....
Um zum B. einen Netto-Monatslohn von 1.500,-€ zu erhalten,
müsste ein Single 180 Stunden arbeiten,während ein Verheirateter
mit einem Kind dafür nur 150 Stunden arbeiten müsste.....


3.
Die "Wiedereinführung" des Kommunismus ist höchst unwahrscheinlich..........
obwohl viele Dinge dort im Grundsatz gar nicht so verkehrt waren....und ironischerweise auch heutzutage von großen Firmen so gehandthabt werden.....z.B. die gemeinsame Produktion von Fahrzeugen.....
__

"...les aristocrates à la lanterne.....".....wie Recht die doch damals hatten......
ArmesWuerstchen ist offline  
Alt 19.05.2010, 01:17   #82
Yorkfield
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Standard AW: 5 Gründe für ein Grundeinkommen

Zitat:
09.12.2008

Von der Finanzkrise in die 20:80 Gesellschaft


Die Weltwirtschaft befindet sich im freien Fall – wie wird die Gesellschaft mit der zu erwartenden Massenarbeitslosigkeit umgehen?
Als die Digitale Revolution und die Globalisierung in den 1990er Jahren ihren Siegeszug antraten, sagten Zukunftsforscher den Weg in eine 20:80 Gesellschaft voraus. Nur 20 Prozent der arbeitsfähigen Bevölkerung würden im 21. Jahrhundert ausreichen, um die Weltwirtschaft in Schwung zu halten. 80 Prozent der Bevölkerung wären demnach arbeitslos und müssten mit „Tittytainment“ bei Laune gehalten werden. Da die Ursachen für diese Entwicklung weniger im globalen Handel, als vielmehr im technischen Fortschritt liegen, wird die kommende Weltwirtschaftskrise ein Beschleuniger für diese Entwicklung sein. Konzepte, wie unsere Gesellschaft mit der kommenden Massenarbeitslosigkeit umgehen soll, gibt es allerdings wenige und weder Politik noch Wirtschaft scheinen ein Interesse daran zu haben, sich den Fragen der Zukunft bereits jetzt zu stellen.


Werden wir in einer Gesellschaft mit Massenarmut und Chaos leben oder aber in einer Gesellschaft, in der sich die von der Arbeit befreiten Menschen individuell entfalten können? Die Weichen dafür müssen in den nächsten Jahren gestellt werden.



Die 20:80 Gesellschaft

Im September 1995 traf sich die globale Elite im noblen Fairmont Hotel in San Franzisco. Auf Einladung der Gorbatschow-Stiftung kamen 500 führende Politiker, Wirtschaftsführer und Wissenschaftler aller Kontinente zusammen, um über den „Weg ins 21. Jahrhundert“ zu diskutieren. Hauptdiskussionsthema der Veranstaltung war die These, nach der im 21. Jahrhundert nur noch 20 Prozent der arbeitsfähigen Bevölkerung ausreichen würden, um die Weltwirtschaft in Schwung zu halten.

Als geistiger Vater der 20:80 Gesellschaft gilt der amerikanische Ökonom Jeremy Rifkin, der in seinem Buch "Das Ende der Arbeit" die Folgen des technischen Fortschritts analysierte und dabei zu dem Schluss kam, dass die Arbeit sich selbst abschafft. Die fortschreitende Rationalisierung der Prozesse im Produktions- und Dienstleistungsbereich und der weltweite Einsatz der Informationstechnologien führen laut Rifkin zu einem Produktivitätsschub, der viele Millionen Arbeitsplätze überflüssig macht. Die kapitalistische Logik, nach der technologischer Fortschritt und gesteigerte Produktivität zwar alte Jobs vernichten, dafür aber mindestens genauso viele neue schaffen würden, hält Rifkin für einen Trugschluss. Es sei keine Frage, ob die 20:80 Gesellschaft kommt, sondern wie wir damit umgehen, denn die Entwicklung sei unumkehrbar - langfristig wird die Arbeit verschwinden.



Arbeitsplatzkiller Fortschritt

In der vorindustriellen Zeit arbeiteten über 80% der Bevölkerung in der Landwirtschaft. Die Bruttowertschöpfung lag damals bei wenigen hundert Euro pro Kopf und Jahr. Mit dem technischen Fortschritt hat sich dies umgekehrt – heute sind rund 2,5% der Bevölkerung im Agrarsektor tätig, erzeugen dabei aber eine vergleichbare Menge an Produkten und erwirtschaften rund 15.000 Euro pro Kopf und Jahr.


Die gleiche Entwicklung findet seit längerem im industriellen Sektor statt. Vom Ende der industriellen Revolution bis in die 1970er Jahre waren zwischen 40 und 50% der Bevölkerung Deutschlands in der Güterproduktion tätig. Der Siegeszug der Produktivitätssteigerung durch moderne Technik ließ den Anteil der Beschäftigten seitdem stetig auf den heutigen Wert von rund 30% sinken. Dennoch steigerte sich von Jahr zu Jahr sowohl der Produktausstoß als auch die Wertschöpfung. Im produzierenden Sektor findet laut Rifkin momentan ein Wandel hin zu einem Markt statt, der zum allergrößten Teil ohne menschliche Arbeitskraft funktioniert. Er prognostiziert für die kommenden Jahrzehnte einen massiven Arbeitsplatzabbau in der Industrie, analog zu dem in der Landwirtschaft zu Beginn des letzten Jahrhunderts.

Über zwei Drittel aller deutschen Arbeitnehmer sind heute im Dienstleistungssektor beschäftigt, der mit über 72% auch den höchsten Anteil am Bruttoinlandsprodukt hat. Die „dritte industrielle Revolution“, als die der Siegeszug der Informationstechnologie der letzten zwei Jahrzehnte auch bezeichnet wird, stellt jedoch auch hier die Weichen zu einem Wachstum des Umsatzes bei gleichzeitigem Rückgang des Faktors menschliche Arbeit.



Jobless Growth

Paul Saffo vom IFTF in Palo Alto meinte einmal, dass sich das Geschäft der Informationstechnologie in den 1980ern darum drehte, dass Menschen mit Menschen reden. Heute ginge es darum, Maschinen mit Maschinen reden zu lassen, der Faktor Mensch wird dabei überflüssig. Jahrzehnte der boomenden Weltwirtschaft haben weltweit eines demonstriert: Die Produktion steigt, die Produktivität steigt, aber die Arbeitsplätze nehmen ab - Jobless Growth ist zum Normalzustand geworden.


Sogar in den boomenden Schwellenländern Asiens ist mit dem exorbitanten Wirtschaftswachstum die Zahl der Arbeitslosen nicht etwa gesunken, sondern sogar gestiegen. Wenn die Löhne in diesen Ländern mit der Zeit steigen werden, wird auch dort die Produktivität weitere Arbeitsplätze vernichten. Fabrikhallen, die mit tausenden Arbeitern gefüllt sind, die Tätigkeiten ausführen, die auch eine moderne robotergesteuerte Produktionsstrasse erfüllen könnte, wird es nur so lange geben, wie die menschliche Arbeitskraft billiger als die Maschine ist. Das Endstadium dieser Entwicklung ist auch dort die 20:80 Gesellschaft – der Fortschritt lässt sich weder zurückdrehen, noch kennt er Grenzen.



Autos kaufen keine Autos

Während jedes einzelne Unternehmen diese Entwicklung begrüßt, da sie die eigene Konkurrenzfähigkeit steigert und die Rendite erhöht, steht die Volkswirtschaft vor einem Dilemma. Produkte und Dienstleistungen müssen schließlich auch von Kunden gekauft werden und wenn immer weniger Menschen zu immer niedrigeren Löhnen Produkte und Dienstleistungen erwirtschaften, gibt es auch immer weniger Kunden für diese Produkte.

Im Zeichen der 20:80 Gesellschaft muss das marktwirtschaftliche System daher einen Weg finden, um die Zahl der Konsumenten möglichst groß zu halten. Gelingt dies nicht, kollabiert das System.



Auf dem Weg in die Weltwirtschaftskrise

Die USA galten über Jahrzehnte hinweg als Motor der Weltwirtschaft. Doch das schmutzige Geheimnis hinter dem US-Wirtschaftsboom ist – so Rifkin – die wahnsinnige Verschuldung der privaten Haushalte. Laut der US-Notenbank Federal Reserve beträgt das Volumen der US-Verbraucherkredite stolze 2,56 Billionen Dollar – rund 9.000 Dollar pro Kopf, vom Baby bis zum Greis. Die Zahl der Privatinsolvenzen wird in diesem Jahr die Millionengrenze erreichen, dies entspricht fast der Zahl der Universitätsabsolventen. Die Finanzkrise und ihre Folgen sind daher eine verheerende Lawine für das Schneeballsystem des amerikanischen Wachstums auf Pump. Die Arbeitslosenzahlen werden über kurz oder lang steigen, der drohende Bankrott der US-Automobilindustrie ist dabei nur eines von vielen Menetekeln.

Damit befinden sich die USA auf dem besten Wege in die 20:80 Gesellschaft – wenn der irrationale Faktor Verschuldung sich aufgelöst hat, wird sich die amerikanische Volkswirtschaft auf einem bereinigten Niveau wieder finden. Wie sie damit umgehen wird, ist eine andere Frage, denn kaum ein anderes Land ist durch mangelhafte Sozialsysteme derart schlecht vorbereitet auf die 20:80 Gesellschaft wie die USA.



Exportweltmeister am Scheideweg

Der weltweite Nachfragerückgang wird neben den Importeuren allerdings auch die Exporteure bis ins Mark treffen. Kein anderes Industrieland hat sich in den letzten Jahrzehnten so sehr auf den Export konzentriert wie Deutschland und daher wird auch kein anderes Industrieland derart hart vom Exporteinbruch, der einer Weltwirtschaftskrise zwangsläufig folgt, getroffen werden. Während in den USA die private Verschuldung Jobs im Dienstleistungssektor geschaffen hat, hat die amerikanische Nachfrage in Deutschland vor allem im Industriesektor auf die Arbeitsmarktzahlen gewirkt. Ohne die weltweit auf Pump verkauften Güter wäre der Arbeitsplatzrückgang im produzierenden Sektor wesentlich signifikanter gewesen. Der Rationalisierungsfortschritt in der Produktion konnte in Deutschland so über Jahre hinweg durch einen gesteigerten Produktausstoß kompensiert werden.


Jahrelang schien es so, als sei der Welthandel ein Perpetuum Mobile, bei dem die eine Seite das konsumiert, was die andere Seite produziert. Die täglich eintreffenden Hiobsbotschaften aus der produzierenden Industrie zeigen nun auf, dass Deutschland keine Insel der Glückseligen in einem weltwirtschaftlichen Orkan ist. Auch in Deutschland wird sich die Weltwirtschaftskrise massiv auf die Arbeitslosigkeit auswirken – um dies vorherzusagen, muss man wahrlich kein Prophet sein.

Die Finanzkrise hat letztendlich nur eine Phase des irrationalen Aufschwungs auf Pump beendet. Für die Weltwirtschaft ist sie ein Korrektiv – technischer Fortschritt und eine gestiegene Produktivität lassen sich allerdings bei zurückgehenden Produktionszahlen nicht zurückdrehen. Der Fortschritt bleibt, die Arbeit geht. Was zurückbleibt ist ein Heer von Arbeitslosen.


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Das Industriezeitalter mit seinem Massenwohlstand ist nicht mehr als ein Wimpernzucken in der Geschichte der Ökonomie
John Naisbitt – amerikanischer Zukunftsforscher



Mythos Vollbeschäftigung

Schon heute stehen 22 Mio. sozialversicherungspflichtigen Vollzeitarbeitskräften nicht nur 25 Mio. Rentner, sondern auch 1 Mio. Empfänger von Arbeitslosengeld I und 8,3 Mio. Empfänger von staatlichen Transferleistungen zur Sicherung ihres grundlegenden Lebensunterhalts gegenüber. Die Zahl derjenigen, die ihren Lebensunterhalt mit klassischer Vollzeiterwerbstätigkeit verdienen, ist in allen OECD-Staaten rückläufig und eine Rückkehr zur Vollbeschäftigung ist nicht zu erwarten.

Der Siegeszug der Globalisierung hat nicht nur zu einem weltweiten Wirtschaftsaufschwung beigetragen, sondern auch zu Renditeerwartungen, die in vielen Bereichen der Wirtschaft bei der gegebenen Marktsituation nicht mehr erreichbar sind. Wer mit der hoch produktiven Wirtschaftsleistung nicht mithalten kann, wird sein Produkt oder seine Dienstleistung nicht mehr verkaufen können. Diese Entwicklung ist nicht eben neu – ganze Berufszweige sind von der Bildfläche verschwunden, weil sie von der Produktivität in anderen Bereichen verdrängt wurden.

So ist das Berufsbild des Schuhmachers in Deutschland weitgehend von der Bildfläche verschwunden, da handgefertigte Produkte mit der Konkurrenz aus der Massenproduktion in modernen Fabriken nicht mehr mithalten können. Das Verhältnis von menschlicher Arbeitszeit pro Produkteinheit ist durch diese Produktionsumstellung massiv gesunken. Dieser Prozess ist unumkehrbar. Lange hat man auf ein Wachstum der Absatzmärkte gehofft. Sind diese allerdings ebenfalls gesättigt, geht das Angebot an Arbeitsplätzen durch vorhandene und zukünftige Produktivitätsverbesserungen nur noch in eine Richtung – abwärts.



Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen

Da der Mythos der Vollbeschäftigung in einem gesättigten Markt bei steigender Produktivität nicht aufrecht erhalten werden kann, ist es auch an der Zeit, sich vom Golden Kalb „Arbeit“ zu verabschieden. Wenn „Arbeit“ nicht mehr die dominierende Erwerbsform in der Gesellschaft ist, wird man sich auch von der gesellschaftlichen Norm der Erwerbstätigkeit verabschieden müssen. Arbeit als zentraler Lebensinhalt ist sowohl ein puritanisches, als auch ein sozialistisches Dogma. In einer Gesellschaft, in der ein kleiner Teil des vorhanden Arbeitspotentials ausreicht, um die Güter und Dienstleistungen hervorzubringen, mit denen eine hohe Lebensqualität aufrecht erhalten werden kann, wirkt der Ruf nach „Arbeit für alle“ anachronistisch.

Es kann nicht die Erfüllung des Menschen sein, jeden Tag dieselbe stupide Tätigkeit auszuführen. Warum sollten Menschen tagaus tagein dieselben Handgriffe in einer Produktionsstrasse ausführen oder dieselben Fragen am Telefon beantworten, wenn dies auch Maschinen tun können? Die gewonnene Freizeit könnte endlich sinnvoll genutzt werden. Das eigentliche Problem der Arbeitslosigkeit ist nicht sie selbst, sondern ihre Finanzierbarkeit.


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Wenn genügend Leute glauben, dass die krasse ökonomische Vernunft sie ihrer Lebenschancen beraubt, werden sie sich erheben. Jedenfalls kann selbst in unserem Teil der Welt niemand die Hand dafür ins Feuer legen, dass es künftig keine Revolution mehr geben wird. Man sollte die Geschichte nicht durch einen Mangel an Fantasie beleidigen.
Theo Sommer – ehemaliger Herausgeber der ZEIT



Brot und Spiele

Im alten Rom wurde versucht, die ökonomische Schieflage zwischen reichen und armen Bürgern der Stadt, die durch eine stetig wachsende Zahl von Sklaven forciert wurde, durch Brot und Spiele zu entschärfen. Was im alten Rom die Sklaven waren, sind heute die Maschinen, und was Brot und Spiele waren, sind heute Hartz-IV und RTL. Der alte Haudegen Zbigniew Brzezinski brachte dafür den Begriff „Tittytainment“ ins Spiel – dabei geht es nicht um den sexuellen Inhalt der Unterhaltung für die Massen, sondern um die Milch, die aus der Brust einer stillenden Mutter strömt. Die Bevölkerung soll mit einer Mischung aus betäubender Unterhaltung und einem Mindestmaß an Lebensqualität bei Laune gehalten werden. Je besser eine Gesellschaft den Zusammenhalt durch eine Wahrung an Lebensqualität für breite Schichten erhalten kann, desto zukunftsträchtiger wird diese Gesellschaft sein. Große Teile der Bevölkerung vom allgemeinen Wohlstand fernzuhalten, würde nicht nur Chaos und Revolution hervorrufen, sondern den ökonomischen Kern der modernen Marktwirtschaft zerstören – wenn die Massen die hochproduktiv erzeugten Produkte und Dienstleistungen nicht mehr nachfragen können, kollabiert das System. Die Wahrung eines komfortablen Lebensstandards für die nicht werktätige Bevölkerung ist somit kein altruistisches Ideal, sondern vielmehr ein gesamtwirtschaftlicher ökonomischer Zwang.



Die drei Pseudotheorien

Die Arbeit verschwindet – das will kein Politiker seinen Wählern erzählen. Stattdessen – so Jeremy Rifkin – hat sich die Politik drei Pseudotheorien ausgedacht, um diese Entwicklung zu erklären. Wir verlieren in unserem Land Jobs, weil die bösen Unternehmer Stellen ins Ausland verlagern. Wir haben genug Jobs, die Leute sind nur nicht richtig ausgebildet. Wir haben zu wenig Jobs, weil die Sozialabgaben zu teuer sind. Alle drei Argumente sind für Jeremy Rifkin absurd.



Ideen für die Zukunft

Die 20:80 Gesellschaft kann nur dann bestehen, wenn die 80%, die keinen Vollzeitarbeitsplatz haben, durch eine breite Verteilung des Wohlstandes an der Gesellschaft teilhaben können, ohne sich ausgestoßen zu fühlen und ihrer Chancen zu beraubt sehen. Die potentiell zu verteilende Masse ist in einer hochproduktiven Volkswirtschaft vorhanden – 2006 hatte Deutschland ein Bruttonationaleinkommen von über 2,3 Billionen Euro – rund 28.000 Euro pro Kopf.

An einer Form des bedingungslosen Grundeinkommens (siehe Bedingungsloses Grundeinkommen) wird man also kaum vorbeikommen – es ist nicht die Frage, ob ein solches Grundeinkommen kommen wird, sondern in welcher Form und in welcher Höhe. Auf dem Weg dorthin werden auch noch viele Detailfragen zu klären sein. Auf EU-Ebene harmonisierte Grundeinkommen und Steuersysteme könnten beispielsweise negative Konkurrenzeffekte minimieren. So lange nationale Politik sich zuförderst aus Konkurrenzdenken speist, ist dies allerdings noch ein langer Weg.



Utopien sind gefragt

Wenn die Verteilungsfrage auf diese Art und Weise gelöst würde, gäbe es mannigfaltige Wege, wie sich die von der Arbeit befreiten Menschen individuell entfalten und damit der Gesellschaft einen Dienst erweisen können. Das Ehrenamt könnte dann beispielsweise seinen Status als Hobby für Besserverdienende ablegen und breiten Kreisen eine sinnvolle Tätigkeit im sozialen, kulturellen oder pädagogischen Bereich ermöglichen. Auch Bildung und der Zugang zum Wissen, den Jeremy Rifkin in seinem Buch „Access“ als den Schlüsselfaktor für die Zukunft der Arbeit ansieht, könnten dann abseits jeglicher Marktlogik abseits von Rentabilitätszwängen vermittelt werden.

Dem Menschen der Zukunft würde so etwas wiedergegeben, dass ihm in den Zeiten der industriellen Revolution genommen wurde – die Zeit. Überstunden und die 40-Stunden Woche könnten in einer 20:80 Gesellschaft der Vergangenheit angehören, da Arbeit besser organisiert wäre. „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!“ – Marx hätte sich wahrscheinlich nicht träumen lassen, dass sein Ideal ausgerechnet durch die Abschaffung der Arbeit umsetzbar sein könnte. Generationen von Ökonomen haben sich damit beschäftigt, die Marktwirtschaft zu analysieren und die Produktivität zu steigern – heute ist die Marktwirtschaft so produktiv, dass ein Festhalten am eingeschlagenen Weg die Marktwirtschaft selbst bedroht. Ohne einen tief greifenden Paradigmenwechsel und ohne Utopien wird die Gesellschaft am Fortschritt scheitern.
...
Yorkfield ist offline  
Alt 18.09.2010, 07:40   #83
Solidar->Emailproblem
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Solidar
Standard AW: 5 Gründe für ein Grundeinkommen

Mojn,

ICH BIN GEGEN DAS GRUNDEINKOMMEN FÜR ALLE BÜRGER!

Macht euch mal schlau,...denn wenn es mehr als das jetzige ALG2 und die KDU/Heizung werden soll,müssten sie,um auch die Preissteigerungen und die Mehrwertsteuererhöhung aufzufangen,das Grundeinkommen auf mindestens 1300.-Euro anheben.

Das werden sie niemals machen.
Bei den Vermögenden verpufft das Geld irgentwo an den Börsen,etc.
Die haben auch nichts gegen eine Mehrwertsteuererhöhung,weil sie das locker tragen können.

Aber all die Bürger,die keinen Job finden,und oder Krank und Behindert sind,brauchen alles für den KONSUM.
Mit diesen 1300.-Euro würden sie dann so leben,wie heute mit HARTZ4.

Deshalb ist das Grundeinkommen ein Irrglaube.

ICH BIN FÜR EIN GRUNDEINKOMMEN,DAS NUR AN BEDÜRFTIGE AUSGEZAHLT WIRD!

Im Grunde das jetzige HARTZ4 beibehalten,um 150.-Euro anheben,und alle SANKTIONEN ABSCHAFFEN.

Jeder Vermittelte Minijob,also 400.-EURO-JOB soll anrechnungsfrei werden.
DAS,.....würde die KAUFKRAFT enorm steigern.

Alles andere ist bullshit.

Natürlich will man uns das Bürgergeld schmackhaft machen,am ende der rechnung hätten wir drastisch weniger als heute,in der Geldbörse!

Wacht auf,und plappert nicht alles nach,es reicht,wenn die ABGEORDNETEN es im PLENARSAAL tun,und Gesetze abstimmen,die sie nicht mal kennen.

Macht nicht den gleichen FEHLER!

Das Grundeinkommen würde,zumal die Wirtschaft involviert ist,maximal 400.-Euro betragen.
Selbst bei 600.-Euro wären wir die Verlierer.

Bei Wohngruppen,also wenn sich 6-12 Leute zusammen schliessen und in einer billigen Bleibe hausen,würde sich es dann doch lohnen?!
Wer will so leben?
ICH NICHT!
__

Wir fahren eure Krankenwagen,stellen eure Anrufe durch,bewachen euch, wenn ihr schlaft,........versucht nicht,uns zu verarschen!
Solidar ist offline  
Alt 18.09.2010, 08:55   #84
Feind=Bild
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Standard AW: 5 Gründe für ein Grundeinkommen

Zitat von Solidar Beitrag anzeigen
...
Alles andere ist bullshit.
...
Da Du ja scheinbar in die Zukunft sehen kannst, wie sind denn die Lottozahlen vom übernächsten Wochenende?
Dein Beitrag ist Bullshit, weil Du wohl meinst, die Weisheit mit dem ganz großen Löffel gefressen zu haben?!
Das BGE ist auf jeden Fall diskussionswürdig. Wer aber wie Du jegliche Diskussion von vornerein abwürgen will, dem scheint es ja mit dem derzeitigen System gut genug zu gehen?!
__

Klassen-Feinde 1982: Ost - West
Klassen-Feinde 2012: Arm - Reich
Feind=Bild ist offline  
Alt 18.09.2010, 15:25   #85
Ananda->Emailproblem
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Beiträge: 21
Ananda
Standard AW: 5 Gründe für ein Grundeinkommen

Solidar, vergisst, dass das BGE die Gesellschaft verändert. Die ausschließlichliche Finanzierung durch eine Konsumsteuert ist noch lange nicht das letzte Wort, sondern nur eine Idee zur Finanzierung. Das BGE ist ein neues Modell und du vergisst, dass das überall Veränderungen hervorruft. Was weisst du, ob es überhaupt danach noch eine Börse geben wird? Schon allein der Existenzdruck, der verschwinden wird, verändert die Menschen.

Ein Grundeinkommen nur an Bedürftige bedeutet: Kontrolle (wer ist bedürftig?), Bürokratie (alles muss berechnet und ausgezahlt werden), Diskriminierung (jeder weiss, wer bedürftig ist), uvm
Ananda ist offline  
Alt 19.09.2010, 16:28   #86
ThisIsTheEnd
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ThisIsTheEnd Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: 5 Gründe für ein Grundeinkommen

Zitat von Ananda Beitrag anzeigen
Die ausschließlichliche Finanzierung durch eine Konsumsteuert ist noch lange nicht das letzte Wort, sondern nur eine Idee zur Finanzierung.
Eben, es gibt verschiedene "Versionen" des BGE und es grundsätzlich abzulehnen halte ich für falsch.
ThisIsTheEnd ist offline  
Alt 22.09.2010, 22:33   #87
hemmi
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hemmi Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: 5 Gründe für ein Grundeinkommen

5 Gründe dagegen!
Westerwelle, Brüderle, Rössler, Niebel und Homburger.
Mit einem solchen Kapitalistenhaufen wirste sowas nie erreichen.
Bei Wikipedia gibts ihre Lebensläufe, und du weisst wen du vor dir hast.
hemmi ist offline  
Alt 26.09.2010, 23:45   #88
MalEben->Emailproblem
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MalEben
Standard AW: 5 Gründe für ein Grundeinkommen

Interessante Diskussion. Sympathisiere grundsätzlich mit der Idee des Grundeinkommens, insbesondere weil sie mir eine progressivere Idee des "Menschen" und seiner "Natur" zu versprechen scheint.

Zum Thema Kommunismus: Alle haben das gleiche? Schonmal bei irgendeinem x-beliebigen Ikea auf der Welt gewesen? Auf irgendeinen x-beliebigen Computer geschaut (auf fast ALLEN läuft das gleiche Betriebssystem, ALLE nutzen Google! Das ist Monopolismus) Kapitalismus wird durch die Hintertür Kommunismus? Nur ein paar wirre Betrachtungen...
MalEben ist offline  
Alt 26.09.2010, 23:50   #89
Martin Behrsing
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Martin Behrsing Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: 5 Gründe für ein Grundeinkommen

M.E,. gibt es überhaupt kein Grund für BGE. Siehe Heute Anne Will und den Kapitalvertreter Michael Rogowski

wer will den so ein kapitalistisches Modell? Ich bestimmt nicht. Das bekämpfe ich genauso, wie die neoliberalen Modelle des kapitalismus
__

Gruß aus dem Rheinland

Martin

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Alt 28.09.2010, 05:50   #90
Pony und Kleid
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Pony und Kleid
Standard AW: 5 Gründe für ein Grundeinkommen

Zitat von Martin Behrsing Beitrag anzeigen
M.E,. gibt es überhaupt kein Grund für BGE. Siehe Heute Anne Will und den Kapitalvertreter Michael Rogowski

wer will den so ein kapitalistisches Modell? Ich bestimmt nicht. Das bekämpfe ich genauso, wie die neoliberalen Modelle des kapitalismus
Daß du dich mit dem BGE nicht identifizieren kannst bleibt dir selbst unbenommen. Jeder hat halt seinen Standpunkt. Nur, daß du das BGE bekämpfen willst, nur weil es dir nicht zusagt, das finde ich gelinde gesagt undemokratisch. Wenn die Mehrheit der Menschen das will, dann ist es so.

Im Grunde aber wirst auch du es nicht verhindern können, zumal das Engagement in dieser Sache weitaus größer ist, als der Kampf gegen Hartz IV.

Siehe hier Unternimm das Jetzt!
Pony und Kleid ist offline  
Alt 28.09.2010, 07:45   #91
Feind=Bild
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Feind=Bild Feind=Bild Feind=Bild Feind=Bild Feind=Bild Feind=Bild Feind=Bild
Standard AW: 5 Gründe für ein Grundeinkommen

Zitat von Pony und Kleid Beitrag anzeigen
..., zumal das Engagement in dieser Sache weitaus größer ist, als der Kampf gegen Hartz IV.
...
Das Engagement in dieser Sache ist auch ein Kampf gegen Hartz IV, bei Erfolg würde HartzIV als Nebeneffekt überflüssig werden.
__

Klassen-Feinde 1982: Ost - West
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Feind=Bild ist offline  
Alt 28.09.2010, 15:00   #92
götzb
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götzb götzb götzb götzb götzb götzb götzb
Standard AW: 5 Gründe für ein Grundeinkommen

Zitat von Martin Behrsing Beitrag anzeigen
M.E,. Kapitalvertreter Michael Rogowski

Einer von der schlimmeren Sorte.
Forderte pauschal 30 Prozent Kürzung ALg2 in der Vergangenheit und auch in der AW Sendung forderte der die härtere Durchsetzung von Sanktionen. Auch sollte man mal google bemühen was der teilweise noch für Sprüche von sich gegeben hat,da zieht es einen die Schuhe aus.

Aber der gute Herr wird ja auch nie von staatlichen Leistungen abhängig sein.
__

Hatz 4 - hau wech den Shit.
Kafka im Jobcenter, dank Zwangssystem, nein Danke!
Nur eine echte Grundsicherung wäre eine Gang in Richtung gesündere Gesellschaft.
götzb ist offline  
Alt 04.09.2011, 20:33   #93
Sokratiker->Emailproblem
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Sokratiker
Standard 5 Gründe für ein Grundeinkommen

Der wichtigste Grund für ein Grundeinkommen ist unser Grundgesetz.

Mit einem Grundeinkommen, das meine Grundbedürfnisse befriedigt und ein Leben ohne Erwerbsarbeit ermöglicht erlangt der Bürger endlich die Freiheiten die ihm laut Verfassung zustehen.

Der Mensch ist der Souverän nicht das Kapital.

Der Mensch erschuf das Geld, nicht aber die umgekehrte Version.

Wieso 5 Gründe? Reicht nicht der Grund als ein Menschliches Individuum aus das Grundeinkommen für den einzelnen zu garantieren oder zu ermöglichen?
Sokratiker ist offline  
Alt 26.09.2011, 10:21   #94
Paolo_Pinkel
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Standard AW: 5 Gründe für ein Grundeinkommen

Zitat:
Drogeriekettenchef Götz Werner und das bedingungslose Grundeinkommen

Gero Jenner 25.09.2011
Wie die schöne neue Welt von einem deutschen Realträumer herbeigelacht wird

Sich selbst bezeichnet Götz Werner als einen "realträumenden" Menschen. Sicher ist er ein moderner Romantiker und als einer der erfolgreichsten Unternehmer Deutschlands zugleich auch ein Mann der Tat. Die ihm zujubelnden Menschen dürften allerdings mehrheitlich linke Überzeugungen vertreten und sind daher eher durch marxistische Einflüsse als durch die Lehren einer Business-School geprägt. Unternehmer zählen gewöhnlich nicht gerade zu ihren Stars. Doch wenn einer aus dem Klischee herausbricht, von ganz unten nach ganz oben gelangt; wenn einer die Seite wechselt und sich als Milliardär zu ihnen herablässt, ja, den Hartz-IV-Empfänger ganz besonders damit umschmeichelt, dass dieser die Zukunft repräsentiere, weil die Arbeit ja ohnehin am Aussterben sei, dann kommt es zu einer Schubumkehr: Das Feindbild wird zur Ikone.
Drogeriekettenchef Götz Werner und das bedingungslose Grundeinkommen | Telepolis
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"Hartz-IV ist die arbeitsmarktpolitische Endlösung der Erwerbslosenfrage." - Ich -
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Paolo_Pinkel ist offline  
Alt 28.09.2011, 13:34   #95
maroosha->Emailproblem
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Beiträge: 209
maroosha
Standard AW: 5 Gründe für ein Grundeinkommen

20: 80
na super!
wie wärs mit 100:0?
12 h die woche und es paßt
aba nein der arbeits"markt" "bereinigt"die unproduktiven und der rest macht ne 50-60 h-woche.
da "freuen" wir uns doch alle...
maroosha ist offline  
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