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kein_lohn_unter10

Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente

EU-Rentenantrag - Begutachtung ein schlechter Witz; in Forum: Information; also einige Bekannte von mir hatten im letzten Jahr EM Rente beantragt und nach dem Widerspruch bekamen alle im Dezember die EM Rente auf Zeit gewährt. Was sehr überrascht wie ...
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Alt 02.01.2008, 22:18   #51
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also einige Bekannte von mir hatten im letzten Jahr EM Rente beantragt und nach dem Widerspruch bekamen alle im Dezember die EM Rente auf Zeit gewährt.
Was sehr überrascht wie schnell dies bei manchen geht. Sie hatten alle unterschiedliche Krankheiten.
andrea
andrea35 ist offline  
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Alt 02.01.2008, 22:50   #52
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Zitat:
Zitat von Tom_ Beitrag anzeigen
Sagen wir einmal so, es werden grundsätzlich erst einmal so gut wie alle Anträge abgelehnt und viele erst auf dem Gerichtsweg geklärt. Erfahrungswert der Mitarbeiter des Versicherungsamts Nürnberg. Wurde mir schon bei der Antragstellung klargemacht.
Logisch, das ist Taktik. War doch bei meiner Frau auch so.

Aber das,
Zitat:
Es werden alle anträge die das Ableben des Antragstellenden binnen Jahresfrist nicht gewährleisten per Verfahrensanweisung abgelehnt.
wäre ja wohl der Hammer.
Heiko1961 ist offline  
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Alt 10.01.2008, 23:59   #53
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Standard Richtiges Verhalten bei Ablehnung?

Meine Mutter ist schwerbehindert und psychisch sehr labil, ich sehe sie eigentlich nur noch weinen. Jetzt hat sie vom Gutachter einen Bescheid erhalten, dass sie 6-Stunden am Tag arbeiten gehen kann und somit ist auch ihr Antrag auf EU-Rente dahin.

Zumal das Gutachten voll gespickt mit Fehlern ist, es geht dabei um ihre Person und ihren Leidensweg. Sie hatte ihm alle nötigen Dokumente und Unterlagen mitgebracht, auf die er natürlich verweist, die er aber wahrscheinlich nie gelesen hat. In früheren Gutachten wurde manchmal so viel ausgedachtets Zeug geschrieben, Sie sei Weißrussin, trinkt ab und zu ein Gläschen Wein, sei Dolmetscherin ...
Dabei ist sie gebürtige Lettin, mit deutschem Pass, hat als Architektin im öffentlichen Dienst gearbeitet.
Der letzte Gutachter hat sich anscheinend nach ihrem Treffen viel davon abgeschrieben.
Und jetzt der Hammer, das Gespräch dass sie hatten war kaum länger als 30 Minuten, er hat eine Stunde und 10 Minuten daraus gemacht...
Und und und, er hat sie angeschrien, gefragt warum sie nicht zurück in ihre Heimat fahren will und hat scheinbar nur belangloses Zeug gefragt (was macht der Vater, was macht der Sohn, ...)
Die Verabschiedung war: "Da ist die Tür!"

Wie soll man sich bei so einem Gutachten verhalten, es ist ja offensichtlich, dass viele seiner Grundannahmen, schon zur Person meiner Mutter falsch sind. Zählt dann nicht auch das Gutachten als falsch, zumal sie alles belegen kann, sogar die Dauer der Untersuchung, sie hatte vorsichtshalber die Zugtickets aufgehoben...

Ich hoffe ihr könnt mir helfen, ich weiß einfach nicht wie ich ihr helfen kann...
herbert.tester ist offline  
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Alt 11.01.2008, 00:04   #54
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Benutzerbild von kalle
 
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Ort: Selmsdorf
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Gegen so ein Gutachten kann und sollte man umgehend Widerspruch einlegen.
__________________
Alle von mir gemachten Aussagen und Antworten auf Fragen
entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung und stellen
keinerlei Rechtsberatung dar. Sollte ein h fehlen, liege ich am Notebook und da funzt es nicht. http://www.teudt.de/rolligrafik513.jpg
Mit Dank an Pixelfool
kalle ist gerade online  
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Alt 13.02.2008, 22:08   #55
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Registriert seit: 13.02.2008
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Hallo,

kann mir eventuell jemand helfen.

Ich erlitt bei einem LKW Unfall schwerste Kopf und Hirnverletzungen. Seit dem Unfall hab ich auf dem rechten Auge nur noch eine Sehkraft von 3%, ständige Schmerzen in der rechten Gesichtshälfte, kann nicht richtig sprechen. Konzentrationsfähigkeit von max. 1 h, Angstzustände bis hin zu körperlichen Handicap ähnlich Symptome MS.

Der Antrag wurde abgelehnt-nach einer 30 minütigen Untersuchen der Körpergröße, Gewicht, normalem Reflextest-mit der Bemerkung, sein sie froh nicht dem Alkohol verfallen zu sein befand mich der Arzt für täglich 6 h Arbeitsfähig. In den Ablehnungsschreiben sind genau wie es herbert.tester beschrieben hat Dinge verdreht worden, einfach ausgelassen worden, Verletzung , wie vom Unfallkrankenhaus diagnostiziert einfach ignoriert worden.

Der Widerspruch wurde auch abgelehnt. Jetzt geh ich vors Sozialgericht.
Meine Frage: Was hat es auf sich mit dem §109?
Hat eventuell jemand Tips für mich oder weis wie sowas abläuft?

Vielen Dank
Lg Mike
MiHRO ist offline  
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Alt 03.03.2008, 14:52   #56
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Hi Mihro,
zunächst wäre wichtig alle Gänge prinzipiell nur mit Anwalt.
Ich lass strittige Fragen mitLVA,BG und Arge nur noch vom Anwalt klären,der normale Bürger wird sonst übelst über den Tisch gezogen.Ich bin übrigens nach 2 Bandscheiben ops,kaputten Knien und Nieren zu 50 % schwerbehindert.Ich bin vor 1961 geboren unterliege daher dem Berufsschutz.Nach mehr als 18 monatiger Arbeitslosigkeit habe ich Anrecht auf die sogenannte "Arbeitsmarktrente"wenn ich aufgrund der Gutachten nicht mehr in meinem Beruf arbeiten kann.Alle die nach 1961 (ich meine der Stichtag wäre der 1.April,ist aber nicht 100 % sicher)geboren sind haben Pech gehabt.Sie können im Falle das das Gutachten 3-6 Std.ermöglicht an jeden xbeliebigen Arbeitsplatz gesteckt werden und bekommen daher nur die verminderte Erwerbsrente maximal.Und natürlich auch verminderten Lohn.ggg
Ich hatte das Glück rechtzeitig an einen Rechtsschutz zu denken,und wenn sie ein Sozialgerichtsverfahren bezahlt haben(was sie normalerweise auch tun),sind sie laut Gesetz verpflichtet auch die anderen damit verbundenen sozialgerichtsverfahren zu bezahlen,das heisst sie können dich nicht solange noch Verfahren laufen rausschmeissen aus der Versicherung.Solltest du keine Versicherung haben gibts noch den Weg übers Armenrecht wobei einfach auf dem zuständigen Gericht Rechtsbeihilfe beantragt wird(dürfte als Hartzi kein Prob sein,da diese Beihilfe Einkommensabhängig ist).
richte dich schon mal auf einen steinigen Weg ein,desshalb lass es den Anwalt machen,spart Nerven.
gutachten wie deines sind dazu da widersprochen zu werden,da steckt aber System dahinter.Deswegen solltest du dich auf 3-5 Jahre einrichten,bei den Assis (wobei man den bisher so Benannten Unrecht tut,Unmenschen wäre besser)die nur ihre gewinnzahlen vor den Augen haben kann man nicht erwarten das korrekt gearbeitet wird.Die entblöden sich nicht mal ,sich beim Richter zu entschuldigen für die Nichteinhaltung des Abgabetermins der Akten.Da wird absichtlich getrödelt.
Ich warte jetzt seit 4 jahren und 2 monaten auf die Verhandlung mit der BG.die ist jetzt für den 13.3 geplant.Wenn ich hochrechne vom Zeitpunkt des Gutachtens bis zum Gerichtstermin,habe ich Glück wenn die Verhandlung mit der LVA noch dieses Jahr ist.
Die warten drauf das der Antragsteller vereckt.
Aber genau das soll einen nicht abschrecken,im Gegenteil jetzt heissts jetzt erst recht.
Sollte es noch länger dauern wie bis Herbst werde ich den Weg der Öffentlichkeit suchen,das ist zwar Stress aber die wollens scheints nicht anders.
Ich habe mittlerweile ca 250 mailadressen von Funk,Fernsehen ,zeitung und ca. 100 Seiten "Tagebuch" der Steine die einem in den weg gelegt werden,ich bin sicher irgendjemand ist bereit darüber mal eine Sendung oder einen Bericht zu machen.
Wenn du SGB § 109 googlst,da findest du ihn ,wenn du das SGB meinst,wovon ich ausgehe.
Also mein Tip:Anwalt-Widerspruch-Gericht,eine andere Sprache verstehen die nicht.Und Geduld.ggg
Gruss Tom
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gruss an alle denen es genauso geht.
tattom ist offline  
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Alt 03.03.2008, 15:09   #57
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Zitat:
Gegen so ein Gutachten kann und sollte man umgehend Widerspruch einlegen.
Habe ich damals gemacht und inzwischen Rente. Plötzlich zählten nur noch die Diagnosen meiner behandelnden Ärzte.
__________________
Demokratie ist ein wertvolles Geschenk, das jeden Tag erneut verteidigt werden muß!
Tom_ ist gerade online  
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Alt 03.03.2008, 17:01   #58
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Benutzerbild von catwoman666666
 
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Hallo tatoom,

ich habe deinen Beitrag mit großem Interesse gelesen.

Ein Freund von mir ist in einer ähnlichen Situation.

Er ist von Beruf Schreinermeister und kann aufgrund schwerer Krankheiten (Grad der Behinderung 80) in seinem erlernten Berug nicht mehr arbeiten. Er ist Jahrgang 1959 und ist seit Jahren arbeitslos. letztes Jahr versuchte er eine Teilhabe am Arbeitsleben, die abgebrochen werden musste.

Kannst du mir weiterführende Infos oder Links zukommen lassen?

Ich bin der Meinung, er ist ein Fall für die Frühverrrentung, aber er soll mit aller Macht in ein Callenter gepresst werden, denn sitzen kann er noch 3 Stunden am Tag. Er ist Schreinermeister und kein Verkäufer und er kann keine Handyverträge, Zeitungsabbonements etc. verkaufen.
Zur Zeit bekommt er Krankengeld.

Wie wäre in seinem Fall weiter zu verfahren?

Vielen herzlichen Dank
catwoman

Für weiter
catwoman666666 ist offline  
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Alt 04.03.2008, 07:46   #59
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Hi Catwoman,
also da gibts nur eins ,sich umgehend weiter krankschreiben lassen.Bei LVA und BG einen Rentenantrag auf Vollrente(Erwerbsminderungsrente) stellen und Anerkennung als Berufskrankheit einfordern.
Wenn man eine Krankmeldung bringen kann stecken die einen nirgendwo hin.Sollten sie weiter Druck machen kann man auch direkt gegen den Druckmacher vorgehen,z.B. wegen körperverletzung(das ist aber das letzte Mittel,da das arme Schwein meistens von oben zu solchen Sachen genötigt wird.Das wichtigste ist Geduld und Stehvermögen,mit einem Behinderungsgrad von 80 % sollte es eigentlich schnell gehen mit der Verrentung.Ein Bekannter von mir mit dem gleichen Behinderungsgrad war in nem Jahr damit durch.Übrigens muss er als Schreiner mit Sicherheit nicht in ein Callcenter,da er als Jahrgang 59 Berufsschutz hat.Wer was anderes behauptet lügt,guckst du Google.
Und vor allen Dingen nicht einschüchtern lassen,und gleich auf schnellstem Wege einen Anwalt einschalten,dann seid ihr auf der sicheren Seite.(Entweder selber bezahlen,aber besser übers Armenrecht Rechtsbeihilfe verlangen.)Übrigens so eine Teilhabe Sache habe ich anfangs auch versucht und abbrechen müssen.Das soll er sich abschminken,wenn die Rente durch ist,darf man ja was dazuverdienen und da sucht man sich halt nen 400 € job.Mit der Rente und dem Job kommst du locker aus dem Hartz raus.Mal auf der ARGE nachfragen welche Träger mit Behinderten arbeiten,da gibts welche die solche Jobs vermitteln.Was weiss ich (Kugelschreiber zusammenbauen etc.),ist zwar kein Top Job aber mit der Rente zusammen hat man ein Auskommen.Das er jemals als Schreinermeister wieder arbeiten kann halte ich in seinem Fall für ein Gerücht,aber er hat Berufsschutz,daher können sie ihn nicht einfach in ein Callcenter stecken.Aber unbedingt alles mit Anwalt machen,da ein "Normalo" die ganzen eingebauten Fallstricke leicht übersieht.google Tipps:Arbeitsmarktrente,Berufsschutz,§ 109 SGB,und dann einfach ein wenig stöbern
hallo Tom,
wie lange hats bei dir gedauert und welche Tips hast du für uns.
Gruss Tattom
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Alt 04.03.2008, 09:41   #60
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Zitat:
hallo Tom,
wie lange hats bei dir gedauert und welche Tips hast du für uns.
Ich war der Threaderöffner. Meine Erfahrungen mit der Begutachtung durch die Rentenversicherung waren schlecht. Wenn man bedenkt, daß die selbe Praxis mich heute behandelt und eine andere Ärztin aus der selbigen die korrekte Diagnose später stellte, dann wird es noch merkwürdiger.

Meine Erfahrung war, daß man grundsätzlich mit einer Ablehnung rechnen sollte, wenn es sich um ein komplexes Krankheitsbild mit mehreren Ursachen handelt, da Wechselwirkungen etc. schwer zu beurteilen sind. Sinnvoll ist es, wenn außer regulären Facharztpraxen auch eine Klinik an der Diagnose bzw. Behandlung beteiligt ist. Die klinischen Berichte werden ernster genommen.

Man hatte mir bei Antragstellung schon gesagt, daß fast immer zuerst eine Ablehnung erfolgen würde. Ich solle die aber nicht ernst nehmen und Widerspruch einlegen. Das tat ich dann genauso. Die Begutachtungsergebnisse hatten mit meinen tatsächlichen Problemen wenig zu tun. Operationsfolgen wurden als "Hypochondrie" abgetan. Und das obwohl diese Folgen mittels Nervenleitfähigkeitsmessungen bestätigt worden waren und der Bericht bei der Begutachtung vorlag.

In meinem Widerspruch begründete ich unter Verwendung der Diagnosen meiner behandelnden Ärzte wieso das Gutachten falsch war. Daraufhin erfolgten keine weiteren Gutachten mehr und man schickte mir Formulare für meine behandelnden Ärzte und stützte sich in Folge nur noch auf diese. Von Dezember 2006 bis Februar 2007 war ich dann in tagesklinischer Behandlung und der Bericht der Klinik gab dann endgültig den Ausschlag. Ohne weitere Debatten kam ein Rentenbescheid. Allerdings gewährt man nur jahresweise, da ein Teil der Problematik psychosomatisch (nicht mit psychisch verwechseln!) ist und auf Behandlung noch ansprechen könnte.

Mein Rat: Nicht unterkriegen lassen. Ablehnungen nicht persönlich nehmen. Sachlich und fundiert widersprechen. Kennt man sich selbst nicht so aus, den behandelnden Arzt hinzuziehen. Ein gleichzeitiger Kurantrag hilft interessanterweise oft. Lieber wird dann erst einmal für ein Jahr die Rente genehmigt, als die Kur zahlen zu wollen.

Bei mir dauerte alles zusammen 14 Monate. Die Rente wurde aber nicht ab Datum der Antragstellung (September 2006)gewährt, sondern merkwürdigerweise erst ab April 2007. Eine Anfrage deswegen blieb unbeantwortet.
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Tom_ ist gerade online  
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Alt 04.03.2008, 13:48   #61
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Dieser Freund ist bis auf Weiteres krankgeschrieben und ein Reha-Antrag ist auch gestellt. Bringt die Reha nicht den gewünschten Erfolg, gilt der Antrag auf Reha automatisch als Rentenantrag. Bringt ihn die Reha gesundheitlich voran, möchte er die Teilhabe am Arbeitsleben noch machen, aber Callcenter geht überhaupt nicht. Als Verkäufer muss man geboren sein und er ist eben ein Handwerker. Ich werde auf jedenfall weiterberichten, wenn sich was Neues tut oder Fragen auftauchen.
Danke für die Info
Catwoman
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Alt 05.03.2008, 00:31   #62
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Hi,ich wäre da aber Vorsichtig durch eine Teilnahme kann der Berufsschutz verfallen,daher sollte man sich wirklich kundig machen bevor man aus falschem Arbeitswillen hinterher in die Röhre guckt
gruss Tom
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Alt 07.03.2008, 13:43   #63
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tja, das wird schwierig werden, denn dieser Freund möchte auf jedenfall probieren, ob er nochmal ins Erwerbsleben zurückkehren kann.

Bei der letzten Teilhabe am Arbeitsleben hat er eine Praktikumsstelle bei dem örtlichen Diakonieverein als Ausbilder der dortigen Schreinerei ergattert. Diese konnte er dann aus gesundheitlichen Gründen nicht antreten. Er hat sich die Option offengehalten, einen CNC-Kurs über so eine Teilhabe am Arbeitsleben zu machen, immer mit Blick, in seinem erlernten Beruf wieder zu arbeiten.

Heute hat er die Zusage zu seiner med. REHA bekommen. Diese wird vorraussichtlich im Mai sein. Danach wird man weitersehen.

Solltet ihr weitere Infos zum Thema Berufsschutz haben, immer her damit. Ich bin euch dankbar.

Alles gute
catwoman
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Alt 16.03.2008, 19:59   #64
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Benutzerbild von Reni
 
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Oh, oh ... ich habe mich heute den ganzen Nachmittag hier und durch alle möglichen Infoseiten gelesen.
Mir ist ja nun schon lange Angst und Bange, doch wenn ich Euch so lese, könnte ich die Flinte ganz ins Korn schmeißen.
Mensch Meier, die erste Gutachterin hat Dinge in mein Gutachten geschrieben, da könnte der Mensch vom Glauben abfallen. Zügiger Gang .... das konnte sie an drei Schritten erkennen, obwohl ich es einige Male wiederholen sollte, da es ihr nicht zügig genug war. Sie stellte sich hinter mich und riss mir so unverhofft abwechselnd die Arme hoch, dass ich zum Schreien gar nicht kam ... das sind nur Kleinigkeiten innerhalb von zwanzig Minuten. Dass mir anschließend die Tränen vor Schmerzen liefen bezeichnete sie als "labil". Selbstverständlich folgte eine Antragsablehnung, Widerspruch, erneuter Gutachtertermin mit vierstündigem Anfahrtsweg. Da ich über längere Zeit nicht sitzen kann und deswegen telefonisch darum bat, mich an einen näheren Gutachter zu überweisen, bot man mir eine Terminverschiebung um eine Stunde nach hinten, am gleichen Ort an. Ironie pur, denn die Fahrtzeit konnte sich dadurch nun mal nicht verändern. Also plante ich fünf Stunden und mehr Pausen ein.
Diese Gutachterin quälte mich zwar lange nicht so, denn sie war der Meinung, ich sollte nur die Kunststückchen vorführen, die mir keine Schmerzen bereiten - das waren so gut, wie keine. Dass mein Nervenkostüm völlig durchlöchert ist, bestätigte sie mir ohne wenn und aber. Die zweite Ablehnung kam mit der Begründung, dass ich zwar nicht mehr in meinem Beruf als Verkäuferin tätig sein könnte, auch nicht mehr in meinem zuletzt ausgeführten Job einer Näherin, doch letztendlich lief dieses unter der Tätigkeitsbezeichnung Produktionsarbeiterin. Deswegen könnte ich immer noch Produktionshelferin sein oder Zureichungen an Produktionshelfer verrichten. Nun sagt mir mal einer, was ist das denn?
Widerwillig, aber notgedrungen werde ich nun den Weg zum Sozialgericht beschreiten und habe mächtig Angst davor.
Ich wollte schon alles hinter mir lassen, doch mit Verstand betrachtet, weiß ich - so wollen sie es nur.
Ich schaffe meine kleinen häuslichen Arbeiten mit Mühe, die tägliche Körperreinigung ist die pure Anstrengung, für den Weg zur Arbeit bräuchte ich in jedem Fall ein Auto, zu dessen Betätigung ich schon lange nicht mehr in der Lage bin, aber sechs Stunden und mehr könnte ich täglich arbeiten.
Ein medizinisches Gutachten meiner KK bestätigt mir Arbeitsunfähigkeit und eine fortschreitende Erkrankung.
Das Böse ist, dass ich mir meine Brötchen tatsächlich gerne alleine verdienen möchte. Über ein Jahr habe ich gebraucht, bis in meinem Kopf angekommen ist, was meine Krankheit bedeutet, dass ich mir meine Schmerzen nicht einbilde und keine Leistung mehr erbringen kann.
Diese Erkenntis ist weiß Gott belastend genug, da braucht der Mensch keine "klugen Köpfe", die innerhalb von Minuten einen Patienten besser einschätzen können, als langjährig behandelnde Spezialisten.
Es ist kein Trost zu lesen, wie vielen Menschen es nicht besser geht oder die es noch schlimmer erwischt hat.
Das Gebaren der Rentenversicherer geht schlichtweg gegen die menschliche Würde.
Ob wir im Arbeitsleben Steuern und Beiträge bezahlen wollen, wird gar nicht erst gefragt, das geht wie von Zauberhand.
Doch wenn man krankheitsbedingt nicht mehr in der Lage ist zu arbeiten, muss man nicht nur für jämmerliche Kröten zum Lebensunterhalt betteln, nein man wird dann auch noch in den Dreck getreten.
Ich wünsche Euch allen den größten Erfolg für den Erhalt der Rente und so wenig Schmerzen und Behinderungen im täglichen Leben, wie nur möglich.
Gebt nicht auf - ich werde es auch nicht tun!
Einige Tipps konnte ich hier finden und bedanke mich dafür!
__________________
freundlicher Gruß
Reni
Reni ist offline  
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Alt 21.03.2008, 08:45   #65
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Benutzerbild von Jesse James
 
Registriert seit: 06.03.2008
Beiträge: 44
Standard AW: EU-Rentenantrag - Begutachtung ein schlechter Witz

Zitat:
Zitat von münchnerkindl Beitrag anzeigen
Hi,

soweit ich von einer Bekannten weiss, die durch diese Prozedur auch durch ist, wird, falls das ganze vors Sozialgericht geht, vom Gericht ein unabhängiger Gutachter bestellt, der dann wirklich unabhängig ist und nicht vom Rentenversichterungsträger bezahlt wird.

Diese Freundin hat mir erzählt daß ihr beim Rentenversichterungsträger jemand unter der Hand erzählt hat die hätten eine Quote, wievielen Leuten die EU Rente zugestanden werden darf und wieviel sie ablehenen müssen...


Petra
Das habe ich auch so erzählt bekommen
Jesse James ist offline  
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Alt 28.03.2008, 08:54   #66
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Beiträge: 3
Standard AW: EU-Rentenantrag - Begutachtung ein schlechter Witz

Hi
Ich kämpfe für meinen Mann seit Jahren bei allen Behörden.Er ist Diabetiker Typ 1 seit über 45 jahren! Bis 2004 hat er noch in 3 Schichten gearbeitet.Dann kam eine Komplikation nach der anderen.Vor 2,5 Jahren haben wir bereits einen Antrag auf EU-Rente gestellt.Wir haben Gutachten von über 5 Fachärzten erbracht.Alle kamen unabhängig voneinander zu dem Ergebnis,dass er nicht arbeitsfähig ist.Leider ging die gesamte Akte auf dem Behördenweg "verloren" !!!!Im April 2007 stellten wir einen zweiten Antrag.Wieder erbrachten wir alle geforderten Gutachten.Auch in diesen wurde er als nicht arbeitsfähig beurteilt.Im Gutachten der Arbeitsagentur wurde er als nicht vermittlungsfähig eingeschätzt.Vor 4 Wochen kam die Ablehnung des Antrages.Mit der Begründung:Er ist in der Lage 8 Stunden am Tag zu arbeiten!!!!!! Und hat somit keinen Anspruch auf EU-Rente. Widerspruch haben wir eingelegt doch ich bin fix und fertig und weiss nicht mehr was ich noch tun soll.Mein Mann kann seit Jahren die Wohnung schon nicht mehr verlassen und ist auf ständige Hilfe angewiesen.Er lag letztes Jahr wegen eines Leberversagens lange auf einer Intensivstation und hat es nur knapp überlebt.Er hat wegen einer Retinopathie starke Sehprobleme.In beiden Oberschenkeln sind die Arterien verschlossen,was auch durch Operationen nicht behoben werden konnte.Daher kann er auch nur unter grossen Schmerzen nur wenige Meter in der Wohnung laufen.Seit dem Leberversagen hat er eine Hirnschädigung.All dies steht in sämtlichen Gutachten!Und trotzdem wird er durch einen "unabhängigen neutralen " Gutachter der Rentenversicherung als arbeitsfähig beurteilt.Wie krank muss man eigentlich noch werden?Von der Rentenversicherungsstelle erhielt ich gestern auf meine Frage wie es zu dieser Beurteilung kommen kann die Antwort: Wir wissen eben,dass in den angeforderten Gutachten immer zu gunsten des Antragstellers übertrieben wird.Ich bin einfach sprachlos............. hat vielleicht noch jemand einen guten Tip wohin ich mich noch wenden kann?Liebe Grüsse