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Schwere Vorwürfe gegen Bremer Hartz IV-Behörde; in Forum: Allgemein; Schwere Vorwürfe gegen Bremer Hartz IV-Behörde PR -SOZIAL das Presseportal - vor 19 Minuten gefunden Bremen ( pr -sozial) – Schwere Vorwürfe gegen die Bremer Hartz IV-Behörde hat Gudrun Binder ...

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Alt 29.04.2007, 13:36   #1
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Standard Schwere Vorwürfe gegen Bremer Hartz IV-Behörde

Schwere Vorwürfe gegen Bremer Hartz IV-Behörde
PR-SOZIAL das Presseportal - vor 19 Minuten gefunden
Bremen (pr-sozial) – Schwere Vorwürfe gegen die Bremer Hartz IV-Behörde hat Gudrun Binder von der Bremer Montagsdemo erhoben. Demnach soll die „BAGIS“ ...
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Alt 29.04.2007, 14:10   #2
Anselm Querolant
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Zitat:
Zitat von Martin Behrsing Beitrag anzeigen
Schwere Vorwürfe gegen Bremer Hartz IV-Behörde
PR-SOZIAL das Presseportal - vor 19 Minuten gefunden
Bremen (pr-sozial) – Schwere Vorwürfe gegen die Bremer Hartz IV-Behörde hat Gudrun Binder von der Bremer Montagsdemo erhoben. Demnach soll die „BAGIS“ ...
Ja, so langsam kommt ans Licht was ans Licht gehört!

Aus dem Bericht.

"Hauptverantwortlicher bleibt der Täter, und dann kommt erst der Staat, aber die Frage sei erlaubt, was der Staat für Rahmenbedingungen schafft, die aus einem Vater einen Mörder machen.

Im Hervorgehobenen liegt das eigentliche Problem. In einer Politik die Menschenleben als Kollateralschäden abschreibt, wird Menschenwürde nur noch insofern ernst genommen, wie die finanziellen Möglichkeiten des Betroffen dies "würdigen".

Dazu eine Frage an die Allgemeinheit.

Wie lange darf eine Behörde einen Menschen quälen und sich hinter missdeuteten, dadurch des Menschen unwürdigen Paragraphen verstecken, ohne dass man die ausführenden Menschen an den Schreibtischen zur Verantwortung ziehen muss?

Gruß, Anselm
 
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Alt 29.04.2007, 15:00   #3
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Standard Schwere Vorwürfe gegen Bremer HartzIV Behörde

Hier wird endlich etwas Licht ins Dunkle gebracht. Nach lesen des Berichtes von Martins Link, gehe ich davon aus, das Kevins Vater, genauso Opfer einer Sozialbehörde geworden ist, wie Kevin selbst. Das man enem nicht gefestigten Menschen hier durch Drogenkonsums erst einmal ein Kind anvertraut und dann noch die Leistungen streicht ist es ein Verbrechen der Behörde.
Hier kommt auch wieder die Frage auf, was ist mit Attesten- Begutachtungen von Ärzten, die dann von SBs in selbstherrlicher Art nicht beachtet und ignoriert werden.
Das die Bremer Bagis nichts aus diesem Fall gelernt haben, erkennt man daran, dass sie Vater und kranken Sohn auf 16qm gefangen halten und dies noch als ausreichenden Wohnraum bezeichnen. Auch hier wird nichts unternommen, bis wieder etwas passiert, dann wird vertuscht, geheuchelt und gelogen, dass sich die Balken biegen.
Nur den Menschen hilft man nicht.
Die Bremer Bagis ist eine Brutstätte der aufkommenden Gewalt, und gehört ohne Bezüge entfernt. Ohne Bezug von HartzIV, sie kennen sich ja aus, wie man ohne Leistungsbezug "leben kann"
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Alt 29.04.2007, 15:15   #4
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Standard Schwere Vorwürfe gegen Bremer Hartz-Behörde

Zitat:
Zitat von Anselm Querolant Beitrag anzeigen
Ja, so langsam kommt ans Licht was ans Licht gehört!

Aus dem Bericht.

"Hauptverantwortlicher bleibt der Täter, und dann kommt erst der Staat, aber die Frage sei erlaubt, was der Staat für Rahmenbedingungen schafft, die aus einem Vater einen Mörder machen.

Im Hervorgehobenen liegt das eigentliche Problem. In einer Politik die Menschenleben als Kollateralschäden abschreibt, wird Menschenwürde nur noch insofern ernst genommen, wie die finanziellen Möglichkeiten des Betroffen dies "würdigen".

Dazu eine Frage an die Allgemeinheit.

Wie lange darf eine Behörde einen Menschen quälen und sich hinter missdeuteten, dadurch des Menschen unwürdigen Paragraphen verstecken, ohne dass man die ausführenden Menschen an den Schreibtischen zur Verantwortung ziehen muss?

Gruß, Anselm
Ein kleines, schwer misshandeltes Kind als Kollateralschaden, das ist schon hart, aber genau so ist die Bremer BAgIS vorgegangen.
Es ist eine Sache, so ein hilfloses, entwicklungsverzögertes Menschlein bei seinem als gewalttätig bekannten, drogenabhängigen Ziehvaters zu belassen. Auf welche Weise die Mutter des Kindes zu ihren schweren Verletzungen gekommen war, an denen sie schließlich starb, konnte auch nie (?) aufgeklärt werden. Oder, dass der kleine Junge nicht laufen konnte, weil er ein durch mehrere Brüche verformtes Bein hatte. Da hat die Sozialbehörde komplett versagt.
Aber dann noch den Ziehvater aus dem ALG II-Bezug schubsen zu wollen und damit seine Explosion als "tickende Zeitbombe" (Zitat des behandelnden Arztes) zu riskieren, das übersteigt alle Vorstellungskraft, wie leichtfertig mit dem Wohlergehen, ja sogar mit dem Leben eines kleinen, aber leider armen und ausgegrenzten Kindes umgegangen wird!
Ganz nebenbei darf die BAgIS nicht einfach so die Bezüge streichen, ohne dass gesichert ist, dass jemand von anderer Seite Geld zur Sicherung des Unterhaltes bekommt!
Aber das interessiert die Bremer BAgIS doch nicht! Hauptsache wieder einer, nein zwei weniger in der Arbeitslosenstatistik! Das ist Menschenverachtung!
Jedenfalls muss für den kleinen Kevin kein Geld mehr gezahlt werden.

Kaleika
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Alt 29.04.2007, 17:22   #5
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Der Fall Kevin und die Folgen
Parlamentarischer Untersuchungsausschuss soll offene Fragen und Versäumnisse klären

Akten in der Bremer Bürgerschaft [Quelle: Radio Bremen] Ausschuss legt Abschlussbericht vor - Anklage gegen Kevins Ziehvater
Der Untersuchungsausschuss Kindeswohl legt am 20. April 2007 seinen Abschlussbericht vor. Bei den Befragungen von Polizisten, Sozialarbeitern und Politikern traten massive Fehleinschätzungen über das Schicksal des Jungen zu Tage. Kevins Ziehvater wurde unterdessen von der Staatsanwaltschaft wegen Mordes angeklagt.
weiter: http://www.radiobremen.de/magazin/politik/fall_kevin/
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Alt 30.04.2007, 00:44   #6
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Hallo allerseits,
seid Ihr nicht so empört wie ich über diese versuchte Vertuschung, ähnlich wie in Speyer, oder warum sagt fast niemand etwas dazu?!
Kaleika
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Alt 30.04.2007, 01:03   #7
angel6364
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Zitat:
Zitat von Kaleika Beitrag anzeigen
Hallo allerseits,
seid Ihr nicht so empört wie ich über diese versuchte Vertuschung, ähnlich wie in Speyer, oder warum sagt fast niemand etwas dazu?!
Kaleika
Kaleika,

mir fehlen die Worte dazu. Ich habe ähnliches in meiner Familie erlebt, ich weiss, daß Ämter zu nichts zu gebrauchen sind. Das Kindeswohl interessiert im Idealfall die Mutter, sonst niemanden.
Meine blauen Augen habe ich vor einigen Jahren verloren, als ein Richter in der Berufungsinstanz den Satz sagte: "Naja, mit dem Finger mißbraucht, kann man das überhaupt sexuell nennen?" Das Urteil war dementsprechend. Es ging übrigens um den Umgang des Mißbrauchers (leiblicher Vater) mit dem damals achtjährigen Kind.

Ich traue niemandem, ich glaube niemandem und mir fehlen die Worte, die Verfehlungen der Ämter und Gerichte zu kommentieren.

Viele Grüße,
angel
 
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Alt 30.04.2007, 01:11   #8
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Es tut mir sehr Leid für Dich, dass Du das in Deiner Familie erleiden musstest.
Du hattest sicher keinen Anwalt auf Deiner Seite, Kevin bekommt ihn leider erst nach seinem Tod!
Kaleika
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Alt 30.04.2007, 02:18   #9
Katze im Netz
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Zitat:
Zitat von Kaleika Beitrag anzeigen
Hallo allerseits,
seid Ihr nicht so empört wie ich über diese versuchte Vertuschung, ähnlich wie in Speyer, oder warum sagt fast niemand etwas dazu?!
Kaleika
... ich würde gern mehr dazu sagen... aber der Bericht und dein Post drücken schon recht vollständig aus, wie ich darüber denke - ansonsten mit fast gleichaltrigem Kind auch nur ein paar Straßen weiter weg wohnend... der Gedanke - nichts gewusst zu haben und im Prinzip deswegen nicht in der Lage gewesen zu sein, zu helfen, der schmerzt einfach... da ist für Empörung kaum Raum.
 
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Alt 30.04.2007, 14:28   #10
Anselm Querolant
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Zitat:
Zitat von Kaleika Beitrag anzeigen
Hallo allerseits,
seid Ihr nicht so empört wie ich über diese versuchte Vertuschung, ähnlich wie in Speyer, oder warum sagt fast niemand etwas dazu?!
Kaleika
Ich bin auch empört, aber gefasster, ich habe bisher nicht antworten können weil ich schlicht -- auch am Wochende -- zeitweise arbeiten musste.


Eine von vielen Möglichkeiten:
Wir sollten diese Fälle dokumentieren und sammeln. In nicht all zu ferner Zukunft sind wieder Wahlen, da schmerzt die konsequente Verbreitung dieser Fälle die verantwortlichen Ignoranten wesentlich mehr.

Gruß, Anselm
 
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Alt 30.04.2007, 14:35   #11
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Standard Schwere Vorwürfe gegen Bremer Hartz IV-Behörde

Zitat:
Zitat von Anselm Querolant Beitrag anzeigen
Ich bin auch empört, aber gefasster, ich habe bisher nicht antworten können weil ich schlicht -- auch am Wochende -- zeitweise arbeiten musste.


Eine von vielen Möglichkeiten:
Wir sollten diese Fälle dokumentieren und sammeln. In nicht all zu ferner Zukunft sind wieder Wahlen, da schmerzt die konsequente Verbreitung dieser Fälle die verantwortlichen Ignoranten wesentlich mehr.

Gruß, Anselm
Eine gute Idee!
Ich habe auch schon an Radio Bremen und die Taz Hinweise auf diesen Artikel gemailt.
Kaleika
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Alt 30.04.2007, 15:09   #12
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Es wäre gut, die Belange zu trennen...

Das eine ist die Bremer BAgIS, die kurzfristig den Hilfebezug eingestellt hat und das andere ist das Bremer Jugendamt, das zu Wenig kontrolliert hat und dann kommt da noch der Ziehvater von Kevin.

Das die BAgIS die Leistungen grundlos eingestellt hat, ist natürlich nicht rechtens - ebensowenig der Verweis an das Amt für Soziale Dienste (ohne interne Klärung der Zuständigkeit!)

Andererseits hat sich Kevins Ziehvater vor dem Verwaltungsgericht durchgesetzt, war also trotz Drogenentzug und Methadonprogramm in der Lage klare Entscheidungen zu treffen und für sich und sein Kind einzutreten.

Demzufolge denke ich nicht, dass etwa die BAgIS indirekt für die Tötung durch den Vater zur Verantwortung zu ziehen ist. Dann schon eher das Jugendamt, welches eben zu wenig Hilfestellung gegeben hat und letztlich aus gewonnenen Erkenntnissen keinerlei Konsequenz zog - entgegen den ausdrücklichen Empfehlungen von Ärzten und einem Kinderheimleiter.

Wie Bremen jetzt u.a. "kontrolliert" durfte ich kürzlich erleben, als eine Schulsekretärin mit mir und Nachbarin im Hausflur erörterte warum ein Kind X zwar zur Einschulung angemeldet war, dort aber nicht erschien - so wurden wir gefragt, ob wir dieses Kind namentlich kennen - auf Nachfrage wurde dann gesagt "wir müssen doch schauen, ob irgendwelche Kinder tot in den Wohnungen herumliegen, nachdem das mit Kevin passiert ist" Allein diese Aussage lässt erkennen, woran es krankt.

Sie hat also mich (1,5 Jahre im Haus wohnhaft) und meine Nachbarin (1 Jahr wohnhaft) befragt - wir haben verneint dieses Kind zu kennen und sie verließ das Haus wieder - wir sind ein 9 Parteien-Haus - 3 Parteien pro Stockwerk (einige leben hier seit Jahren)... ob dieses Kind wirklich mal mit seiner Familie im Haus gelebt hat, ist so völlig ungeklärt geblieben und wenn "Kontrollen" so durchgeführt werden, kann man ein Stückweit auch wieder die Halbherzigkeit sehen...


Hier in Bremen sind schon demnächst Bürgerschaftswahlen; hier kann man "seine Kandidaten" befragen: http://www.wahl-o-mat.de/bremen/ = könnte also auch diese Themen anführen. Nur... leider nehmen einige reguläre Parteien/Kandidaten nicht teil, da leider auch rechte Parteien von wahl-o-mat freigeschaltet worden.
 
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Alt 30.04.2007, 15:48   #13
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Standard ^Schwere Vorwürfe gegen Bremer Hartz IV-Behörde

Zitat:
Zitat von Katze im Netz Beitrag anzeigen
Es wäre gut, die Belange zu trennen...

Das eine ist die Bremer BAgIS, die kurzfristig den Hilfebezug eingestellt hat und das andere ist das Bremer Jugendamt, das zu Wenig kontrolliert hat und dann kommt da noch der Ziehvater von Kevin.

Das die BAgIS die Leistungen grundlos eingestellt hat, ist natürlich nicht rechtens - ebensowenig der Verweis an das Amt für Soziale Dienste (ohne interne Klärung der Zuständigkeit!)

Andererseits hat sich Kevins Ziehvater vor dem Verwaltungsgericht durchgesetzt, war also trotz Drogenentzug und Methadonprogramm in der Lage klare Entscheidungen zu treffen und für sich und sein Kind einzutreten.

Demzufolge denke ich nicht, dass etwa die BAgIS indirekt für die Tötung durch den Vater zur Verantwortung zu ziehen ist. Dann schon eher das Jugendamt, welches eben zu wenig Hilfestellung gegeben hat und letztlich aus gewonnenen Erkenntnissen keinerlei Konsequenz zog - entgegen den ausdrücklichen Empfehlungen von Ärzten und einem Kinderheimleiter..
Ohne den Ziehvater zu kennen, mutmaße ich, dass dieser bekanntermaßen gewaltbereite Mensch wahrscheinlich seine "Koller" bekam und in diesen Wutausbrüchen Kevin die vielen Knochenbrüche und die Misshandlungen an seinem Geschlechtsteil beibrachte. Es kann wohl kaum angenommen werden, dass er ausgeglichen gewesen wäre! Wer einem Kind derartiges antun kann, der muss unbeherrschte und unkontrollierte Ausbrüche bekommen, wahrscheinlich immer nach einer Kränkung, einer Versagung, während dem Entzug.Warum sollte ein solcher mutmaßlicher Choleriker nicht auch zwischen drin mal seinen Durchblick haben und sich wehren. Für den Frust musste Kevin dann wieder herhalten, bis zu seinem bitteren Ende.
Aber wie gesagt, das mutmaße ich alles nur.
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Alt 30.04.2007, 15:53   #14
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Zitat von Kaleika Beitrag anzeigen
Eine gute Idee!
Ich habe auch schon an Radio Bremen und die Taz Hinweise auf diesen Artikel gemailt.
Kaleika
Hallo Kaleika,

über dieses Thema hat die TAZ schon im Oktober '06 einen kleinen Artikel veröffentlicht: http://www.taz.de/pt/2006/10/23/a0281.1/text

Am 20.10. gab es einen längeren Artikel in der Frankfurter Rundschau dazu (Link nicht mehr aktiv) ebenso am 21.10.06 im Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/politik/a...06/2848685.asp Auch der Weser-Kurier hat kurz auf das BAgIS-Problem hingewiesen.

Auch die Grünen (zur Zeit einzige Oppositionspartei in Bremen) ist über diesen Aspekt informiert und wollte ihn eigentlich im Untersuchungsausschuss auch entsprechend zur Sprache bringen.

Was hat sich getan in dieser Sache? Genau: Nullkommonullnix.........

lg
gozelo
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Alt 30.04.2007, 15:54   #15
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Zitat:
Zitat von Katze im Netz Beitrag anzeigen
Es wäre gut, die Belange zu trennen...

Das eine ist die Bremer BAgIS, die kurzfristig den Hilfebezug eingestellt hat und das andere ist das Bremer Jugendamt, das zu Wenig kontrolliert hat und dann kommt da noch der Ziehvater von Kevin.

Das die BAgIS die Leistungen grundlos eingestellt hat, ist natürlich nicht rechtens - ebensowenig der Verweis an das Amt für Soziale Dienste (ohne interne Klärung der Zuständigkeit!)

Andererseits hat sich Kevins Ziehvater vor dem Verwaltungsgericht durchgesetzt, war also trotz Drogenentzug und Methadonprogramm in der Lage klare Entscheidungen zu treffen und für sich und sein Kind einzutreten.

Demzufolge denke ich nicht, dass etwa die BAgIS indirekt für die Tötung durch den Vater zur Verantwortung zu ziehen ist.
Da rollen sich mir die Zehennägel...

Wer hat ihm die Lebensgrundlage entzogen!? Ein Schlag nach dem Anderen, das müsste gerade Dir bewusst sein, erhöht nicht die Widerstandskraft.

Mag sein dass der Vater zu den Zeiten vor dem Verwaltungsgericht noch nicht geprügelt genug war, das zu der Zeit seine "Leistungsfähigkeit" noch nicht überfordert war, mit Einstellung von Leistungen der ArGe jedoch traf dies sichtlich zu, denn erst dann geschah das Unglück.

Sicher, er beging die Tat, dafür ist er zu bestrafen, keine Frage. Die ArGe jedoch trifft unwiderruflich ein großer Teil -- wenn nicht sogar der größte Teil Mitschuld.
Wie lange kann man einen Menschen peinigen bis er Rot sieht?

Die ArGe hier quasi freiszusprechen jedoch ist zumindest schamlos, insbesondere für jemanden der Tag Täglich die Auswirkungen von "unschuldigen" Vorgehensweisen, von zu vielen Argen mitbekommt.

Gruß, Anselm

Gruß, Anselm
 
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Alt 30.04.2007, 16:10   #16
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Zitat von Katze im Netz Beitrag anzeigen
Das die BAgIS die Leistungen grundlos eingestellt hat, ist natürlich nicht rechtens - ebensowenig der Verweis an das Amt für Soziale Dienste (ohne interne Klärung der Zuständigkeit!)

Andererseits hat sich Kevins Ziehvater vor dem Verwaltungsgericht durchgesetzt, war also trotz Drogenentzug und Methadonprogramm in der Lage klare Entscheidungen zu treffen und für sich und sein Kind einzutreten.
Klasse Sache, Vater kann sich ja noch wehren, also alles schon irgendwie im grünen Bereich.............. Amt veranstaltet Kompetenzgerangel und stellt nicht nur für den Vater, sondern auch für den Zweijährigen jegliche Zahlung ein. Auch im grünen Bereich? Sollte sich der Zweijährige bei der Tafel anstellen?

Der Mann war als gewalttätig bekannt, völlig abwegige Idee, dass er seine Wut an dem Kind auslässt, wenn er derart in die Enge getrieben wird?

lg
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Geändert von Gozelo (30.04.2007 um 16:15 Uhr)
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Alt 30.04.2007, 16:21   #17
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@all

Was an meinem Posting falsch zu interpretieren ist, entzieht sich mir - und ja - auch ich habe mein Kind mit Kürzungen seitens opt. Kommune und auch der im folgenden zuständigen BAgIS durchgebracht - ohne es zu töten.

Ihr sprecht dem Vater die Eigenverantwortung ab und das ist nicht ok. Im Übrigen erinnere ich an den ungeklärten Tod der Mutter von Kevin und Kevins schwerste Verletzungen, die ihm schon bereits kurz nach der Geburt beigebracht worden sind (ohne Kürzung durch die BAgIS).

Ansonsten meinen Beitrag bitte im Zusammenhang lesen. Verantwortung hat das Jugendamt Bremen, dann der Vater und dann die BAgIS als ein neg. Faktor im Gesamtgetriebe.

Zitat:
Inwieweit die Verweigerung der SGB-II-Leistungen zur Eskalation und Dramatisierung der Situation im Frühjahr 2006 beigetragen hat, und ob es einen Zusammenhang zwischen der Leistungsverweigerung und dem Tod des Kindes gab, konnte der Ausschuss nicht klären. "Diese Frage bleibt also offen. Bei dem Versuch einer Klärung, wie es dazu kommen kann, das ein (Zieh)-Vater sein Kind umbringt, wird man wohl ohnehin auf Spekulationen beschränkt sein, so lange kein nachvollziehbares Geständnis vorliegt. Das wird auch im Untersuchungsbericht an mehreren Stellen deutlich, wenn es um die Bewertung des Verhaltens eines Drogenkranken geht
steht im Artikel

Kevin ist nicht verhungert, Kevin wurde zu Tode geprügelt! Da ist nichts - aber auch gar nichts "wegzureden"!

Zitat:
Der Todeszeitpunkt wird in dem Gutachten in dem Zeitraum zwischen Ende März und April/Mai 2006 vermutet.“Seite 83: „Der Casemanager informierte den Amtsvormund darüber, dass der Ziehvater ihm in einem Telefonat mitgeteilt habe, dass er immer noch Probleme mit der Bagis habe und deswegen Kevin auch nicht in den Spielkreis schicke. Er könne den Eigenanteil nicht aufbringen.
War Kevin bereits tot, als der Ziehvater sich beim Verwaltungsgericht durchsetzte? War Keven bereits tot, als er den Casemanager und Amtsvormund über die Problematik mit der BAgIS informierte?

Ich weiß es nicht! Und ihr auch nicht!
 
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Alt 30.04.2007, 16:23   #18
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Zitat:
Zitat von Kaleika Beitrag anzeigen
Ohne den Ziehvater zu kennen, mutmaße ich, dass dieser bekanntermaßen gewaltbereite Mensch wahrscheinlich seine "Koller" bekam und in diesen Wutausbrüchen Kevin die vielen Knochenbrüche und die Misshandlungen an seinem Geschlechtsteil beibrachte. Es kann wohl kaum angenommen werden, dass er ausgeglichen gewesen wäre! Wer einem Kind derartiges antun kann, der muss unbeherrschte und unkontrollierte Ausbrüche bekommen, wahrscheinlich immer nach einer Kränkung, einer Versagung, während dem Entzug.Warum sollte ein solcher mutmaßlicher Choleriker nicht auch zwischen drin mal seinen Durchblick haben und sich wehren. Für den Frust musste Kevin dann wieder herhalten, bis zu seinem bitteren Ende.
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Ja, Kaleika - das Jugendamt hätte ihm Kevin lange vor der Einstellung der Leistung seitens der BAgIS entziehen müssen - lange, lange bevor überhaupt die Kindesmutter unter ungeklärten Umständen verstarb. Die Hauptverantwortung trägt m.E. das Bremer Jugendamt.
 
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Alt 30.04.2007, 16:32   #19
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Zitat:
Zitat von Anselm Querulant
Mag sein dass der Vater zu den Zeiten vor dem Verwaltungsgericht noch nicht geprügelt genug war, das zu der Zeit seine "Leistungsfähigkeit" noch nicht überfordert war, mit Einstellung von Leistungen der ArGe jedoch traf dies sichtlich zu, denn erst dann geschah das Unglück.
Der Ziehvater von Kevin war als prügelnder und misshandelnder Erziehungsberechtigter dem Jugendamt bekannt - es gab zahlreiche Untersuchungen von Kevin - Kevin war (leider viel zu) kurzfristig in einem Kinderheim untergebracht, Kevin konnte nicht laufen!!!! - dies alles geschah lange vor der Kürzung der Leistung durch die BAgIS = der Vater war insgesamt unberechenbar, brutal, gewalttätig!!! Das Kevin mit all seinen Knochenbrüchen überhaupt so lange überlebt hat, reiner Zufall. Und nochmals - hätte das Jugendamt ihn bereits mit 9 Monaten (!) dieser Familie entzogen - Kevin könnte noch leben!!!


Zitat:
Die ArGe hier quasi freiszusprechen jedoch ist zumindest schamlos, insbesondere für jemanden der Tag Täglich die Auswirkungen von "unschuldigen" Vorgehensweisen, von zu vielen Argen mitbekommt.
Genau das tue ich aber - auch wenn du mich persönlich mit der Bezeichnung "schamlos" beleidigst - hier haben andere behördliche Stellen mitsamt Senat lange Zeit im Vorfeld versagt - und das wider besseren Wissens!
 
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Alt 30.04.2007, 16:36   #20
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Ich schließe mich der Meinung von Katze im Netz an.

Es ist natürlich verständlich wenn hier einige die Arge stets als Schuldige und als natürlichen Feind sehen.
Trotzdem liegt dieser Fall anders. Für Kevin war das Jugendamt zuständig, nicht die BAgIS.
Mir bleibt schleierhaft wie das Jugendamt einem Drogenabhängigen das Kind ohne Betreuung überlassen konnte.
Hier liegt die Ursache, nicht etwa in der Leistungskürzung, die unbestritten rechtswidrig war.
Den Tod Kevins hat das Jugendamt zu verantworten.
Ivanhoe ist offline  
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Alt 30.04.2007, 16:36   #21
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Zitat:
Zitat von gozelo
Der Mann war als gewalttätig bekannt, völlig abwegige Idee, dass er seine Wut an dem Kind auslässt, wenn er derart in die Enge getrieben wird?
Eben - er war als derart brutal bekannt, dass das Kind schon lange nicht mehr bei ihm hätte leben dürfen und diese Entscheidung trifft nicht die BAgIS sondern das Jugendamt. Und das Jugendamt hat eben nicht bzw. falsch entschieden.
 
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Alt 30.04.2007, 17:19   #22
Anselm Querolant
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Zitat von Katze im Netz Beitrag anzeigen
Der Ziehvater von Kevin war als prügelnder und misshandelnder Erziehungsberechtigter dem Jugendamt bekannt - es gab zahlreiche Untersuchungen von Kevin - Kevin war (leider viel zu) kurzfristig in einem Kinderheim untergebracht, Kevin konnte nicht laufen!!!! - dies alles geschah lange vor der Kürzung der Leistung durch die BAgIS = der Vater war insgesamt unberechenbar, brutal, gewalttätig!!! Das Kevin mit all seinen Knochenbrüchen überhaupt so lange überlebt hat, reiner Zufall. Und nochmals - hätte das Jugendamt ihn bereits mit 9 Monaten (!) dieser Familie entzogen - Kevin könnte noch leben!!!
Du missdeutest meine Aussage. Dass der vater gewaltätig war ist bekannt und unbestritten. Mein Dafürhalten -- als Sohn eines ebenfalls gewalttätigen Vaters und noch heute davon gezeichnet -- ist jedoch dass letztlich durch entzug der Leistung bei dem beretis gewaltätigen ein solches Frustpotenzial aufgebaut wurde dass es soweit kam wie bekannt.

Erklärend füge ich hinzu dass z.B. ich nie geprügelt wurde weil ICH Fehler gemacht hatte, sondern weil mein Vater Ärger von außerhalb der Familie auf uns Kinder projizierte und es genügte ein falsches Wort um den Berserker "hervorzuzaubern". Das Ganze potenzierte sich, je kleiner die Abstände des Ärgers außerhalb der Familie waren, desto drastischer und härter seine Reaktion. Ging außerhalb länger alles gut, hatten wir auch zuhause relativen Frieden.

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Zitat von Katze im Netz Beitrag anzeigen
Genau das tue ich aber - auch wenn du mich persönlich mit der Bezeichnung "schamlos" beleidigst - hier haben andere behördliche Stellen mitsamt Senat lange Zeit im Vorfeld versagt - und das wider besseren Wissens!
Da stimme ich Dir insoweit zu wie Du Dich auf das versagen im Vorfeld beziehst, das letzte Quentchen, der letztliche Auslöser war die (dies so sicher nicht wollende) ArGe mit dem Entzug des Geldes, also die Existenzangst des Vaters ins unermessliche steigernde, ach so unschuldige Behörde. da sitzen Menschen die eigentlich wissen müssten, oder sollten, wie es ist von seinem fast Nichts ins Garnichts getrieben zu werden. In meinen Augen kann sich die Arge hier der Verantwortung und Schuldzuweisung nicht entziehen, denn immer wenn eine ArGe Gelder kürzt oder ganz versagt nimmt sie damit Schlimmstes für den/die Betroffenen billigend in Kauf (Je nach (mangelnd geprüftem) Einzelfall). Auf dem Papier sind Kürzungen nur ein paar Buchstaben, für die Betroffenen ist es fast immer die nackte Existenz, das bloße Überleben; oder auch nicht.

Nochmal.
Ich rechtfertige nicht die Tat des Vaters. Ich weise auch niemandem die alleinige Schuld zu, ich verwahre mich jedoch vehement dagegen, dass sich die ArGe aus ihrer Verantwortung stiehlt. Sie ist mit ein Teil des Ganzen und somit genauso Schuldig wie der ausführende Vater, das Jugendamt und andere Mitwirkende!

Gruß, Anselm
 
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Alt 30.04.2007, 17:23   #23
Anselm Querolant
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Zitat von Ivanhoe Beitrag anzeigen
Ich schließe mich der Meinung von Katze im Netz an.

Es ist natürlich verständlich wenn hier einige die Arge stets als Schuldige und als natürlichen Feind sehen.
Trotzdem liegt dieser Fall anders. Für Kevin war das Jugendamt zuständig, nicht die BAgIS.
Mir bleibt schleierhaft wie das Jugendamt einem Drogenabhängigen das Kind ohne Betreuung überlassen konnte.
Hier liegt die Ursache, nicht etwa in der Leistungskürzung, die unbestritten rechtswidrig war.
Den Tod Kevins hat das Jugendamt zu verantworten.
Wenn man es sich so leicht machen möchte; dann hat nur die Mutter des Jungen Schuld, sie brachte ihn auf diese Welt. (Damit sparen wir uns den Weg alle Mitwirkenden rückwärts abzuklappern.)

Bildlich gesprochen ist für mich nicht nur der Bombenbauer schuldig, sondern auch und insbesondere der, der sie zündet

Gruß, Anselm
 
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Alt 30.04.2007, 17:42   #24
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@Anselm

Deine Behauptung, die Einstellung der Leistung wäre der Auslöser gewesen, ist durch nichts belegt. Da der Todeszeitpunkt nach dem Bericht sogar noch in der Zeit des Bezuges liegen könnte, ist alles rein spekulativ.
Ivanhoe ist offline  
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Alt 30.04.2007, 19:03   #25
Anselm Querolant
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Zitat:
Zitat von Ivanhoe Beitrag anzeigen
@Anselm

Deine Behauptung, die Einstellung der Leistung wäre der Auslöser gewesen, ist durch nichts belegt. Da der Todeszeitpunkt nach dem Bericht sogar noch in der Zeit des Bezuges liegen könnte, ist alles rein spekulativ.
Ich "spekuliere" aufgrund von vorhandenen Daten. ;)

Erste "Erfahrungen" mit der Bagis machte der Vater bereits im Februar 2006.
Doch lies selbst.
http://www.radiobremen.de/magazin/po...1031_10uhr.pdf

"Der Amtsvormund meint: Eine Grenze ist überschritten

Am gleichen Tag schreibt der Amtsvormund an den Sachbearbeiter, nach seinem Dafürhalten sei „nunmehr eine Grenze überschritten“ und bittet um ein kurzfristiges Treffen, um das „weitere Vorgehen / Verhalten“ abzusprechen. Dieser antwortet sofort: Wegen des Umzuges seiner Behörde könne man sich nicht kurzfristig treffen. Er habe am 06. Juni 2006 mit dem Vater telefoniert, der ihm seine momentane Situation geschildert habe. Der Sachbearbeiter bezieht sich „auf meine Mail vom 26.05.06, die indes nicht bei den Akten ist. Er teilt mit „Es dreht sich angeblich alles um die Frage: BAgIS oder Sozialhilfe ... Dieses sei auch der Grund, weshalb er seinen Sohn nicht zum Spielkreis bringe (Zahlung eines Eigenanteils). Es klang alles sehr logisch und nachvollziehbar.“ Er wolle den Leiter des Sozialzentrums ansprechen. Ein Treffen sei nach dem Umzug Mitte / Ende nächster Woche möglich.
Zum Verständnis ist hier einzuflechten, dass die BAgIS mit Bescheid vom 28. Februar 2006 die Entscheidung über die Bewilligung von Leistungen an den Vater zur Sicherung des Lebensunterhalts mit Wirkung vom 01. April 2006 aufgehoben hatte. Als Grund führt die BAgIS „Wegfall der Erwerbsfähigkeit“ an. Gegen den Bescheid vom 28. Februar 2006 hatte der Vater unter dem 16. März 2006 Widerspruch eingelegt. Am 28. April 2006 hatte das Verwaltungsgericht Bremen auf Antrag des Vaters die aufschiebende Wirkung des Widerspruchs gegen den Bescheid vom 28. Februar 2006 angeordnet. Zur Begründung führt das Gericht u.a. aus, der Antragsteller habe
jedenfalls Anspruch auf Leistungen nach § 44a Satz 3 SGB II; zwischen der BAgIS und dem Amt für Soziale Dienste bestehe Streit über die Erwerbsfähigkeit des Antragstellers, über die die Einigungsstelle bisher keine Entscheidung getroffen habe. Die BAgIS hatte dem Vater daraufhin unter dem 11. Mai 2006 mitgeteilt, zunächst würden weiterhin Leistungen erbracht. Am gleichen Tag hat der Vater einen Betrag von 1.100 Euro bar ausgezahlt bekommen.
Das Amt war über diese Angelegenheit unterrichtet. Dies ergibt sich beispielhaft aus einer Bemerkung der Sachgebietsleiterin gegenüber dem Sachbearbeiter vom 27. Juni 2006, die BAgIS wollen den Vater „nach wie vor in das SGB XII steuern“164. Auch die weiter unten darzustellende Auswertung der Akten des Amtsvormundes ergibt solche Hinweise.
Bevor es zu dem von dem Amtsvormund angeregten Treffen kommt – es findet letztlich nicht statt – findet sich eine weitere Berichterstattung an den Amtsleiter.
Der weitere Bericht an die Amtsleitung vom 20. Juni 2006
Die Anforderung des Berichts durch den Amtsleiter findet sich in der Akte nicht. Vermutlich ging der Berichtsauftrag an die Sachgebietsleiterin, die sich in ihrem Bericht vom 20. Juni 2006 165 auf eine solche Bitte bezieht und einleitend mitteilt, „der Erfahrungsbericht des (Vaters) mit der BAgIS“ sei nicht rechtzeitig eingegangen. Sie berichtet über ein Telefonat mit dem Vater: Er habe sich erfolgreich vor dem Verwaltungsgericht dagegen gewehrt, dass die BAgIS ihn an die Wirtschaftlichen Hilfen verweise. Er habe nach dem Beschluss des Gerichts eine Abschlagszahlung erhalten, womit er Miete und notwendigen Lebensunterhalt sichere. [/b]Trotz des Urteils bekomme er nach seiner Aussage sein Recht bei der BAgIS nicht. Weitere Zahlungen seien ausgeblieben, er veräußere zur Zeit persönliche Gegenstände. Er „wendet zur Zeit viel Energie auf um seinen Lebensunterhalt zu sichern und die Streitigkeiten mit der BAgIS auszuhalten“.[/b] Es bestehe enger Kontakt zum Methadon vergebenden Arzt, der den Vater unterstütze, das Kind sehe und auch Kontakt zum Sachbearbeiter halte. Der Vater melde sich unaufgefordert beim Sachbearbeiter und bitte um Rat. Eine erneute Zusammenkunft werde in dieser Woche terminiert.
Der Amtsleiter dankte am 20. Juni 2006 für den Bericht und fragte: „Ich hatte Ihre Planung bzgl. eines Pflegeverhältnisses unter Einbeziehung des Vaters in Erinnerung. Wie ist hier der Stand?“166
Das Amt sieht keine Notwendigkeit für eine neue Besprechung in Sachen Kevin
Bevor der weiteren Bitte des Amtsleiters um Bericht entsprochen wurde, teilte der Sachbearbeiter dem Amtsvormund am 21. Juni 2006 mit167, man könne nach Beendigung des Umzugs der Behörde nunmehr einen Termin abhalten. Er habe vor 2 Tagen mit dem Vater telefoniert, dieser sei recht „aufgeräumt.“ Er sage, ihm stünden nach dem Beschluss des Verwaltungsgerichts mehrere Tausend Euro zu, die ihm aber unverständlicherweise nicht ausgezahlt würden. Die
Sachgebietsleiterin und der Leiter des Sozialzentrums seien informiert. Die Sachgebietsleiterin habe ihm, dem Sachbearbeiter berichtet, der Vater verkaufe private Dinge, um an Geld zu gelangen. Er sei sehr verzweifelt und habe zeitweise geweint.


Zumindest da lebte Kevin laut Bericht noch.

Siehe hier (unten).
"Der Bericht an den Amtsleiter vom 28. Juni 2006
Hierauf berichtete die Sachgebietsleiterin unter dem 28. Juni 2006 dem Amtsleiter (nachrichtlich u. a. an den Sachbearbeiter). Sie bezieht sich auf eine Verabredung mit diesem vom Freitag, den 23. Juni 2006. Nach dem Inhalt des Berichts hat sich diese Verabredung zumindest auch auf die Auseinandersetzung des Vaters mit der BAgIS bezogen. Sie, Die Sachgebietsleiterin,
habe einschlägige Schriftstücke bei dem Arzt des Vaters – damit ist wohl der Methadon vergebende Arzt des Vaters gemeint – abgeholt. Danach habe die BAgIS laut Beschluss des Verwaltungsgerichts 960,04 Euro zu zahlen. Damit seien alle Kosten für Vater und Kind abzudecken.
Die Zahlungen seien nicht vollständig und fristgerecht eingegangen. [b]Der Vater wurde bei der BAgIS „nicht angemessen behandelt und erhielt Hausverbot“.[/b[ Als Beweis hierfür wird eine „schriftliche Aussage“ des Vaters benannt. Der Vater habe ausweislich beigefügter Kontoauszüge den Lebensunterhalt für sich und das Kind nicht mehr sicherstellen können. Die BAgIS habe Widerspruch beim Amtsgericht (sic !) eingelegt. Der zuständige Abschnittsleiter der BAgIS habe die verspätete Anweisung der Juni-Zahlung eingeräumt. Der Umgang mit dem Abschnittsleiter sei „in der Tat gewöhnungsdürftig“.

40
Für Kevin solle weiterhin eine Patenschaft eingeleitet werden „auch wenn der Vater nicht psychisch krank ist.“ Falls das zu Verwerfungen mit der PiB GmbH führte, werde sie sich melden.
Aus Sicht des Amtsvormundes bestehe zur Zeit kein Bedarf für eine neuerliche Sitzung. Kevin sei im Programm Frühe Hilfen der Lebenshilfe e. V. und der behandelnde Arzt habe das Kind ebenso im Focus wie den Vater. Fazit sei: Die medizinische Diagnostik für das Kind müsse weitergehen, ebenso wie die Unterstützung des Vaters „voraussichtlich in obiger Form. Dem Vater ist bekannt, dass er den notwendigen Flankenschutz gegenüber der BAgIS bei uns erhält. Die wirtschaftliche Situation erachte ich jetzt im Augenblick als geklärt.“ Abschließend äußert die Sachgebietsleiterin die Hoffnung, den Amtsleiter hinreichend informiert und auch beruhigt zu haben.“ Eine Reaktion des Amtsleiters ist nicht dokumentiert."

Ohne weitere Worte.

Gruß, Anselm

Geändert von Anselm Querolant (30.04.2007 um 19:12 Uhr) Grund: Typos...
 
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Alt 30.04.2007, 19:44   #26
Katze im Netz
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Zitat:
Zitat von Anselm Querulant
Das Amt sieht keine Notwendigkeit für eine neue Besprechung in Sachen Kevin
Bevor der weiteren Bitte des Amtsleiters um Bericht entsprochen wurde, teilte der Sachbearbeiter dem Amtsvormund am 21. Juni 2006 ........ Er sei sehr verzweifelt und habe zeitweise geweint.

Zumindest da lebte Kevin laut Bericht noch
Eher nicht:

Zitat:
Todszeitpunkt nicht geklärt
Wann genau der Zweijährige starb, können die Gerichtsmediziner nicht mehr feststellen. Die Experten gehen jedoch vom Zeitraum Ende April bis Mai 2006 aus.
Am 20. April hatten Sozialarbeiter den Jungen zum letzten Mal gesehen. Berichte, nach denen andere Menschen das Kind noch zu einem späteren Zeitpunkt gesehen haben wollen, halten die Ermittler für nicht glaubhaft
http://www.stern.de/politik/panorama....html?nv=ct_mt


Und um das noch einmal zu verdeutlichen:

Zitat:
Der Junge sei an den Folgen schwerster Verletzungen gestorben, darunter mehrfache Knochenbrüche an Armen, Beinen und am Kopf sowie ein daraus folgendes Lungenversagen des Kindes. Aus gerichtsmedizinischer Sicht sei Kevin aufgrund „mutwilliger schwerer Kindesmisshandlung“ gestorben, hieß es.

24 Spuren von Knochenbrüchen an 19 verschiedenen Körperregionen wurden laut Gutachten an der Kinderleiche gefunden. Dabei könnten kleinere Unfälle oder ungeschicktes Handeln ausgeschlossen werden. Zudem sei das Kind mangelernährt gewesen.
http://www.focus.de/panorama/welt/me...nid_42040.html

Zitat:
Die Bremer Sozialsenatorin Karin Röpke (SPD) trat einen Tag nach dem Fund der Leiche zurück. Kevin stand unter der Obhut des Jugendamtes, doch die Behörden versäumten es, ihn rechtzeitig von seinem drogensüchtigen Vater zu trennen und dauerhaft in einem Kinderheim unterzubringen
http://www.focus.de/panorama/welt/ki...did_13684.html

Zitat:
Dem sogenannten Fallmanager, dem für Kevin zuständigen Sozialarbeiter, seien schwerwiegende Fehler unterlaufen, sagte Pflugradt. Er habe während der gesamten Zeit notwendige Maßnahmen nicht ergriffen oder umgesetzt, die dem Wohle des Kindes gedient hätten. „Seine mangelhafte Risikoeinschätzung sowie die nicht vorhandene Fallsteuerung und Kontrolle haben maßgeblich dazu beigetragen, dass Kevin nicht vor der Gewaltanwendung durch seinen Ziehvater geschützt wurde“, heißt es in dem einstimmig angenommenen Abschlussbericht.

Zu viele Menschen aus dem Umfeld von Kevin hätten sich auf seine Einschätzungen verlassen. Gegen den Sozialarbeiter und gegen den Amtsvormund laufen strafrechtliche Ermittlungsverfahren wegen Vernachlässigung der Fürsorgepflicht. Ebenso gab es nach Auffassung der Ausschussmitglieder schwere strukturelle Mängel im zuständigen Amt für Soziale Dienste der Hansestadt. So sei zum Beispiel die Aktenführung vielfach mangelhaft gewesen. Vorgesetzte des zuständigen Sozialarbeiters hätten die Akten nicht gelesen. Der Grünen-Abgeordnete Klaus Möhle sprach von einem „kompletten Staats- und Regierungsversagen“.
http://www.sz-online.de/nachrichten/...asp?id=1469740

Zitat:
24 Knochenbrüche am ganzen Körper
Die Bremer und Hamburger Gerichtsmediziner dokumentieren, dass das mangelernährte Kind immer wieder und auf dieselbe Art misshandelt wurde. Der Tod war eine direkte Folge der kurz zuvor zugefügten Knochenbrüche. Diese lösten eine Embolie aus, die Lunge versagte.

Die Experten stellten insgesamt 24 Knochenbrüche am ganzen Körper fest. Einige Knochen waren wiederholt gebrochen, der Großteil der Verletzungen war älteren Datums. Für die Gerichtsmediziner ist klar ersichtlich: Das waren keine Unfälle, die Verletzungen wurden dem Jungen mutwillig zugefügt. Bereits vor dem Tod des Jungen hätten Ärzte Mitarbeiter des Sozialen Dienstes darauf aufmerksam gemacht, berichtete Klein.
http://www.stern.de/politik/panorama....html?nv=ct_mt

Stellt sich neben der Frage nach der Verantwortung der Ämter, auch die Frage wie oft der Vater und aus welchen Gründen er jeweils völlig unberechenbar sein Kind Nach und Nach zu Tode geprügelt hat.

Zur Erklärung und Verdeutlichung: Eine Embolie braucht Zeit... und diese hier hatte "Zeit" und genügend innere Verletzungen über einen langen, sehr langen Zeitraum!

Geändert von Katze im Netz (30.04.2007 um 19:47 Uhr)
 
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Alt 30.04.2007, 19:56   #27
Anselm Querolant
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Zitat:
Zitat von Katze im Netz Beitrag anzeigen
Eher nicht:
...
Da Du jede Logik außer acht lässt kann ich dazu nichts mehr sagen.

Im Bericht und anhand desselben zeige ich das letzte prüfbare Zeichen von Kevins am Leben sein auf und du konterst mit Gazetteninterpretationen.

Nichts für Ungut, auf dem Niveau kann nur böses Blut herauskommen.

Gruß, Anselm
 
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Alt 30.04.2007, 19:59   #28
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Zitat:
Zitat von Anselm Querolant Beitrag anzeigen
Da Du jede Logik außer acht lässt kann ich dazu nichts mehr sagen.

Im Bericht und anhand desselben zeige ich das letzte prüfbare Zeichen von Kevins am Leben sein auf und du konterst mit Gazetteninterpretationen.

Nichts für Ungut, auf dem Niveau kann nur böses Blut herauskommen.

Gruß, Anselm
Sag mal, kannst du nur persönlich, oder gehts auch anders?
Die Zitate aus den Zeitungen und Magazinen berufen sich auf den Bericht.
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Alt 30.04.2007, 20:03   #29
Katze im Netz
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Zitat:
Zitat von Anselm Querolant Beitrag anzeigen
Da Du jede Logik außer acht lässt kann ich dazu nichts mehr sagen.

Im Bericht und anhand desselben zeige ich das letzte prüfbare Zeichen von Kevins am Leben sein auf und du konterst mit Gazetteninterpretationen.

Nichts für Ungut, auf dem Niveau kann nur böses Blut herauskommen.

Gruß, Anselm
Hallo, dieser Vater hat seinen Sohn über ein Jahr Stück für Stück totgeprügelt

So einfach ist das! Und ich glaube nicht, dass sich die Gerichtsmediziner irren, aber stimmt schon, er war schlau sein Kind einzufrieren, nicht nur weil es schwierig ist nach einem neuerlichen Gewaltexess die Leiche zu verbringen, sondern weil so eben die Todeszeitpunktbestimmung nicht mehr ganz exakt möglich ist.

Aber selbst, wenn wir hier alle "Gazettenberichte" - die dieses Forum sonst auch als Quellen nutzt (!) außer Acht lässt... dieser Junge wurde seit seiner Geburt gequält und er starb letztlich an den Verletzungen insgesamt aus dem gesamten Zeitraum.
 
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Alt 30.04.2007, 20:23   #30
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Anselm Querolant hat unmissverständlich AUCH das Versagen der BAgIS auf den Punkt gebracht.
Wahrscheinlich muss hier von "kumulativer Schuld" gesprochen. Ob es den Begriff gibt, das weiß ich nicht. Damit meine ich aber, dass man nicht nur einen Schuldigen hat, sondern mehrere Anhäufungen von verschiedenen Umständen, die zu Kevins Tod führten, oder eben auch dazu, dass der Ziehvater mit sehr großer Wahrscheinlichkeit Kevin zu Tode gequält hat.
Der Untersuchungsausschuss hat getagt. Beim Jugendamt wurden Verantwortliche gesucht, Herr Hartwig durfte seinen Hut nehmen. Sozialsenatorin Karin Röpke trat zurück (und bekommt bestimmt irgendwelche weiteren Bezüge,muss wohl kaum von ALG I leben.) Der Ziehvater wird angeklagt und warum niemand von der BAgIS? Darum geht es mir, dass da auch ehemalige, schlecht geschulte Bahn- oder Postangestellte sitzen und ihr Klientel - uns - mit ihren möglichen Projektionen traktieren "dürfen"und wir diese unqualifizierte "Betreuung" nicht hinnehmen wollen!
Kaleika
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Alt 30.04.2007, 20:37   #31
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Kaleika, warum sollte die BAgIS dafür Verantwortung tragen? Und was stört dich daran, wenn ehemalige Bahn- und Telekommitarbeiter zu SBs umgeschult werden? Sind das andere Menschen als du und ich? Wie viele Berufe hast du denn? Würdest du keine Umschulung nutzen, um wieder in Arbeit zu kommen?

Aber zurück zum Thema. Hier möchte die Mehrheit offensichtlich aus persönlichen Gründen die BAgIS als verantwortliche Behörde sehen, weil es ins Feindbild passt.

Anselm beleidigt mal eben die Katze im Netz und unterstellt das Wissen käme nur aus "Gazetten". Hätte er den Bericht gelesen, so hätte er festgestellt das Kevin zum Zeitpunkt der Einstellung der Leistungen durchaus schon den Tod gefunden haben könnte. Denn dort steht:

Zitat:
Nach dem rechtsmedizinischen Zusammenhangsgutachten vom 21. Dezember 2006
ist davon auszugehen, dass Kevin nach dieser Besprechung nur noch kurze Zeit gelebt
hat. Der Todeszeitpunkt wird in dem Gutachten in dem Zeitraum zwischen Ende
März und April/Mai 2006 vermutet
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Alt 30.04.2007, 20:51   #32
Katze im Netz
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Einfach nur zur grundlegenden Information:

Staatsrat Ulrich Mäurer Bremen, den 31. Oktober 2006

DOKUMENTATION ÜBER DIE ABLÄUFE

UND ZUSAMMENHÄNGE

IM TODESFALL KEVIN K


und hier der Abschlussbericht (nicht wundern, es dauert einige Zeit, fast 5 min - auch mit DSL - bis diese Pdf mit ca. 600 Seiten geladen wird):

Bremische Bürgerschaft Drucksache 16/1381
Landtag 18. April 2007
16. Wahlperiode

Bericht
des Untersuchungsausschusses
zur Aufklärung von
mutmaßlichen Vernachlässigungen der
Amtsvormundschaft und Kindeswohlsicherung
durch das Amt für Soziale Dienste



... ich denke, das sollte man insgesamt gelesen haben um sich eine Meinung zu bilden - und bevor man die Meinung anderer negativ bewertet.
 
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Alt 30.04.2007, 21:34   #33
Anselm Querolant
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Zitat:
Zitat von Katze im Netz Beitrag anzeigen
Hallo, dieser Vater hat seinen Sohn über ein Jahr Stück für Stück totgeprügelt
Das bestreite ich nicht :)
Darum geht es hier jedoch nicht. Die Arge und ihre "Unschuld" inkl. drum herum war das Thema. Ob, oder dass der Vater Schuldig ist, ist unbestritten, genauso wie das er der Kindsmörder ist. Nur eben die Arge trägt dabei Mitschuld, ist also nicht so Unschuldig wie behauptet.

Mehr muss und werde ich dazu nicht mehr sagen.

Schlaf gut.

Gruß, Anselm
 
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Alt 30.04.2007, 21:42   #34
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Kaleika, warum sollte die BAgIS dafür Verantwortung tragen? Und was stört dich daran, wenn ehemalige Bahn- und Telekommitarbeiter zu SBs umgeschult werden? Sind das andere Menschen als du und ich? Wie viele Berufe hast du denn? Würdest du keine Umschulung nutzen, um wieder in Arbeit zu kommen?
Ich glaube, Du hast mich vollkommen missverstanden.
Warum in aller Welt sollte ich etwas gegen eine Umschulung von Bahn- und Telekommitarbeitern haben? Im Bremer "Weser Kurier" stand mal, dass diese Umschulung aus einem 14tägigen Kurs bestand. Innerhalb von zwei Wochen kann niemand den komplizierten Sachverhalt von Hartz IV auch nur ansatzweise erfassen, geschweige denn, mit den Klienten angemessen umgehen. Haben diese Menschen irgend eine Ahnung von ihrem Klientel, sind sie Sozialarbeiter, kennen sie sich mit "Problemfällen" aus. Nööö, sie interessiert nur ganz stur, ob getan wird, was sie anordnen, richtig oder falsch ist dabei egal und ansonsten hagelt es Sanktionen! Ich kann da ein Lied von singen, weil ich andere zur BAgIS begleitet habe und auch selbst nicht immer korrekt behandelt wurde!
Ja und warum die BAgIS Verantwortung trägt, das habe ich dargelegt.
Kaleika
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Alt 30.04.2007, 21:46   #35
Anselm Querolant
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Zitat:
Zitat von Kaleika Beitrag anzeigen
Anselm Querolant hat unmissverständlich AUCH das Versagen der BAgIS auf den Punkt gebracht.
Darum scheint es jedoch hier nicht mehr zu gehen. ;) Recht haben...
Wie ich am anderen Kommentar zu deiner Antwort sehe, die ich hier zitiere, wird es jetzt sogar abenteuerlich. Vieleicht sollte man einmal Postler in 8 Wochenseminaren zu Chirurgen "umschulen" und auf die Fragenden loslassen, die nicht verstehen dass bestimmte Berufe eine gewisse Vorbildung, Berufung und Übung erfordern. bevor man die Lehrlinge auf reale Menschen mit ganz spezifischen und individuellen Problemen loslässt.

Danke dass Du zeigst, dass das, was ich schrieb, durchaus zu verstehen ist.

Ich klinke mich nun aber aus. ;)

Gruß, Anselm
 
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Alt 30.04.2007, 22:33   #36
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Um mich auch noch einzumischen: Ich halte es ebenfalls für viel zu einfach, unter den gegebenen Umständen der Bagis (oder wie das Ding da oben heisst) NICHT eine Mitschuld einzuräumen.

Dass dem Mann das Kind entzogen gehört hätte, stelle ich vorab als unzweifelhaft beiseite.

Und doch ist es so, wie sehr du auch Atemübungen machen willst, durchatmen willst, du MUSST diesen Existenzkampf bei permanenter Entwürdigung und Ignoranz der Behörden durchziehen. Und der ist ein hartes Brot, nicht wegen des Aufwandes, sondern wegen der Zersetzung des letzten restes Selbst das du noch hast.

Der eine mag besonnener sein.

Der andere wiederum weniger.

Und dann ist es einfach eine Frage des Druckes, wann auch das widerstandsfähigste Gefäß platzen wird. Was in diesem Fall solches eben nicht war, das nur am Rande, worauf auch von fachlich Ausgebildeten mehrfach und eindeutig hingewisen wurde.

Würde jemand dabei stehen wie ein Glas befüllt wird, würde er sehr wohl sehen, wann es überläuft.

Kann er das nicht, braucht er einen Mitseher, was in hier der Arzt war, der sagte dass der Mann tickt und platzen wird.

Auch darauf wurde nicht gehört und fleissig weiter hineingekippt.

Wie also sollte (abgesehen von der Eigenverantwortung, sicher) in einem solchen Fall nur das Glas, nicht aber der Kipper das Platzen verursacht haben?

Noch eines: Je angespannter der versorgende Elternteil, desto angespannter die Kinder. Ich wundere mich immer wieder, dass meine Kinder, muss ich wie letzte Woche unter Hochdruck und mit Krankheit ein paar Schreiben noch hinkriegen, und SAGE es ihnen auch wirklich ganz ruhig, damit sie mich wenigstens eine Stunde am Stück meine Arbeit machen lassen, so sehr austicken dass sie sich gegenseitig in den Kinderzimmern verhackstücken, was alles nur noch schlimmer macht. Da kann ich fünf oder zehn Mal ruhig sagen: Bitte lasst mich das jetzt fertig machen, ich muss es einfach damit wir leben können, kaum dreh ich mich um geht es wieder los.

Da ist auch ein belastbarer Mensch einfach nur fertig mit den Nerven.

Was die Gazetten angeht, so unterstelle ich diesen tatsächlich, dass sie die Sache an sich und die wirklichen Umstände in D nicht echt interessieren. Hier in M hatte mal eine Hartz4-Mutter ihre sechzehnjährige Tochter eineinhalb Stunden geprügelt, weil jene ihr Geld aus dem Geldbeutel gestohlen hatte. Eine Woche vorher war mir absolut ähnliches mit meiner 11jährigen passiert, nur dass ich selbst die Polizei gerufen habe, damit eben nicht schlimmeres passiert und weil ich verdammt noch mal real überlastet bin, und nicht "überfordert", wie es so süffisant gerne über Mütter geschrieben wird (Die Mutter war überfordert gibt die Schuld der Mutter - dass Mütter in dieser Gesellschaft überLASTET werden wird nicht so gerne gesagt). Es ist eben unter den Umständen, du kämpfst so sehr um die Existenz, eine Art Ausnahmezustand, und es sind solche Dinge die einen so abgrundtief verletzen können. Ich habe übrigens auch die SZ angerufen, genau in dem Zusammenhang, damit sie etwas darüber schreiben bitte, wie stark diese Zersetzungen durch den Stress mit den ARGEN auf die Familien und die betroffenen Kinder wirken. Jaja, sie schreibt die Nummer auf. Hat sie übrigens nie wieder interessiert, und unter der Nummer "Alleinerziehende in München" interessiert es wiederum mich nicht. Die Zusammenhänge sind schon weitgreifender, offensichtlich konnte ich ihr das nicht klar genug machen. Andere Themen gehen eben vor, und die SZ-Serie "Armut in München", die ich nur ab und an in der U-Bahn mal reinlesen kann, halte ich eigentlich mittlerweile eher für Befriedigung der Schaulustigkeit von Leuten, die sich an den Texten ergötzen können, nicht jedoch für sozialpolitisch brisanten Stoff. Joke am Rande: Es gab mal eine Aktion, wenn man da mitmachte und ankreuzen konnte, man kenne die Armut von Bekannten, dann konnte man ein irgendwie günstigeres Abo bestellen. Immer noch in einer Preisklasse, die für Hartzis schlicht nicht drin ist. So fake, das Ganze. Adabei, wie man in Bayern sagt: "wir berichten auch darüber, meinen aber tuhen wir es nicht".

Und bei obigem selbst erfahrenem möchte ich gar nicht wissen, wie das bei einem wirklich gewalttätigen Menschen wirkt, sondern belasse es gerne beim Ahnen.

Und doch sind die Verzweiflung und die Existenzangst in die du immer wieder sinnlos gepresst wirst, die gleichen. Die Entwürdigung, die Heuchelei, die unerfüllbaren Ansprüche, die "Bestrafung" durch die ARGEn oder andere egal was du machst und dich bemühst und anstrengst und dich streckst ....
feige ist es sicher, das am schwächsten Glied auszulassen, den Kindern. Und doch trifft die BAGIS (oder wie das Ding heisst) eindeutig Mitverantwortung.

Gruss
Emily
 
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Alt 30.04.2007, 22:53   #37
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Ja, die BAgIS trifft eine Mitschuld!
Mir gefällt Dein Sprachbild mit dem überlaufen könnenden Gefäß. Da kommt dann eins zum anderen und die argen ARGEN können es mit ihrer Verfolgungsbetreuung echt übertreiben, Existenzangst schaffen.
Habe ich Dich richtig verstanden, dass Du in einem Moment völliger Überlastung mit Deinen Kindern die Polizei angerufen hast, damit Du Deine Kinder vor Deiner Wut durch Überlastung schützen konntest?
Aber nicht alle Menschen haben die Kraft, zu einem solchen Schritt zu greifen, sich Hilfe zu holen. Hast Du mal daran gedacht, eine Mutter-Kind-Kur zu beantragen, um Dich zu entlasten?
Kaleika
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Alt 30.04.2007, 23:23   #38
Katze im Netz
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Im Grunde teile ich eure Meinung doch - nur, dieser Vater war nachweisbar schon ein überlaufendes Gefäß bevor die BAgIS die Leistung einstellte... Ich bin selbst "Kundin" der BAgIS und weiß, das die Mitarbeiter dort knallig sein können, nur wer von ihnen nun von der BA kommt oder wirklich von Telekom, Post und Bahn und wer von ihnen womöglich schon 20 Jahre Sozialamt hinter sich hat (ja, auch die gibt es bei der BAgIS) sagt für mich wenig darüber aus, wie kompetent man mit dem SGB II oder mit den Hilfebedürftigen umgeht.

Im Übrigen - wir haben Hartz IV jetzt seit über zwei Jahren - mag die Schulung noch so kurz (und so schlecht) gewesen sein - wir alle wissen doch aus unseren Berufen, durch die Praxis lernt man - und die wird nach etwa einem Jahr wohl vorhanden sein.
 
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Alt 30.04.2007, 23:26   #39
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Registriert seit: 26.04.2007
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Zitat:
Zitat von Kaleika Beitrag anzeigen
Ich glaube, Du hast mich vollkommen missverstanden.
Warum in aller Welt sollte ich etwas gegen eine Umschulung von Bahn- und Telekommitarbeitern haben? Im Bremer "Weser Kurier" stand mal, dass diese Umschulung aus einem 14tägigen Kurs bestand. Innerhalb von zwei Wochen kann niemand den komplizierten Sachverhalt von Hartz IV auch nur ansatzweise erfassen, geschweige denn, mit den Klienten angemessen umgehen. Haben diese Menschen irgend eine Ahnung von ihrem Klientel, sind sie Sozialarbeiter, kennen sie sich mit "Problemfällen" aus. Nööö, sie interessiert nur ganz stur, ob getan wird, was sie anordnen, richtig oder falsch ist dabei egal und ansonsten hagelt es Sanktionen! Ich kann da ein Lied von singen, weil ich andere zur BAgIS begleitet habe und auch selbst nicht immer korrekt behandelt wurde!
Ja und warum die BAgIS Verantwortung trägt, das habe ich dargelegt.
Kaleika
Da gilt es dann schon noch zu unterscheiden.

Der Sachbearbeiter ist nicht für sozialpädagogische zuständig und auch nicht ausgebildet. Der Fallmanager hingegen schon.

Und wie bereits aus dem Bericht hervor geht, kann nicht abschließend der Todestag von Kevin bestimmt werden. Zuletzt gesehen wurde er am 20 April. Zu dieser Zeit bekam der Vater noch Leistungen.

Die BAgIS trifft keine Schuld am Tod von Kevin. Aber selbstverständlich hat sie sich nicht korrekt verhalten und hätte die Leistungen nicht einstellen dürfen. Sie hätte mit dem Sozialamt klären müssen wer zuständig ist. Die Leistungen hätten weiterhin erbracht werden müssen.
Das ist aber ein Thema für sich.
Ivanhoe ist offline  
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Alt 30.04.2007, 23:40   #40
Emily
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Kaleika, ich war ja letztes Jahr. Kaum zurück ALG2 eingestellt und das ganze Gerenne drumherum, aber danke für deine Sorge um mich :). Ich hab eben einfach nicht wenig durchgehend am Hals, und langsam werden die Kiddies ja grösser, es wird immer besser (wenn auch noch nicht wirklich wie ich mir vorstelle, kaum denkst du du bist draussen kommt das nächste ... uff)

Ausserdem wollte ich vielleicht mit dem auch ein Statement setzen.
Oder Hilfe, dass jemand sie wirklich mal ein paar Wochen rausnimmt, meine beiden sind echt anstrengend, und haben durch sehr stressige Erfahrungen (lang lebe der Gewaltschutz, der natürlich für Mütter einschließlich bei Gerichten nicht gildet) in der frühen Kindheit so einiges an Macken, an denen ich manchmal verzweifle.

Es geht mir einfach darum, dass die ARGEn/oder wie die woanders heissen, eben komplett sinnentleert so viel Stress nebenbei produzieren, selbst wenn du wirklich dein Bestes tust. Da bleibt es doch wirklich egal, wie du kooperierst oder nicht, die sind einfach weder kooperativ im Kern, noch fähig Situationen abzuschätzen. Wie denn auch. Und nebenbei haben sie wohl auch gar nicht die Absicht - ich sehe durchaus die Zusammenhänge im weiteren Sinn.

Stark sein, stärker werden. Und je mehr sie dich treten ... desto weniger können sie dir etwas anhaben, so nach dem Motto wäre der einzige Weg.

Wie viele können das? Viele eben nicht. Und wie mal geschrieben, wir hier sind privilegiert, und so sehe ich das auch. Kann lesen, habe einen Compi, von irgendwoher kommt immer mal wieder unerwartet eine Hilfe, wenn auch oft nicht - ich bin sehr dankbar darum.

Ich habe heute das allererste Mal einem Bettler Geld in dem vollen Bewusstsein gegeben, dass er es auch versaufen mag. Früher dacht ich mal, das wäre mir zu schade um das Geld, ich habe es ja auch nicht zum Wegschmeissen. Aber es ist sein Ding - seine Würde - seine Freiheit - seine Entscheidung. Und er kann sich bestimmt nicht bei den ARGEN gerichtlich durchsetzen geschweige denn Einsprüche schreiben.

Emily
 
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