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Knapp 60 Stunden-Woche, 40 Stunden sind festgelegt, kann wer helfen?; in Forum: Information; Hallo! Also eigentlich ist mein Mann froh, dass er Arbeit OHNE aufstocken gefunden hat, was echt selten in Thüringen ist, dazu noch in seinem gelernten Beruf als Paketzusteller. Er bekommt ...| Job - Netzwerk Job, Netzwerk |
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| | #1 |
| Gast
Beiträge: n/a
| Hallo! Also eigentlich ist mein Mann froh, dass er Arbeit OHNE aufstocken gefunden hat, was echt selten in Thüringen ist, dazu noch in seinem gelernten Beruf als Paketzusteller. Er bekommt ein Festgehalt, 40 Arbeitsstunden soll er laut Vertrag leisten, von Überstunden steht nichts im Vertrag. Jedenfalls fängt er 5:30 Uhr an und kommt meistens erst gegen 18:30-19:00 Uhr nach Hause, er hat TÄGLICH ohne jegliche Ausnahme einen 11,5 - 12 Stunden Arbeitstag, die Pause ist dabei übrigens bereits abgezogen. Allerdings muss dazu gesagt werden, dass er die Pause garnicht machen kann, da er die Tour sonst nicht schaffen würde... Ziel ist es, 99% der Pakete zuzustellen, was bedeutet, dass der Karren eben leer sein muss. Ist er das nicht, ist das mehr als schlecht. Der Betrieb hat meiner Meinung nach zu wenig Fahrer... Allerdings ist mein Mann erst seit gut einem Monat dabei und die Mitarbeiter wechseln wie die Eintagsfliegen, weil sie es nicht aushalten. Wir haben ein kleines Baby, 9 Monate alt, die sieht ihren Papa nur am Wochenende aufgrund der horrormäßigen Arbeitszeit. Sollten wir trotzdem mal mit dem Chef darüber reden? Ich finde ja auch, jeder sollte bereit sein, Überstunden zu leisten, aber doch keine knapp 20 Stunden mehr pro Woche als vereinbart, oder wie seht ihr das? Einen Betriebsrat gibt es übrigens nicht, der Betrieb ist zu klein, ist ein Subunternehmer von einem großen Paketzusteller. |
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| | #2 |
| Forumnutzer/in Registriert seit: 24.10.2008 Ort: Köln
Beiträge: 948
| das geht wohl auf dauer an die gesundheit: ob es das wert ist? und ohne pause. ich würde 40 std. arbeiten und ende. dann eben kündigung. aber wir haben nur eine Gesundheit! und in der gewerkschaft ist er?
__________________ 70 - 80 % ALLER Bescheide die von Sozialbehörden (ARGE, Hartz IV) bundesweit erstellt werden, sind RECHTSWIDRIG!!! 70 Prozent aller Sanktionen ungerechtfertigt: gegen beides Klagen NIE ! |
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| | #3 |
| Gast
Beiträge: n/a
| Das alles dürfte klar gegen das Arbeitszeitgesetz verstoßen. Natürlich kann man mit dem Chef darüber reden. Nur wird der das Problem bereits kennen. Es läuft vermutlich noch die Probezeit, und bei einem Kleinbetrieb (weniger als 10 Vollzeitbeschäftigte, vereinfacht gesagt) ist das Kündigungsschutzgesetz ohnehin nicht anwendbar. Also im Klartext: sobald sich jemand beschwert, dürfte er mit kurzer Frist (die freilich einzuhalten ist) entlassen werden. Der von dir geschilderte Wechsel bei den Mitarbeitern spricht ja Bände. Dein Mann sollte sich umgehend nach einer neuen Stelle umschauen. Ist zwar leicht gesagt, aber so kann es schließlich nicht weitergehen. Die eigene Gesundheit hat Vorrang. |
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| | #4 |
| Forumnutzer/in Registriert seit: 30.05.2008 Ort: NRW
Beiträge: 1,408
| Wie bereits geschrieben wurde, das geht auf Kosten seiner Gesundheit und zwangsläufig wirkt sich alles negativ auf euer Familienleben aus. Das ist kein Zustand auf Dauer. Mit em Chef zu reden, steht eigentlich an erster Stelle als direkt mit Dritten zu kommen. Wenn noch nicht, würde ich alsbald der Gewerkschaft beitreten. Sie sind eben preisgünstig. Deren Effektivität jedoch immer davon abhängig von wem man gerade beraten wird. Daneben nach einem besseren Job Ausschau halten. Diese Stelle nur als Sprungbrett benutzen. Viel Glück!
__________________ L.G. Verona Was die Menschen am besten können, ist, neue Informationen so zu filtern, dass bestehende Auffassungen intakt bleiben. |
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| | #5 |
| Forumnutzer/in Registriert seit: 28.10.2010
Beiträge: 68
| öhm ... als Paketzusteller, also ein Lieferwagen ? Darf er rechtlich doch schon gar nicht, max. 9 Std. täglich darf er auf Tachoscheibe/Fahrerkarte haben, 2 mal wöchentlich 10 Std. Das darf man auch nicht vergessen ...
__________________ Wo Unrecht zu Recht wird, muss Widerstand zur Pflicht werden !! ......Diplomatie ist, jemanden so zur Hölle zu schicken, dass er sich auf die Reise freut! |
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| | #6 |
| Emailadresse berichtigen! Registriert seit: 04.09.2010
Beiträge: 56
| Ich würde erst mal die Probezeit rumkriegen, sofern der Betrieb mindestens 10 Mitarbeiter auf Dauer hat. Danach ist man fest angestellt und kann Forderungen stellen. Kann was bringen oder auch nicht. Häufig werden nur leere Versprechungen gemacht. Die Mehrarbeit die da geleistet wird ist der Zuverdienst des Chefs und manche legen es darauf an. Wie kann denn der Wagen leer sein? normalen Zustellzeitpunkt nicht Daheim sind, da müsste der Wagen wenigstens halb voll sein. Möglichkeit Zeit zu sparen indem man erst gar nicht klingelt und gleich ne Mitteilung in den Briefkasten schmeißt das man niemanden angetroffen hat. Aussage gegen Aussage und fürchten muss man den Rauswurf der einem häufig angedroht wird, auch nicht, wenn gute Leute kaum zu bekommen sind Also erst mal Höchstleistung zeigen und nach dem Ende der Probezeit die Leistung der Gegenleistung langsam anpassen. Arbeiten heißt nicht sich kaputt zu machen. Übrigens würde ich schon mal Beweise sammeln welche die Überstunden belegen. Z.B. Kopie von der Zeiterfassung machen bevor die Personalabteilung die kassiert. |
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| | #7 | |
| Forumnutzer/in Registriert seit: 26.10.2005 Ort: Dinslaken
Beiträge: 467
| Zitat:
Bestimmungen seit 11.04.2007 VO (EG) 561/2006 Fahrtunterbrechung(Pause) Mindestens 45 Min. nach 4,5 Std. Lenkzeit Aufteilung in 1 Abschnitt von 15 Min. gefolgt von 1 Abschnitt von 30 Minuten zulässig,andersrum nicht zulässig ansonsten nur noch die möglichkeit die 45 minuten am stück ein zu halten. Tägliche Lenkzeit Maximal 9 Std. Erhöhung auf 10 Std. zwei mal pro Woche zulässig alles nach zu lesen hier : BAG - Lenk- und Ruhezeiten - Seit 11. April 2007 gelten neue Lenk- und Ruhezeiten Er hat im Prinzip nur 2 möglichkeiten in seinem jetzigen Job,Augen zu und durch oder die Hörner zeigen, was dann aber meist mit nem Rausschmiss verbunden ist,ich weiss wovon ich rede. Ich fahre normal selbst LKW,eigentlich die großen...aber habe auch schon kleinere gefahren und es ist eigentlich überall dasselbe, so lange du nicht muckst ist alle soki,aber wenn dann darfste gehen. Diese erfahrung habe ich erst im Juni diesen Jahres mal wieder machen dürfen, auch kleines Unternehmen mit 3 Mitarbeitern..... im Arbeitsvertrag stand 40 Stunden max. ,55-60 Std waren die realität, Ladungssicherung unbekannt oder einfach gesagt muss man nicht, ADR bestimmungen =Fremdwort. So und da ich in den angesprochenen dingen ziemlich kleinlich bin zum ersten erst einmal das mit den Arbeitsstunden angesprochen, da kriegte ich nur zur Antwort das wenn ich mich eingelebt habe komme ich mit diesen aus,deshalb keine extra bezahlung. Was aber nicht möglich ist,weil wir angewiesen waren nicht vor 15 Uhr auf den Hof der Spedition zu fahren, so und da wir jeden morgen um 5 Uhr anfingen passt es hier schon nicht mit den Stunden. Das ganze nahm ich vorerst mit nem Zähneknirschen hin,was mir aber nie wieder passiert soviel mal dazu, aber dann kamen die Sparten ADR und Ladungssicherung, da liess ich mit mir nicht diskutieren. Denn da bist du als Fahrer der erste der zahlt und der dumme wenn was passiert und ich bin keien Mensch der andere fahrlässig in Gefahr bringt,was mein Cheff aber mehr oder minder von mir verlangte, mit den worten ach stell dich net so an die Palette kommt doch gleich da und da runter und dann biste sie los. Hier stellte ich mich aber sturr und lies die Ware stehen mit den Worten,keine Gefahrgutausrüstung sowie keine Ladungssicherungsmittel,Ware bleibt stehen! Tja was soll ich sagen,das spielchen machte ich 3 oder 4 mal und dann wurde ich dummerweise Krank, bzw bekam ne art Kreislaufzusammenbruch, tja und das nutzte er und strafte mein Fernbleiben durch Krankschreibung ab und kündigte mir fristlos ohne Lohnzahlung für erbrachte Arbeit. Ich zog den guten vors Arbeitsgericht ,er musste mich zwar nicht mehr einstellen was ich auch nicht wirklich wollte, jedoch musste er die Kündigung in eine normale ändern und mir mein Geld nach zahlen. Man muss selbst wissen was man wie macht, aber zumeist ist es so das häufig mit nem Rausschmiss belohnt wird..... nur man sollte in sich gehen und überlegen was einem selbst wichtig ist. Das Auslieferungsgewerbe stinkt zum Himmel,miese bezahlung,miese Arbeitsbedingungen und dann der Verkehr auf den Straßen geben einem den rest, zudem noch häufig miese Kunden und dann noch Leute die sich aufregen weil man da und da mit seinem Brummi wenden oder stehen muss. Wenn man dann noch das alles sieht was der Gesetzgeber mittlerweile alles so von einem verlangt, steht für mich am ende die frage warum tue ich mir das eigentlich an? gruss twaini
__________________ "Jede neue Wahrheit muß im allgemeinen als Ketzerei beginnen!" | |
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| | #8 |
| Forumnutzer/in Registriert seit: 30.08.2006 Ort: Stuttgart
Beiträge: 6,121
| Meine jüngste Tochter, alle LKW- Führerscheine inkl. Gefahrgut-, und großer Hängerschein, arbeitet bei einem Suunternehmer der DHL. Sie muß auch morgens losfahren, an sechs Tagen der Woche und am Weihnachtssonntag,- und zwei Stadtbezirke beliefern,- dann wieder das Auto zurückbringen zum Depot zwei, drei Stadtteile weiter. Sie muß an sechs Tagen fahren, aber kriegt nur fünf Tage bezahlt, weil bei DHL Samstag und Montag als je ein halber Tag zählen. Egal, wie lange sie auf den Touren braucht. Sie ist gehalten, möglichst alle Sendungen zuzustellen, - ihr Chef kriegt nur für die Pakete Geld, die sie zugestellt hat. Deponiert sie was in der Filliale, dann kriegt er nix.
__________________ Heinz "Raus aus der Asche, ja raus aus der Asche! Aus den Trümmern Deiner Hoffnung wachsen Rosen des Erfolgs!" (Aus Musical: "Chitty-Chitty-Bängbäng") |
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| | #9 |
| Emailadresse berichtigen! Registriert seit: 04.11.2010
Beiträge: 1,236
| Wäre es nicht angesagt, die Mißstände schriftlich beim Arbeitgeber aufzulisten und auf Einhaltung des Arbeitsschutzes zu bestehen? Und wenn dann Kündigung erfolgt, den Arbeitgeber anzuzeigen, weil er sich offensichtlich rechtswidrig daran bereichert und gegen Arbeitsvorschriften verstößt? Dazu dann einen Bericht an die lokale Tageszeitung und die Gewerkschaft zu geben, damit die illegalen Zustände bei dieser Firma publik gemacht werden? Und wenn es sich wohlmöglich noch um eine von Lokalpolitikern geförderte und in der Presse gefeierte Firmenansiedlung handelt, genau diese Lokalpolitiker anzuschreiben? |
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| | #10 |
| Erfahrener Benutzer Registriert seit: 28.02.2010 Ort: NRW
Beiträge: 1,656
| Nicht zu fassen. Da gäbe es für mich überhaupt nichts zu überlegen. Jede unbezahlte Überstunde schmälert den Stundenlohn. Ich würde jeden Tag exakt 8 Stunden arbeiten plus die Pausenzeit. Dann den Karren abstellen, egal wieviel Pakete noch drauf sind. Wenn's dem Chef nicht passt, wird er schon seinen Knecht rufen. Und dann kann man ihm eben sagen, daß die Überstunden mindestens mit Stundenlohn ausgeglichen werden müssen, oder eben voll als Freizeit abgegolten werden können. So wie es jetzt läuft, wird der Stundenlohn um 1/3 also satte 33% gekürzt. Hätte er also regulär 10€ die Stunde, hat er so tatsächlich 6,66€ die Stunde.
__________________ [COLOR=Red][B]Verbrecher die wegen ihrer Verbrechen nicht belangt werden, werden immer mehr und härtere Verbrechen ausüben. Argemitarbeiter und Politiker....[/B] [COLOR=Black][B][COLOR=Black]Der Kapitalismus basiert auf der merkwürdigen Überzeugung, daß widerwärtige Menschen aus widerwärtigen Motiven irgendwie für das allgemeine Wohl sorgen werden.[/COLOR] [/B][SIZE=1]John Maynard Keynes[/SIZE][/COLOR] [/COLOR] |
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| | #11 |
| Forumnutzer/in Registriert seit: 30.08.2006 Ort: Stuttgart
Beiträge: 6,121
| Nur: Sowas kann man ungestraft in den USA machen, dort, wo die Gewerkschaft die Fahrer einteilt. Ich hab das einmal erlebt, ich glaube, es war in Boston,MA. Allerdings ging es da um Busfahrer. Und Busse. Da waren wir zur größten Square Dance Convention der Welt mit 10680 Teilnehmern und viele waren auf den Busservice angewiesen, um von den Hotels zur Tagung, und zurück zu kommen. Damals hatte die Fahrer-Einteilung durch die Gewerkschaft versagt, die Fahrer starteten morgens ihre 8-Stunden-Schicht,- aber bekamen dann, am Ende ihrer bezahlten Arbeitszeit, keine Ablösung. Manche der Fahrer stellten einfach ihren Bus da ab, wo sie waren,- ohne Konsequenzen,- und gingen heim, andere erbarmten sich den Fahrgästen, und machten bis zu 16 Stunden,- die acht Überstunden unbezahlt. In Deutschland bist Du als Fahrer hingegen gleich Deinen Job los, da wird eine Tour kalkuliert,- in Deinen vom Gesetz vorgesehenen Pausen mußt Du vielfach beim Kunden abladen. Hauptsache, das Fahrzeug wird in dieser Zeit nicht bewegt. Deine Tour wird kalkuliert, als ob es keine Wartezeiten beim Kunden gäbe, weil z.B. dieser zwar 16 Ausgänge für eigene LKW, aber am Wareneingang nur Platz für einen LKW hat. Sie wird kalkuliert, als ob Du immer Höchstgeschwindigkeit, keine Ampeln, keine Polizeikontrollen, keine Staus und Pannen gäbe. Und wenn Du da Überstunden verweigerst,- kannste Dir Deine Papiere abholen. Denn kaum wer ist in der Gewerkschaft, und vor der Tür stehen Hunderte, die auf Deinen Job warten. Bei den Paketdiensten z.B. sind pro Sendung gerademal 90 Sekunden kalkuliert,- egal, ob man einen ganzen Berg Pakete in einer Firma abgeben muß, und dort auch sofort jemand findet, der sie abnimmt,- oder ob man ein einzelnes Paket hundert, hundertzwanzig Stufen raufbringen, auf die ältere Dame warten muß, bis sie den Morgenmantel gefunden, angezogen hat, zur Tür gelaufen ist, und das Paket angenommen hat, dann wieder hundert, hundertzwanzig Stufen zurück ...
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| | #12 |
| Gast
Beiträge: n/a
| Danke erstmal für die Antworten, er hat übrigens keinen Fahrtenschreiber, er fährt so einen Sprinter, für den Führerschein Klasse B ausreicht. Und es ist bei dem Betrieb genauso, dass nur Pakete bezahlt werden an den Subunternehmer, wenn die Pakete auch zugestellt werden, ansonsten gibt es keinen Cent. Wenn die Pakete im Depot abgeholt werden vom Kunden, gibt es auch nur noch die Hälfte. Die Zustellquote ist eben bei 99% angelegt, größtenteils beliefert er Großkunden und Betriebe, die sind auch immer da. Die, die nicht zugestellt werden, sind in der Regel Nachnahmepakete. Das eigentliche Problem ist, dass er momentan noch als Beifahrer eingearbeitet wird und die Angestellten sind allesamt ungelernt und fahren hin und her und hin und her, teilen sich die Touren nicht ein, verwenden keine Karte, verschwenden wertvolle Zeit. Aber selbst wenn mein Mann das dann machen würde und vielleicht gegen 14 Uhr fertig ist, MUSS er in der Zentrale anrufen und nachfragen, ob jemand die Tour nicht schafft, damit er DEMJENIGEN Pakete abnehmen kann und zustellt, das muss man sich mal überlegen. Er hätte mindestens schon 10 mal gegen 15 Uhr daheim sein können, aber jedes Mal hat es irgendeiner nicht geschafft. Dann treffen die sich an einer Tankstelle, wo natürlich ebenfalls wertvolle Zeit fürs hinfahren flöten geht und dann gehts in das Zustellgebiet des anderen, wo man sich garnicht auskennt und wieder Zeit flöten geht. Okay, ein Navi hat jeder mit im Auto, aber das Navi nützt einem bei Baustellen usw. auch nix. Der einzige Vorteil ist, dass am Wochenende und an den Feiertagen wenigstens Ruhe ist. Naja, wir haben halt Angst den Chef darauf anzusprechen, weil der eben dann vielleicht gleich sagt, mein Mann soll's lassen. Andererseits braucht er aber dringend Leute, schon einer weniger würde alles aus dem Ruder bringen, da sich die anderen dann die Pakete der Tour auch noch mit aufteilen müssten. Das mit der Gewerkschaft klingt allerdings gut, wir informieren uns mal darüber! Er ist zwar erst 27, aber ich glaube, wenn er das 5 Jahre macht, ist er auch schon am Ende, das will ich natürlich nicht. Man wird echt überall nur noch ausgebeutet. |
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| | #13 | |
| Forumnutzer/in Registriert seit: 16.03.2008 Ort: Raum DO, MS
Beiträge: 4,796
| Zitat:
Ist wohl bei der DHL auch so. Die bringen keine Pakete mehr, sondern werfen sofort die Abholkarten in den Briefkasten. Meiner Tochter schon mehrmals passiert. Und Büchersendungen werden auch nicht zugestellt, wenn der Postbote zu viele Sendungen hat, bzw. wenn er keine Lust hat, die Bücher mitzuschleppen. Bekam mal gleichzeitig Einschreiben/Rückschein und die Abholkarte (habe sie nicht angetroffen) in die Hand gedrückt. Schwiegersohn war neulich Beifahrer bei einem Paketdienst. Es wurde vorgeschrieben, in welcher Reihenfolge die Kunden angefahren werden müssen. Der langjährige Fahrer kümmerte sich aber da nicht drum, denn dann bräuchte er länger und würde einige Kunden nicht mehr antreffen. Und was das Abstellen eines LKWs betrifft. Das mein Bekannter Kraftfahrer schon mal gemacht und mehrmals angekündigt. Da waren die LKWs aber noch nicht überwacht, wie heute. Heute wird ja behauptet, er hätte ja seine Pause mittten in Paris gemacht, genau mit der Minutenanzahl. Nur stand er da im Stau. Eine Firma hat ihm sogar einen neuen Reifen in Rechnung gestellt, der ihm auf der Autobahn geplatzt war. | |
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| | #14 | |
| Forumnutzer/in Registriert seit: 28.10.2010
Beiträge: 68
| selbst wenn er keinen Fahrtenschreiber hat, gilt das Fahrpersonalgesetz; Zitat:
@ Rounddancer, was hätte deine Tochter schneller wieder, einen Job oder die Klasse 2 ? Überlegt euch das mal in Ruhe ...
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| | #15 | |
| Forumnutzer/in Registriert seit: 30.08.2006 Ort: Stuttgart
Beiträge: 6,121
| Zitat:
Aber: Wenn eine Firma bestellt,- dann muß das Paket auch der Firma zugestellt werden, nicht dem Nachbarn, und nicht an den Pstshop. Das bedeutet: Wenn ich was habe, was per DHL kommt, und nicht wo anders abgegeben werden soll, dann bestelle ich das zur Lieferung an meine Firma.
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| | #16 |
| Emailadresse berichtigen! Registriert seit: 04.11.2010
Beiträge: 1,236
| Das ist doch kein Job, um den es zu trauern gilt. Das ist reine Ausnutzung. Der Subunternehmer hält sich die Arbeitnehmer ja beinahe wie Sklaven und gibt Anweisungen, die laut Arbeitszeitgesetz rechtswidrig sind. Entweder der Arbeitgeber läßt mit sich reden und stellt seine Gesetzesverstöße ein oder er bekommt eine Anzeige. Das muß auch nicht unbedingt Dein Mann machen. Wenn ich beispielsweise den Namen des Arbeitgebers wüsste, würde ich den Fall bei der Polizei zur Anzeige bringen (vorher noch Gewerkschaft und lokale Presse darüber informieren). Wenn hier also zufällig ein Name und Ort fallen gelassen wird, dann kann ich gar nicht anders, als solche Verhältnisse zur Anzeige zur bringen... |
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| | #17 |
| Forumnutzer/in Registriert seit: 04.02.2009 Ort: Potsdam
Beiträge: 1,829
| ist es nicht auch so das alles über 3,5t bei gewerblicher nutzung fahrtenschreiberpflichtig ist ? |
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| | #18 | ||
| Forumnutzer Registriert seit: 16.10.2009
Beiträge: 1,099
| Zitat:
Zitat:
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| | #19 | |
| Emailadresse berichtigen! Registriert seit: 04.09.2010
Beiträge: 56
| Zitat:
Die Gewerkschaft wird das wenig interessieren weil die sich nur für die Massen einer Branche vertreten fühlt. ![]() Für die Presse dürfte so eine Geschichte nicht lesenswert genug sein. Die brauchen Schlagzeilen und das ist keine. Aber das könnte ein Fall für die Gewerbeaufsicht oder die Berufsgenossenschaft sein. Da würde ich mich mal erkundigen. | |
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| | #20 |
| Forumnutzer/in Registriert seit: 16.08.2010 Ort: irgendwo in holland
Beiträge: 5,070
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ich habe vor kurzem die zugehörige karte erhalten. fahrerjobs sind immer hart: letzter job war für einen großen telefonanbieter in ganz holland. arbeits- bzw. fahrtzeiten 16h pro tag. essen/trinken während der fahrt........ heute beschäftigt die firma eigene leute, die für die hälfte schuften. das ist normal in der branche..... entweder man kann das aushalten, oder man geht kaputt
__________________ "Es gibt keine Nationen, es gibt keine Völker(..)nur(..)ein riesiges, ungeheuer mächtiges, verflochtenes, sich gegenseitig beeinflussendes, multivariables, multinationales Dominion von Dollars(...)also jede Art von Geld. Es ist das internationale Währungssystem, dass die Globalität des Lebens auf diesem Planeten bestimmt. (..)Das ist die atomare, und die subatomare, und die galaktische Struktur der Dinge heutzutage" NETWORK(1976) |
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| | #21 | |
| Forumnutzer/in Registriert seit: 16.08.2010 Ort: irgendwo in holland
Beiträge: 5,070
| Zitat:
wenn man die lenkzeiten überschritten hat, selbst die BAG oder die sheriffs anrufen. dann bekommt man "zwangspause" und der chef kräftig eins zwischen die hörner ! axo, der dispo kann sich dann gleich nen neuen job suchen !
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| | #22 | |
| Forumnutzer/in Registriert seit: 16.03.2008 Ort: Raum DO, MS
Beiträge: 4,796
| Zitat:
Österreich oder Schweiz: Der Bekannte war duschen und hat dann gleich die Maut-Plakette gekauft. Bei einer Kontrolle musste er löhnen, wegen nicht Einhaltung der Ruhezeit. Er hätte die Plakette zu früh gekauft und hätte somit schon gearbeitet. Der LKW war aber nicht zu früh bewegt worden. Belgien: Maut bezahlt für Samstag, auf Autobahnrastätte geparkt bis Montag, für Montag neue Plakette gekauft. Kontrolle Montag früh auf dem Parkplatz. Ca 20 LKWfahrer mussten Strafe zahlen , weil sie für den Sonntag keine Plakette gekauft hatten. Die Parkgebühr wird ja zusätzlich bezahlt, da auch für den Sonntag | |
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| | #23 | |
| Forumnutzer/in Registriert seit: 28.10.2010
Beiträge: 68
| Zitat:
Warum haben heute viele Spediteure Disponenten aus dem ehemaligen Ostblock oder ohne Führerschein ? - Richtig ... da kann nix passieren .... wo keine Pappe zu holen ist ...
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| | #24 | |
| Forumnutzer/in Registriert seit: 28.10.2010
Beiträge: 68
| Zitat:
Belgien ... den bekloppten Fahrer will ich sehen, der Samstag nicht nicht weiss, wie lange er steht ... Sorry ... hier kann ich echt nur schmuntzeln ...
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| | #25 | |
| Emailadresse berichtigen! Registriert seit: 06.01.2006 Ort: NRW
Beiträge: 426
| Zitat:
Das scheint im allgemeinen gängige Praxis zu sein. Mein Sohn Auszubildender muss sogar Feiertage nach arbeiten. Er muss täglich Überstunden machen,welche nicht bezahlt werden. Es kümmert alle einen Dreck,er durfte sogar erst ab November zur Berufsschule. Wer in der Zwickmühle ist,lässt es sich auch gefallen,aus Angst gefeuert zu werden. und genau das nutzen diese Ausbeuter für ihre Zwecke,armes Deutschland. LG Luna 17 | |
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| | #26 |
| Gast
Beiträge: n/a
| ich würde an deiner stelle mitdem chef reden denn wenn es offensichtlich ist das das die mitarbeiter wie eintagsfliegen dort wechseln dann würde ich das gespräch darauf aufbauen dass er bereit ist weiter zumachen dass dies aber kein dauerzustand sein darf nur weil der chef probleme hat die richtigen mitarbeiter zu finden--ich würde dass gespräch darauf aufbauen dass es kein dauerzustand sein darf und verbesserungsvorschläge machen-dem chef die möglichkeit zu wissen dass dieser sich auf ihnerstmal aber verlassen kann dann kann man meistens über alles weitere reden dass mitdem kind wäre nämlich keine bgründung ich kenne viele akademiker pärrchen die dies nicht anders regeln der mann ist meist nur am wochenende für die familie da und dann zeit |
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| | #27 |
| Forumnutzer/in Registriert seit: 16.08.2010 Ort: irgendwo in holland
Beiträge: 5,070
| @rubber-duck deine erfahrungen sind nicht mehr kompatibel zur jetzigen situation. früher hat man als fahrer wegen allem auffen s*ck gekriegt:
bei ladungssicherheit ist derjenige fällig, der dafür unterschrieben hat auf den frachtpapieren, ansonste -> cheffe bei den lenk- u. ruhezeiten ist der dispo fällig. da muss man schon was tun dafür: wenn palaver mit dem dispo ist und er nötigt die ruhezeiten nicht einzuhalten, dann erstmal zustimmen. dann ruft man mit dem privat-handy die sherrifs oder die jungs von der bag. dann gibt man seine kennzeichen durch und sagt, auf welchem parkplatz man gerne "rausgewunken" werden will. im beisein der sherrifs ruft man den dispo an und sagt ihm nicht, was genau sache ist, sondern das man jetzt seine pause macht......... dann stellt man das mikrofon an bzw. stellt auf freisprechen. 1/2 h später kann der dispo seinen kram zusammenpacken. cheffe kriegt ein kräftiges bußgeld und hat die jungs für die nächste zeit am a.... hängen. zum verarschen gehören immer zwei. der fall willi betz hat ja schlagzeilen gemacht. Willi Betz auch frans maas ist von der bildfläche verschwunden, weil man dort glaubte, der niederländische staat würde sich von dem pack auffer nase herumtanzen lassen. dem letzten dispo von mir, habe ich gesagt, dass mir seine meinung aber haarscharf irgendwo vorbei geht. am nächsten tag war ich raus. 3 monate später war der telekomanbieter, für den ich gefahren bin, kein kunde mehr. bin gerne behilflich, wenn ich so nett gebeten werde. manchmal muß man eben ein schwein sein
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| | #28 | |
| Forumnutzer/in Registriert seit: 28.10.2010
Beiträge: 68
| Zitat:
Als Fahrer bin ich sowohl für Fahrzeug und Ladung verantwortlich, selbst wenn andere geladen haben, habe ich mich von einer Ordnungsgemässen Ladungssicherung vor Fahrtantritt zu überzeugen ... Ladungssicherung.de - Verantwortlichkeit des Fahrers so long ^^
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| | #29 | |
| Forumnutzer/in Registriert seit: 16.08.2010 Ort: irgendwo in holland
Beiträge: 5,070
| Zitat:
Ladungssicherung bei firmen, bei denen ich als staplerfahrer gearbeitet habe, hatten fahrer keinen zugriff. da es sich dabei um computer handelte, mußten die container verplompt werden. als fahrer kannst du da nix kontrollieren und deswegen haftet da der verlader(also ich zb)
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| | #30 | |
| Forumnutzer/in Registriert seit: 28.10.2010
Beiträge: 68
| Zitat:
Andernfalls deine Ladung schön fein wieder entladen oder einen dummen Fahrer holen müssen ^^ Ich würde niemals mit einer Fracht fahren, wo ich nicht selbst gesehen habe, das alles ok ist ... vielleicht einer der Gründe, warum ich nach 20 Jahren Spedition noch immer im Besitz einer Fahrerlaubnis bin ...
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| | #31 |
| Emailadresse berichtigen! Registriert seit: 04.11.2010
Beiträge: 1,236
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Das ist nicht richtig. Lokale Zeitungen berichten über sowas gerne und ausführlich, unter anderem mit Nennung der Firmennamen, in denen solche Mißstände herschen. Such mal unter news.google.de nach dem Stichwort "Lenkzeiten". |
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| | #32 |
| Gast
Beiträge: n/a
| Hallo, ich bins wieder! Also scheinbar weiß der Chef über die katastrophale Lage bescheid, bei einem Anruf meinte er nämlich, er hätte vorm unterzeichnen des Vertrags meinem Mann gesagt, dass er täglich 16-19 Uhr Feierabend hätte und somit einige Überstunden schieben muss. Mein Mann und ich haben uns jetzt darauf geeinigt, dass er erstmal abwartet, wann er seine eigene Tour bekommt. Er ist ja vom Fach und kann sicher einiges an Zeit einsparen, die anderen nehmen sich einfach immer so drei Pakete mit vor und fahren die stur ab, ohne dabei wirklich einen Plan zu haben, ob sie nicht noch mehr Pakete in einem Ort hinbringen müssen, sie fahren hin und her und hin und her. Sollte mein Mann dann immernoch so spät Schluss haben, wird er kündigen, sollen sie sich einen anderen Deppen suchen...tja, dann gehts wohl wieder zur tollen Leiharbeit! Da ist der Stundenlohn zwar mies, aber dafür hatte er kaum bis keine Überstunden zu leisten... Danke für eure Meinungen. |
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