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Allgemeine Fragen

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Alt 18.03.2008, 10:05   #76
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Standard AW: Kein Geld, viele Probleme, falsche Reaktionen (reloaded)

Zitat:
Zitat von ethos07 Beitrag anzeigen
dieser Tipp deiner Beraterin von der BA-Seite ist richtig: Beratungsseite (seitens BA organisiert) und Leistungseite (überwiegend seitens Kommune organisert) laufen bekanntlich in den Berliner JobCenter (ich glaub mit Ausnahme von Pankow) so ziemlich ganz getrennte Wege, verfügen auch über getrennte Software! Daher auch kein vollkommener Datenableich zwischen den Abteilungen und daher auch richtig: alle Unterlagen bei beiden einreichen... zwar absurd aber:
Wenn ihr also pragmatisch an die Euch zustehende Leistung kommen wollt - und es nicht auf x Klagen vor dem sozialgericht ankommen soll - dann folge dem Tipp der SB:
alle Nas lang mit Kontonbelg im Negativen bei der Leistungsstelle aufkreuzen (ohne Termin, mit der Begründung ohne Geld in Not zu sein) und nerven, nerven , nerven - und wenn nix passiert, zum Teamleiter des Leistungsteams gehen und dich beschweren etc.. Dann lief das jedenfalls bei mir dann endlich klar mit der korrekten Leistung - und man kennt mich nun dort und zeigt ein wenig mehr Respekt als am Anfang ;-).
Erinnerst du dich noch an "damasl" als es hieß, nun gäbe es für die Arbeitslosen endlich alles aus einer Hand? Wer dort nicht genau hingehört hat, der hätte gedacht, man wird als Fall von einer einzigen Stelle betreut. Doch weit gefehlt! Nur um die Geldleistungen geht es dabei, die man zum existieren benötigt. Alles, was sich auf das Thema Arbeit bezieht, wird wieder woanders erledigt (vermutlich bekommt man dann auch von dort etwa Bewerbungskosten erstattet). Es ist natürlich richtig, dass, wenn das Gesetz eben eine bestimmte Konstellation der Zuständigkeiten vorsieht, diese auch eingehalten werden muss. Nur denke ich, dass dies auf dem Rücken der "Kunden" ausgetragen wird, die man von Rom nach Paris und dann nach Erkner schickt (man tät sich fast Pontius und Pilatus wünschen ...). Sofern übrigens die Integrationsabteilung sich auch noch einschaltet, habe ich noch einen Weg mehr - denn diese sitzt in noch einem anderen Gebäude.

Ich will auch nicht jammern, ich habe auf dem Konto durchaus noch Geld, habe ich auch der Sachbearbeiterin gesagt. Ich habe ihr aber auch mitgeteilt, dass dieses Geld komplett für Strom und Tel.-IT draufgehen wird, was in den nächsten Tagen der Fall sein dürfte. Persönlich sehe ich einfach nicht ein, jetzt beim Stromanbieter oder Telefonanbieter in ein schlechtes Licht zu rücken, weil das Konto nicht gedeckt ist, weil ich das Geld benötigte für Lebensmittel und was weiß ich noch, nur weil die Behörde sich Zeit lässt. Viel Negatives geht bei dem Konto eh nicht mehr, weil ich den Dispo komplett gekündigt habe. Die Zinsen sind mir einfach zu hoch (wo kein Geld ist, mag ich keines "erfinden").

Hingehen werde ich auf jeden Fall. Vielleicht sollte ich ein Paar Handschellen mitnehmen und mich direkt an die Sachbearbeiterin im Jobcenter für die Finanzangelegenheiten ketten ;) (an den linken Arm, meist sind es ja Rechtshänder - und da kann sie dann noch schreiben).

Mario Nette
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Alt 20.03.2008, 14:21   #77
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Standard AW: Kein Geld, viele Probleme, falsche Reaktionen (reloaded)

19.03.2008 - Ich habe heute einen merkwürdigen Telefonanruf erhalten. Normalerweise geht bei uns immer erst der Anrufbeantworter ran. Kurz wurde geradet, jedoch verstummte dies sofort, als die Bandansage kam. Dann wurde aufgelegt. Da auch auf der Eingliederungsvereinbarung, die mir ausgehändigt wurde, eine persönliche Telefonnummer vermerkt ist, komme ich langsam ins Grübeln. Weiter oben hatte ich ja einmal erwähnt, dass ich auf meiner Website bezeichnende Zugriffe bemerkt hatte. Um eine derartige Nutzung meiner/unserer Kontaktdaten zu unterbinden, fiel mir wieder ein, dass man eine Antrag auf Löschung der Daten stellen kann, welche nicht wirklich notwendig zur Bearbeitung sind. Und genau das werden wir machen.

*

Heute (20.03.2008) war ich erneut im Jobcenter. Bei den Fahrstühlen (sie sollten dort mal langsam eine Pinnwand hinhängen) war eine Nachricht angebracht, dass an diesem Donnerstag nur Publikumsverkehr bis 14 Uhr zugelassen wird - obwohl die Öffnungszeiten bis 18 Uhr reichen. Eine Begründung gab es nicht. Vielleicht Ostern? (<- rein spekulativ!) Es warteten wieder sehr viele Leute im Wartebereich, die Schlange für den Empfangsbereich war so lang wie die Schlange vor dem Streik des ÖPNV.

Sowohl im Empfangsbereich als auch im Eingangsbereich schien unser Antrag auf Datenlöschung eine Innovation zu sein. Nach Ewigkeiten des Wartens wurde dieser nämlich doch endlich in der Eingangszone gemustert. Und die gute Dame wollte ihn auch Stück für Stück zerfleddern. Auf die Diskussion der einzelnen Punkte ließ ich mich nicht ein und bat sie, den Antrag anzunehmen.

Und nun kam der schwierigere Part, nämlich der Antrag auf einen Vorschuss. Ich erklärt richtig, dass wir entgegen der Zahlen im Computer zu viel Geld bekommen haben. Ich erklärte allerdings auch, dass wir keine Einkünfte haben, wie sie im Computer vermerkt sind und damit mittellos sind. Denn die außerordentlich großzügige Zahlung reicht eben nicht für zwei Personen, Miete, Strom, Gas, Telefon. Mir schien es, dass ich anfangs eher abgewimmelt werden sollte. Doch nun, da ich auch noch erwähnte, dass dies seit November so geht, wurde die Dame etwas aktiver und telefonierte umher. Sie ließ sich meinen letzten Kontoauszug geben. Und im Gegensatz zur Information an der Theke reichte dieser und ich musste nicht alle Kontoauszüge von vor vier Wochen zeigen. Sie ging dann aus dem Zimmer, um vermutlich alles zu besprechen.

Ihre Lösung bestand in einem Lebensmittelgutschein. Diesen lehnte ich ab. Denn damit lässt sich nun mal kein Strom etc. bezahlen. Die Dame stufte uns als Notfall ein. Für eine Barauszahlung schlug sie den 31.03.2008 vor. Diesen lehnte ich ab, da dort ein Termin ansteht. Dann schlug sie den 04.04.2008 vor. Ich entgegnete, dass dies zu lange dauert und dann die nächste Miete etc. bereits fällig ist. Ferner schlug ich vor, das Geld doch einfach für die Zahlung aufs Konto anzuweisen. Dies dauere dann 10 bis 14 Tage, wurde mir entgegnet. Obwohl die Dame selbst zu ihrem Kollegen äußerte, wir seien mittellos und ein Notfall, scheint im Jobcenter "Not" anders gemessen zu werden, als z. B. bei einem "Notarzt" Sie äußerte, dass dann also die Zahlen ohne unser Beisein ausgerechnet würden. Ich fragte mich insgeheim, was meine Anwesenheit ändern würde. Denn nicht ich darf die Zahlen festlegen, sondern die Behörde.

Damit war dann alles erledigt. Frohe Ostern!

*

Noch eine Begebenheit aus dem Jobcenter vom heutigen Tag. Ich hatte schon einmal geäußert, dass in den Büros kaum Privatsphäre herzustellen ist. Als ich den Raum betrat, waren nur zwei Sachbearbeiter anwesend, sonst niemand. Einer äußerte wörtlich: "Die hab ich schön auflaufen lassen. Die hat von mir nix gekriegt, kein Geld und auch keinen Lebensmittelgutschein." Ich kann nicht verstehen, warum er sich so triumphierend dafür rühmte, Hilfe versagt zu haben. Der gleiche Sachbearbeiter hatte danach mit einer Dame zu tun, die äußerte, sie habe für ihren Umzug vor Wochen alles eingereicht. Der Sachbearbeiter meinte, im Computer stehe nicht, dass sie eine Begründung UND Angebote von Umzugsunternehmen eingereicht hätte. Die Dame schien recht verzweifelt. Sie äußerte: "Sie sind schuld, dass ich jetzt noch eine Miete zahlen muss." Sie bestand darauf, alles eingereicht zu haben und fragte, wo denn die Unterlagen dann hin sind. Der Sachbearbeiter bestand darauf, dass sie nicht eingereicht wurden. Und damit war das Gespräch dann auch beendet. Zwischenzeitlich kam auch ein Security-Beauftragter mit in den Raum. Ich frage mich allerdings - schon aufgrund des Datenschutzes -, warum dieser Security-Beauftragte mein Gespräch auch mithören durfte/musste.

Mario Nette
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Alt 20.03.2008, 14:32   #78
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Standard AW: Kein Geld, viele Probleme, falsche Reaktionen (reloaded)

Ich habe etwas ähnliches beim letzten Argebesuch erlebt.

In einem Büro am anderen Ende des Flures ging es auch um die Verhandlungen zu einer EGV. Der PAP oder SB von der Leistungsbezieherin war voll der Kolleriker. Die Bürotüre stand offen und der hat rumgebrüllt dass ich alles am anderen Ende vom Flur bestens verstehen konnte. Ist schon heftig.

Hätte ich mir das noch etwas länger anhören müssen, hätte ich mich vermutlich beschwert. Vom Datenschutz ganz zu schweigen...
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Alt 20.03.2008, 14:41   #79
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Standard AW: Kein Geld, viele Probleme, falsche Reaktionen (reloaded)

Mario,
und das bedeutet, dass ihr jetzt auch über Ostern ohne Geld dasteht?
Was dauert denn so lange am Ausrechnen Eurer Zahlung? Oder ist das einfach nur Unfähigkeit?

Was ich auch nicht begreife, ist Deine Aussage im letzten Abschnitt. Ist das ein sog.Grossraumbüro oder wieso bekommt da jeder die Verhältnisse der anderen Kunden mit? Manno, das sind ja Zustände.
Das hier:
Zitat:
Einer äußerte wörtlich: "Die hab ich schön auflaufen lassen. Die hat von mir nix gekriegt, kein Geld und auch keinen Lebensmittelgutschein." Ich kann nicht verstehen, warum er sich so triumphierend dafür rühmte
spricht ja wohl Bände.
Es gibt wohl in den ARGEn ein Ranking der Unmenschlichkeiten und Unverschämtheiten. Dieser SB kann sich jetzt als Held fühlen und hat am Stammtisch was zu plaudern.
 
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Alt 20.03.2008, 14:54   #80
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Standard AW: Kein Geld, viele Probleme, falsche Reaktionen (reloaded)

Ich drehe den Spieß gerne um, bevor es soweit kommt. Bei meinem letzten Besuch schob ich einen Stapel Papier über den Tisch, zuoberst eine Rechtsfolgebelehrung. Die mach ich jetzt immer wenn ich da hin gehe.

Ich fragte ob vor Monatsende noch mit der Bearbeitung meines Folgeantrags zu rechnen sei, zumal ich im Oktiber 3Wochen hungern musste bis das Geld da war und ich den Antrag schon am 20.Feb. eingereicht hatte. Da sagte dieser Mensch zu mir, ich könne gerne noch einen ausfüllen und reichte mir ein Formular. Ich erwiderte dann mit Verweis auf die Rechtsfolgebelehrung, daß ein Antrag ausreichen müsste und daß er eine Kopie des Papiers für die Geschäftsleitung anfertigen solle. Danach war er sehr freundlich.
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Geändert von Erntehelfer (20.03.2008 um 14:57 Uhr).
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Alt 20.03.2008, 15:03   #81
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Standard AW: Kein Geld, viele Probleme, falsche Reaktionen (reloaded)

Zitat:
Zitat von Erntehelfer Beitrag anzeigen
Ich drehe den Spieß gerne um, bevor es soweit kommt. Bei meinem letzten Besuch schob ich einen Stapel Papier über den Tisch, zuoberst eine Rechtsfolgebelehrung. Die mach ich jetzt immer wenn ich da hin gehe.

Ich fragte ob vor Monatsende noch mit der Bearbeitung meines Folgeantrags zu rechnen sei, zumal ich im Oktiber 3Wochen hungern musste bis das Geld da war und ich den Antrag schon am 20.Feb. eingereicht hatte. Da sagte dieser Mensch zu mir, ich könne gerne noch einen ausfüllen und reichte mir ein Formular. Ich erwiderte dann mit Verweis auf die Rechtsfolgebelehrung, daß ein Antrag ausreichen müsste und daß er eine Kopie des Papiers für die Geschäftsleitung anfertigen solle. Danach war er sehr freundlich.
Rechtsfolgebelehrung? Kannst Du mich mal aufklären? Das klingt sehr interessant.
 
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Alt 20.03.2008, 15:10   #82
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Alt 20.03.2008, 15:59   #83
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merci, Erntehelfer
- das kömmt nun gleich 3-fach ausgedruckt in das 1-Hilfe-Abteil meines Arge-Mitnehm-Ordners:
1 Löffelchen(Ausdruck) für den SB - nur für den Fall der Fälle ,dass er meine Rechte oder meine Würde mit Füssen tritt;
1 Löffelchen - für mich als Belegkopie, worauf mir der SB oder der Empfang bestätigen muss, dass er die Rechtsbelehrung gegessen (empfangen) hat -
und das dritte Löffelchen dient als Vorlage für ein eventuell nächsten Fall..

.. genau so empfehle ich uns allen, die eigenen Arge-Knelche zu füttern und zu füttern und zu füttern, bis dass sie irgendwann sowas von satt sind
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Gruß! ethos07

(bin mal wieder nicht online bis gegen Ende Monat)

Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder.
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Alt 20.03.2008, 16:42   #84
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Standard AW: Kein Geld, viele Probleme, falsche Reaktionen (reloaded)

Zitat:
Zitat von Mario Nette Beitrag anzeigen
19.03.2008 - Ich habe heute einen merkwürdigen Telefonanruf erhalten. Normalerweise geht bei uns immer erst der Anrufbeantworter ran. Kurz wurde geradet, jedoch verstummte dies sofort, als die Bandansage kam. Dann wurde aufgelegt.
kann natürlich das Amt sein, muss es aber keineswegs gewesen sein! - Bei allem berechtigtem Misstrauen, müssen wir uns vor komplettem Verfolgungswahn gut schützen! ( ein Freund wurde mal über reale Schikanen definitiv so psychisch verrückt, dass er auch dauerhaft alle Freunde für Verfolger hielt. Und bei mir dann u.a. alle Steckdosen aus der Verankerung riss.)
Also sich selbst bitte immer gut gegen Überinterpretationen schützen! lieber einmal zuviel an einen dummen Zufall glauben, als sich von denen auch noch verrückt machen lassen.
Die Leute reihenweise psychisch austicken zu lassen, könnte nämlich durchaus auch noch zu einem systematischen Ziel dieser "Reformen" werden - und diese Möglichkeit sollten wir ihnen keinen Handbreit freiwillig einräumen.

*

Zitat:
Heute (20.03.2008) nur Publikumsverkehr bis 14 Uhr zugelassen wird ... Es warteten wieder sehr viele Leute im Wartebereich, die Schlange für den Empfangsbereich war so lang wie die Schlange vor dem Streik des ÖPNV.
wollte ja eigentlich auch heute zu meinem, aber als ich mir genau das heute früh dachte, was du hier bschreibst und dann in der Post auch noch den Antrag für meinen nächsten Bewilliungsabschnitt vorfand, habe ich meinen 'Besuch' auf nächste Woche verschoben

Zitat:
Antrag auf Datenlöschung eine Innovation ...
Glaube ich eigentlich nicht -hat sich doch echt schon rel. weit herumgesprochen. Hast du ihn übrigens auch gleich mit Antrag auf Dateneinsicht gekoppelt? Bei mir wurde beidem, verknüpft eingereicht, sehr schnell stattgegeben.

Zitat:
Die Dame stufte uns als Notfall ein. Für eine Barauszahlung schlug sie den 31.03.2008 vor.
Interessant. (Vielleicht sollten wir...)

M.W. müssen die einen Vorschuss sofort gewähren . Hast du denn einen Antrag auf Vorschuss gestellt oder nicht? (auf Grundlage der Vorlage hier im Download)
- dafür haben sie Schecks oder Geldautomaten. Jedenfalls in meinem JC ist das so. Könnte bloß sein, dass das jede Geschäftsleitung eigenständig beschließen darf, die Kunden in Not schikaniert werden.
- Ich würde diese Weigerung, dir als Notfall unverzüglich etwas Geldmittel für über Ostern bis Anfang April zukommen zu lassen, sofort beim Kundenreaktionsmanagement der Regionaldirketion melden.

In meinem dürfen sie jedenfalls, wenn ich richtig informiert bin, Lebensmittelscheine -nachdem das vor einiger Zeit scharf gerügt wurde - nur noch in Ausnahmefällen an ärztlich diagnostizierte Alkohol-/Drogenabhänigen ausgeben.

*

Zitat:
Noch eine Begebenheit ....
da denkt man wirklich an versteckte Aufnahmen als Gegenmittel - weil ausser Betroffene glaubt einem so etwas ja sonst niemand.

Interessant ist, dass offenbar in Berlin wirklich jedes JobCenter unterschiedlich organisiert läuft (oder ist es den versch. Kundengruppen geschuldet?): Bei meinem JC wird man sowohl im Leistungsberiech wie bei der Vermittlung immer einzeln in ein Büro gebeten, wo auch nur 1 SB sitzt.

Einzig für eine Schnellbearbeitung/Vorsortierung von Kundenanliegen im Bereich direkt hinter dem Empfang kommt man in ein Großraumbüro. Dumm abgewimmelt wurde ich dort eigentlich noch nie. Meistens geben die sich dort echt beflissen. Ich glaube dort sind all die Überhangkräfte von jwd auf kleinen Zeitverträgen eingestellt und die haben offenbar Null Anreiz, sich ihren Job mit den Kunden schwerer als nötig zu machen. Auch ist dort alles soweit auseinander gezogen, dass ich da noch nie etwas von anderen Kunden mitbekommen habe.
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Gruß! ethos07

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Alt 20.03.2008, 19:35   #85
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Die Menge an zu zitierenden Beiträgen ist zu groß - es würden nur 4 gehen, sind aber 6. Ich hab sie allerdings mit aufgenommen bei mir fürs Papier :)

*

Zum Thema Büro:
Es handelt sich dabei um die Eingangszone. Es gibt hier eine Handvoll Büros, in denen immer etwa vier Beratungsplätze sind. Diese sind durch halbhohe, durchsichtige Trennwände eher dürftig voneinander getrennt. Hier kommt man immer hin, wenn man eine Nummer bekommt und sein Anliegen nicht beim Empfang klären kann. In die Leistungsabteilung kommt man nur in seltenen Fällen und nachdem jemand in der Eingangszone das festgelegt hat. Bezüglich beruflicher Angelegenheit ist ein anderes Gebäude zuständig, bezüglich Integrationsmaßnahmen noch ein anderes Haus. Wenn man in der BG keinen U25er mehr hat, dann ist für die Leistungen (und die Eingangszone) wieder ein anderes Haus zuständig. In der Leistungsabteilung gibt es hier sowohl Großraumbüros als auch Einer- und Zweierbüros. Alle durfte ich schon besuchen.

Zum Thema Geld und Ostern:
Richtig Tinkalla, nun also auch noch über Ostern, nachdem es zu Weihnachten und Silvester ja schon arg war. Vielleicht schaffen wir Pfingsten auch noch ...

Zum Thema Freundlichkeit:
Diesmal war an einem der Empfangsschalter eine SB, die ich als nett in Erinnerung habe. Leider kam ich zu einer, die versuchte, das Gegenteil zu verkörpern. Klappt nur nicht immer, weil sie dann doch recht schnell mitkriegen, dass unser Fall akut ist. Dann werden sie erstmal kleinlaut, machen aber auch nix weiter, als dir eine Nummer zu geben. Naja, ist ja auch nur der Empfang. Dass die SB genervt sind, kann ich mir durchaus vorstellen, denn das Klientel hier ist nicht immer einfach. Oft scheitert eine vernünftige Schilderung an Sprachbarrieren, sodass sich die SBs dann aufschwingen und von oben herab sprechen - wie Herrenmenschen.

Zum Thema viel Papier rüberschieben:
Schön und gut, nur bekommt man, wenn die das Papier nicht wollen, das einfach ungestempelt zurück und die SB machen keine Anstalten, es anzunehmen. So wurden bereits einige Schilderungen und Anträge von uns einfach abgewürgt. Briefkasten hilft da auch nicht und der Empfang ebenfalls nicht, weil die draufgucken und sagen: "Dafür müssen Sie reingehen, hier Ihre Nummer."

Zum Thema Rechtsfolgebelehrung:
Vielen Dank, kommt in meine Akten.

Zum Thema Datenlöschung:
Ich leide nicht an Verfolgungswahn. Mir geht es vor allem darum, dass unsere Telefonnummer(n) aus den Akten gestrichen werden. Ich möchte von diesen Personen nicht angerufen werden - egal ob das schon geschah oder noch geschehen könnte. Ich will meine Telefonruhe und selbst bestimmen, mit wem ich telefoniere und mit wem nicht. Antrag auf Dateneinsicht habe ich nicht gestellt. Vielleicht kommt das noch - zum Nachkontrollieren.

@ethos
Machst du eben alles in einem Abwasch. Erinnere dich: "Haben Sie noch eine Frage?", "Aber sicher!", hihi!

Zum Thema Antrag auf Vorschuss:
Ich hatte einen verfasst, aber mir wurde mitgeteilt, dass, wenn wir als Notfall eingestuft sind, es dieses Antrags nicht mehr bedürfe. Und so hab ich ihn wieder mitgenommen. Leider. Ich denke, ich werde nächste Woche dort wiedr aufschlagen und die "Notfall"-Frist von 10 bis 14 Tagen einfach ignorieren.

Zum Thema Kundenreaktionsmanagement:
Keine Sorge, die kriegen auch noch ihr Löffelchen. Und zwar regional und Nürnberg. Vielleicht sollte ich einfach einen Link auf diesen Thread hier im Forum schicken ...

Zum Thema Lebensmittelgutschein:
Ist ja interessant. Das heißt, ich trug damit heute das Stigma eines Säufers und Fixers? Empfinde ich als beleidigend und die Menschenwürde missachtend.


Sorry Leute, bin heute mächtig geknickt ... Die EGV, die in der Schwebe ist, will auch noch gemacht werden. Wie war das mit "Fördern und Fordern"? Wenn wir nichtmal existenziell "gefördert" werden, wie soll man dann die "Forderung" über die EGV verstehen? "Nur wer arbeitet, soll auch existieren." (frei nach Franz Müntefering: "Nur wer arbeitet, soll auch essen.") Wenn das so weitergeht, kommt dies aktiver Sterbehilfe doch sehr nahe.

Mario Nette
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Alt 21.03.2008, 15:03   #86
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Mein Nachbar hatte vor einem Jahr das Problem, daß ihm kein neuer Antrag zugestellt worden war. Da er ständig mit Bewerbungen und auch mit Rechnerproblemen u.a. in dieser Zeit zu kämpfen hatte, fiel ihm das irgendwie nicht auf. Bis dann plötzlich kein Geld mehr am 1. eines Monats auf seinem Konto war.
Er ging zur ARGE und teilte denen das Problem mit, zumal natürlich die Rechnungen fällig waren. Die SBerin telefonierte mit der Leistungsabteilung und machte für sofort dort einen Termin aus. Gab ihm einen Neuantrag den er gleich dort ausfüllte. Vor der Tür der Leistungsabteilung wartete er mit Anderen noch knappe 1,5 Stunden, wie er sagte, und dann wurde er gerufen, bekam eine merkwürdige Plastikkarte und unterschrieb seine volle Barauszahlung. An einem dort wohl aufgestellten Geldautomaten hat er sich dann den gesamten Betrag abgehoben, anschließend auf seinem Konto einen Teil eingezahlt und gut war es.

Man kann sehen, - es geht auch ganz einfach und locker, - wenn man den richtigen SB hat. Jedenfalls gab es keine Probleme und alles ging friedlich und freundlich ab.

Seine Bewerbungen weist er nach beim nächsten Termin, die SB zeichnet es ab nach Kontrolle und reicht es an die Leistungsabteilung. Braucht er den Betrag ausnahmsweise dringend, dann war einmal das Geld bereits nach 3 Tagen auf seinem Konto. Ansonsten kommt es immer mit dem nächsten Zahltermin. Alles völlig ohne Probleme.

Einmal war seine SB wohl krank zum Termin. Als er hinkam jedenfalls wurde ihm das gesagt. Da er wieder seine Bewerbungsnachweise dabei hatte und das Geld brauchte, hat er an der Nebentür geklopft, wurde sehr freundlich reingelassen, alles kontrolliert, gegengezeichnet und weitergereicht. Seine Geld war pünktlich drauf.
Ist demnach mit dieser SB dort keine Ausnahmeerscheinung. Abgesehen von der wohl wirklich entsetzlichen Teamleiterin, die sich anfangs andauernd einmischte und sehr willkührlich irgendwelche Unterstellungen herausbrüllte und ihn völlig grundlos ankeifte.
Seit er sich daraufhin über diese Frau beschwehrt hatte und ein weiteres Gespräch mit ihr ausdrücklich für alle Zukunft verweigerte, läßt sie ihn auch in Ruhe. Jedenfalls hat er sie seither nicht mehr gesehen.

Nachdem was ich hier so streckenweise gelesen habe scheint es immer den Ausschlag zu geben welcher SB für jemanden zuständig ist. Da scheint es wirklich extreme Unterschiede zu geben.
Ist eben wie im prallen Leben, - es gibt immer Sohne und Solche, ab und an treten die wohl in Rudeln auf. Ist wohl vor allem eine Frage des "Glücks".
Kleeblatt ist offline  
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Alt 21.03.2008, 15:35   #87
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Zitat:
Zitat von Kleeblatt Beitrag anzeigen
Mein Nachbar hatte vor einem Jahr das Problem, daß ihm kein neuer Antrag zugestellt worden war. Da er ständig mit Bewerbungen und auch mit Rechnerproblemen u.a. in dieser Zeit zu kämpfen hatte, fiel ihm das irgendwie nicht auf. Bis dann plötzlich kein Geld mehr am 1. eines Monats auf seinem Konto war.
Er ging zur ARGE und teilte denen das Problem mit, zumal natürlich die Rechnungen fällig waren. Die SBerin telefonierte mit der Leistungsabteilung und machte für sofort dort einen Termin aus. Gab ihm einen Neuantrag den er gleich dort ausfüllte. Vor der Tür der Leistungsabteilung wartete er mit Anderen noch knappe 1,5 Stunden, wie er sagte, und dann wurde er gerufen, bekam eine merkwürdige Plastikkarte und unterschrieb seine volle Barauszahlung. An einem dort wohl aufgestellten Geldautomaten hat er sich dann den gesamten Betrag abgehoben, anschließend auf seinem Konto einen Teil eingezahlt und gut war es.

Man kann sehen, - es geht auch ganz einfach und locker, - wenn man den richtigen SB hat. Jedenfalls gab es keine Probleme und alles ging friedlich und freundlich ab.

Seine Bewerbungen weist er nach beim nächsten Termin, die SB zeichnet es ab nach Kontrolle und reicht es an die Leistungsabteilung. Braucht er den Betrag ausnahmsweise dringend, dann war einmal das Geld bereits nach 3 Tagen auf seinem Konto. Ansonsten kommt es immer mit dem nächsten Zahltermin. Alles völlig ohne Probleme.

Einmal war seine SB wohl krank zum Termin. Als er hinkam jedenfalls wurde ihm das gesagt. Da er wieder seine Bewerbungsnachweise dabei hatte und das Geld brauchte, hat er an der Nebentür geklopft, wurde sehr freundlich reingelassen, alles kontrolliert, gegengezeichnet und weitergereicht. Seine Geld war pünktlich drauf.
Ist demnach mit dieser SB dort keine Ausnahmeerscheinung. Abgesehen von der wohl wirklich entsetzlichen Teamleiterin, die sich anfangs andauernd einmischte und sehr willkührlich irgendwelche Unterstellungen herausbrüllte und ihn völlig grundlos ankeifte.
Seit er sich daraufhin über diese Frau beschwehrt hatte und ein weiteres Gespräch mit ihr ausdrücklich für alle Zukunft verweigerte, läßt sie ihn auch in Ruhe. Jedenfalls hat er sie seither nicht mehr gesehen.

Nachdem was ich hier so streckenweise gelesen habe scheint es immer den Ausschlag zu geben welcher SB für jemanden zuständig ist. Da scheint es wirklich extreme Unterschiede zu geben.
Ist eben wie im prallen Leben, - es gibt immer Sohne und Solche, ab und an treten die wohl in Rudeln auf. Ist wohl vor allem eine Frage des "Glücks".
Existenzsicherung darf keine Frage des Glücks sein. Ich weigere mich, mit unseren Leben ARGE-/Jobcenter-Lotto zu spielen (siehe auch Hungerstreik-Diskussion im Off-Topic-Bereich).

Mario Nette
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Alt 21.03.2008, 16:05   #88
Tinkalla
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[
Dass Du geknickt bist, Mario, kann ich wohl verstehen. Mann, wie regelt Ihr denn nur Euer Überleben momentan?

Zitat:
Schön und gut, nur bekommt man, wenn die das Papier nicht wollen, das einfach ungestempelt zurück und die SB machen keine Anstalten, es anzunehmen.
Ein Tipp, den vagabund mir damals gab: faxen und mit der Post hinterherschicken.
Ich mache es dann zur Sicherheit auch noch so, dass ich im I-Cafe ( wo ich z.Zt. Stammgast bin ) das Teil zeige, einen Vermerk auf dem Faxprotokoll mache, was da abgeschickt wurde und er bestätigt es mir per Unterschrift als Zeuge. Die ARGE hat's dann doppelt und keiner kann sagen, es wäre nur ein leeres Stück Papier gewesen o.ä.

Die Zustände in der 'Sachbearbeiter-Halle'wären echt ein Fall für den Datenschutz.
Zitat:
Zum Thema Antrag auf Vorschuss:
Ich hatte einen verfasst, aber mir wurde mitgeteilt, dass, wenn wir als Notfall eingestuft sind, es dieses Antrags nicht mehr bedürfe. Und so hab ich ihn wieder mitgenommen. Leider. Ich denke, ich werde nächste Woche dort wiedr aufschlagen und die "Notfall"-Frist von 10 bis 14 Tagen einfach ignorieren.
Sieht aber so aus, als würden gerade die Notfälle bei Euch, diesen Antrag benötigen, wenn die Notfallbearbeitung länger dauert, als eine normale. Mario, wenn Du die Kraft dafür hast, dann mache dort einen Sitzstreik und gehe erst weg, wenn Du Geld zum Überleben hast.


@Erntehelfer
Diese Rechtsfolgebelehrung macht deutlich, dass man nicht gewillt ist, jeden Übergriff zu dulden. Man sollte sie als Anlage zu jedem Schreiben an die ARGE beifügen.