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ALG II

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Alt 25.06.2007, 15:16   #51
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Beiträge: 11
Standard wie es mir erging...und vielleicht bald wieder ergeht...

So, es ist eine Weile her, aber mit dem Gutachter beim Gesundheitsamt habe ich ganz gute Erfahrungen gemacht. Er fand meine Darstellung glaubhaft und hat mich für ein halbes Jahr aus dem Verkehr gezogen, mit der Auflage, eine Therapie zu machen. Das war im Dezember 06.
Nach langem Suchen (mit Wartezeiten von bis zu 6 Monaten) habe ich einen Therapeuten gefunden und mache die Therapie.

Jetzt bin ich vom Amt vorgeladen worden. Man will mit mir meine beruflichen Perspektiven besprechen.
Also werde ich wieder ein Attest vorlegen, aber jetzt bin ich etwas besorgt, dass der Typ von der Arge mich wieder zum Gesundheitsamt schicken will, denn der Arzt damals hatte auch klipp und klar gesagt, dass er mich eigentlich nicht nochmal sehen möchte, und wenn doch und es wäre noch keine besondere Besserung eingetreten, würde er einen Klinikaufenthalt befürworten...

Ich habe mich hier schlau gemacht und gesehen, dass ich einer erneuten Untersuchung wohl widersprechen kann. Sie hat ja auch wenig Sinn, da ich die Therapie mache. Man kann nach ein paar Monaten wohl noch keine so wahnsinnige Verbesserung eines über 20 Jahre währenden Zustandes verlangen.

Jetzt bin ich wegen dieses Termins (29.6.) schon wieder mit den Nerven zu Fuß. Das wird meinen Zustand jedenfalls nicht gerade verbessern...
__________________
Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen? Dann müssten sämtliche Politiker ja längst verhungert sein!
Hensen ist offline  
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Alt 18.05.2008, 23:59   #52
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Registriert seit: 18.05.2008
Beiträge: 2
Standard AW: Welchen Untersuchungen müssen Betroffene zustimmen,

Hallo,
ich habe das Thema durch Google gefunden und mich hier angemeldet.

Ich bin 24 Jahre alt und habe mit 15 eine Ausbildung zum Bürokaufmann gemacht sowie abgeschlossen. Jetzt habe ich 9 Jahre durchgehend gearbeitet und bin seit Februar 2008 arbeitslos, weil die Firma geschlossen hat, in der ich gearbeitet habe.

Also habe ich mich im Februar 2008 arbeitslos gemeldet und hatte im März 2008 meinen allerersten Termin mit meinem Sachbearbeiter. Ich muss dazu sagen, dass ich leicht übergewichtig bin und wahrscheinlich hat mein Sachbearbeiter das gestört. Schließlich nannte er mich gleich fettes Schwein und ich würde mit meinem Gewicht nie mehr eine Arbeit finden.

Er hat mich die ganze Zeit beschimpft und fande es schon sehr originell, wie man behandelt wird, wenn man nicht mal 4 Wochen arbeitslos ist.

Zumindest habe ich mir das nicht gefallen lassen und eine Dienstaufsichtsbeschwerde eingereicht. Im April 2008 hatte ich ein Gespräch mit dem Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Timmendorfer Strand. Er hat sich für alles entschuldigt und erzählte mir, dass ich noch eine Antwort von der Agentur für Arbeit Kiel kriegen werde.

Anscheinend weiss nun der gute Herr von der Agentur für Arbeit Timmendorfer Strand nicht, was er Kiel erzählen soll und jetzt wird systematisch versucht mir einzureden, ich wäre durch mein Übergewicht erkrankt.

Nun bekam ich vor zwei Wochen ein Schreiben vom Ärztlichen Dienst, ich soll am 19. Mai 2008 um 15 Uhr zu einer medizinischen Untersuchung. Bin sofort zu meinem Hausarzt, der mit mir alle noch mal alle Teste gemacht hat und mir ausgestellt hat, dass ich kerngesund bin. Bin mal gespannt, was der Arzt nun Morgen sagen wird.

Mein Hausarzt sagte auch, dass normalerweise nur Menschen zum Ärztlichen Dienst müssen, die von sich aus sagen, dass sie erkrankt sind und nicht arbeiten können. Aber nicht umgekehrt.

Jetzt habe ich nur Angst, dass dieser Amtsarzt nicht neutral ist, sondern dem Sachbearbeiter und Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Timmendorfer Strand Recht geben, damit die einen tollen Bericht für die Hauptverwaltung Kiel schreiben können. Weil wenn ich kerngesund bin, dann ist es für die ein Nachteil.

Gruß und bis bald, Sammy.
Sammy24 ist offline  
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Alt 19.05.2008, 11:52   #53
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Registriert seit: 05.09.2005
Beiträge: 13.183
Standard AW: Welchen Untersuchungen müssen Betroffene zustimmen,

Solange Dein Hausarzt hinter Dir steht, brauchst Du Dir nicht soviele Gedanken machen, geh erstmal hin und schau was die machen wollen, brauchst aber auch nicht alles machen zu lassen, das entscheidest Du ganz alleine

Falls Dein SB wirklich so etwas zu Dir gesagt hast wie Du schreibst hätte ich keine Dienstaufsichtsbeschwerde eingelegt sondern eine Anzeige wegen Beleidigung erstattet, okay, das hätte wegen Mangels an Beweisen nichts gebracht, aber Du solltest nicht mehr alleine zur ARGE gehen
Arania ist offline  
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Alt 19.05.2008, 12:31   #54
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Registriert seit: 26.04.2006
Beiträge: 2.822
Standard AW: Welchen Untersuchungen müssen Betroffene zustimmen,

Zitat:
Zitat von Arania Beitrag anzeigen
Falls Dein SB wirklich so etwas zu Dir gesagt hast wie Du schreibst hätte ich keine Dienstaufsichtsbeschwerde eingelegt sondern eine Anzeige wegen Beleidigung erstattet, okay, das hätte wegen Mangels an Beweisen nichts gebracht, aber Du solltest nicht mehr alleine zur ARGE gehen
Nicht unbedingt. Man kann in einer Angelegenheit mit schwerer Beweislage ein Glaubwürdigkeitsgutachten erstellen lassen. Der Weg ist nur nicht sehr bekannt.
__________________
Demokratie ist ein wertvolles Geschenk, das jeden Tag erneut verteidigt werden muß!
Tom_ ist gerade online  
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Alt 19.05.2008, 15:40   #55
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Registriert seit: 18.05.2008
Beiträge: 2
Standard AW: Welchen Untersuchungen müssen Betroffene zustimmen,

Ich war heute nun bei der Untersuchung. Mir wurden ein paar Fragen gestellt, ob ich rauche oder Alkohol trinke. Beides tue ich nicht. Dann wurde Blutdruck und Puls gemessen, auf die Waage musste ich noch und die Körpergröße wurde gemessen.

Danach normales abtasten, ein paar Kniebeugen sowie auf Zehenspitzen musste ich gehen.

Dann gabs noch ein Hör- und Sehtest. Ganz zum Schluss musste ich mein Urin noch abgeben.

Es war gar nicht so schlimm, wie ich es mir vorgestellt habe, die waren da alle voll nett, was ich von unserer Dorfarbeitsagentur gar nicht kenne. Zumindest hat der Arzt mich voll arbeitstauglich eingestuft und mehr wollte ich ja auch nicht.

Einen neuen Sachbearbeiter habe ich schon bekommen und freue mich jetzt richtig, dass ich da war. Nun können die wenigstens nicht sagen, dass ich nicht kooperiere oder so. =)
Sammy24 ist offline  
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Alt 03.08.2008, 11:35   #56
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Beiträge: 20
Standard AW: Welchen Untersuchungen müssen Betroffene zustimmen,

Zitat:
Zitat von eisbaer Beitrag anzeigen
In meinem Falle ist das definitiv nicht so. Vorliegende MRT-Befunde, CT-Befunde, Blut etc., bereits gemachte Gutachten von Ärzten im Rahmen der Feststellung durch das Landesversorgungsamt (SB-Ausweis) - alles das zählt für das AA nicht! Alle Untersuchungen werden durch eigens vom AA beauftragten Ärzten nochmals vorgenommen und gegebenfalls revidiert - so der letzte Stand der Dinge in meinem Falle. Ein MDK-Arzt hat schon vom Schreibtisch aus festgestellt, dass ich eigentlich gesund wäre. Gesehen hat der mich nie, die Unterlagen wurden von meinem Arzt auch nie angefordert, der Arzt wurde auch nie konsultiert.
Tut mir leid, wenn sich einige wieder aufregen, wegen meines angeblichen Zynismus - aber die folgende Szene ist Realität gewesen, als mich auf meine Behinderungen wagte, hinzuweisen:
Sie werden sich wundern, bei uns lernen Lahme wieder Gehen und Blinde wieder Sehen - Zitat einer jungen Arbeitsvermittlerin (jünger als meine jüngste Tochter!), bei meinem ersten Antrittsbesuch als ich die Kündigung hatte, die damit meinte etwas ganz besonders Cooles von sich gegeben zu haben
Das ging mir auch so, wurde von der Rentenkasse umgeschult, dann in ALG II Bezug, und gleich in eine MAE, täglich 6 Std am Bildschirm, Daten eingeben. Mit Bandscheibenprollaps an der Halswirbelsäule und Lendenwirbelsäule! Nach 6 Wochen abgebrochen, ging nicht mehr, völlig verspannt, usw. Das konnten die im Jobcenter nicht verstehen, zur amtsärztlichen Untersuchung, die Ärztin sagte noch, das wird sehr schwer einen Job zufinden! Im Jobcenter wurde das so interpretiert, hatte eine Zumutbare Tätigkeit abgelehnt, es wird sofort Sanktioniert! Nur hatte ich nach der Umschulung einen Job bei BMW, dort werden in der Großlackiererei in den Betriebsferien immer die Anlagen mit Putzlappen entstaubt, total einfache Arbeit und leicht! Das allein gab den Anlass in jedem Schreiben, bis zum Sozialgericht, und Regionaldirektion ich hätte doch kürzlich noch bei BMW in einer KFZ-Werkstatt gearbeitet, obwohl ich das längst geklärt hatte, das es nicht so war, mich mit der Lüge als völlig arbeitstauglich darzustellen! In meinem Schlußsatz der Klage beim Sozialgericht schrieb ich dann, nach Aussagen des Jobcenters bin ich mir garnicht mehr sicher, ob ich in den letzten 5 Jahren vielleicht ein Doppelleben geführt habe, von dem ich kürzlich selbst erst erfahren habe, weil ich hier soviele Sachen lese, mit denen ich nie in Verbindung zubringen bin, oder die Akte wurde vertauscht!! Das Gericht entschied für mich. weil die Angelegenheit zum ersten völlig verschleppt wurde, nach fast einem Jahr konnte für die Sache nicht Sanktioniert werden, das hat Zeitnah zuerfolgen! Die hörten trotzdem nicht auf das Geld zu kürzen! Da ich wegen einer Überzahlung noch was zurück zahlen mußte, schrieb ich sofort wieder zu Regionaldirektion, mit Gerichtsurteil, ich kann nicht zahlen weil mir Geld abgenommen wird, ohne Grund. Die hatten sofort zum Jobcenter geschrieben, dass die sofort das Geld an mich auszahlen sollen, 7 Tage später war es auf dem Konto!!
Jetzt stehe ich wieder vor dem Problem, bin auf eine Mogelpackung reingefallen, 400,00 Euro Job Regalservice, entpuppte sich als Getränkelager-Tätigkeit, täglich 100 - 200 Vollekisten stemmen, mußte ich aufgeben, mache jetzt Inventurhilfe. Laß mich überraschen. Nur kampflos geht bei mir nie!!!
ALGohol ist offline  
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Alt 04.08.2008, 09:28   #57
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Standard AW: Welchen Untersuchungen müssen Betroffene zustimmen,

Zitat:
Zitat von Arania Beitrag anzeigen
Ich sehe jetzt zwar den Zusammenhang zu meinem Zitat nicht, aber recht hast Du natürlich, da muss man durch wenn man etwas erreichen will
Also das hatte ich auch erlebt, wie ich in der Umschulung saß, finanziert von der Rentenkasse. Die Hälfte der Teilnehmer waren so fit, einige waren dabei, die sofort wieder in ihrem alten Beruf als LKW-Fahrer arbeiten wollten, wenn die Umschulung nicht zum Erfolg führt! Das war garnicht einfach, Hilfe zur Teilhabe am Arbeitsleben bewilligt zubekommen, weil das auch was kostet!
Verpflegung, Physiotherapien, Fahrkarten, alles in einem Programm!! Entweder haben die sich vor Frust zu solchen Äußerrungen hinreissen lassen, oder die hatten es wirklich geschafft so zu simulieren.
Wie wird den nun wirklich ein Gutachten erstellt, Kassenlage, Tagesform der Ärzte, Sympathie des Betroffenen!!?? Es weiß niemand in diesem Land, dass ist ja dass Kuriose. Ich bin heute noch Sprachlos, weil ich davon Überzeugt bin, dass es Absprachen gibt unter den Verantwortlichen, sonst würde es nicht bei gleichem Gesundheitszustand soviele Unterschiedliche Ergebnisse geben. Oder man muss eine Schauspielschule besucht haben, um sich mit seinen Gebrechen so in Szene setzen zu können, dass man fast für einen Oscar in Frage kommt! Ich weiß es nicht????
ALGohol ist offline  
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Alt 13.09.2008, 22:21   #58
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Beiträge: 8
Standard AW: Welchen Untersuchungen müssen Betroffene zustimmen,

Vor kurzem bekam ich einen Bescheid vom JobCenter, ich solle mich einer psychologisch-psychiatrischen Begutachtung unterziehen lassen, um Sanktionen gegen mich zu prüfen.


Mir wurde mitgeteilt, dass nur dann - wenn der Gutachter ein psychisches bzw. psychiatrisches Leiden findet - ich von diesen Sanktionen verschont würde.

Darüber hinaus konnte ich in Erfahrung bringen, dass der Arzt, der mich untersuchen soll, früher Oberstabsarzt bei der Bundeswehr war.

Ich werde deshalb gegen diese Zumutung Widerspruch einlegen. Wie stehen meine Chancen in dieser Geschichte beim Sozialgericht?

Sofern ich dazu gezwungen werde, doch diese Prozedur über mich ergehen zu lassen, werde ich ein Filmteam zum Termin mitnehmen.

Was haltet Ihr davon?
Meta ist offline  
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Alt 14.09.2008, 22:12   #59
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Blinzeln AW: Welchen Untersuchungen müssen Betroffene zustimmen,

Zitat:
Zitat von Meta Beitrag anzeigen
Vor kurzem bekam ich einen Bescheid vom JobCenter, ich solle mich einer psychologisch-psychiatrischen Begutachtung unterziehen lassen, um Sanktionen gegen mich zu prüfen.


Mir wurde mitgeteilt, dass nur dann - wenn der Gutachter ein psychisches bzw. psychiatrisches Leiden findet - ich von diesen Sanktionen verschont würde.

Darüber hinaus konnte ich in Erfahrung bringen, dass der Arzt, der mich untersuchen soll, früher Oberstabsarzt bei der Bundeswehr war.

Ich werde deshalb gegen diese Zumutung Widerspruch einlegen. Wie stehen meine Chancen in dieser Geschichte beim Sozialgericht?

Sofern ich dazu gezwungen werde, doch diese Prozedur über mich ergehen zu lassen, werde ich ein Filmteam zum Termin mitnehmen.

Was haltet Ihr davon?
Du bist gesetzlich verpflichtet. Keine Chance.

Du kannst höchstens verweigern,dass du dich ausziehen willst, blutabnahme etc.
Dann muss er dich durch reine "Menschenkentniss" einschätzen... so wie bei ner Musterung - was ja dessen früherer Job war.. also kennt der Mann das doch sogar :)

Aber ich verstehe nicht, was du dich aufregst.. sei doch froh dass das Amt dir so eine eselsbrücke bauen will, um sankt. zu verhinden.

Also : hin musst du - Beistand kannst du mitnehmen. Fernsehsender aber nicht!

was du dann da mitmachst oder nicht, bleibt dein bier. Hauptsache du warst da.
Braeburn1977 ist offline  
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Alt 17.09.2008, 23:39   #60
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Standard AW: Welchen Untersuchungen müssen Betroffene zustimmen,

Zitat:
Zitat von Braeburn1977 Beitrag anzeigen
Du bist gesetzlich verpflichtet. Keine Chance.

Du kannst höchstens verweigern,dass du dich ausziehen willst, blutabnahme etc.
Dann muss er dich durch reine "Menschenkentniss" einschätzen... so wie bei ner Musterung - was ja dessen früherer Job war.. also kennt der Mann das doch sogar :)

Aber ich verstehe nicht, was du dich aufregst.. sei doch froh dass das Amt dir so eine eselsbrücke bauen will, um sankt. zu verhinden.

Also : hin musst du - Beistand kannst du mitnehmen. Fernsehsender aber nicht!

was du dann da mitmachst oder nicht, bleibt dein bier. Hauptsache du warst da.
Klar können die ein medizinisches Gutachten verlangen und dass ich zu dem Gutachter muss, ist im Rahmen der Mitwirkungspflicht gesetzlich im SGB verankert. Zumeist wird es aber gemacht, um Vermittlungschancen und gesundheitliche Beeinträchtigungen zu prüfen. Die Verknüpfung mit Sanktionen geht aber in folgende Richtung: "Entweder bist Du meschugge - oder Du bekommst 'ne Strafe".
Das ist doch wie 'ne Musterung. Bleibt mir also nix anderes übrig als "defekt" zu sein, um "ausgemustert" zu werden?

Was aber ist, wenn ich arbeiten will ? Tatsächlich versuche ich mir eine Stelle für Kulturarbeit - die auf zwei bis drei Jahre angelegt ist - zu schaffen. Ich würde etwas arbeiten, was mich ausfüllt und bekäme ca.
950 € monatlich netto.
Mitten in meine Zukunftsplanung kommt nun diese Untersuchung und angedrohte Sanktionierung.

Ich ahne den Grund und hätte gern Akteneinsicht. Akteneinsicht bekomme ich aber nur über den Weg der Klage.

Ich bin - da Gewerkschaftsmitglied - im Rechtsschutz und werde mich von verschiedenen Seiten beraten lassen. Da ich einen guten Freundeskreis und Unterstützer habe, sehe ich dem eigentlich recht gelassen entgegen.

Ich habe meinen Casus hier in dieses Forum gesetzt, um zu erfahren, ob schon mal jemand aus ähnlichen Gründen wie ich (d.h.: Prüfung ob Sanktionen oder 'mildernde Umstände') "begutachtet" worden ist.

Mit herzlichen Grüßen,
Meta
Meta ist offline  
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Alt 22.09.2008, 18:22   #61
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Blinzeln AW: Welchen Untersuchungen müssen Betroffene zustimmen,

Zitat:
Zitat von Meta Beitrag anzeigen
Klar können die ein medizinisches Gutachten verlangen und dass ich zu dem Gutachter muss, ist im Rahmen der Mitwirkungspflicht gesetzlich im SGB verankert. Zumeist wird es aber gemacht, um Vermittlungschancen und gesundheitliche Beeinträchtigungen zu prüfen. Die Verknüpfung mit Sanktionen geht aber in folgende Richtung: "Entweder bist Du meschugge - oder Du bekommst 'ne Strafe".
Das ist doch wie 'ne Musterung. Bleibt mir also nix anderes übrig als "defekt" zu sein, um "ausgemustert" zu werden?

Was aber ist, wenn ich arbeiten will ? Tatsächlich versuche ich mir eine Stelle für Kulturarbeit - die auf zwei bis drei Jahre angelegt ist - zu schaffen. Ich würde etwas arbeiten, was mich ausfüllt und bekäme ca.
950 € monatlich netto.
Mitten in meine Zukunftsplanung kommt nun diese Untersuchung und angedrohte Sanktionierung.

Ich ahne den Grund und hätte gern Akteneinsicht. Akteneinsicht bekomme ich aber nur über den Weg der Klage.

Ich bin - da Gewerkschaftsmitglied - im Rechtsschutz und werde mich von verschiedenen Seiten beraten lassen. Da ich einen guten Freundeskreis und Unterstützer habe, sehe ich dem eigentlich recht gelassen entgegen.

Ich habe meinen Casus hier in dieses Forum gesetzt, um zu erfahren, ob schon mal jemand aus ähnlichen Gründen wie ich (d.h.: Prüfung ob Sanktionen oder 'mildernde Umstände') "begutachtet" worden ist.

Mit herzlichen Grüßen,
Meta
es ist so wie Du schreibst.. entweder das jiddische Wort oder die Sanktion.

Was spekulierst Du denn, warum man Dir solches angedeihen lassen will ?
Irgendwelche Meldeversäumnisse, und Du hast erklärt "ich vergesse alle Termine .." dann läge der verdacht auf Demenz natürlich nahe

In einem anderen Forum mehren sich in letzter Zeit solche Fälle, also "zum Arzt zwecks Sanktionsprüfung" .. evtl. eine neue Strategie der BA, um alle Hartzis amtlich für bekloppt zu erklären ?
Braeburn1977 ist offline  
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Alt 22.09.2008, 21:36   #62
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Ort: Landkreis Anhalt-Bitterfeld ABI
Beiträge: 103
Standard AW: Welchen Untersuchungen müssen Betroffene zustimmen,

Hallo ihr Lieben.

Habe am Donnerstag einen Brief der Arge bekommen, wegen meiner Gesundheit (bin siehe meinem Thread bei Alg2, erkrankt...), Link kann ich geben.

Habe kein Problem damit, aber bin etwas durcheinander, was die Freigaben der Ärzte angeht.

Da meine Orthopädin mir nur Krankengymnastik aufschrieb zweimal, mir darauf hin noch einen Stromheimmachding mitgab bis Dezember und darauf hin meinte, das bessert sich sicher bis dahin, bin ich zu meiner Hausärztin, die mich seit gut 1 Monat krank schreibt deswegen (soll eine Maßnahme samt Praktikum antreten), wir also meine Hausärztin und ich haben beschlossen noch einen anderen Orthopäden zu Rate zu ziehen, sie gab mir eine Adresse und Telefonnummer, welchen ich sofort Donnerstag anrief, dieser Arzt ist aber erst ab morgen wieder da, so die SB schreibt, ich soll die Schweigepflichtsentbindung bis 30. abgeben, okay, meine Hausärztin sagt ich soll die 1. Orthopädin dort reinschreiben, nun bin ich da etwas verwirrt, weil sie mir ja nicht hilft. Soll ich meiner Sb mitteilen, dass ich den Termin nicht einhalten kann (nehme an bis 30. werd ich keinen Termin bei Orthopäde 2 kriegen) oder abgeben mit Vermerk 2. Arzt, weil 1. nicht hilft?!

Ich soll meine Beschwerden niederschreiben, weiß nur nicht sorecht wie ich das machen soll, soll ich schreiben wie es ist, kann kaum sitzen, kaum stehen oder laufen? Oder lieber verschlimmern, was ja blöd ist, kann ja so 5 m ca gehen und ca 10 minuten sitzen, oder halt nur eine andere wortwahl, weil kaum kann man ja auch anders ausdrücken oder? Will ja nicht, dass die denken ich spinne oder sowas. Weiß ja nicht was die so von mir denken.
Moppelchen ist offline  
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Alt 24.09.2008, 03:15   #63
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Blinzeln AW: Welchen Untersuchungen müssen Betroffene zustimmen,

Zitat:
Zitat von Braeburn1977 Beitrag anzeigen
es ist so wie Du schreibst.. entweder das jiddische Wort oder die Sanktion.

Was spekulierst Du denn, warum man Dir solches angedeihen lassen will ?
Irgendwelche Meldeversäumnisse, und Du hast erklärt "ich vergesse alle Termine .." dann läge der verdacht auf Demenz natürlich nahe *smile*

In einem anderen Forum mehren sich in letzter Zeit solche Fälle, also "zum Arzt zwecks Sanktionsprüfung" .. evtl. eine neue Strategie der BA, um alle Hartzis amtlich für bekloppt zu erklären ?
Hi "Braeburn1977",

von welchem "Hatzi-Bekloppten-Forum " sprichst Du?

Ich habe keinen Termin vergessen oder versäumt. Statt dessen habe ich Widerspruch beim JobCenter und eine Feststellungsklage sowie eine einstweilige Anordnung beim Sozialgericht eingeleitet/beantragt.

In der Rechtsantragsstelle des Sozialgerichtes wollten sie es auch erst nicht glauben, dass eine Sachbearbeiterin des JobCenters eine Kundin zwecks "Prüfung einer Sanktion" zu einem Arzt schickt, aber nachdem ich ihnen das Schreiben vorlegte, mussten sie es glauben.

Mir wird einfach von dieser Fallmanagerin vorgeworfen, dass mir ein Träger innerhalb der Probezeit einer ABM grundlos gekündigt hatte. Aber das ist vertraglich festgelegt: d.h. in den zwei Monaten Probezeit kann jeder Vertragspartner grundlos kündigen. Und ich habe den Vertrag nicht aufgekündigt, sondern der Träger. Das habe ich übrigens alles schriftlich.

Nur soll mir ein Strick daraus gedreht werden und dieser geht in die Richtung: Wem ein vom JobCenter vermitteltes Arbeitsverhältnis aufgekündigt wird, muss schwer psychisch krank sein.

Ich frage mich gerade, ob diese Sachbearbeiterin, wäre sie in der Administration der US-Regierung, um den weiteren Wirtschaftskollaps aufzuhalten, die Entlassenen von Lehmann Brothers alle zum Psychiater schicken würde...

Es sieht übrigens ganz danach aus, als müssten die Arbeiter_innen aller Welt (damit auch wir) über kollabierende Ölpreise die Pleite des in den Abgrund stürzenden "Casino-Kapitalismus" "auffangen":
http://www.finanzen.net/nachricht/_S...09_2008_783466

Deshalb sage ich ganz klar:
In einer kranken und verrückten Weltwirtschaft ist jeder ein Simulant, der so tut, als wäre er gesund !

Es ist nur die Frage: Wie gehen wir mit all den Ärzten am Krankenbett des Kapitalismus um? Denn die Medizin, um dem Sterbenden simulativ am Leben zu erhalten, kostet vielen, allzu vielen von uns das Leben!

Ein vor-sich-hin-Krepieren auf Basis des "Existenz-Minimums" im maroden Kapitalismus kann wohl keinesfalls als "Leben" bezeichnet werden.

Und für alle, die eher gegen den "Wahnsinn der Normalität" - auch psychologisch - argumentieren wollen: Arno Gruen lesen!
Arno Gruen ? Wikipedia
[722] Arno Gruen

MfG,
Meta
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Alt 24.09.2008, 12:50   #64
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Beiträge: 13.183
Standard AW: Welchen Untersuchungen müssen Betroffene zustimmen,

Zitat:
Wie gehen wir mit all den Ärzten am Krankenbett des Kapitalismus um?
Vielleicht solltest Du Dich erst mal auf Deinen eigenen konkreten Fall konzentrieren, die ganze Welt zu heilen dürfte schwierig sein
Arania ist offline  
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Alt 24.09.2008, 14:08   #65
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Beiträge: 8
Standard AW: Welchen Untersuchungen müssen Betroffene zustimmen,

Zitat:
Zitat von Arania Beitrag anzeigen
Vielleicht solltest Du Dich erst mal auf Deinen eigenen konkreten Fall konzentrieren, die ganze Welt zu heilen dürfte schwierig sein
Arania,

ich leide aber doch gar nicht unter Megalomanie und ich gedenke auch nicht, den "Ärzten am Totenbett des Kapitals" meine Hilfe anzubieten!

Ich halte ich es im Zeitalter der Globalisierung und der Weltfinanzkrise nur für angebracht, die damit verbundenen "Nebenwirkungen" auf unser Leben zu berücksichtigen. Denn auch dabei hilft uns weder ein Arzt noch ein Apotheker.

Ich fand im Hartz IV Forum noch einen interessanten Beitrag zum Thema, in dem es heisst:

Zitat:
Ich gehe deshalb konform mit der Feststellung von Erich Fromm:

„ Die Kranken das sind die Gesunden.
Und die Gesunden, das sind in Wirklichkeit
die Kranken.“
Das ist in etwa das, was Arno Gruen auch schreibt. Außerdem halte ich viel davon, sich die Definition von Gesundheit gemäß der WHO zu vergegenwärtigen:

(...) „Gesundheit ist ein Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht die bloße Abwesenheit von Krankheit oder Gebrechen" (...)
Gesundheit ? Wikipedia

Es ist ein interessantes Thema, findet Ihr nicht? Man könnte sich ja mal die Frage stellen: Ist Gesundheit - ähnlich wie z.B. "Frieden" - ein ideeller/ideologischer oder materieller Begriff? Hat er Realitätsgehalt, d.h. existieren Rudimente davon in der bestehenden gesellschaftlichen Konzeption der Gesundheitsversorgung? Deutet sich in der WHO-Definition ein noch anzustrebendes Ziel an, was noch keinen verallgemeinerten und für alle gesellschaftlichen Individuen gültigen Realitätsgehalt hat, aber haben sollte (nun ja, der "Sollizitismus"...)...???

Ich behaupte: In der heutigen Gesellschaft dominiert die Krankheit über die Gesundheit, weshalb wir ja auch von kranken Kassen versorgt werden...

MfG,
Meta

Geändert von Meta (24.09.2008 um 15:03 Uhr). Grund: Ergänzung