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| Tags: betreuen, demenzkranke, hartz, ivbezieher |
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#1 |
| Redaktion Forumnutzer Registriert seit: 16.06.2005 Ort: Bonn
Beiträge: 11.515
| München (AFP) - Die Bundesagentur für Arbeit (BA) will offenbar mehrere tausend Langzeitarbeitslose in Pflegeheime vermitteln. Wie die "Süddeutsche Zeitung" (Samstagsausgabe) berichtet, sollen sie in der Versorgung von Demenzkranken eingesetzt werden. Dem Blatt zufolge dürfen Heime nach dem neuen Pflegegesetz für diese Bewohner zusätzliches Personal einstellen, die Kosten übernehmen demnach... weiterlesen auf: PR-SOZIAL, das Presseportal... Geändert von Curt The Cat (16.08.2008 um 15:33 Uhr). |
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| | #2 |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer Registriert seit: 25.12.2005 Ort: Gießen in Hessen
Beiträge: 847
| so was verantwortungsloses. na, dann soll man doch Arbeitssuchende demnächst mit Kurzausbildung als Piloten in Regierungsflugzeuge setzen, mal hören ob dann Merkel immer noch so gerne in der Welt herumfliegt.
__________________ Das was vor uns liegt und das was hinter uns liegt ist nichts, verglichen mit dem was in uns liegt. |
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| | #3 |
| Redaktion Registriert seit: 20.08.2006 Ort: Bremen
Beiträge: 3.391
| Es ist ein Skandal, wie der Pflegebereich, der sich immer weiter ausbauen wird, zunehmend von Hilfskräften besetzt wird, die dafür nur sehr ungenügend "ausgebildet" sind! Alte, Kranke sind wie Erwerbslose nicht mehr ausbeutbar und deswegen "darf" mit ihnen dann so umgegangen werden, sollen doch Überflüssige andere Überflüssige betreuen! Ein entsetzliches Menschenbild steckt dahinter, nämlich die Bestimmung des "ökonomischen Wertes" eines einzelnen Menschen! Kotz! Verdammt nochmal, jeder Mensch einzeln ist kostbar, egal wie alt oder krank!!! Kaleika |
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| | #4 |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer Registriert seit: 16.04.2007 Ort: Berlin
Beiträge: 1.835
| aus dem Artikel geht leider nicht hervor, ob diese Billiglöhner dann volle Pflegearbeit leisten müssen oder nur "zusätzliche". Dazu folgende wahre Geschichte: Eine Bekannte von mir wurde bereits bei ihrem ersten HartzIV-Job als Vorleserin für Demenzkranke eingesetzt. Sie ist schier verrückt geworden bei diesem Ansinnen der Heimleitung. Denn wenn sie jeweils am nächsten Tag wiederkam, wurde sie als Person bereits von den Patienten nicht mehr wiedererkannt, geschweige denn irgendetwas vom gerade eben Vorgelesenen. Aber zusätzlich war diese Tätigkeit natürlich. Weil völlig an den Bedürfnissen der Patienten vorbei... Und weil die Heimleiterin eigentlich auch gar keine Ein-Euro-Jobler wollte - war Gewerkschaftsmitglied - konnte man hier auch noch Absicht unterstellen. Tja, das Leben unter HartzIV ist hart und voller absurder Widersprüche. Tja, Herr Hartz, wie geht's ihnen denn eigentlich - so gesundheitlich und mental meine ich? Sie sind doch auch nicht mehr der Jüngste?
__________________ Gruß! ethos07 Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder. |
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| | #5 |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer Registriert seit: 07.06.2007 Ort: NRW
Beiträge: 774
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| | #6 |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer Registriert seit: 11.01.2006
Beiträge: 4.669
| Looooooooooool, der war saugut.
__________________ bye und lg andine Lieber "Engel" Ich weiß zwar nicht, wer du bist. Jedenfalls habe ich mich sehr über das Plüschtier und den Weihnachtskalender im Briefkasten für meine Tochter gefreut. Herzlichen Dank!!! :-) |
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| | #7 |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer Registriert seit: 17.11.2007
Beiträge: 190
| Ich wäre dafür, aber ein bisschen abgewandelt. Hartz 4 Bezieher sollen Politiker betreuen. Und zwar auf Schritt und Tritt. Ernst gemeint. Die dürfen auch außerhalb der Dienstzeit nicht mehr unbeobachtet mit anderen reden dürfen. Immer sind bedürftige Beobachter anbei, im Schichtbetrieb. Müssen sie aufs Klo, dürfen sie allein, aber wirklich allein, heißt, im Raum niemand anderes, Handy bleibt draußen. Melde mich freiwillig ... |
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| | #8 |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer Registriert seit: 30.08.2006 Ort: Stuttgart
Beiträge: 1.853
| Nun, das mit dem Fliegen ist gar nicht mal so unmöglich,- seit Jahren betreiben z.B. die Emirate kleinere Flugzeuge, die auch ohne Pilot starten, fliegen und landen können.
__________________ Heinz Ich entscheide, ob der Stein auf meinem Weg mir zum Stolper-, oder Baustein wird! |
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| | #9 | |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer Registriert seit: 30.08.2006 Ort: Stuttgart
Beiträge: 1.853
| Zitat: Kurzum, mit dementen Menschen arbeiten, ist schwer,- und belastend, aber es gibt Menschen, die das schaffen. Und wenn davon welche aus der Langzeitarbeitslosigkeit in eine reguläre Arbeit kommen können, ob 16a-gefördert, oder nicht,- kann das für diese Menschen eine gute Lösung sein. Es darf aber nicht als Ein-Euro-Job laufen.
__________________ Heinz Ich entscheide, ob der Stein auf meinem Weg mir zum Stolper-, oder Baustein wird! | |
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| | #10 |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer Registriert seit: 24.03.2007 Ort: Hamburg
Beiträge: 4.361
| Was genau ist mit "zusätzliche Pflegekräfte" gemeint? - Wenn das die Pflegekasse bezahlen soll, dann dürfen wir uns ja auf steigende Pflegeversicherungsabgaben freuen. Da ich selbst als Altenpflegehelferin in die Erwerbstätigkeit gestartet bin, kenn ich mich ein bißchen aus. Damals brauchte man nicht ungedingt eine dreijährige Ausbildung absolviert zu haben, um als Altenpflegehelferin arbeiten zu können. Manche hatten auch nur Kurse beim DRK besucht. So war ich auch nur angelernt und ich glaube, ich habe meine Arbeit gut gemacht. Vor allem hat sie mir Spaß gemacht. Wir hatten 30 Demenzkranke und 30 andere Personen in dem Heim, die mehr oder weniger Pflege bedurften. Je nachdem ob sie Zucker hatten, oder MS oder einen vorangegangen Herzinfarkt mit anschließender halbseitiger Lähmung, der auch ihr Sprachvermögen auf das Niveau eines Kleinkindes - nicht aber ihr Bewusstsein - reduziert hatte. So hab ich Menschen gewaschen, gewindelt, angezogen, in Rollstühle gesetzt, ihnen ihre Medikamente verabreicht, ihnen Frühstück, Mittag und Abendbrot bereitet und serviert, sie frisiert, ihre kleinen Sonderwünsche gerne erfüllt, den Zuckerkranken rechtzeitig ihre Insulinspritzen gegeben usw. usf. Auch die anfallende Wäsche gewaschen und getrocknet und zusammengelegt und wieder ausgeteilt. Also sehr vielseitig das Ganze und das hat Spaß gemacht. Obwohl natürlich Leute dort auch gestorben sind. Also Leichen hab ich auch gefunden/gewaschen usw. Neulich hab ich im TV gesehen, was man sich jetzt in Holland hat einfallen lassen, um Demenzkranke tagsüber zu beschäftigen bzw. ihnen etwas Ruhe zukommen zu lassen. Dort haben sie einen Raum so gestaltet, so dass er aussieht wie ein komfortables Bahnabteil mit einem "Fenster", an dem die Landschaft im Zugtempo vorbeirauscht. Dort setzt man die Demenzkranken hin, so dass sie eine schöne Fahrt genießen können. Kaffee und Kuchen kann man ihnen dort auch servieren. Und während sie ihre "Zugfahrt" genießen, werden sie dann eben ganz ruhig.
__________________ Geändert von Debra (16.08.2008 um 09:11 Uhr). |
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| | #11 |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer Registriert seit: 24.03.2007 Ort: Hamburg
Beiträge: 4.361
| Genau. Außerdem habe ich wirklich etwas dagegen, innerhalb der Pflege eine Art Hierarchie aufzubauen. Dann macht der Job ja gar keinen Spaß mehr, wenn die Vielseitigkeit eingeschränkt wird. Es war schon damals verboten, die Demenzkranken "einzuschließen". Trotzdem haben wir tagsüber die Station abgeschlossen. Es ging einfach nicht anders. Sonst wären die nämlich durchs ganze Haus - oder schlimmer - nach draußen gelaufen und dann hätten wir sie wieder "einfangen" müssen. Einmal mussten wir einen Demenzkranken per Polizei suchen lassen, da er unbemerkt das Heim verlassen konnte. Gott sei Dank war ihm aber weiter nichts passiert. War halt nur meilenweit gelaufen. Wenn mal Zeit war, haben wir uns einen Demenzkranken genommen und sind mit ihm/ihr spazieren gegangen. Wir hätten uns noch viel mehr Beschäftigungstherapie für sie ausdenken können. Aber ich hab dann immer Nachtwache gemacht. So schwer finde ich es aber nicht, auch mit Demenzkranken etwas zu unternehmen. Es muss ja nicht gerade "Vorlesen" sein. ![]() Auch die Angehörigen machen manchmal sehr viel Schwierigkeiten.
__________________ Geändert von Debra (16.08.2008 um 09:04 Uhr). |
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| | #12 | |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer Registriert seit: 24.03.2007 Ort: Hamburg
Beiträge: 4.361
| Zitat:
![]() Oder möchtest Du, wenn Du mal alt bist, morgens eine Pflegekraft mit zweijähriger Ausbildung haben, die Dich wäscht und anzieht, und wenn Du sie was fragst bzgl. Deiner Meds wird sie antworten: "Das gehört nicht zu meinen Aufgaben." Und auch ohne zweijährige Ausbildung können Arbeitskräfte Menschen waschen und ordentlich anziehen. Dann kommt die mit dreijähriger Ausbildung und verabreicht die Medikamente und dann kommen Ein-Euro-Jobber zu Deiner "Unterhaltung", die Dir keine Frage zu sonstigen Vorgängen beantworten können? Nee danke,
__________________ Geändert von Debra (16.08.2008 um 10:18 Uhr). | |
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| | #13 |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer Registriert seit: 24.03.2007 Ort: Hamburg
Beiträge: 4.361
| Ja, war lustig. Andine, was mir gerade einfällt, schneidest Du der Lütten die Haare oder gehst Du immer mit ihr zum Friseur? Weil - ihre Haare scheinen gar nicht zu wachsen.
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| | #14 | |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer Registriert seit: 16.04.2007 Ort: Berlin
Beiträge: 1.835
| Zitat:
Wichtig wäre wirklich, dass die neuen angelernten Pflegkräfte genau so vollwertig mit allen Arbeitnehmerrechten eingestellt werden wie die bisherigen - und die sind natürlich, verständlich, dagegen, weil sie dann ihrerseits an Status verlieren. Und auch der von der Wirtschaft gewünschte Trick, die Pflegarbeit für die nicht so betuchten Bürger insgesamt durch den Umweg über angelernte Erwerbslose zu prekarisieren, wäre damit natürlich im Eimer. OT @ andine - ich freu mich immer die Fortschritte deiner feinen Kleenen am Rande mit'erleben' zu dürfen!
__________________ Gruß! ethos07 Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder. | |
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| | #15 |
| Forumnutzer Registriert seit: 14.02.2008
Beiträge: 86
| Wenn der Hilfeempfänger nicht zur Arbeit erschienen ist: "Hab ich vergessen!" |
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| | #16 |