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| Tags: hilfe, jobcenter, kindheitstrauma |
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| Neuer Benutzer Registriert seit: 03.08.2008 Ort: essen
Beiträge: 5
| guten morgen zusammen, ich hab ein etwas krasses problem was mich schon mein leben lang daran hindert ein normales leben zu führen. ums kurz zu machen: ich hab meine ersten 5 lebensjahre in einer pflegefamilie verbracht,allerdings waren meine sogenannten pflegeeltern nur auf das geld aus welches sie dafür bekommen haben. mich haben sie die ganze zeit auf ziemlich kranke weise misshandelt. nicht sexuell,aber auf anderere menschenunwürdige weise! ich werd nur ein paar dinge schildern denn leicht fällt mir das nicht! z.b. haben die mich wochenlang im keller eingesperrt,da gabs ein badezimmer und da musste ich dann in der badewanne schlafen da ich in dem alter ja noch bettnässer war,ich war total verwahrlost,hab viel zu wenig zu essen gekriegt(manchmal tagelang nichts) und wenns dann mal was zu essen gab und ich es aufgrund von krankheit und viel zu leeren magen wieder erbrechen musste,gabs erstmal schläge und dann durfte ich das erbrochene wieder auflöffeln! mehr brauch ich wohl nicht zu schreiben damit einem klar wird, das man dadurch große psychische schäden davonträgt,grad weils in dieser frühen lebensphase war. mit 5 hat mich dann das jugendamt da rausgeholt und ich wurde adoptiert. damit genug davon und zum eigentlichen punkt. mein leben krieg ich mal so überhaupt nicht auf die reihe,seid 6jahren ohne krankenversicherung,drogen,keine wohnung(wohne immer bei freunden bis die mich irgentwann raussschmeissen),amtsgänge sind eine qual,alles was man tun müsste,wird verdrängt,man kümmert sich um gar nix,ständig sind bilder aus diese zeit im kopf,man ist sich selbst nichts wert usw. irgentwie lebe ich in meiner eigenen welt,ziehe mich zurück,träume vor mich hin jetzt bin ich 27 jahre alt und kann so nicht mehr weiterleben,es muss sich was ändern.. also bin ich zum jobcenter und habe hartz 4 beantragt,da hab ich auch erstmal wieder termine verpasst z.b. diesen eingliederungsseminar(einen tag war ich da,dann bin ich nicht mehr klargekommen,beim zweiten eingliederungsseminar war ich gar nicht.dazu kommt das ich den antrag auf hartz 4 erst jetzt 5 monate nach anmeldung abgegeben habe.. ich hoffe jetzt das ich bald die bewilligung bekomme. meine frage ist jetzt, wie kann ich der sachbearbeiterin meine situation erklären?die ist jünger als ich und ist dermassen unfreundlich,ich kann der doch nicht einfach mal eben diese erlebnisse erzählen! welche möglichkeiten der unterstützung kann es vom jobcenter geben?(soforthilfe,therapie,etc,keine ahnung was sonst noch) ich muss unbedingt diese traumas aufarbeiten,aber dafür muss ich krankenversichert sein und das geht nicht ohne die bewilligung vom jobcenter! was wenn der antrag aufgrund der ganzen versäumnisse abgelehnt wird? ich hoffe jemand kann mir da weiterhelfen und hat vieleicht den ein oder anderen tipp das wäre sehr wichtig für mich,denn alles was ich besitze sind meine klamotten ! vielen dank schonmal im voraus! |
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| | #2 |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer Registriert seit: 11.01.2006
Beiträge: 4.705
| Was ich dir jetzt sage, wird dir sicher nicht gefallen. Ich habe einen ähnlichen Lebenslauf. Aber eines möchte ich dir auf den Weg geben, auch wenn es dir schwer fällt. Egal, was früher war. Für die Gegenwart und dein jetziges Leben bist allein du verantwortlich, niemand anders, nur du allein. Du bist erwachsen und kein Kind mehr. Reiß dich wenigstens beim Jobcenter zusammen und gehe dann zu einem Psychotherapeuten (nicht Therapeut) und dort erzählst du, was dir auf dem Herzen liegt. Eventuell bekommst du da auch alles, was du brauchst. Ich hoffe, du bekommst die Bewilligung. Wäre hilfreich, wenn du vorher zum Therapeuten kommst. Können dir sicher andere sagen, wie du das ohne KK am besten machst. Wäre gut, um dem Jobcenter einen triftigen Grund für deine Versäumnisse zu liefern. Ob die SB jetzt Verständnis hat? Ich halte es für unwahrscheinlich! Wenn sie jetzt schon unfreundlich ist, sehe ich die Gefahr, dass du dann noch fertiger bist, aber ich kann mich auch irren und sie versteht dich dann besser. Aber ich kenne sie nicht, das kannst nur du entscheiden. Viel Glück!
__________________ lg andine Einen frohen Nikolaus wünsche ich allen Forumsmitgliedern Der Pessimist sieht das Dunkle im Tunnel. Der Optimist sieht das Licht am Ende des Tunnels. Der Realist sieht im Tunnel einen Zug kommen. Und der Zugführer sieht die drei Idioten auf den Gleisen sitzen. Ich bin der Idiot in der Mitte. |
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| | #3 | |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer Registriert seit: 05.11.2006
Beiträge: 1.204
| Zitat:
Von daher ist das was Du Als "Ratschlag" Schreibst tatsächlich mehr Schlag als Rat. Sorry, ich als auch betroffene wäre echt froh wenn ich solches Zeugs hier nicht lesen müsste. Bist Du im Moment überhaupt arbeitsfähig? Wenn Du schon aufgrund massiver psychischer Probleme nicht zu einem Termin gehen kannst vermutlich im Moment nicht. Von daher ist das Sozialamt zuständig. Du könntest zum sozialpsychiatrischen Dienst Deiner Gemeinde gehen das ist kostenlos, ich hoffe da kriegst Du Hilfe wie Du Sozialhilfe beantragst. Dann bist Du versichert und kannst Dir einen ambulanten Psychiater, einen Klinikaufenthalt (eine gute psychosomatische Klinik wäre sicherlich eine ganz nützliche Sache für Dich) oder was Du sonst benötigst umd Dich einigermassen zu fangen und auf die Beine zu kommen. | |
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| | #4 | |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer Registriert seit: 11.01.2006
Beiträge: 4.705
| Zitat:
Trotzdem kann man auch als Betroffene doch mal klar sagen, dass es zwar schlimm ist, eine solche Vergangenheit zu haben, dass man aber irgendwann mal damit anfangen muss seine eignene Zukunft zu gestalten und dafür ist jeder selbst verantwortlich. Ich habe auch lange gebraucht, das zu begreifen. Ich kann nicht alles Verkorkste in meinem Erwachsenen-Leben darauf schieben, dass ich keine Eltern hatte und meine Pflegeltern mich missbraucht haben, aber das siehst du scheinbar anders. Ich weiß, dass das harte Worte sind, ist aber nun mal die Wahrheit. Je eher er das begreift, um so besser!
__________________ lg andine Einen frohen Nikolaus wünsche ich allen Forumsmitgliedern Der Pessimist sieht das Dunkle im Tunnel. Der Optimist sieht das Licht am Ende des Tunnels. Der Realist sieht im Tunnel einen Zug kommen. Und der Zugführer sieht die drei Idioten auf den Gleisen sitzen. Ich bin der Idiot in der Mitte. | |
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| | #5 | |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer Registriert seit: 05.11.2006
Beiträge: 1.204
| Zitat:
Und Deine sogenannten "harten Worte" braucht hier sicherlich niemand. Sorry. | |
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| | #6 | |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer Registriert seit: 11.10.2007
Beiträge: 1.716
| Zitat:
Bei mir ist es auch so, dass meine Kindheit der reinste Horror für mich war. Das ist mit einer Therapie nicht aufgearbeitet geschweige denn therapiert. Ich habe vor meiner nächsten Maßnahme einen Termin beim psychologischen Dienst. Und ja, ich habe trotz einer Therapie immer noch Probleme mein Leben und meine Persönlichkeit in den Griff zu bekommen und mir eine stabile Zukunft aufzubauen. Geändert von Hartziger (03.08.2008 um 12:28 Uhr). | |
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| | #7 | |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer Registriert seit: 16.03.2008 Ort: Raum DO, MS
Beiträge: 915
| Zitat:
Ich vertrete eine ähnliche Meinung wie andine. Bennor schreibt von seinen großen Problemen, er selbst bezieht diese aber auch auf seine ersten fünf Lebensjahre. Aber man kann sich nicht sein ganzes Leben lang darauf berufen, wie "beschissen" die Kindheit war. Man muss auch selber was tun - und damit fängt Bennor ja zum Glück an. Das ist auch gut so. Aber man darf andere, die diesen Weg schon hinter sich haben und andere darauf hinweisen, nicht deshalb runtermachen. Und was ist PTBS? | |
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| Erfahrener Benutzer Forumnutzer Registriert seit: 05.11.2006
Beiträge: 1.204
| PTBS Abkürzung für posttraumatische Belastungsstörung. Das ist eine anerkannte medizinische Diagnose und bezeichnet die Symptome die nach einem traumatsichen Erlebnis auftreten. Und was Bennor beschriebt passt ziemlich gut da rein. |
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| | #9 |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer Registriert seit: 15.03.2007 Ort: NRW
Beiträge: 2.256
| Hallo Bennor, hast du schon eine Diagnose ? warst du in Behandlung? dann hast du was schriftlich. wenn nciht wird das auch ein baldiger weg für dich sein dürfen damit du zur ruhe kommen kannst. Aber zuerst mal : wende dich an die AWO oder Caritas -- noch besser den Sozialpsychiatrischen Dienst deiner Stadt. Sag du brauchst Betreuende Hilfe für Amtsgänge usw... die besorgen die jemanden ansonsten gehen auchd ie von der Caritas mit zu Ämtern. Die können dich unterstützen und für dich mitsprechen. Vor allem bei druck wenn das Gehirn die mal wieder ein strich durch die rechnung macht. Die vermitteln alles was du jetzt brauchst und helfen überall wo du hilfe brauchst. Nur eines musst du tun: Hingehen und alles sagen wo du nicht klarkommst und hilfe brauchst. V iel Glück für deinen Weg Grüßle Jenie
__________________ Schicke Bruno mal ganz viel |
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| Gast
Beiträge: n/a
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| Gast
Beiträge: n/a
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| Gast
Beiträge: n/a
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| | #13 |
| Benutzer Forumnutzer Registriert seit: 08.07.2008
Beiträge: 39
| Hallo bennor1, du schreibst u.a. von Drogen, da müßtest du da rüber doch irgendwelche Kontakte mit Betreuern haben? Es gibt dafür auch Anlaufpunkte, dort kannst du auch hin. Vielleicht über eine Klinikeinweisung, da bist du, falls du noch diese Probleme haben solltest, erstmal gut aufgehoben - für einen Neustart später. Hut ab vor deinen vielen Freunden, die dich einfach so aufnehmen. Kann mir auch vorstellen, dass das keine Dauerlösung ist. |
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| | #14 |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer Registriert seit: 26.04.2006
Beiträge: 2.826
| PTBS ist eine äußerst facettenreiche Erkrankung, die selbst stärkste Menschen fällen kann. Besonders böse daran ist, daß zwischen Ursache und Folgen manchmal auch Jahrzehnte vergehen können, in denen man keine Probleme hat. Die Behandlung ist meist recht langwierig und sollte von spezialisierten und sehr erfahrenen Therapeuten durchgeführt werden. Wichtig ist: PTBS gehört nicht zu den psychischen, sondern zu den psychosomatischen Erkrankungen. Ansprechpartner in Kliniken sind die Abteilungen für psychosomatische und psychotherapeutische Medizin. Posttraumatische Belastungsstörung ? Wikipedia
__________________ Demokratie ist ein wertvolles Geschenk, das jeden Tag erneut verteidigt werden muß! |
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| | #15 |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer Registriert seit: 05.11.2006
Beiträge: 1.204
| Stimmt. Die erzählst Du Deinem behandelnden Arzt und einem Gutachter vom medizinsichen Dienst. Der Sachbearbeiter hat sich mit den Gutachten bzw Attesten dieser zu begnügen, darüber hinaus bist du nicht verpflichtet mit Sachbearbeitern Deinen gesundheitlichen Probleme zu diskutieren. |
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| | #16 | |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer Registriert seit: 11.01.2006
Beiträge: 4.705
| Zitat:
Ich wollte nur den Tipp geben, jetzt damit anzufangen für das eigene Leben selbst Verantwortung zu übernehmen. Ich wäre froh gewesen, wenn mir das jemand früher gesagt hätte, aber stattdessen habe ich mich selbst bemitleidet, hat aber nichts gebracht. Was ist so schlecht dran, darauf hinzuweisen? Was ist so schlecht daran, wenn jemand anders nicht so viel Zeit verschwenden soll wie ich? Es ist nur ein Tipp, keine Beleidigung und erst recht keine Bösartigkeit. Wolltset du mich nicht ignorieren?
__________________ lg andine Einen frohen Nikolaus wünsche ich allen Forumsmitgliedern Der Pessimist sieht das Dunkle im Tunnel. Der Optimist sieht das Licht am Ende des Tunnels. Der Realist sieht im Tunnel einen Zug kommen. Und der Zugführer sieht die drei Idioten auf den Gleisen sitzen. Ich bin der Idiot in der Mitte. | |
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| | #17 |
| Erfahrener Benutzer Forumnutzer Registriert seit: 09.12.2005
Beiträge: 1.862
| Ich denke nicht, dass der Threadstarter in Selbstmitleid gerutscht ist, sondern einfach in eine ganz verfahrene Situation. Drogen, Missbrauch etc. Jeder Mensch ist anders, andere vielleicht etwas stärker… Manche lernen damit zu leben, dass sie Missbraucht/Misshandelt wurden, aber manche greifen später zu Drogen, oder gehen in die Prostitution hinein. Manche unterdrücken solche Dinge, bis sie Jahrelang o |