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Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität; in Forum: Allgemein; Die Zahlen auf einen Blick April 2008: Arbeitslose mit Ein Euro Jobs/Arbeitsgelegenheiten 3.710.431 Personen 8.027.980 Leistungsberechtigte 7.090.000 hilfebedürftige Personen Bestand offene Stellen 592.000. Im Dezember 2007 verdienten insgesamt 1.289.000 Leistungsbezieher ...| Tags: arbeitsmarkt |
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| Erfahrener Benutzer Forumnutzer/in Registriert seit: 19.04.2008
Beiträge: 176
| Die Zahlen auf einen Blick April 2008: Arbeitslose mit Ein Euro Jobs/Arbeitsgelegenheiten 3.710.431 Personen 8.027.980 Leistungsberechtigte 7.090.000 hilfebedürftige Personen Bestand offene Stellen 592.000. Im Dezember 2007 verdienten insgesamt 1.289.000 Leistungsbezieher (Aufstocker mit ergänzenden ALG II) in der Grundsicherung Einkommen aus Erwerbstätigkeit. 684.000 Leistungsbezieher mit Einkommen bis zur Geringfügigkeitsgrenze von einschließlich 400 Euro. Einkommen von 400 Euro aber nicht mehr als 800 Euro verdienten 231.000 Leistungsbezieher und 374.000 Hilfebedürftige Einkommen über 800 Euro. Quelle der Zahlen: BA Bericht 04/08) Rund 6,5 Millionen Personen arbeiten unterhalb von zwei Dritteln des mittleren Stundenlohns. Quelle: Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) Wer bei 3.710.431 statistisch erfassten Arbeitslosen (mit Ein-Euro-Job) + ca. 1,25 Millionen Personen in arbeitsmarktpolitischen Instrumenten (ohne Ein-Euro-Job) von Vollbeschäftigung faselt hat den Bezug zur Realität verloren. Wenn die Medien gleich klingend diese Botschaft verkünden, ist dass augenscheinlich eine wunschgemäße aber keine wahrheitsgemäße Berichterstattung. ZUM TAG DER ARBEIT Die gesellschaftliche Last der Arbeitslosigkeit oder wie erstellt man eine positive Statistik? Analyse des BA Berichts April 2008: Erstellt von Sybilla am 30.04.08 11 Uhr 00 Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden. Die Wirklichkeit der Realität Ausgewählte Schlagzeilen der letzten Tage: Neckermann vor Arbeitsplatzabbau Neckermann vor Arbeitsplatzabbau Stellenabbau bei BMW Stellenabbau bei BMW : News & Nachrichten Regierung baut 400 Stellen ab Regierung baut 400 Stellen ab - svz.de Zitat:
----------------------------------------------------------------------- Offizielle ermittelte BA - Zahlen des Arbeitsmarkt – Berichts April 2008 diese von vielen Medien ohne Detailbetrachtung verkündet werden. April 2008 Im April 2008 beträgt Arbeitslosigkeit (mit statistisch erfassten Ein Euro Jobs) 3.710.431 (Vormonat 3.796.088 ). bestehend aus (3.413.921 Arbeitslose (Seite 46 BA Bericht April 08) + * 296.510 Ein Euro Jobs ( BA Bericht April 2008 Seite 70 ) *3) Es ist von einer deutlichen Untererfassung auszugehen, da nur die Informationen darstellbar sind, deren Daten individuell teilnahmebezogen im operativen Verfahren der BA erfasst sind oder von zkT über XSozial übermittelt werden (z. B. haben für 2007 nur ca. 31% der ARGEn Daten zum Einsatz der flankierenden Leistungen erfasst). Die Zahl der Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumenten (Seite 70 BA – Bericht 4/08) ist von 1.456.564 Personen im Februar 08 um 46.985 Personen auf 1.503.549 Personen im März 08 und im April 2008 noch einmal um 28.391 Personen auf jetzt 1.531.940 Personen angestiegen. Das heißt rund 60 % des Rückgangs der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit von Februar zu März 08 und rund 30 % des Rückgangs der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit von März zu April 08 wurde weder durch die Konjunktur noch durch Nachfrage von Arbeitskräften erreicht sondern durch die Ausweitung der arbeitsmarktpolitische Instrumente. Mit wachsenden Befremden nehme ich zur Kenntnis das viele Medien der Versuchung nicht widerstehen und die niedrigsten Arbeitslosenzahlen seit x Jahren oder gar seit Frau Merkels Geburt verkünden. (Dabei werden völlig unterschiedliche Statistiken verglichen – so gab es vor 15 Jahren kein Saisonkurzarbeitergeld keine Ein Euro Jobs und die Arbeitslosenhilfe hatte eine komplett andere Grundlage von Bedürftigkeit als das Arbeitslosengeld II. Die Darstellung eines Vergleich der Arbeitslosenzahlen vor 2005, also vor der Neudefinition der Arbeitslosigkeit, durch das SGB II ab 2005 ansetzt, ist meines Erachtens unsachgemäß. Die Daten zu den Arbeitslosenzahlen werden seit der Reform des SGB II in den BA Berichten verkürzt wiedergegeben und von der Politik und vielen Medien einseitig tendenziös interpretiert. Die Frage ist; finanziert die Wirtschaft den *Aufschwung* am Arbeitsmarkt mit existenzsichernden Arbeitsplätzen oder wird der *Aufschwung* am Arbeitsmarkt durch Arbeitsplätze mit ergänzendem ALG II durch Steuern finanziert? Viele Medien suggerieren mit multimedialen "Jubelmeldungen“ einen Erfolg der Reformen am Arbeitsmarkt. Entgegen der guten Nachricht vom sinken der Arbeitslosigkeit steht die schlechte Nachricht von wachsender Armut der Erwerbstätigen im Niedrigstlohnbereich und wachsende Kinderarmut. http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/ser...nat/200804.pdf Knapp die Hälfte aller Leistungsbezieher nicht als arbeitslos registriert Zitat:
BA Bericht April 2008 Seite 21 Bedarfsgemeinschaften 3.657.000 hilfebedürftige Personen 7.090.000 davon: erwerbsfähige Hilfebedürftige (eHb) 5.154.000 nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige (nEf) 1.935.000 Die Zahl der Leistungsberechtigten *vorläufige Werte des BA Berichts April Seite 46 *Die Zahl der ALG I Leistungsberechtigten beträgt im April 2008 _938.047 *Die Zahl der ALG II Leistungsberechtigten beträgt im April 2008 _5.154.448 *Die Zahl, der Sozialgeld Leistungsberechtigten beträgt im April 2008 _ 1.935.485 = * 8.027.980 Leistungsberechtigte April 2008 *Vorläufig und hochgerechnet, endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit von drei Monaten fest. Sozialhilfeempfänger (Netto-)Arbeitskräftepotenzial Dezember 2004 Statistisches Bundesamt - Ergebnisse der Sozialhilfe und Asylbewerberleistungsstatistik 2004 Verlust der Kaufkraft Zitat:
Zitat:
Zitat:
Aufstocker Zitat:
Zitat:
Bestand alle Stellen 592.000 darunter: Vakanzen 527.000 ungeförderte Stellen 399.000 darunter: Vakanzen 351.000 ungeförderte sozialversicherungspflichtige Stellen1) 364.000 darunter: Vakanzen 322.00 2007: August 647.500 September 629.100 Oktober 608. 500 November 577.000 Dezember 545.600 2008: Januar 528.000 Februar 565.000 März 588.000 Der BA sind neben den gemeldeten offenen Stellen noch zusätzliche Stellen, unter anderem gemeldet aus der privaten Arbeitsvermittlung sowie aus ihrer Job-Börse und dem Job-Roboter bekannt. Viele dieser Stellen sind aber Datendopplungen ein freier Arbeitsplatz, vermehrt sich nicht zu fünf freien Arbeitsplätzen, nur weil er in fünf Stellenbörsen zu finden ist. Zudem werden bereits besetzte Stellen von vielen Jobbörsen erst nach Wochen aus dem Angebot genommen. --------------------------------- Quellen der Zahlen: BA – Monatsberichte Monatsberichte http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/ser...nat/200803.pdf Erstellt von Sybilla am 30.04.08 11 Uhr 00 Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden. Mit der Einführung des (SGB II) änderten sich die Grundlagen der Arbeitsmarktstatistik in Deutschland. Folgende arbeitsmarktpolitische Instrumente werden in die Entlastungsrechnung einbezogen: - Kurzarbeit: Zahl der Kurzarbeiter mal durchschnittlichem Arbeitszeitausfall, - Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes:Arbeitsgelegenheiten, Einstiegsgeld Variante Beschäftigung, ABM, traditionelle SAM und BSI, - Qualifizierung: berufliche Weiterbildung, Trainings- und Eignungsfeststellungsmaßnahmen, berufliche Wiedereingliederung Behinderter - Vorruhestandsähnliche Regelungen: Inanspruchnahme des § 428 SGB III im Rechtskreis SGB III und Personen in geförderter Altersteilzeit - Teilnehmer an Personal-Service-Agenturen - Förderung der Selbständigkeit: Existenzgründungszuschuss (Ich-AG) , Überbrückungsgeld, Gründungszuschuss und Einstiegsgeld Variante Selbständigkeit Folgende Instrumente werden in der Entlastungsrechnung nicht berücksichtigt, was nichts gegen ihre Wirksamkeit hinsichtlich der Eingliederung von Arbeitslosen in reguläre Beschäftigung sagt: - Maßnahmen der beruflichen Erstqualifizierung spielen sich größtenteils im Vorfeld des Arbeitsmarktes ab; sie betreffen überwiegend Personen, die vorher nicht arbeitslos gemeldet waren. Dies gilt insbesondere für berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen, die Berufsausbildung Benachteiligter, die berufliche Ersteingliederung Behinderter, BAB wegen einer beruflichen Ausbildung sowie für große Teile des Sofortprogramms zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit. Ob sich diese Jugendlichen ohne eine derartige Maßnahme (kurzfristig) arbeitslos gemeldet hätten, muss offen bleiben. - Daneben gibt es finanzielle Hilfen zur direkten Eingliederung Arbeitsloser in reguläre abhängige Beschäftigung. Insbesondere bei Eingliederungszuschüssen und Beschäftigungshilfen für Langzeitarbeitslose (2003 ausgelaufen) werden großenteils Schwervermittelbare gefördert, die andernfalls kaum eine Chance hätten. Die finanzielle Förderung ist also häufig Ausgleich für eine (vermutete) Minderleistung. Deshalb dürfte auf diese Weise keine zusätzliche Beschäftigung entstehen, d. h. ohne diese Hilfen wären vermutlich Arbeitnehmer ohne Vermittlungshemmnis eingestellt worden (Substitutionseffekt). Vielleicht wäre es in dem einen oder anderen Fall aber auch ohne diese Zuschüsse zur Einstellung förderungsfähiger Arbeitsloser gekommen (Mitnahmeeffekt) oder (leistungsschwache) Beschäftigte wären freigesetzt worden (Drehtüreffekt). - Schließlich bestehen zahlreiche Maßnahmen zur Förderung regulärer Beschäftigung ausschließlich oder großenteils in einmaligen Hilfen, so dass sich Bestands- und damit Entlastungsgrößen nicht angeben lassen. Dies gilt, abgesehen von den (normalen) Arbeitsvermittlungen, insbesondere für die Unterstützung der Beratung und Vermittlung sowie für Mobilitätshilfen (z. B. Übernahme von Bewerbungs-, Reise- und Umzugskosten), großenteils aber auch für die Freie Förderung gem. § 10 SGB III. In die „Entlastung durch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen“ der Bundesagentur nicht einbezogen sind schließlich Bezieher von vorgezogenem Altersruhegeld oder Erwerbsunfähigkeitsrenten , auch wenn diese Frühverrentungen arbeitsmarktbedingt sind; hierzu liegen keine monatsaktuellen Daten vor. Quelle: BA Monatsbericht September 07 Seite 29 In der Tat es gibt einen Rückgang der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit. Erstellt von Sybilla am 30.04.08 11 Uhr 00 Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden. | |||||||
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| Erfahrener Benutzer Forumnutzer/in Registriert seit: 16.02.2006
Beiträge: 1.231
| Zitat:
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| Redaktion Registriert seit: 19.08.2005 Ort: Bonndeshauptstadt
Beiträge: 7.289
| Zitat: Weiter so? Reden wir nicht drum herum. Agenda 2010 ist ein großer politischer Skandal der ehemaligen rot-grünen und in deren Fortsetzung der aktuellen schwarz-roten Regierung. Agenda 2010 hat unsere Gesellschaft gespalten, ihr weniger Arbeit mit Chancen zum Überleben gebracht, weniger Bildungschancen, ungleiche medizinische Versorgung und vor allem große Armut in immer größeren Teilen der Bevölkerung, während Managergehälter und Gewinne skandalös steigen. Wie jetzt zu sehen ist, zeigt sich zudem inzwischen auch weltweit, dass das neoliberale Herumwurschteln gescheitert ist und der von vielen beschworene Marktmechanismus nicht funktioniert. Die Folgen: Siehe oben. Ob diese Gesellschaft noch eine Agenda 2020 aushält, weil auf die Politik kein Verlass mehr ist, ist eine große Unbekannte. Wie im Lande gedacht wird, zeigt eine Untersuchung: 55 Prozent aller Deutschen sind sicher, dass in ihrem jetzigen Leben noch eine Revolution kommen wird. Es bleibt nur die Frage, wer's macht. (HDH) Ps.es ist längst 10 nach 12.
__________________ Spendenkonto: Trägerverein Erwerbslosen Forum Deutschland Sparkasse Bonn BLZ 380 500 00 Konto 1900 0573 06 Dem Deutschen Volke (endlich) wird "Anstrengungsloser Wohlstand für Alle" versprochen. Alle von mir gemachten Aussagen und Antworten auf Fragen entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung und stellen keinerlei Rechtsberatung dar. |
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| Erfahrener Benutzer Forumnutzer/in Registriert seit: 13.12.2007
Beiträge: 9.038
| Zitat:
Zitat:
Jeder!, auch jene Leute von SZ, WAZ, SPON, Bild, ... Mario Nette
__________________ Krankheitsuneinsichtig. Ca' canny! Ich bin durch Kaufhof gegangen - und das war für mich wie ein Museumsbesuch. (Frank Schwalm) | ||
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| | #5 |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer/in Registriert seit: 29.03.2006
Beiträge: 854
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Bild beschäftigt Menschen, die üblicherweise die journalistische Sorgfaltspflicht nicht vernachlässigen? Auf welchem Planeten lebst Du denn?
__________________ Prof. Dr.rer.pol. Michael Wolf: "[...] Vor diesem Hintergrund ist es meines Erachtens durchaus statthaft, die für Hartz4 Verantwortlichen in Politik und Verwaltung zwar nicht unbedingt im verfassungsrechtlichen, aber doch im politischen Sinne als "Verfassungsfeinde" zu bezeichnen, gegen die das Leisten von "Widerstand" nicht nur legitim, sondern auch geboten ist." |
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| Erfahrener Benutzer Forumnutzer/in Registriert seit: 19.04.2008
Beiträge: 176
| Die Redaktionen von Focus online hat den folgenden Kommentar zur Veröffentlichung abgelehnt: Hier die Ablehnung der FOCUS-Online-Administrationsteam als Kommentar zu diesen Artikel Arbeitsmarkt: Frühling bringt gute Zahlen - Arbeitsmarkt - FOCUS Online Zitat:
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| Erfahrener Benutzer Forumnutzer/in Registriert seit: 29.03.2006
Beiträge: 854
| Hallo Sybilla, das zeigt doch nur, dass Du mit Deinen Recherchen und Zahlen in ein Wespennest gestochen hast. Traurig, was hier mittlerweile passiert. Ich weiß, Du bist auch in anderen Foren aktiv und veröffentlichst dort Artikel zur Arbeitslosenstatistik, die sehr viel näher an der Wahrheit sind, als die offiziellen, manipulierten Statistiken. Weiter so! :icon_klarsch:
__________________ Prof. Dr.rer.pol. Michael Wolf: "[...] Vor diesem Hintergrund ist es meines Erachtens durchaus statthaft, die für Hartz4 Verantwortlichen in Politik und Verwaltung zwar nicht unbedingt im verfassungsrechtlichen, aber doch im politischen Sinne als "Verfassungsfeinde" zu bezeichnen, gegen die das Leisten von "Widerstand" nicht nur legitim, sondern auch geboten ist." |
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| Gast
Beiträge: n/a
| Jeden Monat das gleiche gelabere... |
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| Benutzer Forumnutzer/in Registriert seit: 17.04.2008 Ort: Kreis Heinsberg
Beiträge: 39
| Zitat:
Oh je - Du hast versucht am Ansehen des medialen Imperiums zu kratzen - das lassen DIE sich nicht gefallen! Motto: Was uns nicht in den Kram passt, wird wegzensiert. Der Hinweis, solche Meinungsäußerungen in einem entsprechenden Forum zu tätigen, hat auch System: Inzwischen gibt es an jeder Ecke und fast auf jeder Homepage einen Chat oder ein Forum, wo sich die unmöglichsten und verschrobensten Typen aufhalten und ihren "Senf" zum Besten geben. Diese "Typen" werden von den meisten Menschen nur "mitleidsvoll belächelt" - ergo, nicht ernstgenommen! Demzufolge würde ein Beitrag, wie der von Sybilla, in einem Forum nicht für voll genommen. Zumindest nicht von der Allgemeinheit und von den Menschen, die mit diesen Problemen (noch) nicht konfrontiert sind. Denn wer bitteschön liest und schreibt im Forum von FOCUS? Wir, die wir betroffen sind? Nein, wir haben unsere Plattformen, da geht aber kein Nicht-Betroffener drauf. Also, was ist zu tun, damit die Bevölkerung nicht aufwacht? Alles Negative schön dahin verfrachten, wo es keinen Schaden anrichten kann. Und als Otto-Normalbürger hast Du darauf auch keinen Einfluss. Frei nach dem Motto: Wir sitzen eh am längeren Hebel! Denn: Wir sind die Medien - wir sind die Politiker - wir sind die Wirtschaft Hoch lebe die DEMOKRATUR! Aussage von mercator: Zitat:
__________________ ________________________________________________ Grüße aus dem westlichen Zipfel Deutschlands - BerndH Alle Aussagen meinerseits unterliegen dem Recht der freien Meinungsäußerung und stellen keinerlei Rechtsberatung dar! Es gibt 2 Möglickeiten: Kämpfen oder Aufgeben. Wer aufgibt, hat bereits verloren. Wer Kämpft, hat zumindest die Chance zu gewinnen. | ||
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| | #10 | |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer/in Registriert seit: 19.04.2008 Ort: Lübeck
Beiträge: 1.051
| Zitat:
![]() Da kann es "dreiviertel pup- halb nass" sein.
__________________ Einen ratlosen Gruß aus dem "kühlen" Norden... ![]() "Eigentlich bin ich ganz anders, ich komm´nur viel zu selten dazu..." | |
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| | #11 |
| Erfahrener Benutzer Registriert seit: 24.09.2007 Ort: Aus der Ecke meiner Umgebung
Beiträge: 1.364
| Wir sind ja eine pluralistische Gesellschaft. Also pluralistisch bedeutet vielfältig. Das heißt, wir können uns aus zahlreichen Quellen informieren, haben also die Auswahl unter einer Vielzahl von Sendern und Zeitungen. Allerdings wissen wir auch, dass in den überwiegenden Teilen der Medien, sei es Rundfunk, Fernsehen, Printmedien - eines gemeinsam ist: Sie publizieren alle das gleiche. Auch wenn die Lügen noch so widerlegbar sind. Das ist purer Meinungsmanipulation. Es ist egal ob es sich um Arbeitslosenzahlen, Demonstrationsteilnehmer, Lohnentwicklung, Alterung der Gesellschaft uvm. handelt. Nur ein Beispiel: erinnert Ihr euch an die Montags Demonstrationen 1989? Diese wurden dauernd im Westfernsehen gezeigt, auf Sendern, die in der damaligen DDR empfangen werden konnten. Sie wurden immer weiter hochgespielt, da wurden Teilnehmerzahlen in den Zehntausenden genannt und es wurden von Mal zu Mal mehr. So haben die Leute dort gesehen, dass es immer mehr Menschen werden, dass Solidarität besteht und sie etwas erreichen können. Als 2005 die Montagsdemonstrationen gegen Hartz 4 stattgefunden haben, verhielten sich die Medien genau andersherum. Es wurde beiläufig erwähnt, dass sich da weniger Leute eingefunden hätten, dass immer weniger kommen würden - und die Demonstranten sind zuhause geblieben. So wurde der Widerstand im Ansatz abgewürgt. So ist es mit allem. Ebenso mit dem Euro, der in den Medien immer als Erfolg dargestellt wird, obwohl der größte Teil der Deutschen diese Währungsreform noch immer ablehnt. Okay, es war ja auch keine Währungsreform, sondern nur eine Währungsumstellung. Das bezeichnet zwar dasselbe, klingt aber viel harmloser als die radikale Entwertung unseres Geldes. Eine besondere Technik der Manipulation seitens der Medien ist unter anderem die selektive Darstellung. Ihr kennt sicher jener Einspielungen, wo Leute in der Fußgängerzone über irgendwelche Dinge befragt werden und unwissende Antworten geben. "Comedians", die offiziellen Fernsehclowns, führen uns gerne Menschen vor, die Anfragen wie "wie lange dauerte der dreißigjährige Krieg?" Antworten geben, bei denen man sich fragt, wie sie bis jetzt der Einweisung in eine geschlossene Anstalt entgehen konnten. Stellt man eine ernsthafte Frage: "was feiern wir an Pfingsten?" Auch da erhalten wir höchst seltsame Antworten, wenn man genügend Leute befragt. Wenn von 100 Leuten 90 richtig antworten, kann ich mir als Fernsehjournalist jene fünf aus den restlichen 10 heraus picken, die am weitesten daneben gelegen waren, und so die Meldung über die Flimmerkiste jagen, dass 85% der Deutschen keine Ahnung von kirchlichen Festen hätten und deshalb der Pfingstmontag als Feiertag abgeschafft werden sollte. Und genauso sieht es natürlich mit der Veröffentlichung der allmonatlichen Arbeitslosenquote aus, welche natürlich noch durch entsprechende thematischen Beiträge untermauert werden. Dass diese jenseits von Gut und böse sind, ist vielen klar, aber sehr viele glauben das was dort in den Medien und Zeitungen publiziert wird - unvoreingenommen. Hinterfragen? Wozu? |
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| | #12 |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer/in Registriert seit: 19.04.2008 Ort: Lübeck
Beiträge: 1.051
| Hey B.Trueger, echt Klasse dein Beitrag, ohne Sche....
__________________ Einen ratlosen Gruß aus dem "kühlen" Norden... ![]() "Eigentlich bin ich ganz anders, ich komm´nur viel zu selten dazu..." |
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| | #13 | |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer/in Registriert seit: 25.04.2007 Ort: Pianosa
Beiträge: 273
| Zitat:
Auch das vor einigen Jahren mit viel "Getöse" ins Leben gerufene Medienspektakel "Du bist Deutschland", erfährt in seinem Forum eine Form der offenen Kritik, dass es sicher eine Frage der Zeit ist, das die Familie Mohn dies noch geschehen lässt. Insoweit sind die Gesetzesvorstöße unserer beiden gleichgeschalteten Minister... Justiz und Inneres, eine Gedankenpolizei zu schaffen äußerst bedenklich. Grüße vom Papa Bär
__________________ Friede den Hütten! Krieg den Palästen! Georg Büchner, Hessischer Landbote 1834 | |
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| | #14 |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer/in Registriert seit: 23.05.2006 Ort: Erfurt/Thüringen
Beiträge: 1.559
| "Was ich selber denk und zu, trau ich immer anderen zu!" Aber sich über die Zensur in China und der DDR aufregen und selbst ist die Glotze und die Presse doch die größte Propaganda- und Lügenmaschine der Damen & Herren in Berlin!
__________________ Mein Entschluss steht fest, ich ziehe mich definitiv aus dem Forum zurück! So ein gegenseitiges anscheißen geht mir auf die Ketten! An die, mit denen ich in Verbindung stehe, alles nur noch per PN! -------- Ich bin nicht arbeitslos, ich kämpfe jeden Tag, 24 Std. ums Überleben! Beruf:Um die Rente betrogener Rentner |
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| | #15 | |
| Benutzer Forumnutzer/in Registriert seit: 17.04.2008 Ort: Kreis Heinsberg
Beiträge: 39
| Zitat:
Das läßt doch den Eindruck entstehen, dass hier mit Absicht Diskussionen in die Wüste geleitet werden, damit die schöne und saubere Fassade nach Außen hin weiterhin als gepflegt erscheint. Inwiefern das von den Machern dieses Forums möglich ist, kann ich nicht beurteilen. Doch denke ich, dass die entsprechenden Administratoren auch in der Lage sind, Beiträge zu löschen und nur einen kleinen Teil Kritik übriglassen. Was dann nach außen wieder so aussehen würde, als ob die Kritiker der Kampagne nur recht wenige sind. Auch eine Möglichkeit der Manipulation - und eine sehr erfolgreiche dazu. Wenn man dann noch bedenkt, dass die angeschlossenen Firmen, Medien und Personen einen Ruf zu verlieren haben..... M.E. ist diese Kampagne eh nur dazu bestimmt, Sch...e zum glänzen zu bringen. Oder hat jemals einer der Verantwortlichen von DBD etwas dagegen unternommen, dass die Regelsätze von Kindern nach der Einführung von H4 reduziert wurden? Also was bringt es, die Front seines Hauses zu renovieren, und den Rest vergammeln zu lassen. Außen Hui - Innen Pfui! Man muss nur "dahinterblicken"! Wenn es soweit kommt, dass wir nirgendwo mehr unsere Meinung frei äußern dürfen, dann ist doch mit einem Schlag unser Grundgesetz ausgehebelt. Das ist nicht nur bedenklich, sondern würde m.E. sofort den letzten Rest Demokratie vernichten. Zumal wir ohnehin nicht sicher sein können, dass wir nicht längst von der "Gedankenpolizei" bespitzelt werden.
__________________ ________________________________________________ Grüße aus dem westlichen Zipfel Deutschlands - BerndH Alle Aussagen meinerseits unterliegen dem Recht der freien Meinungsäußerung und stellen keinerlei Rechtsberatung dar! Es gibt 2 Möglickeiten: Kämpfen oder Aufgeben. Wer aufgibt, hat bereits verloren. Wer Kämpft, hat zumindest die Chance zu gewinnen. | |
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| | #16 | |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer/in Registriert seit: 25.11.2007
Beiträge: 2.578
| Zitat:
Ich hatte damals so richtig das Gefühl, da hat jetzt jemand im Sender eine Order ausgegeben.
__________________ Alle von mir gemachten Aussagen und Antworten auf Fragen entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung. | |
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| | #17 |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer/in Registriert seit: 01.08.2005 Ort: TRIER
Beiträge: 2.566
| Zu der Auflistung des Stellenabbaus von Sybilla auch immer wieder interessant die Rubrik Arbeitsplatzvernichtung in Deutschland von Helmut Kreutzer, wer's noch nicht kennt.
__________________ "Das Wesen des Faschismus ist es, ein System für schützenswerter zu halten als die darin lebenden Menschen." - ADORNO "Inzwischen glaubt er, das Freiheit etwas ist was er nur geträumt hat..." aus: DER INSTINKT |
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| | #18 | |
| Gast
Beiträge: n/a
| Zitat:
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| | #19 | |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer/in Registriert seit: 01.08.2005 Ort: TRIER
Beiträge: 2.566
| Zweifler schrieb: Zitat:
Was für eine Floskel. Vielleicht machen Sie's ja nur ab und zu (zum Beispiel wenn Druck von "Oben" kommt), üblicherweise jedoch nicht, weil das schon ausreicht. sondern der Inhalt wird von verschiedenen Leuten gegengelesen, bevor er veröffentlicht wird. Wenn er überhaupt veröffentlicht wird und nicht neu bearbeitet werden muß. Das war beim "Der Stürmer" bestimmt auch gängige Praxis und sagt wenig über die Glaubwürdigwürdigkeit von Artikeln aus. Wenn du dich hier mal durch verschiedene Threads durchliest, Zweifler, dann wirst du feststellen, dass man hier den etablierten Medien oft wenig Glaubwürdigkeit beimißt. Zu oft sind einfach die MAnipulationen zu erkennen, das fängt bei der Arbeitslosenstatistik an, geht über die Warenkobberechnung denen HartzIV zugrundeliegt, direkt zu den Inflationsdaten (Beispiel: "hedonische Methode der Qualitätsbereinigung") Dazu HIER ein kompletter Thread über die Manipulation der Teuerungsraten zum Beispiel, aus einem ganz anderen Forum, was gleichzeitig aufzeigt, dass die Zweifel an den Medien längst nicht auf dieses Forum bzw. diese soziale Schicht beschränkt sind. Deine Vermutung, das die angesprochenen Medien schon aus den von dir angeführten Gründen glaubwürdig sein müssen, erklärt mir jetzt auch warum ich intuitiv deinen Realitätsanspruch nicht ernst nehme. Kann es sein, das du die Begriffe "Realität" und "Macht" verwechselst ?
__________________ "Das Wesen des Faschismus ist es, ein System für schützenswerter zu halten als die darin lebenden Menschen." - ADORNO "Inzwischen glaubt er, das Freiheit etwas ist was er nur geträumt hat..." aus: DER INSTINKT Geändert von zebulon (03.05.2008 um 19:15 Uhr) | |
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| | #20 |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer/in Registriert seit: 23.05.2006 Ort: Erfurt/Thüringen
Beiträge: 1.559
| "Mir kommen Zweifel, ob da nicht ein Realitätsverlust vorliegt?"
__________________ Mein Entschluss steht fest, ich ziehe mich definitiv aus dem Forum zurück! So ein gegenseitiges anscheißen geht mir auf die Ketten! An die, mit denen ich in Verbindung stehe, alles nur noch per PN! -------- Ich bin nicht arbeitslos, ich kämpfe jeden Tag, 24 Std. ums Überleben! Beruf:Um die Rente betrogener Rentner |
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| | #21 |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer/in Registriert seit: 01.08.2005 Ort: TRIER
Beiträge: 2.566
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__________________ "Das Wesen des Faschismus ist es, ein System für schützenswerter zu halten als die darin lebenden Menschen." - ADORNO "Inzwischen glaubt er, das Freiheit etwas ist was er nur geträumt hat..." aus: DER INSTINKT |
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| | #22 |
| Emailprobleme, Administrator kontaktieren! Registriert seit: 26.09.2006
Beiträge: 309
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Wer den Arsch noch wählt, der muß ja ganz schön mit dem "Hammer behauen" sein. Ueberhaupt, Am Beispiel der "Inselaffen" kann man ja schon sehen wie die Wahlen wahrscheinlich ausgehen werden: Es wird zu einer schallenden Ohrfeige fuer die etablierten werden
__________________ [LEFT][COLOR=Red][B][SIZE=5][SIZE=4][COLOR=SeaGreen]Wer in einer Demokratie schläft, der wacht in einer Diktatur auf![/COLOR][/SIZE] [/SIZE][/B][/COLOR][/LEFT] |
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| | #23 | |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer/in Registriert seit: 19.04.2008
Beiträge: 176
| Zitat:
Dehalb habe ich noch einen kleinen Nachtrag erarbeitet. Schmelzende Mittelschicht - Diätenerhöhung - Kinder in Armut Was kann der aufmerksame Beobachter hinter Schlagzeilen wie: Arbeitsmarkt - Frühling bringt gute Zahlen - Von der Bundesagentur für Arbeit werden heute gute Zahlen erwartet. SPD-Chef Beck und sein Vize Steinmeier streben fürs nächste Jahrzehnt sogar Vollbeschäftigung an finden? Als erster möchte ich einen Blick auf die soziale Lage in Deutschland und vor allem auf den Niedrigstlohnsektor werfen, der die gute Zahlen am Arbeitsmarkt ermöglicht. Neben mehren hunderttausend 1 Euro Jobbern die nicht als arbeitslose in der Statistik erscheinen gibt es 6,5 Millionen Personen im Niedrigstlohnbereich - Jeder Fünfte arbeitet für Niedriglohn vor allem durch die Ausweitung des Niedrigstlohnbereich ist der relativ geringe Abbau der Arbeitslosigkeit( April 2008: Arbeitslose +Ein-Euro-Job = 3.710.431 / 8.027.980 Leistungsberechtige) gelungen. Ist das der Weg in die Vollbeschäftigung oder Weg zur Arbeit in Armut? Ein Blick auf die Fakten und die zukünftige und aktuelle Lage gibt Grund zu wachsender Sorge. Zum Beispiel die anwachsende Zahl von "Tafeln" und Suppenküchen. So beirechtete ARD-exclusiv am Sonntag, 4. Mai 2008, 13.15 Uhr: Die Wiederkehr der Suppenküchen (SR)- Wie die Tafel-Bewegung den Hunger bekämpft und der ZDF Länderspiegel vom 26.04.2008 Rasant steigende Lebensmittelpreise führen zu einen rasanten Anstieg der Bedürftigen, auch in Deutschland schlägt der Kostentsunami der Lebensmittelpreise auf die Ärmsten der Armen durch. Der ZDF - Länderspiegel besuchte eine von über 30 Ausgabestellen der Münchner - Tafeln. Die Ware wird knapp die Supermärkte spenden immer weniger. Die Zulauf von Bedürftigen Menschen steigt ungebremst an. zur Mediathek Laenderspiegel_vom_26.04.2008 (Beitrag 1 und 2) Oder die Krefelder Aktion "Das tägliche Brot" Interview Gunda Hagens und Karl-Heinz Hermanns über die Aktion „Das tägliche Brot“ an St. Dionysius, die im Mai ein Jahr alt wird. Der City-Seelsorger und die Gemeindereferentin bemerken eine wachsende Armut in der Stadt und wollen den Bedürftigen Würde zurückgeben. Das sich diese Entwicklung für die gesellschaftlichen Strukturen sehr nachteilig auswirkt ist eine logische Folge der zunehmende Verarmung breiter Gesellschaftsschichten.Besonders stark betroffen sind die Kinder von Hartz IV Berechtigten. ...Hartz IV - Kinder in Armut - Zu den 28 Prozent der Hilfebedürftigen, die ein Einkommen aus Erwerbstätigkeit mit zusätzlichen Sozialleistungen verbinden, gehören besonders die Familien mit mehreren Kindern. Mittlerweile liegt die Armutsquote der unter 15-Jährigen bei 16,2 Prozent.... Das Problem scheint sich weiter zu verschärfen denn Obdachlosigkeit trifft junge Menschen in Deutschland - Tausende Kinder ohne Heim und Hoffnung lassen nach meiner Einschätzung die angekündigte Vollbeschäftigung als zynisch demagogischen Populismus erscheinen. Faktenlage: Ein Blick auf die Zahl der Hilfebedürftigen nach SGB II lässt die Mär vom Aufschwung am Arbeitsmarkt wie Butter in der Sonne zerfließen. ...insgesamt liegt die Zahl der Hilfebedürftigen in der Bundesrepublik gegenwärtig bei 7,1 Millionen, das sind rund 300 000 weniger als vor einem Jahr, aber ebenfalls etwa 300 000 mehr als noch vor drei Jahren... Ich bin mir sehr gut der Tatsache bewusst dass viele denken "ich bin kein Arbeitsloser - ich bin kein Hartz IV Berechtigter - ich bin davon nicht betroffen - warum sollte ich mich dagegen wehren - warum sollte ich gegen den Mainstream schwimmen - warum sollte ich mich für mehr soziale Gerechtigkeit einätzen - ich bin davon nicht betroffen" Wer so denkt sollte folgendes beachten in Deutschland schmilzt Mittelschicht weg Bis zum Jahr 2020 werden laut einer Studie nicht einmal 50 Prozent der Bevölkerung noch ein Einkommen auf Durchschnittsniveau haben Denn.... ....Nach bereits Anfang des Jahres veröffentlichten Zahlen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) sank der Anteil der Mittelschicht an der Bevölkerung zwischen den Jahren 2000 und 2006 drastisch von 62 auf 54 Prozent. Dies entspricht einem Rückgang von 49 auf 44 Millionen Menschen. Also in der Regel wird die Mehrheit der Arbeitnehmer mit sinkenden Lebensstandard und sinkender Kaufkraft konfrontiert. Es gibt natürlich auch die Ausnahmen von der Regel das sind zum einen die llenkenden Wirtschaftsmanager und die exorbitant hohen Gewinne der Unternehmen und zum anderen die Gruppe der Abgeordneten des Deutschen Bundestag. Geplante Diätenerhöhung: Noch mehr Geld für Abgeordnete - Bekommen sie den Hals nicht voll? Nur sechs Monate nach der letzten Diätenerhöhung planen Union und SPD schon die nächste kräftige Anhebung. versus Laut Caritas sind Hartz IV-Leistungen nicht ausreichend Fazit: Das fabulieren von der Vollbeschäftigung kann meines Erachtens als Wahlkampfgetöse und als positive Reform Propaganda eingeordnet werden. Problematisch wird es wenn ich den Blick auf die Realität der Wirklichkeit lenke viele Menschen in Niedrigstlohnarbeit und Arbeitslosigkeit leben in Armut von dieser Armut sind vor allem Familien und Kinder betroffen aber zunehmend fallen auch immer mehr Senioren in Altersarmut. Deshalb ist ein gesetzlicher Mindestlohn dringend geboten zum einem sichert ein gesetzlicher Mindestlohn die Existenz der Arbeitnehmer und der soziale und kulturelle Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zum anderen schützt ein Mindestlohn vor Altersarmut. Auch das von manchen hochgelobten Konstrukt des ergänzenden ALG II, muss wegen seiner Sinnlosigkeit und unsinnigen Anreizen zur Schaffung von immer mehr Kombi-Lohnarbeitsplätzen. Die mit einer immer höheren finanziellen Belastung der Solidargemeinschaft der Steuerzahler verbunden ist, durch einen gesetzlichen Mindestlohn oberhalb der Grundsicherung in eine Sinnvolle Arbeitsmarktpolitik münden. Nur eine Vollbeschäftigung deren Arbeitsentgelte eine Teilnahme am sozialen und kulturellen Leben zulässt ist eine echte Vollbeschäftigung. Wenn eine "Vollbeschäftigung" auf 1 Euro Jobs und Niedrigstlöhne basiert würde ich von einer simulierten Vollbeschäftigung sprechen. Die simulierte Vollbeschäftigung beinhaltet Armut - Kinderarmut - Altersarmut und sinkenden Lebensstandard für breite gesellschaftliche Schichten und ein abschmelzen der Mittelschicht. Das kann nicht das Ziel einer Politik sein die den Nutzen für die Bevölkerung mehren und Schanden von der Bevölkerung abwenden soll. Der gesetzliche Mindestlohn in Höhe des westeuropäischen Niveau muss gegen die Lobbygruppen aus Wirtschaft und neoliberalen Kreisen politisch durchgesetzt werden, damit Deutschland nicht zum europäischen Armenhaus und seine Bevölkerung nicht in Arbeit in Armut absteigen. | |
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| | #24 | |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer/in Registriert seit: 19.04.2008
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| Mindestlohn, Armutslohn, gar kein Lohn Zitat:
Ich behaupte, nur ein gesetzlicher Mindestlohn auf westeuropäischen Niveau verhindert das viele Arbeitnehmerfamilien und ihre Kinder in der Hartz IV -Armutsfalle gefangen bleiben. Die Förderung der sozialen Gerechtigkeit bleibt die wirkungsvollste Strategie, um Ungleichheiten zwischen sozialen Gruppen zwischen Arm und Reich zwischen "Wohlhabenden und Habenichtsen" zu beseitigen, wie auch um die Sicherheit aller zu erhöhen. Tatsächlich können die Hartz IV Opfer von Not und Verzweiflung, deren Menschenwürde ungestraft und fortdauernd verletzt wird, leicht Beute von radikalen politischen Strömungen werden. | |
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| | #25 | ||||
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer/in Registriert seit: 19.04.2008
Beiträge: 176
| Die gesellschaftliche Last der Arbeitslosigkeit oder wie erstellt man eine positive Statistik? Zitat:
Erstellt von Sybilla am 29.05.08 11 Uhr 00 Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden. Die Wirklichkeit der Realität 1.Entwicklung am Stellenmarkt Arbeitsplatzvernichtung in Deutschland Chiphersteller Qimonda streicht 600 Stellen in Dresden Zitat:
Offizielle ermittelte BA - Zahlen des Arbeitsmarkt – Berichts Mai 2008 diese von vielen Medien ohne Detailbetrachtung verkündet werden. Mai 2008 Im Mai 2008 beträgt die statistisch erfasste Arbeitslosigkeit (mit statistisch erfassten Ein Euro Jobs) 3.591.171 Personen Bestehend aus (3.283.279 Arbeitslose (Seite 45 BA Bericht Mai 08) + * 307.892 Ein Euro Jobs ( BA Bericht Mai 2008 Seite 69)*3) Es ist von einer deutlichen Untererfassung auszugehen, da nur die Informationen darstellbar sind, deren Daten individuell teilnahmebezogen im operativen Verfahren der BA erfasst sind oder von zkT über XSozial übermittelt werden (z. B. haben für 2007 nur ca. 31% der ARGEn Daten zum Einsatz der flankierenden Leistungen erfasst). Die Zahl der Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumenten (Seite 69 BA – Bericht 5/08) Im Monat Mai stieg die Zahl der in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme auf 1,55 Millionen Personen an. Mit wachsenden Befremden nehme ich zur Kenntnis das viele Medien der Versuchung nicht widerstehen und die niedrigsten Arbeitslosenzahlen seit x Jahren oder gar seit Frau Merkels Geburt verkünden. (Dabei werden völlig unterschiedliche Statistiken verglichen – so gab es vor 15 Jahren kein Saisonkurzarbeitergeld keine Ein Euro Jobs und die Arbeitslosenhilfe hatte eine komplett andere Grundlage von Bedürftigkeit als das Arbeitslosengeld II. Die Darstellung eines Vergleich der Arbeitslosenzahlen vor 2005, also vor der Neudefinition der Arbeitslosigkeit, durch das SGB II ab 2005 ansetzt, ist meines Erachtens unsachgemäß. Die Daten zu den Arbeitslosenzahlen werden seit der Reform des SGB II in den BA Berichten verkürzt wiedergegeben und von der Politik und vielen Medien einseitig tendenziös interpretiert. Die Frage ist; finanziert die Wirtschaft den *Aufschwung* am Arbeitsmarkt mit existenzsichernden Arbeitsplätzen oder wird der *Aufschwung* am Arbeitsmarkt durch Arbeitsplätze mit ergänzendem ALG II durch Steuern finanziert? Viele Medien suggerieren mit multimedialen "Jubelmeldungen“ einen Erfolg der Reformen am Arbeitsmarkt. Entgegen der guten Nachricht vom sinken der Arbeitslosigkeit steht die schlechte Nachricht von wachsender Armut der Erwerbstätigen im Niedrigstlohnbereich und wachsende Kinderarmut. Ja die statistisch erfasste Arbeitslosigkeit sinkt die Massenarmut steigt, ich denke dass eine Vollbeschäftigung aufgrund von Ein Euro Jobs und Niedrigstlohnjobs in Massenarmut mittelfristig erreichbar ist. http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/ser...nat/200805.pdf Knapp die Hälfte aller Leistungsbezieher nicht als arbeitslos registriert Zitat:
BA Bericht Mai 2008 Seite 21 Bedarfsgemeinschaften 3.644.000 hilfebedürftige Personen 7.054.000 davon: erwerbsfähige Hilfebedürftige (eHb) 5.125.000 nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige (nEf) 1.928.000 SGB II-Quote 10,7 eHb-Quote 9,4 Die Zahl der Leistungsberechtigten *vorläufige Werte des BA Berichts Mai Seite 46 *Die Zahl der ALG I Leistungsberechtigten beträgt im Mai 2008 _835.491 *Die Zahl der ALG II Leistungsberechtigten beträgt im Mai 2008 _5.125.454 *Die Zahl, der Sozialgeld Leistungsberechtigten beträgt im Mai 2008 _ 1.928.349 = * 7.889.294 Leistungsberechtigte Mai 2008 *Vorläufig und hochgerechnet, endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit von drei Monaten fest. Sozialhilfeempfänger (Netto-)Arbeitskräftepotenzial Dezember 2004 Statistisches Bundesamt - Ergebnisse der Sozialhilfe und Asylbewerberleistungsstatistik 2004 Das Problem der Massenarbeitslosigkeit wird mit dem Problem der Massenarmut ergänzt. Aufstocker: IAB-STUDIE Zitat:
Bestand alle Stellen (Seite 10 BA Bericht 5/08 ) Bestand alle Stellen 579.000 darunter: Vakanzen 515.000 ungeförderte Stellen 402.000 darunter: Vakanzen 353.000 ungeförderte sozialversicherungspflichtige Stellen1) 367.000 darunter: Vakanzen 323.000 Der BA sind neben den gemeldeten offenen Stellen noch zusätzliche Stellen, unter anderem gemeldet aus der privaten Arbeitsvermittlung sowie aus ihrer Job-Börse und dem Job-Roboter bekannt. Viele dieser Stellen sind aber Datendopplungen ein freier Arbeitsplatz, vermehrt sich nicht zu fünf freien Arbeitsplätzen, nur weil er in fünf Stellenbörsen zu finden ist. Zudem werden bereits besetzte Stellen von vielen Jobbörsen erst nach Wochen aus dem Angebot genommen. --------------------------------- Quellen der Zahlen: BA – Monatsberichte Monatsberichte http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/ser...nat/200805.pdf Erstellt von Sybilla am 29.05.08 11 Uhr 00 Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden. | ||||
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| | #26 |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer/in Registriert seit: 25.11.2007
Beiträge: 2.578
| Hier noch ein Link zu den Statistiken der BA: Statistik der BA Interessant auch die Kreisdaten, wenn man sich mal über den heimischen Arbeitsmarkt informieren will.
__________________ Alle von mir gemachten Aussagen und Antworten auf Fragen entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung. |
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| | #27 |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer/in Registriert seit: 19.04.2008
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| Kurzfassung Arbeitsmarktanalyse Mit Blick auf den deutschen Arbeitsmarkt schlittert Deutschland - wie ich denke - nicht nur wegen der globalen Finanzkrise sondern auch aufgrund der gescheiterten Agenda 2010 Politik nicht nur in Rezession sondern in eine gefährliche wirtschaftliche Depression. Arbeitsmarkt Januar 2009: Der BA Monatsbericht berichtet von einem unerwartet hohen Anstieg der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit im Januar 09. Laut BA Bericht wurden im Januar 09 (Seite 47) 3.488.805 Personen von der BA – Statistik als arbeitslos erfasst. 7.702.072 Leistungsempfänger von ALG I, ALG II und Sozialgeld BA Bericht Januar 2009 Seite 47. (Details weiter unten) wirtschaftlich bedingte Kurzarbeit § 170 / § 175 im Dezember 08 waren 402.285 Personen von Kurzarbeit betroffen. Für Januar 2009 stehen im BA Bericht keine aktuellen Zahlen zur Verfügung. (BA Bericht Januar 2009 Tabelle 06a: Anzeigen über Kurzarbeit und Anzahl betroffener Personen Seite 53) Außer den Leistungsempfängern gab es im September (nachfolgende Monatszahlen liegen noch nicht vor) 404.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat September 08 keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen. (BA Bericht Januar 2009 Seite 18) Mit Beginn des Jahres 2009 ist eine weitere Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente, das „Gesetz zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente“, in Kraft getreten. Die statistische Auswertbarkeit der neuen und neu zugeschnittenen Instrumente wird im Laufe des Jahres 2009 hergestellt werden. Im Monat Januar befanden sich 1,54 Millionen Personen in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. (Seite 26 BA Bericht Januar 2009) Ich sehe neben der globalen Finanzkrise die Agenda 2010 Politik als eine der Ursachen für die Wirtschafts – und Arbeitsmarktkrise. Details finden Sie bei Der Traum ist aus - statistisch erfasste Arbeitslosigkeit steigt dramatisch an! Geändert von Sybilla (29.01.2009 um 14:18 Uhr) |
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| | #28 | |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer/in Registriert seit: 01.08.2005 Ort: TRIER
Beiträge: 2.566
| Zitat:
__________________ "Das Wesen des Faschismus ist es, ein System für schützenswerter zu halten als die darin lebenden Menschen." - ADORNO "Inzwischen glaubt er, das Freiheit etwas ist was er nur geträumt hat..." aus: DER INSTINKT | |
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| | #29 | |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer/in Registriert seit: 19.07.2005
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| Zitat:
In diesem Zusammenhang ist erwähnenswert, dass die Merkel-Scholz-Connection im Dezember die Kurzarbeit von sechs Monaten Gesamtdauer auf 18 Monate verlängert hat. OT Scholz: "Die Arbeitslosenversicherung hat genug Reserven." Ausgerechnet die Welt berichtet darüber. Muss also schon sehr ernst sein. | |
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| | #30 | |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer/in Registriert seit: 19.07.2005
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| Hi Zebulon, Du vermutest richtig: Zitat:
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| | #31 | ||||
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer/in Registriert seit: 19.04.2008
Beiträge: 176
| Arbeitsmarkt Februar 2009: Der BA Monatsbericht berichtet von einem unerwartet hohen Anstieg der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit im Februar 09. Laut BA Bericht wurden im Februar 09 (Seite 46) 3.551.926 Personen von der BA – Statistik als arbeitslos erfasst. (November 2008 2.988.444 Personen) 7.882.627 Leistungsempfänger von ALG I, ALG II und Sozialgeld BA Bericht Februar 2009 Seite 46. Das ist ein Anstieg von 180.555 Personen zum Vormonat( Details weiter unten) Im Vergleich zu November 08 im Vergleich der vorläufige Zahlen, einen Anstieg um 483.316 Leistungsempfänger. Leistungsempfänger November 08 (BA Bericht November 7.399.311 Leistungsberechtigte im BA Bericht Februar 09 auf 7.542.787 Leistungsberechtigte korrigiert) Außer den Leistungsempfängern gab es im Oktober (nachfolgende Monatszahlen liegen noch nicht vor) noch 401.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen. Von allen Arbeitslosen erhielten 87 Prozent Leistungen. (BA Bericht Februar 2009 Seite 18) Mit Beginn des Jahres 2009 ist eine weitere Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente, das „Gesetz zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente“, in Kraft getreten. Die statistische Auswertbarkeit der neuen und neu zugeschnittenen Instrumente wird im Laufe des Jahres 2009 hergestellt werden. Im Monat Februar befanden sich 1,55 Mio Personenin einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. (Seite 25 BA Bericht Januar 2009) Scholz greift in die Trickkiste der Statistik Ich sehe neben der globalen Finanzkrise die Agenda 2010 Politik als eine der Ursachen für die sich verschärfende Arbeitsmarktkrise. ---------------------------------------------------------------- Bundessozialgericht: Hartz IV ist verfassungswidrig. Arbeit zum Dumpinglohn sittenwidrig. (Neue Studie - Zahl der Hartz-IV-Aufstocker gestiegen) Gestiegene Vermögensungleichheit in Deutschland - DIW Wochenbericht 4/2009 (PDF) Enthüllungsbuch über Leben mit Hartz IV - Mit Lizenz zur Ausbeutung In der ARD-Undercover-Reportage „Arm durch Arbeit“ hat sich Markus Breitscheidel ein Jahr lang durch das Dickicht der Leiharbeitsfirmen geschlagen. Und dabei Erfahrungen gemacht, die ihn als Menschen verändert haben. Growing Unequal? : Income Distribution and Poverty in OECD Countries Summary in German - Mehr Ungleichheit trotz Wachstum? Einkommensverteilung und Armut in OECD-Ländern Zusammenfassung in Deutsch 9 Seiten Alexander Engels zu einem neuerlichen Hartz-IV-Problem-Fall - Geldabhängig - Die Tücken der Hartz-IV-Gesetze treten immer in Einzelfällen hervor. Das zeigt sich nun am Beispiel von Marion Kuhnert. Ihre Tochter erhält Bafög, um sich im Studentenleben über Wasser zu halten, und in der Folge verliert die Mutter ihre Wohnung.... Viele Kinder können sich das Schulessen nicht leisten Schüler aus ärmeren Familien haben oft zu wenig Geld für die gemeinsame Mahlzeit. "Ich weiß, dass Kinder gerne hier essen würden, es sich aber nicht leisten können und anderen Kindern während der Mahlzeit über die Schulter gucken" Studie - Kein warmes Essen bei Hartz IV Bei genauer Betrachtung vertieft sich die Vermutung und das Gefühl das die Reformen am Arbeitsmarkt das entstehen der Niedriglohnsektoren, Praktika, 1 Euro Jobs, Bürgerarbeit sowie die Schaffung prekärer Arbeitsverhältnisse und Working Poor die Ursachen der aktuellen Finanz – Wirtschaftskrise ubd Arbeitsmarktkrise sind. Autos kaufen keine Autos und vielen Verbrauchern fehlt das Geld, weil sie im Niedriglohnsektor beschäftigt sind oder ALG II als Grundsicherung beziehen. Warum wurde die Entstehung von prekären Arbeitsverhältnissen – 1 Euro Jobs die Beschäftigung in Bürgerarbeit und als Pflegeassident/in, multimedial im Gleichklang der meisten Medien bejubelt, wobei jede kritische Betrachtung der steigenden Armut (1 Millionen Tafelbedürftige in 2008 – siehe unten) ohne nennenswerte Beachtung blieb? Ich fürchte, weil die Last/Kosten der Arbeitslosigkeit solidarisch alle Arbeitnehmer und Arbeitgeber tragen müssen, die Last der Armut im Niedrigstlohnbereich die Einzelnen ganz alleine. Was heißt würdige Arbeit? Ich sage unwürdig ist, wenn Personen die Vollzeit arbeiten sich von ihrem Lohn weder ausreichend Brot noch ausreichend Kuchen kaufen können. Das heißt, wenn diese Personen kein Brot haben, können diese Personen auch keinen Kuchen essen, sondern sie sind auf steuerfinanziertes ALG II angewiesen dass sie nur nach einer Offenlegung ihrer intimsten partnerschaftlichen Verhältnisse und einer akribischen und für viele sehr peinlichen Bedürftigkeitsprüfung beanspruchen dürfen. Dass ist nach meinem Verständnis mehr als unwürdig. Vor allem stellt sich die Frage woher leiten Unternehmen die Arbeitnehmer mit Anspruch auf steuerfinanziertes ALG II beschäftigen denn Anspruch ab, dass die Solidargemeinschaft der Steuerzahler und nicht die Arbeitgeber den Lohn der von ihnen Beschäftigten Arbeitnehmer bis zur Grundsicherung aufstockt ? Analyse des BA Berichts Februar 2009: Erstellt von Sybilla am 26.02.09 12 Uhr 00 Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden. Entwicklung der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit Offizielle ermittelte BA - Zahlen des Arbeitsmarkt – Bericht Februar 2009 LEISTUNGSEMPFÄNGER 2) BA Bericht Februar 2009 Seite 46 LEISTUNGSEMPFÄNGER - Arbeitslosengeld 1.231.740 * das sind 115.069 mehr als im Januar 09 - erwerbsfähige Hilfebedürftige (Alg II) 4.845.599 * das sind 57.547 mehr als im Januar 09 - nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige (Sozialgeld) 1.805.288* das sind 7.939 mehr als im Januar 09 *Vorläufig und hochgerechnet, endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit von drei Monaten fest. * 7.882.627 Leistungsempfänger das sind 180.555 mehr als im Januar 09 + xxx Personen in Kurzarbeit (letzte Zahl Dezember 08 (270.472 Personen Seite 51 BA Bericht Febraur 2009) + xxx Arbeitslose, die im Berichtsmonat, letzte Zahl Oktober 08 (401.000 Personen) keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen. + Kinder von ALG II Leistungsbeziehern im Leistungsbezug des Kinderzuschlags. Kinderzuschlag - Der Kinderzuschlag wird Eltern gewährt, die zwar ihren eigenen Bedarf durch Erwerbseinkommen bestreiten können, aber nicht über ausreichend finanzielle Mittel verfügen, um den Bedarf ihrer Kinder zu decken. Eltern mit geringem Einkommen haben Anspruch auf Kinderzuschlag von bis zu 140 Euro monatlich. Integrierte Auswertungen zu Leistungsbezug und Arbeitslosigkeit können erst nach einer Wartezeit von drei Monaten vorgenommen werden. (BA Bericht Februar 2009 Seite 18 ) „Im Oktober 2008 waren von 5.547.000 Leistungsempfängern 2.596.000 oder 47 Prozent in der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung für Arbeitsuchende arbeitslos gemeldet. 2.951.000 Personen oder 53 Prozent bekamen Leistungen, ohne arbeitslos zu sein.“ Zitat:
Pressemitteilung Nr.460 vom 02.12.2008 Sozialhilfe 2007: 1,1 Millionen Menschen erhielten besondere Leistungen Im Monat Februar 09 befanden sich 1,55 Millionen Personen in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. (Januar 09 1,54 Millionen) (Dezember 1,64 Millionen) ( November 1,62 Millionen) (Oktober 1,57 Millionen) (September 1,51 Millionen) in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. Ein Blick auf die Graphiken VI. Arbeitsmarkt Gesamtübersicht Seite 44 BA Bericht Februar 09 zeigt ganz deutlich das die Zahl der Bevölkerung zwischen 15 und unter 65 Jahren erheblich abgesunken ist. Das bedingt auch einen Rückgang der Arbeitslosigkeit. Verlässliche Aussagen zu 1 Euro Arbeitsgelegenheiten und arbeitsmarktpolitische Instrumente sind aufgrund einer erheblichen Unterfassung der Daten und Änderungen der Datenerfassung und gesetzlichen Bestimmungen nicht möglich. Fußnoten BA Bericht Februar 2009 Seite 73 3) Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben für 2008 [Datenstand Dez. 2008] nur ca. 72 % der Träger Daten zum Einsatz der flankierenden Leistungen erfasst. 6) Im November 2008 erfolgte eine Umstellung der seit November 2005 über XSozial-BA-SGB II gelieferten Förderdaten auf einen neuen Softwarestand. Daher können Differenzen zu den bereits veröffentlichten Daten auftreten. 7) Zum 01.01.2009 eingeführt mit dem Gesetz zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente vom 21.Dezember 2008. Statistische Daten liegen noch nicht vor. Leider gibt es keine statistischen Zahlen wie viele Personen in kommunalen Projekten, die ich als „Bürgerarbeit“ bezeichne, beschäftigt werden. Diese Projekte und Personen verbergen sich vielfach in der statistischen Untererfassung der Arbeitslosigkeit. Entwicklung am Stellenmarkt Bestand - BA Bericht Februar 2009 Seite 10 Bestand alle Stellen 506.000 darunter: Vakanzen 435.000 ungeförderte Stellen 319.000 darunter: Vakanzen 265.000 ungeförderte "normale" Stellen1) 291.000 darunter: Vakanzen 241.000 Quelle: http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/ser...nat/200902.pdf 2009: Februar 506.000 (Februar 2008 565.000) Januar 485.000 (Januar 2008 528.000) 2008: Dezember 568.500 (Dezember 2007 (545.600) November 539.000 (November 2007 577.000 ) Oktober 571.000 (Oktober 2007 608. 500) September 585.000 (September 2007) 629.100 August 586.000 (August 2007 647.500) Juli 588.000 Juni 596.000 Mai 579.000 April 592.000 März 588.000 Februar 565.000 Januar 528.000 2007: Dezember 545.600 Natürlich ergibt sich unter Einbeziehung aller Jobangebote aller Jobbörsen eine höhere Zahl an offenen Stellen, allerdings gibt es den nicht unerheblichen Effekt der Doppelung ( 1 freier Arbeitsplatz wird in mehren Jobstellen ausgeschrieben. Deshalb denke ich das die Zahl der offenen ungeförderten sozialversicherungspflichtigen Stellen näher bei 150.000 als erheblich höher liegt. Ein Vergleich der Zahl der Arbeitslosen mit Statistiken vor 2005 ist äußerst schwierig – so gab es vor Januar 2005 keine „Bürgerarbeit“ keine Ein Euro Jobs und die Arbeitslosenhilfe hatte eine komplett andere Grundlage von Bedürftigkeit als das Arbeitslosengeld II. Die Darstellung eines Vergleich der Arbeitslosenzahlen vor 2005, also vor der Neudefinition der Arbeitslosigkeit, durch das SGB II ab 2005 ansetzt, ist deshalb meines Erachtens unsachgemäß. Die Daten zu den Arbeitslosenzahlen werden seit der Reform des SGB II in den BA Berichten verkürzt wiedergegeben und von der Politik und vielen Medien einseitig tendenziös interpretiert. Knapp die Hälfte aller Leistungsbezieher nicht als arbeitslos registriert Zitat:
- Genration Praktikum - 1 Euro Jobs - Bürgerarbeit - Pflegassitenten/Pfleghelfer - Jobs mit ergänzenden ALG II Zitat:
Hartz IV: Trauriger Rekord bei den Tafeln - Die Tafeln vermuten einen traurigen Rekord: Bis Ende des Jahres werden rund eine Million Menschen die Tafeln besucht haben. 3. Armutsbericht vom 19. Mai 2008 (415 Seiten - 1,53 MB pdf.datei) Zitat:
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| | #32 |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer/in Registriert seit: 11.10.2007
Beiträge: 345
| Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast! |
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| | #33 |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer/in Registriert seit: 13.12.2007
Beiträge: 9.038
| Kommentar: Nürnberger Märchenstunde Die „Bundesagentur für Arbeit“ erzählt wieder eine schöne Geschichte vom Pferd Von Manuela Fresnick Einmal im Monat hat der normale Bundesbürger etwas zu lachen. Dann tritt in Nürnberg der Chef der „Bundesagentur für Arbeit“, Frank-Jürgen Weise,gern auch assistiert von Bundesminister Olaf Scholz, vor die Presse und erzählt den Medienvertretern eine schöne Geschichte vom Pferd. Er gibt die Lage auf dem Arbeitsmarkt bekannt. Man kann zufrieden sein: Die Lage ist gut -jedenfalls besser als erwartet,was immer das heißt. Weiterlesen ... Mario Nette |
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| Erfahrener Benutzer Forumnutzer/in Registriert seit: 19.07.2005
Beiträge: 1.035
| Kleine Ergänzung: Zitat:
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| Erfahrener Benutzer Forumnutzer/in Registriert seit: 19.04.2008
Beiträge: 176
| Arbeitsmarkt März 2009: Arbeitslose: Der BA Monatsbericht berichtet von einem ungewöhnlichem Anstieg der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit vom Monat Februar zu März 09. Im Vorjahr sank die Zahl der Arbeitslosen von Februar zu März um -110.007 (BA Bericht März 09 Seite 56 Laut BA Bericht wurden im März 09 (Seite 48) 3.585.811 Personen von der BA – Statistik als arbeitslos erfasst. Das waren 33.885 mehr als im Februar 09 und 78.375 als im März 2008 gegenüber November 2008 2.988.444 Personen ist das ein Anstieg von -597.367 Personen in nur 4 Monaten. Leistungsempfänger: (ALG I; ALG II; Sozialgeld) 7.918.642 Leistungsempfänger von ALG I, ALG II und Sozialgeld BA Bericht März 2009 Seite 48. Das ist ein Anstieg von 40.558 Personen zum Vormonat. Im Vergleich zu November 08 im Vergleich der vorläufige Zahlen, einen Anstieg um -519.331 Leistungsempfänger. (BA Bericht November 7.399.311 Leistungsberechtigte im BA Bericht März 09 auf 7.542.787 Leistungsberechtigte korrigiert) Außer den Leistungsempfängern gab es im November noch 383.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen. Von allen Arbeitslosen erhielten 87 Prozent Leistungen (siehe Abbildung 11: Arbeitslosigkeit und Leistungsbezug). (BA Bericht März 2009 Seite 18) Kurzarbeit: Schlimmeres verhindert im Augenblick noch die Kurzarbeit, sagte Frank-Jürgen Weise, Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA). Nach vorläufigen Berechnungen der BA waren davon zwischen Januar und März bis zu 1,7 Millionen Menschen betroffen. Arbeitsmarktpolitische Instrumente Mit Beginn des Jahres 2009 ist eine weitere Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente, das „Gesetz zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente“, in Kraft getreten. Im Monat März befanden sich 1,58 Millionen Personen ( + 30.000 zum Vormonat Februar) in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. (Seite 6 BA Bericht März 2009) ---------------------------------------------------------------- Bundessozialgericht: Hartz IV ist verfassungswidrig. Arbeit zum Dumpinglohn sittenwidrig. (Neue Studie - Zahl der Hartz-IV-Aufstocker gestiegen) Gestiegene Vermögensungleichheit in Deutschland - DIW Wochenbericht 4/2009 (PDF) Enthüllungsbuch über Leben mit Hartz IV - Mit Lizenz zur Ausbeutung In der ARD-Undercover-Reportage „Arm durch Arbeit“ hat sich Markus Breitscheidel ein Jahr lang durch das Dickicht der Leiharbeitsfirmen geschlagen. Und dabei Erfahrungen gemacht, die ihn als Menschen verändert haben. Growing Unequal? : Income Distribution and Poverty in OECD Countries Summary in German - Mehr Ungleichheit trotz Wachstum? Einkommensverteilung und Armut in OECD-Ländern Zusammenfassung in Deutsch 9 Seiten Alexander Engels zu einem neuerlichen Hartz-IV-Problem-Fall - Geldabhängig - Die Tücken der Hartz-IV-Gesetze treten immer in Einzelfällen hervor. Das zeigt sich nun am Beispiel von Marion Kuhnert. Ihre Tochter erhält Bafög, um sich im Studentenleben über Wasser zu halten, und in der Folge verliert die Mutter ihre Wohnung.... Viele Kinder können sich das Schulessen nicht leisten Schüler aus ärmeren Familien haben oft zu wenig Geld für die gemeinsame Mahlzeit. "Ich weiß, dass Kinder gerne hier essen würden, es sich aber nicht leisten können und anderen Kindern während der Mahlzeit über die Schulter gucken" Studie - Kein warmes Essen bei Hartz IV Bei genauer Betrachtung vertieft sich die Vermutung und das Gefühl, das die Reformen am Arbeitsmarkt das Entstehen der Niedriglohnsektoren, Praktika, 1 Euro Jobs, Bürgerarbeit sowie die Schaffung prekärer Arbeitsverhältnisse und Working Poor die Ursachen der aktuellen Finanz – Wirtschaftskrise ubd Arbeitsmarktkrise sind. Warum wurde die Entstehung von prekären Arbeitsverhältnissen – 1 Euro Jobs die Beschäftigung in Bürgerarbeit und als Pflegeassident/in, multimedial im Gleichklang der meisten Medien bejubelt, wobei jede kritische Betrachtung der steigenden Armut (1 Millionen Tafelbedürftige in 2008 – siehe unten) ohne nennenswerte Beachtung blieb? Ich fürchte, weil die Last/Kosten der Arbeitslosigkeit solidarisch alle Arbeitnehmer und Arbeitgeber tragen müssen, die Last der Armut im Niedrigstlohnbereich die Einzelnen ganz alleine. Was heißt würdige Arbeit? Ich sage unwürdig ist, wenn Personen die Vollzeit arbeiten sich von ihrem Lohn weder ausreichend Brot noch ausreichend Kuchen kaufen können. Das heißt, wenn diese Personen kein Brot haben, können diese Personen auch keinen Kuchen essen, sondern sie sind auf steuerfinanziertes ALG II angewiesen dass sie nur nach einer Offenlegung ihrer intimsten partnerschaftlichen Verhältnisse und einer akribischen und für viele sehr peinlichen Bedürftigkeitsprüfung beanspruchen dürfen. Dass ist nach meinem Verständnis mehr als unwürdig. Vor allem stellt sich die Frage woher leiten Unternehmen die Arbeitnehmer mit Anspruch auf steuerfinanziertes ALG II beschäftigen denn Anspruch ab, dass die Solidargemeinschaft der Steuerzahler und nicht die Arbeitgeber den Lohn der von ihnen Beschäftigten Arbeitnehmer bis zur Grundsicherung aufstockt ? Analyse des BA Berichts März 2009: Erstellt von Sybilla am 31.03.09 10 Uhr 00 Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden. Entwicklung der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit Offizielle ermittelte BA - Zahlen des Arbeitsmarkt – Bericht März 2009 LEISTUNGSEMPFÄNGER 2) BA Bericht März 2009 Seite 46 LEISTUNGSEMPFÄNGER - Arbeitslosengeld I 1.230.951* Personen - erwerbsfähige Hilfebedürftige (Alg II) 4.878.138* - nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige (Sozialgeld) 1.809.553* *Vorläufig und hochgerechnet, endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit von drei Monaten fest. * 7.918.642 Leistungsempfänger + xxx Personen in Kurzarbeit (letzte Zahl Dezember 08 (270.472 Personen Seite 53 BA Bericht März 2009) Schlimmeres verhindert im Augenblick noch die Kurzarbeit, sagte Frank-Jürgen Weise, Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA). Nach vorläufigen Berechnungen der BA waren davon zwischen Januar und März bis zu 1,7 Millionen Menschen betroffen. + xxx Arbeitslose, die im Berichtsmonat, letzte Zahl November 08 (383.000) keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen. + Kinder von ALG II Leistungsbeziehern im Leistungsbezug des Kinderzuschlags. Kinderzuschlag - Der Kinderzuschlag wird Eltern gewährt, die zwar ihren eigenen Bedarf durch Erwerbseinkommen bestreiten können, aber nicht über ausreichend finanzielle Mittel verfügen, um den Bedarf ihrer Kinder zu decken. Eltern mit geringem Einkommen haben Anspruch auf Kinderzuschlag von bis zu 140 Euro monatlich. Integrierte Auswertungen zu Leistungsbezug und Arbeitslosigkeit können erst nach einer Wartezeit von drei Monaten vorgenommen werden und liegen aktuell für den November 2008 vor. Danach waren von 5.509.000 Leistungsempfängern 2.605.000 oder 47 Prozent in der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung für Arbeitsuchende arbeitslos gemeldet. 2.903.000 Personen oder 53 Prozent bekamen Leistungen, ohne arbeitslos zu sein. (BA Bericht März 2009 Seite 18 ) Zitat:
Pressemitteilung Nr.460 vom 02.12.2008 Sozialhilfe 2007: 1,1 Millionen Menschen erhielten besondere Leistungen Im Monat März 09 befanden sich 1,58 Millionen Personen in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. (Februar 09 1,55 Millionen) (Januar 09 1,54 Millionen) (Dezember 1,64 Millionen) ( November 1,62 Millionen) (Oktober 1,57 Millionen) (September 1,51 Millionen) in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme.[/b] Ein Blick auf die Graphiken VI. Arbeitsmarkt Gesamtübersicht Seite 46 BA Bericht März 09 zeigt ganz deutlich das die Zahl der Bevölkerung zwischen 15 und unter 65 Jahren erheblich abgesunken ist. Das bedingt auch einen Rückgang der Arbeitslosigkeit. Verlässliche Aussagen zu 1 Euro Arbeitsgelegenheiten und arbeitsmarktpolitische Instrumente sind aufgrund einer erheblichen Unterfassung der Daten und Änderungen der Datenerfassung und gesetzlichen Bestimmungen nicht möglich. Fußnoten BA Bericht März 2009 Seite 73 3) Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben für 2008 [Datenstand Dez. 2008] nur ca. 72 % der Träger Daten zum Einsatz der flankierenden Leistungen erfasst. 6) Im November 2008 erfolgte eine Umstellung der seit November 2005 über XSozial-BA-SGB II gelieferten Förderdaten auf einen neuen Softwarestand. Daher können Differenzen zu den bereits veröffentlichten Daten auftreten. 7) Zum 01.01.2009 eingeführt mit dem Gesetz zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente vom 21.Dezember 2008. Statistische Daten liegen noch nicht vor. Leider gibt es keine statistischen Zahlen wie viele Personen in kommunalen Projekten, die ich als „Bürgerarbeit“ bezeichne, beschäftigt werden. Diese Projekte und Personen verbergen sich vielfach in der statistischen Untererfassung der Arbeitslosigkeit. Entwicklung am Stellenmarkt Bestand - BA Bericht März 2009 Seite 11 alle Stellen 507.000 darunter: Vakanzen 437.000 ungeförderte Stellen 318.000 darunter: Vakanzen 264.000 ungeförderte "normale" Stellen1) 292.000 darunter: Vakanzen 241.00 Quelle: http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/ser...nat/200903.pdf 2009: März 507.000 (März 2008 588.000) Februar 506.000 (Februar 2008 565.000) Januar 485.000 (Januar 2008 528.000) 2008: Dezember 568.500 (Dezember 2007 (545.600) November 539.000 (November 2007 577.000 ) Oktober 571.000 (Oktober 2007 608. 500) September 585.000 (September 2007) 629.100 August 586.000 (August 2007 647.500) Juli 588.000 Juni 596.000 Mai 579.000 April 592.000 März 588.000 Februar 565.000 Januar 528.000 2007: Dezember 545.600 Natürlich ergibt sich unter Einbeziehung aller Jobangebote aller Jobbörsen eine höhere Zahl an offenen Stellen, allerdings gibt es den nicht unerheblichen Effekt der Doppelung ( 1 freier Arbeitsplatz wird in mehren Jobstellen ausgeschrieben. Deshalb denke ich das die Zahl der offenen ungeförderten sozialversicherungspflichtigen Stellen näher bei 150.000 als erheblich höher liegt. Ein Vergleich der Zahl der Arbeitslosen mit Statistiken vor 2005 ist äußerst schwierig – so gab es vor Januar 2005 keine „Bürgerarbeit“ keine Ein Euro Jobs und die Arbeitslosenhilfe hatte eine komplett andere Grundlage von Bedürftigkeit als das Arbeitslosengeld II. Die Darstellung eines Vergleich der Arbeitslosenzahlen vor 2005, also vor der Neudefinition der Arbeitslosigkeit, durch das SGB II ab 2005 ansetzt, ist deshalb meines Erachtens unsachgemäß. Die Daten zu den Arbeitslosenzahlen werden seit der Reform des SGB II in den BA Berichten verkürzt wiedergegeben und von der Politik und vielen Medien einseitig tendenziös interpretiert. Knapp die Hälfte aller Leistungsbezieher nicht als arbeitslos registriert Zitat:
- Genration Praktikum - 1 Euro Jobs - Bürgerarbeit - Pflegassitenten/Pfleghelfer - Jobs mit ergänzenden ALG II Zitat:
Hartz IV: Trauriger Rekord bei den Tafeln - Die Tafeln vermuten einen traurigen Rekord: Bis Ende des Jahres werden rund eine Million Menschen die Tafeln besucht haben. 3. Armutsbericht vom 19. Mai 2008 (415 Seiten - 1,53 MB pdf.datei) Zitat:
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| | #36 |
| Redaktion Registriert seit: 19.08.2005 Ort: Bonndeshauptstadt
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__________________ Spendenkonto: Trägerverein Erwerbslosen Forum Deutschland Sparkasse Bonn BLZ 380 500 00 Konto 1900 0573 06 Dem Deutschen Volke (endlich) wird "Anstrengungsloser Wohlstand für Alle" versprochen. Alle von mir gemachten Aussagen und Antworten auf Fragen entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung und stellen keinerlei Rechtsberatung dar. |
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| | #37 |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer/in Registriert seit: 19.04.2008
Beiträge: 176
| Kurzanalyse BA Bericht April 2009: Arbeitsmarkt April 2009: Arbeitslose: Der BA Monatsbericht berichtet trotz Frühjahrsbelebung von einer Stagnation – 985 Personen der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit 3.584.826Personen. Im Vorjahr 2008 sank die Zahl der Arbeitslosen von März 2008 3.507.436 Arbeitslose zu April 2008 3.413.921 Arbeitslose um – 93.515 (/Seite 45 BA Bericht März 08/Seite 46 BA Bericht April 08) Laut BA Bericht wurden im April 09 (Seite 48) 3.585.811 Personen von der BA – Statistik als arbeitslos erfasst. Das waren 170. 905 Personen mehr als im April 09 und gegenüber November 2008 2.988.444 Personen ist das ein Anstieg von 596.382 Personen. Leistungsempfänger: (ALG I; ALG II; Sozialgeld) 7.948.681Leistungsempfänger von ALG I, ALG II und Sozialgeld BA Bericht April 2009 Seite 48. Das ist ein Anstieg von 30.039 Personen zum Vormonat. Im Vergleich zu November 08 im Vergleich der vorläufige Zahlen, einen Anstieg um 549.370 Leistungsempfänger. (BA Bericht November 7.399.311 Leistungsberechtigte im BA Bericht März 09 auf 7.542.787 Leistungsberechtigte korrigiert) Außer den Leistungsempfängern gab es im Dezember noch 357.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen. (BA Bericht März 2009 Seite 18) Kurzarbeit: Schlimmeres verhindert im Augenblick noch die Kurzarbeit,. Nach vorläufigen Berechnungen der BA waren davon im April 1,3 – 1,5 Millionen Personen betroffen. Arbeitsmarktpolitische Instrumente Mit Beginn des Jahres 2009 ist eine weitere Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente, das „Gesetz zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente“, in Kraft getreten. Im Monat April befanden sich 1,59 Mio. Personen (+ 10.000 zum Vormonat März) in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. |
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| | #38 |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer/in Registriert seit: 05.03.2008
Beiträge: 733
| Auch von meiner Seite - Herzlichen Dank an Sybilla !!! Habe einmal die Daten zusammengerechnet und bin auf insgesamt 9. 881 642 Arbeitslose gekommen. (ohne mitbetroffene Familien selbstredend) Nee, klar doch, offiziell sind wir bei 3,7 Mill. Also mal ernsthaft, - glauben die ihre Zahlenfummelei eigentlich schon selber und für wie dämlich halten die den deutschen Bürger, daß der nicht nachsieht ? Rechnen wir mal die immer angegebenen 20 Millionen Rentner ab, dann noch einmal 25 Mill. Kinder und Jugendliche, eine unbekannte Zahl an arbeitsunfähig Erkrankten (aber finanziell anderweitig Versorgten) - macht: 82 Millionen minus ca. 46 Mill. = 36 Mill. davon mal locker "Versorgte" durch Vermögen u.ä. = ca. 2 Mll. dann noch einmal alle unkündbaren Beamten = 5,6 Mill. bleiben: 28,4 Mill. arbeitsfähige Bürger minus 9,8 Mill. Arbeitslose und Aufstocker (gerundet) = 18,6 Mill. arbeitsfähige Bürger MIT Job und NICHT verbeamtet ! SO, und jetzt soll mir einmal jemand erklären wie diese "Politiker" DAS dem Volk klarzumachen gedenken. Vor allem, - ein Ende der Abwärtsspirale ist nicht in Sicht. Z.Z. 18,9 Mill. (plus 5,6 Mill. Beamte = 24,5 Mill.) zahlen dann noch für die gesamte Sch... der "Krisenprogramme" ! Na, warten wir mal gemütlich (was bleibt uns Anderes) bis es zur Wahl dann ca. 12 Mill. Arbeitslose und Aufstocker (oder mehr) sind. Aber, vergessen, ab dem nächsten Jahr beginnt ja der Aufschwung wieder. |
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| | #39 |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer/in Registriert seit: 04.01.2009
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| | #40 | ||||
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer/in Registriert seit: 19.04.2008
Beiträge: 176
| Die komplette Analyse Arbeitsmarkt April 2009: Arbeitslose: Der BA Monatsbericht berichtet trotz Frühjahrsbelebung von einer Stagnation – 985 Personen der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit 3.584.826 Personen. Im Vorjahr 2008 sank die Zahl der Arbeitslosen von März 2008 3.507.436 Arbeitslose zu April 2008 3.413.921 Arbeitslose um – 93.515 (/Seite 45 BA Bericht März 08/Seite 46 BA Bericht April 08) Laut BA Bericht wurden im April 09 (Seite 48) 3.585.811 Personen von der BA – Statistik als arbeitslos erfasst. Das waren 170. 905 Personen mehr als im April 09 und gegenüber November 2008 2.988.444 Personen ist das ein Anstieg von 596.382 Personen. Leistungsempfänger: (ALG I; ALG II; Sozialgeld) 7.948.681Leistungsempfänger von ALG I, ALG II und Sozialgeld BA Bericht April 2009 Seite 48. Das ist ein Anstieg von 30.039 Personen zum Vormonat. Im Vergleich zu November 08 im Vergleich der vorläufige Zahlen, einen Anstieg um 549.370 Leistungsempfänger. (BA Bericht November 7.399.311 Leistungsberechtigte im BA Bericht März 09 auf 7.542.787 Leistungsberechtigte korrigiert) Außer den Leistungsempfängern gab es im Dezember noch 357.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen. (BA Bericht März 2009 Seite 18) Kurzarbeit: Schlimmeres verhindert im Augenblick noch die Kurzarbeit,. Nach vorläufigen Berechnungen der BA waren davon im April 1,3 – 1,5 Millionen Personen betroffen. Arbeitsmarktpolitische Instrumente Mit Beginn des Jahres 2009 ist eine weitere Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente, das „Gesetz zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente“, in Kraft getreten. Im Monat April befanden sich 1,59 Mio Personen in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. ( + 10.000 zum Vormonat März) in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. (Seite 6 BA Bericht April 2009) Arbeitsgelegenheiten nach § 16d SGB II (1 € Jobs) 303.339 Personen ---------------------------------------------------------------- Bundessozialgericht: Hartz IV ist verfassungswidrig. Arbeit zum Dumpinglohn sittenwidrig. (Neue Studie - Zahl der Hartz-IV-Aufstocker gestiegen) Gestiegene Vermögensungleichheit in Deutschland - DIW Wochenbericht 4/2009 (PDF) Enthüllungsbuch über Leben mit Hartz IV - Mit Lizenz zur Ausbeutung In der ARD-Undercover-Reportage „Arm durch Arbeit“ hat sich Markus Breitscheidel ein Jahr lang durch das Dickicht der Leiharbeitsfirmen geschlagen. Und dabei Erfahrungen gemacht, die ihn als Menschen verändert haben. Growing Unequal? : Income Distribution and Poverty in OECD Countries Summary in German - Mehr Ungleichheit trotz Wachstum? Einkommensverteilung und Armut in OECD-Ländern Zusammenfassung in Deutsch 9 Seiten Alexander Engels zu einem neuerlichen Hartz-IV-Problem-Fall - Geldabhängig - Die Tücken der Hartz-IV-Gesetze treten immer in Einzelfällen hervor. Das zeigt sich nun am Beispiel von Marion Kuhnert. Ihre Tochter erhält Bafög, um sich im Studentenleben über Wasser zu halten, und in der Folge verliert die Mutter ihre Wohnung.... Viele Kinder können sich das Schulessen nicht leisten Schüler aus ärmeren Familien haben oft zu wenig Geld für die gemeinsame Mahlzeit. "Ich weiß, dass Kinder gerne hier essen würden, es sich aber nicht leisten können und anderen Kindern während der Mahlzeit über die Schulter gucken" Studie - Kein warmes Essen bei Hartz IV Bei genauer Betrachtung verschärft sich die Vermutung und das Gefühl, das die Reformen am Arbeitsmarkt das Entstehen der Niedriglohnsektoren, Praktika, 1 Euro Jobs, Bürgerarbeit sowie die Schaffung prekärer Arbeitsverhältnisse und Working Poor die Ursachen der aktuellen Finanz – Wirtschaftskrise ubd Arbeitsmarktkrise sind. Warum wurde die Entstehung von prekären Arbeitsverhältnissen – 1 Euro Jobs die Beschäftigung in Bürgerarbeit und als Pflegeassident/in, multimedial im Gleichklang der meisten Medien bejubelt, wobei jede kritische Betrachtung der steigenden Armut (1 Millionen Tafelbedürftige in 2008 – siehe unten) ohne nennenswerte Beachtung blieb? Ich fürchte, weil die Last/Kosten der Arbeitslosigkeit solidarisch alle Arbeitnehmer und Arbeitgeber tragen müssen, die Last der Armut im Niedrigstlohnbereich die Einzelnen ganz alleine. Was heißt würdige Arbeit? Ich sage unwürdig ist, wenn Personen die Vollzeit arbeiten sich von ihrem Lohn weder ausreichend Brot noch ausreichend Kuchen kaufen können. Das heißt, wenn diese Personen kein Brot haben, können diese Personen auch keinen Kuchen essen, sondern sie sind auf steuerfinanziertes ALG II angewiesen dass sie nur nach einer Offenlegung ihrer intimsten partnerschaftlichen Verhältnisse und einer akribischen und für viele sehr peinlichen Bedürftigkeitsprüfung beanspruchen dürfen. Dass ist nach meinem Verständnis mehr als unwürdig. Vor allem stellt sich die Frage woher leiten Unternehmen die Arbeitnehmer mit Anspruch auf steuerfinanziertes ALG II beschäftigen denn Anspruch ab, dass die Solidargemeinschaft der Steuerzahler und nicht die Arbeitgeber den Lohn der von ihnen Beschäftigten Arbeitnehmer bis zur Grundsicherung aufstockt ? Analyse des BA Berichts April 2009: Erstellt von Sybilla am 30.04.09 12 Uhr 00 Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden. Entwicklung der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit Offizielle ermittelte BA - Zahlen des Arbeitsmarkt – Bericht April 2009 LEISTUNGSEMPFÄNGER 2) BA Bericht April 2009 Seite 48 LEISTUNGSEMPFÄNGER - Arbeitslosengeld I 1.180.235 * Personen - erwerbsfähige Hilfebedürftige (Alg II) 4.944.133* - nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige (Sozialgeld) 1.824.313* *Vorläufig und hochgerechnet, endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit von drei Monaten fest. * 7.948.681Leistungsempfänger + xxx Personen ca. 1,3 – 1,5 Millionen in Kurzarbeit. Schlimmeres verhindert im Augenblick noch die Kurzarbeit, sagte Frank-Jürgen Weise, Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA). + xxx Arbeitslose, die im Berichtsmonat, letzte Zahl Dezember 08 (357.000) keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen. + Kinder von ALG II Leistungsbeziehern im Leistungsbezug des Kinderzuschlags. Kinderzuschlag - Der Kinderzuschlag wird Eltern gewährt, die zwar ihren eigenen Bedarf durch Erwerbseinkommen bestreiten können, aber nicht über ausreichend finanzielle Mittel verfügen, um den Bedarf ihrer Kinder zu decken. Eltern mit geringem Einkommen haben Anspruch auf Kinderzuschlag von bis zu 140 Euro monatlich. Zitat:
Pressemitteilung Nr.460 vom 02.12.2008 Sozialhilfe 2007: 1,1 Millionen Menschen erhielten besondere Leistungen Im Monat März 09 befanden sich 1,59 Millionen Personen in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. Darunter 303.339 Personen in einer Arbeitsgelegenheiten nach § 16d SGB II (BA Bericht April 2009 Seite 73) (März 09 1,58 Millionen) (Februar 09 1,55 Millionen) (Januar 09 1,54 Millionen) (Dezember 1,64 Millionen) ( November 1,62 Millionen) (Oktober 1,57 Millionen) (September 1,51 Millionen) in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme.[/b] Ein Blick auf die Graphiken VI. Arbeitsmarkt Gesamtübersicht Seite 46 BA Bericht März 09 zeigt ganz deutlich das die Zahl der Bevölkerung zwischen 15 und unter 65 Jahren erheblich abgesunken ist. Das bedingt auch einen Rückgang der Arbeitslosigkeit. Verlässliche Aussagen zu 1 Euro Arbeitsgelegenheiten und arbeitsmarktpolitische Instrumente sind aufgrund einer erheblichen Unterfassung der Daten und Änderungen der Datenerfassung und gesetzlichen Bestimmungen nicht möglich. Fußnoten BA Bericht April 2009 Seite 73 3) Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben für 2008 [Datenstand Dez. 2008] nur ca. 72 % der Träger Daten zum Einsatz der flankierenden Leistungen erfasst. 6) Im November 2008 erfolgte eine Umstellung der seit November 2005 über XSozial-BA-SGB II gelieferten Förderdaten auf einen neuen Softwarestand. Daher können Differenzen zu den bereits veröffentlichten Daten auftreten. 7) Zum 01.01.2009 eingeführt mit dem Gesetz zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente vom 21.Dezember 2008. Statistische Daten liegen noch nicht vor. Leider gibt es keine statistischen Zahlen wie viele Personen in kommunalen Projekten, die ich als „Bürgerarbeit“ bezeichne, beschäftigt werden. Diese Projekte und Personen verbergen sich vielfach in der statistischen Untererfassung der Arbeitslosigkeit. Entwicklung am Stellenmarkt Bestand - BA Bericht März 2009 Seite 11 alle Stellen 495.000 darunter: Vakanzen 437.000 ungeförderte Stellen 307.000 darunter: Vakanzen 263.000 ungeförderte "normale" Stellen1) 280.000 darunter: Vakanzen 239.00 Quelle: http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/ser...nat/200904.pdf 2009: April 495.000 (April 2008 592.000) März 507.000 (März 2008 588.000) Februar 506.000 (Februar 2008 565.000) Januar 485.000 (Januar 2008 528.000) 2008: Dezember 568.500 (Dezember 2007 (545.600) November 539.000 (November 2007 577.000 ) Oktober 571.000 (Oktober 2007 608. 500) September 585.000 (September 2007) 629.100 August 586.000 (August 2007 647.500) Juli 588.000 Juni 596.000 Mai 579.000 April 592.000 März 588.000 Februar 565.000 Januar 528.000 2007: Dezember 545.600 Natürlich ergibt sich unter Einbeziehung aller Jobangebote aller Jobbörsen eine höhere Zahl an offenen Stellen, allerdings gibt es den nicht unerheblichen Effekt der Doppelung ( 1 freier Arbeitsplatz wird in mehren Jobstellen ausgeschrieben. Deshalb denke ich das die Zahl der offenen ungeförderten sozialversicherungspflichtigen Stellen näher bei 150.000 als erheblich höher liegt. Ein Vergleich der Zahl der Arbeitslosen mit Statistiken vor 2005 ist äußerst schwierig – so gab es vor Januar 2005 keine „Bürgerarbeit“ keine Ein Euro Jobs und die Arbeitslosenhilfe hatte eine komplett andere Grundlage von Bedürftigkeit als das Arbeitslosengeld II. Die Darstellung eines Vergleich der Arbeitslosenzahlen vor 2005, also vor der Neudefinition der Arbeitslosigkeit, durch das SGB II ab 2005 ansetzt, ist deshalb meines Erachtens unsachgemäß. Die Daten zu den Arbeitslosenzahlen werden seit der Reform des SGB II in den BA Berichten verkürzt wiedergegeben und von der Politik und vielen Medien einseitig tendenziös interpretiert. Knapp die Hälfte aller Leistungsbezieher nicht als arbeitslos registriert Zitat:
- Genration Praktikum - 1 Euro Jobs - Bürgerarbeit - Pflegassitenten/Pfleghelfer - Bewachung von Fahrradständern - Jobs mit ergänzenden ALG II Zitat:
Hartz IV: Trauriger Rekord bei den Tafeln - Die Tafeln vermuten einen traurigen Rekord: Bis Ende des Jahres werden rund eine Million Menschen die Tafeln besucht haben. 3. Armutsbericht vom 19. Mai 2008 (415 Seiten - 1,53 MB pdf.datei) Zitat:
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