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| Tags: erkrankungen, krankengeld, verschiedene, voellig |
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| | #1 |
| Neuer Benutzer Registriert seit: 03.03.2008
Beiträge: 3
| Hallo, bräuchte dringend eure Hilfe..... Ich habe zwei verschiedene Erkrankungen, einmal handelt es sich um eine gastroenterologische chronische Erkrankung (seit 1989) der Leber wegen derer ich zur Zeit krankgeschrieben bin (das letzte Mal war ich deshalb 1993 krankgeschrieben) und zum anderen um Depressionen. Die Krankenkasse sagt nun, mir stünde kein Krankengeld mehr zu, da ich bereits die 78 Wochen wegen der "Depressionen" Krankengeld bezogen habe. Allerdings kann ich keinen Zusammenhang feststellen. Das eine ist eine pyschische und das andere eine psychische Erkrankung. Ich bin der Meinung, dass ich deshalb erneuten Anpsruch auf Krankengeld habe, da es sich um zwei völlig verschiedene Erkrankungen handelt. Was meint ihr dazu? Lg. Hepari |
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| | #2 | |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer Registriert seit: 26.04.2006
Beiträge: 2.817
| Die Krankengeldregelung gilt nur dann, wenn man wegen der selben Erkrankung krankgeschrieben wird. Ausnahme, wenn beide Erkrankungen die selbe Ursache als Auslöser haben. Ansonsten gilt, wenn es unterschiedliche Erkrankungen sind, dann beginnt die Krankengeldzeit neu. Zitat:
__________________ Demokratie ist ein wertvolles Geschenk, das jeden Tag erneut verteidigt werden muß! Geändert von Tom_ (03.03.2008 um 00:45 Uhr). | |
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| | #3 | |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer Registriert seit: 05.09.2005
Beiträge: 13.183
| Zitat:
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| | #4 |
| Neuer Benutzer Registriert seit: 03.03.2008
Beiträge: 3
| Ich danke euch beiden sehr, dass ihr so schnell geantwortet habt. Genauso sehe ich das auch, aber die Krankenkasse "behauptet" das Gegenteil. Ich zitiere mal was die Krankenkasse mir geschrieben hat. „Auf die Höchstbezugsdauer sind Zeiten der Arbeitsunfähigkeit wegen derselben Krankheit anzurechnen. Unter dem Begriff„dieselbe Krankheit“ ist auch eine solche zu verstehen, wenn ihr dieselbe nicht behobene Krankheitsursache zu Grunde liegt. Der regelwidrige Körper- oder Geisteszustand, der die Krankheitsursache bildet, braucht dabei weder ständig Krankheitserscheinungen hervorzurufen noch fortlaufend Behandlungsdürftigkeit zu bewirken. Es genügt vielmehr, wenn ein medizinisch nicht ausgeheiltes Grundleiden latent weiter besteht und nach einem beschwerdefreien oder beschwerdearmen Intervall erneut Krankheitssymptome hervorruft.“ ich verstehe nicht, was eine psychosomatische Erkrankung (danke Tom, aber psychisch ist für alle verständlich) mit einer organischen Erkrankung zu tun hat.??? Ich habe nun einen Widerspruch auf den Widerspruch verfasst, in dem ich die Krankenkasse auffordere mir zu belegen, dass ich aufgrund meiner körperlichen organischen Erkrankung sogen. psychosomatische Erkrankungen habe. (Ängste und Depressionen) |
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| | #5 |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer Registriert seit: 05.09.2005
Beiträge: 13.183
| Ich verstehe das so das man davon ausgeht das Deine Depressionen aus der Grunderkrankung hervorgegangen sind, also der langen Krankheitsdauer der chronischen Erkrankung Dieses müsste von einem Psychiater in einem Attest bestätigt werden, wenn es so stimmen sollte, was sagen denn Deine behandelnden Ärzte? |
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| | #6 |
| Neuer Benutzer Registriert seit: 03.03.2008
Beiträge: 3
| Ja, genauso habe ich mir das gedacht. Ich bestehe nun darauf, dass sie beweisen, dass dem so ist. Ich denke nicht, dass ich Angstzustände /Agoraphobie deshalb entwickelt habe. Bisher hat mir das auch noch niemand gesagt. Ich bin wegen der Depressionen bzw. Ängste in therapeutischer Behandlung und bisher habe ich noch nicht gehört, dass meine Ängste aufgrund meiner chronischen Erkrankung ausgelöst wurden. Ich bin gespannt, ob die Kasse mir belegen kann, dass die Ängste aufgrund meiner chron. Erkrankung ausgelöst wurden. Bin ja gespannt, ob es dazu fachlich fundierte "Beweise" gibt. |
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| | #7 | |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer Registriert seit: 26.04.2006
Beiträge: 2.817
| Zitat:
Beispiele für psychosomatische Erkrankungen: Migräne, Allergien, Schlafapnoe, Asthma, chronische Schmerzen, Depressionen usw. Im Prinzip kann so gut wie jede Krankheit organische, aber auch psychosomatische Ursachen haben. Wichtig: Psychosomatisch ungleich Psychische und auch ungleich Eingebildete Krankheit. Allerdings können exakt die selben Erkrankungen auch rein körperliche Ursachen haben. Um psychosomatische Erkrankungen in den Griff zu kriegen sind die meisten Psychiater restlos überfordert. Man sollte hier Ausschau nach Ärzten halten, die Erfahrung mit psychosomatischen Problemen haben. Psychisch mag zwar für alle verständlich sein, aber psychisch und psychosomatisch sind nun einmal völlig unterschiedliche Dinge. Die Möglichkeit, daß eine physische Erkrankung psychosomatische Probleme auslösen kann ist real gar nicht selten. Ein Beispiel: Man erfährt, daß man eine schwere organische Erkrankung hat. Dies löst einen Schock aus. Dieser führt u.U. zu einer sogenannten Anpassungstörung (eine Störung in der Verarbeitung des Schocks). Das kann chronifizieren und wird dann zu einer sogenannten posttraumatischen Belastungsstörung. Beide Varianten sind psychosomatische Erkrankungen und können diverseste organische Probleme auslösen, die mit der ursprünglichen Erkrankung absolut nichts zu tun haben. In der Praxis ist aber der Nachweis der Zusammenhänge ausgesprochen langwierig und schwierig und gelingt auch sehr erfahrenen Spezialisten in der Regel nur in Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen.
__________________ Demokratie ist ein wertvolles Geschenk, das jeden Tag erneut verteidigt werden muß! Geändert von Tom_ (03.03.2008 um 01:09 Uhr). | |
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