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Albtraum Erziehungsheim; in Forum: Allgemein; (ddp direkt) - Leipzig - Das Buch "Albtraum Erziehungsheim - Die Geschichte einer Jugend" führt zurück in die Jahre 1968 bis 1973. In dieser Zeit stand der Autor Dietmar Krone ...| Tags: albtraum, erziehungsheim |
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| Redaktion Forumnutzer/in Registriert seit: 16.06.2005 Ort: Bonn
Beiträge: 14.485
| (ddp direkt) - Leipzig - Das Buch "Albtraum Erziehungsheim - Die Geschichte einer Jugend" führt zurück in die Jahre 1968 bis 1973. In dieser Zeit stand der Autor Dietmar Krone (53) unter staatlicher Fürsorge. Für seinen konkreten Fall war die sogenannte Fürsorgeerziehung angeordnet. Mit einfachen Worten, ohne konstruierte Spannungsbögen, beschreibt er sein Leben hinter den Mauern eines Erziehungsheims in Viersen-Süchteln. Die Existenz der dort unter "staatlicher Betreuung" stehenden Jugendlichen bestand aus Arbeit, Demütigung, Prügel und Vergewaltigung. Während sich in der restlichen, freien Bundesrepublik das Wirtschaftswunder abspielte, arbeiteten in dem nordrhein-westfälischen Jugenderziehungsheim Kinder für 4 Pfennig die Stunde. Sie montierten Rasierapparate oder fertigten Teile für bekannte deutsche Haushaltsgeräte-Hersteller. In einem Interview berichtet der Autor: "Als ich einmal zwei Teller fallen ließ, wurde ich von einem betrunkenen Erzieher zusammengetreten. Dabei brach mein Schultergelenk und ich hatte Muskel- und Sehnenabrisse. Statt ärztlicher Behandlung bekam ich drei Tage Dunkelzelle. An den Folgen leide ich bis heute." Am 11. 12. 2006 fand vor dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages eine Anhörung ehemaliger Heimkinder statt. Sie war das erste Resultat einer Petition, die der Verein ehemaliger Heimkinder e. V. eingereicht hatte. ... Weiterlesen... Geändert von Curt The Cat (08.09.2007 um 11:21 Uhr) |
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| Redaktion Registriert seit: 16.06.2005 Ort: Forst(Lausitz)
Beiträge: 1.975
| Das ist ein Thema,welches viele Jahre tot geschwiegen wurde. Das dieses Thema wieder auf die Tagesordnung kam,ist neben vielen anderen auch dem Australier Martin Mitchell zu verdanken. Ich habe schon einige Jahre Telefon-und Mailkontakt zu Martin,der oft gegen Windmühlen kämpfen musste und immer wieder zahlreichen Angriffen ausgesetzt war. Seine Geschichte kann man hier lesen.... http://www.heimkinder-ueberlebende.org/
__________________ Spendenkonto: Trägerverein Erwerbslosen Forum Deutschland Sparkasse Bonn BLZ 380 500 00 Konto 1900 0573 06 "Die Ausschaltung der Schwachen ist der Tod der Gemeinschaft. " Dietrich Bonhoeffer(1906-1945) Alle von mir gemachten Aussagen und Antworten auf Fragen entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung und stellen keinerlei Rechtsberatung dar. |
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| | #3 |
| Redaktion Registriert seit: 20.08.2006 Ort: Bremen
Beiträge: 2.880
| Es ist immer wieder erschütternd, von solchen Schicksalen, Lebensläufen zu lesen!! Warum kommt ein junger Mensch ins Erziehungsheim? Weil es Beziehungsstörungen von seinen Eltern zu ihm und damit logischerweise auch vom Kind selbst zu den Eltern gibt. Daraus folgen Vernachlässigung, Verwahrlosung, Misshandlung und so ist es kein Wunder, wenn diese Dramen in Heime, Karrieren im Knast führen, Menschen keine Chance bekommen, ihr eigenes Leben zu leben, sich selbst kennen zu lernen. In "normalen" Familien orientieren sich die Kinder am Verhalten der Erwachsenen, sind sie ihr Vorbild, lernen sie am Modell, übernehmen so die gesellschaftlichen Regeln, entwickeln ein Gewissen, W E N N sie selbst vorher auf ihre Kosten gekommen sind, liebevoll aufgenommen, gehalten, gesehen und gespiegelt wurden und ihnen das, was sie vorgelebt bekommen als gut erscheint. Auch sinnvolle Konsequenzen sind unbedingt nötig, um Kindern die Regeln beizubringen, damit sie ihren Weg gehen können und gleichzeitig in der Gesellschaft nicht anecken. Das sieht mit Hartz IV natürlich alles schwieriger aus. Kaleika |
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| | #4 | |
| Gast
Beiträge: n/a
| Zitat:
es gibt zu diesem thema einen sehr guten film, in päd.kreisen ziemlich bekannten film, der die stationen eines kindes bis zur volljährigkeit durch die erschreckenden institutionen mit permanent wechselnden bezugspersonen zeigt leider habe ich den titel vergessen den kann ich wirklich nur jedem und jeder wärmstens empfehlen | |
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| Emailprobleme, Administrator kontaktieren! Registriert seit: 04.05.2006
Beiträge: 34
| Tja, da isser wieder, der deutsche Drang, andere zu bevormunden und alles "auszumerzen", was nicht "normal" ist. In diesem Zusammenhang mutet es regelrecht gespenstisch an, daß offen nd lautstark über eine flächendeckende Wiedereinführung "geschlossener Heime" für "Problemkinder" nachgedacht wird. Übrigens - die ersten "geschlossenen Heime" gibt es schon wieder ...
__________________ Geist ist geil! Wahlen ändern nichts, sonst wären sie verboten! Hom homini porcus "Es ist dem gemeinen Untertanen verboten, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Entscheidungen der Obrigkeit anlegen zu wollen." (Friedrich Wilhelm I.) Hunger macht BÖSE!!!! Venceremos! No pasaran! |
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| | #6 |
| Emailprobleme, Administrator kontaktieren! Registriert seit: 04.05.2006
Beiträge: 34
| Tja, da isser wieder, der deutsche Drang, andere zu bevormunden und alles "auszumerzen", was nicht "normal" ist. In diesem Zusammenhang mutet es regelrecht gespenstisch an, daß offen nd lautstark über eine flächendeckende Wiedereinführung "geschlossener Heime" für "Problemkinder" nachgedacht wird. Übrigens - die ersten "geschlossenen Heime" gibt es schon wieder ... In den 60er Jahren genügte es schon, wenn sich die halbwüchsigen Kinder alleinerziehender Mütter "zu oft" in diversen Tanzschuppen aufhielten - diese halbwüchsigen konnten daraufhin wegen "drohender sittlicher Verwahrlosung" nach dem Jugendfürsorge-Gesetz in ein geschlossenes Heim eingewiesen werden, wo sie bis zu ihrem 21. Geburtstag zu verbleiben hatten. Alles im Namen des Rechtsstaates ... Wetten, daß wir genau das wieder bekommen werden? Nur eine Frage der Zeit ...
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| | #7 |
| Gast
Beiträge: n/a
| Meine zwei Halbschwestern haben auch diese "netten" Erfahrungen gemacht. Nach einem Heimaufenthalt vor der Ehe meines Vaters mit meiner Mutter, waren sie restlos verängstigt und ziemlich stark traumatisiert. Es hat Jahre gedauert, bis sie die Quälereien, Erniedrigungen und Prügel aus der Heimzeit auch nur annähernd vergessen hatten. Und warum mußten sie in ein Heim? Nach der Scheidung meines Vaters von seiner vorherigen Frau konnte er sich wegen ganztägiger Arbeit nicht so um die Kinder kümmern, wie er es gerne gewollt hätte. Daß sein Bruder mit Frau überbrückungsweise eingesprungen wären, das ließ das Amt nicht zu. So mußten Kinder, die noch unter der Scheidung der Eltern litten, in ein Heim. Erst nach der Heirat mit meiner Mutter konnte mühsam erreicht werden, daß die Kinder wieder zum Vater durften. Geändert von Tom_ (12.07.2007 um 11:47 Uhr) |
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| Erfahrener Benutzer Forumnutzer/in Registriert seit: 24.06.2006
Beiträge: 164
| ...Erbrochenes gegen den Schweinehund Gisela Nurthen war fünfzehn Jahre alt, als sie 1961 ins Dortmunder "Heim für gefallene Mädchen" kam, das von den "Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul" geführt wurde. Der Grund ihrer Einweisung war so nichtig wie bei vielen anderen ihrer Leidensgenossinnen: Sie benahm sich etwas anders als andere Mädchen ihres Alters, etwas auffälliger und lebenslustiger. Sie hatte ein Elvis-Plakat an die Wand ihres Kinderzimmers geklebt, trug gern kurze Röcke oder enge Hosen, fuhr mit Jungs auf dem Moped durch die Gegend und schrieb einen "Liebesbrief" an einen Zwölfjährigen. Zum Verhängnis wurden ihr ein Tanzabend und eine Nacht, in der sie nicht zu ihrer alleinerziehenden Mutter nach Hause gekommen war. Ein Streifenwagen der Polizei griff sie zusammen mit einem Freund auf, und schon vierundzwanzig Stunden später entschied ein Richter, der sie nie zu Gesicht bekam, dass sie auf "Vorschlag" ihres Vormunds beim Jugendamt ins Heim verbracht werde. Ein Routinevorgang, wie er damals sehr oft vorkam: Entscheid nach Aktenlage, Denunziationen von Nachbarn eingeschlossen. "Vier Jahre dauerte die Haft hinter Klostermauern. Gisela Nurthen war ohnmächtig einem perfiden Repressionssystem frommer Schwestern ausgeliefert, die sie mit Prügeln zu Gebet, Arbeit und Schweigen zwangen. Bis heute hat die Frau das Trauma dieser unbarmherzigen Jahre nicht verwunden." Das Heim der "barmherzigen Schwestern" war ein Zuchthaus. Von Anfang an setzte es, auch bei allergeringsten Abweichungen von der festgefügten Ordnung, Schläge und Tritte, bis Blut floss. Beschimpfungen und Verwünschungen, verbale Erniedrigungen jeder Art galten als pädagogisches Prinzip. War das fetttriefende Billigessen auch noch so ekelhaft, es musste aufgegessen werden - auch das schon erbrochene. Der Gang zur Toilette war nur zu bestimmten Zeiten erlaubt. Wer dazwischen musste, wurde hart bestraft. Dafür weideten sich die Schwestern an der befohlenen Intimreinigung der "Sünderinnen", die sie minutiös beobachteten. Manchmal legten sie auch selbst Hand an beim Scheuern und Schrubben der gottlosen Sündenfalle. Das alles war Teil des heiligen "Kampfes gegen sich selbst", für gnadenlose "Selbstzucht" und gegen den "inneren Schweinehund". Manchmal wurden gegen diesen auch Psychopharmaka verabreicht, wie bei Marion. Jahrelang und ohne jede ärztliche Untersuchung. Die gab es sowieso nicht. Lange Zeit war Marion später tablettensüchtig. Ein unglaublicher Höhepunkt der systematischen Quälerei war eine Art Scheinhinrichtung im Herbst 1970 (!). Eine Schwester befahl der neunjährigen Carola, mitten in der Nacht ihr eigenes Grab zu schaufeln. Im Schlafanzug. "Sie weinte, sie schluchzte, sie grub." Dann zerrte die Magd Jesu Christi die hilflose Kleine wieder ins Heim. Bis heute ist Carola, seit ihrem 39. Lebensjahr erwerbsunfähig, in psychiatrischer Behandlung. Tagsüber musste vielerorts im Akkord unbezahlte Zwangsarbeit verrichtet werden: zehn Stunden nähen, stopfen, waschen, mangeln, bügeln. Selbst im Schlafsaal war die Tortur noch lange nicht zu Ende. Eines Abends, das Licht war schon aus und die wachhabende Nonne gerade nicht da, sang Gisela mit Inbrunst einen Song ihres geliebten Elvis Presley. Mit einem Ruck wurde sie "aus dem Bett gerissen, über den Boden geschleift, heraus aus dem Schlafsaal, den Flur entlang bis zur ‹Klabause›, jenen gefürchteten Zellen mit Glasbausteinen anstelle von Fenstern. Die Ausstattung bestand nur aus einer Holzpritsche, einer groben Decke und einem Blecheimer mit Deckel als Toilette."...... http://www.weltwoche.ch/artikel/?Ass...&CategoryID=80 Was meint ihr? Barmherziger geht es eigentlich kaum mehr, oder? |
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| Redaktion Registriert seit: 16.06.2005 Ort: Forst(Lausitz)
Beiträge: 1.975
| Zitat:
Oder vielleicht "Magdalene Sisters"...beides sehenswerte Filme.
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| | #10 | |
| Redaktion Registriert seit: 16.06.2005 Ort: Forst(Lausitz)
Beiträge: 1.975
| Zitat:
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| | #11 |
| Emailprobleme, Administrator kontaktieren! Registriert seit: 15.01.2007
Beiträge: 297
| Ich bin selbst 2 Jahre in genau diesem Heim gewesen: http://www.spiegel.de/politik/deutsc...456655,00.html Der nächtliche Gang zur Toilette wurde bestraft mit 3 Tagen Isolierhaft in der Zelle: Matratze auf dem Boden, Glasbausteine an 3 Seiten, Eimer in der Ecke. Sprech- und Redeverbot war an der Tagesordnung. Es musste 8 Stunden täglich gehandarbeitet oder genäht werden (Hemden) für "Fabriken" die genähten Hemden gebügelt und festgesteckt werden. Ihr wisst schon, auf diesem Pappkarton, wie man Hemden nun mal so kauft. Einmal bin ich geschlafwandelt, am unteren Flur saß eine "Bewachungsnonne". Sie hat mich die ganze Zeit beobachtet und als ich nicht mehr weiterkonnte im Schlaf (ich stand schlafend vor einer Wand und suchte verzweifelt die Tür) hat sie mich mitten in der Nacht verprügelt. Ich war damals 15 Jahre alt und landete in dem Heim wegen Weglaufens aus meiner Family. Meine Familie (Vater) hat immer wieder beteuert, dass er keine andere Möglichkeit gehabt hätte, als dem Heimaufenthalt zuzustimmen. Allerdings hatte er mir versprochen, wenn ich in dem Heim eine Ausbildung absolviere und bestehe, dann würde er mich sofort da rausholen. So war es dann auch *heul Wie kann man heute noch Kontakt zu den damaligen "Insassen" aufnehmen????????????????????????? |
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| | #12 |
| Gast
Beiträge: n/a
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| | #13 |
| Emailprobleme, Administrator kontaktieren! Registriert seit: 15.01.2007
Beiträge: 297
| Danke für den Link, Ferengi |
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| | #14 |
| Emailprobleme, Administrator kontaktieren! Registriert seit: 04.05.2006
Beiträge: 34
| Es gibt da etwas, das mich immer und immer wieder unendlich verwundert und irritiert - ich habe NOCH NIE gehört, daß irgend einer der verantwortlichen Sadisten in irgend einer Form jemals bestraft worden wäre. Nun gut, möglicherweise ist auf dem "Rechtsweg" tatsächlich "nichts mehr zu machen", da die "Verjährung" eingetreten ist (wie passend!). ABER: in solchen Fällen halte ich es für absolut legitim, als Betroffener, als Opfer mal darüber nachzudenken, wie man diese Leute dennoch ... wenn ihr versteht, was ich meine. Vergebung? NIE! Ich wundere mich darüber, daß offensichtlich niemand Rachegedanken hegt - und noch mehr wundere ich mich, daß eventuell doch vorhandene Racheglüste nicht umgesetzt werden. Wie gesagt - das ist natürlich (wie sollte es auch anders sein?) kein Aufruf zur Gewalt - bewahre! Wo kämen wir denn da hin, wenn solche Leute am eigenen Leibe spüren müßten, was sie anderen angetan haben ...? Nein, nein, es ist selbstverständlioch viiieel besser, zu vergeben, zu vergessen, "nach vorn" zu schauen, nicht wahr? Und weil das so ist, dürfen sich Sadisten in derlei Einrichtungen ungestraft austoben. Das war in Deutschland schon immer so. Und was schon immer so war, das muß auch immer so bleiben. Gute Nacht, liebe Untertanen.
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| | #15 | |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer/in Registriert seit: 24.06.2006
Beiträge: 164
| Zitat:
Und noch ein Link: HEIMKINDER-SCHICKSALE "Wie geprügelte Hunde" Von Peter Wensierski http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,400215,00.html Teil 1 und Teil 2 freundliche Grüße | |
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| | #16 | |
| Emailprobleme, Administrator kontaktieren! Registriert seit: 15.01.2007
Beiträge: 297
| Zitat:
wenn ein 15-jähriges Kind in eine solche Anstalt geschleppt wird und zwangsverordnetes Redeverbot bekommt, zudem mindestens 8 Stunden täglich Hemden nähen (welche Firma war das bloß???) und verkaufsfertig bügeln muss bzw. in einer Einzelzelle untergebracht wird, weil das Kind nachts zur Toilette muss, dann sind diese Erinnerungen so schlimm (bei mir), dass sie verdrängt werden, komplett verdrängt. Wenn außerdem in der Familie gesagt wird, "wir konnten nichts tun", dann glaubt "Kind" das. Wird "Kind" älter und merkt urplötzlich, "ich habe massive Schwierigkeiten, warum kann ich mich nicht wehren?", sucht "Kind" immer noch die Schuld bei sich. "Kind" meint auch, es sei "fleißig" und versteht nicht, wieso trotz Überstunden und Doppelschichten, es "immer noch nicht reicht." Erst nach Lesen des Links wurde mir schlagartig klar, woher meine Schwierigkeiten rühren. Alle 14 Tage wurde der "Zwangsfriseurbesuch" verordnet. Wenn ich mir meine Frisur heute so angucke, dann weiß ich, wieso und weshalb ich die Haare genauso trage (kurzgeschoren). Ich würde zu gern in Kontakt mit ebenfalls Betroffenen kommen. | |
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| | #17 |
| Emailprobleme, Administrator kontaktieren! Registriert seit: 04.05.2006
Beiträge: 34
| Hi Vanzella, ich verstehe schon, was du meinst - bei mir allerdings hat sich die Ohnmacht in Wut verwandelt und mich sehr, sehr aggressiv gemacht. Ich suche übrigens heute noch nach bestimmten Leuten, um mich mit ihnen mal zu "unterhalten" - und zwar möchte ich sie doch zu gern mit denselben "Argumenten" (vor allem den schlagenden) konfontieren, mit denen sie mich "disziplinierten" ...
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| | #18 | |
| Emailprobleme, Administrator kontaktieren! Registriert seit: 15.01.2007
Beiträge: 297
| Zitat:
diese ganze Geschichte hatte ich verdrängt, aber völlig. Jetzt habe ich meiner Ärztin davon erzählt. Sei meint, dass dieser Heimaufenthalt eine psychische Vergewaltigung war, die mein Leben "danach" geprägt hat. Wie recht sie hat. In welchem Sch. heim warst du? Ich war im Vincentheim in DO und es ist mir scheißegal, ob ich das so schreiben darf, weil ich vor Wut fast platze. Wenn ich nur diese Sch.... Hauben der Nonnen sehe, bekomme ich einen Würgereiz. Bis zum Umfallen werde ich googeln, um Leute zu finden, die seinerzeit auch da waren. Ein Gutes hat es: ich habe erkannt, warum ich in den Schwierigkeiten stecke, die ich momentan habe. Selbst meine Berufswahl ist durch den Heimaufenthalt erklärbar. Sind hier welche aus DO? Gibt es dieses Heim noch? Wir waren eingesperrt, ich habe 17 Monate die Sonne nur durch Fenster gesehen. Nee, ich hör auf, das zieht mich sonst in einen Weinkrampf. | |
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| | #19 |
| Gast
Beiträge: n/a
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| | #20 | |
| Emailprobleme, Administrator kontaktieren! Registriert seit: 15.01.2007
Beiträge: 297
| Zitat: hab vielen Dank für die Links *freusehr | |
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| | #21 | |
| Forumnutzer Registriert seit: 14.07.2007
Beiträge: 1
| Zitat:
Ist es Recht so, daß jemandem im Elo-Forum gedankt wird, der mit enormer krimineller Energie sein ganz persönliches Ziel verfolgt? Auch ich beobachte seit einigen Monaten diese Entwicklungen, da auch ich in den 70ern in einem Kinderheim in Hessen war und diverse Negativerfahrungen machen musste. Aber was der hier gepriesene Mann aus Australien, der nicht einmal wirklich Martin Mitchell heißt, für eine Spur der Verwüstung hinterlassen hat, ist nur im negativen Sinn beeindruckend. Hier mal ein Link: http://martinmitchell.heimkinder.net Wirklich sehr aufschlußreich. Gell | |
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| | #22 | |
| Emailprobleme, Administrator kontaktieren! Registriert seit: 15.01.2007
Beiträge: 297
| Zitat:
Aggressivität (körperlich ausgedrückt) bringt uns nichts, höchstens wieder in den "Knast". Ich bin jetzt auf der Suche, irgendwo müssen doch Berichte gespeichert sein, die man sich anfordern kann. Im Fall meiner Heimeinweisung wurden ganz klar und deutlich falsche Angaben bezüglich "meines Auffindens" gemacht. Ich möchte lesen, was in den Berichten steht. Da ich mich ohnehin im Klageweg bezüglich meiner Rente beim VDK befinde, werde ich auch den VDK bezüglich des Heimaufenthaltes befragen (Anrechnung der unbezahlt geleisteten Tätigkeit auf meine Rente). In dem von Ferengi per Link angebotenen Forum habe ich mich angemeldet und verfolge das Forum haargenau. Und ich sehe es nicht ein, dass ich mich krummbuckeln durfte, ohne jemals einen Pfennig dafür zu sehen. Körbe musste ich auch flechten. Die haben ganz gezielt ausbaldowert, in welchem beruflichen Bereich "Kind" am besten war. Das Lesen in dem verlinkten Forum hilft ungemein. So steht mit wieder Schwester Alburga vor Augen *entsetztbin Schade, dass Tom nichts von seinen beiden Schwestern schreibt. Zu gern wüsste ich, wie sie mit dem Trauma umgehen. | |
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| | #23 |
| Emailprobleme, Administrator kontaktieren! Registriert seit: 18.07.2006
Beiträge: 1.924
| ich hab jetzt auch alles mitgelesen und bin zutiefst erschüttert. da sieht man, dass nach kriegsende der krieg noch lang nicht zu ende war. und die nachwehen auf dem rücken der kinder ausgetragen wurden ... aber anscheinend knüpft man mit hartz IV auch wieder an solche dinge an. zumindest die tendenzen dahin sind erkennbar. allerdings handelt es sich heute um erwachsene bürger, die man durch geldentzug entmündigt.
__________________ Ich hätt gern Tee statt Kaffee :icon_pause: |
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| | #24 | |
| Gast
Beiträge: n/a
| Zitat:
Wie haben sie das Trauma verkraftet? Nie wirklich... und beide meiden heute alles was nur nach Kirche aussieht, denn es war eine kirchliche Einrichtung in der sie brutal mißhandelt wurden. | |
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| | #25 |
| Emailprobleme, Administrator kontaktieren! Registriert seit: 18.07.2006
Beiträge: 1.924
| all diese geschichten erinnern mich stark an die versklavten kinder in der schweiz. dort gab es ja auch so einen skandal, der derzeit aufgearbeitet wird. wo hunderte betroffene ihre ansprüche einklagen. sowas gibt es also offensichtlich auch in anderen ländern.
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| | #26 |
| Gast
Beiträge: n/a
| Wenn man als Kind körperlich, seelisch, psychisch misshandelt wurde, egal ob im Heim oder zu Hause, für die jenigen ist Hartz IV im Erwachsenen Alter mit dem Zwang und Schikanen, nochmal eine schallende Ohrfeige, wär als Kind schon sowas erlebt hat, ob nun verdrängt oder nicht, lässt sich das nicht mehr so einfach gefallen, ausser der Wille der Menschen wurde schon so weit gebrochen. Vorgestern gab es gerade wieder ein Bericht beim MDR über ehemalige Heimkinder. Es ist jedesmal das gleiche wenn die Menschen vor ihren Heimen stehen in denen sie misshandelt wurden. Sie fangen alle an zu weinen! Ehemalige Erzieher und Erzieherinnen, die oftmals keine richtige Ausbildung hatten und oft vom Militär kamen, entschuldigen ihr Verhalten damit, das es ja zu dieser Zeit auch in Staatlichen Heimen solche Methoden üblich waren!? So faseln die Ordensschwestern auch rum, kein bisschen Einsicht, keine Spur von einer Entschuldigung. Einige Heime und Kirchlichen Organisationen haben aber wohl langsam Bereitschaft zur Aufbereitung der damaligen Zustände zugesichert... |
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| | #27 |
| Emailprobleme, Administrator kontaktieren! Registriert seit: 15.01.2007
Beiträge: 297
| Tom: Danke, dass du geantwortet hast. Es tut mir unendlich leid für deine Schwestern. Ich umarme sie in Gedanken (dich auch) Wie ich schon schrieb, ich habe das alles so lange verdrängt. Mich hat man so programmiert, dass ich scheinbar "auf der richtigen Seite" stand (berufliche Tätigkeit). Ich war 26 Jahre Jahre Volllzeittätigkeit mit selbständigen Nebenjob der Meinung, "mein Leben im Griff zu haben." Niemals hätte ich bezweifelt, auf dem richtigen Weg zu sein, wäre ich nicht auf dieses Thema/Thread gestoßen. Dieser Thread wühlt mich völlig auf und wenn ich dazu beitragen könnte, ehemaligen Heiminsassen zu helfen, würde ich das sofort tun. Als Erstinfo benötige ich die Adresse, wo man diese bescheuerten Einweisungsberichte lesen kann. Hoffentlich antwortet mir jemand, der die Info hat, dann geht hier "die Post ab." Tom, vielleicht weiß HJGraf, wo ich ansetzen könnte? Ferengi kann ich nicht genug danken, der Link zeigt deutlich, dass etliche Leute unter den psychischen Misshandlungen noch heute leiden. |
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| | #28 | |
| Gast
Beiträge: n/a
| Zitat:
ich weiß jetzt nicht, ob ich Dir wirklich weiterhelfen kann. Aber alle Einweisungen in Kinderheime müssen normal über das für den damaligen Wohnsitz zuständige Jugendamt abgewickelt werden. Diese müssten also ein Akte darüber haben, in der auch Einweisungsberichte, Gutachten usw. abgelegt sind. Evtl. besteht die Möglichkeit an dieses Jugendamt heranzutreten und eine Akteneinsicht nach § 25 SGB X zu verlangen. Der Text des Paragrafen unten. Vielleicht besser, dabei einen Zeugen oder Rechtsvertreter zu haben. "SGB X § 25 Akteneinsicht durch Beteiligte (1) Die Behörde hat den Beteiligten Einsicht in die das Verfahren betreffenden Akten zu gestatten, soweit deren Kenntnis zur Geltendmachung oder Verteidigung ihrer rechtlichen Interessen erforderlich ist. Satz 1 gilt bis zum Abschluss des Verwaltungsverfahrens nicht für Entwürfe zu Entscheidungen sowie die Arbeiten zu ihrer unmittelbaren Vorbereitung. (2) Soweit die Akten Angaben über gesundheitliche Verhältnisse eines Beteiligten enthalten, kann die Behörde statt dessen den Inhalt der Akten dem Beteiligten durch einen Arzt vermitteln lassen. Sie soll den Inhalt der Akten durch einen Arzt vermitteln lassen, soweit zu befürchten ist, dass die Akteneinsicht dem Beteiligten einen unverhältnismäßigen Nachteil, insbesondere an der Gesundheit, zufügen würde. Soweit die Akten Angaben enthalten, die die Entwicklung und Entfaltung der Persönlichkeit des Beteiligten beeinträchtigen können, gelten die Sätze 1 und 2 mit der Maßgabe entsprechend, dass der Inhalt der Akten auch durch einen Bediensteten der Behörde vermittelt werden kann, der durch Vorbildung sowie Lebens- und Berufserfahrung dazu geeignet und befähigt ist. Das Recht nach Absatz 1 wird nicht beschränkt. (3) Die Behörde ist zur Gestattung der Akteneinsicht nicht verpflichtet, soweit die Vorgänge wegen der berechtigten Interessen der Beteiligten oder dritter Personen geheimgehalten werden müssen. (4) Die Akteneinsicht erfolgt bei der Behörde, die die Akten führt. Im Einzelfall kann die Einsicht auch bei einer anderen Behörde oder bei einer diplomatischen oder berufskonsularischen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland im Ausland erfolgen; weitere Ausnahmen kann die Behörde, die die Akten führt, gestatten. (5) Soweit die Akteneinsicht zu gestatten ist, können die Beteiligten Auszüge oder Abschriften selbst fertigen oder sich Ablichtungen durch die Behörde erteilen lassen. Die Behörde kann Ersatz ihrer Aufwendungen in angemessenem Umfang verlangen." Die Jugendhilfe unterliegt dem SGB VIII und somit auch den allgemeinen Verfahrensregeln im SGB X. Hoffe, das hilft ein wenig. | |
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| | #29 |
| Emailprobleme, Administrator kontaktieren! Registriert seit: 15.01.2007
Beiträge: 297
| ich habe mich im Forum des von Ferengi verlinkten Forums angemeldet. Auch dort hatte ich die Frage nach den Akten gestellt. Sie dürften nicht mehr vorhanden sein, aber ich werde es dennoch versuchen. Die Grünen bemühen sich angeblich um "Rehabilitation" der seinerzeit seelisch kaputtgemachten Kinder (wer es denn glaubt) Immerhin ist in meinem Fall der Sachverhalt fast 40 Jahre her. Es dürfte schwer bis unmöglich sein, noch an Berichte zu kommen, aber ich bleibe dran. Empfehlen kann ich allen Heininsassen (tituliert als "schwer erziehbare Kinder") den Links von Ferengi zu folgen. Erstaunlicherweise habe ich nach 40 Jahren Verdrängens meiner Heimerlebnisse genau die Frau gefunden, die mit mir trotz mörderischer Erlebnisse im Heim, auch ihre Prüfung geschafft hat. Sie leidet allerdings unter den Erlebnissen noch heute und ist in Rente. Wir telefonieren morgen. Thomas: Warum meldest du dich nicht mehr? In welchem Heim bist du gewesen? Hoffentlich nicht Torgau. Wir Heimkinder haben uns krummgeschuftet, 10 Stunden am Tag, kostenlos. Wir haben kein Entgelt bekommen. Diese Zeit wird nicht auf unsere Rente angerechnet. Wir sollen demütig akzeptieren "schwer erziehbar" zu sein und das geht in meinem Fall bis hin zu jahrzehntelangem Mobbing im öD. Wenn ich jetzt im Netz lesen muss, was mit Jugendlichen passieren soll, wird mir nur noch speiübel. Danke Tom, dass du mich ernstgenommen hast. Danke auch an HJGraf, für deine hilfreichen Infos. LG Vanzella |
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| | #30 |
| Emailprobleme, Administrator kontaktieren! Registriert seit: 04.05.2006
Beiträge: 34
| Hallo Vanzella, ich war zwar nur ziemlich kurze Zeit in einer Einrichtung, die einem Heim entspricht, aber das hat absolut ausgereicht. (siehe "Jugendwerkhof Dessau") Als renitenter Mensch hatte ich dann bei der NVA das "Glück", im Militärstraflager Schwedt einsitzen zu müssen (wobei von "Sitzen" da keine Rede sein konnte). Ich möchte hier im Forum nicht auf Einzelheiten eingehen, aber du weißt ja selbst, wie es war und was es angerichtet hat. Und ich denke, daß auch du genügend Leute kennst (evtl. sogar die eigene bucklige Verwandschaft), die nicht verstehen können und wollen, daß uns damit das ganze Leben kaputtgemacht wurde. Wenn man wie ich heute nicht mehr arbeiten gehen kann, weil die seelischen schäden einfach zu groß sind und nie verheilen konnten (denn du weißt ja selbst, was es an "psychotherapeutischen Maßnahmen" für Leute wie uns in der DDR gab), dann muß man sich vorwerfen lassen, mit "alten, längst vergessenen Geschichten hausieren zu gehen, um sich auf Kosten der Allgemeinheit ein schönes Leben zu machen". Dazu muß man nun wirklich nichts mehr sagen, oder? Es fällt mir zunehmend schwerer, überhaupt über dieses Thema zu sprechen - vor allem, da sämtliche Therapeuten, mit denen ich bisher zu tun hatte, damit völlig überfordert sind. Und die in den alten Bundesländern wissen oft nicht mal, wovon ich überhaupt spreche ...
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| | #31 |
| Emailprobleme, Administrator kontaktieren! Registriert seit: 15.01.2007
Beiträge: 297
| Thomas hat eine PN |
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| | #32 | |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer/in Registriert seit: 20.07.2007
Beiträge: 113
| Zitat:
Und jemand hat auch vor einiger Zeit eine eingehende Buchrezension zu diesem Sachbuch "Alptraum Erziehungsheim" - unter der Überschrift "Kann man leise schreien?" geschrieben. Diese Buchrezension ist hier zu finden: http://www.vehev.org/Buecher.html (bitte dort ein Stückchen runter scrollen). ( leider ohne die Registrierung von zutreffenden Tags / Labels / Liste von Suchbegriffen - wodurch es nicht einfach zu finden ist über die Suchmachinen ). Auch nicht zu vergessen ist die überaus wichtige Webseite des SPIEGEL-Journalisten und Autors, u. a., des Sachbuches "Schläge im Namen des Herrn - die verdrängte Geschichte der Heimkinder in der Bundesrepublik", mit dem er die ganze Sache erst einmal richtig ins rollen gebracht hat, sodass sich jetzt auch Politiker anfangen darum zu kümmern. Auf Bundesebene, als Parteien, haben zumindest DIE GRÜNEN und die FDP öffentlich dazu Stellung bezogen. Peter Wensierski.s Webseite, wo immer das Neuste zu finden ist, ist www.schlaege.com / www.wensierski.info Wünsche allen Betroffenen das Beste und viel Erfolg mit der Aufarbeitung des Erlebtens ! | |
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| | #33 |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer/in Registriert seit: 20.07.2007
Beiträge: 113
| Die GRÜNEN (als eine Parteieinheit auf Bundesebene) und die FDP (als eine Parteieinheit auf Bundesebene) haben den ehemaligen Heimkindern jetzt ihr Verständnis und ihre Sympathie mitgeteilt und ihre zukünftige Unterstützung zugesagt: Frage zum Thema: Inneres und Justiz @ http://www.abgeordnetenwatch.de/dr_guido_westerwelle-650-5485-2.html#fragen 01.06.2007 - Frage von Martin Mitchell Gerechtigkeit für ehemalige Heimkinder. - Position der FDP? Sehr geehrter Herr Westerwelle. Welche Stellung bezieht die FDP zu der "Problematik" der damaligen Misshandlung und Ausbeutung EHEMALIGER HEIMKINDER in kirchlichen sowohl wie staatlichen Heimen und Anstalten im "Wirtschaftwunder Westdeutschland"? Vertritt die FDP die gleiche oder eine unterschiedliche Meinung, diesbetreffend, wie die GRÜNEN in ihrer Presseerklärung vom 25.04.2007 und dem dieser Presseerklärung ( aufrufbar @ www.josef-winkler.de ) angeschlossenen ECKPUNKTPAPIER vom 24.04.2007 ( aufrufbar @ www.gruene-bundestag.de )? Mit vorzüglicher Hochachtung ! Martin Mitchell Frage zum Thema: Inneres und Justiz @ http://www.abgeordnetenwatch.de/dr_guido_westerwelle-650-5485-2.html#fragen 10.07.2007 - Antwort von Dr. Guido Westerwelle Re: Gerechtigkeit für ehemalige Heimkinder. - Position der FDP? Sehr geehrter Herr Mitchell, haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht vom 4. Juni 2007 und für Ihr Interesse an der Programmatik der FDP. Wir Liberale nehmen das Thema der Heimunterbringung und Heimerziehung von Kindern und Jugendlichen in den 50er und 60er Jahren und teilweise noch bis in die 70er Jahre hinein sehr ernst. Nach allem, was in diesem Zusammenhang bisher bekannt geworden ist, bedarf die Thematik dringend der weiteren historischen Aufarbeitung. Die Träger und ehemaligen Träger der Heime fordern wir auf, ihren Beitrag zur Aufklärung zu leisten, die Verantwortung für geschehenes Unrecht zu übernehmen und die Opfer von Entwürdigung und Misshandlung angemessen zu rehabilitieren. Über weitere Maßnahmen werden die Freien Demokraten dann auf der Grundlage neuer Erkenntnisse zu entscheiden haben. Nochmals vielen Dank für Ihre Zuschrift und Ihre Frage. Ihnen persönlich alles Gute. Mit freundlichen Grüßen Dr. Guido Westerwelle, MdB Von den Koalitionspartnern, der CDU/CSU (als Parteieinheit auf Bundesebene) und der SPD (als Parteineinheit auf Bundesebene) und auch von der LINKEN (als Parteineinheit auf Bundesebene) gibt es bis zum heutigen Tage keine Stellungnahme zu diesem Thema. Sobald jedoch, jeweilig, eine Stellungnahme dieser drei Bundesparteien eintrifft, werde ich Euch auch darüber Bescheid geben. In der Zwischenzeit veröffentlicht old codger aus Australien: "Engagierter Bürger" und "Ehemaliges Heimkind" Martin Mitchell zwei Fotos der Zwangsarbeit im Moor, die er und zehntausend andere jugendliche Insassen im nachkriegszeitlichen westdeutschen "Wirtschaftswunder", im Sommer sowie auch im Winter in "Freistatt", unentlohnt haben verrichten müssen. ![]() ![]() ____________________________________ Die Wahrheit und Wahrhaftigkeit sind etwas sehr schönes! Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit! Sie bedarf ständiger Wachsamkeit! The price of freedom is eternal vigilance! |
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| | #34 |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer/in Registriert seit: 20.07.2007
Beiträge: 113
| Die Rechtsanwälte Dr. Vehlow & Wilmans vertreten ehemalige Heimkinder Im Auftrag ehemaliger Heimkinder verhandelt die Anwaltskanzlei Dr. Vehlow & Wilmans [ Hamburg ] gemeinsam mit der Kanzlei Michael Witti [ München ] mit Staat und Kirchen, mit dem Ziel einer globalen Lösung für alle Betroffenen. In einem ersten Schritt gilt es zunächst eine neutrale Plattform zu schaffen, auf welcher die von uns formulierten Ziele mit allen Beteiligten diskutiert werden können. Dies kann, zum Beispiel, hier geschehen oder auch im Forum bei www.emak.org stattfinden. Heimgeschädigte die Ansprüche geltend machen wollen bitten wir die anschließende Bekanntgebung zu lesen und sich gegebenenfalls direkt bei den Anwälten Dr. Vehlow & Wilmans zu melden. Jeder wird gebeten sachlich zu bleiben und sich auf die angesprochenen Themen zu konzentrieren. [ Hamburg, Freitag den 7. September 2007 ] Kurzfassung der Zielsetzung durch die Anwaltskanzlei Dr. Vehlow & Wilmans und der Kanzlei Michael Witti. Unsere Ziele haben wir Staat und Kirchen in Themenkomplexen grob wie folgt formuliert: Themenkomplex I: Historische Aufarbeitung Unserer Mandantschaft fordert eine offenen Aufarbeitung der damaligen Geschehnisse. Diese Aufarbeitung sollte zum einen die generellen gesamt-gesellschaftlichen und historischen Fragestellungen, insbesondere auch nach den Ursachen für das geschehene Unrecht erfassen. Idealerweise sollte das Ergebnis der Aufarbeitung in einer gemeinsamen öffentlichen Präsentation dargestellt werden. Dies ist für das Selbstverständnis und die gesellschaftliche Akzeptanz ehemaliger Heimkinder von entscheidender Bedeutung. Neben der generellen Aufklärungsarbeit ist es erforderlich, den Betroffenen auch individuell vor Ort bei der Aufklärung ihrer Biografie jede denkbare Unterstützung zukommen zu lassen. Hier ist insbesondere ein weitestgehendes Akteneinsichtsrecht erforderlich, welches beinhaltet, dass einschlägige Akten auch nach Ablauf der Aufbewahrungsfristen nicht vernichtet werden. Themenkomplex II: Entschädigung Für unsere Mandantschaft steht es außer Frage, dass sowohl die meist unberechtigte Heimeinweisung als auch der Umgang der Heime mit den Kindern eine Entschädigungslösung erfordern, die unabhängig von der individuellen, zivilrechtlichen Durchsetzbarkeit ist. Aufgrund der Vielzahl von Anspruchsgegnern bietet sich eine Fonds- oder Stiftungslösung an, die es der Anspruchgegnerseite überlässt, im Innenverhältnis Beteiligungsquoten zu verhandeln, und die andererseits im Verhältnis zu den Betroffenen eine Gleichbehandlung gleich gelagerter Schicksale durch festzulegende einheitliche Kriterien sicherstellt. Neben den christlichen Kirchen und Heimträgern, sehen wir Bund und Länder in der Hauptverantwortung. Aus unserer Sicht wird sich im Rahmen der Aufarbeitung zeigen, dass weitere Anspruchsgegner einzubeziehen sind. Hier denken wir zunächst an diejenigen Unternehmen und Kommunen, die von den Heimkindern als billige Arbeitskräfte unmittelbar oder mittelbar profitiert haben. Beweisrechtlich weisen wir bereits jetzt daraufhin, dass aufgrund der ausgedünnten Aktenlage keine höhere Anforderungen als eine Glaubhaftmachung zumutbar ist. Zudem wird durch den Bundesgesetzgeber sicherzustellen sein, dass Entschädigungszahlungen keine Anrechnung auf Leistungen nach SGB II finden. [ "SGB" bedeutet "Sozialgesetzbuch" ] Themenkomplex III: Soziale Belange Neben der Entschädigungsfrage wird auch zu diskutieren sein, wie verschiedene soziale Folgen aufgefangen werden können. Insoweit möchten wir ausdrücklich das Thema der rentenversicherungsrechtlichen Berücksichtigung von Arbeitszeiten im Heim ansprechen. Ein weiteres soziales Problem ist die Traumatisierung vieler Betroffener, zu deren Überwindung häufig professionelle Hilfe erforderlich ist. Der Zugang zu professioneller Hilfe ist einer Vielzahl von Betroffenen aufgrund der diesbezüglich engen Leistungs-Tatbestände der gesetzlichen Krankenversicherungen, und mangelnder eigener wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit verschlossen. Insoweit regen wir die Errichtung von Anlaufstellen an, die den Betroffenen kostenlos die erforderliche Hilfe gewähren. Auch diesbezüglich ist die Einbeziehung des Bundes natürlich unabdingbar. Diese reduzierte Fassung enthält Kernsätze unserer Forderungen. Die Anwälte führen jedoch keine Einzelklagen auf OEG [ d.h. nach dem Opferentschädigungsgesetz ], vor den Sozialgerichten wegen Renten oder Schadensersatzklagen vor den Landgerichten. Ehemalige Heimkinder können sich mit einer Beschreibung ihrer Erlebnisse direkt bei den Anwälten melden. Dr. Vehlow & Wilmans Rechtsanwälte Sierichstrasse 32 22301 Hamburg Tel. + 49 (0) 40 65055178 Fax. +49 (0) 40 65055180 Email: vehlow.wilmans@web.de [ Ansprechspartner: Gerrit Wilmans ] [ Webseite: http://www.vehlow-wilmans.de/index.php?web=1 ] Beitrag getätigt von Martin Mitchell in Australien, Betreiber der unabhängigen Webseite Heimkinder-Ueberlebende.org – ausschließlich eine nichtkommerzielle, ehrenamtlich von einem 61-jährigen (am 28.07.1946 in West-Berlin geborenen) "Ehemaligen Heimkind" betriebene Heimerziehungsforschung.s-, Geschichtsaufarbeitung.s-, Aufklärung.s- und Hilfeleistung.s- Webseite ist und wertvolle Öffentlichkeitsarbeit leistet – die über jede der folgenden Domain-Namen aufrufbar ist: www.heimkinder-ueberlebende.org / www.heimkinder-ueberlebende.info / www.care-leavers-survivors.org / www.care-leavers-survivors.info / www.care-leavers-survivors.net / www.diakoniefreistatt.de.vu / www.freistatt.de.vu / www.heimkinder.eu / www.heimkinder-community.eu / www.ex-heimkinder.eu; und dazu gehört auch der "Ehemalige Heimkinder" Blog @ www.heimkinderopfer.blogspot.com und der "Heimkinderopfer2 Blog" @ www.heimkinderopfer2.blogspot.com. Geändert von Ehemaliges Heimkind (08.09.2007 um 11:25 Uhr) Grund: Nachtrag |
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| | #35 | |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer/in Registriert seit: 20.07.2007
Beiträge: 113
| Zitat:
Der Text der "Bekanntgebung" der deutschen Anwälte für ehemalige Heimkinder ( "Heimgeschädigte" ) kam in meinen Besitz aus zweiter Hand, via den USA, und es wurde mir leider nicht genau klar gemacht, bzw. mitgeteilt, was die Worte der Anwälte sind oder waren, und welche Worte der übermittelten anwaltlichen "Bekanntgebung" aus Deutschland nach Australien, dem USA Übermittler der Nachricht an mich, gehörten. Wenn es mir möglich wäre meinen vorhergehenden Beitrag vom 08.09.2007, 11:13 zu korrigieren, bzw. mit einer "EDIT"-Funktion hier zu "editieren", würde ich die folgende Umänderungen machen: »»» [ Hamburg, Freitag den 7. September 2007 ] Wichtige Mitteilung für ehemalige Heimkinder [ Diese Mitteilung geht an alle, die bedingungslos an einer "Aufarbeitung des begangenen Unrechts" und an einer "Wiedergutmachung" mitwirken wollen. ] Die Rechtsanwälte Dr. Vehlow & Wilmans vertreten ehemalige Heimkinder Im Auftrag ehemaliger Heimkinder verhandelt die Anwaltskanzlei Dr. Vehlow & Wilmans [ Hamburg ] gemeinsam mit der Kanzlei Michael Witti [ München ] mit Staat und Kirchen, mit dem Ziel einer globalen Lösung für alle Betroffenen. In einem ersten Schritt gilt es zunächst eine neutrale Plattform zu schaffen, auf welcher die von uns formulierten Ziele mit allen Beteiligten diskutiert werden können. Heimgeschädigte die Ansprüche geltend machen wollen bitten wir die anschließende Bekanntgebung zu lesen und sich gegebenenfalls direkt bei den Anwälten Dr. Vehlow & Wilmans zu melden. [ Jeder wird gebeten sachlich zu bleiben und sich auf die angesprochenen Themen zu konzentrieren. ] Kurzfassung der Zielsetzung durch die Anwaltskanzlei Dr. Vehlow & Wilmans und der Kanzlei Michael Witti. Unsere Ziele haben wir Staat und Kirchen in Themenkomplexen grob wie folgt formuliert: ««« [ Desweiteren ließt die "Bekanntgebung" genauso wie zuvor. Siehe den vorhergehenden Beitrag vom 08.09.2007, 11:13. ] :-) | |
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| Erfahrener Benutzer Forumnutzer/in Registriert seit: 20.07.2007
Beiträge: 113
| Instutitionelle Kindesmisshandlung auch in der Schweiz ! Katholiken wollen um Verzeihung bitten - vielleicht sogar Entschädigung zahlen ! Dieser Text wurde zur Verfügung gestellt von Katholischer Mediendienst in der Schweiz: Wir freuen uns, Ihnen die folgende Meldung zukommen zu lassen: Katholiken wollen um Verzeihung bitten EXPRESS: • Katholische Amtsträger haben Zöglinge misshandelt. • Die Kirche solle dazu stehen, finden Luzerner Katholiken. • Die Kirchen-Exekutive will zunächst Expertisen erstellen. Vor einer Woche haben die Parlamentarier der römisch-katholischen Landeskirche Luzern mit grosser Mehrheit ein Postulat überwiesen: • Der Synodalrat, also die Exekutive der Landeskirche, solle die Schweizerische Bischofskonferenz auffordern, sich zu entschuldigen - und zwar für katholische Amtsträger, die «Verding-, Heimkinder oder Kinder, die ihnen anvertraut waren, psychisch und physisch unrecht behandelt» haben. Solches Unrecht wurde bis Mitte des 20. Jahrhunderts etwa im geistlich geführten Erziehungsheim Rathausen begangen. • Der Synodalrat solle sich der Bitte um Entschuldigung anschliessen. • Er solle das tun in Koordination mit anderen Landeskirchen und die Bildung eines Fonds für die Geschädigten unterstützen. «Derzeit keine Kenntnisse» Der Synodalrat hätte den Vorstoss lieber nicht entgegengenommen. Er habe «derzeit keine Kenntnisse von konkretem Missbrauch oder dessen Vertuschung» und wisse deshalb nicht, an wen er sich zu richten hätte. Ferner argumentierte die Exekutive: «Eine allgemein gehaltene, unspezifische Entschuldigung, zum Beispiel von der Landeskirche, die es zum Zeitpunkt der Vorfälle noch gar nicht gab, kann wirksam weder Schaden mindern noch Verletzungen heilen.» «Schwarze Vergangenheit» Umso interessanter, wie der Synodalrat nun die Forderungen des Parlaments umzusetzen gedenkt. Georg Fellmann, frisch gewählter Synodalratspräsident, sagte gestern auf Anfrage: «Man müsste wohl zuerst eine Expertise erstellen lassen. Es ist vieles noch offen: Wie tief wollen wir bei einer allfälligen Untersuchung gehen? Soll sie sich auf Heime allgemein beziehen? Oder nur auf Jugendheime?» Eine «Grundsatzfrage» sei, ob die Entschuldigung überhaupt «eine Aufgabe der Landeskirche Luzern ist oder etwas, das man auf schweizerischer Ebene in Angriff nimmt». Für Hans Egli, einen von 17 Unterzeichnern des als Motion eingereichten Forderungspakets, sind die Fragen obsolet: «Es macht keinen Sinn, auf weitere wissenschaftliche Gutachten zu warten. Wir haben Kenntnis von dieser schwarzen Vergangenheit.» Er verweist auf vergangene und laufende Untersuchungen zum Thema und resümiert: «Man kann das nicht wegdiskutieren.» Nun sei es an der Zeit, dass die Kirche zu ihrer Verantwortung stehe und sich «mutig und in gebührender Form» entschuldige für Unrecht, das in die Verantwortung kirchlicher Institutionen gefallen sei. Der Synodalrat will das Postulat zu den Verding- und Heimkindern am 5. Dezember behandeln. Dann könnte klarer werden, wie es nun weitergehen soll. Von Andreas Töns Quelle: Neue Luzerner Zeitung, 14.11.2007 __________ Eine Dienstleistung des Portals kath.ch ( http://kath.ch ) - Katholischer Mediendienst ( http://kath.ch/mediendienst ) Freundlich grüsst Sie Portal kath.ch mailto: redaktion@kath.ch Die Frage stellt sich meinerseits: (A.) Wann wird die Katholische Kirche in Deutschland bereit sein, sich für genau solches und genau das gleiche gegen ehemalige Heimkinder in ihren damaligen Einrichtungen in Deutschland begangene Unrecht und genau die gleiche Rechtsstaatswidrigkeit, zu entschuldigen und Sühne zu tun? (B.) Wann wird die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) bereit sein, sich für genau solche und genau das gleiche gegen ehemalige Heimkinder in ihren damaligen Einrichtungen in Deutschland begangene Unrecht und genau die gleiche Rechtsstaatswidrigkeit, zu entschuldigen und Sühne zu tun? (C.) Wann wird das Deutsche Parliament, der Deutsche Bundestag, die verschiedenen Deutschen Landtage - der Deutsche Staat - der ebenso schuldig ist, und an diesen Misshandlungen und Vergehen gegen ehemalige Heimkinder beteilt war und massiv davon profitiert hat - bereit sein sich zu entschuldigen und Sühne zu tun? (D.) Wann wird die Deutsche Industrie, und große sowie auch kleine Wirtschaftsbetriebe und Individuen, in ganz Deutschland (im "Wirtschaftswunder Westdeutschland"), die ebenso, in einem großen Ausmaß, über Jahrzehnte hinweg, an diesen Misshandhandlungen und Ausbeutungen ehemaliger Heimkinder beteiligt waren und davon profitiert haben, bereit sein sich zu entschuldigen und Sühne zu tun? Diese Fragen werden gestellt ( und schon seit den letzten vier Jahren gestellt ! ) von: Martin Mitchell ( Jugendamtsopfer - BRD-Heimerziehungsopfer - Ehemaliges Heimkind - westdeutscher Zwangsarbeiter / forced labourer - Fürsorgehäftling - Jahrgang 1946 - entflohen / ausgewandert nach Australien in 1964 ) Betreiber seit 17. Juni 2003 der nichtkommerziellen und ehrenamtlich von Australien aus betriebenen Webseite Heimkinder-Ueberlebende.org @ www.heimkinder-ueberlebende.org / www.care-leavers-survivors.org und mit den dazugehörigen Blogs www.heimkinderopfer.blogspot.com und www.heimkinderopfer2.blogspot.com. ____________________________________ Die Wahrheit und Wahrhaftigkeit sind etwas sehr schönes! Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit! Sie bedarf ständiger Wachsamkeit! The price of freedom is eternal vigilance! |
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| Benutzer Forumnutzer/in Registriert seit: 08.03.2006
Beiträge: 86
| besonders für alle betroffenen - und auch angehörigen/freunde/freundinnen - dieser gewalttätigen praktiken möchte ich ein buch empfehlen, welches sich als einstieg zum verständnis der eigenen traumatisierung bereits bewährt hat: Die Narben der Gewalt von judith herman. sie arbeitet mit einem erweiterten modell der chronifizierten posttraumatischen belastungsstörung (ptbs), welches sich in den letzten jahren langsam beginnt, in psychotherapie und ansatzweise auch in teilen der psychiatrie durchzusetzen. die kriterien für dieses modell, an denen sich auch die relevanz für viele ehemalige heimkinder sehen lässt, sind im letzten teil dieses beitrags aufgeführt: http://autismuskritik.twoday.net/stories/3136820/ ich möchte das buch wirklich empfehlen, da es die soziale dimension zwischenmenschlicher gewalt ausdrücklich thematisiert.
__________________ "Wenn es ein Phänomen wie das absolut Böse überhaupt gibt, dann besteht es darin, einen Menschen wie ein Ding zu behandeln." (John Brunner, Der Schockwellenreiter) |
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| | #38 | |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer/in Registriert seit: 20.07.2007
Beiträge: 113
| Zitat:
Neun Kunden-Rezensionen zu diesem wirklich guten Buch, sind hier zu finden @ Amazon.de: Rezensionen zu Die Narben der Gewalt. Traumatische Erfahrungen verstehen und überwinden.: Bücher: Judith Lewis Herman Und dieses Buch ist ebenfalls über den Anti-Psychiatrie-Verlag erhaltlich. Siehe @ Judith Herman: Die Narben der Gewalt. Traumatische Erfahrungen verstehen und überwinden NEWS-FLASH [i]re "former wards of the state institutionalised in church and state homes in the former West-Germany" in the marquee (running text) @ http://www.care-leavers-survivors.org[/i] AUF BUNDESEBENE - Die SPD im Bundestag schlägt zur Experten-Anhörung vor dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages am 21.1.2008 folgende Personen vor: (i) Jugendhilfe, Heimaufsicht: Prof. Dr. Christian Schrapper, Uni Koblenz, Prof. Dr. Manfred Kappeler; (ii) Gerichtsentscheide, Sorgerecht: Dr. Thomas Meysen, Prof. Dr. Johannes Münder; (iii) Rentenversicherung: Ein Vertreter des Bundesarbeitsministeriums, ein Vertreter der Deutschen Rentenversicherung. AUF LANDESEBENE - Schleswig-Holstein - 19.01.2008: Betroffene der damaligen Fürsorgeerziehung treffen sich zum Gespräch mit Sozialministerin Gitta Trauernicht. AUF LANDESEBENE - Nordrhein-Westfalen - Landschaftsverband Rheinland (Köln) will Fürsorgeerziehung-Geschichtsaufarbeitung - anhand existerendem Archivmaterial - vornehmen und veröffentlichen (die Frage ob auch ehemalige Zöglinge selbst jetzt Zugang zu ihren Akten bekommen werden, ist noch nicht beantwortet worden). Viele Grüße aus Down Under Martin Mitchell ( "Rechercheur", "Ehemaliges Heimkind", "Engagierter Bürger" ) | |
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| | #39 |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer/in Registriert seit: 20.07.2007
Beiträge: 113
| Wer setzt sich für "Ehemalige Heimkinder" ein, und wer nicht? Es ist, meines Erachtens, bemerkenswert, wie einige Webseiten, dessen Betreiber vorgeben "Ehemaligen Heimkindern" zu helfen / helfen zu wollen – durch das Stillschweigen darüber und das Verschweigen bestimmter ausschlaggebender Themen – es ablehnen über die Fortschritte in Aufklärung und Aufarbeitung, und ein sich Nähern der verschiedenen beteiltigten Parteien, zu berichten, das besonders seit der Veröffentlichung des Sachbuches "Schläge im Namen des Herrn – Die verdrängte Geschichte der Heimkinder in Bundesrepublik" (Peter Wensierski) unaufhaltsam voranschritt: 1.) re "Ehemalige Heimkinder" @ http://www.heimkinder-ueberlebende.org/DER-PARITAETISCHE-Gesamtverband-berichtet-.-re-Pressekonferenz-am-21.01.2008-nach-der-3.-Anhoering-vor-dem-Petitionsausschuss-des-Deutschen-Bundestages-re-Ehemalige-Heimkinder.html 2.) re "Ehemalige Heimkinder" @ http://www.heimkinder-ueberlebende.org/Online-DOMRADIO-Bericht-vom-22.01.2008-re-Pressekonferenz-mit-Wissenschaftlern-und-Anwalt-der-ehemaligen-Heimkinder-der-alten-Bundeslaender-nach-3.-Petitionsausschussanhoerung.html 3.) re "Ehemalige Heimkinder" @ http://www.heimkinder-ueberlebende.org/Junge-Welt-online-23.01.2008-.-Bericht-von-Jana-Frielinghaus-.-Tausende-Einzelfaelle-von-systematischer-Misshandlung-und-Arbeitsausbeutung-in-der-damaligen-BRD-Heimerziehung.html 4.) re "Ehemalige Heimkinder" @ http://www.heimkinder-ueberlebende.org/ZIBB-Tatsachenbericht-vom-25.01.2008-.-Entschaedigung-fuer-ehemalige-Heimkinder-.-Beitrag-von-E.Wagner-.-Damalige-Erziehungsheime-sowohl-wie-auch-heutige-Erziehungscamps-in-der-Kritik.html 5.) re "Ehemalige Heimkinder" @ http://www.heimkinder-ueberlebende.org/Artikel-in-Sueddeutsche-Zeitung-.-sueddeusche.de-.-14.11.2007-.-Schleswig-Holstein-.-Ehemaliges-Jugendheim-Glueckstadt-.-Schlaege,-Zwangsarbeit-und-Nazi-Uniformen-bis-1974.html 6.) re "Ehemalige Heimkinder" @ FDP im Deutschen Bundestag – ACKERMANN, MdB: Erlittenes Unrecht ehemaliger Heimkinder anerkennen und aufarbeiten @ http://www.fdp-fraktion.de/webcom/show_websiteprog.php/_c-649/_lkm-566/_nr-9732/kids-a:1:%7Bi:694%3Bi:5781%3B%7D/i.html 7.) re "Ehemalige Heimkinder" Die Position der GRÜNEN und ihr diesbetreffendes "Eckpunktepapier" vom 24.04.2007 @ http://www.josef-winkler.de/der_presseservice/presse_infos/index.html?no_cache=1&expand=433&cHash=fb5ae91003 Diese Beobachtung wird gemacht von dem ehrenamtlichen Rechercheur und Berichterstatter, "Ehemaliges Heimkind“ und "Engagierter Bürger" Martin Mitchell, Betreiber von Heimkinder-Ueberlebende.org @ www.heimkinder-ueberlebende.org / www.care-leavers-survivors.org __________________________________________________ ___________ "Mit der Dummheit kämpfen sogar die Götter vergebens." Friedrich Schiller "Das sind die Weisen, die durch Irrtum zur Wahrheit reisen. Die im Irrtum verharren, das sind die Narren." Friedrich Rückert |
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| Erfahrener Benutzer Forumnutzer/in Registriert seit: 20.07.2007
Beiträge: 113
| Australische Regierung entschuldigt sich. Wann wird DEUTSCHE Regierung diesem Beispiel folgen? Unter anderen deutschen Medien ... berichtet die TAZ am 13.02.2008 "Australien entschuldigt sich - Albtraum der Aborigines" @ http://www.taz.de/1/politik/asien/ar...ash=592726b515 berichtet die FAZ am 13.02.2008 http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A...~Scontent.html "Australien entschuldigt sich bei Aborigines - „Beflecktes Kapitel in der Geschichte unseres Landes“" berichtet die SUEDDEUTSCHE ZEITUNG am 13.02.2008 "Ureinwohner in Australien - Historische Entschuldigung" @ http://www.sueddeutsche.de/ausland/artikel/74/157653/ berichtet der STERN am 13.02.2008 "Australien - Aborigines akzeptieren Entschuldigung" @ http://www.stern.de/politik/ausland/...html?id=611030 berichtet der TAGESSPIEGEL am 13.02.2008 "Regierungschef entschuldigt sich bei Ureinwohnern" @ http://www.tagesspiegel.de/politik/i...art123,2475784 Der vollständige Text der Entschuldigung der Australischen Bundesregierung, IN ENGLISCH, ist hier zu finden @ http://news.bbc.co.uk/2/hi/asia-pacific/7242057.stm Der vollständige Vortrag des australischen Premierministers Kevin Rudd, diesbetreffend, im Australischen Parlament, IN ENGLISCH, ist in der offiziellen Niederschrift im HAZARD zu finden @ http://www.aph.gov.au/house/Rudd_Speech.pdf Mein Kommentar zu diesem historischen Ereignis in Australien, und zu den deutschen Medien-Reportagen darüber, ist dieser: Entschuldigung bei denen gegen die man sich vergangen hat. Was die Entschuldigung der Australischen Bundesregierung bei den australischen Ureinwohnern betrifft, so ist dies ein willkommener ERSTER SCHRITT !!! Ehemalige Heimkinder der alten Bundesländer wollen wissen: Und wann wird sich die DEUTSCHE Bundesregierung bei IHREN Opfern entschuldigen, den vielen Hunderttausenden der ihren Eltern entrissenen und institutionalisierten Kinder und Jugendlichen, misshandelt und ausgebeutet in der damaligen Heimerziehung in kirchlichen sowohl wie auch staatlichen Heimen und FÜRSORGEANSTALTEN im "Wirtschaftswunderland Westdeutschland"? Von der DEUTSCHEN Bundesregierung hört man nur ohrenbetäubendes Schweigen diesbetreffend ! Dieser Beitrag wurde getätigt von einem solchen "Ehemaligen Heimkind", Martin Mitchell, der vor 43 Jahren nach Australien ausgewandert war um diesen Qualen, dieser Folter und dieser Ausbeutung in DEUTSCHEN FÜRSORGEHÖLLEN zu entkommen. Heute ist Martin Mitchell (seit dem 17.06.2003) der Betreiber der unabhängigen Webseite Heimkinder-Ueberlebende.org – ausschließlich eine nichtkommerzielle, ehrenamtlich von einem 61-jährigen (am 28.07.1946 in West-Berlin geborenen) "Ehemaligen Heimkind" betriebene Heimerziehungsforschung.s-, Geschichtsaufarbeitung.s-, Aufklärung.s- und Hilfeleistung.s- Webseite, die wertvolle Öffentlichkeitsarbeit leistet – die über jede der folgenden Domain-Namen aufrufbar ist: www.heimkinder-ueberlebende.org / www.heimkinder-ueberlebende.info / www.care-leavers-survivors.org / www.care-leavers-survivors.info / www.care-leavers-survivors.net / www.diakoniefreistatt.de.vu / www.freistatt.de.vu / www.heimkinder.eu / www.heimkinder-community.eu / www.ex-heimkinder.eu ; und dazu gehört auch der "Ehemalige Heimkinder" Blog @ www.heimkinderopfer.blogspot.com und der "Heimkinderopfer2 Blog" @ www.heimkinderopfer2.blogspot.com . Und falls die DEUTSCHE Bundesregiering nicht weiß was es mit solch einer ENTSCHULDIGUNG auf sich hat oder wie man sich unter den gegebenen Verhältnissen und Umständen entschuldigt, kann sich die DEUTSCHE Bundesregiering, u.a., hier darüber informieren (bedarf aber guter ENGLISCH-Kenntnisse): 1.) "How to Apologize for Serious Wrongdoing against Children in Institutional Care" : "Institutional Child Abuse - Apologising for Serious Wrongdoing: Social, Psychological and Legal Considerations" @ http://web.archive.org/web/200312280...ml/apology.asp 2.) Menschenwürde zurückgeben : "Restoring Dignity - Responding to Child Abuse in Canadian Institutions" : "Law Commission of Canada, Restoring Dignity: Responding to Child Abuse in Canadian Institutions", u.a. jetzt auch hier zu finden @ http://www.austlii.edu.au/au/journal...L/2001/28.html ; und siehe auch hier @ http://dspace.dal.ca/dspace/bitstrea...mmary%20EN.pdf und hier @ http://humanrights.gov.au/social_jus...esrosiers.html 3.) "The Politics of Official Apologies", Melissa Nobles, ISBN 9780521872317, Cambridge University Press, Buch-Angebot und kurze Rezensionen @ http://www.cambridge.org/us/catalogu...=9780521872317 Ich hoffe der DEUTSCHEN Bundesregierung hiermit geholfen zu haben sich ebenfalls dazu zu entscheiden sich bei IHREN Opfern zu entschuldigen. __________________________________________________ Die Wahrheit und Wahrhaftigkeit sind etwas sehr schönes! Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit! Sie bedarf ständiger Wachsamkeit! The price of freedom is eternal vigilance! |
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