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| Tags: eineurojobber, entschaedigung, fordert, hamburg, uni |
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| | #1 |
| Redaktion Registriert seit: 19.08.2005 Ort: Bonndeshauptstadt
Beiträge: 4.818
| für Zwangsarbeit. Protest in Hamburg Am heutigen Montag, den 6. November 2006, hat der Soziologe Thomas Meese zum ersten Mal vor der Hauptverwaltung der Uni Hamburg, an der Edmund-Siemers-Allee 1, eine persönliche Meinungskundgabe (fällt nicht unter das Versammlungsrecht) abgehalten. Er hat damit seine Forderung an die Universitätspräsidentin auf Entschädigung für die zwischen dem 24. August 2005 und dem 23. Juni 2006 an zwei Instituten der Uni Hamburg verrichtete Tätigkeit gem. § 16.3 SGB II als Soziologe (M.A.) bekräftigt. In den folgenden Tagen wird Thomas Meese seine persönliche Meinungskundgabe fortsetzen, wobei er mit einem Aufstellschild auf seine Forderung aufmerksam macht und Flugschriften verteilt. Das Schreiben an die Universitätspräsidentin und das Flugblatt können als PDF-Dokumente in einer Zip-Datei kostenlos hier herunter geladen werden: http://rapidshare.com/files/2212396/...EIN_EURO_UNI_H AMBURG.zip.html Seine Forderung auf Entschädigung für Zwangsarbeit stützt sich auf das Übereinkommen 29 über Zwangs- und Pflichtarbeit der International Labour Organization (ILO). Die BRD hat dieses Übereinkommen am 13. Juni 1956 ratifiziert. Die ILO ist einer Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Genf. Ihre deutsche Vertretung sitzt in Berlin. Das ILO Übereinkommen 29 kann in deutscher Sprache unter dem folgenden weblink eingesehen werden: http://www.ilo.org/ilolex/german/docs/gc029.htm Die Definition für „Zwangs- oder Pflichtarbeit” findet sich unter Art. 2.1 und in Art. 9.c steht festgeschrieben, dass nicht freiwillige Arbeitskräfte wenigsten gleichwertig für ihre Arbeiten und Dienstleistungen entlohnt werden müssen. Ich argumentiere nun, dass die wissenschaftliche Mitarbeit, die ich im Rahmen des Ein-Euro-Jobs geleistet habe, vergleichbar ist mit der Arbeit von Kräften, die im Rahmen eines regulären Arbeitsverhältnisses mit ähnlicher Qualifikation an der Uni angestellt waren. Daran wiederum, dass bei der Ausübung einer Arbeitsgelegenheit gem. § 16.3 SGB II durch einen Empfänger von ALG II in keinem Fall von Freiwilligkeit oder Einvernehmen die Rede sein kann, besteht kein Zweifel. Die Hamburger Arbeitsgemeinschaft SGB II droht in ihren Richtlinien über die Durchführung von Arbeitsgelegenheiten (auf S. 3) ausdrücklich Sanktionen an. Dort heißt es: „Bei Weigerung eine Arbeitsgelegenheit aufzunehmen oder fortzuführen, werden die Leistungen des Arbeitslosengeldes II gekürzt. Bei jungen Menschen unter 25 entfällt diese Leistung für drei Monate”. Die Richtlinien können als PDF-Dokument unter dem folgenden weblink herunter geladen werden: http://fhh.hamburg.de/stadt/Aktuell/...chaft-arbeit/b roschueren/richtlinie-arbeitsgemeinschaft-pdf,property=source.pdf oder alternativ: http://tinyurl.com/yhb5om Thomas Meese argumentiert, dass eine teilweise oder vollständige Kürzung des ALG II für den Langzeitarbeitslosen eine Bedrohung seiner materiellen Existenz bedeutet und ihm somit die Wahlfreiheit nicht gegeben ist, den - stets mit entsprechenden Rechtsfolgebelehrungen verknüpften - Vermittlungsvorschlag für eine Maßnahme gem. § 16.3 SGB II abzulehnen. Poltische Perspektiven aus Sicht von Thomas Meese Die oben geschilderte Initiative hat Thomas Meese bis zu diesem Zeitpunkt selbst voran getrieben. Er setze hierbei auf das Prinzip der entschiedenen Handlung als Ultima ratio dessen, was dem Einzelnen in friedlicher politischer Willensbekundung zu tun möglich ist. Selbstverständlich hat er die Presse in Kenntnis gesetzt und um Berichterstattung gebeten. Einzelne Menschen und verschiedene Initiativen hat er um Rat und Unterstützung angegangen. Von der Resonanz hierauf wird es nun abhängen, was er mit seiner Strategie des "blaming and shaming" zu erreichen vermag und ob dieses Beispiel Schule macht oder nicht. Thomas Meese bemüht sich in Hamburg um Zweckbündnisse, durch die in gezielten Aktionen andere Unternehmen und Institutionen der notablen Hansestadt, die schamlos Ein-Euro-Jobber im großen Still ausbeuten (z.B. haben die Verkehrsbetriebe einen eigenen Beschäftigungsträger mit über 100 Plätzen gegründet, verzeichnen jedoch lediglich eine Integrationsquote von 14,5 %) öffentlich bloß stellen können. Er rechne damit, dass sich keine Institution und kein Unternehmen eine Presse leisten will, die an die dunkelsten Stunden deutscher Geschichte gemahnt. Auch am 09. November will er seine persönliche Meinungsbekundung vor der Hauptverwaltung der Uni Hamburg abhalten — kaum 50 Meter vom Platz der jüdischen Deportierten entfernt. Politisches Engagement, wie er es versteht, muß darauf angelegt sein, unermüdlich auf die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit in einer Gesellschaft aufmerksam zu machen. Wer will einer politisch-ökonomischen Elite Vertrauen schenken, die ihre Verantwortung vor der Geschichte wortbekundet und zugleich Millionen von Arbeitslosen stigmatisiert und ihrer Lebenschancen beraubt? Besten Dank an Tacheles
__________________ Dem Deutschen Volke Runtergeknechtet zur bitteren Armut und Hungerlöhnen durch die Menschenverachtende Politik der früheren RotGrünen- und heutigen großen Koalition,die sehr gerne alle paar Monate die Daumenschrauben fester anzieht Alle von mir gemachten Aussagen und Antworten auf Fragen entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung und stellen keinerlei Rechtsberatung dar. |
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| | #2 |
| Gast
Beiträge: n/a
| :daumen: :daumen: jetzt wäre es noch super, wenn sich viele weitere Ein-Euro-Job-zwangsarbeiterInnen dem beispiel von thomas meese folgen würden @moderatorInnen m.e. gehört diese meldung oben "festgetackert" |
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| | #3 | ||
| Gast
Beiträge: n/a
| Zitat:
Zitat:
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| | #4 | |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer Registriert seit: 14.02.2006 Ort: Hamburg
Beiträge: 3.711
| Zitat:
Unter welchem Nick ist Thomas Meese hier zugegen? | |
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| | #5 | |||
| Redaktion Registriert seit: 22.06.2005 Ort: NRW
Beiträge: 1.956
| Zitat:
Bedeutungsvoll scheint Zitat:
Zitat:
__________________ Gruß vagabund .................................................. .................................. Spendenkonto: Trägerverein Erwerbslosen Forum Deutschland Sparkasse Bonn BLZ 380 500 00 Konto 1900 0573 06 Die von mir gemachten Aussagen geben meine persönlichen Erfahrungen wieder bzw. stellen meine Meinung dar und keine Rechtsberatung. "Hartz IV ist offener Strafvollzug. Es ist die Beraubung von Freiheitsrechten. Hartz IV quält die Menschen, zerstört ihre Kreativität" Goetz Werner | |||
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| | #6 |
| Benutzer Registriert seit: 14.11.2006
Beiträge: 37
| Bundesminister für Arbeit und Soziales, Franz Müntefering, (hat) in der Sitzung seiner Fraktion wörtlich erklärt: "Wer arbeitet, soll etwas zu essen haben, wer nicht arbeitet, braucht nichts zu essen." Über die Äusserung von Franz Müntefering hätte sich ein Adolf Hitler sehr gefreut. Früher waren es die Juden die verfolgt wurden, heute sind es die Arbeitslosen die verfolgt werden; Deutschland gleitet wieder ab in nationalsozialistische Strukturen. Alle wissen, dass da grosses Unrecht passiert, die Mehrheit des Volkes hält still, keiner unternimmt was gegen die Regierung, genauso wie damals! Hauptsache ist, dass die Diäten der Bundestagsabgeordneten erhalten bleiben und nicht gekürzt werden. Zum Beispiel erhält eine Angela Merkel pro Tag um die 700 EURO (soviel wie ein Hartz 4 -Empfänger im Monat ungefähr erhält) aus der Steuerkasse, bekommt einen Dienstwagen gestellt, Kleidung (Berufskleidung) braucht sie auch nicht zu kaufen und Essen gibts reichlich umsonst; viel Geld für NICHTSTUN ausser labern und umherreisen. Vielleicht wird sie nochmal gewählt, denn die Arbeitslosigkeit wurde gesenkt mit 1 Euro Jobs, wofür die Regierenden doch belohnt werden sollten; z.B. mit einer Wiederwahl. |
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| | #7 |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer Registriert seit: 04.06.2006 Ort: oldenburg
Beiträge: 389
| der Mann ist klasse :daumen: lg hartzhasser
__________________ ich will Arbeit und nicht Hartzen. |
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| | #8 | |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer Registriert seit: 14.02.2006 Ort: Hamburg
Beiträge: 3.711
| Zitat:
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| | #9 | ||||
| Benutzer Registriert seit: 14.11.2006
Beiträge: 37
| Zitat:
Es wird niemand gezwungen den 1 Euro Job anzunehmen, jeder kann frei entscheiden was er tun möchte; folgedessen handelt es sich nicht um "Zwangsarbeit" und auch nicht um "Pflichtarbeit". Die "faulen Säcke" sollen einfach nur mal richtig therapiert werden und an die Arbeit gewöhnt werden; mal wieder FRÜH AUFSTEHEN lernen und sich nicht faul im Bett herumwälzen, während andere den Buckel krumm machen und schuften, arbeiten müssen. Der Arbeitslose dreht sich faul im Bett um, während der Arbeitnehmer raus aus den Federn muss und zur Arbeit antritt. Die "faulen Säcke" müssen endlich mal richtig rangekriegt werden, da eignet sich der 1 Euro Job doch sehr gut für. 1 Euro die Stunde ist noch zu viel, es reichen auch 1 Cent die Stunde für diese "faulen Säcke" die morgens nicht aus den Federn kommen wollen! | ||||
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| | #10 |
| Benutzer Registriert seit: 14.11.2006
Beiträge: 37
| "Mit mir als Kanzlerin wird es keine Mehrwertsteuererhöhung geben!" A. Merkel- sprachs, log und siegte Das ist falsch! Es war Gerhard Schröder der das gesagt hat. Angela Merkel hat gleich klargestellt, dass wenn sie Bundeskanzlerin wird, es eine Mehrwertsteuererhöhung gibt !! |
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| | #11 | |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer Registriert seit: 10.04.2006 Ort: Außerhalb der "Matrix"
Beiträge: 1.045
| Zitat:
Schönen Gruß, Andreas
__________________ "Wer nicht bereit ist, aus der Geschichte zu lernen, der ist dazu verurteilt, sie zu wiederholen." (Übersetzungsvariante eines Zitats von George Santayana) Das Ziel der Hartz-Gesetze: Niemand soll hungern, ohne zu frieren! Alle meine Äußerungen sind durch das Grundgesetz, Artikel 20, Absatz 4 abgedeckt und somit strafrechtlich nicht verfolgbar! ;-) | |
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