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„Konvent für Deutschland“; in Forum: Allgemein; Zitat: „Konvent für Deutschland“ Immer wieder sonntags Von Nils Minkmar 24. April 2008 Am Montagmorgen wird jeder zum Reformer. Der Bus verspätet und lahm, die Leute alle dumpf, nichts geht ...
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Alt 27.04.2008, 10:55   #1
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Standard „Konvent für Deutschland“

Zitat:
„Konvent für Deutschland“

Immer wieder sonntags

Von Nils Minkmar



24. April 2008 Am Montagmorgen wird jeder zum Reformer. Der Bus verspätet und lahm, die Leute alle dumpf, nichts geht voran, niemand ruft zurück, und draußen immer noch so kalt. Die Bahn, die Telekom, das Einwohnermeldeamt, die kommen einem da gerade recht, für die hat man dann Reformtipps, und zwar nicht zu knapp. Oder im Feierabendstau: Tausende Reformer murmeln hinter ihren Lenkrädern die Reformen für das ganze Land vor sich hin, gegen die Krise der nationalen Fahrschulkultur, Krise der Autobauer, Krise der Autolenker, also der anderen, und keiner will es hören. Das ist dem deutschen Reformer eigen: schlechte Laune, die sich dadurch permanent verstärkt, dass auf diese schlecht gelaunten Vorschläge wieder mal keiner hören wird.
Es ist kein ganz neues Phänomen. Den Ton der deutschen Reformer lernten Menschen meiner Generation in der Nachbarschaft kennen, da ging es um Ballspielreform, insbesondere vor Garagen, Lautstärkereform in der Mittagsruhe oder Radreform, wenn der Eismann die Straße entlanggefahren war und alle, so schnell die Kreppsohlen trugen, zu ihren Müttern rannten, um sich zu Hause 50 Pfennig für drei Bällchen abzuholen, und die Bonanzaräder auf dem Gehweg liegen blieben.


Schimpfen muss sein

Die Aufgaben der Reformer haben sich seitdem nur ausgeweitet, es ist ja immer etwas, speziell in einem Land wie Deutschland, in dem sich Ambition und Skrupel paaren und man es ab und zu einfach braucht, dass einer kommt und schimpft über den ganzen Sauhaufen. Es ist eine von alters her ersehnte Wiederkehr: Barbarossa, Rübezahl, Helmut Schmidt oder nun Roman Herzog, sie sollen zurückkommen, einen Blick auf unsere Zustände werfen - und dann sollen sie schimpfen. Das muss irgendwie mal sein.

Nun haben Roman Herzog und sein „Konvent für Deutschland“, dem unter anderen Hans-Olaf Henkel, Jutta Limbach, Roland Berger, Wolfgang Clement und Wolfgang Reitzle angehören, ein dickes Buch vorgelegt, in dem sich die Konventmitglieder von prominenten Journalisten interviewen lassen, darunter auch Holger Steltzner und Günther Nonnenmacher, Herausgeber dieser Zeitung. Es ist eine Werbung für den Journalismus: Die Konventleute kommen vom Hölzchen aufs Stöckchen, wollen bald den Föderalismus reformieren, bald eine „Weltregierung“ installiert sehen, während die Frager wie der arme Schäferhund bei Shaun, dem Schaf, versuchen, den Wahnsinn im Zaum zu halten.
„Konvent für Deutschland“: Immer wieder sonntags - Sachbuch - Feuilleton - FAZ.NET

ganz gut der Absatz:

Zitat:
Das soziale Netz ist da immer zu dicht, die Unternehmer werden gegängelt, in den Schulen lernt man nichts, und schuld sind immer die Achtundsechziger. Ist es altmodisch, wenn man es als Leser und Zuhörer peinlich findet, dass Menschen, die selbst materiell sehr gut abgesichert sind, den weniger oder gar nicht abgesicherten sagen, sie sollen mal nicht so besorgt sein und die Lebensrisiken locker nehmen?
Was soll man nur zu solchen (zeitlich) Zurückgebliebenen sagen?

"Es lebe die zukünftige zweite Weimarer Republik"?
Sancho ist offline  
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Alt 27.04.2008, 11:16   #2
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Standard AW: „Konvent für Deutschland“

Konvent für Deutschland

Bei den Mitgliedern dieses "Konvents" wundert mich garnichts mehr.

INSM lässt deutlich grüßen.

Konvent für Deutschland Mitglieder
Sancho ist offline  
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Alt 30.04.2008, 18:11   #3
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Standard AW: „Konvent für Deutschland“

Zitat:
Konvent für Deutschland
Clement und Herzog kritisieren Reformfaulheit

"Mut zum Handeln" heißt ein neues Buch, das der Konvent für Deutschland herausgegeben hat. In dem politischen Beratungsgremium sitzen unter anderem Alt-Bundespräsident Roman Herzog und Ex-Arbeitsminister Wolfgang Clement. Bei der Buchvorstellung kritisieren beide die reformfaule Republik. Ihre Vorschläge aber fallen dürftig aus.


Wenn man wissen will, wie Deutschland besser werden kann, muss man, so scheint es, vor allem Männer jenseits der 50 fragen. Zum Beispiel Alt-Bundespräsident Roman Herzog, 74, Ex-Minister Wolfgang Clement, 67, RWE-Chef Jürgen Großmann, 56, Ex-BDI-Chef Hans-Olaf Henkel, 68.

Sie alle sind Mitglieder im Konvent für Deutschland, einem laut Selbstdarstellung überparteilichen, unabhängigen und erfahrungsgeleiteten Beratungsgremium für die deutsche Politik. Ziel des Konvents ist die "Reform der Reformfähigkeit".

Was das ist und wie das funktioniert, darüber soll unter anderem ein neues Buch Auskunft geben, das der Konvent herausgegeben hat. "Mut zum Handeln. Wie Deutschland wieder reformfähig wird", lautet der Titel. Darin versammelt, auf gut 600 Seiten, ist ein "Arsenal von Ideen" - so sagt es Konvent-Chef Herzog bei der Buchvorstellung.

Es handelt sich bei dem "Arsenal" in der überwiegenden Zahl um Interviews mit bekannten (Ex-)Politikern wie Roman Herzog, Wolfgang Clement, Erwin Teufel oder Oswald Metzger, der damals noch bei den Grünen war. Ebenfalls stark vertreten sind Repräsentanten verschiedener Unternehmen wie IBM, RWE und Linde. Die Interviews wurden vor allem von Chefredakteuren und Leitenden Redakteuren geführt.

Die Vertreter des Konvents sind bei der Präsentation nicht um große Worte verlegen. "Ich betrachte das Buch als Weckruf", sagt Clement, der zuletzt vor allem durch Streit mit seiner eigenen Partei, der SPD, aufgefallen war. RWE-Chef Großmann erklärte: "Das Buch soll eine Axt sein" - eine Anlehnung an ein Kafka-Zitat, laut welchem ein Buch die Axt ist "für das gefrorene Meer in uns".
Konvent für Deutschland: Clement und Herzog kritisieren Reformfaulheit - Nachrichten Politik - WELT ONLINE

Für diesen Unsinn auch noch 39,90€ bezahlen? Neeee
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Alt 30.04.2008, 19:45   #4
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Standard AW: „Konvent für Deutschland“

Zitat:
"Wir brauchen schonungslose Klarheit"

Die Deutschen haben nach Ansicht von Alt-Bundespräsident Roman Herzog "Angst vor Veränderung". Im stern.de-Interview fordert er mehr Mut und Opferbereitschaft von den Bürgern.
Hier geht's weiter: Interview mit Roman Herzog: 'Wir brauchen schonungslose Klarheit' - Politik - stern.de


Wenn Herzog glaubwürdig sein will, kann er ja mal mit gutem Beispiel vorangehen und auf 75 Prozent seiner Rente verzichten. Ich gehe jede Wette ein, dass es sich mit dem Rest immer noch sehr angenehm leben ließe.

Und was die schonungslose Klarheit angeht, könnte man mit einer ehrlichen Arbeitslosenstatistik anfangen
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Alt 30.04.2008, 19:46   #5
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Standard AW: „Konvent für Deutschland“

Zitat:
Zitat von Woodruff Beitrag anzeigen
Hier geht's weiter: Interview mit Roman Herzog: 'Wir brauchen schonungslose Klarheit' - Politik - stern.de


Wenn Herzog glaubwürdig sein will, kann er ja mal mit gutem Beispiel vorangehen und auf 75 Prozent seiner Rente verzichten. Ich gehe jede Wette ein, dass es sich mit dem Rest immer noch sehr angenehm leben ließe.

Und was die schonungslose Klarheit angeht, könnte man mit einer ehrlichen Arbeitslosenstatistik anfangen
Hast Du mal geschaut, wie viele dieser "Schreiber" mit der INSM zu tun haben?
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Alt 30.04.2008, 19:58   #6
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Standard AW: „Konvent für Deutschland“

Zitat:
Zitat von Sancho Beitrag anzeigen
Hast Du mal geschaut, wie viele dieser "Schreiber" mit der INSM zu tun haben?
Ist doch alles eine Soße

Leute, die Verzicht predigen und selber mitnehmen, was sie mitnehmen können.



Habe jetzt doch gerade mal nachgesehen und dabei sind mit vor allem folgende Namen auf Anhieb ins Auge gefallen: Oswald Metzger, Wolfgang Clement, Klaus von Dohnanyi (übrigens ein Schwätzer vor dem Herrn), Roland Berger.

Edit: Dohnanyi gehört scheinbar nicht zur INSM

Geändert von Woodruff (30.04.2008 um 20:04 Uhr).
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Alt 30.04.2008, 20:45   #8
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Standard AW: „Konvent für Deutschland“

Zitat:
Prof. Dr. Arno Klönne
Deutschlands Retter



Die deutsche »geistige Elite«, wie nicht nur Professor Manfred Pohl, sondern auch die Frankfurter Rundschau sie nennt, stellte in Frankfurt am Main ihren »Zukunftsrat« vor. Die erklärte Absicht ist, »Verantwortung zu übernehmen« und »das Land zu retten«. Leitender Ideologe und Manager des Rettungsunternehmens ist Professor Pohl, Haushistoriker der Deutschen Bank und führend auch im »Konvent für Deutschland« tätig; ihm zur Seite stehen unter anderen Oswald Metzger, Bernhard Bueb, Friedrich Merz, Wolfgang Clement, Wolf Singer, Peter Sloterdijk und Roland Berger, ein illustrer Kreis von um den Kapitalstandort Deutschland verdienten Persönlichkeiten und »Spitzenforschern«, wie uns die Presse mitteilt. Die wohlwollende Aufmerksamkeit des massenmedialen Gewerbes ist von vorn herein gesichert. Der »Zukunftsrat« hat nach eigener Aussage »Deutschland, Europa und die Welt im Blick«, er will eine »ganzheitliche und nachhaltige« gesellschaftspolitische Perspektive eröffnen, im Sinne einer »Reformierung der Reform«, mit der Zielangabe »Anpassung der Politik an den globalen Wettbewerb – Förderung der Zusammenarbeit der Systeme Politik und Wirtschaft«.
Splitter & Balken - Prof. Dr. Arno Klönne: Deutschlands Retter


Man rette uns vor dieser "geistigen Elite"
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Alt 11.05.2008, 21:00   #9
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Standard AW: „Konvent für Deutschland“

Ex-Bundespräsident drängt auf Fortführung rechter Agenda

"....Das neue Buch des Konvents mit dem Titel Mut zum Handeln besteht aus 28 Interviews mit führenden Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Bankenwelt und Politik....
Jürgen Großmann, amtierender Vorsitzender des Energiekonzerns RWE äußerte sich auf der Pressekonferenz noch unverblümter. Großmann erklärte: "Was wir brauchen ist nicht weniger als eine Revolution!" - das heißt, eine "Revolution", die die Errichtung einer autoritären Regierung zum Ziel hat, die in der Lage ist, den wachsenden Widerstand in der Bevölkerung gegen die Politik der Agenda 2010 schonungslos zu bekämpfen......"

hier gelesen:

http://www.wsws.org/de/2008/mai2008/herz-m10.shtml
__________________
Das was vor uns liegt und das was hinter uns liegt ist nichts, verglichen mit dem was in uns liegt.
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Alt 11.05.2008, 21:22   #10
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Standard AW: „Konvent für Deutschland“

Zitat:
Herzog gab in seiner Antwort auf die Frage eines Journalisten einen Einblick in die durch und durch elitäre Denkweise des Konvents. Als er gefragt wurde, wie er glaubt, die Unterstützung der deutschen Bevölkerung für seine Vorschläge zu bekommen, platzte er mit folgender Antwort heraus: "Das Volk folgt... das sagt doch schon der Name." Als er merkte, dass er zu weit gegangen war, versuchte Herzog schnell, seine Äußerung zu korrigieren und seinen entlarvenden Ausrutscher herunterzuspielen.
und der Führer führt?
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Alt 11.05.2008, 21:23   #11
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Standard AW: „Konvent für Deutschland“

Zitat:
Zitat von athene Beitrag anzeigen
Ex-Bundespräsident drängt auf Fortführung rechter Agenda

"....Das neue Buch des Konvents mit dem Titel Mut zum Handeln besteht aus 28 Interviews mit führenden Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Bankenwelt und Politik....
Jürgen Großmann, amtierender Vorsitzender des Energiekonzerns RWE äußerte sich auf der Pressekonferenz noch unverblümter. Großmann erklärte: "Was wir brauchen ist nicht weniger als eine Revolution!" - das heißt, eine "Revolution", die die Errichtung einer autoritären Regierung zum Ziel hat, die in der Lage ist, den wachsenden Widerstand in der Bevölkerung gegen die Politik der Agenda 2010 schonungslos zu bekämpfen......"

hier gelesen:

http://www.wsws.org/de/2008/mai2008/herz-m10.shtml
Und ihr wundert euch nicht schlecht, wieviel abnickende Mehrheit es dazu im F!olg gibt.
__________________
-
- Let's all have a drink to the death of a Clown!

- Denken hilft - nützt aber nichts!
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Alt 11.05.2008, 22:01   #12
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Standard AW: „Konvent für Deutschland“

Hat der Beitrag nun seinen Platz gefunden , oder wird er nochmals verschoben ????
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[SIZE="3"][B]Niemals werde ich mich den Polit-Verbrechern u. deren Blockwarten fügen. !!
[COLOR="Red"]Widerstand bis zum letzten Atemzug !!!!!!!![/COLOR][/B][/SIZE]
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Alt 11.05.2008, 22:07   #13
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Standard AW: „Konvent für Deutschland“

Zitat:
Zitat von Sancho Beitrag anzeigen
und der Führer führt?
nun wenn ich hier lese:


"Konservativer Horrorkatalog
Die "Sicherheitsstrategie für Deutschland" der CDU/CSU

".....Mit dieser CDU/CSU-Sicherheitsstrategie wird eine umfassende Militarisierung der Außen- und Innenpolitik angestrebt.....
Endgültig aufgeräumt werden soll auch die - historisch gerade in Deutschland wohlbegründete - Trennung zwischen so genannter innerer und äußerer Sicherheit. Zivile und militärische Mittel sollen vermischt werden, ebenso wird nicht mehr zwischen Einsätzen im Innern und im Ausland unterschieden......."

http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=4667&Ite mid=61

da beschleicht mich ein komisches Gefühl......
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Das was vor uns liegt und das was hinter uns liegt ist nichts, verglichen mit dem was in uns liegt.
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Alt 12.05.2008, 11:05   #14
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Standard AW: „Konvent für Deutschland“

Danke, sehr interessant! Z.B. das hier:

Zitat:
Pohls wichtigste These in diesem Buch ist, dass Europa von Immigranten überflutet wird; das bedrohe genetisch die Vorherrschaft des "weißen Mannes". Pohl argumentiert, dass es für Nationalstaaten notwendig ist, ihre Interessen zu verteidigen. "In Deutschland, Europa und den USA muss die Identität und das Zugehörigkeitsgefühl deutsch, europäisch und amerikanisch bleiben."

Pohls Lösung für das "demographische Problem" in Deutschland ist die Forderung in Das Ende des Weißen Mannes, deutsche Rentner im Alter von 60 bis 80 Jahren sollten unbezahlte Gemeindearbeiten machen. Gleichzeitig müssten Schritte unternommen werden, um die Geburtenrate zu erhöhen. Pohls Ideen in dieser Hinsicht sind genauso reaktionär wie seine Vorschläge für Rentner.

Laut Pohl wird ein Mann, der die Hausarbeit erledigt und sich um ein Baby kümmert, "verweiblichen" und unattraktiv für Frauen: "... welche Frau fühlt sich von solch einem Mann angezogen? Diese Art Mann würde verweiblichen, da dann das männliche Testosteron nicht zu Entfaltung kommen und verkommen würde." [Seite 170] Mit dem Ergebnis, à la Pohl, dass in Deutschland noch weniger Kinder geboren werden.

Über Erziehung schreibt Pohl:

"Die rund fünf Prozent der Menschen, die intellektuell in der Lage sind, geistige Hochleistung zu vollbringen, etwa durch Erfindungen, müssen frühzeitig aus dem Durchschnitt herausgefiltert und spätestens nach dem Kindergarten spezifisch gefördert werden. Die etwa 30 Prozent, die Erfindungen umsetzen, installieren und warten oder Bildung weitergeben können, bedürfen ebenfalls eines eigenen Bildungsweges, genauso wie die restlichen 65 Prozent, die Maschinen bedienen und einfache geistige Arbeiten verrichten. Von ihnen ist etwa ein Drittel nicht bildungsfähig, egal wie viele Millionen für ihre Bildung aufgewandt werden.
Ich kenne das Buch nicht, aber wenn er das wirklich geschrieben hat, dann frage ich mich ernsthaft, warum so einer noch frei herumläuft und warum das Buch u.a. bei Amazon und buch.de angeboten wird

Der Konvent für Deutschland ist allerdings ist nicht identisch mit dem Bürgerkonvent.
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Alt 12.05.2008, 11:15   #15
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Zitat:
Zitat von Woodruff Beitrag anzeigen


Der Konvent für Deutschland ist allerdings ist nicht identisch mit dem Bürgerkonvent.

danke Woodruff
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Geändert von athene (12.05.2008 um 11:25 Uhr).
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Alt 12.05.2008, 11:24   #16
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