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Einwurfeinschreiben reicht nicht als Zustellungsnachweis; in Forum: Urteile / Entscheidungen; Zitat: Koblenz (dpa) - Wird ein Einschreiben nur in den Briefkasten gesteckt, ist das vor Gericht kein ausreichender Nachweis für den tatsächlichen Zugang eines Schriftstücks. Das entschied das Oberlandesgericht (OLG) ...
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Alt 30.11.2005, 18:33   #1
bschlimme
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Einwurfeinschreiben reicht nicht als Zustellungsnachweis

Zitat:
Koblenz (dpa) - Wird ein Einschreiben nur in den Briefkasten gesteckt, ist das vor Gericht kein

ausreichender Nachweis für den tatsächlichen Zugang eines Schriftstücks. Das entschied das Oberlandesgericht (OLG) Koblenz.

Denn anders als beim Übergabe-Einschreiben erfolge beim so genannten Einwurf-Einschreiben keine persönliche Aushändigung, hieß es zur Begründung. Damit sei der Nachweis, dass das Schreiben auch dem richtigen Adressaten zugestellt wurde, nicht erbracht (Az.: 11 WF 1013/04).
http://www.nordclick.de/news/archiv/?id=1755635

Das verstehe wer will. Die deutsche Bundespost bietet einen Service an, dort kann man die Sendung genau verfolgen

hier


Hier erhalten Sie den Sendungsstatus zu Ihren EINSCHREIBEN, NACHNAHME-,
EIL- und WERT-Sendungen. Geschäftskunden können ebenfalls den Status
ihrer POSTIDENT- und PZA-Sendungen abfragen.

Wozu das ganze, wenn es kein Nachweis ist?
 
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Alt 30.11.2005, 19:13   #2
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Registriert seit: 01.11.2005
Beiträge: 152
Standard fragt mal die Post dies erfunden hat

Es war die Deutsche Bundespost, die vor einigen Jahren die Form des Einwurfeinschreibens überhaupt erst erfunden hat. Das gabs vorher noch nicht einmal beim Kaiser Wilhelm. Es ist billiger als ein Übergabeeinschreiben.
Somit muß die Post nach dem Sinn gefragt werden. Im übrigen ist es seit 1948 so, daß bei zweifelsfreiem Beweis Behörden die Postzustellungskurkunde wählen. Dann gilt es als zugestellt, egal ob ein Empfänger die Sendung auf dem Postamt verrotten läßt oder sofort abholt.
einen freundlichen Gruß
narssner
narssner ist offline  
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Alt 30.11.2005, 22:54   #3
Benutzer
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Registriert seit: 28.06.2005
Ort: Niederkassel /Nähe Bonn
Beiträge: 96
Standard Einschreiben

Da hab ich doch mal eine Frage zu, betrifft zwar nicht die Arge, sondern eine Versicherungskündigung per Einschreiben, habe vorhin den Link der Sendungsverfollgung ausprobiert, da ich Montag ein Übergabeeinschreiben abgeschickt habe, und nun steht in bei dem Sendungsstatus:

Die Sendung liegt in unserer Filiale Ludwig-Erhard-Str. 39, 30982 Pattensen ab dem 29.11.2005 zur Abholung bereit.

Geschickt habe ich das an die Concordia Versicherung in Hannover.

Ist doch irgendwie komisch!!
kyra54 ist offline  
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Alt 01.12.2005, 08:41   #4
bschlimme
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Hat die Versicherung vielleicht ein Postfach in Pattensen?

Ansonsten hier die Homepage der Versicherung

http://www.concordia.de/ww/de/pub/home.cfm

schick deine Unterlagen nochmal per EMail

versicherungsgruppe@concordia.de
 
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Alt 01.12.2005, 09:17   #5
Benutzer
Forumnutzer
 
Registriert seit: 28.06.2005
Ort: Niederkassel /Nähe Bonn
Beiträge: 96
Standard

Danke für die Antwort, habe die Kündigung vorab auch schon per Fax dorthin geschickt, weiß nur nicht, ob eine Kündigung per Fax (mit Unterschrift) anerkannt wird.

Wenn die dort ein Postfach haben sollten, kann das nicht nachvollziehen auf der Website, und da es sich ja um ein Übergabeeinschreiben handelt, müßte daß doch dann termingerecht als zugestellt betrachtet werden.
kyra54 ist offline  
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Alt 06.02.2006, 19:09   #6
jens
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Beiträge: n/a
Standard

Da habe ich aber was anderes gehört:

Antwort
Betreff: >Ist ein Einlieferungsbeleg von einem Einschreiben ein Versendungsnachweis?
09.12.2005 23:34:12
von Rechtsanwalt Dr. Thomas Schimpf
http://www.anwalt.de/rechtsanwalt_schimpf Kontaktdaten auf 123recht.net
Anhaltiner Platz 8, 06493 Ballenstedt, +49 (0)39 483 97825, Fax: +49 (0)39 483 97828
Dr. Thomas Schimpf, Ballenstedt, beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Erbrecht, Familienrecht, hat Interessensschwerpunkte: Vertragsrecht, Verwaltungsrecht, Strafrecht.

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Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

vielen dank für Ihre Anfrage. Diese beantworte ich auf Grundlage Ihrer Sachverhaltsschilderung gerne wie folgt:

Die Versendung per Einschreiben –sei es eine Willenserklärung, sei es Ware- ist leider etwas „unsicherer“, also wohl landläufig angenommen wird.

1.

Einfacher verhält es sich noch bei der Frage des eigentlichen Zugangs der „Hülle“.

Zunächst gilt: Eine Willenserklärung ggü. Abwesenden geht zu, wenn sie "in verkehrsüblicher Weise so in den Machtbereich des Empfängers gelangt ist, dass dieser unter normalen Verhältnissen die Möglichkeit hat, sie zur Kenntnis zu nehmen." D. h. ein Brief, der in den Briefkasten geworfen wird, ist an sich zugegangen (wenn dies beweisbar ist oder der Empfänger es einräumt!)

a) Beim Einschreiben gelangt aber der BGH zu dem Ergebnis, daß allein der Hinweiszettel, der vom Postboten in den Kasten geworfen wurde, noch keinen Zugang des eigentlichen Einschreibens darstellt (ständ. Rspr. BGH 137, 205).

Eine Ausnahme soll nur gelten (siehe zB BGH, BB 03, 271), wenn der Empfänger mit dem Zugang von rechtserheblichen Schriftstücken rechnen muss, weil er dann sicherstellen muss, dass ihn Nachrichten auch erreichen. M.a.W.: Er muss hin und wieder mal zur Postniederlassung gehen und klären, ob Einschreiben vorliegen.

b) Etwas bessere Karten hat der Absender, wenn er die Versandart als Einschreiben gegen Rückschein wählt.
Denn in diesem Fall muss ja der Empfänger dem Postboten auf dem Rückschein quittieren, dass er das Einschreiben erhalten hat. Hier wird auch die Neuregelung von § 175 ZPO, die eigentlich förmliche Zustellungen thematisiert, für „private“ Einschreiben mit Rückschein anzuwenden sein.
Das Problem bei dieser Versandart ist aber nicht nur, dass der Empfänger die Annahme des Einschreibens verweigern kann. Sondern insbesondere, dass für den Inhalt so oder so der Absender beweispflichtig bleibt (statt aller Palandt, BGB, § 130, Rd.21).

c) Als Alternative empfiehlt sich bei hartnäckigen Vertragspartnern das Einwurfeinschreiben. Bei dieser Art der Zustellung vermerkt der Postbote auf einer Urkunde Datum und Uhrzeit des Einwurfs in den Briefkasten und bestätigt dies mit seiner Unterschrift. Allerdings gilt auch hier das gleich geschilderte Problem des „Inhalts“ des Einschreiben.

2.

Das eigentliche Problem liegt also darin, dass –was ja schon häufiger vorkam- der Empfänger die Einschreibsendung zwar annimmt, dies auch einräumt oder es dokumentiert werden kann, er aber schlicht den Inhalt in Abrede stellt. Die Beschriftung des Einlieferungsbeleges hilft Ihnen im Falle des Bestreitens nicht weiter. Denn Sie sind nicht nur für den Zugang an sich, sondern auch für den Zugang eben der streitgegenständlichen Ware beweispflichtig (allg. Auffassung, siehe zB BGH, 101, 49).

Deswegen sollten Sie einen Zeugen dafür haben, dass in dem Kuvert auch das entsprechende Schreiben resp. die entsprechende Ware enthalten war. Am besten bitten Sie also jemanden, die Ware samt Begleitschreiben für Sie in das Kuvert zu stecken und bei der Post aufzugeben. Ein etwas umständlicher, aber letztendlich der einzige sichere Weg.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort zunächst einmal weitergeholfen zu haben. Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zu Verfügung.


Mit freundlichen Grüssen

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -
 
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Alt 14.08.2006, 07:18   #7
Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 16.04.2006
Beiträge: 163
Standard

Eine etwas andere Art der Zustellung aber bei weitem die beste die es gibt ist die Zustellung durch den Gerichtsvollzieher.
Ja den kann man mit der Überbringung eines Schriftstückes beauftragen.
Der lässt sich dann persönlich eine Kopie des geöffneten Briefes abzeichnen und zwar immer persönlich.
Kosten sind beim Amtgericht zu erfragen aber liegen so bei 20 Euro.
Peppone ist offline  
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Alt 14.08.2006, 12:07   #8
Barney
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Beiträge: n/a
Standard

Zitat:
Zitat von Peppone
Eine etwas andere Art der Zustellung aber bei weitem die beste die es gibt ist die Zustellung durch den Gerichtsvollzieher.
Ja den kann man mit der Überbringung eines Schriftstückes beauftragen.
Der lässt sich dann persönlich eine Kopie des geöffneten Briefes abzeichnen und zwar immer persönlich.
Kosten sind beim Amtgericht zu erfragen aber liegen so bei 20 Euro.
Mir hat der Gerichtsvollzieher auch nur einen Briefumschlag in den Briefkasten gesteckt.

Das läßt mich hoffen. :pfeiff: :pfeiff: :pfeiff:
 
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