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Armut, Alleinerziehen und die Tabus Selektion und Stigmatisierung; in Forum: Information; Alarmierender Unicef-Bericht: Arme Kinder werden ausgegrenzt, vernachlässigt, ignoriert - Panorama - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten Zitat: ALARMIERENDER UNICEF-BERICHT Arme Kinder werden ausgegrenzt, vernachlässigt, ignoriert Von Barbara Hans Schlechte Chancen für ...| Tags: alleinerziehen, arm, armut, kinder, selektion, stigma, tabu |
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| Gast
Beiträge: n/a
| Alarmierender Unicef-Bericht: Arme Kinder werden ausgegrenzt, vernachlässigt, ignoriert - Panorama - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten Zitat:
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Dazu ein Bericht, der mir zwar selbst bei manchen Zahlen den Kopf verwirrt, aber einige relevante Fakten zusammenfasst: http://ec.europa.eu/employment_socia...ar07002_de.pdf Zitat:
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Also werden sie selektiert, ausgesiebt, ausgefiltert. Ein Mechanismus, über den nur hinter vorgehaltener Hand, in einem Zwischengespräch einigermaßen bewusster Eltern am Spielplatz, gesprochen wird. Betroffene sind auch viel zu eingespannt, als dass sie sich Lobby verschaffen könnten. Täglich mit dem Überleben, seelisch und existenziell, der Kinder. Stellt sich die Frage: Soll das so sein? Ist das vielleicht auch so, voll beabsichtigt? Sollen wir wieder einmal "nicht merken", wie eine Schweizer Psychologin es nennt? Diesem füge ich die Entwicklung einer Schullaufbahn der ersten und zweiten Klasse Grundschule hinzu, und zwar nur in Auszügen, das gesamte Protokoll umfasst 5 Seiten welche sehr schön präsentieren, wie generalstabsmäßig vorgegangen wird: Zitat:
Zur Diskussion. LG Emily | ||||||||||
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| Erfahrener Benutzer Forumnutzer/in Registriert seit: 04.01.2008
Beiträge: 395
| Hallo Emily, wir sollen "nicht merken", so sehe ich es. Die Selektion im Schulwesen ist abenteuerlich und brutal, wer es nicht schafft wird ausgesondert. Wenn eine alleinerziehende Mutter, wie ich, versucht ihr Kind zum Abitur zu bringen, wo auf dem Aufbaugymnasium 50 Prozent der Kids wörtlich: versagen. Also ihr Abi nicht schaffen. Es werden nur die Kinder in den Förderunterricht aufgenommen, die ausreichende Leistungen bringen. Wer schlechter ist, darf nicht teilnehmen. Diese Mentalität ist überall zu finden. Wer alleinerziehend ist, hat versagt, da die Beziehung nicht hielt. Wer alleinerziehend ist und nicht in Vollzeit arbeitet, ist zu faul. Wer keinen glatten Lebenslauf hat, muss ja zu unfähig sein, wer später höhere Abschlüsse nachholen möchte, wird dies unmöglich gemacht. Auf dem Job muss man froh sein, überhaupt etwas bekommen zu haben etc. So wird es vermittelt, manchmal offen ausgesprochen, meist subtil vermittelt. Zum Thema Computerspiele: ich wurde vor zweieinhalb Jahren zur Schulleitung zitiert, weil mein Kind sog. Maps im Unterricht zeichnete. Sie gestaltete eigene Spielelevel, die sie dann zuhause in 3D umsetzte. Eine anspruchsvolle Aufgabe übrigens. Mir wurde vorgehalten, mein Kind könne Amok laufen (sie wurde nachweislich geschlagen und gemobbt, die Lehrer sahen zu), da sie Computerspiele spielt. So wurde auf perfide und perverse Weise die Verantwortung seitens der Schule für sozialen Umgang innerhalb der Klassengemeinschaft, die nicht vorhanden war, mir zugeschoben. Ich konnte mich dank eines guten Kinderarztes durchsetzen, die Täter, Jungs aus ihrer Klasse die sie im Unterricht prügelten (was der KL angeblich nicht sah), mit einem Schulverweis belegt. Das ist ein weiteres Beispiel für Ausgrenzung von Alleinerziehenden. Gruß Susann |
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| | #3 |
| Gast
Beiträge: n/a
| Menschen, die in unglücklichen Beziehungen leben, entwickeln Neid auf die vermeintliche Freiheit der Alleinstehenden. Andere haben beispielsweise Angst, eine alleinerziehende Mutter könne ihnen ihren Mann "wegschnappen". Der Wunsch nach Sicherheit, die Angst vor dem Verlassenwerden wird auf die anderen projeziert [hab ich das jetzt richtig geschrieben? sieht komisch aus]. Allein die Tatsache, daß auch andere Lebensformen als die althergebrachte "normale" existieren, ruft Ängste und Ablehnung hervor. Man will die eigene Lebensform nicht hinterfragen - fände man doch möglicherweise Kehrricht, den man lieber unterm Teppich liesse... Eltern übertragen diese Ablehnung gerne auf ihre Kinder, die dann ihrerseits die "Ein-Elter-Kinder" ablehnen. So ein Sündenbock ist doch immer hochwillkommen, lenkt er doch von eigenem Fehlverhalten ab. Der Druck auf die Kinder Alleinerziehender, die ständige kritische Beobachtung institutioneller und gesellschaftlicher Art, wirkt sich unmittelbar auf den schulischen Erfolg aus, der ja bekanntermassen sehr wenig mit der Intelligenz zu tun hat. Also: je höher die Schule, desto seltener sind die Kinder Alleinerziehender zu finden - und desto leichter sind sie in die Schublade "anders" zu stecken. Mich erinnert das immer an die Gleichberechtigung der Frauen: wenn eine Frau das Gleiche erreichen will wie ein Mann, muss sie das Doppelte dafür leisten. Genauso geht es den Kindern Alleinerziehender. Es ist mörderisch, immer aufs Neue aus diesem Teufelskreis ausbrechen zu müssen. Viele Grüße, angel |
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| | #4 | |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer/in Registriert seit: 04.07.2007 Ort: Niedersachsen
Beiträge: 985
| Zitat:
Grüße - Emma | |
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| | #5 | |
| Emailprobleme, Administrator kontaktieren! Registriert seit: 11.01.2006
Beiträge: 4.154
| Zitat:
Was denken die sich eigentlich? Das wir alleinstehenden und/oder alleinerziehenden Frauen scharf auf ihre "gebrauchten" Männer sind? Ich finde das einfach beschämend, dass sie etwas unterstellen, was sie vielleicht selbst tun würden. Geändert von andine (02.06.2008 um 10:51 Uhr) | |
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