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Bedarfs- / Haushaltsgem. / Familie

Zerstört der Sozialstaat die Famile?; in Forum: Information; von Evelyn Korn Phillipps-Universität Marburg 24.03.2007 http://www.uni-marburg.de/fb02/makro...07-05_korn.pdf...
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Alt 06.03.2008, 22:50   #1
Redaktion
 
Benutzerbild von vagabund
 
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Ort: NRW
Beiträge: 1.955
Standard Zerstört der Sozialstaat die Famile?

von Evelyn Korn

Phillipps-Universität Marburg

24.03.2007


http://www.uni-marburg.de/fb02/makro...07-05_korn.pdf

__________________
Gruß
vagabund
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Die von mir gemachten Aussagen geben meine persönlichen Erfahrungen wieder bzw. stellen meine Meinung dar und keine Rechtsberatung.

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Alt 07.03.2008, 10:44   #2
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Benutzerbild von Emily
 
Registriert seit: 23.03.2007
Ort: München
Beiträge: 1.314
Standard

Zitat:
Es zeigt sich, dass eine Familienpolitik, die Ehe und Familie
stärkt, nicht zu installieren ist, weil sich die beiden Ziele widersprechen.
Zitat:
So wurde im April 2006 ein Referentenentwurf (Bundestagsdrucksache Nr.
16/1830 vom 15.6.2006, S. 37f) zum Unterhaltsrecht von der Bundesregierung verabschiedet
und befindet sich im Gesetzgebungsverfahren, der explizit darauf zielt,
die Anreize für geschiedene Männer, insbesondere Väter, zu erhöhen, eine zweite
Familie zu gründen. Dies soll dadurch geschehen, dass die Zahlungsansprüche der
ersten Ehefrau und – bei mittleren und höheren Einkommen auch der Kinder aus der
ersten Ehe – reduziert werden.
Serielle Polygynie wird also bewusst und absichtlich gefördert?

Zitat:
Polygyne Strukturen gehen mit
ausgefeilten Regelungen des Alltags einher, da die beteiligten Frauen untereinander
in Konkurrenz um die Ressourcen des Ehemanns stehen. Daher sind polygyne Familien
meist in mehrere eigenständig wirtschaftende Haushalte zerlegt, die aus einer
Frau und ihren Kindern bestehen – berühmtestes Beispiel hierfür ist das Viertel der
Mätressenhäuser der verbotenen Stadt. Gleichzeitig unterliegen die Ehemänner der
Pflicht, allen Frauen in persönlicher wie materieller Hinsicht gerecht zu werden.
Kombiniert bedeutet dies: Auch wenn die teutsche Regierungspolitik vorgeblich die monogame Beziehung "schützt" FÖRDERT sie gleichzeitig Polygynie - OHNE den Aspekt der Versorgung mit Ressourcen.

Zitat:
Die Regelung,
dass der Vater eines Kindes der Ehemann der Mutter ist, führt dazu, dass serielle
Polygynie strukturell identisch zur simultanen Polygynie ist.
Und wird gefördert von der Familienpolitik. Seltsam aber interessant, was Heuchelei angeht. Denn streng und logisch genau genommen werden damit (biologisch) Männchen mit Erfolg der vervielfältigten Weitergabe von Genen gefördert, welche KEINE Ressourcen für ihre Nachkommen zur Verfügung stellen (wollen). Während die welche es tun - oder auch sozial tun - nicht in einen gleichwertigen Genuss von Vorteilen gelangen.

Auf gut teutsch: Die ReGIERungs- (ich übernehme die Hervorhebung hier einmal gerne) Familienpolitik FÖRDERT die Vervielfältigung und damit Produktion von Nachkommenschaft Verantwortungsloser.
Wenn ich den Artikel weiter genau lese, sieht es weiterhin so aus, dass den Kindern unterer Einkommensstufen sichtbar nicht genügend Ressourcen zur Verfügung stehen. In solchen Fällen würde demnach Polyandrie - Frau hat mehrere Männer - die Lösung des Problems darstellen:
Zitat:
Nun ist es denkbar, dass in einer Konstellation, in der sich Männer und Frauen für
monogame Ehen entschieden haben, nicht genügend Ressourcen zur Verfügung
stehen, um wenigstens das Aufwachsen eines Kindes zu sichern. In diesem Fall ist
es sinnvoll, wenn mehrere Männer eine Frau heiraten, da in einer solchen Kombination
die Anzahl der Kinder nicht erhöht wird, aber die Ausstattung jedes Kindes mit Ressourcen. Alle Ehemänner einer polyandrischen Verbindung gelten sozial als Väter
der Kinder ihrer Ehefrau. In einer solchen Ehe besteht für die Ehemänner Unsicherheit
darüber, ob sie Väter der Kinder ihrer Ehefrau sind. Ähnlich wie in polygynen
Strukturen entsteht hier eine Konkurrenz. Hier allerdings um die Frage, ob Investitionen
tatsächlich in eigene Gene getätigt werden. Eine Möglichkeit, diese Konkurrenz
zu entschärfen, ist die Bruderpolyandrie, d.h. die grundsätzliche Regelung, dass
Brüder eine gemeinsame Frau heiraten, da dann alle Ehemänner einer Frau wenigstens
mit allen Kindern dieser Frau verwandt sind.
Es gäbe allerdings durchaus eine Lösung, die selten angeführt wird: Der Bruder der Frau ist der soziale Vater. Denn er kann immer sicher sein, dass er mit der Ressourcenbeschaffung in eigenes Erbgut investiert. Und die Kinder hätten, unabhängig von Machtinteressen zur Sicherstellung der alleinigen Vaterschaft und oft genug daraus resultierender Gewalt, ein männliches Familienmitglied zur Verfügung - wie es ja (vorgeblich) so gerne gewünscht wird, wenn man sich Familienrechtliche Entscheidungen in Teutschland so ansieht. Dass dieses aber eben nicht so ist, sondern lediglich vorgetäuscht, zeigt sich doch daran, dass dem leiblichen Vater zwar Verfügungsrechte zugestanden, Verpflichtungen aber gleichzeitig abgebaut weil nicht eingefordert werden.

Zitat:
Da Männer es bevorzugen, soziale Väter ihrer leiblichen Kinder zu sein, folgt unmittelbar,
dass sie – unabhängig von der vorherrschenden Familienstruktur – verhindern
wollen, dass ihre Ehefrauen Kinder anderer Männer gebären. Dies lässt sich am besten
dadurch verhindern, dass Ehemänner exklusiven sexuellen Zugang zu ihren
Frauen haben. Nun muss ein jeder Mann diese Exklusivität seiner Ehefrau gegenüber
durchsetzen. Diese Durchsetzung wird durch gesellschaftliche Normen, die die
sexuelle Freiheit von Frauen beschränken, erleichtert. ... (3) Diskriminierung unehelicher Kinder; hier geht es vor allem um
Sanktionierung unverheirateter Mütter, die offensichtlich gegen die Standards der
beiden erstgenannten Punkte verstoßen haben.
Gesetzgebung und soziale Normen haben dieses Frauenbild in Europa von der römischen
Gesellschaft an bis in die Neuzeit gestützt.
Aus dem realen Leben gegriffen, wie eben auch heute noch.

Weiterhin behauptet der Artikel dann, Alleinerziehende würden bspw. bei der Vergabe von Betreuungsplätzen bevorzugt behandelt: Dies stimmt so nicht, und zwar in keiner Weise. Auch hier wird offenbar jahrzehntelang eine Mär wiederholt ohne dadurch wahrer zu werden. Warum also werden solche Märchen gestreut?

Zitat:
In der hier
vorgenommenen Analyse ist der Wert einer Ehe auf die Versorgung mit materiellen
Ressourcen beschränkt. Die Aufgabe der materiellen Versorgung übernimmt aber
zunehmend der Sozialstaat.
Auch hier liegen falsche Annahmen zugrunde: Wäre dies so, wäre weder das Problem der Kinderarmut so nachhaltig bei Alleinerziehenden zu finden, noch würden deren Kindern so wenige Chancen auf einen höheren Bildungsweg ermöglicht.

Was die gute Frau aussagen will verstehe ich also nicht. Man möge es mir erklären.


Emily
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Alt 07.03.2008, 11:37   #3
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Benutzerbild von Tinka
 
Registriert seit: 06.11.2007
Beiträge: 370
Standard Ich weiss nicht, was sie sagen will...

...vielleicht nichts konkretes, jede(R) kann die eigenen Schlüsse ziehen.

Falls ich noch jünger wäre, würde ich für mich als Frau den Schluss ziehen, dass ich eine Beziehung mit einem Mann zwecks Ehe- und Familiengründung & Lebensplanung nicht mehr eingehen kann, weil ich mich und meine Kinder nicht nach ein paar Jahren austauschen lassen & mich mittellos auf der Strasse wiederfinden möchte.
LG
Tinka ist gerade online  
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Alt 07.03.2008, 13:11   #4
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Registriert seit: 15.09.2007
Beiträge: 444
Standard

Zitat:
Zerstört der Sozialstaat die Famile?
Es gibt keinen Sozialstaat mehr. Dieser Begriff existiert nur noch auf dem Papier des Grundgesetzes. Er ist aber mittlerweile zu einer inhaltsleeren Hülse verkommen.

Also kann der nicht existierende Sozialstaat auch nicht die Familien zerstören.


Die Politik hingegen zerstört die Familien (allerdings nur die mit geringem Einkommen) tatsächlich, indem sie ihnen immer neue Belastungen auferlegt.

Kinder sind für Familien mit geringem Einkommen nach wie vor nicht bezahlbar und somit ein weiteres Armutsrisiko.
Ungerechtigkeitsdetektor ist offline  
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Alt 07.03.2008, 13:30   #5
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Benutzerbild von marpi
 
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Beiträge: 251
Standard Zerstört der Sozialstaat die Famile?

eindeutig ja.....

Alleinerziehende dürfen nicht mehr mit jemanden zusammenziehen ohne zwangsverehelicht zu werden..

Zwangsverehelichte gehen kaputt weil man verpflichtet wird für den anderen aufzukommen und deren Krankenversicherung zu zahlen..

Heutzutage ist es kaum möglich von seinem eigenen Einkommen auch noch für den anderen was aus seiner Tasche zu zahlen..

Ehen gehen kaputt weil die Gelder nicht mehr zum Leben reichen aber zum sterben hat man eh zu viel


*Ironie aus*


lg marpi
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so sehen Hartz IV Gesetze aus
§ 2 STGB:Wer ALG II erhält , wird mit Zwangsarbeit bestraft
§ 9 STGB:Wer mit einem Arbeitslosen zusammenwohnt, wird mit dem Verlust des Ersparten bestraft
§ 22 STGB:Wer mit einem Arbeitslosen zusammenwohnt, wird mit Verlust seiner Wohnung bestraft
§ 31 STGB: Wer Zwangsarbeit verweigert, wird mit dem Verlust seiner Existenz bestraft
Lieber Gott, jetzt gib mir soviel Hirn, das ich die Welt, wie sie jetzt ist, auch verstehen kann
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Alt 07.03.2008, 13:43   #6
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Benutzerbild von vagabund
 
Registriert seit: 22.06.2005
Ort: NRW
Beiträge: 1.955
Standard

Jo und wer in einer Zwangsehe lebt, kommt da auch nicht wieder raus:

siehe : pr-sozial - Hartz IV: Zwangsehe, Zwangsumzug und ähnliche Machtinstrumente
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Gruß
vagabund
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Alt 07.03.2008, 16:33   #7
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Benutzerbild von marpi
 
Registriert seit: 28.04.2006
Ort: NRW
Beiträge: 251
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da geb ich Dir recht vagabund, ich hab seit Januar 2007 nichts mehr in meiner Sache gehört oder gelesen. Nun bin ich zwar krankenversichert aber die Kosten hat mir mein Wohnpartner leider nicht übernommen. Also häufen sich die Schulden an bis ich vielleicht in den Knast gehe...

lg marpi
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