Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum) QR-Code des ELO-Forum
Mach mit. klick mich....
Impressum Stichwortsuche Spenden Strafanzeigen Verfahrensrecht Registrieren Hilfe Interessengemeinschaften Kalender Suchen Alle Foren als gelesen markieren

Start > > -> 5 Gründe für ein Grundeinkommen

...Grundeinkommen Alles zum Grundeinkommen


Thema geschlossen

 

Themen-Optionen Ansicht
Alt 02.12.2009, 07:00   #1
Yorkfield
Elo-User/in
 
Registriert seit: 21.08.2009
Beiträge: 158
Yorkfield
Standard 5 Gründe für ein Grundeinkommen

GRUNDEINKOMMEN FÜR ALLE

15.11.2009



Nicht nur der Neoliberalismus, im Prinzip alle klassische Volkswirtschaft begreift Ökonomie als Verwaltung des Mangels.
Dem setzt Attac einen prinzipiellen Widerspruch entgegen, eine völlig konträre Position:
Es ist genug für alle da!

Jeder Mensch hat, nur einfach so, weil es ihn gibt, ein Recht auf Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und am gesellschaftlichen Reichtum.
Das muss sich niemand verdienen, nicht durch Arbeit, nicht durch Wohlverhalten, durch gar nichts.
Das ist Menschenrecht.
Dem steht nicht entgegen, dass die Menschheit mit begrenzten Gütern haushalten muss.

Aber das heißt für uns solidarisches Teilen und nicht Konkurrenz um das möglichst größte Stück für mich.
Teilhabe ist in den modernen Gesellschaften nur möglich, wenn man über ein Einkommen verfügt.
Bisher war das in den industrialisierten Ländern weitestgehend an eine Erwerbsarbeit gebunden.
Aus den skizzierten menschenrechtlichen und auch aus ökonomisch-pragmatischen Erwägungen ergibt sich der Vorschlag zukünftig jedem Menschen unabhängig von Erwerbsarbeit ein Grundeinkommen zu gewähren. Dafür gibt es (mindestens) fünf gute Gründe:


Zitat:
1. Wir können es: Der gesellschaftliche Reichtum ist vorhanden

Wir leben in einer Gesellschaft, die über einen nie gekannten Reichtum verfügt.
Ich rede hier nicht von Geld. Geld ist, wenn’s ernst wird, ja nichts als bunt bedrucktes Papier oder Zahlen in einer Bilanz.
Das kann man nicht essen oder zu irgendetwas Konkretem gebrauchen.
Ich rede vom materiellen Produkt, vom unmittelbaren stofflichen Reichtum.
Weltweit gibt es genügend Nahrung, Ressourcen zum Wohnungsbau, Gegenstände des täglichen und des langfristigen Bedarfs um allen Menschen ein gutes Leben zu ermöglichen.
Es gibt auf der Ebene des vorhandenen Produkts keinen Mangel und damit keinen ökonomischen Grund für Elend und Hunger.
Eine ausreichende Versorgung aller ist eine Frage der Verteilung und des politischen Willens.
Zitat:
2. Wir können es dauerhaft: Die Reproduktion des Reichtums ist mit wenig Arbeit möglich

Wir leben erstmals historisch in einer Gesellschaft, die mehr produzieren kann, als alle für ein gutes Leben brauchen.
In früheren Zeiten führten Produktivitätsfortschritte lediglich dazu, dass mehr Menschen satt werden konnten oder dass für eine zunehmende Zahl das Elend abnahm.
Heute kann der immense gesellschaftliche Reichtum offenbar mit weniger unmittelbarer menschlicher Arbeit hergestellt werden, als uns zur Verfügung steht.
Ich will hier dem Gedanken nicht nachgehen, dass sich dies gerechterweise darin niederschlagen sollte, dass alle weniger arbeiten müssten und nicht darin, dass einige mehr und andere gar nicht mehr arbeiten, obwohl auch das ein wichtiger Aspekt dieser Sache ist.

Hier geht es mir darum, dass wir offenbar über die Technologie, das Wissen, die Erfahrung verfügen, die es uns ermöglichen, den gesellschaftlichen Reichtum zu reproduzieren, ohne die Einzelnen dauernd und kompromisslos zur Arbeit zu zwingen.
Ich bin überzeugt, dass so gut wie alle Menschen Lust haben, tätig zu sein, sich mit Natur und Umwelt auseinander zu setzen, kreativ und produktiv etwas zu machen.
Aber selbst wenn einige das erst mal verweigern würden, könnte diese Gesellschaft das verkraften ohne zu verarmen.

Bei vielen geht es ohnehin weniger darum, gar nicht zu arbeiten als darum, die konkreten Arbeiten abzulehnen, die gefährlich, schädlich, uninteressant sind.
Wäre erst mal niemand gezwungen, jede Arbeit um jeden Preis anzunehmen, weil jedeR über ein Einkommen verfügte, würde sich der Charakter der Arbeit ändern.
Die Angebote würden interessanter, berücksichtigten mehr eigene Bedürfnisse oder müssten zumindest besser bezahlt werden.
Langeweile und Neugier würden mit der Zeit das Ihre tun.
Zitat:
3. Wir können es bezahlen: Ein Grundeinkommen ist finanzierbar

Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Modelle eines Grundeinkommens.
Es gibt Überlegungen, einen bestimmten Betrag an jede Person auszuzahlen, es gibt die Idee, das vorab mit der Steuer zu verrechnen, es gibt die Vorstellung, das Vorhandensein von Arbeitseinkommen zu prüfen und dann auf eine Mindesthöhe aufzustocken.
Es gibt unterschiedliche Vorstellungen über die notwendige Höhe eines Mindesteinkommens.

All das ist offen und muss diskutiert werden.
Aber gemeinsam ist all diesen Überlegungen, dass sie vielfältig durchgerechnet wurden und dass feststeht, dass sie bezahlbar sind.
Bisherige Sozialversicherungsbeiträge, die Beträge sozialer Umverteilung, die Abschaffung heutiger bürokratischer Kontroll- und Verwaltungsapparate und eine gerechtere Heranziehung hoher Einkommen und Vermögen reichen allemal zur Finanzierung.
Zitat:
4. Wir müssen es: Die Vollbeschäftigung kommt nicht wieder

Bisher sind in der BRD und in vielen anderen Ländern soziale Ansprüche und Leistungen an Erwerbsarbeit gekoppelt.
Das kann nur dann zu einer umfassenden Versorgung und Vorsorge führen, wenn weitestgehend jedeR eine solche Arbeit hat.
Dieser Zustand der Vollbeschäftigung war aber offensichtlich historische Ausnahme.
Es spricht nichts dafür, dass er wieder herstellbar wäre.
Die Zunahme der Produktivität lässt sogar eher erwarten, dass wir uns noch weiter davon entfernen als schon jetzt.
Aber selbst wo diese Einschätzung der Produktivitätsentwicklung nicht geteilt oder nicht gewünscht wird, behauptet kaum jemand ernsthaft, dass auf absehbare Zukunft Vollbeschäftigung wieder möglich sein werde.

Es wird uns nichts anderes übrig bleiben, als Einkommen und Erwerbsarbeit zunehmend zu entkoppeln.
Soziale Teilhabe oder Ausgrenzung hängen in Zukunft wesentlich davon ab, dass ganz real jedeR über ein Einkommen verfügt, auch wenn sie oder er keine Erwerbsarbeit hat.
Eine Arbeitsstelle mag ein Recht sein, ein Einkommen ist eine Notwendigkeit.
Zitat:
5. Wir müssen es wollen: Der alte Sozialstaat war ohnehin keine emanzipatorische Einrichtung

Ich finde diese Perspektive auf ein Ende der Vollbeschäftigung, auf eine Trennung von Arbeit und Einkommen höchst erfreulich.
Es ist gut, dass es all die Produktivitätsforschritte gibt, die es uns ermöglichen, immer weniger Zeit mit Erwerbsarbeit zu verbringen.
Es gibt so viele Tätigkeiten, die der Erwerbsarbeit vorzuziehen sind!
Rationalisierung ist etwas Gutes, wenn sie zu mehr Zeit führt, über die wir selbst bestimmen können.
Es fallen mir noch eine ganze Reihe von Arbeiten ein, die schwer, schädlich, schmutzig, stumpfsinnig sind und die doch bitte von Maschinen erledigt werden sollten.

Und es geht nicht nur um den Inhalt der konkreten Arbeit, es geht auch um den herkömmlichen Sozialstaat als gesellschaftliches Regulationsmodell:
Ich will nicht zurück zu einem Staat, der über Arbeit reguliert, sortiert, Rangordnungen des Ansehens festlegt.
Ich will nicht zurück zu einem (Fabrik) Arbeitssystem, das anpasst und zurichtet, damit die Beteiligten sich problemlos beherrschen lassen.
Ich will nicht zurück zu einem Sozialstaat, der Anspruch auf soziale Teilhabe an die Unterwerfung unter diese Arbeitsreglementierung bindet, der Frauen, Kranke, Unangepasste ausgrenzt oder an einen männlichen Hauptverdiener und „Ernährer“ bindet.

Nicht zufällig haben im Zuge des Aufbruchs Mitte der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts (nicht nur aber) vor allem Jugendliche massenweise freiwillig die Prekarität aufgesucht um dieser Reglementierung zu entkommen.
Die alte emanzipatorische Sozialstaatskritik ist immer noch richtig, auch wenn sie im Zuge der neoliberalen Offensive zum Teil verschüttet wurde.
Um nicht missverstanden zu werden: Was es an sozialen Errungenschaften und Reglungen gibt, muss verteidigt werden.
Niemals dürfen wir unvollkommenes Vorhandenes aufgeben ehe wir etwas besseres Neues wirklich haben.
Aber kämpfen sollten wir für ein solches Neues, nicht für das verlorene Alte.

Und da wäre ein Grundeinkommen ein wichtiger erster Schritt.
Es würde uns durch die Prekarität aller heutigen Lebensverhältnisse hindurch den Blick auf eine emanzipatorische Gesellschaft öffnen, in der Menschen nicht mehr vernutzt würden, sondern in Kenntnis ihrer eigenen Bedürfnisse und unter Nutzung ihrer eigenen Fähigkeiten ihre Lebenswelt selbstbewusst gestalten.
Zu dieser Gestaltung würde dann selbstverständlich auch die Reproduktion es gesellschaftlichen Reichtums gehören.

Werner Rätz
Quelle
Yorkfield ist offline  
Alt 04.12.2009, 12:08   #2
tisinimo->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 28.02.2009
Ort: Lauf
Beiträge: 182
tisinimo
Standard AW: 5 Gründe für ein Grundeinkommen

Absolut deiner Meinung, es müssten mehr Menschen so denken dann würde es auch Funktionieren.
__

Erst wenn
der letzte Baum gerodet,
der letzte Fluss vergiftet,
der letzte Fisch gefangen ist,
werdet ihr feststellen,
dass man Geld nicht essen kann!
tisinimo ist offline  
Alt 04.12.2009, 13:38   #3
zebulon
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von zebulon
 
Registriert seit: 01.08.2005
Ort: TRIER
Beiträge: 2.633
zebulon
Standard AW: 5 Gründe für ein Grundeinkommen ? es sind sogar 6, und Nr. 6 ist der Wichtigste

Wenn man das Grundeinkommen, ich selber bin ja auch ein Apostel des BGE, auf rein ideologischer Basis nach außen kommuniziert, dann hat man schnell ein Problem. Es stimmt, was in den 5 Punkten aufgelistet wird. Es sind aber humanistisch-weltchanschauliche Gründe und da wird es schnell schwierig, sich gegen politischen Gegner zu behaupten. Wir leben nämlich nicht mehr in einer offenen humanistischen Gesellschaft, sondern in einer elitär-diktatorischen Scheindemokratie, in der eine kleine Minderheit die Mechanismen des derzeitigen Finanzsystems, die Rolle der Währungen und der Banken dazu nutzt, um ihre Previlegien auf Kosten der übrigen Gesellschaft immer weiter auszubauen, auch auf die Gefahr hin, dass es das ganze System zerreißt. Da wird man mit einer rein sozial-humanistischen Argumentationsbasis selbst in eigenen Reihen, wo immer mehr mit dem nackten Existenzkampf vollauf beschäftigt sind, schwer Gehör finden.

Ich hab' aber noch einen 6. elementaren Grund für das BGE gefunden, den man aus der Funktionsweise des Finanzsystems selber ableiten kann und den findet man hier im Bankenkrisenthread:

Nochmal Grundsätzliches zum Finanzsystem
__

"Das Wesen des Faschismus ist es, ein System für schützenswerter zu halten als die darin lebenden Menschen." - ADORNO

"Durch die Aufspaltung der Wähler in das politische Parteiensystem können wir sie dazu bringen, ihre Energie für Kämpfe aufzubrauchen, für Fragen die keinerlei Bedeutung haben." / Montagu Norman, Gouverneur der Bank of England 1920-1944.

"Der schlauste Weg,
Menschen passiv und folgsam zu halten, ist,
das Spektrum akzeptierter Meinungen strikt zu limitieren, aber innerhalb des Spektrums sehr lebhafte Debatten zu erlauben." / Noam Chomsky
zebulon ist offline  
Alt 18.12.2009, 20:36   #4
Yorkfield
Elo-User/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 21.08.2009
Beiträge: 158
Yorkfield
Standard AW: 5 Gründe für ein Grundeinkommen

Quelle: Feldversuch

Miniaturansicht angehängter Grafiken (Klicken = große Ansicht)
feldversuch.jpg  
Yorkfield ist offline  
Alt 29.12.2009, 05:30   #5
Yorkfield
Elo-User/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 21.08.2009
Beiträge: 158
Yorkfield
Standard AW: 5 Gründe für ein Grundeinkommen

Hinweis
Dokumentation am Mittwoch, 20.01.2010 um 23.30 - 00.15

Geld Für alle !
Gibt es eine bessere Welt ?

Ist unser Finanzsystem im Kern überhaupt "gut und funktional" ? Gehen wir mit unserem Geld richtig um ?
Und taugen Begriffe wie "Wachstum" und "Arbeit" noch als praktische Symbole für den Weg in eine bessere Welt ?

Tobias Schlegl und York Pijahn machen sich auf die Suche nach Alternativen.
Gibt es realistische Möglichkeiten, den Zyklus der Krisen zu mildern, gar zu sprengen?

Quelle
Yorkfield ist offline  
Alt 03.01.2010, 13:13   #6
Federloser->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 23.11.2009
Ort: Bonn
Beiträge: 17
Federloser
Standard AW: 5 Gründe für ein Grundeinkommen

Die Tatsache, dass ein Millliardär (?) Götz Werner dafür eintritt bedingungsloses Einkommen für alle aussschliesslich über eine erhöhte Mehrwertsteuer zu finanzieren, sollte jeden denkenden Menschen äusserst skeptisch machen.
Denn jedes Mal wenn Menschen von ihrem Grundeinkommen Waren kaufen würden, würden NUR die Einnahmen aus der Mehrwertsteuer an den Staat und damit wieder zurück an die Allgemeinheit fliessen. Der Rest dieses Geldes würde auf den Konten der Unternehmen landen. Somit würde die ursprüngliche Gesamtgeldmenge, die für das Grundeinkommen aller zur Verfügung stand, mit jedem weiteren Kreislauf schwinden.
Fazit: Nach einer gewissen Zeit würde niemand von seinem Grundeinkommen mehr leben können, und alle sonstigen Sozialsysteme wären abgeschafft (das ist ja die Bedingung für das GE!). Ein perfekter "Trick" aus der Sicht der Elite um den Sozialstaat endgültig zu beerdigen. Und am Ende würde es heissen: "Es tut uns leid, wir wussten nicht, dass.. Niemand konnte das vorhersehen .. etc."
Nun mag man natürlich einwenden, dass die Einnahmen der Unternehmen in Form von Investitionen und der Schaffung von Arbeitsplätzen wieder zurück an die Allgemeinheit fliessen würden.. Diese Hoffnung ist unbegründet. In Zeiten der Globalisierung ist eher zu erwarten, dass dieses Geld irgendwo auf Isle of Man oder in Singapur landen würde.
Federloser ist offline  
Alt 03.01.2010, 13:40   #7
Yorkfield
Elo-User/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 21.08.2009
Beiträge: 158
Yorkfield
Standard AW: 5 Gründe für ein Grundeinkommen

Zitat von Federloser Beitrag anzeigen
... Fazit: Nach einer gewissen Zeit würde niemand von seinem Grundeinkommen mehr leben können, und alle sonstigen Sozialsysteme wären abgeschafft ...
Definition Grundeinkommen:

Ein Grundeinkommen ist ein
  • allen Menschen individuell zustehendes und garantiertes,
  • in existenzsichernder Höhe (Armut verhindernd, gesellschaftliche Teilnahme ermöglichend),
  • ohne Bedürftigkeitsprüfung (Einkommens-/Vermögensprüfung),
  • ohne Arbeitszwang und -verpflichtung bzw. Tätigkeitszwang und -verpflichtung
vom Staat ausgezahltes Grund-Einkommen.
Weitere Einkommen sind anrechnungsfrei möglich.



Das Kriterium Existenzsichernd bezieht sich nicht auf die wirtschaftliche Lage an dem Tage des ersten Bezugs, sondern ist eine kontinuierliche Kondition.


Warum ist das Lesen für manche Leute nur so schwer ?
Yorkfield ist offline  
Alt 03.01.2010, 13:49   #8
Arania->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 05.09.2005
Beiträge: 17.196
Arania Arania Arania Arania Arania Arania
Standard AW: 5 Gründe für ein Grundeinkommen

Was wann existenzsichernd ist bestimmt immer die jeweilige Politik, glaubst Du daran das ein Grundeinkommen zementiert wäre auf Ewigkeit? Also weder nach oben oder unten angepasst werden würde? Sorry, sehr naiv
__

Man trifft sich im Leben immer zweimal
Arania ist offline  
Alt 03.01.2010, 13:54   #9
Federloser->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 23.11.2009
Ort: Bonn
Beiträge: 17
Federloser
Standard AW: 5 Gründe für ein Grundeinkommen

Zitat von Michael Dolby Beitrag anzeigen


Warum ist das Lesen für manche Leute nur so schwer ?
Daran liegt es nicht. Ich kenne das Thema schon lange.
Der Punkt ist:
Ideologische Zielsetzungen können die Gesetze der Logik nicht ersetzen. Und genau daran sind viele Systeme bereits gescheitert. Ich kann nur empfehlen, dieses Szenario im Detail für mehrere Jahre anhand simpelster Rechnungen durchzugehen..
Federloser ist offline  
Alt 03.01.2010, 14:06   #10
Yorkfield
Elo-User/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 21.08.2009
Beiträge: 158
Yorkfield
Standard AW: 5 Gründe für ein Grundeinkommen

Ja Arania.

Ich habe bereits gemerkt, daß wir Beide keine gemeinsame Wellenlänge haben.
Es macht in meinen Augen keinen Sinn sich mit Dir auseinanderzusetzen, auch wenn Du es immer wieder versuchst.


Zitat von Federloser Beitrag anzeigen
Ich kann nur empfehlen, dieses Szenario im Detail für mehrere Jahre anhand simpelster Rechnungen durchzugehen.
Ich kann nur empfehlen lesen zu lernen.
Yorkfield ist offline  
Alt 03.01.2010, 14:24   #11
Federloser->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 23.11.2009
Ort: Bonn
Beiträge: 17
Federloser
Standard AW: 5 Gründe für ein Grundeinkommen

Zitat von Michael Dolby Beitrag anzeigen
Ja Arania.

Ich kann nur empfehlen lesen zu lernen.
Da hast Du recht.
Allerdings ist es damit allein noch nicht getan. Erst wenn der kritische Denkprozess über das soeben Gelesene abgeschlossen ist, kann man sich dem eigentlichen "nackten" Kern dieser Aussagen nähern..
Ideologisch "schönformulieren" und durch positiv klingende Begriffe aufwerten lässt sich ja so vieles ..

Zu berücksichtigen ist: Nach sämtlichen BGE-Modellen würde die Mehrwertsteuer mindestens 50 % betragen. Die Unternehmen würden diese Kosten an den Verbraucher weitergeben. Die Waren würden unglaublich teuer. Die Unternehmen würden kaum oder nicht mehr vom Staat direkt besteuert werden, und einen Grossteil des von ihnen erwirtschafteten Geldes horten oder ausser Landes schaffen oder für die Bedienung der eigenen Kredite aufwenden, und es auf diese Weise dem Geldkreislauf kontinuierlich entziehen. Dieser Prozess würde sich so über die Jahre hinziehen, bis es irgendwann heisst:
Entweder wir erhöhen (wieder) die Mehrwertsteuer oder das System kollabiert. Beides wäre untragbar, denn auch im ersten Fall wären viele Menschen wegen der überteuerten Waren nicht mehr in der Lage sich ihr Leben zu finanzieren.
Federloser ist offline  
Alt 03.01.2010, 14:31   #12
Martin Behrsing
Redaktion
 
Benutzerbild von Martin Behrsing
 
Registriert seit: 16.06.2005
Ort: Bonn
Beiträge: 22.305
Martin Behrsing Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: 5 Gründe für ein Grundeinkommen

vielleicht erstmal hier lesen und dann noch mal Werner Rätz

http://www.elo-forum.org/grundeinkom...chenrecht.html

Zitat von Michael Dolby Beitrag anzeigen
GRUNDEINKOMMEN FÜR ALLE

15.11.2009



Nicht nur der Neoliberalismus, im Prinzip alle klassische Volkswirtschaft begreift Ökonomie als Verwaltung des Mangels.
Dem setzt Attac einen prinzipiellen Widerspruch entgegen, eine völlig konträre Position:
Es ist genug für alle da!

Jeder Mensch hat, nur einfach so, weil es ihn gibt, ein Recht auf Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und am gesellschaftlichen Reichtum.
Das muss sich niemand verdienen, nicht durch Arbeit, nicht durch Wohlverhalten, durch gar nichts.
Das ist Menschenrecht.
Dem steht nicht entgegen, dass die Menschheit mit begrenzten Gütern haushalten muss.

Aber das heißt für uns solidarisches Teilen und nicht Konkurrenz um das möglichst größte Stück für mich.
Teilhabe ist in den modernen Gesellschaften nur möglich, wenn man über ein Einkommen verfügt.
Bisher war das in den industrialisierten Ländern weitestgehend an eine Erwerbsarbeit gebunden.
Aus den skizzierten menschenrechtlichen und auch aus ökonomisch-pragmatischen Erwägungen ergibt sich der Vorschlag zukünftig jedem Menschen unabhängig von Erwerbsarbeit ein Grundeinkommen zu gewähren. Dafür gibt es (mindestens) fünf gute Gründe:












Quelle
__

Gruß aus dem Rheinland

Martin

Spendenkonto: Trägerverein Erwerbslosen Forum Deutschland
Sparkasse Bonn BLZ 380 500 00 Konto 1900 0573 06
IBAN: DE95 3705 0198 1900 0573 06
BIC: COLSDE33XXX

Bitte beachten: Telefonate, PNs, E-Mails mit dem Erwerbslosen Forum Deutschland
Martin Behrsing ist offline  
Alt 03.01.2010, 14:58   #13
Arania->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 05.09.2005
Beiträge: 17.196
Arania Arania Arania Arania Arania Arania
Standard AW: 5 Gründe für ein Grundeinkommen

Zitat von Michael Dolby Beitrag anzeigen
Ja Arania.

Ich habe bereits gemerkt, daß wir Beide keine gemeinsame Wellenlänge haben.
Es macht in meinen Augen keinen Sinn sich mit Dir auseinanderzusetzen, auch wenn Du es immer wieder versuchst.




Ich kann nur empfehlen lesen zu lernen.
Mich interessiert keine gemeinsame Wellenlänge und ich versuche auch keine Auseinandersetzung, ich schreibe meine Meinung dazu, ob sie Dir passt oder nicht
__

Man trifft sich im Leben immer zweimal
Arania ist offline  
Alt 03.01.2010, 15:06   #14
Yorkfield
Elo-User/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 21.08.2009
Beiträge: 158
Yorkfield
Standard AW: 5 Gründe für ein Grundeinkommen

Zitat von Arania Beitrag anzeigen
... ich versuche auch keine Auseinandersetzung, ...
Damit hast Du die Sinnlosigkeit Deines Beitrags zugegeben.

Zitat von Arania Beitrag anzeigen
... ob sie Dir passt oder nicht
Tja, das merkt man an der Anzahl Deiner Beiträge.
Yorkfield ist offline  
Alt 03.01.2010, 15:13   #15
Sancho
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: 5 Gründe für ein Grundeinkommen

Zitat von Michael Dolby Beitrag anzeigen
Ja Arania.

Ich kann nur empfehlen lesen zu lernen.
was nützt lesen ohne denken?

Ein BGE ist nicht finanzierbar.

Wenn das BGE nur für einige da sein soll, ist es nicht mehr Bedingungslos.

Woher soll das Geld kommen?
Nur zu schreiben, das es da ist, bringt nichts.

Die Finanzierung muss neben den anderen Staatsaufgaben gesichert sein.

Finanzieren könnte man es nur durch höhere Steuern. Bei eine MwSt von 50% würden die Menschen am Ende genauso wenig haben wie jetzt.

Statistisch geht zur Zeit von 100€ ca. 13€ (eher mehr) als MwSt an den Staat, bei 50% wären es 50€.

Wo wäre da dann eine Verbesserung?

Ein BGE ist nicht finanzierbar.
 
Alt 03.01.2010, 15:20   #16
Arania->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 05.09.2005
Beiträge: 17.196
Arania Arania Arania Arania Arania Arania
Standard AW: 5 Gründe für ein Grundeinkommen

Zitat von Michael Dolby Beitrag anzeigen
Damit hast Du die Sinnlosigkeit Deines Beitrags zugegeben.


Tja, das merkt man an der Anzahl Deiner Beiträge.
dadurch das Du meine Beiträge zerpflückst und nur zitierst was Dir in den Kram passt, werden Deine Beiträge auch nicht besser
Ich schreibe meine Meinung dazu wie jeder andere
__

Man trifft sich im Leben immer zweimal
Arania ist offline  
Alt 03.01.2010, 15:26   #17
Yorkfield
Elo-User/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 21.08.2009
Beiträge: 158
Yorkfield
Standard AW: 5 Gründe für ein Grundeinkommen

Zitat von Arania Beitrag anzeigen
Ich schreibe meine Meinung dazu wie jeder andere.
Das ist nicht ganz richtig, denn ich hätte wenigstens soviel Anstand in einem von Dir eröffneten Thread nicht teilnehmen zu wollen, aus einem Grund den ich weiter oben bereits genannt habe.

Aber das interessiert Dich ja alles nicht.
Yorkfield ist offline  
Alt 03.01.2010, 21:05   #18
Federloser->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 23.11.2009
Ort: Bonn
Beiträge: 17
Federloser
Standard AW: 5 Gründe für ein Grundeinkommen

Zitat von Heliane Beitrag anzeigen
Es müsste eine radikale Werteänderung stattfinden in den Hirnen der Leute.

Erwerbsarbeit dürfte nicht mehr den Wert haben, der ihr jetzt gegeben wird.
Da sind wir einer Meinung.
Früher konnte eine durchschnittliche Familie von dem Lohn nur eines Familienmitglieds leben, und die Arbeitslosigkeit war sehr gering. Seit dieser Zeit hat sich das BIP mehr als verdreifacht, und damit der gesamte Wohlstand.
Wo ist er aber nun hin?
Die Waren, die wir produzieren, werden grösstenteils exportiert und damit in Giralgeld verwandelt, welches sich grösstenteils auf den Konten der Wirtschaftselite akkumuliert.
Das Geld fliesst nicht und fehlt folglich anderen an allen Ecken und Enden. Folglich ist die Kaufkraft und damit die Binnennachfrage schwach, wovon in erster Linie kleinere mittelständische Unternehmen betroffen sind, die ihre Waren kaum exportieren können. Diese waren und sind aber die grössten Arbeitgeber unseres Landes.
Da das Geld sonst nicht fliesst, sind Kredite die einzige Möglichkeit für die kleineren Unternehmen an Geld zu kommen. (und zunehmend für den Staat). Um diese zu bedienen und mit der schwachen Binnennachfrage fertig zu werden, müssen sie ihrerseits immer weiter rationalisieren und Lohndumping betreiben.
Gleichzeitig sind diese Kredite aber Renditen von anderen, die dafür selbst kaum etwas tun müssen, während der Rest hingegen in Schulden versinkt oder sogar vor sich hin vegetiert.
Lässt man dieses Spiel über Jahrzehnte laufen, so verstärken sich diese Trends und man wird plötzlich feststellen, dass der grösste Teil der BRD nur noch einer winzigen Minderheit gehört.
Aus meiner Sicht ist dieses fehlerhafte Geldsystem (das Geld fliesst nicht ohne den Zinseszins) das eigentliche Problem, und hier würde ich ansetzen. Das BGE lenkt hiervon nur ab.

Was mich sehr unglücklich macht:
Ich sehe da keine Abhilfe. Die Wirtschaft hat die Politik über Lobbies fest im Griff, und unsere grösstenteils neoliberale und "freie" Presse und Fernsehen sind die Freiheit der 200 reichsten Menschen der BRD ihre privaten Meinungen zu veröffentlichen und das Weltbild der Menschen entscheidend zu ihrem Eigenvorteil zu beeinflussen.
Federloser ist offline  
Alt 03.01.2010, 23:27   #19
Yorkfield
Elo-User/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 21.08.2009
Beiträge: 158
Yorkfield
Standard AW: 5 Gründe für ein Grundeinkommen

Zitat von Federloser Beitrag anzeigen
... Die Waren, die wir produzieren, werden grösstenteils exportiert und damit in Giralgeld verwandelt, welches sich grösstenteils auf den Konten der Wirtschaftselite akkumuliert.
Das Geld fliesst nicht und fehlt folglich anderen an allen Ecken und Enden.
Zitat:
[...] Lässt man dieses Spiel über Jahrzehnte laufen, so verstärken sich dieser Trend und man wird plötzlich feststellen, dass der grösste Teil der BRD nur noch einer winzigen Minderheit gehört.
Zitat:
[...] Die Wirtschaft hat die Politik über Lobbies fest im Griff, ...
___ ___


Ich gebe Dir 100% Recht !!


Seltsam, wohin wir uns als Gesellschaft entwickelt haben.
Früher bewegte sich noch etwas, wenn ein Skandal aufgedeckt wurde.

Heute kann man Ungerechtigkeiten sogar in der Öffentlichkeit ansprechen, es ändert nichts.
Die Verantwortlichen empfinden keinen Scham mehr, sie können sich in ihrem Elfenbeinturm sicher fühlen und so weitermachen wie bisher.

Den Finger auf die Wunde legen ist kein hilfreicher Schritt mehr auf dem Weg zur Problemlösung hin, denn den Opfern wird auch noch vorgeworfen Täter zu sein, und die Schuld zu tragen.

Nach dem Motto, wenn jemand auf der Straße überfallen wird, wird dem Opfer vorgeworfen, daß es nicht weggelaufen ist, und der Täter wird kompensiert dafür, daß er beschuldigt wurde.

Perverser geht es nicht mehr.

Wir werden gezwungen mit der Ungerechtigkeit zu leben, daß eine kleine Minderheit (!) die große Mehrheit bodenlos ausnutzt.
Anders herum wäre es schon schlimm genug, aber der aktuelle Zustand ist an Ungerechtigkeiten kaum mehr zu übertreffen.
Nicht nur das, sondern auch die Tatsache, daß viele Menschen aus der Mehrheit die über's Ohr gehauen werden, auch noch auf der Seite der rücksichtslosen Minderheit zu sein scheinen, indem sie willenlose Befehlsausführer sind.
Sie scheuen sich nicht ihren Mitmenschen ein Messer in den Rücken zu hauen, obwohl sie mit uns an einem Strang ziehen sollten.

Ich finde, es sieht nicht so aus als ob wir das große Schiff noch rechtzeitig gewendet bekommen.
Hoffentlich habe ich unrecht damit.
Yorkfield ist offline  
Alt 04.01.2010, 01:06   #20
Martin Behrsing
Redaktion
 
Benutzerbild von Martin Behrsing
 
Registriert seit: 16.06.2005
Ort: Bonn
Beiträge: 22.305
Martin Behrsing Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: 5 Gründe für ein Grundeinkommen

@ Michael Dolby

Ich hatte dir Lesestoff in Form eines Links gegeben. Mir fällt auf, dass Du jede menge Nebenkriegsschauplätze eröffnet, dich aber mit einer fundierten Kritik am BGE nicht auseinandersetzen willst bzw. kannst.

Von daher betrachte ich deine 5 Gründe, zwar die von Werner Rätz an, aber nicht als deine Gründe. Sonst wäre ja was von dir gekommen. Mit Werner Rätz bin ich freundschaftlich eigentlich ganz gut verbunden. Im Gegensatz zu dir, setzt er sich aber mit den Sachen auseinander und gibt auch schon mal zu, dass man nicht wissen kann, welche Gesellschaft wirklich beim BGE herauskommt, er aber dennoch eine positive Vision hat.

Ich will jetzt nicht helmut Schmidt Linke-Mäßig sagen: Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen. Aber bestimmte Visionen können auch völlig daneben sein.

Ich warte also auf eine Antwort von dir.
__

Gruß aus dem Rheinland

Martin

Spendenkonto: Trägerverein Erwerbslosen Forum Deutschland
Sparkasse Bonn BLZ 380 500 00 Konto 1900 0573 06
IBAN: DE95 3705 0198 1900 0573 06
BIC: COLSDE33XXX

Bitte beachten: Telefonate, PNs, E-Mails mit dem Erwerbslosen Forum Deutschland
Martin Behrsing ist offline  
Alt 04.01.2010, 14:50   #21
spin
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 24.12.2009
Ort: Hinter'm Wald scharf links
Beiträge: 2.446
spin Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: 5 Gründe für ein Grundeinkommen

Rund 7,8 Billionen Euro betragen die Geldvermögen in der BRD. Geld ist genug da.

Gar nicht davon zu reden, daß Geldvermögen auf der anderen Seite Zahlungsverpflichtungen, also Schulden bedeuten. Die Höhe der Schuldenberge der Wirtschaft mit annähernd 4 Billionen Euro macht diese zunehmend platt.

Ein Abbauen der Vermögens- und Schuldenberge wäre letztlich synchron. Es spricht nichts dagegen, ein BGE mit den vorhandenen Vermögen zu finanzieren. Das würde den Binnenmarkt beflügeln, denn das Geld wird zum größten Teil wieder ausgegeben, finanziell ausgetrocknet, wie die deutschen Haushalte mittlerweile sind.

Es ist aber nicht anzunehmen, daß die regierende Politikerkaste überhaupt mit Verstand an die Sache heran geht. Momentan wird alles getan, um die Geldvermögen zu vergrößern. Das vs. damit die Schuldenberge spiegelbildlich steigen (und wie gesagt die Wirtschaft erdrosseln), erschließt sich den Regierenden nicht.
__

Sanktionen sind verfassungswidrig, Widerspruchs- und Klagebegründung
Diskussion
„Der Klassenkampf ist ein historischer Fakt, er wird von meiner Klasse, der Klasse der Reichen geführt und wir sind dabei, ihn zu gewinnen“ (Warren Buffet)
spin ist offline  
Alt 04.01.2010, 14:57   #22
Sancho
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: 5 Gründe für ein Grundeinkommen

Zitat von spin Beitrag anzeigen
Rund 7,8 Billionen Euro betragen die Geldvermögen in der BRD. Geld ist genug da.

Gar nicht davon zu reden, daß Geldvermögen auf der anderen Seite Zahlungsverpflichtungen, also Schulden bedeuten. Die Höhe der Schuldenberge der Wirtschaft mit annähernd 4 Billionen Euro macht diese zunehmend platt.

Ein Abbauen der Vermögens- und Schuldenberge wäre letztlich synchron. Es spricht nichts dagegen, ein BGE mit den vorhandenen Vermögen zu finanzieren. Das würde den Binnenmarkt beflügeln, denn das Geld wird zum größten Teil wieder ausgegeben, finanziell ausgetrocknet, wie die deutschen Haushalte mittlerweile sind.

Es ist aber nicht anzunehmen, daß die regierende Politikerkaste überhaupt mit Verstand an die Sache heran geht. Momentan wird alles getan, um die Geldvermögen zu vergrößern. Das vs. damit die Schuldenberge spiegelbildlich steigen (und wie gesagt die Wirtschaft erdrosseln), erschließt sich den Regierenden nicht.
Die 7,8 Billionen sind Privatvermögen, gehören also nicht dem Staat.

Wer dann auch noch nach Enteignung schreit, so wie Du, sollte sich lieber raus halten, erst recht mit so wenig Ahnung, die Du wiedermal gezeigt hast.
 
Alt 04.01.2010, 15:41   #23
spin
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 24.12.2009
Ort: Hinter'm Wald scharf links
Beiträge: 2.446
spin Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: 5 Gründe für ein Grundeinkommen

Na klar, es ist allemal besser, die Wirtschaft geht kaputt. Also laßt die Vermögen vs. Schulden größer werden. Schon seltsam die Auffassungen einiger hier.

Die Vermögen werden ohnehin den Bach runter gehen, wenn die Schuldner insolvent werden. Da mit Vernunft lenkend einzugreifen, das Geld beispielsweise für ein BGE und eine gesunde Volkswirtschaft einzusetzen, wäre angesagt. Aber Vernunft ist nicht gerade das, was die Regierenden heutzutage besitzen.

Wir haben nur die Wahl, den Wirtschaftskreislauf wieder aufzubauen oder unter zu gehen. Das Geld muß wieder in den Kreislauf. Damit läßt sich ein BGE finanzieren.

Das ist auch deshalb notwendig, weil die Arbeit weniger wird. Zur Erinnerung: Das Ende der Arbeit | Sein Verlag
__

Sanktionen sind verfassungswidrig, Widerspruchs- und Klagebegründung
Diskussion
„Der Klassenkampf ist ein historischer Fakt, er wird von meiner Klasse, der Klasse der Reichen geführt und wir sind dabei, ihn zu gewinnen“ (Warren Buffet)
spin ist offline  
Alt 04.01.2010, 16:04   #24
Sancho
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: 5 Gründe für ein Grundeinkommen

Zitat von spin Beitrag anzeigen
Na klar, es ist allemal besser, die Wirtschaft geht kaputt. Also laßt die Vermögen vs. Schulden größer werden. Schon seltsam die Auffassungen einiger hier.

Die Vermögen werden ohnehin den Bach runter gehen, wenn die Schuldner insolvent werden. Da mit Vernunft lenkend einzugreifen, das Geld beispielsweise für ein BGE und eine gesunde Volkswirtschaft einzusetzen, wäre angesagt. Aber Vernunft ist nicht gerade das, was die Regierenden heutzutage besitzen.

Wir haben nur die Wahl, den Wirtschaftskreislauf wieder aufzubauen oder unter zu gehen. Das Geld muß wieder in den Kreislauf. Damit läßt sich ein BGE finanzieren.

Das ist auch deshalb notwendig, weil die Arbeit weniger wird. Zur Erinnerung: Das Ende der Arbeit | Sein Verlag
mit Phantastereien kommt man aber auch nicht weiter.

Enteignen und das Geld für ein BGE verwenden? Mit welchem rechtlich einwandfreien Argument soll das gemacht werden, ohne das das BVerfG oder der EUGH da keinen Riegel vorschiebt?

Es herrscht weder ein absoluter Notstand, noch gibt es andere Gründe, die sowas rechtfertigen.

Einfach mal schreiben, "das es 7,8 Billionen gibt, die man für ein BGE verwenden kann", ist Unsinn.
 
Alt 04.01.2010, 17:22   #25
spin
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 24.12.2009
Ort: Hinter'm Wald scharf links
Beiträge: 2.446
spin Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: 5 Gründe für ein Grundeinkommen

Ist eine Steuer eine Enteignung? Ist die Einkommensteuer eine Enteignung? Wäre eine Vermögenssteuer eine Enteignung? Wären höhere Steuersätze für Großverdiener eine Enteignung? Wäre ein paritätische Sozialversicherung eine Enteignung? Bla, bla. Geld ist genug da. (Das reimt sich sogar)

Es geht hier um das Überleben. Das die Unvernunft regiert und die Verhältnisse nicht ändern will, ist klar.

Klar ist auch, daß die unmäßge und zielgerichtete Enteignung des Vokes von den Einkommen, die Umverteilung von unten nach oben, das System in eine gefährliche Lage gebracht hat.

Wer dies nicht sehen will, trägt zum Untergang bei.

Nur mit einem BGE können wir dafür sorgen, daß die Menschen ohne Armut versorgt werden.

Das Paradox ist doch: die Waren sind produziert, gelangen wegen Geldmangels jedoch nicht zu den Menschen.

Das ist die Umkehrung der DDR-Verhältnisse. Hier kann man vor gefüllten Warenhäusern verhungern. Was für ein Irrsinn!
__

Sanktionen sind verfassungswidrig, Widerspruchs- und Klagebegründung
Diskussion
„Der Klassenkampf ist ein historischer Fakt, er wird von meiner Klasse, der Klasse der Reichen geführt und wir sind dabei, ihn zu gewinnen“ (Warren Buffet)
spin ist offline  
Thema geschlossen

Stichwortsuche
grundeinkommen, gründe

Themen-Optionen
Ansicht


Ähnliche Themen

Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Paritätische Gründe kleine Job - Netzwerk 3 06.10.2009 21:02
Umzug - Gründe WillyV KDU - Umzüge... 4 11.09.2009 15:32
Gründe für Umzug...? ingo s. KDU - Umzüge... 9 08.09.2009 18:08
Gründe zum Umziehen? lissy200681 KDU - Miete / Untermiete 3 12.03.2009 12:58
gründe für zusammenziehen?! 1.50m U 25 28 06.03.2008 22:58


Es ist jetzt 03:38 Uhr.


Powered by vBulletin® (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2018, Jelsoft Enterprises Ltd.
Template-Modifikationen durch TMS
Search Engine Optimisation provided by DragonByte SEO (Pro) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2018 DragonByte Technologies Ltd.
Feedback Buttons provided by Advanced Post Thanks / Like (Pro) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2018 DragonByte Technologies Ltd.
ELO-Forum by Erwerbslosenforum Deutschland