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| Tags: aktions, dezember, frankfurt, strategiekonferenz |
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| Redaktion Forumnutzer Registriert seit: 16.06.2005 Ort: Bonn
Beiträge: 11.958
| Wie weiter mit dem Widerstand gegen Sozial- und Lohnabbau? Einladung zur bundesweiten Aktions- und Strategiekonferenz des gesamten Widerstands gegen Sozial- und Lohnabbau in Frankfurt am 2. und 3. Dezember 2006 Konferenz-Aufruf Am 1. November 2003 demonstrierten 100.000 Menschen in Berlin gegen die Agenda 2010 der Schröder/Fischer-Regierung - öffentlich wahr-genommene Geburtsstunde einer neuen sozialen Bewegung gegen Sozial- und Lohnraub in Deutschland, gewachsen aus lokalen und regio-nalen Initiativen vieler gesellschaftlicher Sekto-ren. Dieses breite weltanschauliche und politi-sche Spektrum gab sich als Bündnis “Alle ge-meinsam gegen Sozialabbau” im Januar 2004 eine gemeinsame Plattform, den ‚Frankfurter Appell’. Weitere Stichworte der Entwicklung von Wider-stand: DGB-Aktionstag April 2004 mit 500.000 Protes-tierenden, Montagsdemonstrationen mit bis zu 250.000 DemonstrantInnen bundesweit, zentrale Demonstrationen in 2004 und 2006 mit zehntau-senden TeilnehmerInnen, betriebliche Streiks u. a. bei Opel Bochum und AEG oder die Protest-aktionen der Studierenden gegen Studiengebüh-ren neben vielfältigen anderen regionalen und lokalen Aktionen. Auf politisch-parlamentarischer Ebene entstan-den WASG und das Projekt Linkspartei. Die Proteste waren sicher Sand im Getriebe der herrschenden Politik und nicht ganz ohne Ein-fluss. Dennoch: zentrale Teile der Sozial- und Lohn-abbaupläne gegen die Mehrheit der lohnabhän-gigen Bevölkerung wurden durchgesetzt, andere wie die sog. “Gesundheitsreform” stehen an. Hartz-IV soll ein weiteres Mal verschärft wer-den, um durch existenziellen Druck auf Erwerbs-lose den Niedriglohnsektor mit Dumpinglöhnen und miesen Arbeitsbedingungen zu vergrößern sowie Löhne und Arbeitszeiten der Erwerbstäti-gen noch stärker unter Druck zu setzen, usw. usf. Entschiedener massenhafter Widerstand ist drin-gender geboten denn je. Doch: Wie kommen wir dorthin? Wie kann es weitergehen? Wie können wir Spaltungslinien ausräumen und zu einem gemeinsame Vorgehen von Er-werbslosen und Erwerbstätigen, von Studie-renden, “Eingeborenen” und MigrantInne-nen, jung und alt, von Menschen mit unter-schiedlichen weltanschaulichen und politi-schen Perspektiven kommen? Welcher Weg führt uns zu “französischen Verhältnissen”? Diese Fragen wollen wir mit dem gesamten Spektrum des Widerstands diskutieren, um zu einem breitestmöglichen Bündnis gegen Sozial- und Lohnabbau zu kommen. Das schließt ausdrücklich Menschen mit Migra-tionshintergrund mit ein. Sie sind von sozialen Kürzungen und sozialer Entrechtung meist noch stärker betroffen. Viele Verschärfungen, wie z.B. die Residenzpflicht, wurden zuerst an Flüchtlingen “ausprobiert” und werden jetzt ver-allgemeinert. Wir, das “Bündnis 3. Juni” (Demonstration: Schluss mit den Reformen gegen uns!) laden deshalb das gesamte Spektrum des Frankfurter Appells und alle neu hinzugekommenen Akteu-rInnen gegen Sozial- und Lohnabbau zu einer zweitätigen Aktions- und Strategiekonferenz im Dezember ein. Wir verstehen die Konferenz thematisch als Fortsetzung der Frankfurter Aktions- und Strate-giekonferenzen von 2003 bis 2005. Wir wollen anknüpfen an die bisher breiteste Plattform der Widerstandsbewegung, den “Frankfurter Appell” und wollen diesen weiter-entwickeln - jenseits von ideologischen, organi-sations- oder parteitaktischen Interessen. Wir erwarten von der Konferenz gemeinsame Absprachen zu Widerstandsaktionen. Konferenz am 02. und 03. Dezember in Frankfurt, Studierendenhaus, Mertonstraße 26-28 Beginn am Samstag: 12 Uhr, Ende am Sonntag: 16 Uhr zum Konferenzablauf: siehe http://www.protest2006.de/konferenzflayer.pdf zur Anmeldung erwünscht unter: anmeldung@protest2006.de Unterkunft in Frankfurt und Umgebung wird auf Wunsch organisiert Programmablauf Samstag (12 - 19 & 20 - 22:30 Uhr) 11:00 Einlass 12:00 Sa - Begrüßung 12:10 - 15:00 Sa - Plenum I Bestandsaufnahme der Entwicklung der sozialen Bewegung gegen Sozial- und Lohnraub in Deutschland Positionen und Perspektiven hierzu aus dem Blickwinkel unterschiedlicher Strömungen des Widerstands. Dabei sollen bestehende Differenzen transpa-rent werden. 15:15 - 17:15 Sa - Arbeitsgruppen „Schluss mit den Reformen gegen uns!“ Bestandsaufnahme sozialer Kämpfe und Entwicklung konkreter Forderungen AG 11: Erwerbstätigkeit, Masseentlas-sungen, Lohnabbau und Arbeits-zeitverlängerung, Aushebelung der Tarifrechte AG 12: Erwerbslosigkeit, prekäre Le-bens- und Arbeitsbedingungen AG 13: Gesundheit und Krankheit AG 14: Bildung und Ausbildung AG 15: Öffentliche Güter & Soziale Inf-rastruktur (AG 16: Rentenkürzungen) (AG 17: leere Kassen ? Rücknahme der Steuergeschenke seit ´??) (AG 18: Abbau demokratischer Rechte bei steigender Repression) 17:30 - 19:30 Sa - Plenum II Berichterstattung der AGs, Diskussion der Ergebnisse auf eine ge-meinsame Resolution hin, die Weiter-entwicklung des ‚Frankfurter Appells’. 20:00 - 22:30 Sa - offene Runde gemeinsames Essen & Trinken & Gesprä-che am Tagungsort Sonntag (10 - 16 Uhr) 10:00 - 10:30 So - Input-Plenum III „Handlungsimpulse für die nächsten Jahre“ (nn) 10:30 - 13:00 So - Arbeitsgruppen AG 21: Resolutionsentwurf erarbei-ten/bearbeiten (Weiterentwicklung des ‚Frankfurter Appells’) AG 22: Welche Strukturen braucht ein Bündnis gemeinsamen Widerstands? AG 23: Unterschiedliche Formen unse-res Widerstandes AG 24: Vorschläge für Aktionen im kommenden Jahr AG 25: Unsere Beteiligung am G8-Gegengipfel ? (ggf. als Auslagerung aus AG 24) 13:00 - 14 Mittagspause 14:00 - 16:00 So - Abschluss-Plenum IV • Diskussion und Abstimmung des Resolu-tionsentwurfs (Weiterentwicklung des ‚Frankfurter Ap-pells’) • Bericht der AGs zu Vorschlägen für konkrete Aktionen im nächsten Jahr • Bericht der AG zu Vorschlägen für Struk-turen • Diskussion & Verabschiedung -- 16:00 Uhr Konferenz-Ende -- http://www.protest2006.de
__________________ Gruß aus dem Rheinland Martin Spendenkonto: Trägerverein Erwerbslosen Forum Deutschland Sparkasse Bonn BLZ 380 500 00 Konto 1900 0573 06 Alle von mir gemachten Aussagen und Antworten auf Fragen entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung. Bitte beachten: Telefonate, PNs, E-Mails mit dem Erwerbslosen Forum Deutschland |
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