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| Tags: falsche, geld, kein, probleme, reaktionen, reloaded, viele |
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| | #101 |
| Neuer Benutzer Registriert seit: 29.03.2008
Beiträge: 4
| Was ich heute so schlimm fand und generell so schlimm finde, ist, dass wir für unser Geld so betteln müssen. Immerhin steht es uns rechtlich zu. Aber man muss sich klein machen und bitten, dabei sollte man aufrecht kämpfen dürfen für sein Recht. Das Gefühl, Mensch zweiter Klasse zu sein, lästig zu sein, unerwünscht immer wieder zu kommen, mit den Augen rollende Sachbearbeiter, die irgendetwas notieren und keinen Einblick geben, was genau sie da machen und dann noch die Angst wieder kein Geld zu bekommen. Außerdem war es seltsam an diesem Kassenautomaten in der überfüllten Wartehalle, vier Hunderteuroscheine auszulösen, mit dem Gefühl einer verzweifelten Meute im Nacken, die sich die Beine in den Bauch steht, um um ihr Geld zu betteln ... Geändert von Tinuviel (04.04.2008 um 11:16 Uhr). |
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| | #102 |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer Registriert seit: 16.04.2007 Ort: Berlin
Beiträge: 1.828
| ... und willst du, ichnunweider, nun ewig schimpfen? Nur schimpfen? Ich finde, wir haben gar keine andere Wahl, als darüber hinaus zu kommen. Und uns ganz praktisch vor Ort für uns selbst zu engagieren - so hart und beschwerlich das auch immer werden mag.
__________________ Gruß! ethos07 (bin mal wieder nicht online bis gegen Ende Monat) Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder. |
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| | #103 | ||
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer Registriert seit: 16.04.2007 Ort: Berlin
Beiträge: 1.828
| Hi Tinuviel, nett dich nun so auch hier zu haben :-). Zitat:
Zitat:
Für solche Aussagen führe ich immer - ganz altmodisch - Papier mit Durchschlagpapier mit mir: ich protokolliere solche Aussagen sofort und der Aussagende bekommt sofort 2 Kopien, davon eine für sich und eine für mich, auf der er seine Aussage postwendend bestätigen muss.
__________________ Gruß! ethos07 (bin mal wieder nicht online bis gegen Ende Monat) Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder. | ||
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| | #104 | |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer Registriert seit: 16.04.2007 Ort: Berlin
Beiträge: 1.828
| Zitat:
auch ich schleppte - und aus Gewohnheit tue ich das immer noch fast so ausladend - jeweils einen ganzen Aktenkofferkuli zu diesem Amt, nur um ja kein ihnen ev. auch noch wichtiges Blättchen dann ausgerechnet nicht dabei zu haben. Aber es gab immer neue Schikanen... Genau wie bei Euch, wurde mir gesagt: Sie können sich ein Teil des Geldes jetzt über Karte abholen. Mit dem süffisanten Kommentar: Dann muss ich allerdings die Anweisung des Geldes auf ihr Konto in Nürnberg nochmals stoppen und das dauert halt leider nochmals 10 TAge länger, bis Sie ihr Geldauf dem Konto sehen... Und beim nächsten Besuch, weil das Geld natürlich nicht eintraf, ging das Theater wieder von vorn los, mit einer anderen SB, welche vom letzten Mal keinen blassen Schimmer hatte. Aber da ich den Braten, den sie mir da auf die Nase binden wollten, rel. schnell roch, konnte ich ihnen allerlei Nebenverwirrwege rigoros abschneiden - und kam so nach "nur" 10 Wochen Antragsbearbeitung endlich zu meinem Geld. Auch euch wünsche ich sehr, dass sie dieses Affentheater mit Euch langsam aber sicher aufgeben.
__________________ Gruß! ethos07 (bin mal wieder nicht online bis gegen Ende Monat) Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder. Geändert von ethos07 (05.04.2008 um 02:13 Uhr). | |
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| | #105 | |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer Registriert seit: 16.04.2007 Ort: Berlin
Beiträge: 1.828
| Zitat:
Natürlich habe ich nicht alle deine älteren Beiträge gelesen [du aber auch nicht meine ;-) ]. Sondern halt nur die hier im Thread. Und da sagst das ja jetzt selbst: dass du resigniert hast , was das sich zusammentun vor Ort anbelangt. Und dann müssen wir das halt jetzt leider hier auch so akzeptieren. ... und weil das Mario Nettes Thread ist werde ich jetzt hier zu deinen Beiträgen nicht mehr schreiben. Übrigens, nur so als kleiner, rein freundlich gemeinterTipp am rande: wenn du die Zitierfunktion etc. oben aus dem Menü über dem Textfeld verwendest, sind die Beiträge optisch einfacher zu lesen.
__________________ Gruß! ethos07 (bin mal wieder nicht online bis gegen Ende Monat) Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder. Geändert von ethos07 (05.04.2008 um 13:35 Uhr). | |
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| | #106 |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer Registriert seit: 13.12.2007 Ort: Philadelphia (bei Storkow/Mark)
Beiträge: 3.928
| Und weil das mein Thread ist: Soweit vielen Dank für diese persönlichen Einblicke. Für weiteren persönlichen Austausch abseits der Öffentlichkeit empfehle ich die forums-interne Funktion für Persönliche Nachrichten (PN). Damit dann zurück zum (freien) Fall: Es ist ja wieder Samstag und am Samstag kommen Briefe vom Jobcenter. Diesmal erhielt meine Freundin einen A4-Umschlag. In ihm befand sich eine Sammlung diverser Formulare, ausgestellt am 02.04.2008 und ausgefüllt zurückzugeben bis spätestens 16.04.2008. Dabei handelt es sich konkret um ein Blatt Anschreiben, ein Blatt mit diversen Paragraphen, vier Blatt "Arbeitspaket SGB II - Teil 1", wovon ein Blatt fast komplett leer ist und vier Blatt "Arbeitspaket SGB II - Teil 2" Wichtig zu erwähnen ist, dass bei diesem sog. Arbeitspaket das allesfressende Bürokratie-Monster mal wieder aufwachen darf. Es werden Unmengen Daten erhoben und viele Angaben müssen doppelt (und sogar dreifach) gemacht werden - welch Schwachsinn! Gedacht sind diese Formulare und Angaben zur Vorbereitung eines Vermittlungsgesprächs. Demzufolge müssen wir - MAL WIEDER - darlegen, dass meine Freundin krankheitsbedingt nur eingeschränkt (wenn überhaupt) vermittlungsfähig ist und ab August ihre Ausbildung fortsetzt. Scheinbar guckt niemand vom Amt mehr in unsere Akte ... @ethos Wir sind immer noch nicht ganz wach bezüglich solcher Amtsbesuche. Es ist wie mit Haustürgeschäften, man lässt sich allzu schnell überrumpeln. So habe ich bei unserem letzten Besuch ein Schriftstück unterschrieben und mir fiel erst zuhause ein, dass ich es hätte auch mal lesen sollen, bevor ich meinen Herrmann drunterschreibe. Sehr wahrscheinlich ging es dabei lediglich um die Barauszahlung ... Eine Kopie habe ich demnach auch nicht. Genauso wenig für die Zusage des Geldflusses für die noch ausstehenden Leistungen. @ichnunwieder Wir sind momentan auch immer noch der Meinung, die Leute dort vom Amt nicht zu provozieren. Nur anders herum müssen wir noch lernen, bestimmter aufzutreten. Beim Provozieren ist es ja mitunter auch so, dass man damit sowohl Steilvorlagen abliefert als auch oftmals Dinge durchblicken lässt, die man sich zur Gegenwehr doch besser geheim halten sollte, bis man sie tatsächlich braucht. Mario Nette
__________________ "Müßiggang hat Gold im Mund und Morgenstund ist aller Laster Anfang" (Motto der Rehberger) |
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| | #107 | |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer Registriert seit: 11.06.2006 Ort: Hannover
Beiträge: 1.713
| Zitat:
__________________ Viele Grüße aus Hannover | |
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| | #108 |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer Registriert seit: 16.04.2007 Ort: Berlin
Beiträge: 1.828
| Schon richtig - aber seien wir mal ehrlich: Kennen wir das nicht alle - Man weiss eigentlich etwas ganz genau - aber man macht dann doch einfach brav das, was erwartet wird - ? Ich finde es sehr gut, wie dokumentarisch ehrlich Mario Nette hier - inkl. eigener Patzer - berichtet.
__________________ Gruß! ethos07 (bin mal wieder nicht online bis gegen Ende Monat) Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder. |
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| | #109 |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer Registriert seit: 13.12.2007 Ort: Philadelphia (bei Storkow/Mark)
Beiträge: 3.928
| "Es ist Samstag und ich trinke Tee in 'nem Kaffee und als ich dieses schöne Wesen an dem Thresen" - nee stop, falsche Platte. Es ist Samstag und was ist Samstag üblich? Genau, Post vom Jobcenter empfangen. Diesmal ist es eine Einladung für meine Freundin, um mit ihr über ihr Bewerberangebot bzw. ihre berufliche Situation zu sprechen. Es ist ein Standardschreiben, das das Jobcenter so anfertigt, wie wir früher in der zweiten Klasse Lückentexte ausgefüllt haben. Der Termin liegt in weiter Ferne - irgendwann Anfang Mai. Interessant an dem Schreiben ist vielmehr, dass nun ein Gebäude, welches eigentlich nur für interne Abwicklungen benutzt wurde, nun scheinbar offiziell Besuchergebäude geworden ist. Damit sind es dann tatsächlich VIER Gebäude, die das Jobcenter hier einnimmt. Das Ganze läuft unter dem Begriff "Jobcenter Auslagerung" - dort lagert man also vermutlich Akten und Sachbearbeiter respektive Humankapital aus. Sozialverträglich versteht sich. Mario Nette
__________________ "Müßiggang hat Gold im Mund und Morgenstund ist aller Laster Anfang" (Motto der Rehberger) |
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| | #110 |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer Registriert seit: 13.12.2007 Ort: Philadelphia (bei Storkow/Mark)
Beiträge: 3.928
| Erneut musste ich zum Jobcenter, um Unterlagen abzugeben. Die Bestätigung der Abgabe ist dabei natürlich der einzige Grund, warum ich mir die Mühe machen muss. Von den letzten Malen weiß ich, dass es, geht es um Vorauszahlungen/Vorschüsse, die Sachbearbeiter am Empfang vorziehen, den Antragsteller in die Eingangszone zu schicken, um den Sachverhalt dort zu klären. Weil ich aber nun wirklich keine Lust mehr habe, den Sachverhalt zum 1001 Mal erneut zu schildern, habe ich einen erneuten Antrag auf Vorauszahlung ohne Abgabebestätigung in den hauseigenen Briefkasten geworfen. Verlieren können wir dabei nichts. Da es momentan Mitte des Monats ist und ich recht früh beim Jobcenter ankam, waren nur sehr wenige Besucher zugegen - vor allem Neuantragsteller. Soviel dann auch zur Wahrung des Datenschutzes der im Jobcenter eingerichteten Diskretionszonen. Mario Nette
__________________ "Müßiggang hat Gold im Mund und Morgenstund ist aller Laster Anfang" (Motto der Rehberger) |
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| | #111 | |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer Registriert seit: 13.12.2007 Ort: Philadelphia (bei Storkow/Mark)
Beiträge: 3.928
| Bei unserem letzten Besuch wurde uns versichert, dass wir spätestens 14 Tage danach die ausstehnden Leistungen verbuchen könnten. Pustekuchen. Statt Leistungen haben wir eine weitere Lüge des Jobcenters verbucht. Nun rückt also der nächste Monat heran und die nächste Miete ist demnächst fällig. Also haben wir uns heute gemeinsam auf den Weg gemacht, die Damen und Herren mit unserer Anwesenheit zu beglücken; denn: Ist es nicht viel schöner, ein Problem von Mensch zu Mensch, von Angesicht zu Angesicht zu klären, statt sich hinter Zahlen und Buchstaben zu verstecken? Wir warteten. Das ist normal im Jobcenter. Im Empfangsbereich (der Bereich, in den man zuerst kommt, um überhaupt "Hallo" sagen zu dürfen) befanden sich auch einige Besucher mit ihren Kindern. Eines dieser Kinder war etwas lauter. Als der Vater des Kindes an der Reihe war und die Empfangsdame versuchte, mit ihm ein Gespräch zu führen äußerte sie für alle Besucher laut wahrnehmbar in etwa Folgendes: "Wenn sie unbedingt einen Familienausflug ins Jobcenter machen müssen ... schicken Sie ihre Kinder in den Kindergarten oder lassen Sie sie zu Hause!" Artikel 6 unseres Grundgesetzes ist der Dame wohl nicht bekannt: Zitat:
Statt der sonst üblichen Anzahl von 50 bis 60 (und mehr) mussten wir heute nur 38 Nummern abwarten, bis wir in die Eingangszone durften. Dieses Mal handelte es sich um ein Großraumbüro mit 10 Plätzen. Die Einrichtung ist die gleiche wie in den weiter vorne beschriebenen Büros. Heute musste ich sogar Gespräche wahrnehmen, die zwei Plätze weiter stattfanden. Aber auch ein Zwiegespräch zwischen zwei Sachbearbeitern, wobei einer äußerte: "Du kannst doch jetzt nicht auch noch krank machen." Ich frage mich, ob das auf über Arbeitsmoral der dort Beschäftigten Aufschluss gibt. Nun aber zu der für uns diesmal zuständigen Sachbearbeiterin. Sie machte u.a. ebenfalls Anstalten, unsere Kontoauszüge sehen zu wollen. Nur: Deswegen waren wir eigentlich nicht dort. Viel eher nämlich, um die Leistungsangelegenheit abschließend zu klären. Doch dazu war sie nicht in der Lage. Das sei Aufgabe der Leistungsabteilung. Nach mehreren Versuchen, in Frage zu stellen, dass wir am 04.04.2008 tatsächlich persönlich versprachen (es sei nicht im Computer vermerkt), versuchte sie nun endlich, sich des Problems zumindest irgendwie anzunehmen. Dazu telefonierte sie umher und erreichte erst einmal niemanden. Dann warteten wir, während sie mit ihrem Computer irgend etwas tat. Dann telefonierte sie wieder - und wurde weiterverbunden. Dort trug sie kurz unsere Nummer vor und legte auf. Wir mussten wieder warten - alle, auch die Dame vom Jobcenter. Irgendwann kam dann ein Rückruf. Sie sprach sehr leise, als ob es irgend etwas zu verheimlichen gäbe. Dann teilte sie uns mit, unserer Fall läge beim Team-/Abteilungsleiter zur Weiterbearbeitung. Dieser sei letzte Woche auf Fortbildung gewesen und es sei nicht klar, ob er heute schon wieder verfügbar wäre. Ich dachte so bei mir: 'Aha, auf Fortbildung? Doch nicht etwa bezüglich des Sozialgesetzbuches? Oder will er sich fort von den elenden Schmarotzern und Versagern bilden?' Die Dame versicherte uns, dass ihr versichert wurde, er kümmere sich umgehend um den Fall und wir sollen am Freitag telefonisch nachfragen, was getan wurde - natürlich bei der Hotline, wo sonst. Hmm. Die könnten in die elektronische Akte gucken uns Auskunft erteilen. Unser Fall sei aufgrund der Anzahl der Widersprüche schwierig und läge daher bei der benannten Person. Solch eine Aussage müsst der Dame eigentlich peinlich sein, denn 1.) müsste der Leiter mit unserem Fall nicht betraut werden, wenn die Damen und Herren Sachbearbeiter beim Amt vernünftig geschult wären; und 2.) wären die Widersprüche überhaupt nicht nötig gewesen, wenn die Damen und Herren Sachbearbeiter beim Amt vernünftig geschult wären Also können wir 3.) nur hoffen, dass der Herr Leiter zumindest vernünftig geschult ist. Sicher kann sich jeder sein, dass, wenn er sich einen Fehler im Bescheid erlaubt, er wenn möglich ganz persönlich den Widerspruch unsererseits darauf in Empfang nehmen muss. Ich bohrte dann noch bezüglich der Thematik "Unter-25jähriger in Bedarfsgemeinschaft außerhalb des Elternhauses, Ausbildung mit Schüler-BAföG - Wie schaut es aus mit dem Existenzminimum?" nach. Uns wurde gesagt, dass die Kosten der Unterkunft, die durch das Schüler-BAföG nicht gedeckt seien, übernommen würden. Es bedürfe allerdings generell eines gesonderten Antrags des Auszubildenden. Ich frage mich, ob das tatsächlich der Fall ist. Seinerzeit hat meine Freundin mangels zügiger Bearbeitung durch das Amt für Ausbildungsförderung einen Antrag auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts gestellt und alles korrekt angegeben. Von einem gesonderten Antrag für Auszubildende an Schuleinrichtungen war nicht die Rede. Sie wurde dann immer mit Null in den Bescheiden aufgeführt. Ich denke, hier werde ich noch einmal genau nachforschen und -rechnen müssen. Möglicherweise wurden uns (ihr) Leistungen vorenthalten. Wenn dies der Fall ist, werden die Damen und Herren vom Amt sich mit einem Überprüfungsantrag auf alle Bescheide bis November 2007 einstellen müssen. * Vor einigen Tagen wurde mir bewusst, dass wir in weniger als einem Monat den Fortzahlungsantrag einreichen müssen. Man muss sich das mal vorstellen: Noch nicht einmal der Antrag von Ende des letzten Jahres ist abschließend korrekt beschieden ... Überhaupt überlege ich, ob 6 Wochen wirklich genug Zeit sind, um den Fortzahlungsantrag zu bearbeiten. Vielleicht sollte ich ihn gleich morgen einreichen, dann haben die Damen und Herren dann 70 Tage Zeit. Mario Nette
__________________ "Müßiggang hat Gold im Mund und Morgenstund ist aller Laster Anfang" (Motto der Rehberger) Geändert von Mario Nette (22.04.2008 um 21:26 Uhr). | |
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| | #112 |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer Registriert seit: 13.12.2007 Ort: Philadelphia (bei Storkow/Mark)
Beiträge: 3.928
| Am Dienstag wurde uns mitgeteilt, dass der Teamleiter nun unsere Akte bearbeite und dies sofort tue. Wir sollten am Freitag anrufen (natürlich die unsäglich Hotline), um den Stand der Dinge zu erfragen. Wenn sich bis dahin nichts ergäbe, sollten wir am kommenden Montag erneut vorstellig werden. - Sie hätten es so schön einfach haben können: Gleich am Empfang hätten sie uns am Dienstag sagen können: "Kommen Sie nächsten Montag wieder. Und dann schaun wa ma." Denn laut heutiger Auskunft der Hotline hat sich natürlich nichts getan, ganz klar. Vielleicht hat sich der werte Herr Teamleiter ja tatsächlich fortgebildet - fort vom "Pack" Zur tollen Hotline braucht man nicht sonderlich viel sagen: Entweder war sie direkt besetzt oder man landete eine Stufe weiter in einer Warteschleife. Irgendwann hatte ich dann doch eine gestresste Mitarbeiterin in der Leitung. Nach ihrer Auskunft wird mir wohl sogar momentan der einmalige Geldeingang im Februar als Gehalt aus einem Trainee-Arbeitsverhältnis angerechnet. Die Statistik freut es natürlich, denn dadurch tauche ich ja nicht als Erwerbsloser auf. Mario Nette
__________________ "Müßiggang hat Gold im Mund und Morgenstund ist aller Laster Anfang" (Motto der Rehberger) |
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| | #113 |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer Registriert seit: 13.12.2007 Ort: Philadelphia (bei Storkow/Mark)
Beiträge: 3.928
| Am vergangenen Dienstag wurde uns angeraten, wir sollen am folgenden Montag vorstellig werden, wenn sich bis Freitag nichts ergibt. Das Gebäude war schon heute recht unangenehm "klimatisiert" - dabei hatten wir in der Stadt nur etwa 19 Grad Celsius. Zu meiner Freundin sagte ich, dass ich hoffe, wir bekämen im Sommer nie einen Termin dort im Gebäude. Die Dame am Empfang war sichtlich beeindruckt aufgrund der Dauer unseres Problems - wir erhielten eine Nummer und durfte wieder einmal warten. Diesmal jedoch waren "nur" magere 26 Nummern vor uns. Der uns dann empfangende Mitarbeiter war wirklich bemüht, das Problem aus der Welt zu schaffen. Von ihm erfuhren wir, dass tatsächlich - wie beim Freitagstelefonat mitgeteilt - der einmalige Geldeingang im Februar uns jetzt dauerhaft als Einkommen angerechnet wird, und zwar als Einkommen aus einem Trainee-Vertrag. Somit wurden also nicht nur all meine Hinweise auf die Einmaligkeit ignoriert, sondern auch die Stellungnahme meines ehemaligen Arbeitgebers, dass ich dort nicht mehr beschäftigt bin. Warum um alles in der Welt fordern sie solch eine Stellungnahme erst ein, wenn sie sie doch nicht beachten? Ah, ich weiß schon: Das läuft unter dem Begriff "Beschäftigungsmaßnahme zur Eingliederung in Arbeit" - womöglich spekulieren sie darauf, dass, wenn ich meinen ehemaligen Chef nur lange genug belästige, er mich einstellen wird, um Ruhe vor mir Quälgeist zu haben. Wir erfuhren, dass der uns als Teamleiter mitgeteilte Sachbearbeiter in Wirklichkeit gar nicht der Teamleiter, sondern eben nur ein Sachbearbeiter ist. Außerdem erfuhren wir zufällig sowohl seine Durchwahl als auch die des wirklichen Teamleiters - inklusive dessen Namen. Unser Fall wurde angeblich vom Nicht-Teamleiter an den Teamleiter weitergegeben - ein niedliches Bäumchen-wechsle-dich-Spiel. Während wir warteten hat der echte Teamleiter wohl zumindest schon einmal einige Handschläge getan, denn: Am Empfang erfuhren wir noch, dass noch nichts getan wurde; im Eingangsbereich jedoch erfuhren wir von dem engagierten Mitarbeiter, dass etwas getan wurde. Er konnte sogar schon einige Beträge nennen, die prinzipiell zur Auszahlung gebracht werden sollen, jedoch noch "offen" sind. Dabei erfuhren wir die Angelegenheit mit dem nicht-existenten Einkommen, welches angerechnet wird. Der Sachbearbeiter versuchte - leider erfolglos aufgrund der Mittagspause - den Teamleiter telefonisch zu erreichen. Als dies nicht gelang, versicherte er uns, dass er selbst nach seiner Pause (wir waren seine letzten Kunden davor) erneut versuchen wird, den betreffenden Herrn an die Leitung zu bekommen. Er meinte, er werde unseren Fall auch über seine Mittagspause nicht abschließen, sondern ihn also danach weiterbearbeiten. Die Folge der aktuellen Aktion des Teamleiters (vielleicht der, der auf Fortbildungskurs war?): Wir werden einen Bescheid und eine gewisse Nachzahlung erhalten. Der Bescheid wird erneut fehlerhaft sein wie der, gegen den wir im Februar aus etwa den gleichen Gründen widersprochen haben. Wir werden zwar jetzt monatlich ein wenig mehr Geld erhalten, es wird jedoch weiterhin nicht die uns rechtmäßig zustehende Leistung sein. Momentan sind wir dabei zu überlegen, wie wir verfahren sollen. Sofern wir Widerspruch einlegen würden, müsste diesem erst einmal irgendwie abgeholfen werden, bevor rechtliche Schritte in Angriff genommen werden können*. Da dieser Bescheid allerdings vermutlich die Reaktion auf den Widerspruch sein wird, sehe ich uns zumindest im Recht, jetzt nicht noch einmal Widerspruch einlegen zu müssen, sondern mit etwas anderen Mittel agieren zu können. Da unser Bewilligungszeitraum eh nicht mehr lange andauert, besteht zumindest eine klitzekleine Chance darauf, über den Fortzahlungsantrag an die uns rechtmäßig zustehende Leistung zu gelangen. *) Den mangelnden Datenschutz aufgrund der Gegebenheiten der Einrichtung des Jobcenters erwähnte ich bereits mehrfach. Auch heute konnte ich Zeuge eines Gesprächs zwei Plätze weiter werden. Es wurde dort unter anderem erwähnt, dass im hiesigen Jobcenter ein Widerspruch sechs bis neun Monate lang bearbeitet wird. Leider gingen die Betroffenen vor uns aus dem Raum. Offensichtlich hatten sie keine Ahnung, was sie tun können. Ich hätte es ihnen gern danach mitgeteilt. Das vom Jobcenter verwendete Datenverarbeitungssystem Verbis scheint ein echtes Glanzstück der Ingenieurskunst der Informatik zu sein - dauern "schmeißt" es die angemeldeten Sachbearbeiter "raus" - das ist nicht nur dem Sachbearbeiter von heute passiert, sondern anderen in der Vergangenheit auch schon mehrfach. Offensichtlich war die Nadel sehr heiß, mit der es gestrickt wurde. Vermutlich war es gar dieselbe Nadel, mit welcher auch Hartz IV gestrickt wurde. Nachtrag: Während wir warteten, um in die Eingangszone zu kommen, konnte ich einige Kunden beobachten, die Briefe in den hauseigenen Briefkasten warfen. Eine Kundin meinte zu einem Kunden: "Bei mir gehen die dauernd verloren, wenn ich sie hier reinstecke." - dennoch tat sie wieder einen Brief hinein. Es ist schon bezeichnend, dass auf dem kurzen Weg vom Hausbriefkasten hin zur Abteilung (keine 10 Meter) derart viele Briefe verloren gehen. Auf dem Flur jedenfalls liegen sie nicht. Vermutlich eher in Ablage P. Mario Nette
__________________ "Müßiggang hat Gold im Mund und Morgenstund ist aller Laster Anfang" (Motto der Rehberger) Geändert von Mario Nette (28.04.2008 um 21:25 Uhr). |
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