Erwerbslosen Forum Deutschland (Forum)

 
kein_lohn_unter10

AGENTURSCHLUSS/Aktionen

Schluss mit Zwangsarbeit und Subventionsbetrug! 2. Jan. Hamburg; in Forum: ; Hallo Tinka, also die beiden Tage davor fiel mir auch nichts auf. Im Grunde müsste man abgemahnt werden, so denn bekannt ist wer so einen Infozettel ausgehängt hat , bevor ...
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Alt 05.01.2008, 23:31   #26
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Hallo Tinka,

also die beiden Tage davor fiel mir auch nichts auf.

Im Grunde müsste man abgemahnt werden, so denn bekannt ist wer so einen Infozettel ausgehängt hat , bevor irgendwelche Sanktionen verhängt werden könnten. Völlig unabhängig von der Einrichtung in der er hängt.

Grüße,
Susann
Susann ist offline  
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Alt 06.01.2008, 01:53   #27
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Blinzeln

Zitat:
Zitat von Susann Beitrag anzeigen
Im Grunde müsste man abgemahnt werden, so denn bekannt ist wer so einen Infozettel ausgehängt hat , bevor irgendwelche Sanktionen verhängt werden könnten. Völlig unabhängig von der Einrichtung in der er hängt.
Wieso müsste?

- In D gibt's immer noch das RECHT auf Meinungsfreiheit UND das Streikrecht. Steht irgenwo, dass Ein-Euro-Jobler an so wirtschaftlich heissen Punkten eingesetzt sind, dass diese zwei zentralen Grundrechte einer Demokratie für sie entfällen???????? -wäre mir unbekannt - und gälte es sofort zu "bestreijken"

- und warum nicht aufhängen, wenn die Herr- äh Frauschaften gerade Kaffeetrinken? Oder auf den Klos täglich neu auslegen? Oder kleine Kleberchen alloüberall... usw. usf.
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Gruß! ethos07


Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder.
ethos07 ist offline  
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Alt 06.01.2008, 17:25   #28
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Zitat:
Zitat von ethos07 Beitrag anzeigen
Wieso müsste?

- In D gibt's immer noch das RECHT auf Meinungsfreiheit UND das Streikrecht. Steht irgenwo, dass Ein-Euro-Jobler an so wirtschaftlich heissen Punkten eingesetzt sind, dass diese zwei zentralen Grundrechte einer Demokratie für sie entfällen???????? -wäre mir unbekannt - und gälte es sofort zu "bestreijken"

- und warum nicht aufhängen, wenn die Herr- äh Frauschaften gerade Kaffeetrinken? Oder auf den Klos täglich neu auslegen? Oder kleine Kleberchen alloüberall... usw. usf.
Der "Hausherrr" hat aber das Recht so etwas zu verbieten. Es hängt auch ein Schild (jedenfalls hier) das "gewisse Dinge" verbietet.

Als ich einmal eine Woche lang eine Unterschriftenaktion vor dem Arbeitsamt machte, kam der Leiter heraus und erklärte mir, ich dürfe das Gebäude und Grundstück nicht betreten. Auf meine Antwort, hier auf dem Gehweg könne ich das aber, bestätigte er das.
Nihilist ist offline  
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Alt 06.01.2008, 18:20   #29
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Hallo Nihilist,

ja klar, aber bei uns hängt da nix, unterschreiben musste ich diesbezüglich auch nichts, da müsste es erst untersagt werden. ;)

Btw. gibt es aktuell wieder eine Aktion Kunststimmen gegen Armut ich weiß nicht wie weit das hier als Info von Interesse ist.

Grüße,
Susann
Susann ist offline  
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Alt 06.01.2008, 19:15   #30
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Benutzerbild von Martin Behrsing
 
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Ort: Bonn
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ich werde diese Woche mal mit denen telefonieren.

Ansonsten zu Aufrufen. So etwas hängt man einfach auf und fertig. Und wenn es weggehangen wird, hängt man es halt wieder auf.
Genauso macht man das in den aRGEN, Arbeitsagenturen. Genügend Zettel auslegen und notfalls am nächsten Tag wieder kommen und gleiche Aktion.
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Gruß aus dem Rheinland

Martin

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Alt 06.01.2008, 21:34   #31
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Registriert seit: 02.09.2006
Ort: Hamburg
Beiträge: 96
Blinzeln Gerade zum Wahlk(r)ampf..

Joo, so muss das sein.. Steter Tropfen höhlt den Stein und wenn ich mal heute über die Nachrichten
um das Parteigerangel im Wahlk(r)ampf denke, macht es schon Sinn immmer wieder und wieder den
Protest zu machen.

Gerade jetzt, wo der Flächendekende Mindestlohn und der Bekämpfung der Kinderarmut im
diesen Land zur Debatte steht, können wir (alle) den PolitikerInnen erinnernd auf die Pfoten schlagen..

Ich denke da auch an Spuckies, die nicht soo einfach zu entfernen sind..
Preisgünstig und raffiniert bedruckt, dürften zum Denken anregen..
Nun haben wir die Chance..
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Lass Dich nicht verhartzen.
Onkel Tom ist offline  
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Alt 08.01.2008, 15:16   #32
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Registriert seit: 03.07.2005
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Beiträge: 47
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Zitat:
Zitat von ethos07 Beitrag anzeigen
Und war das jetzt eigentlich nicht sogar der allerallererste Ein-Euro-Jober Deutschlands überhaupt der aktiv einen JobTräger mit Euch bestreikt hat?
Da ich den streikenden 1-€-Jobber gut kenne, hier einiges über ihn:

Er ist seit über 5 jahren arbeitslos, ist ein Montagsdemonstrant der ersten Stunde in Hamburg und ist Mitbegründer einer Sozialinitiative hier in Hamburg.

Weiterhin hat er einen 1-Euro-Job per Sozialgericht, 3 weitere per Widerspruch abgelehnt. Bei dem letzten, den er zur Zeit macht, war es leider nicht erfolgreich.

Aber auch während seiner Arbeitszeit führt er seinen Kampf gegen Hartz IV fort.
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04.08.2008 18.15 Uhr vor Saturn / Mönckebergstrasse
inisoz ist offline  
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Alt 10.01.2008, 12:19   #33
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Beiträge: 316
Lächeln

Zitat:
Zitat von Onkel Tom Beitrag anzeigen
Ich denke da auch an Spuckies, die nicht soo einfach zu entfernen sind..
Preisgünstig und raffiniert bedruckt, dürften zum Denken anregen..
Nun haben wir die Chance..
Was sind Spuckies?
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Alles, was ich schreibe, gibt meine persönliche Meinung/Einschätzung wieder und stellt keine Beratung dar. Wegen Beratung bitte zum Profi (Anwalt, Steuerberater oder weitere ausgewiesene Spezialisten) gehen.
sun2007 ist offline  
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Alt 10.01.2008, 13:45   #34
Redaktion
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Benutzerbild von Martin Behrsing
 
Registriert seit: 16.06.2005
Ort: Bonn
Beiträge: 11.548
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Zitat:
Zitat von sun2007 Beitrag anzeigen
Was sind Spuckies?
Zettel, die man anheften kann. Haben eine Klebefläche auf der Rückseite. Ähnlich Briefmarken
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Gruß aus dem Rheinland

Martin

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Alt 14.01.2008, 02:41   #35
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Ort: BY, Mfr. nähe AN
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Standard Agenturschluss/Aktionen

Hallo, habe mir dieses Forumthema genau durchgelesen. Machen wir uns doch nichts vor: Schon die Römer haben die bestimmt hungrigen und unzufriedenen Massen auf die bekannte Art in Schach halten können: Brot und Spiele. Machen die "Herren" es in diesem Lande anders ? Und sind die Ansprüche der heutigen Menschen höher als ein "Bierle und Chips" mit den Beinen hoch vor der Glotze ? --- Wenn ihr auch nur eine Ahnung hättet, w a s ich alles jahrelang in eine Gruppe sich nahestehender Menschen - investiert - habe. Und das Endergebnis ? Auseinander gelaufen wie die Hühner . . . Seid mir nicht böse, aber Tatsache ist doch, es geht uns Deutschen immer noch v i e l zu gut, wir sind noch weit weg davon endlich wieder auf die Straße zu gehen und laut um unser Recht als die Masse der Deutschen zu schreien ! --- Bitte : WO sind denn die Leute, die vor nicht einmal zwanzig Jahren in der ehem. DDR laut schreiend auf die Straße gegengen sind und das Wunder vollbrachten, dieses Neonaziregime (DDR) in die Knie zu zwingen !? Bitte, w o sind die denn geblieben ? Alle gestorben in der Zwischenzeit ? --- N e i n sage ich euch, zufrieden gemacht mit, --- Brot und Spielen --- vor der Glotze mit einem (endlich trinkbaren) Bierle und Chips ..... Das war´s, s o einfach ist es selbst in den Dreck getretene Menschen wie uns H4 - Verurteilte, etwas anderes sind wir nicht, zufrieden zu stellen. So long, aeon7
__________________
--------------------------------------------------------------------------------------
Jeder von uns ist es sich selbst schuldig, kein Spielball derer da oben zu sein. Marianne Birthler

aeon7
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Alt 14.01.2008, 23:40   #36
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Ort: Hamburg
Beiträge: 96
Standard Die Hoffnung stirbt zuletzt..

@aeon7

Ich würde Deine Argumentation gerne widerlegen, kann dies jedoch bis auf eine
Minderheit in der Minderheit nicht.
Im Prinzip hast Du Recht und eine kleine Außnahme spielt hier die Regel.
Wenn jemand davon spricht, das sich viele mit Hartz 4 eingerichtet haben oder
es vielen noch zu gut geht, kann ich dies bis auf wenige leider auch nicht mehr
wiederlegen.
Ich kabe in der Vorbereitungspha se und der Durchführung der Aktionstage sehr
viel dazugelernt und denke, ein anderes Sichtfeld dadurch bekommen zu haben.
Als Mitglied der Organisatoren war es für mich sehr Mühevoll, was auf die Beine zu
stellen, da es einigen nicht perfekt im ihrem politischem Bild passte und darauf
entweder Nein dazu sagten oder mit Geschwalle Sabotage betrieben.
In Zukunft weiß ich, das ich mich auf zwei Hände voll MitstreiterInnen verlassen
kann und die auch auf mich..
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Alt 15.01.2008, 00:48   #37
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Standard

Zitat:
Zitat von aeon7 Beitrag anzeigen
Hallo, habe mir dieses Forumthema genau durchgelesen. Machen wir uns doch nichts vor: Schon die Römer haben die bestimmt hungrigen und unzufriedenen Massen auf die bekannte Art in Schach halten können: Brot und Spiele. Machen die "Herren" es in diesem Lande anders ? Und sind die Ansprüche der heutigen Menschen höher als ein "Bierle und Chips" mit den Beinen hoch vor der Glotze ? aeon7
Eher "Teile und Herrsche". Es ist auch eine Menge Angst dahinter. Wer aus der "Masse" herausragt, der wird einen Kopf kürzer gemacht oder aber lächerlich.

Es bewahrheitet sich mal wieder, "Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren."

So kämpfen ein paar wenige, die noch Mut und Kraft genug haben. Bettina Wegner sangs in "Sind so kleine Hände" - Menschen ohne Rückgrat ham wir schon zuviel - aber was mit solchen Menschen passiert beschrieb Hesse schön in "Unterm Rad".

Und ein Schlusswort von Wolf Biermann "Du läss dich nicht verhärten in dieser harten Zeit - die all zu hart sind stechen und brechen ab sogleich".
Nihilist ist offline  
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Alt 15.01.2008, 05:35   #38
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Benutzerbild von Rounddancer
 
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Standard Ja und nein

Zitat:
Zitat von Onkel Tom Beitrag anzeigen
Wenn jemand davon spricht, das sich viele mit Hartz 4 eingerichtet haben oder
es vielen noch zu gut geht, kann ich dies bis auf wenige leider auch nicht mehr
wiederlegen.

"Eingerichtet",- was ist so schlimm, so unverständlich daran, wenn Menschen sehen, daß sich trotz aller Anstrengung nichts bewegt, oder nichts zu bewegen scheint, und frustiert aufgeben? Aufgeben, als Notbremse davor, die letzten, die allerletzten Kräfte und Mittel aufzubrauchen, die sie noch vom Verhungern, vom Exitus trennen?

Ich glaube, diese letzte Sichern ist einfach natürlicher Selbstschutz, Selbstschutz, den vor jedem Start jeden Fluges die Flugbegleiter den Fluggästen in Erinnerung bringen mit: "Nehmen Sie zuerst sich eine Sauerstoffmaske, setzen sie auf, bevor Sie anderen Personen helfen!". Selbstschutz, wie auch Schiller ihn in der "Bürgschaft" als normale, verständliche, menschliche Reaktion sieht: "Sieh, Du rettest den Freund nicht mehr,- so rette das eigene Leben!". Nein, das ist ganz natürlich.

Was wir sehen, ist Frust. Es geht nicht vorwärts, nicht sichtbar vorwärts,- oder es geht vorwärts, aber keiner kriegt es mit. Darum flüchten viele aus der Realität, bauen das aus der nackten Existenzangst stammende Adrenalin nicht dadurch ab, daß sie rennen (denn sie verfolgende, hungrige Raubtiere (jedenfalls mir vier Füßen) laufen heute nur selten noch frei herum), sondern suchen stattdessen den Ausgleich in der Flucht in Nikotin-, Alkohol-, und andere Süchte, die hoffen lassen, Endorphine, Glückshormone freizusetzen,- und vegetieren so dahin. "Eingerichtet" ist das m.E. nicht,- nur ein letztes Klammern vor dem realen, endgültigen Absturz.

Aber immer, bei allen Aktivitäten jeder Art, sind es nur Einzelne, die ein, zwei Handvoll Gleichgesinnte, Helfer um sich scharen, und dann, und nur so, etwas bewegen können. Schon Jesus hatte nur zwölf Jünger.
Auch um einen Benzinmotor anspringen zu lassen, braucht es eine Kurbel oder einen vergleichsweise winzigen, zusätzlichen Motor, den Anlasser.

Und nur wenn dieser Anlasser da ist und tut, kann sich irgendwann auch mal die Masse in Bewegung setzen. "Die Trägheit der Masse" definiert man in der Physik.

Darum: Nicht aufgeben, nur weil die Masse nicht mitzieht, aber akzeptieren, daß die Masse so ist, wie sie ist,- daß sie einen kräftigen Schubs braucht,- und dann gesteuert werden muß. Beides können nur wenige tun,- darum sind auch alle noch so demokratischen Basisversuche in Gelaber und Streit gescheitert.

Die Konkurrenz, der Gegner ist wach und hat überall Spione,-
und die alte Taktik ist, daß etwas, was den eigenen Weg zu stören beginnt, erst ignoriert, dann verlacht, danach infiltriert und von innen und außen bekämpft wird.

Also: Die Masse verhält sich so, wie sich Masse halt verhält, vegetiert vor sich hin aus Selbstschutz.
In Bewegung setzt sich Masse erst, wenn man sie schubst,- und dann daß Ziel so greifbar, so erreichbar scheint wie der Salatkopf, den man der Schildkröte kurz vor den Kopf hält, damit sie zu rennen beginnt.

Das ist einfach so. Solidarität und weiterer Einsatz unter in etwa ähnlich tickenden "Anlassern" versuchen, und dann nicht selbst auch noch in Frust flüchten,- nur so läßt sich was bewegen. Trotz träger Masse.
__________________
Heinz

Ich entscheide, ob der Stein auf meinem Weg mir zum Stolper-, oder Baustein wird!

Rounddancer ist offline  
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Alt 15.01.2008, 12:50   #39
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Zitat:
Zitat von Rounddancer Beitrag anzeigen

Ich glaube, diese letzte Sichern ist einfach natürlicher Selbstschutz,
Einfach gesagt: Dissonanzreduktion

Wenn ich heute daran denke, ich hätte gewusst wie lange ich erwerbslos bleiben würde ........! Keine Ahnung was ich dann angestellt hätte.

Und letztendlich MUSS Mensch sich in die Situation "einrichten", man kann nicht so weiter leben wie bisher, dazu reicht es doch nie, eines Tages sind dann die Reserven weg.

Geändert von Nihilist (15.01.2008 um 12:52 Uhr).
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Alt 15.01.2008, 13:24   #40
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Daumen hoch Das Nein gefällt mir.

Das mit der Selbstschutzfunktion ist richtig und wenn hierbei Existenzängste
mitspielen besonders Fatal.
Doch sollten sich passive nicht immer damit entschuldigen, sondern einfach
nur mal dabei sein. In einer Gemeinschaft gemeinsamer Interessen ist eine
Stimmung und Atmosphäre, die Frustrationen abbaut.
Viele glauben, wenn mann dabei sei, müsste man immer gleich Aktionsformen
mitbringen, die am besten noch alles andere übertreffen.
Das ist absoluter Mumpitz und eher den Folgen von Sensationsgeilheit der
"Blöd" zurückzuführen.
Einfach unverbindlich hinzukommen, mitgrölen, was man davon hält und am
Ende ein "Solidarischen Kaffeeklatsch" machen. Es hilft nicht nur gegen Frust,
baut auch langsam aber sicher Ängste ab und baut Selbstbewusstsein und
Vertrauen auf. Mir tut es gut, trotz beschi.. Wetter auf Demos etc.. zu gehen
und im Anschluss sich darüber zu freuen, das man, auch wenn es noch soo
gering ist, was in Bewegung hält.

Basisdemokratische Versuche haben wir gemacht und auch einen Weg
gefunden, die daraus folgenden politischen Meinungsdiskrepanzen und
Zersplitterungen soweit wie möglich aus dem Weg zu gehen oder
vorzubeugen.
Zur ersten Vorbereitungssitzung habe ich eine kleine Einstiegsrede aus dem
Ärmel geschüttelt, die die meisten davon überzeugte, keine Rahmen von
politischen Interessen zu zerren, sondern gleich in die Vorstellungsrunde zu
gehen, wer und warum dabeisitzt und sich was davon verspricht.
Es war eine sehr gute Vorbereitungssitzung, die ich erlebt habe.
Ein regelrechtes Gipfeltreffen von Leuten, die die Probleme des Widerstand
genau kennen und auf der Suche nach neuen Konzepten sind.
Ich denke, das ich nicht alleine dazugelernt habe und hoffe, das den
Erfahrungen, die dort gemacht worden sind, neue Ideen entspringen.

Momentan sind einige Akteure der Aktionstage (ich auch) etwas abgefrustet
und erschöpft. Schließlich wurden 2 Monate zuvor daran geakkert.
Dies heißt jedoch nicht, das es alles gewesen ist.
Ich denke, das sich jeder Akteur erstmal etwas erholt und dann wäre es
super, ein Erfahrungsaustausch darüber zu machen.
Dadurch lässt sich die Trägkeit und Unrereichbarkeit der Masse besser analysieren
und eventuell neue Möglichkeiten daraus entwickeln..

Ich glaube auch, das Solidarität, wie sie in der Kohl-Zeit kaputt gemacht
wurde, neu erlernt werden muss..

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Alt 17.01.2008, 00:37   #41
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Standard Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren . . .

Ok, Onkel Tom, Nihilist, Rounddancer, vielleicht sollte ich etwas klar stellen: Mit meinen Aussagen wollte ich weder den Willen zu kämpfen untergraben, noch sagen, dass ich selbst aufgebe ! oder es eh keinen Sinn hat irgend etwas zu unternehmen. Es geht mir um Nüchternheit, Realitätssinn, sich nichts vormachen.

Nur Rounddancer, ich bin gelernter Kfz-Schlosser. Wie ein kleiner Anlassermotor dank der Übersetzung einen sehr viel größeren mechanischen Apara